Er liebt mich...er liebt mich nicht...

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 Kapitel 181:
*>Lea´s Sicht<*
„Wollen wir nicht langsam wieder nach Hause?“, fragte ich Bill, als wir wieder zusammen gekuschelt auf der großen Couch saßen. Mit unseren dicken Jacken eingemummelt und eine dicke Wolldecke gegen die Kälte, die doch noch in der kleinen Hütte herrschte.
„Na ja, ich habe mir gedacht, dass wir heute...hier schlafen!“, grinste er mir entgegen. Geschockt und mit ein wenig Skepsis sah ich ihn an.
„Das ich so etwas aus deinem Mund höre...Bill, du schockst mich gerade.“, lachte ich. Mein Freund verzog nur seinen Mund und runzelte die Stirn.
„Ich dachte, du findest die Idee mal toll oder so.“, er schob seine Unterlippe hervor und verschränkte seine Arme vor der Brust.
„Och, du kleiner Knuffelbär.“, ich kniff ihm in seine Wange. Sofort fing er an loszulachen. „Ich finde die Idee auch super süß von dir, genau wie die anderen Überraschungen heute, echt! Das ist das tollste, was ich je bekommen habe.“, ich strich über seine Wange.
„Aber wenn wir hier schlafen...ähm, hast du noch was zu essen?“, grinsend sah ich ihn an.
„Oh man. Aber klar, Moment.“, er stand lachend auf und ging hinter die kleine Theke. Man hörte Geknister.
„Hier, Chips. Und nicht denken, dass die total alt sind, Andi hat die heute hierher gebracht. Aber irgendwie sind Chips total unromantisch.“, er sah sich die Tüte prüfend an, zuckte aber nur gleichgültig mit den Schultern und warf sie mir auf den Schoß. Doch anstatt sich zu mir zu bewegen, drehte er sich wieder um und ging ein paar Schritte.
„Bin noch mal kurz auf Klo.“, teilte er mir noch kurz mit und griff schon auf die Türklinke. Doch ich unterbrach seine Bewegung mit einer Frage.  
„Hier gibt’s ein Klo?“, erstaunt sah ich ihn an.
„Klar, hier durch die Tür.“, er deutete mit dem Zeigefinger vor sich auf die Tür. Ich nickte nur kurz und schon verschwand er durch die Tür, welche er mit einem klicken ins Schloss fallen ließ.
In der Zwischenzeit machte ich mich an die Tüte Chips. Natürlich aß ich nicht alles auf, aber ich fing schon einmal an sie zu öffnen und mir ein paar Chips herauszuangeln. Denn da kam Bill auch schon wieder.
„Komm her, mir ist kalt!“, bibberte ich und klopfte auf den platz neben mir. Und das war es wirklich. Wenn ich hier nicht erfrieren würde und ich morgen heile bei meinem Freund zu Hause ankam, machte ich drei Kreuze in meinem Kalender - am besten in Rot! Aber was machte man nicht alles für seinen Freund? Für seine Große Liebe?!
Bill setzte sich zu mir auf die Couch. Okay eher gesagt legten wir uns eng aneinander gekuschelt nebeneinander – so gut es eben ging – hin. Ich drehte mich mit dem Kopf Richtung Bill, sodass ich ihn ansehen konnte. Dann legte dieser noch die Wolldecke von eben und noch eine andere über uns. Seine Arme umschlug er unter der Decke um meinen Körper. Ging mit seinen Händen unter meine Jacke, wo ich wegen der Kälte aufschreckte, und streichelte mich mit seinen Fingerspitzen. Nebenbei hörte man immer nur das knistern der Tüte, wenn Bill oder ich hinein griffen, um uns Chips herauszuholen. Aber komischerweise sagte mal wieder keiner ein Wort. Eventuell liebten wir diese Stimmung zwischen. Wir verstanden uns eben auch ohne Worte. Und genau das wollten wir ausnutzen – das Verständnis ohne Worte.
An diesem Abend passierte so gut wie gar nichts mehr. Bill und ich lagen weiterhin auf der Couch und es neigte sich langsam nach Mitternacht zu. Hier und da hörte man von draußen das rauschen des Windes, der um die Hüttenecken fegte. Manchmal war es so stark, dass man dachte, jederzeit würde die Hütte, in der uns befanden, über uns zusammenstürzen. Aber so geschah es Gott sei Dank nicht. Ich schlief behutsam in den Armen meines Freundes ein. Spürte seine warmen Hände auf meiner nackten Haut unter meiner Jacke. Und genauso wachte ich am Kommenden Morgen auch auf.
Kapitel 181:
*>Lea´s Sicht<*
Das erste, was ich am nächsten Morgen merkte, waren die warmen Finger an meiner nackten Haut. Langsam blinzelte ich und schlug die Augen auf. Sah genau in das Gesicht meines Freundes. Ein lächeln lag auf seinen Lippen. Er sah friedlich, wie er schlief. Ich lag einige Zeit nur so da und sah meinen Freund an, bis meine Blase sich bemerkbar machte und ich wohl oder übel aufstehen musste. Langsam und sanft um griff ich das Handgelenk von Bill, um seine Hand unter meiner Jacke herzunehmen. Als er sich kurz regt, hielt ich inne, um sicher zu gehen, dass er nicht aufgewacht ist. Als ich das geschafft hatte, hüpfte ich von der großen Couch und ging auf die Toilette. Als ich wieder kam, war Bill auch schon wach.
„Da bist du ja endlich.“, gähnte er und rieb sich durch seine ungeschminkten Augen. Die Schminke hatte er am letzten Tag nur dezent, fast übersehbar aufgetragen.
„Ja, guten Morgen.“, ich ging auf ihn zu, hockte mich vor die Couch und gab ihm einen Kuss.
„Mhm...“, brummte Bill zufrieden und wollte seine Lippen gar nicht mehr von mir lassen.
„Magst du nicht noch ein bisschen hier mit unter die Decken kommen?“, mit seinem Hundeblick sah er mich an und legte seinen Kopf leicht schief. Ich kniff ihm in seine Wange.
„Okay.“, lächelte ich und kuschelte mich zu ihm unter die Decke. Ich drehte mich wieder so hin, so dass ich ihn ansehen konnte. Bill machte den Reißverschluss meiner Jacke auf und umschlang darunter meinen Körper.
„Ist dir kalt? Du zitterst ja total?“, leicht geschockt sah er mich an.
„Ja, ein bisschen.“, gab ich zu und kuschelte mich noch näher an ihn heran.
„Sollen wir wieder gehen? Weil irgendwie habe ich hunger und deine Eltern kommen uns doch heute abholen. Dann müssen wir noch Sachen zusammen packen.“, stimmt, da hatte er Recht.
„Ja, du hast Recht. Aber Bill ich wollte mich noch mal bedanken!“
„Wofür?“, fragte er unwissend.
„Na, für diesen tollen Abend gestern. Ich fand das echt richtig niedlich von dir!“, er strich mit seiner Hand über meine rechte Gesichtshälfte.
„Hey, das habe ich echt gerne gemacht. Und warum, das hatten wir gestern schon, mhm?!“, dankend sah ich ihn an, doch plötzlich fiel ich ihm einfach nur noch um den Hals. Wir lagen noch ein wenig da, hatten uns im Arm und schwiegen. Manchmal verwöhnte Bill meinen Hals mit leichten Küssen.
