Er liebt mich...er liebt mich nicht...

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Kapitel 171:

Wir verbrachten noch eine Weile im Bett, weil wir noch zu müde waren, um aufzustehen. Den Geräuschen nach zu Urteilen waren unsere Freunde aber schon etwas länger auf den Beinen. Wir hörten sie lachen und schreien. Anscheinend freuten sie sich ziemlich – worüber auch immer. Siemone und Gordon würden heute wieder kommen, aber ob das der Grund ihrer riesen Freude war?! Na ja, ich wusste ja nicht so wirklich.
„Wollen wir uns mal schnell was über ziehen und mal nach unten gehen? Es ist gleich drei und Mum und Gordon wollten auch irgendwann nachmittags wieder kommen. Das kommt ein bisschen scheiße, wenn wir dann immer noch im Bett liegen!“, lachte mein Freund auf.
„Stimmt, auch wenn sie es nicht anders gewohnt ist. Aber ich denke auch, dass wir so langsam mal aufstehen sollten.“, seufzte ich, hatte jedoch ein lächeln auf den Lippen, und strampelte mit meinen Beinen die Decke zur Seite. Ich setzte mich auf den Rand des Bettes und zog mir schnell eine Hotpan und ein großes T-Shirt über. Bill zog sich auch noch kurz was über und schon verließen wir das Zimmer. Gingen nach unten, wo wir schon von zwei grinsenden Gesichtern begrüßt wurden.
„Morgen.“, sagten Bill und ich und grinsten uns an. Mit dem Gedanken an gestern, beziehungsweise heute Nacht. Anna und Tom saßen gerade am Tisch, hatten ein Brett vor sich stehen und warteten auf ihr Toast, welches noch im Toaster steckte. Ihr grinsen verschwand nicht aus ihrem Gesicht. Bill und ich setzten uns gegenüber des jeweils anderen an den Tisch.
„Wie geht’s?!“, fragte Anna. Immer noch verzierte dieses grinsen ihr makelloses Gesicht. 
„Super!“, kam es wie aus einem Mund von Bill und mir. Wir mussten lachen.
„Ja, kann ich mir vorstellen!“, lachte Tom nur. Bill wollte ihn gerade leicht Schlagen, da sprang das Toast aus dem Toaster und Tom sprang auf, um es sich zu holen.
„Wie war’s denn gestern noch so auf der Party?“, fragte ich an Tom und Anna gewandt um das Interesse auf ein anderes Thema zu lenken.
„Noch ganz geil. Die ging echt lange. Bis halb 5. Andi hat das gar nicht mehr mitbekommen. Der lag da besoffen rum. Der hat gestern echt über die Länge geschlagen.“, kam es ernst von Tom.
„Ach, und du nicht?“, fragte ich mit einem belustigten Unterton.
„Nein, der hat wirklich nicht viel getrunken.“, beruhigte Anna mich.
„Oh, ganz vernünftig.“, lachte ich.
„Man, sei doch mal stolz auf mich.“, schmollte mein bester Freund.
„Weißt du Tom...“, fing ich sentimental an und griff nach seiner Hand, die noch frei auf dem Tisch lag. „...ganz tief hier drinnen...“, ich deutete auf mein Herz.  „...bin ich das auch!“, Anna prustete los und verschluckte sich beinahe an ihrem Orangensaft.
„Tja, Tom, scheiße was?“, neckte Bill seinen Bruder und stand auf. „Man, ihr seid doch scheiße!“, versuchte Tom beleidigt zu klingen, was ihm allerdings nicht wirklich gelang.
Die restliche Zeit schwiegen wir uns nur noch an und warfen uns grinsende Blicke hin und her. Vor allem Anna und Tom. Nach einer halben Stunde saßen wir immer noch da und warteten auf Siemone und Gordon. Keine zehn Minuten später hörte man auch schon einen Schlüssel, der sich im Schloss umdrehte.
„Wir sind wieder zu Hause!“, hörte man die freudige Stimme der Mutter des Hauses.
„Küche!“, gab Tom nur fad zurück. Jetzt war’s das wohl mit Sturmfrei!
„Oh, hallo.“, lächelte das Ehepaar, als sie in die Küche kamen, Erholt und munter sahen sie aus. Keineswegs gestresst oder sonstiges.
„Hey.“, sagte Bill und stand als erster auf, um seine Mutter und dessen Lebenspartner zu begrüßen. Auch Tom tat es ihm nach, genau wie Anna und ich.
 „Und wie war es?!“, fragte ich gut gelaunt, als Siemone und Gordon sich zu uns an den Tisch setzten. Ich saß auf dem Schoß meines Freundes. Seine Hände in meinen, eng aneinandergekuschelt.
„Richtig schön, echt! So einen tollen Urlaub hatten wir schon lange nicht mehr.“, lächelte Gordon seine Frau verliebt an und gab ihr einen kurzen Kuss auf ihre Wange. Bei dem Anblick mussten wir alle vier in der Runde lächeln. Ja, auch unter den älteren – zumindest in unseren Augen älteren – gab es auch noch Liebe. Sie verschafften den Eindruck, als seien sie so verliebt wie am ersten Tag! Und das waren sie auch!


