Er liebt mich...er liebt mich nicht...

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Kapitel 243:

Wir sind da.“, rief Basti – Lauras Bruder - durch das Auto.
„Danke, du bist ein Schatz!“, ich bedankte mich schnell mit einer Umarmung bei ihm und schon hüpften wir aus dem Auto. Die Polizei war auch schon da – in zivil.
„Hallo...seid ihr die Mädels, die hier was mit der Sache zu tun haben?“, kam auch schon eine groß gewachsene Frau auf uns zu, reichte uns ihre Hand.
„Ja, genau...“, antworte ich friedlich auf ihre Frage.
„Okay, ihr erzählt mir alles und wenn wir soweit alles abgeklärt haben, gehen wir und gucken nach den Tätern.“, wie sich das alles anhörte. Aber gut, erzählten wir der netten Polizistin noch einmal alles, was passiert ist. Die Sache von damals – auch hier in diesem Park -, die Erpressung und die Drohungen.
„Okay, sie hat sich selber gestellt und bekannt ist sie zudem auch. Wir gehen da jetzt gemeinsam runter und nehmen sie mit aufs Revier, aber ihr bleibt hinter uns, verstanden?“, schaltete sich der Kollege der Frau ein. Wir nickten nur. Ängstlich sah Laura mich an.
„Was ist mit unseren Eltern? Also wenn die kommen und keiner hier ist?“
„Keine Sorge, in zwei Minuten sind noch zwei Kollegen von uns vor Ort. Also, kommt ihr?“, wieder nickten wir nur und folgten ihnen somit.
Als wir dicht hinter den Polizisten in zivil hinter her tapsten, achteten wir darauf, keinen einzigen Laut zu machen. Vor uns die beiden unterhielten sich auch nur mit Blicken oder Gestikulierungen – mehr nicht! Als wir immer näher in den Park kamen, konnte man Stimmen wahrnehmen.
„Da sind sie...“, flüsterte die Polizistin und trat hinter dem Busch – hinter dem wir uns befanden – hervor, sodass sie in Sichtweite von Hilka und den anderen war.
„Guten Abend!“, sagte sie mit kalter Stimme und ging auf die Mädchen zu.
„Sind sie Hilka? Und sie...Trish?“, sie sah die Mädchen jeweils an, welche nur ein nicken mit erstauntem Gesichtsausdruck zurückgaben. Laura, Ich und der andere Polizist standen noch immer in Entfernung hinter einem Busch.
„Okay, Polizei.“, sie hielt ihren Ausweis hoch. „Sie sind festgenommen. Verdacht auf schwere Körperverletzung.“
Die beiden Mädels sahen die Polizistin an, schlichen in kleinen Schritten immer weiter nach hinten.
„Stehen bleiben.“, schritt der andere Kollege hinzu und ging auf Hilka zu. Er packte sie, zog seine Handschellen aus seiner Hosentaschen und nahm sie fest. Die Polizistin tat das gleiche mit Trish.
„Was...was haben sie jetzt bitte vor?“, Trish Stimme klang anfangs etwas ängstlich, versuchte zum Schluss hin aber wieder standhafter zu werden.
Mit einem gehässigen grinsen sah ich sie an.
„Wir bringen euch auf die Wache, ihr werdet befragt und dann dürft ihr wieder gehen – bis wir uns vor dem Gericht wiedersehen werden.“, erklärte der Polizist in einem widerwärtigen Ton und zog Hilka ruckartig hinter sich her. Als sie an uns vorbei kamen, blieben die beiden Mädchen auf einmal stehen.
„Ihr miesen kleinen Schlampen!“, zischte Trish uns entgegen. Sofort griff meine Hand die von Laura und zog sie mit mir ein Stück zurück. Dieser Gesichtsausdruck, diese härte in der Stimme, machte mir Angst...
„Ruhe!“, schritt die Polizistin sofort ein und somit wurden beide aus dem Park hoch zu den Autos geführt.
„Ich habe Angst vor dem was kommt, Laura...“, flüsterte ich, als wir ihnen nach sahen.
„Wieso? Ich meine, es kann doch gar nicht mehr schlimmer werden. Die beiden werden jetzt eine Aussage machen, vor Gericht geladen und ihre Strafe bekommen.“, sie drehte sich zu mir um und nahm mich in den Arm.
„Und was ist, wenn sie das ganze noch mal versuchen? Uns es schaffen?“, ich legte meinen Kopf auf ihre Schulter und drückte sie an mich.
„Werden sie nicht, werden sie nicht“, beruhigte sie mich.
„Mhm...lass auch mal hoch gehen. Unsere Eltern sind sicher auch schon da...“, sie nickte, nahm meine Hand und so gingen wir langsam und schweigend den Weg zu den Autos zurück.