„Na komm, wollen wir?“, unterbrach er die Stille und Strich mir eine Haarsträhne aus dem Gesicht.
„Ja, so schön es hier aber auch war. Und Bill, die Hütte hat echt `ne Party verdient.“, grinste ich und stand auf.
„Wenn du hier wohnst und so, dann schmeißen wir hier mal eine.“, grinste er zurück, stand auch auf und gab mir einen Kuss. Aber ich war mir sicher, dass die erste Party hier sicher nicht erst dann stattfinden würde. Also hatte ich schon eine Idee, was als Überraschung passieren wird, wenn die Jungs das nächste Mal von ihren Terminen und Konzerten wiederkamen...!
Bill und ich packten die Decken noch schnell an ihren alten Platz, schmissen die entleerte Chipstüte in den Mülleimer, räumten die Kerzen zusammen und verließen die Hütte. Das Herz, was Bill mir gestern geschenkt hatte, hatte ich um meinen Hals und die kleine Schatulle hatte ich feste in meiner freien Hand. Die andere jedoch war mit Bills verhackt.
Als wir in die nähe des Waldrandes kamen, ließen wir sie sofort los und gingen nur nebeneinander her.
„Bill, schau.“, ich streckte seinen Zeigefinger aus, Richtung Haus. Wieder einmal standen zwei Fans an der Bushaltestelle und schienen sich angeregt über etwas unterhalten.
„Egal, du läufst einfach schnurstracks ins Haus. Hier, der Schlüssel.“, Bill gab mir den Schlüssel in meine Hand und als wir dem Haus näher kamen, zwinkerte er mir noch einmal mut machend zu.
Als die Mädels uns bemerkten, senkte ich meinen Blick und tat so, als ob ich die beiden nicht bemerkt hätte. Ich hörte noch, wie die beiden Bills Namen riefen. Bill seufzte kurz und sagte ein fröhliches: „Ja, der bin ich!“, und steuerte auf die näher kommenden Mädels zu. Ich hingegen sah nur einmal die Mädels an, eine blonde große und eine braune kleinere, und ging durch das Gartentor den kleinen Weg entlang zur Haustür, die ich kurzerhand aufschloss und drin verschwand.


 

Kapitel 182:

*>Lea´s Sicht<*
Im Haus war es noch ganz still. Als ich in die Küche ging, sah ich das erste Mal an diesem Morgen auf die Uhr. Ihr Zifferblatt zeigte ‚10:30 Uhr’ an. Als ich diese Uhrzeit sah, musste ich erstmal herzhaft gähnen. Ich nahm mir ein Glas Wasser und setzte mich damit an den Küpchentisch, um auf Bill zu warten. Er ließ sich zeit, denn nach zehn Minuten saß ich immer noch da, bis ich ein leises Klopfen an der Tür vernahm. Sofort hopste ich von meinem Stuhl und öffnete die Tür. Vor stand Bill, war ja auch klar, da ich vorhin seinen Schlüssel mitgenommen hatte.
„Na, wie war’s?“, fragte ich fad. 
„Na ja, sie haben mich gefragt wer du denn warst und wie es mir geht und so. Es ging eigentlich. Sie waren wenigstens nicht so aufdringlich und wollten mich gleich anpacken, so wie wir das von vielen Fans kennen.“, erzählte mir mein Freund und hing seine Jacke an die Garderobe im Flur.
„Mhm, und was hast du gesagt...? Also ich meine auf die Frage, wer ich bin?“, ich zog meine Jacke auch aus, was ich vorhin total vergessen hatte.
„Das du eine gute Freundin von uns bist.“, antworte er mir und küsste mich.
„Gute Freundin, ja ja.“, lachte ich auf und zitierte ihn. „Aber erstmal will ich jetzt duschen!“, lächelte ich zufrieden und zog meinen Freund die Treppe hoch. In seinem Zimmer angekommen, schnappte ich mir frische Klamotten, sprich meinen Faltenminirock, ein lila-schwarzes Top und Strumpfhose und Stulpen.
„So, ich bin duschen.“, Bill wollte gerade aufstehen und mir zur Tür folgen, da drehte ich mich noch mal um und fügte hinzu: „Aber alleine, mein Schatz!“
Sofort fing er an zu schmollen.
„Oh man.“, er schob seine Unterlippe hervor.
„Was nicht ist, kann noch werden.“, ich stupste mit meinem Zeigefinger auf seine Nasenspitze und grinste.
„Okay, weiß ich bescheid.“, frech grinste er mir entgegen. Ich machte mir nichts weiter draus und ging duschen.
Nach anderthalb Stunden war ich endlich fertig und konnte zurück zu Bill gehen. Doch dieser war nicht da. ‚Na toll’, dachte ich nur und ließ mich aufs Bett fallen.
Nach wenigen Minuten kam dieser aber auch schon wieder. Mit seinem Glätteisen in der Hand.
„Wo warst du?“, fragte ich ihn und betrachtete sein Outfit, was nur aus einer Boxershorts bestand.
„Unten duschen. du wolltest mich ja nicht mitnehmen.“, er streckte mir frech die Zunge raus.
„Schicker Waschlappen.“, sagte ich nur schlaff, worauf Bill mir nur ein „Ha, Ha, Ha.“, entgegen warf.
„Wann kommen deine Eltern denn?“, fragte er nach kurzer Schweigepause.
„Denke so gegen eins.“, antwortete ich ihm sachlich auf seine Frage. Er nickte nur.
„Und was machen wir jetzt?“, gelangweilt sah ich meinen Freund an, der vor seinem Kleiderschrank stand und nach ein paar Klamotten wühlte.
„Ich weiß nicht. Aber ich ziehe mich erstmal an.“, grinste er und gab mir total fröhlich einen Luftkuss über seine Schulter hinweg.
„Also von mir aus, brauchst du das aber nicht.“, grinste ich breit, ging auf ihn zu, legte meine Hände an seine Hüfte und zog ihn rückwärts zum Bett.
„Wieso war mir das klar?“, nuschelte Bill gegen meine Lippen und ließ sich mit mir auf das Bett fallen.
Wir verbrachten die ganze nächste Stunde nur mit kuscheln und küssen. Es war mal wieder wunderschön.
Wir lagen gerade nebeneinander gekuschelt auf Bills Bett, bis es plötzlich an der Tür klopfte.
„Ja?“, sagte Bill. Die Tür ging auf und Siemone stand im Türrahmen.
„Ähm...“, unsicher sah sie Bills Outfit, was immer nur noch aus einer Boxershorts bestand, an. „Stör ich?“, fragte sie vorsichtig.
„Nein, Mama, sonst hätte ich ja wohl nicht gesagt, dass du reinkommen darfst, oder?“, lachte Bill leicht auf und grinste seine Mutter an.
„Na ja, ich dachte...“, sie deutete mit einer Handbewegung auf ihren Sohn. „Aber eigentlich wollte ich auch nur gucken, ob ihr wieder da seid und euch sagen, dass Leas Eltern so gegen eins hier sind.“, ratterte sie plötzlich runter. Bill und ich tauschten skeptische Blicke, sahen dann wieder zu seiner Mutter.
