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Kapitel 277


Anna antworte für mich. Anna antwortete nur noch für mich. Ich konnte nicht mehr. Ich hielt es nicht aus. Mir liefen Tränen über die Wangen.
Als wir endlich fertig waren und uns nach hinten auf zwei Stühle setzen durften, kamen noch die anderen an die Reihe und wurden 'ausgefragt'. Es lief alles wie ein Film an mir vorüber. Ich bekam nichts mehr mit. War wie in Trance.
Einige Male erhaschten meine Blicke die von den zwei Personen, die ich so sehr hasste. Ich zuckte jedes Mal wieder zusammen und senkte meinen Blick, um ein wiederholtes Male zu verhindern.
Ich saß zwischen Laura und Anna. Eine rechts und eine links. Anna hielt noch immer meine Hand. Mit der anderen wischte ich mir ab und an meine Tränen weg, die immer wieder neu und lautlos meine Wangen hinunter kullerten.
Von meinen Eltern und den anderen, sowie Bill und Tom bekam ich gar nichts mit. Schließlich saß ich mit dem Rücken zu ihnen. Als der Richter sich mit dem Staatsanwalt und dem Verteidiger zurückzog um eine gerechte Strafe zu ermitteln, verließen wir den Gerichtssaal und standen draußen mit allen zusammen. Wie gerne hätte ich Bill nun in den Arm genommen? Mich von ihm trösten lassen können. Zu diesem Zeitpunkt liefen meine Tränen immer noch. Ich beteiligte mich nicht an den mehr oder weniger laufenden Gesprächen. Ich schwieg. Dachte nach und hoffte. Etliche Male sah ich zu Bill, der mir immer versuchte aufmunternd zu zulächeln. Ich konnte es nicht erwidern.
„Kommen sie bitte wieder rein?“, ich drehte mich ruckartig um, als ich die dunkle Stimme hinter mir hörte, die aus dem Mund eines Polizisten kam. Wieder nahm ich Annas Hand und wieder gingen wir nach ganz vorne um uns auf unsere Stühle zu setzen.
„Erheben sie sich bitte.“, kam es vom Richter. Der Gerichtssaal tat, was er sagte. Ich zitterte am ganzen Körper. War gespannt, was kommen würde. Was sie für eine Strafe bekommen würden...
„Im Namen des Volkes ergeht folgendes Urteil: Die Angeklagten Hilka Goldnem und Trish Goodrem wegen schwerer Körperverletzung, Erpressung und Rufmordes zu 250 Stunden gemeinnütziger Arbeit verklagt. Auf Hilka Goldnem kommen jedoch wegen Vorstrafen ein Jugendarrest von zwei Monaten in dem Jugendgefängnis Hannover. Bitte setzen sie sich.“, es prasselte an meinen Ohre vorbei, der ganze Satz. Außer das wirkliche Urteil. Mir fiel ein Stein vom Herzen, als ich es hörte. Gott sei dank! Wir hatten es echt geschafft!
Nachdem der Richter noch einige Sätze gesagt hatte, konnten wir den Gerichtssaal auch schon verlassen.
„Bill. Kommst du?“, fragte ich meinen Freund, als schon alle gegangen waren. Selbst der Richter und die Angeklagten. Der Saal war leer. Man konnte seine eigene Stimme zurück schallen hören.
„Nein.. ich meine, komm du mal bitte her.“, flüsterte er. Doch durch das Schallen konnte ich es verstehen.
„Ich will hier einfach so schnell wie möglich raus. Bitte...“, ich tippelte von einem Fuß auf den anderen. „Bill, Bitte...“, es setzte mich tierisch unter Druck, dass er nicht kam. Eigentlich musste ich keine Angst mehr haben, aber irgendetwas in mir wollte einfach nur noch raus hier.
Als ich mich nicht in Bewegung setzte, kam Bill auf mich zu. Erst stand er kurz vor mir, dann umarmte er mich plötzlich. Er fiel mir förmlich um den Hals. Zu erst stand ich erschrocken da, doch dann umfasste ich seinen Oberkörper mit meinen Armen.
„Du hast es geschafft, meine Süße.“, flüstert er mir ins Ohr. Doch so schön das hier auch war, wirklich wohl fühlte ich mich nicht. Schließlich waren wir im öffentlichen Leben. Jeder hätte uns sehen können..