Kapitel 172:

*>Lea´s Sicht<*
Die beiden erzählten uns noch einiges, was sie im Urlaub erlebt hatten und dann waren wir an der Reihe. Natürlich wollten sie auch wissen, was wir die Tage so über getrieben hatten. Und als Siemone das Wort „getrieben“ in den Mund nahm, prustete Tom auf einmal los. Mit einem „’Tschuldigung“ seinerseits und einem warnenden Blick aus der Richtung seines Bruder – welcher das nun langsam gar nicht mehr witzig fand – beruhigte er sich wieder. Und ganz ehrlich gesagt, fand ich es nun auch schon nicht mehr lustig. Dass Tom und Anna sich vorhin die ganze Zeit Blicke zugeworfen haben, fand ich weiß- Gott nicht schlimm, aber das Gesprächsthema Nummer eins sollte es  an diesem Tag nun auch nicht werden. Zumal das bei den anderen beiden auch nicht der Fall gewesen war.
„Und was habt ihr heute noch so vor?!“, fragte Gordon, nachdem wir unsere Woche kurz erzählt haben.
„Mmh, eigentlich gar nichts mehr, oder?“, fragte Anna in die Runde. Wir bestätigtem mit einem Nicken.
„Achso. Okay. Dann kann ich ja heute für alle kochen.“, lächelte Siemone.
„Aber erst packen wir die Sachen aus, mein Schatz.“, grinste Gordon und schon erhoben sich die zwei von ihren Stühlen und gingen hinaus auf den Flur und geradewegs in ihr Schlafzimmer.
„Ich gehe nach oben, kommt wer mit?!“, fragte Tom auf einmal.
„Ja, ich.“, meldete Bill sich zu Wort. „Und ihr bleibt hier, oder wie?“
Anna und ich sahen uns kurz an, nickten dann.
„Ja.“, fügte ich hoch hinzu.
„Okay.“, zuckte Tom mit seinen Schultern. Die beiden Jungs verabschiedeten sich noch schnell von uns und schon waren sie verschwunden.
„Also Lea...“, sprudelte es schon aus Annas Mund heraus. Erstaunt sah ich sie an.
 „Jetzt sag schon! Was ist gestern passiert?“, woher wusste ich nur, dass diese Frage heute noch kommen würde? – und da war sie.
„Nix.“, grinste ich nur verlegen und sah gen Boden.
„Jaja, also lügen war noch nie deine Stärke. nun sag schon!“, lachte meine Freundin.
„Du weißt es doch sowieso, oder nicht?! ich meine, nachdem mit Tom und so...“
„Stimmt, aber ich wollte es halt noch mal von dir hören.“, wir mussten lachen.
„Wie war’s?!“, mit totaler Freude in der Stimme quetschte sie mich aus.
„Schön...“, sagte ich nur knapp und sah mit verträumtem Blick durch die Küche.
Wir saßen noch eine Weile lang in der Küche am Tisch und redeten darüber. Natürlich wollte Anna alles wissen. War ja klar, aber auch normal. Schließlich habe ich sie auch ausgequetscht. Bis Siemone in die Küche trat. Sofort verstummten wir.
„Ihr könnt ruhig weiter reden, Mädels!“, lachte sie. Ich merkte, wie meine Gesichtsfarbe zu einem rötlichen Ton überging und sah verschämt weg.
„Nene...“, flüsterte ich schon fast.
„Aber weißt du was Siemone?!“, schritt Anna plötzlich ein, als die Mutter der Twins Töpfe aus den Schränken holte.
„Hm?“, brummte sie fragend und sah uns an.
„geh und setz dich ins Wohnzimmer. Was soll es geben?! Lea und ich kochen.“, Anna stand auf und stellte sich neben Siemone.
„Ähm, aber...“, total perplex und überrascht rang sie nach Worten.
„Nichts aber, wir machen das jetzt. Also, was soll es geben?!“, hackte Anna noch einmal mit einem lächeln in Siemones Richtung nach.
„Nudelauflauf. Und da findet ihr die Auflaufform und da...“, sie zeigte mit ihren Fingern auf  sämtliche Schränke, doch wir hörten gar nicht mehr drauf und Anna war schon dabei sie schiebend aus dem Raum zu verfrachten. Nachdem wir das geschafft hatten, schlossen wir die Tür hinter uns und machten uns daran den Auflauf vorzubereiten, sodass wir ihn in den Backofen schieben konnten. Wir fanden uns relativ gut zu Recht und zwischendurch kamen die Jungs noch einmal runter, um zu fragen, ob wir auch mal wieder hochkommen wollten, aber nachdem sie uns beim Kochen gesehen hatten, machten sie auf dem Absatz schon wieder kehrt und ließen uns wieder alleine. Was auch besser für uns war, sonst wäre der Kochschinken, den wir vorher noch in kleine Stücke geschnitten haben, schon alle gewesen, bevor er überhaupt in der Form gelandet war. Auch Siemone oder Gordon kamen nicht mehr rein und somit verlief das ganze Gekoche und Getue ruhig ab und schon konnte es Essen geben.
„Siemone, Gordon! Bill, Tom, Essen!“, riefen Anna und ich durch das Haus. Einer von uns Richtung Wohnzimmer und der andere Richtung Treppe.
Es dauerte keine zwei Minuten da saßen auch schon alle hungrigen Mäuler am Tisch und konnten gesättigt werden!