„Ähm, Siemone alles in Ordnung?“, lachte ich. Mein Freund neben mir, nahm meinen Arm wieder hinter mir weg und stand auf. Ging zu seiner Mutter zur Tür.
„Bist du krank oder so?“, Bill tätschelte ihr an der Stirn herum.
„Ach ihr seid bescheuert.“, lachte die Mutter des Hauses und haute ihrem Sohn leicht mit dem Handrücken auf seinen nackten Bauch.
„Ahh.“, lachte Bill nur und hielt sich diesen.
„Na ja, ich lasse euch dann mal wieder alleine.“, Siemone drehte sich lachend um und verließ das Zimmer.
Kapitel 183:
*>Lea´s Sicht<*
„Manno Mann, was ist denn mit der los.“, Bill lachte los, woraufhin ich mit einstimmte und machte sich nun wirklich an seinen Kleiderschrank. Er suchte sich eine dunkle Hose und ein T-Shirt heraus.
„Ist dir nicht kalt?“, fragte ich ihn, als ich sah, wie er sich nur sein T-Shirt überzog.
„Wieso? Wegen dem T-Shirt? Ich meine, guck dich mal an, hier im Minirock.“, Bill deutete auf meine Beine.
„Na, ich habe aber noch `ne Strumpfhose und Stulpen an, mein Freundchen.“, grinste ich.
„Du hast ja recht, du hast ja Recht, mein Fräulein!“, das Wort Fräulein betonte er gekonnt stark. Ich streckte ihm nur die Zunge raus.
„Wollen wir frühstücken? Fertig sind wir ja.“, schlug er vor und legte seine Hand schon auf die Türklinke.
„Hm, na gut.“, ich schenkte ihm ein lächeln und somit tapsten wir runter in die Kühe, wo Siemone schon wieder am rumwerkeln war.
„Oh, mein Sohn hat was an.“, grinste sie als wir die Küche betraten.
„Ich hatte eben auch was an. Ich weiß ja nicht, was du da gesehen hast.“, wir lachten.
„Typisch mein Sohn. Du musst immer das letzte Wort haben, was?“, Siemone deckte den Tisch auf.
„Ja, muss ich!“, grinsend sah Bill seine Mutter an.
„Na, wenn das so ist, kannst du ja gleich mal hoch gehen und die anderen wecken.“, grinste Siemone schadenfroh zurück. Bill knurrte nur und drehte sich wieder um, um die Treppe hoch zu gehen. Siemone und ich setzten uns an den Küchentisch.
„Und, wie war’s gestern?“, erkundigte sie sich bei mir. Sofort fing ich verträumt an zu grinsen.
„Richtig schön. Was er gemacht hat, war mega niedlich von ihm!“, schwärmte ich von ihrem Sohn.
„Ich weiß. Er hat mir alles erzählt.“, sie stützte ihre Arme auf der Tischplatte auf, legte ihren Kopf hinein und sah mich lächelnd an.
„Er liebt dich wirklich. Ich habe richtig gemerkt, wie er immer glücklicher wurde. Wie er immer von dir geschwärmt hat und so.“, verlegen von dem was Siemone mir sagte, senkte ich meinen Kopf. „Und eine bessere Freundin kann ich mir für meinen Sohn gar nicht wüschen.“, sie legte ihre Hand auf meine, die flach auf der Tischplatte lag.
„Danke.“, lächelte ich ihr entgegen.
„Mama, die kommen gleich. Wir sollen schon mal anfangen.“, hüpfte Bill in die Küche. Siemone und ich sahen uns nur skeptisch an. Heute hatte ich wirklich das Gefühl, in einem Irrenhaus gelandet zu sein. Siemones Reaktion vorhin in Bills Zimmer und jetzt Bill mit seinem rumgehüpfe.
„Okay.“, sagte Siemone nur Schulter zuckend und setzte sich richtig an den Tisch. Bill setzte sich neben mich und gab mir mit einem Schmatzgeräusch einen Kuss auf die Wange. Seine Mutter und ich fingen an zu lachen.
Wir frühstückten in Ruhe. Gordon kam nach einiger Zeit noch dazu, die anderen beiden hingegen ließen sich noch nicht blicken. Wahrscheinlich waren sie noch duschen oder so.
„Sollen wir dir noch was helfen?“, fragte ich Siemone, als ich aufstand.
„Nene, geht ihr mal nach oben und packt eure Sachen zusammen. Georg, Gustav, Andi und Janna wollten gleich noch mal vorbei kommen.“
„Oh, okay. Dann sind wir oben.“, ich drehte mich um, Bill hinter mir. Als ich losging gab er mir mit seiner Hand einen klapser auf meinen Po.
„Ich frage mich echt, was dich heute gebissen hat.“, lachte ich und rannte im selben Moment noch vor ihm weg, die Treppe hinauf.
„Verliebter Esel, du!“, rief Gordon uns noch hinter her.
„Na, wenn man so eine Freundin hat wie Lea, dann tickt man eben so.“, rief Bill zurück. „Und außerdem bin ich gerne ein verliebter Esel, wenn’s um sie geht!“, ich fing wieder an zu lachen.
Ich war sprachlos, nein, ich war mehr als das. Was war mit dem nur los? Oder lag es nur daran, was Siemone vorhin gesagt hatte? Das er einfach nur noch glücklich ist?! Glücklich war ich auf jedenfall. Eventuell hatte ich meinen Freund in den Bann des Glücklich seins gezogen?! Man weiß ja nie.
„Fahrt ihr von mir aus gleich nach Hamburg oder kommt ihr erst noch mal hier her?“, wollte ich von meinem Freund wissen.
„Nee, David holt uns gleich von dir ab, dann nach Hamburg noch mal proben und den ganzen Krams und dann geht’s gleich los auf die Tour.“, strahlte mein Freund. Man sah ihm an, dass er sich freute. Doch war ich damit glücklich? Ich wusste ja nicht, wann ich ihn wieder sehen würde. Bill versprach mir damals, als das mit der Tour raus kam, dass ich am 5.5 mit in Hannover sein würde. Doch bis dahin war es noch über einen Monat.
„Hey, worüber denkst du nach, Maus...?“, holte Bill mich aus meinen Gedanken.
Kapitel 184:
*>Lea´s Sicht<*
Ich schreckte hoch. Hob meinen Kopf und sah in die Augen meines Freundes.
„Über die zeit, wenn ihr so lange auf Tour seid. Wann ihr wieder kommt oder wann ich euch das nächste Mal wieder sehe...“, es sprudelte alles wie im Wasserfall aus mir heraus. Bill löste sich von seinem Spiegelbild und kam auf mich zu.
„Hey...meine Maus. So weit ich das mitbekommen habe, haben wir zwischen Bremen und Leipzig eine Pause. Und eigentlich liegt das ja auf dem Weg. Ich checke das mal mit David ab, dass wir uns da sehen können...ja? Und dann am 5.5. kommst du mit den anderen nach Hannover“, fragend sah er mich an. Ich nickte aber nur schwach.
„Ach Bill,...aber trotzdem. Bis dahin ist es noch ein Monat...das...das ist noch so unendlich lang.“, ich senkte meinen Blick wieder.
