Er liebt mich...er liebt mich nicht...

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Fortsetzung zur Jubi 'Alles aus Liebe'

 

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Bills Sicht
Ein ganzer Monat war vergangen, seit Dani sich das angetan hatte. Seit sie sich umbringen wollte. Und nur allein David war Schuld daran. Ja, ich gab ihm die Schuld. Hätte er uns die ganze Beziehung nicht verboten, wäre meine Freundin nicht so stark daran kaputt gegangen. Und letztendlich tat sie alles nur aus Liebe zu mir, wollte nicht, dass ich wegen ihr meine Karriere, meinen Traum aufgab. Dabei war diese Karriere schon lange kein Traum mehr für mich....
Als ich diese ganzen vier Wochen hier an ihrem Bett saß und sie nicht länger als zehn Minuten alleine ließ, kümmerten sich die anderen um die Sache mit Universal. Wir alle vier haben uns endlich eingestanden, dass dieser vermeidliche Traum eher in einen Alptraum gewechselt ist. Aber das erst so etwas passieren musste, dass wir irgendetwas unternahmen, war traurig.
Uns ging es schon lange nicht mehr gut bei der ganzen Sache. Und allein die Sache mit der Beziehung zwischen mir und Dani, schlauchte mich noch mehr und trotzdem verlangte David alles von mir – schließlich sollte er am Anfang auch nichts mitbekommen...Und ich tat alles, was er wollte. Anfangs bekam ich es ja anscheinend noch gut gebacken, was sich zum Schluss hin ja doch änderte. Es war alles um sonst...
Auf jeden Fall waren die Jungs in der Zwischenzeit viel Unterwegs und klärten alles Rechtliche was die Kündigung des Vertrages bei Universal anging. Leider hatten wir unseren Vertrag ja für knappe zehn Jahre unterschrieben und somit durften wir ihn nicht einfach kündigen, sondern mussten nach deren Pfeife tanzen. Doch das wurde uns zum Verhängnis. Wir konnten nicht mehr weiter und haben hier, vor Danis Bett, noch entschieden, dass wir was tun werden. Die Jungs meinten, dass sie das alles klären würden und ich mir ja keine Gedanken machen müsse. Sie wollten mir die Last von den Schultern nehmen und dafür war ich ihnen so unendlich dankbar. Auch wenn es ihnen allen dreien schlecht ging – Dani gehörte ja schließlich zu unserer Clique dazu –, nahmen sie das alles auf sich. Unsere Eltern halfen ihnen. Wir gingen zu unserem Anwalt, den wir extra für unsere Karrierebedingten Angelegenheiten engagiert hatten. Er half uns sehr und bekam ein Gerichtsverfahren zum Laufen. Wir wurden vor's Gerichts geladen, doch ich blieb außen vor. Begründung dafür war wieder einmal das Koma meiner Freundin. Und wir gewannen. Der Richter stellte das verfahren ein und das Urteil lautete eine Geldstrafe, sprich Schadensersatz, von Universal für uns und wir durften den Vertrag kündigen. Klar machte dieser Schadensersatz nichts an der ganzen Angelegenheit besser, denn Fakt war, dass diese Plattenfirma es so weiter gebracht hatte, wie es nun einmal gekommen war. Aber das wir den Vertrag kündigen konnten, zählte für uns schon...
Es schien alles perfekt zu sein. Wir waren endlich wieder frei. Doch das blonde Mädchen, welches ich so sehr liebte, wachte einfach nicht auf. Ununterbrochen redete ich mit ihr. Schlief nicht, weil ich Angst hatte, irgendetwas zu verpassen. Der Arzt und auch ihre Eltern schöpften keine Hoffnungen mehr. Ich war eigentlich der einzige von allen hier, der wusste, dass der Engel in diesem Bett es packen würde. Keiner glaubte an diesen Engel – alle außer ich.
Immer wieder redete ich auf sie ein, sie solle aufwachen. Unzählige Tränen liefen mir dabei über meine Wangen. Meine ungeschminkten Augen waren rot unterlaufen, mit Augenrändern bedeckt.
Und vor zwei Tagen kam die Schocknachricht. Der Arzt, samt ihrer Eltern, war der Meinung, dass es keine Überlebenschance mehr gab, beziehungsweise, dass sie jemals mehr aufwachen würde. Als ich das hörte, kam es mir vor, als würde ich mich in einem anderen Film befinden, doch als er weiter sprach, brach eine Welt für mich zusammen...

Die Eltern wollen, dass die Lebensnotwendigen Geräte abgeschlossen werden, ich möchte sie bitten, sich von ihrer Freundin zu verabschieden.“, sagte er mir mitten ins Gesicht. Kalt und hart. Ich konnte es nicht glauben, sie konnten sie doch nicht einfach so aufgeben.
Ich flehte ihn an, mir eine Woche Zeit zu lassen und würde Dani dann immer noch nicht wach sein, wäre es eventuell besser für sie. Ich wollte es hinaus zögern, hatte immer noch diesen Hintergedanken, dass sie es schaffen würde. Und ich bekam von allen die Einverständniserklärung. Und ich redete weiter auf meine Freundin ein. Die anderen drei aus der Band saßen die ganzen zwei Tage nun auch schon ununterbrochen an diesem Bett. Unterstützen mich...
„Verdammt, warum wacht sie nicht auf?“, hilflos ließ ich die Hand meiner reglosen Freundin los und stütze meinen Kopf in die meine.