Kapitel 173:

*>Lea´s Sicht<*
Als wir fertig mit essen waren, räumten wir noch zusammen mit Siemone den Tisch ab und das Geschirr in die Spülmaschine.
„Das war echt lecker und außerdem super lieb von euch. Danke Mädels!“, lächelte sie uns glücklich entgegen.
„Kein Problem. Das haben wir gerne gemacht. Aber wir sind jetzt mal wieder bei unseren Jungs. Die haben vorhin schon genörgelt, wo wir denn stecken würden.“, lachte ich leicht. Auch Anna und Siemone stimmten mit ein.
„Na dann mal hoch mit euch.“, sagte sie noch und schon taten wir das, was sie sagte.
„Hey, wir sind fertig.“, so stürmten wir in das Zimmer von Bill, wo sich die Zwillinge momentan befanden.
„Na endlich.“, stöhnten sie beide auf.
„Na, wir haben eurer Mutter noch geholfen. Im Gegensatz zu euch!“, lächelte Anna den Jungs sarkastisch entgegen.
„Jaja, ihr seid aber auch Frauen!“, konterte Tom. Dass er eigentlich immer etwas kontern konnte, wussten wir ja. Anna wank nur an.
„Und was machen wir jetzt?!“, fragte Bill gelangweilt.
„Keine Ahnung.“, kam es nur von uns anderen dreien.
„Na, das ist ja sehr...ähm, schlecht?!“, Bill seufzte und ließ sich in sein Kissen fallen.
„Ja, etwas, nä?“, gab ich nur zurück und sah gelangweilt durch das Zimmer.
„Ich hab jetzt aber keine Lust, hier nur rumzuhocken und nichts zu machen!“, sagte Tom ernst.
„Denkst du wir?!“, mit lahmer Stimme kam es aus Bills Richtung.
„Man, dann lasst uns ‚ne DVD gucken.“, meldete Anna sich genervt von dem Platz neben ihrem Freund. Die Idee fand ich gar nicht so schlecht - zumindest besser als nichts zu machen.
„Haben wir gestern schon.“
„Boah, fick dich.“, platzte es an Tom gerichtet aus mir raus. Bill und Anna fingen an zu lachen und Tom sah mich nur mit großen Augen an.
„Alter.“, lachte er dann aber nur.
„Ups...“, verlegen hielt ich mir meine Hand vor den Mund.  „Sorry...“, doch anstatt irgendwas auf meine Entschuldigung zu sagen, lachte Tom nur weiter. Na, schlimm war es wohl nicht.
„Okay, was wollen wir gucken?!“, kam es wieder von Anna, die unten vor dem Fernseher saß und sich die DVD’s ansah.
„Keine Ahnung. Was gibt’s denn?“, fragte ich nur und hüpfte vom Bett, um mich neben sie zu setzen.
„Viele...“, konzentriert auf die DVD’s antwortete sie mir.
„Hier!“, ich zog eine hinaus.  „Freaky Friday“, grinste ich.
„Du willst ja nur wieder diesen Filmkuss sehen.“, neckte Bill mich. Wieso er das immer wusste.
„Nein!“, grinste ich. „Den Kerl. Der sieht nämlich echt schick aus...“, nuschelte ich.
„Ach, so ist das also.“, Bill verschränkte seine Arme vor der Brust.
„Lass den gucken.“, sagte ich noch schnell zu Anna, hüpfte dann wieder auf das Bett, wo mein `schmollender` Freund saß.
„Nein, es gibt keinen schöneren Jungen auf der ganzen Welt, der dich Toppen könnte. Nicht einmal Ansatzweise.“, flüsterte ich, stützte mich auf seiner Brust ab und küsste ihn. Zufrieden grinste er mich an.
„Du bist süß!“
Ich lächelte nur und legte mich dann mit meinem Kopf auf seine Brust, da der Vorspann schon lief. Anna und Tom hatten es sich auf der Couch gemütlich gemacht und so konnten wir in Ruhe den Film gucken.
„Boah, war der wieder toll!“, seufzte Anna als der Abspann lief.
„Ja.“, nickte ich verträumt.
„Weiber.“, lachte Tom nur, wo sein Zwillingsbruder natürlich gleich mit einstimmte.
„Wie spät ist es denn?!“, fragte Anna, als sie vor dem DVD-Player saß und die DVD herausholte.
„Gleich 10 Uhr.“, antwortete Bill mit einem Blick auf sein Handy. Anna nickte nur.
„Und jetzt?“, fragte Tom wieder so gelangweilt wie zuvor.
„Boah Tom. Du unkreatives Kind. Schlag du doch mal was vor!“, stöhnte Bill.
„Na, wie du schon gesagt hast, Bruderherz, ich bin unkreativ.“, zwinkerte er nur grinsend zurück. Bill rollte nur mit den Augen.
„Wie wär’s mit Bett?“, fragte ich.
„Du liegst im Bett.“, lachte Anna.
„Maan, ich meinte schlafen!“, lachte ich mit.
„Ja, wäre cool. Nach der Nacht gestern, was ihr beiden?!“, breit grinsend sah Tom uns an.
„Genau Tom und deswegen könnt ihr beide jetzt raus gehen!“, genervt sah Bill seinen Bruder an.
„Okay, komm Schatz.“, lächelte Tom und nahm Anna an seine Hand.
„Nacht!“, riefen die beiden noch belustigt und schlossen die Tür von außen.
Kaum war die Tür zu platzte es aus Bill heraus: „Das regt mich auf...!“
„Ach, komm. Lass ihn, der hat da eben seinen Spaß ei Irgendwann lässt er es auch wieder.“, lächelte ich ihm munter entgegen.
„Stimmt, nach der Befragung vorhin, sollte er eigentlich mal zufrieden sein.“, grinste mein Freund mir schon wieder entgegen.
„Wieso?!“, neugierig sah ich ihn an.
„Na, als ihr unten Kochen ward hat er mich erstmal ausgefragt. Natürlich die Fragen aller fragen: Habt ihr’s gemacht?. Und dann noch wie es war und so.“
„Ähm, okay.“, skeptisch sah ich ihn an. „Und das hast du ihm alles erzählt?“
„Ähm, ja. Er ist schließlich mein Zwillingsbruder.“, sein Ton klang entschuldigend.
„Ach, ist ja auch in Ordnung. Anna weiß auch alles.“, Bill sah mich nur an und wir musste lachen.
„Oh man, ey.“, brachte mein gegenüber hervor und strich mir eine Haarsträhne aus dem Gesicht.


