Er liebt mich...er liebt mich nicht...

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Kapitel 275
 

Nicky...“, flüsterte ich nur leise, wandte mich nun endlich von meinem Platz ab und steuerte auf sie zu. Ich nahm sie in den Arm.
„Hey...“, wisperte sie in mein Ohr. „Ich habe so...Angst...“, kam es dann auch aus ihrem Mund. Ich nickte nur. „Ich auch...“
Als ich einige Minuten so bei Nicky im Arm lag, spürte ich nur, wie Laura's Hand über mein Rücken strich, Anna stand neben mir und die Eltern der beiden, die gerade hinzugekommen waren, verabschiedeten sich, wünschten uns Glück und verschwanden dann ebenso im Gerichtssaal. Nun standen wir vier hier alleine - vor der großen Tür, durch die wir gleich gehen mussten. Doch Gott sei Dank musste ich dort nicht alleine durch. Anna und ich würden zusammengehen. Ebenso Laura und Nicky.
„Lea Schneider und Anna Marschall, bitte?!“, ein Mann in Uniform öffnete von innen die Tür, es war ein Polizist.
Ich schreckte hoch, stand langsam von der Bank, auf der wir nun Platz genommen hatten, auf, und lächelte noch einmal Laura und Nicky an, bevor ich nach Annas Hand griff und langsam auf die Tür zuging. Als wir rein gingen, sah ich schon bekannte Gesichter. Von meiner Familie, über Bill und Tom bis hin zu Laura's Eltern. Der Blick geradeaus gerichtet, den Richter anguckend, schritten Anna und ich vor, setzten uns auf die zwei Stühle vor einem Tisch.
„Hallo, ihr beiden.“, aus dem Mund des relativ alten Richters kam eine warme und liebevolle Stimme. Doch anstatt irgendetwas zu erwidern lächelten wir nur schwach. Den Blick zur Seite wagte ich mir erst gar nicht. Ich war viel zu eingeschüchtert, um meinen Kopf nur einen Millimeter zu drehen.
„Erstmal zu den persönlichen Angaben. Anna Marschall und Lea Schneider. 15 und 17 Jahre alt. Wohnhaft in Hameln beziehungsweise Freiburg? Ledig? Und nicht verwandt und nicht verschwägert mit den Angeklagten – nehme ich an?“, wieder nickten wir.
„Okey...dann erzählt doch mal, was an dem Tag passiert ist. Der Abend, wo ihr zugerichtet wurdet.“, der Richter klang sachlich, legte seinen Stift aus der Hand und sah uns erwartungsvoll an. Ich sah zu Anna, spürte nur noch eine Hand auf meiner.
„Na ja...Anna und ich sind noch mal raus – so gegen zehn Uhr muss das gewesen sein -, wir...wir wollten eben noch ein bisschen skaten...und reden. Und da der Park ganz bei mir um die Ecke ist..., haben wir eben entschieden uns dorthin zu setzen...“, fing ich an. Ich senkte meinen Kopf. Wenn ich an diesen Abend zurück dachte, wurde mir schlecht und das ich zitterte, merkte Anna wohl, denn sie begann immer fester meine Hand zu drücken. Ich wusste schon immer, dass sie ein stärkeres Mädchen war. Sie ist die ganze Zeit über besser mit der Sache klargekommen.
„Als wir weiter in den Park hineingegangen sind, haben wir uns abseits auf eine Bank gesetzt. Schon da konnten wir Gemurmel und knacken der Äste auf dem Boden hören...als ob dort jemand in einem Gebüsch war...oder so was. Lea ist dann noch mal kurz vorne zur Straße und hat sich Zigaretten geholt...“, Anna sah mich an. Ich übernahm wieder.
„Als ich wieder kam, habe ich wieder Stimmen gehört....hm, ich machte mir nichts drauß und ging weiter. Ich dachte, es wären die Freunde meines Bruders...aber...anscheinend war es ja nicht so...“, das erste Mal hob ich meinen Kopf und bewegte ihn gewollt zur rechten Seite. Sah ihn die Augen der beiden Mädchen. Der Mädchen, die mir mein Leben zur Hölle machen wollten. Haben sie es geschafft? Ich sah nur dieses höhnische Lächeln. Doch das würde ihnen noch vergehen, hoffte ich...

