Er liebt mich...er liebt mich nicht...

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Kapitel 255

Und nun saß ich wieder alleine zu Hause. Es war Sonntagabend. Meine beiden Freundinnen waren schon längst wieder aus dem Haus, da sie noch irgendwas für die Schule vorbereiten mussten, und meine Eltern gerade auf dem Weg nach Hause. Ich lag mit meinem Laptop auf dem Bett, hörte gerade Musik und starrte an die Decke. Wieder hing ich meinen Gedanken nach, die – wie viel zu oft dem Gerichtstermin am Mittwoch zum Opfer fielen. In mir machte sich ein seltsames Gefühl breit, wenn ich daran dachte, dass ich das alles, was mich damals so sehr fertig machte – seelisch und auch Körperlich – noch einmal erzählen musste, lief es mir Eiskalt den Rücken herunter. Es war nicht einfach, aber ich musste. Und wenn ich wollte, dass Hilka und Trish ihre Strafe bekamen, dann war es meine Pflicht, was es ohnehin schon war, auch wenn die beiden sich selber gestellt haben.
„I'm coming out of my cage
And I've been doing just fine...“, ich riss meinen Kopf hoch, da ich mich so erschrak, als plötzlich mein Handy anfing zu klingeln. Langsam richtete ich mich auf und griff nach eben jenem, welches auf meinem Nachttisch neben meinem Bett lag.
„Ja?“, ging ich ran.
„Hey, Schatz.“, Bill. „Habe ich dich geweckt? Du klingst so verschlafen.“, ich musste lächeln. Wie süß er doch war.
„Nee, ich lag nur gerade hier auf meinem Bett rum und hing meinen Gedanken nach – mehr nicht.“, beruhigt ich ihn. „Wie geht’s dir denn?“
„Gut, gut. Wir haben heute Abend mal frei und müssen kein Konzert spielen. Sprich: Chillen bis der Arzt kommt.“, kicherte er.
„Das klingt doch mal gut.“, grinste ich.
„Ja, und wie geht’s dir?“, erkundigte er sich nach meinem Wohlbefinden.
„Ach,...es geht. Ich habe Post bekommen, vom Gericht...“, rückte ich mit der Wahrheit raus.
„Und? Was schreiben sie?“
„Dass ich am Mittwoch um zehn vor geladen bin.“, wisperte ich nur so vor mich hin und war schon wieder bei diesem Tag, wie es wohl alles ablaufen würde, wie Trish und Hilka auf der Anklagebank saßen...
„Okay...Dienstag, Mittwoch und Donnerstag haben wir frei...Lea, sollen wir kommen...?“, fragte Bill mich plötzlich.
„Nein, Bill. Ihr könnt nicht jeden freien Tag wegen mir verdonnern. Ihr wollt auch mal eure Ruhe haben, vor allem wäre David damit eh nicht so wirklich einverstanden und ich will damit nicht wieder einen Keil zwischen euch hetzen.“
„Aber Tom will auch zu Anna, also bitte,...sollen wir? Ich...ich will für dich da sein, wenn du mich brauchst.“, ich senkte meinen Kopf, musste trotz alle dem lächeln, weil ich wieder merkte, wie wichtig ich ihm war. Aber wieso Anna?
„Muss Anna auch kommen? Die hat doch ihre ganzen schriftlichen Prüfungen.“
„Ja, die hat das mit der Schule geklärt und die kommt dann auch...also?“
Ich nickte und unterstützte das ganze noch mit einem leisen, hauchenden „Ja.“
„Okay, ich werde gleich mal mit David reden, ja?“
„Ja, okay...aber bitte, wenn es sich wirklich nicht machen lässt, dass ihr kommt, dann...dann ist es okay. Mach dir keine Sorgen.“, verlangte ich von ihm mit einem standfesten und wollenden Ton.
„Mhm, lass mich mal machen. Ich melde mich bei dir. Morgen nach der Schule, hm? Ich liebe dich, meine Süße. Und mach dir nicht so viele Gedanken!“, verabschiedete er sich auch schon wieder von mir, was mich etwas überrumpelte, da ich dachte, dass wir nun noch ein wenig telefonieren konnten, zumal er ja heute frei hatte. Aber vielleicht wollte er auch einfach mal mit den anderen zusammen sitzen, das musste ich dann wohl oder übel auch so hinnehmen.
„Ja, ich liebe dich auch, Schatz. Und ich versuche es und denk dran, was ich zu dir gesagt habe.“, und schon legten wir auf. Ich seufzte einmal laut.
Würde er in zwei Tagen schon wieder bei mir sein...das wäre das beste, was mir passieren könnte. Ich hoffte es so sehr, doch ich wollte nicht, dass wieder ein Streit mit David entfachen würde. Ließ ich mich mal überraschen und hoffte weiterhin, dass es klappen würde...

