Er liebt mich...er liebt mich nicht...

Home!
Startseite
Gästebuch
Archiv
Kontakt
Abonnieren
Gästebuch
Links
Link me
Über mich...
Sonstiges ♥
Partnerseite ♥





STORY!
Zur Story
Kapitel 001 - Kapitel 100
Kapitel 101 - Kapitel 200
Kapitel 201 - Kapitel 210
Kapitel 211 - Kapitel 220
Kapitel 221 - Kapitel 230
Kapitel 231 - Kapitel 240
Kapitel 241 - Kapitel 250
Kapitel 251 - Kapitel 260
Kapitel 261 - Kapitel 270

Kapitel 271 + Kapitel 272
Kapitel 273 + Kapitel 274
Kapitel 275 + Kapitel 276
Kapitel 277 + Kapitel 278
Kapitel 279 + Kapitel 280

Kapitel 281



Other Storys
Geh
Alles aus Liebe
My Happy Ending

Kapitel 191:

*>Lea´s Sicht<*
„Mama? Hattest du vor jetzt noch irgendwie was zu kochen? Also zum Abendessen?!“, rief ich in die Küche zu meiner Mum.
„Eigentlich schon, wieso?“, bekam ich zurück und kurz darauf stand sie auch schon in dem Türrahmen.
„Wir wollten uns Döner bestellen.“, grinste Laura meine Mutter an.
„Achso. Ja, dann macht. Sagt mir wie teuer das ist, ich lege euch Geld hin. Dann koche ich für Papa, Johannes und mich eben was anders.“, lächelte sie uns entgegen.
„Johannes kommt heute nach Hause?“, erstaunt blickte ich drein. Wenn das mal nicht wieder Stress gab.
„Ja! In einer halben Stunde.“, meine Mutter sah auf die Uhr.
„Achso.“, nickte ich verträumt. Dann würde ich ihn auch mal wieder sehen. In letzter Zeit, wenn ich mal zu Hause war, war er eigentlich nur bei seiner Freundin und wenn, dann sprach er fast gar nicht mit mir. Ich vermisste das Verhältnis, was wir früher einmal hatten. Damals hatten wir teilweise sogar den gleichen Freundeskreis – aber der hatte sich ja eh schon von mir abgewendet. Was Oberflächlichkeit nicht alles auswirken konnte. Ich schüttelte mit meinem Kopf, um mir meine Gedanken an meinen Bruder und die damalige Zeit zu verscheuchen.
„Ich gehe mal eben Döner bestellen.“, sagte ich und schon stand ich auf, nahm mir das Telefon aus der Ladestation und setzte mich damit in den Flur auf die unterste Treppenstufe.
Als ich meine Bestellung aufgab, ging ich den gleichen Weg wieder zurück.
„Ey Tom, behalt deine Zwiebeln auf deinem Döner.“, brummte ich und klaubte die zwiebeln, die Tom mir in meinen Döner geschmissen hatte wieder heraus und bewarf ihn damit.
„Boah, iiih. Lea, du Sau!“, quiekte Tom und lehnte sich abwertend nach hinten in das Sofa.
„Man, das sind doch deine!“, patzig ärgerte ich mich und kaute auf einem Stück Fleisch herum.
„Leg ihn doch einfach hier drauf!“, Laura schob ihm ein Stück Serviette unter die Nase.
„Danke.“, brummte er nur und ließ die Zwiebel auf das weiße Stück platschen.
„Hey...“, wurden wir auf einmal aus unserem Gespräch gerissen. Ich drehte meinen Kopf ruckartig um, so dass ich einen Blick zur Tür hatte. Und da stand er...mein Bruder.
„Ähm...hi...“, flüsterte ich vor mich hin. Johannes ging gleich weiter in die Küche schenkte mir nicht mal mehr ein lächeln. Langsam senkte ich meinen Kopf, drehte ihn wieder zurück und biss mir Krampfhaft auf der Unterlippe herum. Keiner sagte etwas, es herrschte drückende Stille.
„Will wer was trinken?“, platzte es auf einmal aus mir heraus und ich knüllte die Serviette, die vor mir auf dem Tisch lag, zusammen.
„Ja.“, kam es gleich von allen. Ich stand auf.
„Warte ich komme mit.“, meldete sich Laura und tapste mir hinter her in die Küche. In der Zwischenzeit war mein Bruder wohl wieder auf sein Zimmer gegangen und meine Eltern befanden sich auch nicht im Raum.
„Alles okay?“, fragte Laura mich plötzlich, als ich mich auf der Arbeitsplatte abstützte und einmal tief seufzte. ich wusste gar nicht, dass mir das so nahe ging, dass er mir nicht mal mehr beachtete, nur ein kurzes ‚Hallo’ in meine Richtung murmelte.
„Na ja, wegen eben...“, murmelte ich und drehte mich um.
„Wegen deinem Bruder?“, ich nickte.
„Komm, das wird schon wieder.“, sie kam auf mich zu, stellte sich etwas auf die zehenspitzen und nahm mich in den Arm.
„Danke Laura...“, hauchte ich und gab ihr einen Kuss auf die Wange.
„Nicht dafür!“


Kapitel 192:

*>Lea´s Sicht<*
„Hier, die Gläser.“, ich kam mit fünf aufeinander gestapelten Gläsern in das Wohnzimmer. Laura hinter mir mit der Flasche Cola. Ich verteilte die Gläser, sie stellte die Flasche auf den Tisch und so setzten wir uns wieder hin. Ich zog meine Beine hoch auf die Couch und lehnte mich gemütlich an meinen Freund.
„Ist alles okay bei dir...?“, flüsterte er mir plötzlich zu, als die anderen drei sich mühevoll mit dem öffnen der Flasche zu schaffen machten. Ich sah Bill an.
„Ja, klar. Ist schon in Ordnung.“, hauchte ich ihm entgegen und gab ihm einen Kuss auf seine Wange. Klar, ich war immer noch traurig und enttäuscht wegen meines Bruders, aber ich hatte Laura, mit der ich schon mehr oder weniger darüber gesprochen habe und die mich schon getröstet hat. Mir Mut zugesprochen hat, was ich außerordentlich niedlich von ihm fand. Aber wozu sind Freunde denn da?!
„Okay...“, ließ Bill dann doch mit einem skeptischen Blick und gerunzelter Stirn die Fragerei aus.
„Ey, schenk mir auch mal was ein.“, rief ich, als ich sah, dass Anna die Flasche schon wieder zu drehen wollte. Sie goss mir - und auch meinem werten Freund, welcher einen Arm um meine Hüfte gelegt und meinen Oberschenkel streichelte – etwas ein. Wir bedankten uns noch wund somit ging das Getratsche auch schon wieder von vorne los. Jeder erzählte mal ein bisschen von hier und dort. Und ganz besonders auf Lauras Neuigkeiten war ich gespannt.
„Na ja, also ich war letztens in der Stadt und eigentlich bekommt man ja von jeder Seite `nen dummen Spruch zugeworfen, aber das blieb diesmal echt aus. Ich habe mich voll gewundert. Aber wenigstens kann man mal wieder normal auf die Straße gehen. Und ich glaube, nach den Ferien hat sich das mit dir auch so langsam wieder gelegt.“, zwinkerte sie mir zu.
„Okay, das ist doch mal `ne gute Nachricht.“, grinste ich. Ich war echt mehr als erleichtert, dass der ganze Stress etwas nachgelassen hatte und allmählich wie von selbst verschwand. Aber wie es tatsächlich aussah, wenn ich wieder in die Schule musste, würde sich dann ergeben. Schließlich stellte meine beste Freundin nur Vermutungen auf.
„Bleibst du heute eigentlich hier oder wirst du noch abgeholt?“, fragte Anna nach Minuten der Stille.
„Meine Mum wollte mich um neun abholen. Und morgen kommt ihr doch alle, oder?“, sie blickte in die Runde.
„Manno, du sollst aber hier bleiben.“, schmollte ich und verschränkte die Arme vor der Brust.“
„Sorry.“, sie zog das Wort extrem lang und kniff mir in die Seite.
„Ah, du dumme.“, wir beide lachten.
„Also, kommt ihr nun morgen, oder nicht?!“, wiederholte sie ihre Frage, die ich einfach übersprungen war. Wieder schweifte ihr Blick in die Runde.
„Ja klar.“, antwortete Bill für uns, die alle mit einem nicken zugestimmt haben.
„Okay, dann freue ich mich. So gegen acht?“
 „Ja, klar. Wie immer halt.“, streckte ich ihr die Zunge raus.  „Kommt noch wer?“
„Na ja, also ich wurde von Nicky und Trish gefragt, ob die noch kommen können, aber wenn die beiden dabei sind?!“, Laura deutete auf diem Zwillinge.
„Na ja, irgendwie wissen doch eh alle, dass wir was mit euch zu tun haben. Schon allein wegen dem Foto in der Zeitung...wenn du weißt, woran du bei denen bist, lad sie doch ein.“, bot Tom an.
„Na, ich kenne sie ja auch...und zu Recht kam ich mit ihnen auch immer. Was meinst’n du?“, ich sah meine beste Freundin an. Sie zuckte mit den Schultern.
„Ja, also vertrauen kann man ihnen schon, da bin ich mir ganz sicher.“
„Dann lad sie doch einfach ein, mmh? Wir müssen ja jetzt nicht da wie wild rumknutschen oder sonst irgendwas machen. Ein Abend einen auf Kumpel tun geht ja auch, oder nicht?“, schaltete Anna sich mit ein. Und eigentlich hatte sie Recht. In der Zeitung wurde gesagt, dass wir mit ihnen befreundet waren. Und wenn wir das rumknutschen echt ließen, konnte man sich also mit ihnen irgendwo blicken lassen.
„Also gut, lad sie ein. Habe sie ja auch schon länger nicht mehr gesehen.“, grinste ich in Lauras Richtung.
„Okay, ich schicke ihnen eine SMS.“, sofort zuckte sie ihr Motorola aus ihrer Hosentasche, klappte es auf und tippte zwei kurze SMS. Also waren wir morgen doch nicht unter uns. Aber Trish und Nicky habe ich echt schon lange nicht mehr gesehen, da sie auch nicht auf unsere Schule gehen. Und irgendwie freute ich mich schon richtig. Auch wenn ich wohl oder übel auf meinen Freund verzichten musste. Ein Abend als Kumpel musste eben auch mal gehen.


Kapitel 193:

*>Lea´s Sicht<*
„Na ja, wir sehen uns morgen, Süße.“, sagte Laura, als sie sich gerade den Reißverschluss ihrer Jacke zu machte.
„Ja, ich freue mich schon.“, ich ging näher auf sie zu, sie stellte sich ein wenig auf die Zehenspitzen und nahm mich in den Arm. ich drückte sie ganz fest an mich, versteckte mein Gesicht in ihren Haaren.
„Danke wegen vorhin noch mal, ja?“, flüsterte ich fast überhörbar in ihr Ohr.
„Bedank dich nicht immer, das ist selbstverständlich.“, wir lösten uns aus unserer Umarmung und lächelten uns an.
„Trotzdem.“, sagte ich, gab ihr einen Kuss. Danach verabschiedete sie sich noch von den anderen dreien und meinen Eltern und schon war sie in dem Auto ihrer Mum, welches schon vor der Tür stand, verschwunden. ich winkte ihnen beiden noch mal  zu und schloss auch schon die Tür. Die anderen waren schon im Wohnzimmer verschwunden. Ich seufzte noch einmal und ging auch dorthin zurück.
„Und jetzt?“, ich ließ mich auf das Sofa neben Anna fallen.
„Weiß nicht, aber ich bin müde.“, kam es von meinem Freund, welcher mir schräg gegenüber saß.
„Mhm, ich auch.“, gähnte sein Zwilling.
„Moa’, okay, dann gehen wir ins Bett.“, stieß Anna aus und erhob sich seufzend von ihrem Platz. Ich tat es ich nach und somit tapsten wir nebeneinander die Treppe hinauf in mein Zimmer. Die Schritte der Jungs konnten wir nicht hören. Wo auch immer sie waren, aber sicher nicht hinter uns.
„Pennen wir alle hier?“, fragte sie mich.
„Ja, ihr auf der Couch und Bill und ich im Bett, okay?“, fragte ich sie.
„Ja klar. Ich gehe mich mal eben fertig machen.“, lächelte meine Freundin mir noch einmal zu und verschwand. Die Sachen von uns allen lagen schon längst im Bad.
Als ich da so alleine in meinem Zimmer stand, kam Bill rein. Er kam auf mich zu, legte seine Hände an meine Hüfte.
„Na...“, lächelte er mir leicht zu.
„Noa...“, tat ich es ihm gleich. „Wo ist Tom?“
„Mit Anna im Bad!“, unser lächeln verwandelte sich in ein grinsen.
„Okay, weiß ich bescheid.“, lachte ich ein wenig auf.
„Na ja, aber die sind gleich fertig.“, Bill kam mit seinem Kopf näher und drückte mir einen Kuss auf.
„Okay.“, lächelte ich. Und kaum zwei Minuten später standen die beiden Turteltäubchen auch schon im Türrahmen.
„So, ihr könnt.“, grinste Tom zufrieden und ließ sich auf die Couch fallen, wo er mit Anna seine Nacht verbringen sollte. Er mümmelte sich unter die Decke, zog Anna hinter sich her.
„Okay, sind dann auch mal im Bad.“, gab ich bescheid und schon tapsten Bill und ich ins Bad. 
Wir schminkten uns schnell ab, putzten unsere Zähne und ich band mir meine Haare noch schnell zu einem Zopf zusammen.
„Du siehst damit total anders aus.“, Bill stammte seine Hände in die Hüften und sah mich kritisch an. Skeptisch sah ich zurück.
„Ach ja, tu ich das?! Aber weißt du was?! Ich weiß! Deswegen habe ich ja auch fast nie einen.“, ich stupste ihm mit dem Zeigefinger auf die Nasenspitze und trat aus dem Badezimmer.
„Und wer macht jetzt das Licht aus?“, fragte ich meine Freunde, als schon alle im Bett lagen und ich mit Hotpan an der Hüfte und T-Shirt am Oberkörper an meiner Tür stand.
„Wer wohl? Du, du stehst nämlich grade.“, grinste Anna mir entgegen.
„Ich habe Angst im Dunkeln. Und wenn das Licht aus ist, ist es dunkel und dann muss ich sogar noch zum Bett laufen.“, ich zog die Augenbrauen hoch und sah ihn die sechs Augen der anderen.
„Du spinnst, du Schisser. Nun mach schon.“, verlangte Tom.
„Moa,’ fick dich.“, gab ich nur zurück und legte den Lichtschalter um. Das Zimmer war komplett dunkel und man konnte die eigene Hand vor den Augen gar nicht mehr erkennen. Für diese Bemerkung sollte mein werter Kumpel etwas zurückbekommen...Nur was?! Ich stand noch eine Weile im Dunkeln und überlegte krampfhaft...


Kapitel 194:

*>Lea´s Sicht<*
Und da kam mir eine Idee. Ja, das war es. Nur hoffentlich bekam Anna meinen Sprung nicht ab. Ich musste einfach nur so weit wie es ging auf das Sofa hüpfen, denn an der Wand lag Tom, und anfangen zu kitzeln.
Ich runzelte noch einmal die Nase, überlegte, ob das denn so eine gute Idee sei, nicht, dass ich selber noch irgendwelche Verletzungen davontragen würde, doch ich war mir sicher, dass das nicht passieren würde. Ja, ich war in diesem Moment von mir selbst überzeugt und wie es sich zum Schluss herausstellte, lag ich sogar richtig. Ich war stolz auf mich!
Ich stand da und Bill fragte mich schon, wann ich mich denn endlich mal zum Bett bewegen würde. Ich hingegen antwortete nicht.
„Ey, die ist bestimmt abgehauen, weil es draußen auf’m Flur heller ist.“, fing Tom an mich zu necken. Als ob ich nicht im Raum wäre, redete er über mich. Dabei wusste er ganz genau, dass ich hier irgendwo im Dunkeln stand. Mhm, extra machte er es. ‚Warte ab, mein Freund!’, dachte ich und musste in mich hineingrinsen und mir mein kichern verdrücken.
Ich stand noch eine Weile da und hörte ihm zu, was er von sich gab.
„Deine Freundin ist ei-.“, ich rannte los und sprang auf das Sofa. Gott sei Dank hörte ich in diesem Moment nur Tom aufschreien und nicht meine Freundin, die sich neben ihm befand.
„Ahhh, Lea!“, schrie, quiekte und jaulte er zugleich.
„Ja, mich als Schisser dastehen zu lassen.“, ich trampelte auf ihm herum, sodass er sich auf den Rücken legte. Als er das getan hatte, setzte ich mich auf seinen Bauch und fing an, ihn zu kitzeln.
„Mahama.“, jaulte er
„Ruf ruhig nach ihr, die hört dich nur leider nicht, mein Lieber. Die ist glatte 150 Kilometer weit weg.“, ich kniff ihm in die Wange und musste unwillkürlich anfangen zu lachen.
„Was machst du mit ihm.“, kam es auf einmal von Bill. Ich hörte, wie er aus dem bett sprang und einige Sekunden später ging das Licht an. Wir alle kniffen zeitgleich die Augen zusammen, da wir von dem grellen Licht geblendet wurden. Unsere Augen hatten sich schon an die Dunkelheit gewöhnt.
„Ihr seid so bescheuert.“, hörte ich Anna lachen, die schon auf mein bett geflüchtet war. Bill saß neben ihr und beide lachten um die Wette.
„Er hat es nicht anders verdient.“, grinste ich in die Richtung der beiden. Nur leider war ich in diesen wenigen Sekunden nicht aufmerksam genug und schon umfassten zwei mehr oder weniger starke Hände meine Handgelenke.
„Falsch gedacht, Fräulein.“, lachte Tom nun. Sein lachen ließen seine Augen zusammenkneifen.
„Lass mich los, verdammt. Scheiße...“, fluchte ich und versuchte mich mit aller Kraft zu wehren- vergebens.
„Man Bill, Anna macht doch mal was.“, wollte genervt klingen, doch auch das gelang mir nicht. Ich musste lachen. Mit den anderen dreien Einstimmen.
„Tom...bitte...“, ich sah ihn mit meinem Hundeblick an, und er ließ wirklich los.
„Moa’, endlich.“, ich rieb mir meine Handgelenke, da er doch einen festen Griff hatte.
„Man, das war ja langweilig.“, stöhnte Bill und bekam sich – genau wie Anna – so langsam wieder ein.
„Nein, das war fies. Und jetzt mache ich nicht mehr das Licht aus.“, schnell hüpfte ich ins Bett.
„Na gut. Ich mache ja schon.“, seufzte Anna, erhob sich von meinem Bett und schaltete das Licht aus.
„Nacht, Anna. Nacht, Tom, du Arsch. Nacht, mein Schatz.“, letzteren flüsterte ich nur noch und strich meinem Freund einmal über seine Wange.
„Nacht, du Kind!“, neckend kam es von Tom zurück.
„Nacht, Lea’chen.“, Anna.
„Und Gute Nacht, mein Engel...“, Bill. Jetzt hatten wir uns alle eine gute Nacht gewünscht. Aus Anna’s und Tom’s Richtung hörte man, wie sie sich einen Kuss gaben, was Bill und ich ihnen auch gleich nachtaten. Dann kuschelte ich mich an meinen Freund und schlief auch sofort ein...