Kapitel 174:

*>Lea´s Sicht<*
„Guten Morgen!“, wurde ich plötzlich aus meinem schlaf gerissen. Müde blinzelte ich mit meinen Augen und strich mir mit einer Hand durch mein Gesicht. Als ich meine Augen ganz öffnete, sah ich, dass Tom auf der Bettkante saß.
„Morgen, was machst’n du hier?!“, fragte ich und setzte mich leicht schlaftrunken im Bett auf.
„Na, das ist ja eine nette Begrüßung. Nein, aber dein Freund ist gerade unten und Anna auch und dann habe ich mir gedacht, dass ich dich mal wecke, weil du sonst wahrscheinlich noch den ganzen Tag verpennt hättest.“, grinste er mich an.
„Das ist aber nett.“, ich gab ihm ein Küsschen auf seine Wange.
„Na, also. So was versteht man unter Begrüßung.“, lachte er auf. Ich streckte ihm nur die Zunge entgegen.
„Na, steh mal auf, die warten schon alle mit dem Frühstück auf dich. Mama und Gordon sind sogar schon bei unseren Großeltern.“, ich nickte nur und schlug die Decke zur Seite.
„Ich bin dann auch mal unten.“, zwinkerte mir mein bester Freund noch einmal kurz zu und verließ dann den Raum. Ich gähnte noch einmal herzhaft, bevor ich aufstand und mir Sachen zusammen suchte, die ich nach dem Duschen anziehen wollte. Ich entschied mich für meine schwarz-weiß karierte Sweatshirtjacke, darunter ein schwarzes Top und eine schwarze Röhre.
Als ich mit duschen fertig war, schminkte ich mich noch, glättete meine Haare und verließ das Badezimmer, um hinunter zu den anderen zu gehen.
„Morgen!“, brummelte ich, als ich in die Küche trat. Bill, Anna und Tom saßen schon am Tisch und schauten zu dritt auf das Titelblatt der Morgenzeitung.
„Guten Morgen!“, bekam ich nur von Anna und Bill zurück, wobei Bill mir noch ein „Na, auch mal endlich wach!“, zurief.
Ich ging auf ihn zu, gab ihm einen Kuss und setzte mich dann neben ihn. Sofort legten die drei die Zeitung beiseite.
„So, dann können wir ja endlich anfangen.“, grinste Anna und nahm sich ein Brötchen aus dem Brotkorb. Wir taten es ihr gleich und fingen an zu essen.
„Willst du nichts mehr essen?“, fragte Bill mich plötzlich skeptisch, nachdem ich mein Brötchen wieder auf das Brettchen gelegt hatte.
„Wieso?“, stellte ich die Gegenfrage.
„Ähm, weil du zufälligerweise nicht mal eine Hälfte gegessen hast?!“, er deutete auf mein angeknabbertes Brötchen. Die anderen beiden beobachteten uns.
„Hab’ eben keinen Hunger mehr.“, lächelte ich ihm entgegen und gab ihm einen Kuss.
„Mmh,...okay.“, nicht wirklich zufrieden widmete er sich wieder seinem mit Nutella beschmierten Brötchen.
Als wir mit dem frühstück soweit durch waren, räumten wir noch schnell ab und setzten uns ins Wohnzimmer.
„Was machen Siemone und Gordon eigentlich bei euren Großeltern?“, fragte ich, als ich mich an meinen Freund kuschelte.
„Wollten nur mal vorbei schauen, aber die bleiben eh wieder bis heute Abend.“, antwortete Tom mir. Ich nickte.
„Mmh, und was machen wir mit unserem Tag jetzt?“, fragte Anna in die drückende Stille.
„Wir können ja irgendwen anrufen und fragen, ob wir was machen wollen.“, schlug Bill vor.
„Und wen?! Und was?!“, fragte ich skeptisch.
„Wie wär’s mit Max und Dani?!“, lächelte er.
„Au ja!“, sagte ich nur und schon sprang Tom auf, um das Telefon zu holen. Er wählte.
„Halli, hallo. Hier ist Tom...Mmh, wir wollten fragen ob ihr heute Zeit habt, also du und Max...Ja, okay, kommt ihr vorbei? ...Stimmt, aber wenn, dann kommt einfach hinten lang, wie immer...Ja, gut, bis gleich...Ja, tschau!“, man hörte nur was Tom sagte, aber man konnte heraushören, dass sie gleich vor der Tür stehen würden.
„Machen sich kurz fertig und kommen dann. So circa anderthalb Stunden.“, teilte Tom uns noch einmal mit.  Wir nickten.
Und genau anderthalb Stunden später klingelte es auch schon an der Tür.
„Ich gehe.“, sagte ich nur und hüpfte vom Sofa, um zur Tür zu rennen.
„Hi.“, begrüßte ich die beiden, als ich diese geöffnet hatte und umarmte sie kurz.
„Hey.“, lächelten auch die beiden mir entgegen.
„Na, gar keine Fans vor dem Tor?!“, lachte ich.
„Nein, heute mal nicht.“, lachte Max mit schüttelndem Kopf. Wir gingen weiter in das Wohnzimmer, damit die beiden auch die anderen drei der Runde begrüßen konnten.
„So, und jetzt?“, lächelte Dani und nahm die Hand ihres Freundes.
Das ich sie am Anfang auf der Party nicht leiden konnte, war mir bis jetzt immer noch nicht klar. Sie war ein richtig liebes Mädel und ich glaubte auch, dass ich noch viel mit ihr erleben würde. Und das würde ich auch, nur wusste ich das zu diesem Zeitpunkt, als wir auf der Couch saßen und rätselten was wir machen sollten, noch nicht!