Bill...das wird sie. Hey, du bist doch sonst nicht der, der die Hoffnung aufgibt. Die Hoffnung stirbt zuletzt.“, sanft legte mein Zwilling seine Hand auf meine Schulter und bewegte vorsichtig und behutsam seinen Daumen hin und her. Als er die erste Träne über meine Wange laufen sah, zog er mich an sich heran und drückte mich ganz fest an sich.
Psst.“, versuchte er mich zu beruhigen. Wie oft lag ich in den letzten Wochen in diesen Armen? - Oft! Und ich genoss es. Es war eine Zeit gekommen, in der wir uns auch vor den anderen in den Arm nahmen. Und ganz ehrlich - hätte ich das nicht bekommen, hätte ich schon längst nicht mehr hier sitzen können.
Nach diesem Emotionalen Ausbruch meinerseits, saßen wir nur noch schweigend nebeneinander, beziehungsweise gegenüber. Keiner traute sich mehr irgendetwas zu sagen. Das einzige was man hörte, war dieses ununterbrochene piepen, welches die Herzmaschinen von sich gaben. Als Zeichen, dass sie noch lebte., Doch sobald diese Maschinen aus waren, lief gar nichts mehr...
„Bill...ich, ich muss mal eine Weile nach Hause. Ich...komme morgen wieder, ok?“, fragte mein Bruder mich plötzlich. Sein Gesichtsausdruck zeigte mir, dass auch er bald keine Kraft mehr hatte. Meinen starren Blick, welcher zuvor noch auf meine Freundin gerichtet war, schweifte hinüber zu dem Jungen mit den Dreads. Ich nickte.

Okay...“, hauchte ich leise. Ich war lieber gerne alleine mit Dani. Da konnte man am besten mit ihr reden, auf sie einreden, wieder auf zu wachen...
„Wir kommen mit.“, gaben Gustav und Georg noch dazu und mit einem leichten streicheln über meine Schulter verließen sie alle drei das Krankenzimmer.
Zuerst kam noch Danis Mutter nach den Jungs in das Zimmer, wollte nach ihrer Tochter sehen. Einen Daddy hatte Dani nicht mehr. Er war vor ungefähr fünf Jahren bei einem Autounfall ums Leben gekommen – dabei wollte er nur zu einem Kunden. Da sah man, wie ungerecht die Welt doch war...
Als meine Mutter – die beste Freundin Danis Mutter – doch dann kam und sie abholen wollte, war ich wieder alleine. Anfangs sollte ich jeden Abend mit nach Hause und in meinem Bett schlafen, doch ich konnte sie nicht alleine lassen. Dieses Gefühl, dass sie merkte, wenn ich da war, hinderte mich daran. Und nach endlosen Diskussionen und Durchsetzungsvermögen, konnte ich mich schlussendlich durchsetzen und hier bleiben. Und so habe ich dieses Gott verdammte Krankenhaus nun seit vier Wochen nicht verlassen...
Alleine mit Dani sein, hieß für mich in dieser Zeit mit ihr reden. Und so fing ich wieder an:
Hey, mein Engel. Wir sind wieder alleine. Die anderen sind jetzt weg....mhm...oh man, Tom macht das ganze ganz schön fertig. Er zeigt Gefühle, weint auch mal...und hm, die G's auch, aber die hingegen zeigen es nicht so. Und deine Mum sowieso...einfach alle. Und mich...mich auch.“, ich entfernte eine Hand von der meiner Freundin, um mir einmal die Tränen aus dem Gesicht zu wischen. Dann fuhr ich fort...
...ich...ich vermisse dich. Ich vermisse dein Lachen, deine Wärme, deine strahlenden Augen....einfach alles an dir – meinem kleinen Engel....hätte ich nur einen Wunsch frei, würde ich wollen, dass du innerhalb der nächsten drei Tage aufwachst. Mein Engel...du musst einfach...ich...ich will dich nicht verlieren. Ich will dich nicht gehen lassen. Tu' es doch bitte für unsere Liebe...tu' es für mich. Es war falsch aus Liebe zu springen, sondern es ist richtig aus Liebe auf zu wachen. Bitte...Was soll ich denn noch alles tun, bitte...! Du kannst nicht aufgeben...weißt du noch damals wie wir auf der Schulparty zusammen gekommen sind?, ich musste leicht lächeln. „Es war so wunderschön. Wir beide waren schüchtern, und...und keiner traute den anderen zu fragen, ob wir nicht tanzen wollten. Aber was würden wir denn nicht ohne meinen Bruder machen? Oh man...dieser Moment,...also als du mich mit nach draußen zu unserem jetzigen Platz, da auf diesen Berg gezogen hast...er ließ alles in meinem Brauch durcheinander gehen. Als wir da aneinander gelehnt saßen und uns diese wunderschönen Sterne in dem dunklen Nachthimmel angeschaut hatten und dann der erste Kuss...es war unbeschreiblich. Ich war der glücklichste Mensch auf Erden, mein Engel. Und von da an wusste ich, dass ich dich niemals verlieren wollte, denn du warst ab diesem Tag an mein Leben. Mein Lebensinhalt, ohne den gar nichts mehr gehen sollte...Und solltest du in dieser Woche nicht aufwachen...dann,...dann ist mein Lebensinhalt weg, mein Schatz! Und ohne Lebensinhalt kann ich nicht leben...ich will, dass du das schaffst. Auch die Zeit, die danach kam...als wir vier berühmt wurden und unsere Beziehung geheim gehalten werden musste, haben wir zusammen durchgestanden. Willst du das alles wegschmeißen? Das geht doch nicht. Ich kann ohne dich einfach nicht mehr...man, Dani, wach verdammt noch mal auf! Wenn du mich wirklich liebst, dann tu' es!, mit leerem Blick sah ich ihn ihr Gesicht. Die Augen waren immer noch verschlossen. Wie sehr hoffte ich, dass sie sich in den nächsten Sekunden noch öffnen könnten. Aber vergebens. Sie blieben zu. Immer nur noch das Piepen der Maschinen und mein unregelmäßiges schluchzen, sonst Stille.