Kapitel 195:

*>Lea´s Sicht<*
Am nächsten morgen wachte ich als erstes auf. Als ich meinen Blick auf meine Uhr schweifen ließ, war es grade mal halb zwölf. Es wunderte mich nicht, dass ich schon wach war, schließlich waren wir schon um kurz vor elf am gestrigen Abend im Bett verschwunden. Ich rekelte mich einige Male von der einen auf die andere Seite. Doch als ich nach einer ganzen halben Stunde immer noch nicht im Land der Träume verschwunden war, stand ich leise aus dem Bett auf und verließ das Zimmer. Ich ging zuerst einmal ins Badezimmer, um mich im Spiegel zu betrachten. Als ich mich so sah entschied ich mich – auch mehr oder weniger aus langerweile – mich zu duschen. Schnell schlüpfte ich aus meinen Klamotten, stellte mich unter die Dusche und wusch mich. Ich beeilte mich nicht wirklich, doch als ich dann schon gefühlte fünfzehn Minuten unter der Duschte stand, drehte ich das Wasser ab, wickelte mir ein Handtuch um und stellte mich wieder vor den Spiegel. Als ich einige Sekunden einfach nur so dastand, verträumt mein Spiegelbild ansah, schüttelte ich einmal den Kopf und zog mich wieder an. Meine nassen Haare wickelte ich in einem kleinen Handtuch ein. Danach verließ ich das Badezimmer.
Immer noch hörte ich keinen Mucks. Nicht aus dem Schlafzimmer meiner Eltern und nicht aus meinem Zimmer. Also tapste ich erstmal runter in die Küche. Als ich meinen Blick über den Küchentisch schweifen ließ, sah ich einen kleinen weißen Zettel auf dem Tisch liegen.
‚Hey, mein Schatz.
Papa und ich sind in Hannover. Ein bisschen shoppen, damit ihr Zeit für euch habt und das Haus steht euch zur Verfügung. Es soll aber bitte heile bleiben ;-). Na ja, sind heute Abend, wenn ihr zu Laura wollt, wieder da.
Mama’
Ich zuckte einmal mit den Schultern, nahm den Zettel und knüllte ihn zusammen, um ihn in dem Mülleimer zu versenken. Da waren die shoppen und dann auch noch ohne mich – Frechheit. Ich musste in mich hinein grinsen. Und was machte ich jetzt? Schließlich wollte ich die anderen nicht wecken und denen ihren Schlaf lassen, bevor sie in zwei Tagen schon wieder im Studio in Hamburg waren und für ihre Tour probten. nachdenklich und fast wie in Trance nahm ich mir ein Glas und den Saft, der auf der Küchenzeile stand, Schenkte mir etwas ein, lehnte mich gegen die Küchenzeile und nippte leicht daran.
Ja, in zwei Tagen war wieder alles vorbei. Dann waren sie alle drei weg – Anna, Tom und Bill. Diese drei Personen die ich so gern hatte. Und Bill, den liebte ich. Und wieder sah ich ihn für längere Zeit nicht mehr. Obwohl diese Zeit – diese nächsten anderthalb Monate – das längste bisher war. Ja, ganze anderthalb Monate. Ich wusste jetzt schon nicht mehr, wie ich das aushalten sollte, aber ich musste. Und irgendwo war ich mir auch sicher, dass ich das schaffen würde. Die Liebe würde dieses vermissende Gefühl besiegen. Die Liebe würde dagegen ankämpfen – und gewinnen!
„Morgen.“, hörte ich plötzlich ein nuscheln hinter mir. ich schreckte hoch, hörte auf wie in Trance an dem Glasrand zu nippen. Anna stand hinter mir.
„Morgen.“, noch etwas in Gedanken antwortet ich ihr.
„Alles in Ordnung?“, sorgte sie sich auch gleich nach meinem Wohl.
„Ja, habe gerade nur nachgedacht.“, grinste ich. Sie nickte leicht und nahm sich auch ein Glas, in welches sie den Orangensaft füllte.
„Schlafen die Jungs noch?“, ich ging vor zum Küchentisch und ließ mich auf einem Stuhl nieder.
„Ja, tief und fest.“, versicherte mir meine Freundin. Nicken meinerseits.
„Mhm, und was machen wir zwei hübschen jetzt?“, grinste sie mich an.
„Ich habe keine Ahnung.“, grinste ich etwas ahnungsloser zurück.
„Ich auch nicht.“, sie runzelte ihre Stirn. Schien auf irgendeine Art und Weise nachzudenken.
„Wir könnten uns fertig machen.“, versuchte ich es mit dem Versuch. Ich sah auf die Uhr. Es war gerade mal halb drei. Als ich das erste Mal aufgewacht bin, war es gerade Mal halb zwölf.
„Wir haben zwar noch irre Zeit, aber ja, könnten wir ja schon mal machen.“, lächelte Anna mir entgegen. Also stellten wir unsere leeren Gläser noch schnell in die Spüle und gingen dann nach oben.