„Ich weiß...Aber was haben wir nicht schon alles zusammen geschafft? Okay, so lange waren wir wirklich noch nicht voneinander getrennt, aber...wir lieben uns und wir packen das...ja?“, er nahm mein Kinn in seine Hände und hob es leicht an. Ich versuchte mich aus seinem Griff zu befreien, doch er hielt stand.
„Ja...okay.“, ich gab auf und sah ihn an. Sofort machte sich ein lächeln auf seinem Gesicht breit.
„Du bist so verdammt niedlich...meine kleine.“, stieß er auf einmal heraus. Ich sah ihn lächelnd an. Beobachtete seine Lippen, die still aufeinander lagen. Ich legte meine Hand in Bills Nacken, setzte mich ein wenig auf und zog seinen Kopf immer weiter an mich heran. Mein Blick wechselte immer zwischen seinen Augen und Lippen hin und her, bis ich meine Augen schloss und...
„Guten Morgen liebe Sorgen!“, hörte ich nur noch Anna’s Stimme und das aufreißen der Tür. Bill riss seine Augen sofort wieder auf und unsere Köpfe entfernten sich wieder. Dennoch blieb meine hand in seinem Nacken liegen. Ich verdrehte die Augen und sah zur gegenüberliegenden Tür, wo Anna herumhüpfte und Tom nur grinsend neben ihr stand.
„Was?“, zischte Bill genervt in deren Richtung.
„Oh, wir kommen gerade ungelegen. Ähm, lasst euch nicht stören. Macht schnell zu Ende, wir warten.“, sagte Tom in einem ernsten Ton. Ich schlug mir nur die Hand vors Gesicht. Dem verzweifeln nahe. Wie alt waren Anna und Tom jetzt?! 17 oder doch eher 12?!
„Wir können auch die Augen zu halten, wenn du das damit verdeutlichen wolltest, Lea!“, ich hörte schon das grinsen von Anna aus ihrer Stimme heraus ohne einmal hinzugucken. Ich hob meine Hand und wollte gerade anfangen etwas in ihre Richtung zu brüllen – ja, zu brüllen, ich war genervt – da legte Bill seinen Zeigefinger plötzlich auf meine Lippen.
„Pscht...“, zischte er mir noch entgegen und schon kamen sich unsere Köpfe immer näher. Meine Hand wanderte von seinem Nacken aus weiter den Rücken hinunter bis zum Hosenbund, wo ich mich schon nahezu festhielt. Als sich unsere Lippen berührten und ich die Augen geschlossen hatte, glitt meine Hand in seine Hose. Er keuchte leise auf...
„Ey!“, lachte Tom auf einmal. Sofort zog ich die Hand zurück und musste unwillkürlich in den Kuss hineingrinsen. Bill und ich küssten uns noch eine Weile weiter, bis sich unsere Lippen endlich voneinander trennten. Wir sahen uns kurz an, mussten lächeln und drehten uns zu Anna und Tom, die sich derweil auf die Couch neben der Tür gesetzt hatten. Meine Hand, welche ich vorhin noch an Bills Hosenbund, beziehungsweise in Bills Hose hatte, wanderte wieder dorthin. Er setzte sich diesmal aber mit dem Rücken an die Wand, was ich ihm nachtat, und so konnten die beiden die Geschehnisse hinter Bills rücken, beziehungsweise an seinem Hinterteil nicht erblicken. Nur Bill’s grinsen konnten die beiden sehen.
„Ich denke, ihr habt die Augen zu!“, zischte ich immer noch, konnte mir jedoch ein grinsen nicht verkneifen.
„Ähm....“, fing Tom an zu stottern. „Anna war’s...“, er deutete auf seine Freundin.
„Nein, Spaß bei Seite! Wie alt seid ihr eigentlich!? Man, wir sind zusammen, ZUSAMMEN, versteht ihr? Da klopft man an! Gerade euch beiden, hätte ich so viel Grips zugetraut!“, fing Bill plötzlich an zu schreien. Sein grinsen, was er eben noch im Gesicht hatte, war wie weggeblasen. Er sah die beiden wütend an. Sofort zog ich meine Hand aus seiner Hose. Blickte ihn geschockt an. Anna und Tom taten es mir nach. Was war auf einmal los mit ihm? Klar, er war sauer, aber das er so schreien konnte, habe ich noch nie erlebt...


Kapitel 185:

*>Lea´s Sicht<*
„Bill...“, hauchte ich ihm leise entgegen, legte meine Hand auf seine Schulter.
„Nichts Bill! Man, verdammt. Ihr nervt, checkt ihr es nicht? Kaum bin ich mal mit Lea alleine, kommt ihr reingeplatzt. Das war jetzt schon das dritte Mal, Tom! Merkst du es nicht, man?!“, fuhr er wütend fort.
„Ach, auf einmal bin ich es nur, was? Immer bin ich der, der die Arschkarte gezogen hat!“, keifte Tom zurück. Ich konnte mir das nicht länger anhören.
„Man, Jungs! Ruhe jetzt!“, ich stand mitten im Raum. Bekam von beiden Seiten einen Blick zugeworfen. „Ja, Tom und Anna haben sich scheiße benommen, ab-.“, ich wurde von Bill unterbrochen.
„Nichts aber. Sie würden genau so austicken, wenn wir einfach so reingeplatzt kommen!“, schrie Bill.
„Man, Bill! Jetzt halt doch mal deinen Mund und lass mich ausreden!“, geschockt sah mein Freund mich an.
„Nein, komm Lea, lass es gut sein. Das muss ich mir nicht weiter geben.“, kam es plötzlich aus Anna’s und Tom’s Ecke und ich merkte, wie Tom sich von der Couch erhob. Mit einer abwertenden Handbewegung verließ er den Raum. Seine Freundin ließ er zurück. Sie sah zwischen mir und Bill und zwischen der Tür immer wieder hin und her.
„Sorry...“, platzte es auf einmal kleinlaut aus ihr heraus. Sie stand auf, verließ das Zimmer und schloss die Tür hinter sich. Jetzt waren Bill und ich wieder alleine.
*>Anna´s Sicht<*
Als ich aus der Tür verschwand, merkte ich, wie in mir Schuldgefühle hoch kamen. Bill hatte recht, wir hätten nicht einfach so reinplatzen dürfen. Bei uns klopften die beiden immer an und was machten wir? Wir fabrizierten mit unserem Verhalten einen Streit – zwischen den Twins!
Gerade als ich die Zimmertür von Bill hinter mir schloss, hörte ich die Nebentür zuknallen. Bevor ich diese jedoch wieder öffnete, atmete ich einmal tief durch und drückte die Türklinke runter.
Von innen hörte man schon ‚Augenblick’ von ‚Bushido’ aus den Boxen seiner Anlage.
„Hey...Schatz...“, flüsterte ich, aber sagte es dennoch so laut, sodass mein Freund mich verstehen konnte. Er saß auf dem Bett, seine Beine an seinen Körper gezogen, die Arme auf den Knien liegend.
Er gab keinen Mucks von sich, regte sich nicht, sondern sah nur sturr gerade aus. Ich setzte mich neben ihn.
„Man...Anna...“, kam es auf einmal aus seinem Mund.
„Hey, nicht nur du warst Schuld, Schatz.“, ich strich mit meiner Hand über seine Dreads, welche er heute noch nicht mit einer Käppi verdeckt hatte.