Das kann nicht sein,...du...du kannst mich nicht einfach alleine lassen....das geht doch nicht, ich brauche dich doch...!“, flehte ich weiter. Ich hoffte, dass sie diesen flehende Ton wahrnahm. Aber wie oft haben sie mir alle gesagt, dass sie mich nicht hören kann? Wie oft? Sehr oft...aber ich war mir sicher, dass sie mich hören konnte. Ich gab die Hoffnung nicht auf!
Der Tag ging zu Ende und somit kam auch der nächste. Wieder schlief ich mit dem Kopf auf Dani's Beinen ein. Ihre Hand fest in meiner.
Am nächsten Morgen wurde ich wie jeden Tag von der Krankenschwester geweckt, die sich regelmäßig um meine Freundin kümmerte. Kaum hatte ich mich im Badezimmer kurz frisch gemacht, kam auch schon mein Bruder mit Danis und unserer Mutter in das Zimmer.

Guten Morgen.“, begrüßten sie mich alle.
Hallo...“, sagte ich mit meiner schlaffen Stimme. Ich bekam von allen dreien eine Umarmung.
Wie geht’s dir?“, fragte Susan – Danielas Mutter – mich.
Alles okay...“, gab ich nur zurück. Gefolgt kam ein nicken, ein stechender Blick von meinem Bruder – welchen ich aber nur mit einem lächeln und Augen zwinkern überspielte – und eine Runde schweigen...
„Meinst du wirklich, dass...na ja, dass sie bis morgen wieder...aufwacht?“, Susan meldete sich zu Wort und brach somit die Stille. Bis morgen und dann sollte alles vorbei sein. Reflexartig drückte ich immer mehr die Hand meiner Freundin.
„Sie...sie muss einfach...“, ich musterte ihr Gesicht, ihre geschlossenen Augen, diesen wunderschönen Mund mit den vollen roten Lippen.