Kapitel 196:

*>Lea´s Sicht<*
„Ich gehe mir schnell meinen Laptop holen. Weil wenn du duschen bist ist mir das alleine zu langweilig.“, flüsterte ich, als ich mit Anna vor meiner geschlossenen Zimmertür stand.
Sie nickte mir zu, gab mir ein Zeichen, dass sie nun im Badezimmer war und verschwand auch schon. Vorsichtig öffnete ich meine Zimmertür. Ich tapste leise herein, zu meinem Schreibtisch, nahm mit mein Notebook von diesem herunter und sah noch einmal zu Bill und Tom, welche beide mit einem lächeln in ihrem Bett, beziehungsweise auf der Couch lagen. Das konnte noch dauern, bis die wach wurden. Aber ich ließ sie. Sie hatten den Schlaf verdient. Nein, schon allein das aussehen, was sie dabei prägte brachte einem dazu, sie schlafen zu lassen.
Als ich die Tür wieder leise hinter mir geschlossen  hatte, hörte ich schon das leise prasseln des Wassers aus dem Badezimmer. Mit einem lächeln stieg ich die Treppe hinunter. Dort ging ich gleich durch in das Wohnzimmer, machte es mir dort auf der Couch bequem. Ich klappte mein Notebook auf, schaltete Musik an. ‚Goodbye, I’m Sorry’ von ‚And then I Turned seven’.
Das erste, was ich tat, war das ICQ zu starten, in der Hoffnung, dass Laura eventuell on wäre.
Und zu meinem Vorteil war sie das auch. Sofort schrieb ich ihr. Lea: Hey
Laura: Hee, Morgen
Lea: Wie geht’s dir so?
Laura: Ganz gut und dir?
Lea: Auch...sag mal, sollen wir irgendwas mitbringen heute Abend?
Laura: Nee, meine Mutter und ich waren eben schon einkaufe und haben alles besorgt
Lea: Mhm, na gut 
Laura: Ja, na ja, du ich wollte eh grade gehen, wir sehen uns nachher, nä?!
Lea: Ja, okay. Ich liebe dich und ich freue mich
Laura: Ich dich auch und moa’ ja, heute Abend du, der wird toll ;-)
Und schon war die ICQ-Blume rot und Laura war off. Ich surfte noch ein wenig im Internet rum und entschloss mich dann auch, meinen Laptop wieder auszuschalten, weil Anna auch schon fertig sein musste. Ich stellte ihn auf den Wohnzimmertisch und verschwand nach oben. „Anna?“, ich klopfte an die Badtür. „Ja, komm’ rein!“, ich machte die Tür auf und betrat das bad. Sie stand gerade vor dem Spiegel und bürstete sich ihre Trocken geföhnten Haare. „Noa.“, grinste ich sie an. „Ich muss mir noch meine Haare glätten, kann ich das nebenbei machen?“, fragte ich sie. „Ja klar.“, ich nahm mir mein Glätteisen, wartete bis es heiß wurde und fing an. „Toupierst du dir noch die Haare?“, fragte Anna mich, als ich fertig war. „Ähm...ja, aber dann mache ich mir noch meine pinken Extentions rein.“, grinste ich. „Au ja. Aber hast du noch welche? Ich will auch.“, schmollte sie. „Ja ich hab mir damals zehn Stück gekauft. Meine Mum hat die zwar passend für meine Haare angeschnitten, aber du hast ja fast den gleichen Schnitt und die Länge passt auch.“, ich öffnete den Badezimmerschrank und nahm die Extentions heraus. „Hier. Du musst die da so mit’m dünnen schwarzen Zopfgummi festmachen. Klappt ganz gut und fällt wenigstens nicht raus. Letztes Mal hatte ich die beim Itchy Poopzkid-Konzert drin, und halt nur mit `ner Spange festgemacht, weil das sieht man ja nicht, wenn man die unter die Haare steckt. Dann sind erstmal voll raus gefallen, Gott sei Dank hatte Laura zwei Zopfgummis mit.“, lachte ich auf. „Das war irgendwie peinlich, aber na ja ist ja jetzt egal.“ „Du hast Probleme, Mädel!“, lachte Anna „Man, stell dir mal vor, die fallen dir raus.“, empört sah ich sie an. „Nur weil ich Eitel bin, na und...?“, nuschelte ich noch hinten dran. „Bäh, bäh, bäh.“, äffte Anna mich nach. Wir sahen uns an und mussten lachen. „Die Eitelkeit hat einen Namen: Lea!“, ich musste lachen und haute meiner Freundin leicht gegen den Oberarm. „Du bist doch scheiße.“, stieß ich aus und machte mich daran die knall pinken Extentions in die haare zu fummeln. Danach toupierte ich mir noch meine Haare und machte etwas von dem Styling-Gel in die Spitzen. „Und fertig!“, zufrieden grinste ich mein Spiegelbild an. Auch Anna hatte ihre Extentions drin und ich musste sagen, es sah echt geil aus. Mal schauen, was Tom dazu sagte, wenn seine Freundin ihm seine Haare präsentierte.


Kapitel 197:

*>Lea´s Sicht<*
„Okay, können wir?!“, fragte ich Anna und erledigte noch den Feinschliff an meinen Haaren.
„Ja Moment...“, etwas abwesend, da sie gerade ihr Schminkzeug zusammen in ihr kleines Schminktäschen packte, antwortet sie mir.
„Okay, dann komm’!“, ich packte nach ihrer Hand und zog sie hinter mir her.
„Moa’ warte.“, sie schmiss ihren Kajal noch schnell in die Tasche und wurde schon von mir mitgerissen. Ich trat mit einer stolpernden Anna im Schlepptau aus dem Badezimmer, hinaus auf den Flur und kam vor meiner Tür zum Halten. Ich überlegte, rümpfte die Nase.
„Weißt du was, du kleines Ding?“; ich stach ihr in die Seite. Sah sie grinsend an.
„Nee, was denn?“, mit einem skeptischen Blick hielt sie sich ihre Hände vor die Stelle, wo ich soeben reingepiekst hatte.
„Wenn wir jetzt fies wären, nä...“, ich kicherte leise. „...dann würde wir jetzt zwei Waschlappen nehmen, die total nass machen und dann den beiden direkt ins Gesicht donnern.“, ich hielt mir mit einer Hand meinen Bauch, die andere jedoch verschloss meinen Mund, sodass ich nicht auflachen konnte, da die Jungs sonst schon wach geworden wären. Dann hätte mein genialer Plan ja gar nicht geklappt...
„Und weißt du was, meine Große?“, Anna tat mir nach und stach mir ebenso in die Seite. „Wir sind fies! Komm’!“, wir fingen beide an zu kichern und liefen zurück ins Badezimmer.
„Da guck mal im Schrank nach zwei Waschlappen, ich mach das Wasser schon mal schön kalt.“, mit einem schadenfrohen Unterton, drehte ich den Wasserhahn auf und hörte Anna hinter mir, in den Schränken nach den beiden Waschlappen suchen. Als das Wasser nun schon Eiskalt war und es schon gar nicht mehr kalter ging, zog ich meinen Finger unter dem Wasserstrahl her und nahm die Waschlappen, die Anna mit angab in meine Hände. Diese wurden schon nahezu blau, weil das Wasser kälter als kalt war und die ganze Zeit auf meine Haus prasselte.
„Boah, es ist so kalt, übernimm du mal.“, unsere Kommunikation glich zwei Verbrechern, die eine Bank ausrauben wollten und anschließend einen mörderischen Plan mit den Geiseln vorhatten.
Ich übergab meiner Freundin die Lappen und trocknete mir in der Zeit die Hände in dem Warmen Handtuch, welches an der Heizung hing.
„Wring die aber nicht so doll aus, schließlich müssen die noch tropfen, wenn die Zwillinge die im Gesicht liegen haben. Moa, die werden uns glaube ich töten.“, lachte ich auf, als ich Anna so zusah und an der Heizung gelehnt stand, Angenehm warm war es. Davon konnten unsere beiden Jungs nachher nur träumen, von dieser Wärme. Irgendwie war es ja schon gemein, und ich war mir sicher, dass Anna und ich das in dem richtigen Moment irgendwann einmal noch wiederbekommen würden. Aber die Schadenfreude, die uns dazu verleitete überragte eben.
„Na und?! Hauptsache wir können lachen.“, und das tat sie auch schon. Ich musste mit einstimmen.
„Anna du weißt, dass wir das irgendwann wieder zurückbekommen, nä? Ich wette mit dir, also so wie ich sie kenne, dass, wenn wir beide da die Party in der Hütte im Wald organisieren und wir da pennen, dann gehen die mit uns in den Wald und rennen plötzlich weg, sodass wir mitten in der Nacht alleine mitten im Wald stehen und wir beide uns vor Angst in die Hosen kacken.“, lachte ich. Eigentlich war es gar nicht witzig, weil ich es hasse, abends alleine im Wald zu sein, aber trotzdem hatte ich den Drang dazu. Und da ich eh eine war, die dauernd lacht, war das auch nicht ganz so unnormal.
„Ach, dann laufen wir eben wieder zurück.“, zwinkerte sie mir zu, wrang die Lappen ein ganz bisschen aus und hielt mir einen entgegen.
„Halt deine Hand runter, das tropft wie Hulle Pulle. Den Rest kannst du dann Bill nachschütten.“, ich nahm den Lappen an, erschrak, wegen des kalten Wassers.
„Nimmst du Tom und ich Bill oder andersrum?“, wollte ich noch einmal wissen, bevor wir endgültig mit den beiden Waschlappen im Gesicht aus dem Badezimmer verschwanden.
„Ich nehme Tom und du Bill.“, grinste mir meine Freundin entgegen.
„Okay. Jungs? macht euch auf was gefasst!“, kicherte ich in Richtung Zimmertür, die man vom Bad aus schon sehen konnte.


Kapitel 198:

*>Lea´s Sicht<*
„Eins, Zwei, Drei.“, ich wurde von Zahl zu Zahl lauter und als ich drei rief, schmiss Anna die Tür auf. Wir rannten auf unser jeweiliges Opfer zu, schmissen uns auf sie und setzten uns breibeinig auf ihren Bauch. Da sie gerade auf dem Rücken lagen und man ihnen genau ins Gesicht gucken konnten, hatten wir somit ein riesen Vorteil. ich musste leise kichern und schon landete der kalte Waschlappen, welcher meine Hand schon mehr als kalt erscheinen ließ, in dem Gesicht meines Gegenübers – meinem Freund.
„Wuääää!“, kam es von ihm und auch von seinem Zwilling konnte man den gleichen Schrei wahrnehmen. Anna und ich sahen uns von der Seite her an und mussten loslachen. Das Bild, was die beiden Jungs uns ablieferten, war einfach zu genial. Beide lagen da, gefesselt von dem kalten Waschlappen, der auf ihr Gesicht gedrückt wurde, wedelten mit ihren Armen, um sich zu wehren und stießen Spitzenschreie von sich.
„Moa, Lea. Mahan...“, mein Freund jaulte, versuchte mich an den handgelenken festzuhalten.
„Nimm ihn aus meinem Gesicht.“, auch aus der anderen Richtung konnte man ähnliche Hilferufe hören. Doch anstatt sie wegzunehmen, wischte ich ihm noch einmal extra mit dem kalten Wasser durch das Gesicht. Ja, ich gebe zu, es machte mir Spaß ihn so zu quälen.
„Man, hör’ auf, bitte!“, flehte er unter dem Lappen hervor.
„Und was bekomme ich dafür?“, kicherte ich.
„Einen Kuss...nein, du bekommst noch viel mehr...alles was du willst...aber nimm’ das teil weg, bitte...es ist Arschkalt, Schatz, bitte...“, er presste es zwischen seinen Lippen hervor.
„Nö.“, grinste ich aber nur und hielt das kalte Etwas nun schon auf seinen nackten Oberkörper.
„Lea? Sollen wir loslachen?“, ich drehte meinen Kopf zu Anna.
„Meinst du, sie haben genug gelitten?“, relaxed und mit viel Zeit kommunizierten miteinander.
„Ja...oder was meinst du? Also mein Lappen wird schon wieder warm.“, Bill und Tom drehten ihren Kopf zueinander hin, doch Anna und ich achteten nicht weiter drauf, sondern grinsten uns nur an. Fehler, Mädels...
„Mhm, o-...AHHHHHH!“, riefen Anna und ich plötzlich gleichzeitig los, rissen unsere Augen auf und sahen uns geschockt an. Ließen automatisch die kalten Waschlappen aus unseren Händen fallen und griffen nach den beiden Händen, die jeweils unsere Hüfte umfasst. Uns anfingen zu kitzeln. Dabei wussten sie doch, dass wir mehr als nur kitzelig waren!
„Hör auf!“, kreischten wir beide gleichzeitig.
„Okay.“, die beiden ließen uns los und sofort sprangen wir zeitgleich von dem jeweiligen Bett, beziehungsweise Couch.
„Ihr seid so dumm, echt jetzt...“, murrte Bill und wischte sich einmal durch sein Gesicht.
„Danke auch.“, er stand auf, stapfte aus dem Bett und wollte gerade aus meinem Zimmer gehen, doch ich hielt ihn zurück.
„Man...das war Spaß, du Spielverderber.“, ich stach ihm in die Seite.
„Jaja, Spaß!“, äffte er mich nach.
„Ja, Spaß! Moa’...aber bekomme ich jetzt bitte meinen Kuss?!“, verlange ich von ihm. Er fing an zu grinsen.
„Nur weil du es bist.“, er drückte mir schnell einen Kuss auf meine Lippen.
„Ach ja, bei den anderen Mädels solltest du das besser auch nicht machen.“; lachte ich und gab ihm einen Klapps auf seinen Po, welcher nur von einer Boxershorts bedeckt wurde.
„Mache ich auch nicht.“, versicherte er mir noch einmal schnell mit einem lächeln und verschwand im Badezimmer. Auch Anna und Tom hatten sich wieder einbekommen und saßen wieder zusammen auf der Couch rum.
„Was habt ihr eigentlich in den Haaren?!“, fragte er und wühlte zwischen den Haaren seiner Freundin die pinken Extentions heraus.
„Extentions, Tom!“, leierten Anna und ich gleichzeitig. Er hob beschwichtigend die Hände.
„Ist ja gut, mensch.“, lachen. „Aber sieht gut aus.“, grinsen. Der Junge hatte es drauf.
„Danke.“, kicherten wir wieder gleichzeitig.
„Alter, habt ihr `nen Frosch gefressen, der ´nen Händchen für Synchronquarken mit seiner Freundin hat?!“, skeptisch sah er uns an.
„Nö!“, wieder zeitgleich antworteten meine Freundin und ich. Und schon verfielen wir in einen riesen Lachanfall. Typisch wir. Es gab immer etwas zu lachen...


Kapitel 199:

*>Lea´s Sicht<*
„Oh man, was ist denn hier los?!“, fragte Bill auf einmal, der ins Zimmer geplatzt kam. In einem Handtuch hatte er seine anscheinend nassen Haare auf dem Kopf zusammen gewickelt.
„Die beiden haben einen Synchronquarkenden Frosch mit seinem Anhang verschluckt.“, jappste Tom. Bill sah uns nur Stirnrunzelnd an.
„Wisst ihr eigentlich, dass ihr total unlustig seid?“, schüttelte er mit dem Kopf, dennoch gab er einen lachenden Laut von sich.
„Und warum lachst du dann, bitteschön? Als ob du jemals einen wahren Witz gerissen hast, über den man lachen konnte.“, schlug Anna zurück.
„Moa’, halt den Mund, man. Ich bin größer als du, ich kann über dich rüberspucken und dich fertig machen!“, Bill hob seinen Finger und zeigte drohend auf Anna.
„Weißt du eigentlich, dass DU total unlustig bist?“, mit schlaffer Stimme sprach ich ihn an- Tom lachte sich neben mir kaputt. Ich sah kurz zu meinem besten Freund, konnte mir ein kichern nicht verkneifen. Kichererbse, sage ich dazu nur. Und heute ganz besonders.
„Blah, blah, blah...“, er verdrehte die Augen. Gereizt ließ er sich auf mein Bett fallen.
„Oh, Schnubbel. Was hast’n du?“, ich stand auf, setzte mich neben Bill und kniff ihm in die Wange.
„Ey...“, fauchte er mich nur von der Seite her an. Erschreckt fuhr ich zurück, sah mit zusammengezogenen Augenbrauen zu Anna.
„Hat der Herr seine Tage?“, sprach sie plötzlich meine Gedanken aus, ich musste leicht prusten.
„Hackt noch mehr auf mir rum.“, der Herr mit seinen Tagen – weil dies ja auch so gut geht, wie haben alle immer fleißig die ‚BRAVO’ gelesen – verschränkte seine Arme vor der Brust und rückte nach hinten, um sich an der Wand anzulehnen.
„Och, mahan...“, genervt von seiner komischen Stimmung – er verstand heute mal überhaupt gar keinen Spaß, und das jetzt, wo wir schon mal gemeinsame Zeit hatten – rutschte ich ihm hinterher. legte meine Hand auf sein Knie und sah ihn an.
„Ähm, wir gehen mal!“, grinste Tom. „Und schieb hier nicht die Schmollliese, Bill. Und das war nicht fies gemeint, verstanden?“, fügte er noch hinzu, stupste seinen Bruder im vorbeigehen an die Schulter. Als Anna und Tom hinter sich die Tür geschlossen hatten – ich tippte darauf, dass sie ins Wohnzimmer gehen würden, um ihre noch gemeinsame Zeit zu genießen – lehnte ich mich an Bill.
„Alles okay?“, fragte ich ihn leise und strich ihm eine Haarsträhne aus dem Gesicht.
„Ja...“, antwortete er mir knapp. „Sorry, war nur ein bisschen genervt. Eben erst aufge-.“
„Hör auf dich zu rechtfertigen, es ist schon okay, Schatz.“, unterbrach ich ihn mitten im Satz.
„Okay...“, leicht lächelte er, kam mir näher und endlich bekam ich meinen Kuss.
„Ach man...du bist schon eine süße Zicke.“, hauchte ich den Kuss, schloss meine Augen, genoss die Zärtlichkeiten des nächsten Kusses.
„Man, du bist fies.“, grummelte Bill, fing an mich in die Seite zu pieken.
„Ahh.“, lachte ich und ließ mich seitlich aufs Bett fallen. Er kam mir nach, sodass er neben mir lag. Mit einem riesen grinsen auf dem Gesicht. Ich hatte es wieder hinbekommen – Gott sei Dank!
Lange sahen wir uns, sagten nichts, bis mir plötzlich eine Haarsträhne vor die Augen fiel und somit unser Blickkontakt gebrochen wurde.
„Hmpf...“, brummte ich. Mein Freund gab ein süßes kichern von sich, strich mir die Strähne aus dem Gesicht und zog mich näher an sich, sodass ich an seiner Brust lag. Wie ein kleines Kind...
„Weißt du was?“, fragte er mich plötzlich.
„Was denn...? Wenn du es mir sagst, dann ja.“, ich grinste, sah jedoch weiter geradeaus.
„Mhm...ich liebe dich!“, sofort hob ich meinen Kopf, stützte mich links und rechts von meinem Freund auf meinen Ellenbogen ab und sah von oben auf ihn hinab.
„Ich dich auch...“, hauchte ich, beugte mich nach unten, küsste ihn. Während wir uns küssten, zog er mich weiter auf sich drauf, sodass ich nun auf ihm lag. Lange lagen wir da, küssten uns, kuschelten und genossen die Zeit...