„Ich weiß...aber darum geht es gerade gar nicht...“, gab er zu. Erstaunt sah ich ihn an.
„Worum dann?“
„Weißt du, seid Bill mit Lea zusammen ist, fühle ich mich so allein. Also nicht wirklich allein, aber ich habe das Gefühl, als ob sie ihm wichtiger wäre als ich. Dabei bin ich doch sein Zwilling. Ich lebe seit über 17 Jahren mit ihm zusammen. Ich habe einfach Angst, ihn zu verlieren...“, ich sah Angst in seinen Augen. Es war das erste Mal, dass Tom sich mir so hingab. Zuvor hatte ich es noch nie erlebt. Nur damals, als Lea und Bill Probleme hatte, kam Bill zu mir und öffnete sein Herz mir gegenüber. Doch von Tom hatte ich so was noch nicht miterlebt.
„Und deswegen bist du vor heute, wo ich nun auch bei war, schon zweimal einfach so reingeplatzt. Du willst bei ihnen sein, mmh?“, ich wartete auf eine Antwort, doch bekam lediglich nur ein Schulterzucken zurück.
„Hey...glaub mir, du wirst ihn nicht verlieren. Lea würde sich nie zwischen euch stellen. Dass es dir wegen ihr so geht, wie es dir nun Momentan geht, will sie ganz sicher nicht Tom. Und ich weiß von Bill, dass er das auch nie soweit kommen lassen wird. Du bist immer noch wichtig für ihn – auch mit Lea. Vielleicht denkt er ja genauso, weil du mich jetzt hast. Aber weißt du noch die ganzen Parties? Da hatten wir Haufenweise Spaß zusammen und Lea stand nicht im Weg. Oder als wir die kleine Verfolgungsjagd in Andis Wohnzimmer hatten. Da hast du auch mit Bill rumgealbert. Keiner wird euch jemals trennen können,...Schatz. Keiner und schon gar nicht ein Mädchen!“, sprudelte es alles aus mir heraus. Mein Freund hörte mir mit gesenktem Kopf zu. Ob das jetzt etwas gebracht hatte, oder ob es ihm egal war, was ich sagte? Ich tippte auf letzteres, wartete trotzdem noch gespannt auf eine Antwort, weil eigentlich hatte ich doch nur Recht mit dem, was ich sagte, oder nicht...?
Kapitel 186:


*>Anna´s Sicht<*
„Vielleicht hast du Recht, Anna. Aber warum ist er dann so ausgerastet? Und ich habe dich auch noch mit darein gezogen, weil ich einfach mal wieder zu ihm wollte.“, verständnislos sah er mich an.
„Er weiß nichts davon. Er weiß nicht, dass du ihn so vermisst, Tom. Du musst ihm das sagen, dann hat er auch mehr Verständnis dafür, mmh?“, ich strich ihm mit meinem Handrücken über seine Wange, die leicht angerötet war.
„Ja, meinst du, ich sollte das jetzt machen?“, mit großen Augen sah er mich an.
„Ich glaube, besser wär’s, oder möchtest du dir jetzt noch wegen einem Streit mit deinem Bruder die nächsten Tage versauen?“, fast durchdringlich sah ich ihn an.
„Okay...Und Anna?“, er wollte sich gerade vom Bett erheben, da stoppte er mitten in seiner Bewegung.
„Ja?“, lächelnd sah ich ihn an. War ein Stückchen stolz auf mich selbst, dass ich ihn dazu gebracht habe, dass er nun rüber zu Bill geht und sich mit ihm ausspricht. Zumal das sicherlich nicht leicht für ihn werden würde.
„Danke...für das eben...Und ich liebe dich.“, er kam noch einmal zurück gerutscht, legte seine Hand in meinen Nacken und drückte mir einen Kuss auf die Lippen. Danach schenkte er mir noch mal ein lächeln und verließ den Raum. Ich seufzte einmal tief durch. Hoffentlich bekam er das hin. Aber es war Tom. Und ein Tom Kaulitz ließ sich nie unterkriegen!
*>Lea´s Sicht<*
Ich saß gerade neben Bill auf seinem Bett, als es leise an der Tür klopfte. Bill gab nur ein brummen von sich und schon öffnete sich die Tür. Durch einen kleinen Spalt steckte Tom den Kopf hindurch. Ich wusste was zu tun war: Aufstehen und die beiden alleine lassen. Bevor ich aufstand, drückte ich meinem Freund, der bockig neben mir saß, einen kurzen Kuss auf seine Wange und ging neben Tom, dem ich einen Mut machenden Blick zuwarf, aus der Tür hinaus. Erst überlegte ich, wo ich nun hingehen sollte, doch da fiel mir ein, dass der Anhang von Tom nun ja auch alleine war. Also bewegte ich mich langsam zu Tom’s Zimmer. Ich klopfte nicht an, da ich wusste, dass nur Anna drin saß, und bei ihr durfte ich sowieso so reinkommen.
Ich sah, wie Anna auf dem Bett lag. Nebenbei lief ‚Bushido’. Eigentlich mochte ich die Musik nicht – ganz im Gegenteil ich hasste sie – aber das war jetzt Nebensache. Wichtig war, dass der Streit wieder aus der Welt geschaffen wurde.
„Hey.“, sagte ich und ließ mich neben sie fallen.
„Na...“, verträumt sah sie an die weiße Decke. Wir schweigen eine Weile, bis sie sich aufsetzte und mich ansah.
„Du Lea...Das ich vorhin mit Tom einfach reingeplatzt bin, das tut mir...das tut mir Leid. Ich wollte das nicht...“, fing sie plötzlich an sich zu entschuldigen und senkte den Kopf.
„Anna, ich fand es nur halb so schlimm. Klar, wenn ihr nicht reingeplatzt wärt, hätten wir noch mehr kuscheln und uns küssen können, aber mehr wäre da heute sowieso nicht gelaufen. Mach dir keine Vorwürfe. Und Bill tut es Leid, dass er vorhin so rum geschrieen hat...Was meinte Tom eigentlich zu dir?“, fragte ich meine beste Freundin.
„Mhm, er meinte, dass er Angst hat, seinen Bruder zu verlieren...“, ich beobachtete meine Freundin, als ich anfing zu erklären. „...wegen dir.“, fügte ich noch knapp hinzu.
„Was?“, mit weit aufgerissenen Augen sah sie mich an.
„Ja, er meinte, dass es ihm im Moment so vorkam, als ob du Bill wichtiger wärst, als er selber. Aber ich meinte daraufhin, dass das nicht passieren wird, weil sich keiner zwischen ihn und seinen Bruder stellen kann. Auch kein Mädchen. Und das er Bill immer noch so wichtig ist, wie vor einem halben Jahr!“, bedrückt sah sie mich an.
„Oh mein Gott...“, hauchte sie leise und drehte ihren Kopf zur Seite. Sie zog ihre Augenbrauen zusammen. Schien irgendeinen Verdacht zu haben.
„Das heißt, er ist immer ins Zimmer geplatzt, weil er nichts verpassen wollte und  bei seinem Bruder sein wollte?“, Kopf schüttelnd sah sie mich an.