Kapitel 276
„Sondern?“, fragte der Richter und versuchte meinen Blick wieder zu fangen, den ich auf die Mädchen neben mir gerichtet hatte.
„Als wir da so saßen, kamen plötzlich die...die beiden. Ich habe Anna an die Hand genommen und wollte an ihnen vorbei gehen...weil...man weiß ja nie. Aber sie haben uns nicht gehen lassen, sie haben...haben uns an die Seite gezerrt. Eine hielt Anna fest und eine mich...“, ich schluckte heftig und wollte nicht weiter sprechen. Es war zu schrecklich die ganzen Gedanken wieder in meinen Kopf zu bekommen.
„Sie...sie hat Lea...“, fing Anna an. „...ein Messer an die Kehle gehalten. Sie war wehrlos...konnte nichts machen. Als wir sie fragten, was sie von uns wollen...meinten sie, dass...dass wir die Finger von den Twins lassen sollen...wir beteuerten, dass das nur Freundschaft wäre...aber das glaubten sie uns eh nicht. Irgendwann versuchte Lea dann weg zukommen, indem sie einen Stock der vor ihr lag ins Gebüsch schoss. Es klappte aber nicht und...sobald Lea sich losgerissen hatte, wollte die eine sie schon wieder packen. Es entstand Geschrei zwischen den beiden. Sie meinte, dass Lea sich nicht als...als billiges Stück durch die Familie der Zwillinge ficken sollte...“, Anna sah mich an.
„...ich ließ es nicht auf mir sitzen und konterte, dass genau sie das vor hätte. Was anderes erwartet man da doch nicht...“
„Meine Mandanten sagten mir noch, dass noch mehr passiert ist, also?“, sagte die Verteidigerin auf der linken Seite von mir.
„Jetzt lassen sie doch mal die Mädchen in Ruhe erzählen. Sie war doch gerade dabei!“, mischte sich der Staatsanwalt ein.
„Ruhe jetzt!“, kam es vom Richter. Anna und ich sagen nur zwischen den Personen hin und her. Wie im Fernsehen, dachte ich nur. „So, wenn ihr bitte fortfahren würdet?!“, lächelte der Richter uns an.
„Anna war bei der kleineren der Beiden...also Trish..., so war es für mich nicht allzu schwer, sie da weg zu holen. Also stürmte ich auf sie zu und packte Anna am Handgelenk. Naja, als Trish dann doch wieder anfing irgendetwas herablassendes zu uns zu sagen da.....ich habe dieser...dieser Person vor die Füße gespuckt. Dieses herablassende Niveau.“
„Und was hast du noch gemacht, hä?“, rief Hilka plötzlich. Ich schreckte zusammen, sank in mir zusammen.
„Ruhe!“, wieder der Richter. „Also...?“
„Ja, ich habe sie geschlagen...aber...nur aus Notwehr. Ich wusste doch nicht, was ich noch hätte machen sollen...Und Anna und ich wollten gerade gehen, da spürte ich nur diese dicken, schweren Hände auf meinen Schultern die mich rum zerrten. Und dann...habe ich nur einen starken Schmerz gespürt...und dann wurde mir schwarz vor den Augen...“
„Anna, kannst du sagen, was weiter passiert ist?“
„Ja...als Lea da lag, und ich neben ihr kniete, sagte Hilka zu Trish, dass sie schnell weglaufen sollten. Trish hielt sich die ganze Zeit die Nase, weil...weil Lea sie doch wohl heftig erwischt hatte...und...dann sind sie abgehauen. Und ich habe versucht Lea wach zu bekommen, was mir wenig später auch gelang...“
„Okey. Und dann seid ihr nach Hause. Laut der Akte, sowie der Krankenakte kann man entnehmen, dass du, Lea, lange danach noch Schmerzen hattest, aber zuvor keinem etwas von der Sache erzählst hast. Erst später als du auf einem Rasthof zusammengebrochen bist, wussten die anderen Bescheid und ihr seid in das Städtische Krankenhaus in Freiburg gefahren. Wieso hast du nichts gesagt?“, fragte der Richter.
„Wissen sie. Ich dachte immer, dass sich die Kopfschmerzen bald wieder legen würde. Und die Wunden am Arm waren mit ein bisschen Salbe und Verband auch gut verarztet. Mir war zwar oft Schwindelig...aber da dachte man ja nicht gleich an eine schwere Gehirnerschütterung. Gebrochen habe ich zwar auch...aber trotzdem. Die Jungs durften davon nichts mitbekommen...weil...weil sie sonst wieder all' ihre Termine abgesagt hätten, um zu Anna und mir kommen zu können. Und das...das wollte ich einfach nicht...“, versuchte ich es in Worten zu erklären.
„Mhm, okey. Verständlich. Aber trotzdem, merk dir das mal für das nächste mal. Was hoffentlich nicht allzu schnell oder eher gar nicht mehr kommt. Wie verliefen die restlichen Wochen?“




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