Er liebt mich...er liebt mich nicht...

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Kapitel 249

„Hey Bill, ich bin's.“, ich setzte ein leicht gequältes Lächeln auf, wobei ich doch eigentlich selber wusste, dass Bill es am anderen Ende der Leitung eh nicht mitbekam. Und so verblasste es nach diesem Gedanken langsam aber sicher auch schon.
„Hey, meine Süße. Alles klar?“, freute er sich schon wieder – natürlich nix ahnend.
„Klar und bei dir?“, ich hätte mich Ohrfeigen können, nach dieser Aussage. „Ähm, also ja geht.“, versuchte ich noch etwas zu retten und ihn nicht gleich wieder in voller Breitseite anzulügen.
„Wie? Was ist denn los? Ich hoffe ja mal wohl nicht irgendetwas mit Hilka und Trish?!“, und wieder hat der Junge es geschafft, mitten ins Schwarze zu treffen. Glanzleistung.
„Ähm...naja...also ehrlich gesagt doch.“, gab ich klein bei.
„Was ist passiert, Lea?“, verdächtigend klang seine Stimme. Ja, er konnte sich sicher denken, was abgelaufen ist.
„Ich...naja...“
„Jetzt sag schon und drucks nicht rum!“, unterbrach Bill mich mahnend.
„Sie wurden von der Polizei abgeführt!“, stellte ich klar, so wie er es eben verlangt hatte.
„Hä?“, machte er jedoch nur. „Ich verstehe nur Bahnhof.“
„Ich wollte gestern doch zum Park, wegen der Verabredung, aber mir schossen immer deine Sätze durch den Kopf, wie froh du bist, dass ich dich nicht hingehe und blah. Naja, ich bin auf halbem Weg umgedreht und zu Laura gefahren. Von da aus haben wir die Polizei verständigt, dass die zum Park kommen und knappe zwanzig Minuten später standen wir mit zwei Polizisten vor Trish und Hilka und die beiden wurden abgeführt.“, verhalf ich meinem Freund zu etwas mehr Verständnis.
„Ähäm...das schockt.“, brachte er raus. „Und was geht jetzt mit den beiden?“
„Sie haben eine Anzeige wegen Körperverletzung und Erpressung bekommen. Die Nacht auf Heute mussten sie in einer Zelle verbringen und wir alle musste heute morgen noch eben eine Aussage auf dem Präsidium abliefern. In den kommenden zwei Wochen soll ein Gerichtstermin sein, wo wir vorgeladen und Aussagen werden, damit die beiden ihre gerechte Strafe bekommen und damit – so hoffe ich – ist das Thema irgendwie schon mal halb abgeschlossen.
„Okay und jetzt sind die beiden Mädels wieder auf freiem Fuß?“, harkte Bill nach.
„Ja, genau. Aber mach dir keine Sorgen um irgend wen, ja?“, versuchte ich ihn schon einmal im Voraus zu beruhigen, da ich den leichten Verdacht besaß, dass er gleich austicken würde, wenn er das hörte.
„Mhm, leichter gesagt, als getan. Aber ich gebe mir Mühe, mein Schatz. Mh, weißt du was? Ich finde es übrigens echt toll von dir, dass du nicht hingegangen bist. Ich wusste, dass du es nicht über das Hertz bringst.“, ich spürte schon nahezu dieses förmliche breite grinsen – welches sein Gesicht bedeckte – durch das Telefon hindurch. Und auf irgendeine Art und Weise steckte es mich ziemlich an und so – zumindest hatte ich dieses Gefühl – grinste ich mit Bill um die Wette.
Anfangs, bevor ich Bills Nummer gewählt hatte, hätte ich nie gedacht, dass er so locker reagieren würde. Er hätte schon allein weil ich in die Versuchung geraten war, zu dem Treffen zu fahren, sauer sein müssen. Ich war aber trotzdem ziemlich erleichtert – was man mir anscheinend auch ansah, denn als ich aufgelegt hatte und meine Eltern am Abend nach Hause kamen, sprachen sie mich kein einziges Mal mehr auf dieses Thema an, sondern schenkten mir nur lächelnde Blicke, welche ich nur erwiderte. Grund: Das gelungene Telefonat und diese Liebe, die ich von Bill bekam. Er versprach mir sogar, alles Janna und den anderen zu erzählen, damit ich mir an diesem Thema nicht noch den Mund fusselig reden musst, was ich mega lieb von ihm fand!