Bill...“, fing Dani's Mum wieder an und seufzte einmal bedrohlich tief, als ich sie unterbrach. Ich wusste schon, worauf sie hinaus wollte...
Nichts Bill...sie wird das packen! Ihr müsst auch mal an sie glauben. Das tut ihr ja gar nicht...dann kann sie das auch nicht schaffen...ihr habt alle die Hoffnung aufgegeben. Habt diesen wertvollen Menschen hoffnungslos hier liegen gelassen. Sie ist euch doch scheiß-egal!“, meine Nerven brannten mit mir durch und plötzlich platzte alles mögliche aus mir heraus. Ich hörte ein schluchzen neben mir, war aufgesprungen und sah durch den Raum.
Bill! Sag so was nicht. Das stimmt nicht, das weißt du ganz genau. Laber nicht so einen Müll. Wir lieben sie doch genau so, wenn auch auf eine andere Art und Weise. Glaub nicht immer, dass nur du unter der Situation leidest. Versink nicht in Selbstmitleid, ja? Ich erkenne dich gar nicht wieder. Klar, du gibst die Hoffnung nicht auf, weil du sie liebst, weil du ohne sie nicht leben kannst. Aber denk mal realistisch. Sie liegt hier schon seit 4 Wochen. Einen ganzen verdammten Monat und nichts ist passiert. Ihre Werte werden von Tag zu Tag schlechter. Du quälst sie damit, dass sie hier liegt, verdammt!“, schrie Tom mich von der anderen Seite des Bettes an. Ich sah in diese glitzernden Augen. Es schockte mich, was er mir ins Gesicht warf. Es tat weh. In Selbstmitleid versunken? Ich liebte sie, verdammt...
Ich muss hier raus...“, hörte ich nur noch ein leises wispern neben mir. Es kam von Susan.
Ich bin enttäuscht von euch, mehr als nur enttäuscht. Von allen beiden!“, fauchte meine Mutter uns noch an und rannte hinter ihrer besten Freundin – welche schon aus dem Krankenzimmer ihrer Tochter verschwunden war – hinter her. Geschockt und total durch den Wind ließ ich meinen Blick umher schweifen.
Was...wa-...aber Tom ich dachte, dass du auch glaubst, dass sie wieder aufwacht...du bist doch ihr bester Freund, man...“, ich schüttelte leicht meinen Kopf.
Bill...ich denke realistisch...und ja, ich habe es zu dir gesagt, weil du ja doch nicht drauf hörst, wenn man dir sagt, dass sie es nicht packt...ich wollte dir damit Kraft geben, bevor du noch ganz kaputt gegangen wärst!“, Tom sah noch einmal zu seiner besten Freundin, stand ebenfalls auf und verließ das Zimmer. Wieder war ich alleine mit ihr, meinem Engel...
Wieso sagten sie alle so etwas? Wieso sagten sie alle, dass Dani es nicht packen wird? Es waren ihre Freunde, und es war ihre Mutter...Ich verstand es nicht. Ich ging von meinem Platz wo ich stand weg, schlich leise herüber zum Fenster und sah hinaus. Sah Menschen vor dem Krankenhaus spazieren gehen, sah spielende und glückliche Kinder auf dem nebenan liegenden Spielplatz toben und lachen. Als ich mein Blick so über das Gelände schweifen ließ, verharrte mein Blick an einem jungen Pärchen. Sie gingen Hand in Hand den Weg Richtung Parkplatz entlang, sahen glücklich aus und hatten ein lächeln auf den Lippen. Ich seufzte einmal stark, merkte, wie mir eine Träne über die Wangen lief. Wie sehr wünschte ich mir, bald das gleiche mit Dani machen zu können. Sollte es wirklich für immer vorbei sein? Sollte sie wirklich morgen einfach so...sterben? Nicht mehr da sein? Mein kleiner Engel sollte von oben auf mich herab schauen? Wieso konnte sie nicht bei mir bleiben? Es war ungerecht. Wieso gerade sie?

Ich drehte meinen Kopf zum Bett meiner Freundin, sah sie an, hörte auf das Piepen.
Wieso?“, hauchte ich leise vor mich hin. Ich drehte mich ganz vom Fenster weg, lehnte mich an die weiße Wand und ließ mich sogleich an ihr herunter rutschen. Ließ mich auf den Boden fallen. Ich winkelte meine Beine an, legte meine Arme drauf und versteckte meinen Kopf darin. Als immer mehr Tränen über meine Wangen kullerten, sackte ich immer weiter in mir zusammen. Mein Kopf war nun ganz in meinen Armen eingebettet.
Lange saß ich so da, bis es an der Tür klopfte. Schnell löste ich mich aus meiner Position, stand auf und wischte mir schnell die Tränen von meiner Wange.

Ja?“, flüsterte ich leise, so dass ich mich schon wunderte, dass derjenige vor der Tür es überhaupt hören konnte.
Hallo Bill...“, der Oberarzt der Station kam zur Tür rein.
Hallo...“, flüsterte ich genau so leise.
Ich wollte mal nach Danis Werten schauen...“, er trat näher an die Geräte heran, zog ein Klemmbrett mit einem darauf befestigten Zettel aus seiner übergroßen Kitteltasche und notierte etwas mit einem Blick auf die eben jene.
Zwei Minuten später verabschiedete er sich auch schon und wollte gerade aus der Tür heraus gehen, als er sich wieder umdrehte...

Gib dein bestes, Bill...“, mitfühlend sah er mich an.
Ich versuche es, ich versuche es...“, mein Blick wanderte zu Dani und das nächste was ich hörte war nur noch das klicken der Tür, die ins Schloss fiel. Ich stand regungslos in dem kahlen, kalten Raum. Mein Blick war wie gebannt, immer nur auf diese eine Person in dem Bett gerichtet. Als ich weitere paar Minuten immer noch so stand, fing ich auf einmal an zu summen...ein Text fiel mir jedoch nicht ein. Ich saß mich wieder zu ihr – meinem Engel – legte meinen Kopf auf ihre Beine und schlief vor Erschöpfung ein.
Hey, Bill...Bill...“, ich schreckte hoch.
„Wa-was...was ist?“, total durch den Wind sah ich in das Gesicht meines Bruders.
„Du...du musst hier raus...Susan will mit Dani noch...noch mal alleine sein.“, als er diese Worte sprach, wurde es mir wieder klar: Heute war der Tag, der alles beenden sollte...
Leicht nickte ich, beugte mich noch einmal zu Dani hinüber und drückte ihr einen Kuss auf die Stirn.