Kapitel 175:

*>Lea´s Sicht<*
„Ich wäre dafür, wenn wir auf den Spielplatz hinten am Waldrand gehen. Da ist doch echt keine Menschenseele und da könnten wir ja irgendwas machen.“, lächelte Dani.
„Au ja, aber was wollen wir da machen?“, Bill zog seine Augenbrauen hoch und sah in die Runde.
„Na ja, wir können ja bis heute Abend warten und `nen bisschen was zum Trinken mitnehmen.“, schlug Max vor.
„Schon wieder?“, lachte ich.
„Stimmt, aber egal. Ich meine, die Jungs sind nicht oft hier, da müssen wir das eben vorziehen. Dann ist das nun mal so, dass mal jeden Tag was getrunken wird.“, grinste Max wieder.
„Okay, du hast Recht. Wir haben doch sogar noch was von der Party, oder Bill?“, schaltete Tom sich in die Diskussion mit ein.
„Ich glaube schon. Und wenn, dann kaufen wir eben irgendwie noch was. Die nächste Tankstelle ist ja nicht so weit weg. Dann machen wir das so. Wie spät ist es denn?“
„Gleich halb vier.“, gab ich als knappe Antwort, nachdem ich auf mein Handy geschaut habe.
Die restlichen Stunden - eher gesagt die vier Stunden bis es endlich halb acht war - verbrachten wir mit rumgammeln und labern.
„Es ist gleich halb acht. Wollen wir los?“, stellte Anna fest.
„Ja klar, aber ich muss noch kurz hoch. Nachschminken und so.“, teilte ich den anderen mit und befreite mich aus den Armen meines Freundes, um vom Sofa zu hüpfen und nach oben zu laufen. Aber nicht alleine, denn die anderen beiden Mädels aus der Runde waren nicht weniger eitel.
„Mädels, kommt ihr?!“, rief uns plötzlich jemand von unten, als wir zu dritt vor dem Badezimmerspiegel standen. Als erstes war Anna fertig, da sie von uns dreien am wenigsten Schminke auftrug und ich am längsten.
„Jaha!“, riefen wir zu dritt im Chor zurück, lachten kurz auf und verließen schon das Badezimmer. Unten angekommen, zogen wir drei uns noch unsere Schuhe und Jacken an und verließen auch schon das Haus – ungeschert, da wieder einmal einer der wenigen Tage war, wo keine Fans vor dem Haus standen. Gut für uns.
Total aufgedreht – weiß der Geier warum – hüpften Dani und ich die Straße entlang.
„Komm Lea, wir wippen jetzt.“, lachte diese, als wir den Spielplatz, welcher schon halb im Wald gelegen war, betraten. Hier war wirklich nichts los. Nur das rauschen der Blätter und unsere Stimmen waren zu hören. Alleine wäre ich hier nicht gerne.
„Du bist bescheuert, aber okay.“, lachte ich mit ihr mit und setzte mich auf die andere Seite der Wippe.
So verlief eigentlich der ganze Abend. Mega lustig und keiner erkante uns. Bill und ich wagten es, uns in der Öffentlichkeit zu küssen und ehrlich gesagt genoss ich es irre. Er war zwar vermummt, aber nichtsdestotrotz war es besser als gar nichts.
Ziemlich angeheitert gingen wir irgendwann mitten in der Nacht gegen 2 Uhr zurück in die Richtung Kaulitz’ Haus. Da Max und Dani in Magdeburg wohnten, und beide noch keinen Führerschein haben, mussten wir noch knappe fünf Minuten auf die Mutter von Dani warten, die die beiden abholte.
„Gute Nacht.“, rief ich Anna und Tom noch einmal zu, als ich mich in Bill’s Zimmer zurückzog.
„So, ich bin müde.“, nuschelte ich ein wenig und ließ mich seufzend neben Bill nieder.
„Ich auch. Morgen ist Ostern, mein Schatz.“, lächelte Bill auf einmal breit.
„Ich weiß.“, skeptisch sah ich an und wunderte mich, weshalb er jetzt ein so riesen lächeln – fast gar schon grinsen – in seinem Gesicht hatte.
„Achso, ja.“, lachte er dann auf. Ich schüttelte mit meinem Kopf und machte es ihm nach.
„Wollen wir jetzt erstmal schlafen?“, gähnte Bill. Zu süß sah das wieder aus.
„Ja, klar.“, ich ging näher an ihn heran und küsste ihn kurz.
„Weißt du was?“, fragte ich ihn, doch dieser schüttelte nur mit dem Kopf.
„Ich...liebe...dich.“, formte ich mit meinen Lippen und gab ihm noch einen Kurzen Kuss, bevor ich mich in seine Arme kuschelte.
„Ich dich auch.“, hauchte er zurück und küsste mich noch einmal in meine Halsgegend.
Kurz darauf schlief ich auch schon in seinen Armen ein. Hatte einen wunderschönen Traum und freute mich einfach nur noch auf den nächsten Tag!


Kapitel 176:

*>Lea´s Sicht<*
„Guten Morgen, mein Schatz!“, wurde ich aus meinem Traum geweckt. Blinzelnd öffnete ich meine Augen. Doch sofort wurden diese von den hell leuchtenden Sonnenstrahlen geblendet. Ehe ich sie jedoch ganz öffnen konnte, rieb ich mir noch einmal mit meinen Händen durch mein Gesicht.
„Morgen.“, hauchte ich leise und sah meinen Freund – fertig gestylt und angezogen – auf der Bettkante sitzen. Überraschen konnte er mich damit immer.
„Na, meine süße Schlafmütze. Auch mal wach.“, lächelte dieser und strich mir durch mein Gesicht.
„Ja.“, grinste ich nur und stützte mich etwas auf meinem Ellenbogen auf, um mir meinen Guten-Morgen-Kuss abzuholen.
„Frohe Ostern.“, lachte ich auf. „Sagt man doch so, oder? Weil irgendwie hört sich das dumm an.“
„Ach, passt schon.“, lachte Bill.
„Aber weißt du was? Ich habe noch was für dich.“, lächelte ich meinem Freund entgegen.
„Wir haben aber gesagt, dass wir uns nichts schenken.“, ermahnte er mich.
„Stimmt, aber trotzdem.“, ich stand aus dem Bett auf und tapste etwas schlaftrunken zu meinem Koffer, um die kleine Schatulle mit der Kette herauszuholen.
„Bitteschön.“, lächelte ich und streckte ihm meine Hand entgegen, in der ich das Päckchen hielt.
„Danke.“, strahlend sah er mich an und machte sich sofort ans auspacken.
„Wow.“, hauchte er. Er holte die eine Hälfte des Herzen, welche an einem Lederband befestigt war, heraus, legte es sich in seine flache Hand und betrachtete dieses.
„Eigentlich fand ich das für einen Jungen nicht so toll. Aber dieser Spruch...ich meine, da fing unsere Beziehung doch erst an und ich dachte, es gefällt dir vielleicht?! Du kannst es dir ja auch ums Handgelenk machen.“, lächelte ich ihm entgegen. Er strich einmal über den Spruch – über unseren Spruch. ‚Du wirst für mich immer Heilig sein’, stand drauf, dennoch war er geteilt und die andere Hälfte des Satzes stand auf der anderen Seite des Herzen.
„Es ist wundervoll! Du bist so...Ends niedlich, mein Engel!“, hauchte Bill mir strahlend entgegen. Er legte sich das Lederband um sein Handgelenk und verknotete dieses.
„Da bleibt es...für immer!“, wisperte er und kam mir immer näher. Er zog mich näher an sich, indem er seine Hand in meinen Nacken legte und mich weiter an sich heran zog. und küsste mich.
„Danke.“, bedankte er sich nochmals.
„Bitte, und schau mal.“, ich öffnete meine linke Hand, in der die andere Hälfte drin lag. Sofort fing er an zu lächeln.
„Gib mal her.“, verlangte er von mir. Ich ließ die Hälfte mit dem Lederband in seine Hand gleiten. Sofort schnappte er sich diese und band es mir um meinen Hals.
Als Dank lächelte ich ihm noch einmal entgegen.
„Ich habe auch noch was für dich...aber das bekommst du erst heute Abend, okay?! Beziehungsweise heute Nacht, mmh?“, skeptisch sah ich ihn an, freute mich aber darauf, was es wohl sein mochte. Dieses ‚Heute Abend beziehungsweise heute Nacht’ machte mich umso neugieriger.
„Okay. Du machst mich neugierig, das ist fies.“, kicherte ich. Schämisch grinste mir mein Freund entgegen.
„So bin ich.“, lachte er auf und küsste mich kurz.
„Und dafür liebe ich dich. Aber ich glaube, ich gehe mich erstmal fertig machen, mmh? bevor wir dann runter gehen und so.“, ich stand auf und suchte mir Sachen zusammen, mit denen ich auch kurze Zeit später mit einem ‚Verabschiedungskuss’ von Bill im Badezimmer verschwand.
Heute beeilte ich mich besonders, da die anderen – so wie es mir mein Freund zumindest mitgeteilt hatte – schon auf uns warten würden. Als ich mich fertig geschminkt, gestylt und angezogen hatte, tapste ich zurück zu Bill in sein Zimmer, der schon ungeduldig auf mich wartete.
Wir wollten gerade runter gehen, da fiel mir was ein.
„Bill!“, schreckte ich auf, hielt mir meine flache Hand gegen meinen geöffneten Mund.
„Ich habe nichts für Gordon und deine Mum!“, doch meinem Freund blieb nichts anderes übrig, als zu lächeln.
„Keine Angst, für meine Mum haben wir Blumen und für Gordon haben wir eine Konzertkarte von so einer komischen Rockband gekauft, die hier bald in Magdeburg sind. Der wollte da nämlich mit seiner Bad hin, nur waren die Karten schon ausverkauft und er war der einzige, der keine mehr abbekommen hat. Man gut, dass wir unsere Connection haben.“, lachte Bill.
„Boah, ihr seid Schätze!“, lachte ich mit und so machten wir uns auf den Weg nach unten in die Küche, wo auch schon die anderen am Küchentisch saßen und mit dem frühstück auf uns warteten.


Kapitel 177:

*>Lea´s Sicht<*
„Morgen!“, begrüßten wir den Rest des Haufens und setzten uns zu ihnen an den Tisch.
„Morgen und frohe Ostern.“, lachten Siemone und Gordon leicht auf.
„Euch auch.“, lachten wir zurück.
„Na ja, Mama, Gordon? Wir haben noch was für euch. Also Mama für dich einmal das hier.“, Tom hob von seinem Schoß einen Strauß von wunderschön blühenden Blumen auf, wo sich ein kleiner Umschlag oben drin befand.
„Dankeschön, ihr vier.“, Siemone grinste uns alle vier breit an, nahm den Blumenstrauß entgegen und betrachtete ihn kurz.
„Jetzt mach schon den Umschlag auf, Mensch.“, drängelte Bill. Neugierig war er, dabei wusste er doch was drin war, oder nicht? Obwohl, ich tat es auch nicht und sah deshalb genau so gespannt Siemones Bewegungen zu wie mein werter Freund. Sie fing an den Umschlag zu öffnen und als sein eine kleine Ecke eines Zettels herauszog, schlug sie sich ihre Hand vor den Mund.
„Ihr seid verrückt.“, hauchte sie leise und sah einmal in unserer Runde von Jugendlichen entlang.
„Na, wir dachten, da du ‚Rosenstolz’ so gerne magst, schenken wir dir eine Konzertkarte. Und da die bald hierher kommen hat das auch gepasst.“, grinste Anna. Also waren alle eingeweiht – außer mir. Aber ich konnte nachvollziehen, wie Siemone sich freute, da ich das von meiner eigenen Mutter nur selber gut genug kannte.
„Dankeschön!“, sagte sie immer noch glücklich und strahlend, stand auf und umarmte uns alle vier einmal ganz fest. Auch wenn ich nichts von der Karte wusste, die Idee fand ich gut.
„So und da du auch was haben sollst, hier.“, nun holte Tom noch einen Umschlag von seinem Schoß hervor und reichte diesem seinem Stiefvater. Auch dieser öffnete ihn.
„Scorpions?! Ihr seid doch voll durchgedreht!“, lachte Gordon los. „Da gab’s doch keine karten mehr für!“, Bill und Tom grinsten sich an.
„David.“, sagten sie nur gleichzeitig und lachten daraufhin. 
„Danke. Ihr seid die besten!“, grinste er, schlug bei den Jungs ein und drückte mich und Anna einmal kurz.
Als wir uns alle gegenseitig beschenkt hatten – beziehungsweise ich den anderen, sprich Anna und Tom, gesagt habe, dass ihre Geschenke oben liegen und ich sie ihn dann geben würde – fingen wir endlich an zu frühstücken.
Dafür, dass es Ostern war, war es ziemlich langweilig. Ich saß gerade mit Bill in seinem Zimmer auf seinem Bett, eng aneinander gekuschelt. Nebenher lief ‚Green Day’, als Siemone uns rief.
„Bill, Tom, eure Großeltern kommen heute noch zum Kaffee!“, geschockt sah ich Bill an. Dieser verdrehte jedoch nur die Augen.
„Oh man...“, flüsterte er, bis er ein: „Okaaay!“, hinunter rief.
„Sorry...“, brummelte Bill und setzte sich in seinem Bett auf.
„Wofür?“, fragte ich hin verwundert.
„Dafür, dass meine Großeltern hier gleich auflaufen.“  „Hey, ist doch nicht schlimm. Dann lernen wir die auch endlich mal kennen.“, lächelte ich ihm besänftigend entgegen und strich ihm mit meinen Fingerspitzen über seine makellose Wange.