 

Kapitel 256

Lea? Wir sind wieder da.“, vernahm ich etwa eine Stunde später die Stimme meiner Mutter, wie sie das Treppenhaus hinauf schallte. Wieder einmal richtete ich mich auf meinem Bett auf und tapste die Treppe hinunter.
„Hey, ihr.“, begrüßte ich sie mit einer eher milden Betonung.
„Na, alles klar bei dir? Wie war das Wochenende?“, fragte mein Daddy mich. Und umarmte mich kurz, so fast im Vorbeigehen. Ein wenig verwundert antwortete ich ihm.
„Ganz lustig, Laura und Nicky haben hier übernachtet, wir haben ein bisschen was getrunken und 'nen Film geschaut.“, erzählte ich die Kurzfassung. „Und wie war's bei euch so? Habt ihr nun alles geklärt?“
„Ja, also dein Vater fährt in zwei Wochen hoch. Und dann hast du ja noch circa einen Monat Schule, bis wir dann auch hoch fahren und ja...“, antwortete meine Mutter mir. Ich nickte.
„Okay...mhm, muss das sein, dass du schon so früh fährst?“, fragte ich an meinen Vater gewandt. Zu ihm hatte ich schon immer ein besseres Verhältnis gehabt, auch wenn wir uns manchmal gegenseitig an zickten, wir waren ein Herz und eine Seele. Und wenn ich mir vorstellte einen ganzen Monat alleine mit meiner Mutter zu Hause zu verbringen, bekam ich jetzt schon die Krise. Nicht, dass sie nun die schlimmste Mutter der Welt war und ich sie hassen würde, aber manchmal stresste sie einen mit ihrem Muttergetue so sehr, dass man am liebsten einfach nur abhauen wollte.
„Ja, ich muss mich einarbeiten und der jetzige Chef hört dann schon auf und, keine Ahnung, ist alles ein wenig kompliziert, aber wir sehen uns sicher zwischendurch noch einmal, wenn ich vorbei komme und ein paar Klamotten abhole, damit du und deine Mutter nicht so viel mitnehmen müsst.“,
ich nickte.
„Okay...naja ich gehe mal wieder hoch, ich komme nachher noch mal um gute Nacht zu sagen.“, brummte ich und verließ schon wieder die Küche.
Irgendwie war die Stimmung die dort unten herrschte bedrückend. Irgendetwas muss schief gelaufen sein. Weil so verhielten sich meine Eltern eigentlich nicht. Sprachen von dem jeweils anderen so, als ob er sich gar nicht im Raum befinden würde und reden taten sie auch nicht miteinander. Nicht einmal eine Umarmung hatte ich von meiner Mutter bekommen und von meinem Vater lediglich eine im vorbeigehen.
Ich rümpfte die Nase und hoffte einfach, dass nichts zwischen ihnen war – irgendein Streit oder sonst irgendwas -, da ich darauf nun gar keine Lust hatte. Doch was da wirklich los war, sollte ich noch früh genug erfahren.
Da ich auf diese Stimmung keine Lust mehr hatte, legte ich mich später nur noch in mein Bett und versuchte zu schlafen. Doch klappen wollte es nicht wirklich. Nach einiger Zeit nahm ich meinen i-Pod und versuchte mit Musik ein zu schlafen, doch ich konzentrierte mich immer viel zu sehr auf die Lieder, die gerade liefen und sang immer mit, sodass ich immer nur noch wacher wurde. Als ich auf die Uhr sah und merkte, dass es nun schon 2 Uhr mitten in der Nacht war, und ich trotz krampfhafter Versuche immer noch nicht einschlafen konnte, setzte ich mich auf meine Fensterbank, von der aus ich immer in die Sterne sah, wenn ich nicht schlafen konnte.
Doch irgendwann wurde ich unterbrochen. Von einem Gebrüll...

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