Mein Engel...du schaffst das! Gib nicht auf...öffne einfach nur deine Augen.“, flüsterte ich ihr noch einmal ins Ohr, bevor ich endgültig mit Tom das Zimmer verließ.
Vor der Tür traf ich auf Susan und Mum.
Ha-hallo.“, quetschte ich raus. Sie hatte ihren Blick gesenkt und mir war klar, dass das, was ich gestern von mir gelassen habe, alles andere als stimmte.
„Es tut mir...es tut mir Leid, Susan...“, brachte ich noch hervor, trat näher an sie heran und nahm sie in den Arm.

Es ist okay, Bill...wirklich...“, schluchzte sie. Ich nickte nur kurz, dann hob sie sich auch wieder aus meinen Armen und trat in das Zimmer.
Als die Tür geschlossen war, ging ich noch zu meiner Mutter und umarmte sie zur Begrüßung.

Du schaffst das Bill...“, nuschelte sie in mein Haar, strich mir über den Rücken.
Willst du mitkommen...also runter in die Cafeteria, Bill?“, fragte mein Bruder mich leise.
Ne...ich...ich will alleine sein...“, ich schluckte fest, zwängte mir ein lächeln auf die Lippen und ging den leeren Gang der Station entlang. Am Ende befand sich ein großes Fenster, welches bis zum Boden reichte. Ich setzte mich an die Wand gelehnt, drehte meinen Kopf zum Fenster und sah hinaus. Wieder waren da die fröhlichen Menschen. Es war ungerecht. Warum musste es auf der Welt so etwas geben? Wieso mussten Menschen sterben? Alle Leute sagten immer es gäbe Gott. Wer ist Gott schon? Wenn es Gott wirklich geben würde, würde es so etwas ungerechtes nicht geben. Die Menschen würden sich nicht gegenseitig bekriegen, es würde keine Hungernot geben und es würden keine Menschen sterben...nicht in diesem Alter!
Ich saß eine geschlagene Stunde da, bis ich meinen Blick wieder von dem Fenster nahm und in die andere Richtung sah. Vor Danis Zimmer saßen nun auch schon Georg und Gustav. Sie hatten mich nicht bemerkt, und somit drehte ich meinen Kopf wieder zu dem Fenster hinaus. Ich musste wieder einmal an die vergangene Zeit denken. Als Dani mit uns allen in unserem alten Probenraum war, wie wir dort Parties gefeiert hatten. Ob als Paar oder Freunde – es war unvergesslich. Keiner konnte uns diese Zeit nehmen. Keiner konnte uns die Erinnerungen nehmen. Diese Erinnerungen die auf der einen Seite die Freude in mir weckte, auf der anderen Seite aber auch die Trauer – die Trauer darum, dass es vorbei ist und nie mehr so sein kann. 'Man soll nicht weinen, weil es vorbei ist', sagte Dani mir mal, 'sondern lächeln, weil es schön war.' Sie hatte recht, aber trotzdem tat ich es nicht. War es noch nicht vorbei? Ich hoffte es so sehr. Sie konnte nicht einfach tot sein...
„Hey...Bill...“, nahm ich plötzlich eine Stimme wahr. Erschrocken sah ich auf.

Ja?“, ich sah in das Gesicht von Gustav. Seine Augen waren Rot, angeschwollen. Auch er hatte geweint.
„Du kannst jetzt noch mal zu ihr...wir waren alle schon...“, flüsterte er. Brachte es nur schweren Herzens über seine Lippen, das merkte ich. Ich nickte.

Okay...“, langsam stand ich auf, er zwinkerte mir noch einmal zu, legte mir Kraft gebend seine Hand auf meine Schulter.
Du packst das, Bill...“, wie oft hatte ich diesen Satz schon gehört? Wie oft hatte ich ihn gegenüber meiner Freundin schon ausgesprochen? Viel zu oft. Aber nicht ich sollte diesen Satz bekommen, sondern dieses Mädchen was in diesem verdammten Zimmer lag. Sie sollte es schaffen! Denn wenn sie es schaffen würde, würde ich es auch tun. Ohne sie könnte ich nicht mehr glücklich werden.
Ich senkte meinen Kopf wieder, steckte meine Hände in die weiten Hosentaschen meiner dunklen Hose und schlich den Gang zurück zum Zimmer. Als ich die Klinke in die Hand nahm, drehte ich mich noch einmal zur gegenüber liegenden Wand um und sah Susan zusammen gekauert bei meiner Mutter im Arm weinen. Tom und Georg saßen daneben, hatten ihre Hände jeweils in ihren Hosentaschen versenkt oder ihren Kopf darin gestützt. Ich schloss die Augen bei diesem Anblick, redete mir selbst schon Kraft ein und seufzte noch einmal, bevor ich endgültig die Klinke runter drückte und in dem weißen, leeren Zimmer verschwand.
Und wieder lag der leblose Körper unter der weißen Krankenhaus Decke. An diese Geräte angeschlossen. Diese Geräte, die in wenigen Minuten nicht mehr an sein sollten.
Ich setzte mich auf den Stuhl, der vor dem Bett stand und nahm wieder ihre Hand. Dann fing ich wieder einmal an mit ihr zu reden. Sollte es zum letzten Mal sein?!