 

 

 

Kapitel 278

Hm, Bill.. also,...hm, können wir gehen? Ich will hier echt...echt nur noch raus!“, bemerkte ich nach wenigen Minuten, als wir damit verbrachten, einfach nur so Arm in Arm dazustehen.
„Ja, komm.“, er ließ mich los und ging vor. Hielt mir die große, schwere Tür auf, vor welcher schon die Anderen standen. Als aller Erstes ging ich zu meiner Mutter, nahm sie fest in den Arm und spürte auf meinem Rücken die Hand meines Vaters.
Auch Anna stand an ihrer Mutter gelehnt da. Ich warf den restlichen der Runde ein leichtes Lächeln zu.
„So, wollen wir jetzt?“, fragte David, der mir und Anna zulächelte. Meine Eltern hatten ihn wohl schon angerufen, dass er uns holen konnte. Schließlich waren wir mit zu wenigen Autos da.
„Ja, bitte...“, brummte ich nur. „Hast du irgendwas gesehen? Von wegen Presse? Oder hat mal keiner Wind davon bekommen, wer hier heute ist?“, fragte ich vorsichtshalber nach, als wir uns langsam in Bewegung setzten und uns auf den Weg nach draußen machten.
„Nee, keiner da. Gott sei Dank. Das hätte euch ja gerade noch gefehlt.“, beruhigte David mich und legte einmal kurz seinen Arm um mich, um mir klar zumachen, dass auch er sich für uns freute.
„Ja..“, antworte ich dann nur leise, verbarg meine Hände in der Hosentasche und folgte den Anderen zum Parkplatz – mit einer riesen Erleichterung.
Und es stimmte – weit und breit keiner zu sehen, der Anstalten machte, Fotos zu machen. Dort teilten wir uns wieder so auf, dass die Eltern und wir Jugendlichen in einem Auto fahren konnten.
„Bis später.“, riefen wir noch einmal zum Nachbarauto und stiegen in den Van ein.
Bill und ich ergatterten uns die letzte Reihe – die besten Plätze des Autos – und Anna und Tom nahmen vor uns platz.
Ich legte mich auf die Bank, den Kopf in Bills Schoß gelegt,
„Ich bin so froh...“, nuschelte ich leise.
„Ja, ich auch. Und du hast es geschafft. Du warst ein starkes Mädchen, Süße.“, flüsterte Bill mir in mein Ohr, als er sich nach unten beugte.
„Mhm...“, machte ich nur, schloss die Augen und genoss seine Nähe. Meine Hand rutschte nach oben an seinen Hals, kraulte diesen und drückte seinen Kopf noch weiter nach unten, sodass sich unsere Lippen endlich berührten.
Doch wir wurden gestört. Vom dem Quietschen der Bremsen.
„Oh mein Gott.“, hörte ich Anna vor uns.
„David, man! Pass doch auf!“, schrie Bill von hinten. Ich sah einfach nur an die Decke, von Tom hörte man auch kein Wort. Eigentlich war es Muksmäuschen still.
„Was ist denn? Fahr doch vernünftig.“, brummte Tom dann doch irgendwann und richtete sich auf, sodass er wieder richtig auf seinem Platz saß und freie Sicht nach vorne hatte.
David drehte sich um. „Wir brauchen noch ein Geschenk für Georg!“, er sah uns alle vier geschockt an.
„Oooh.“, kam es von uns nur im Chor. „Da musst du doch nicht gleich so einen Aufstand machen, ey.“, genervt ließ Tom sich nach seiner Aussage in den Sitz zurückfallen.
„Sorry, man. Also, habt ihr eine Idee?“, entschuldigte David sich und versuchte es mit seinen nachfolgenden Worten in den Hintergrund zu schieben.
Gute Frage. Hatten wir denn eine Idee?!

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