 

Kapitel 250

Die nächste Woche verging mehr oder weniger klanglos. Mehr oder weniger deswegen, weil für Nicky, Laura und mich noch eine gute Nachricht auf dem Tagesplan stand: Trish und Hilka bekamen eine Klassenkonferenz aufgrund der vorliegenden Anzeigen, in welcher beschlossen wurde, dass die beiden erst einmal 'beurlaubt' wurden. Somit war das 'Zur Schule gehen' auch wesentlich einfacher, da wir uns keine Sorgen darum machen mussten, dass wir den beiden eventuell über den Weg laufen konnten. Zumal Nicky ja alleine war und dann auch noch gleich beide auf ihrer Schule, beziehungsweise in ihrer Klasse hat.
Aber ansonsten passierte nichts aufregendes. Ich stand morgens auf, machte mich fertig, ging zur Schule, traf dort Laura und vor dem Unterricht noch Nicky, hatte aus, traf noch kurz Nicky, ging nach Hause und verabredete mich am Nachmittag wieder mit meinen beiden Mädels. Und das jeden Tag. Einmal saßen wir den ganzen Nachmittag bei Laura im Zimmer, einmal bei Nicky und einmal bei mir. Was sollten wir schon großartiges machen? Auf die Straße zu gehen trauten wir uns fast gar nicht mehr, da ich nun schon allzu bekannt war in unserem Dorf und der nächst größeren Stadt und außerdem blieb da immer noch die Angst wegen Trish und Hilka.
Mit Bill und Anna telefonierte ich mindestens einmal am Tag. Meine Freundin wurde immer nervöser wegen ihrer Englisch-Prüfung und mein Freund zitterte vor jedem Konzert, dass auch ja alles gut ging. Somit hatte ich alle Hände voll zu tun, die beiden in irgendeiner Art und Weise zu beruhigen, dass alles gut gehen würde. Auch mit den anderen aus der Band führte ich einmal ein Telefonat – zwar nicht lang und wir redeten auch nicht über wirklich spannende Themen, aber es war mir wichtig, auch mal mit ihnen zu sprechen. Von Janna und Andi hingegen hörte ich nicht viel. Janna steckte wahrscheinlich schon in ihren Prüfungen für ihren Abschluss und Andi..ja, was war mit Andi? Das wusste ich selber nicht, aber anscheinend schien er auch viel beschäftigt zu sein.
Es war Samstag kurz vor zwei und ich saß gelangweilt auf meinem Bett und hörte Musik. Ich hatte die Stöpsel meines i-Pods in den Ohren, die Lautstärke voll aufgedreht und somit hörte ich auch nicht, wie meine Mutter in das Zimmer stürmte.
„Lea, die Post vom Gericht ist da.“, sie hielt mir einen geschlossenen Umschlag entgegen und blieb neben meinem Bett stehen, neugierig musterte sie den Umschlag und meine Bewegungen, die ich tätigte, um den Umschlag zu öffnen. Doch plötzlich hielt ich inne, weil ich merkte, wie meine Mutter neben mir immer nervöser wurde.
„Mama, das ist ein einfacher Brief vom Gericht, wo lediglich ein Termin drin steht und dass ich vorgeladen werde, was bitte sehr, ist daran so aufregend?“, ich verstand sie nicht. So schlimm war das ganze mit dem Brief nun auch nicht. Ich verdrehte die Augen, nachdem sie nur die Schultern zuckte und riss den Umschlag nun endgültig auf.
„Am Mittwoch um zehn Uhr. Ich bin vorgeladen und um meine Aussage wird gebeten, wie schon auf dem Polizeipräsidium klargestellt worden war. Also bitte.“, der Ton 'na also, ich hab es dir doch gleich gesagt' saß und somit verschwand meine Mutter mit einem „okay, okay!“ auch schon wieder aus meinem Zimmer und ließ mich alleine. Alleine mit meinen Gedanken und der Musik in meinen Ohren – Clueso mit 'Chicago'.

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