Hey, mein Schatz....ich...ich dachte, ich schaffe das...weißt du, ich habe es mir vorgenommen...ich wollte dich mit meiner Liebe zurück ins Leben holen...und was ist? Ich, ich habe versagt...ich habe es nicht hinbekommen...ich war zu schwach, du warst zu schwach. Und ich dachte, dass du...dass du nicht aufgibst...dass du bei mir bleiben willst, mir deine Liebe schenkst...“, ich schluchzte einmal stark auf, und warf mir eine Hand vor das Gesicht.
„Weißt du, ich...ich habe mir schon immer so ein Mädchen wie dich an meiner Seite gewünscht und...und...“, wieder musste ich laut auf schluchzen. „...ich habe sie gefunden! Verdammt, du bist das größte Glück, was mir jemals gegeben wurde...Anfangs hatte ich das Glück, dass du einfach nur meine beste Freundin warst und dann wurde noch mehr daraus. Ich gab unsere Freundschaft für eine Beziehung auf...dabei waren mir Freundschaften immer wichtige. Hätte ich es nicht zugelassen, dann...dann wäre der ganze Scheiß doch nicht passiert. Aber jetzt irgendwem oder...oder irgendwas die Schuld zu geben, bringt's auch nicht...du liegst hier, wachst nicht auf und kommst nicht mehr zurück...“, ich stoppte, da sich vor der Zimmertür etwas tat. Man konnte Stimmen wahrnehmen und kurz darauf ein Klopfen an der Tür. Reflexartig umklammerte meine Hand die meiner Freundin immer stärker.

Ja?“, flüsterte ich hauchend und schon öffnete sich die Tür.
„Bill? Wir wollen dann...also könntest du bitte, also...ähm...“, der Arzt sah mich Mitleidig an, spielte mit dem Kugelschreiber, welchen er aus seiner Kitteltasche gezückt hatte, herum.

Ja,...ja, ich komme gleich.“, wisperte ich. Nur noch ein Nicken Seitens des Arztes und schon war ich wieder allein mit ihr – mit Dani.
Die wahrscheinlich letzten paar Momente, wo ich sie ansehen und anfassen konnte...
„Du...du hast es gehört. Ich muss gehen. Ich muss, ja man...ich muss. Aber weißt du, ich werde dich nie vergessen. Nie in meinem ganzen Leben! Egal, wie lange es noch gehen mag, egal, wie lange ich alleine sein muss – ohne dich. Nie werde ich jemanden so sehr lieben können, wie ich es in unserer Zeit tat – nie! Nie werden diese Gefühle die ich für dich habe, verschwinden. Aber...hey...du wartest da oben auf mich, ja? Wer weiß, wann ich nachkommen werden...man weiß es nie, was der da oben morgen anstellt, wer weiß...“, wieder wurde ich von einem dumpfen Klopfen an der Tür gestört.
„Ja?“, fragte ich ebenso leise wie zuvor. Gespannt starrte ich die Tür an. Doch anders als erwartet, trat nicht der Arzt in das Zimmer, sondern Tom. Ich wischte einmal mit meiner Hand durch das Tränen bedeckte Gesicht meinerseits und sah meinen Bruder fragend an.
„Bill, der Arzt, der...der will...also kommst du mit raus?“, er schnappte nach Wörtern, seine Stimme zitterte und immer wieder wechselten seine Blicke zwischen mir und dem Mädchen im Krankenbett hin und her. Plötzlich machte sich Panik in mir breit. Ich sollte die letzten Worte zu ihr sprechen. Und sie für immer gehen lassen. Nein, nicht für immer, denn wir würden uns ja im Himmel wiedersehen.
„Ich kann sie doch aber nicht alleine lassen Tom, ich kann das nicht...“, schluchzte ich auf und schon bahnte sich die nächste Ladung Tränenflüssigkeit den Weg auf meinen Wangen hinunter.

Du musst aber, Bill. Du kannst nichts mehr tun!“, Tom's Stimme wurde standfester und befehlender. Ich konnte trotzdem nicht. Ich konnte meine große Liebe nicht einfach sterben lassen. Meine erste und wahrscheinlich auch letzte Große Liebe. Es ging nicht, ich liebe sie doch!
„komm schon, Bill. Es ist das beste für sie, wirklich.“, langsam kam Tom auf mich zu und nahm einen Arm, welcher regungslos auf der Krankendecke lag. Leicht zog er mich hoch.
„Tom, lass mich!“, wisperte ich leise aber doch willig und wollte mich aus seinem Griff befreien.
„Bill mach keinen Scheiß, verdammt, und komm jetzt endlich!“
„Tom...aber...“