Kapitel 200:

*>Lea´s Sicht<*
Und leider verging auch diese zeit viel zu schnell. Es war inzwischen schon halb fünf, meine Eltern waren immer noch nicht da, aber bis um sieben war es ja noch etwas hin, also bloß keine Hektik. Aber es war mir angeboren. Ich war der perfekte Mann – okay, eher gesagt die perfekte Frau-, um Hektik zu verteilen. Na ja, aber zusammenreißen konnte ich mich auch – wirklich!
„Du musst noch duschen, oder?“, fragte ich Bill in die Stille herein, als ich draußen auf dem Flur die lachenden Stimmen von Anna und Tom hörte. Sie schienen gerade aus dem Badezimmer zu kommen. Und was sie da gemacht haben, darüber wollen wir lieber nicht nachdenken, na ja, die beiden sind eben ein Fall für sich. Ein versauter Saustall...
Ich musste grinsen.
„Ja, ich glaube, ich gehe dann auch schon mal!“, lächelte er mir entgegen, gab mir einen Kuss auf meine Schläfe und zog seinen Arm unter meinem Kopf weg.
„Na gut, dann langweile ich mich eben.“, schmollte ich, verschränkte meine Arme.
„Na, du kannst ja auch mitkommen.“, lachte mein Freund auf. Leicht boxte ich ihm gegen die Schulter.
„Ich bin schon geduscht, aber ich würde natürlich gerne.“, die restlichen Wörter nuschelte ich nur so vor mich hin, kam ihm näher und drückte ihm einen feuchten Kuss auf.
„Das sagen ´se alle.“, Bill schüttelte gespielt und künstlich den Kopf.
„Papp, Papp, Papp.“, äffte ich ihn nach.
„Öy, nicht frech werden.“,  wurde ich von dem schwarzhaarigen jungen Mann auf meiner Bettkante gewarnt.
„Ach, sei ruhig, geh schon duschen.“, ich streckte meine Zunge raus, stand auf und tapste zur Tür.
„Bis gleich und wenn du mich suchst, ich bin unten.“, und schon öffnete ich die Tür, ließ meinen kleinen Freund alleine zurück und hüpfte fröhlich und gut gelaunt die Treppe hinunter.
„Nabend, die Damen.“, so betrat ich das Wohnzimmer, wo sich Anna und Tom befanden. Der Fernseher lief, Tom schien schon geduscht zu haben. Ich setzte mich einfach ganz lässig zu den beiden dazu,. bis Tom sich auf einmal räusperte.
„Was?“, mein Blick blieb auf der Mattscheibe des TV’s kleben.
„Ich meine, dass man Bill manchmal mit einer Dame oder Frau verwechselt, okay, aber MICH?!“, empört stieß er das ‚mich’ aus und tippte mit seinem Zeigefinger auf seine eigene Brust. Ich kicherte.
„Sei nicht so fies zu meinem Freund, und deinem Bruder.“, stieß ich dennoch ernst raus. „Und ach ja, der Herr, es tut mir außerordentlich Leid.“, Anna und ich fingen an zu kichern.
„Ach ja, wenn dein komisch sein nicht so lustig wäre, würde ich glatt was ganz komisch von dir denken.“, stimmte mein bester Freund mit ein.
„Das war ´n komischer Satz.“, Anna.
„Und ihr benutzt sehr oft das Wort komisch, das ist voll komisch!“, lachte ich.
Wir lachten weiter, beruhigten uns dennoch nach einiger Zeit wieder, bis mein Freund im Türrahmen stand. Er hatte sich fertig angezogen, normale Jeans, ein schwarzes T-Shirt und sein Schmuck. Gott sei Dank, hatte er seine Haare glatt auf seinen Schultern liegen!
„Was lacht ihr hier so komisch.“, skeptisch sah er uns an, als wir alle drei in einen Lachanfall fielen.
„Bill,...benutz-e dieses Wo-hort bitte nicht.“, jappste Anna unter ihrem Lachen.
Dieser schüttelte jedoch nur mit seinem Kopf.
„Meine Güte, andere Leute denken, dass ihr voll behindert seid, wenn die euch so sehen.“, er setzte sich zu mir, drückte mir einen feuchten Kuss auf meine Wange. Ich – und auch die anderen beiden – lachten jedoch munter weiter. Heute 2war schon ein komischer Tag! Doch ich hatte Spaß und lachte richtig herzlich. Ja, die letzten Tage mit den liebsten. Es war abgöttisch toll!

_____________________________________

Gratis bloggen bei
myblog.de