„Sozusagen ja. Aber er wird da jetzt gerade mit seinem Bruder drüber reden. Ich hoffe, danach ist das aus der Welt. Und was dich angeht...du hast ein schlechtes Gewissen oder?“, ich fing an zu nicken. „Und wie!“
„Mhm, rede mit Tom drüber. Ich habe schon gemeint, dass du dich sicher nicht dazwischen stellen willst, aber ich glaube es ist besser, wenn du das auch noch mal machst!“, forderte meine beste Freundin mich auf. Sie hatte Recht.
„Okay...danke Anna!“, sagte ich noch und schon fiel ich ihr um den Hals und drückte sie ganz fest an mich.

 

Kapitel 187:


*>Lea´s Sicht<*
„Die brauchen aber lange.“, ungeduldig sah Anna auf ihre Armbanduhr.
„Ja, hast Recht. Aber wollen wir mal runter gehen? Georg, Gustav, Andi und Janna wollten heute nämlich noch mal vorbei kommen.“, fragend sah meine Freundin mich an. „Um noch mal tschüss zu sagen.“, fügte ich noch hinzu. Sofort verschwand ihre fragende Miene.
„Ja, dann lass uns mal gucken gehen, eventuell sind sie ja schon da...!“, Anna stand auf und tapste zur Tür. Ich tat es ihr nach. Auf dem Weg nach unten kamen wir an Bill’s Zimmer vorbei, wo letzterer gerade mit seinem Zwilling ein Gespräch führte. Vor der Tür stoppte ich kurz und hörte, wie die beiden sich angeregt unterhielten. Ein lächeln machte sich auf meinen Lippen breit und zufrieden hüpfte ich die Treppe hinab zu Anna, die schon am Ende der Treppe auf mich wartete. 
„Alles okay bei den beiden?“, fragte sie kurz nach. Ich nickte, womit sie sich zufrieden gab und somit gingen wir gleich weiter ins Wohnzimmer, wo schon Full House herrschte. Tatsächlich waren Gustav, Georg, Andi und Janna schon da und unterhielten sich fröhlich mit den Eltern des Hauses.
„Hey!“, unterbrach Anna das Gespräch. Sie  sahen zu uns auf und begrüßten uns zurück. Wir gingen einmal durch die Runde und umarmten unsere Freunde, bevor wir uns dazusetzten.
„Warum seid ihr nicht hochgekommen?“, fragte ich sie.
„Na ja, da oben hat wer ziemlich rum geschrieen und dann hat noch eine Tür geknallt. Wir wollten es dann doch nicht wagen.“, gab Gustav zu.
„Achso, ja, okay...“, nickte Anna nachdenklich.
„Alles in Ordnung bei den beiden?“, fragte Siemone besorgt nach ihren Zwillingen.
„Ähm, na ja, ein kleiner Streit. Kommt ja immer mal vor. Die sprechen sich gerade aus.“, sie nickte nur.
Wir saßen eine Weile im Wohnzimmer und unterhielten uns noch ein wenig, bis wir jemanden die Treppe runter poltern hörten. Sofort wurden wir hellhörig und schauten allesamt zur Tür.
„Nabend.“, grinste Tom, als er mit seinem Bruder im Türrahmen stand. Sie kamen beide auf uns zu und begrüßten die anderen auch erstmal mit einer Umarmung beziehungsweise einem Handschlag.
„Alles wieder in Ordnung?“, fragte ich Bill, als ich mich gerade auf seinem Schoß nieder ließ, da sonst zu wenig Platz da war.
„Ja, haben uns ausgesprochen. Ich erzähl dir nachher alles.“, flüsterte er zurück und gab mir einen feuchten Kuss auf meine Wange. Lächelnd sah ich ihn noch einmal an, bevor wir uns beide dem Gespräch der anderen widmeten. 
Wir saßen noch eine halbe Stunde zusammen. Anna und ich gaben den anderen noch unsere Ostergeschenke und Anna bekam ihre. Nur ich bekam keine. Zuerst war ich ziemlich enttäuscht. Doch als Tom sich dann für einen Moment entschuldigte und zwei Minuten in seinem Zimmer verschwand, schöpfte ich noch Hoffnung.
„Na, unsere Lieblingsblondine hat ja noch gar kein Geschenk.“, grinste er, als er das Wohnzimmer wieder betrat. Grinsend und mit zugekniffenen Augen sah ich ihn an.
„Also, das ist von uns allen.“, er streckte mir einen Umschlag entgegen. Überrascht sah ich ihn an. Ich betrachtete den weiß gehaltenen Umschlag, bevor ich ihn öffnete. Doch als ich ihn auf hatte, konnte ich zwei Karten heraus ziehen.
„Seid ihr bescheuert?“, platzte es aus mir heraus.
„Nö!“, lachte Anna. Ich zog die Konzertkarten noch weiter hinaus und sah drauf. ‚Die Ärzte – Es wird Eng Tour/ Jäzzfäst’ für den 5.6 in Hannover in der TUI-Arena.
„Also, ich und Janna haben auch Karten und dir haben wir zwei gekauft, weil wir dachten, dass du auch noch jemanden mitnehmen willst, hm?“, grinste Andi mich wie ein Honigkuchenpferd an. Ich wusste jetzt schon, wer mitkommen würde! Ich sah in Andis Gesichtsausdruck, wie sehr er sich freute, da ‚Die Ärzte’ seine Lieblingsband war. Da teilte ich wohl eine Gemeinsamkeit mit ihm: Es gibt keine bessere Band, als ‚Die Ärzte’. Als ich den Umschlag mitsamt Karten auf den Wohnzimmertisch gelegt hatte, hüpfte ich von Bill’s Schoß und umarte Georg, Gustav, Janna, Andi, Tom und Anna erst einmal kräftig. Meinen Freund jedoch ließ ich aus, da er mir ja schon etwas anderes geschenkt hatte.
„Und, weißt du schon, wen du mitnimmst?“, fragte Anna mich mit einem grinsen im Gesicht, wie ich es schon lange nicht gesehen habe.
„Ja, klar, Bill natürlich, wen sonst?!“, sagte ich total ernst und gab meinem Freund einen Kuss. Natürlich wusste er, dass er nicht gemeint war, da ‚Die Ärzte’ jetzt nicht seine Lieblingsband war. Doch als ich dann über Annas verblasstes Grinsen lachen musste, gab ich es dann doch zu.
„Du, mensch. Denkst du echt, der würde heil von einem Konzert von den ‚Ärzten’ wieder kommen?“, ich deutete lachend auf Bill.
„Du hast Recht.“, lachte meine Freundin mit. Auch die anderen in der Runde stimmten mit ein. Das lachen wurde auch erst wieder leiser, als unsere Clique sich zum Gehen meldeten. Schließlich mussten wir noch packen.

 

Kapitel 188:
*>Lea´s Sicht<*
„Lea, ich muss so viel mitnehmen, das geht gar nicht.“, schnaubte Bill, als er vor seinem Kleiderschrank stand und sämtliche Klamotten herausholte.
„Egal, aber die Sachen müssen schon noch in’s Auto passen.“; grinste ich ihm entgegen.
„Ja, also zwei muss ich da schon mitnehmen...“, vorsichtig grinste er zurück.
„Ja, passt schon...irgendwie.“, sagte ich noch und schon packten wir zu Ende unsere Koffer weiter.
Nach etlicher Zeit hatten Bill und ich dann auch alles fertig gepackt.