Nichts 'aber'! Du tust Dani und vor allem dir damit doch keinen Gefallen. Je schneller du hier raus bist, desto schneller habt ihr beide es hinter euch. Du musst loslassen können, Bill Ich weiß, ich weiß nicht, wie sich das an fühlt, jemanden den man auf diese Art und Weise liebt, zu verlassen, sie einfach hier liegen zu lassen und sie den Ärzten zu überlassen...aber ich weiß, wie es ist, wenn man es mit seiner besten Freundin tun muss. Und weißt du was? Das tut auch weh, verdammt weh, Bill...“, ich sah meinen Bruder mit großen Augen an, sah, wie seine Tränen die Wangen hinunter liefen. Er weinte – und zwar richtig. „...aber man muss loslassen. Man muss einfach. Es hilft doch nichts, wenn sie hier noch weitere Wochen an den Geräten hängt, aber trotzdem nicht aufwacht, man. Check das mal. Damit tut man ihr keinen Gefallen. Und glaub mir...dieses Mädel hat dich über alles geliebt und das letzte, was sie jetzt wollen würde ist, dass du dich so fertig machst, dass du dich so hängen lässt, wie du es in den letzten Wochen getan hast. Sie wollte mit dem Sprung das beste für dich. Eventuell hat sie das nicht erreicht, aber dann sei wenigstens für sie stark – auch wenn sie nicht weiter mit dir zusammen leben kann -, und halte durch. Irgendwann werdet ihr euch wiedersehen. Der Tod scheidet euch – ja, aber nur für eine Weile, denn irgendwann seht ihr euch wieder. Und jetzt komm mit, lass sie in Frieden, es ist das Beste für sie. Sie hätte es nicht anders gewollt. Du musst dein Leben neu anfangen. Ein Neuanfang. Und du wirst das schaffen, denn du weißt, dass du diesen Schutzengel hast, der da in diesem Bett liegt, so friedlich und unbeholfen. Sie wird für dich da sein – für uns alle.“, Tom schlug sich die Hände vor sein Gesicht und weinte weiter. Mein Blick hatte sich währendem Tom geredet hatte, nicht verändert, die ganze Zeit über liefen die Tränen tonlos mein Gesicht hinunter.
„Tom...“, ich wollte gerade aufstehen und eine Hand auf seine Schulter legen, da rührte er sich wieder, sah auf.
„Bill, lass mich, schaff du das hier erstmal, du hast genug mit dir zu kämpfen...Danke, Dani, für alles...“, er ging zum Bett, lehnte sich über sie und drückte ihr noch einen Kuss auf die Stirn, ehe er aus dem Zimmer verschwand. Nachdem er die Tür geschlossen hatte, ließ ich mir jegliches, was er sagte durch den Kopf gehen.
„Dani...er...er hat Recht. Du wirst dort auf mich warten und du wirst für immer in meinem Herzen bleiben. Nie werde ich meine erste und letzte große Liebe vergessen. Der Tod scheidet uns – aber nur auf Zeit. Danke für alles, ich werde durchhalten – für dich. So, wie du es immer wolltest. Wie du mir schon damals in der Tokio Hotel Zeit immer gesagt hast, dass ich durchhalten soll, so tue ich es auch jetzt...und du stärkst mir den Rücken...die Erinnerungen an dich, helfen mir...mir aus diesem Selbstmitleid in dem ich verfallen bin herauszukommen...ja, ich habe viel gut zu machen, bei etlichen Menschen, die ich gerne habe...du wirst für mich immer Heilig sein...Und...durch den Tod lassen wir uns nicht scheiden...es ist nur eine Pause, bis wir uns im Himmel wiedersehen...Ich liebe dich auf ewig, Dani...“, ich beugte mich zu ihr rüber, sah auf ihre Augenlider, schloss sanft meine Augen und drückte zum allerletzten Mal meine Lippen auf die ihre. Ein allerletzter Kuss.
„Danke, mein Engel...danke für alles...“, hauchte ich noch einmal und schon verließ ich leise das Zimmer. Als ich die Tür hinter mir schloss, sahen mich alle Augenpaare, die sich auf dem Flur befanden, an. Ich lächelte einmal leicht, und nickte. Sofort gingen Ärzte an mir vorbei ins Zimmer. Es ging also los.
„Tom?“, ich ging langsam zu meinem Bruder und kniete mich vor ihn auf den Boden. Er hob seinen Kopf aus seinen Händen, in welchen er ihn versteckt hatte und in welche er endlos viele Tränen geweint hatte...
„Danke, Bruderherz...danke...“, ich fiel ihm um den Hals, drückte ihn ganz fest an sich und drückte meinen Kopf in sein T-Shirt.
„Du wirst es schaffen, kleiner Bruder.“, er hob mich aus seinen Armen.

Hoffentlich.“, sagte ich nur noch, stand auf, sah noch einmal in die Runde. Wie sie da alle saßen: Susan bei Mama im Arm und Georg und Gustav einfach nur schweigend nebeneinander auf den Stühlen.
Ich muss hier jetzt endlich mal raus...“, hauchte ich nur noch mit einem Kloß im Hals und drehte mich zum Gehen. Wieder steckte ich meine Hände in die großen Hosentaschen meiner Jeans und wieder schlürfte ich leise den Gang des Krankenhauses entlang. Doch dieses mal zum letzten Mal?! Und dieses Mal mit einem ganz anderen Gefühl. Mein Bruder hatte mir in den letzten zehn Minuten einiges klar gemacht und genau wegen ihm ging ich mit diesem völlig anderem Gefühl aus diesem Krankenhaus. Doch so sollte es anscheinend nicht sein...
Ich ging gerade die Treppen zum Haupteingang hinunter, als ich hinter mir jemanden schreien hörte.