 

Kapitel 244:

„Mum.“, rief ich, als ich meine Mutter von weitem neben dem Polizisten, meinem Dad und Lauras Eltern stehen sah. Ich rannte auf sie zu und nahm sie in den Arm.
„Es tut mir Leid.“, flüsterte ich.
„Es ist okay. Sie sind jetzt festgenommen.“, versuchte sie mich zu beruhigen. Ich wusste, dass da nichts mehr von meinen Eltern hinterher kam, aber trotzdem hatte ich ein schlechtes Gewissen – ein mega schlechtes Gewissen.
Wir standen noch einige Minuten zusammen in der Runde und redeten, beziehungsweise informierten uns bei den anderen zwei Polizisten, die dazu gekommen waren, was als nächstes passieren würde. Eine Aussage brauchten sie noch von mir und den anderen, danach werden wir vor's Gericht geladen und es würde sich entscheiden, was die beiden – Trish und Hilka – für eine Strafe bekommen werden. Die gerechte hoffentlich.
„Okay, morgen früh um neun auf dem Polizeipräsidium.“, stellte einer der Polizisten noch einmal klar, gab die Runde durch die Hand und stieg zu seinem Kollegen in das Auto.
Wir verabschiedeten uns auch noch schnell von Laura und schon fuhren wir getrennte Wegen zurück zu unseren jeweiligen Häusern.
„Ich gehe hoch. Nacht, Mum, Nacht Dad“, ich gähnte einmal herzhaft und wollte gerade die Treppe hinaufsteigen, als mein Vater mich zurückhielt.
„Warte mal, Lea...Kommst du noch mal, bitte?“, seufzten drehte ich mich um, ging die ersten Stufen, die ich schon raufgestiegen war, wieder runter und schlich ins Wohnzimmer.
„Ja...?“, müde ließ ich mich neben meine Mutter auf das Sofa fallen, sah meinen Dad wartend an.
„Du weißt, dass das nicht okay war, uns nichts davon zu erzählen und...“, ich seufzte wieder einmal und nahm Luft, um mit dem Dazwischen reden anzufangen.
„Dad, ich...“, doch ich wurde unterbrochen.
„Lass mich ausreden!“, forderte er. Ich zog meine Augenbrauen hoch und wunderte mich über diese härte in seiner Stimme, dieses fordernde.
„Dann mach schon, ich will ins Bett...“, nuschelte ich jetzt nahezu genervt und verschränkte meine Arme vor der Brust.
„Du weißt, dass das alles andere als in Ordnung war, uns nichts davon zu erzählen. Von der ganzen Sache. Von Anfang an, hast du uns angelogen, Lea. Und wir? Wir haben dir vertraut. Es ist das aller letzte von dir, was du abgezogen hast, das weißt du hoffentlich selber. Aber dir jetzt noch eine ordentliche Strafe zu geben, ist nutzlos. Du musst selber einsehen, was für eine scheiße du fabriziert hast. Es hätte gar nicht so weit kommen müssen! Sieh es ein, und ändere dich, sonst werden wir in ferner Zukunft noch ein paar Probleme miteinander bekommen!“, mein Gesichtsausdruck war eine Mischung zwischen erstauntem, Einsicht und Wut. Erstauntem, dass mein Dad mir das so knallhart ins Gesicht sagte, Einsicht, weil er Recht hatte und Wut? Wut einfach auf alles. Auf Trish, Hilka und auf mich selber. Ich hätte anders an die Sache ran gehen können, dann wäre das alles wirklich nicht soweit gekommen.
„Kann ich hoch gehen?“, fragte ich leise. Mein Blick jedoch war immer noch gen Boden gerichtet.
„Ja, schlaf gut.“, ich nickte noch kurz, sagte meiner Mum noch gute Nacht und stand langsam auf.
Als ich kurz davor war, über die Tür schwelle des Wohnzimmers zu treten, blieb ich stehen und drehte mich noch einmal um.
„Daddy? Man lernt aus seinen Fehlern, dass müsstest du eigentlich wissen...“, ich sah ihm genau in die Augen, dem Menschen, der schon viele Fehler in seinem Leben gemacht hatte. Dem Menschen, der bald nicht mehr da sein sollte. Und dem Menschen, der mir so extrem wichtig war...

 

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