„Du, Bill? Es ist aber wieder alles in Ordnung zwischen dir und Tom, oder?!“, fragte ich vorsichtig nach, als mein Freund das letzte Stück seines zweiten Koffers zuzog.
„Ja, wir haben vorhin lange drüber gesprochen. Aber Lea...mach dir nicht mehr den Kopf drüber ja? Du weißt sicher, was er hat, oder...?“, Bill kam auf mich zu und setzte sich neben mich auf die Bettkante.
„Ja, Anna hat’s mir erzählt. Aber meinst du nicht auch, dass es besser wäre, wenn ich noch mal zu ihm gehen würde...? Also sauer ist er mir nicht, das merke ich ja, aber na ja...nur damit er es halt noch mal von mit bestätigt bekommt...weißt du?!“, fragend sah ich ihn an.
„Ja, also er verlangt es jetzt nicht und ich glaube, er ist auch ziemlich überrascht, wenn du jetzt zu ihm kommst und mit ihm drüber redest. Aber ich find’s toll von dir. Mach es ruhig.“, munternd zwinkerte mir mein Freund zu.
„Okay, dann...gehe ich mal, ja?“
„Ja, mach mal.“, er gab mir noch einen Kuss auf meine Wange und schon verschwand ich aus dem Zimmer.
Vor Tom’s Tür blieb ich noch einmal stehen, klopfte und wartete darauf, bis ich eine Zustimmung zum reinkommen bekam. Als diese nach wenigen Sekunden des Wartens kam, drückte ich die Klinke runter und trat ein.
„Äh, hey...stör’ ich?!“, fragte ich vorsichtig nach. Anna sah mich lächelnd an.
„Nene, ich wollte eh gerade meine Waschsachen und die ganze Schminke zusammen packen gehen!“, platzte es aus meiner Freundin heraus. Sie stand auf, warf mir am vorbeigehen noch einen lieben Blick zu und verschwand im Badezimmer.
„Ähm, Tom...kann ich mal mit dir reden?!“, ich setzte mich auf die Couch, und sah zu Tom, welcher sich mittlerweile auf seinem Bett niedergelassen hat.
„Ja, klar...“, sagte er locker.
„Na ja, eventuell kannst du dir denken, um was es geht. Also ich will mich nicht zwischen dich und Bill drängeln...wirklich nicht! Das wäre das letzte, Tom. Das weißt du! Wenn du mehr Zeit mit ihm haben willst,  dann sag das, dann ändern wir das. Ich meine ihr seid Zwillinge und echt unzertrennlich und außerdem...außerdem bist du Bill wichtig, mehr als alles andere auf der Welt. Mehr als ich es ihm bin, Tom. Und damit habe ich kein Problem!“, sprudelte alles in einem Affen Tempo aus mir heraus. Doch bevor Tom irgendwas sagte, stand er auf und setzte sich zu mir.
„Hey...Ich geb’s zu, ich habe das am Anfang gedacht und deswegen bin ich auch immer reingeplatzt und so. Aber...ich habe das mit Bill geklärt und er hat mir mal mein Gehirn gewaschen. Ja, er hat mir so einiges klar gemacht. Eventuell brauchte ich mal wieder diese Bestätigung von ihm. Weißt du? Das er es mir mal wieder sagt und das ich es aus seinem Mund höre und nicht von jemand anderem...Es tut mir Leid, dass ich so einen absurden Verdacht oder so eine unbegründete Angst hatte. Mhm, ich weiß, dass du dich nicht zwischen uns stellen willst...“, er sah die ganze Zeit auf seine Hände, die mit seinem Schweißband spielten. Doch als er fertig war, blickte er auf. Ich musste nur noch lächeln. Doch dann nahm ich ihn in den Arm und drückte ihn nur noch an mich.
„Okay, vergessen und vergeben?“, fragte ich und konnte mir ein grinsen nicht verkneifen.
„Vergeben? Wenn musst du mir vergeben!“, wir lösten uns wieder aus unserer Umarmung.
„Nicht dafür Tom. Für nichts, weil wenn ich an deiner Stelle stehen würde...eventuell würde ich ja auch so denken. Also, nichts mit vergeben. Aber vergessen, mmh?“, lächelnd sah ich meinen besten Freund an.
„Okay, aber nur weil du es bist.“, lachte er. Ich stimmte mit ein.
„Was für eine Ehre, Herr Kaulitz!“, ich gab ihm noch ein Küsschen auf die Wange.
„Na ja, Anna wartet bestimmt schon vor der Tür, bis ich wieder rauskomme. Also ich glaube, ich gehe dann mal wieder, ja?“, er nickte nur und strich mir noch einmal über die Wange.
Kapitel 189:
*>Lea´s Sicht<*
Als ich die Tür gerade hinter mir geschlossen habe, kam Anna mit ihrer Kulturtasche aus dem Badezimmer getapst.
„Alles okay?“, fragte sie mich leise.
„Ja.“, lächelte ich froh über das verlaufende Gespräch mit Tom.
„Okay, gut.“, sie stellte sich kurz auf Zehenspitzen, da ich um einiges größer war als sie, und gab mir einen kurzen Kuss auf meine Wange.           
„Ich bin dann mal weiter packen.“, zwinkerte sie mir nur noch zu, bevor sie in Tom’s Zimmer verschwand.
„So, wieder da.“, mit diesem Satz betrat ich das Zimmer meines Freundes, welcher sich gerade an seinem Laptop zu schaffen machte.
„Sehr gut. Wie war’s?“, Bill klappte seinen Laptop zu, stellte ihn an die Seite und klopfte auf den Platz neben sich auf seinem großen Bett.
„Ja, wie soll’s gewesen sein. Also wir haben das geklärt und ich habe ihm gesagt, dass sich nichts zwischen euch stellen kann und das ich das keinesfalls will. Und er meinte auch, dass du ihm das halt alles noch mal bestätigt hast und er das eventuell ab und zu mal bräuchte und so...na ja, ich fand’s auf jedenfall echt süß von ihm...Aber jetzt ist alles wieder in Ordnung!“, erklärte ich Bill. Er hörte mir interessiert zu.
„Ja, okay. Wenigstens hat er noch gesagt, warum er immer reinplatzt und so. Weil wenn das jetzt echt so weiter gegangen wäre und so ein klärendes Gespräch nie auf die Beine gestellt worden wäre, hätten wir glaube ich nach einiger Zeit ein echtes Problem gehabt!“, seufzte mein Freund und nahm meine Finger. Er fing gedankenverloren an, mit ihnen rumzuspielen.
„Ja, das stimmt allerdings. Aber Anna meinte halt auch das gleiche wie wir...ich hoffe echt, dass er das nicht nur so gesagt hat, sondern es wirklich ernst meinte...“
„Was?“, skeptisch sah Bill mich an.
„Na, dass er jetzt gecheckt hat, dass ich mich nicht zwischen euch stellen will!“
„Achso, ja...aber ich denke schon. Hat er mir zumindest tausendmal bestätigt.“, versuchte mein Freund mir zu versichern. „Und außerdem wäre dann noch viel mehr von ihm nachgekommen und euer Gespräch, also zwischen dir und ihm, wäre nicht so glatt abgelaufen. Das hättest du gemerkt, wenn etwas nicht stimmen würde.“
„Davor haben wir es aber auch nicht gemerkt, dass er so denkt, Bill!“, Stirnrunzelnd sah ich ihn an.