BILL! Bill, bleib stehen, sofort.“, erschreckt drehte ich mich um und sah Gustav hinter mir her rennen.
Was ist los?“, fragte ich nur leise, als er vor mir stehen blieb. Im Gegensatz zu ihm war ich mehr als ruhig. Aber da wusste ich auch noch nicht, was gleich passieren würde...
Komm' sofort mit, sofort! Irgendwie...ein Wunder ist geschehen, das musst du sehen, komm schon!“, seine Stimme klang nicht traurig, wie ich es in dem Moment eigentlich erwartet hätte, sondern eher fröhlich. Ja, er freute sich über etwas. Doch was war es? Was bitte sollte jetzt noch passiert sein, dass Gustav sich freuen konnte? Total hektisch rannte ich mit ihm den Weg zurück, um zu sehen, was passiert war. Als wir wieder auf der Etage angekommen waren, ging ich doch noch einmal den Gang zu Danis Zimmer entlang. Doch vor ihrer Tür war keiner mehr, wo waren sie alle hin?
„Gustav, was ist los?“, jappste ich nach Luft, als wir das Zimmer erreicht hatten.

Mach die Tür auf und guck rein, dann weißt du es.“, erwiderte er mir aber nur.
„Wie-wieso?“, stotterte ich. Irgendetwas in mir sagte mir, dass mich – wenn ich die Tür öffnen würde -, etwas wundervolles erwarten würde. Ich hatte eine Vermutung.

Mach die Tür schon auf, los!“, ich bekam einen leichten Schubser von meinem Freund, welchen mich die Tür aufmachen ließ. Was ich da sah, konnte ich nicht glauben. Wunder wurden wahr.
Mein Engel, mein Sonnenschein...“, hauchte ich jedoch nur, bevor ich genau diesem sanft um den Hals fiel.
Und ich dachte immer, Wunder gäbe es nie, doch an diesem Tag habe ich es an meinem eignen Leibe gespürt!

#Sie hat noch ihre Augen geöffnet. Genau rechtzeitig, bevor es zu spät war. Wie ein Wunder. Und genau als das wurde sie auch bezeichnet. Sie wurde als Wunder bezeichnet, weil jeder die Hoffnung in ihr aufgegeben hatte. Nur einer nicht – ihr Freund!
Er hatte immer an sie geglaubt und sie nie aufgeben. Doch genau dann, als er dabei war, es hinzunehmen, als er sich verabschiedet hatte, wurde sie wieder lebendig. Er gab ihr die ganze Zeit über Kraft...
Sie wollte ihm nicht als Engel aus dem Himmel beistehen, sondern auf der Erde.
Sie wollte für ihn da sein.
Sie wollte ihm nicht von oben Mut machende Wörter zuflüstern können, wenn er es brauchte, sondern sie wollte neben ihm stehen und es tun.
Sie wollte ihm nicht als unscheinbarer Engel unter die Arme greifen, wenn er einmal kurz vor dem Aufgeben stehen sollte, sondern sie will es machen, sodass er es spürt.
Sie will nicht nur als Foto in Erinnerung bleiben, sondern als Mensch, der Real vor ihm steht.
Sie will nicht nur in seinem Herzen sein, sondern sein Herz sein.
Sie ist nicht nur
aus Liebe gesprungen, sondern auch aus Liebe aufgewacht!#

 

'My Happy Ending' sowie 'Alles aus Liebe' sind einer besonderen Person gewidmet. Diese Person hat neben Bill die Hauptrolle in diesen zwei Kurzgeschichten gespielt - Dani!
Ohne diese Person kann und will ich nicht mehr Leben. Sie ist die zweite Hälfte meines Herzens, der bessere Teil meines Charakters.
Sie ist die, die mir immer wieder Kraft gibt.
Sie ist die, die mir immer wieder beisteht, wenn ich jemanden brauche.
Sie ist die, die immer für mich da ist.
Sie ist die, die mir immer wieder Mut machende Wörter zuflüstert, wenn ich sie brauche.
Sie ist die, die mir immer wieder unter die Arme greift, wenn ich es nötig habe, wenn ich wieder einmal kurz vor dem Aufgeben bin.
Sie ist die, die mich am Leben hält.
Sie ist die Perfektion von Mensch.
Sie ist die, die ich über alles Liebe.
Und sie ist die, der ich mein Leben zu verdanken habe.
Sie ist die, der ich wunderschöne Zeiten zu verdanken habe.
Sie ist die, die ich nie in meinem Leben verlieren möchte!
Sie ist die, die keiner ersetzen kann!
Und sie ist die, die man sich als allerbeste Freundin auf der ganzen Welt wünschen kann.
Ich weiß bis heute nicht, womit ich dieses Mädchen verdient habe.
Ich danke ihr hiermit und mit vielem Anderen dafür, dass ich sie haben darf, dass ich mit ihr befreundet sein darf und dafür, dass ich von ihr geliebt werde...

 

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