„Ja, aber trotzdem Lass dir von mir sagen, dass das aus der Welt ist, ja? Hey, ich bin sein Zwilling, ich weiß das.“, grinste er. „Und außerdem bin ich dein Freund und dem sollst du immer vertrauen.“, sein grinsen wurde breiter und er kam mir mit seinem Gesicht immer näher.
„Okay.“, hauchte ich nur noch und schon holten wir den wunderschönen Kuss nach, den wir vorhin nur mit Zuschauern tun konnten – nämlich mit Tom und Anna.
„Mum ist glaube ich gekommen!“, stellte ich eine viertel Stunde später fest, als ich ein Auto auf den Hof der Kaulitz’ fahren hörte. Bill und ich saßen auf seinem Bett und hörten Musik.
„Meinst du?“, hackte mein Freund nach.
„Ja, da kam zumindest gerade ein Auto.“, ich rappelte mich auf und strich meine Klamotten gerade.
„Na gut. Dann lass uns mal deine Mum begrüßen gehen, was?“, lächelte Bill und strich mir noch einmal über meinen Rücken. Ich nickte nur ganz knapp und somit verließen wir Hand in Hand das Zimmer. Als wir auf der ersten Treppenstufe angelangt waren, hörten wir unten auch schon die Stimme meiner Mutter – also hatte ich mit meiner Befürchtung recht gehabt. Aber ehrlich gesagt freute ich mich auch, meine Mum endlich wieder zu sehen.
„Oh, hey ihr beiden!“, begrüßte sie uns sofort, als sie uns die Treppe runter kommen sah.
„Hey.“, kam es nur von Bill und mir. Ich ging auf sie zu und nahm sie einmal kräftig in den Arm. Ich hatte sie schon vermisst in der ganzen Zeit, in der ich nun hier war.
„Gut siehst du aus, mein Schatz.“, sie betrachtete mich von oben bis unten, hielt mich dabei an meinen Oberarmen fest.
„Hi Bill, na wie geht’s?“, wandte sie sich an meinen Freund, als sie mich wieder los ließ.
„Alles bestens.“, grinste dieser meine Mutter nur an.
„Das freut mich zu hören!“, bekam er nur zurück und so gingen wir weiter ins Wohnzimmer, da Siemone meine Mum noch zu einer Tasse Kaffee einlud.
Kapitel 190:
*>Lea´s Sicht<*
„Na ja, dann verabschiedet euch erst mal, ich bringe derweil die Sachen raus in den Wagen.“, sagte meine Mutter, als wir an der Tür standen und unsere Jacken beziehungsweise Schuhe anzogen.
Und schon verschwand sie aus der Haustür. Bevor sie jedoch die Tür schloss, erhaschte ich noch einen Blick nach draußen, um zu schauen, ob irgendwelche Mädchen vor dem Haus standen. Aber ich hatte das Gefühl, als ob wir eigentlich nur noch Glück hatten in diesem Thema. Denn somit standen keine Fans vor dem Tor und wir hatten kurze Zeit später, nachdem wir uns alle bei Siemone und Gordon verabschiedet hatten, freie Bahn zum Auto.
„Ich geh nach vorne, dann können Anna und Tom sich zusammen nach hinten setzen und du kannst dich ja hinter mich setzen, ja?!“, ging ich das nächste Problemchen an, da hinten auf der Rückbank nun ja nu drei sitzen konnten.  Bill nickte nur und setzte sich hinter den Beifahrersitz. Die anderen beiden quetschten sich neben Bill auf die Rückbank.
„So, wir sind da.“, wurde ich aus meinem Schlaf gerissen. Neben mir wurde die Tür aufgemacht. Langsam öffnete ich meine Augen.
„Na, wieder wach?“, lächelte mir mein Freund auch schon entgegen.
„Äh, ja.“, Bill streckte seinen Kopf ins Auto und gab mir einen kurzen Kuss.
„Dann komm.“, sagte er noch und hüpfte zum Kofferraum. Langsam schnallte ich mich ab und ging hinter Bill her.
„Hier, Lea. Deine Tasche.“, meine Mutter reichte sie mir, welche ich nur mit einem „Danke!“, entgegen nahm.
„Wo ist Papa?“, fragte ich sie, als wir nebeneinander den kleinen Weg hin zur Haustür herliefen. 
„Oben, der wartet sicherlich schon auf seine Lieblingstochter.“, grinste meine Mum mich von der Seite her an.
„Er hat ja auch so viel Töchter, nä!?“, lachte ich.
„Deswegen ja.“, stimmte meine Mum mir ein. Lachend gingen wir weiter bis zur Haustür, durch die wir gleich ins Hausinnere verschwanden. Ich stellte meine Tasche ab und entkleidete mich erstmal von meiner Jacke und zog meine Schuhe aus.
„Na, auch mal wieder hier.“, hörte ich dann auch schon die Stimme von meinem Vater.
„Daddy!“, freute ich mich, stand aus meiner gebückten Haltung wegen des Schuhe Ausziehens auf, und sprang ihm in die Arme.
„Na, da freut sich aber wer.“, lachte dieser.
„Ja, tue ich auch.“, ich gab ihm einen Kuss auf die Wange. „Sind die anderen im Wohnzimmer?!“, fragte ich noch und sah an ihm vorbei, da er gerade im Türrahmen stand.
„Ja, geh mal hin da!“, grinste er. Skeptisch sah ich ihn an. Doch ich bekam nur ein grinsen zurück. Also quetschte ich mich an ihm vorbei und ging ins Wohnzimmer. Da saßen die Jungs, aber warum hat mein Dad...
„Lea!“, rief plötzlich mir eine allzu bekannte Stimme. Verdutzt sah ich mich um. Als ich mich so halb um meine eigene Achse gedreht habe, sah ich dieses kleine dunkelhaarige Mädchen vor mir stehen. Laura!
„Was...machst...du...denn...bitte...hier?“, sprach ich abgehackt und im nächsten Augenblick fiel ich ihr um den Hals. Wie sehr ich sie doch vermisst habe.
„Ich dachte, ich überrasch dich mal.“, grinste sie. Lag jedoch immer noch in meinen Armen.
„Das ist dir gelungen. Boa’ ich habe dich vermisst, kleine.“, die letzten Worte flüsterte ich ihr ins Ohr.
„Ich dich auch...ich dich auch...“, kam es von ihr zurück. Als wir uns aus unserer Umarmung wieder lösten, gab ich ihr einen Kuss auf den Mund.
„Wer hat das arrangiert?“, fragte ich sie immer noch total perplex.
„Die drei.“, sie deutete auf Anna, Tom und Bill, welche nur so um die Wette grinsten.
„Ihr seid genial.“, schüttelte ich ungläubig den Kopf. Ich setzte mich mit Laura auf die Couch.
„Wie geht’s dir?“, fragte ich sie, als ich einen Schluck aus ihrem Wasserglas genippt hatte.
„Ganz gut und dir?“  „Auch. Grade jetzt, wo ich wieder die Allerbeste neben mir sitzen habe.“, grinste ich wie ein Honigkuchenpferd.



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