 „Okay.“, er gab mir einen kurzen Kuss.
„Aber weißt du was? Ich gehe mich mal eben schnell nachschminken. Meinst du, ich sollte ein bisschen weniger Schminke, also sprich Kajal, draufmachen?“, plapperte ich drauf los und tätschelte mit meinen Händen in meinem Gesicht herum. Doch Bill fing wieder einmal nur an zu lachen.
„Schatz, guck mich mal an, wie ich geschminkt bin. Für meine Großeltern ist das nichts Neues. Willst du bei ihnen gut ankommen? Dann benimm dich so, wie du bist, dann bist du ihr Liebling.“, lachte Bill.
„Okay, weiß ich bescheid. Und Gott sei dank, weil das hätte nämlich für mich auch irgendwie der Tod bedeutet. Also ich bin mal kurz im Bad.“, grinste ich meinen Freund an, stupste mit meinem Zeigefinger auf seine Nasenspitze und tapste aus dem Zimmer.
Zehn Minuten später stand ich auch schon wieder neben Bill, welcher vor seinem großen Spiegel stand und sein Outfit bewunderte.
„Perfekt, mein Schatz.“, hauchte ich ihm von hinten in sein Ohr und legte meine Hände von hinten auf seinen flachen Bauch.
„Okay, du aber auch.“, grinste er meinem Spiegelbild zu. Ich streckte ihm nur die Zunge entgegen.
Wir standen die ganze Zeit nur noch da, vor dem Spiegel. Hatte meine Hände auf Bills Bauch und diese wurden wiederum von seinen Händen umschlossen. Bis es an der Haustür klingelte. Großeltern Alarm!


Kapitel 178:

*>Lea´s Sicht<*
Wir tapsten Hand in Hand die Treppe hinunter und huschten ins Wohnzimmer, wo wir dann auf die Großeltern der Zwillinge warteten. Lange ließen die auch nicht auf sich warten.
„Frohe Ostern!“, sagten beide strahlend als sie den Raum betraten.
„Hallo Jungs.“, lächelte der ältere Herr seinen Enkeln, die vor Anna und mir standen, entgegen. Er drückte sie einmal herzlich. Und so sah er auch aus. Herzlich und nett. Er war mir mit seinem dickeren Bierbauch, seinem Bart um den Mund und seinem wärme ausstrahlenden Blick sofort sympathisch.
Die Oma tat es ihrem Mann gleich. Sie war eine kleinere ältere Frau. Ich schätzte beide so Mitte 60, da Siemone ja auch erst 38 war.
„Und wer sind die beiden Damen?“, als die Oma der beiden dies aussprach zuckte ich leicht zusammen und sah in das Gesicht meines Freundes.
„Das sind Lea und Anna.“, grinste Bill mich an.
„Achso, wir haben schon viel von euch gehört, ihr beiden.“, die Großeltern kamen auf uns zu und drückten einmal fast unsere Hand und wir stellten uns dabei mit unserem Namen vor.
„Ich bin Marie und bitte mit ‚du’!“, lächelte Marie – die Oma – uns freundlich entgegen.
„Und ich bin Otto.“, fügte der Opa hinzu.
Nachdem die Vorstellungsrunde beendet war, setzten wir uns alle an den großen Esstisch, welcher noch mit ihm Wohnzimmer stand und Siemone tischte Kaffee und Kuchen auf.
Der Kuchen schmeckte vorzüglich. Extra für Anna und mich hatte sie einen Schoko Kuchen gebacken.
Als der Tisch dann wieder abgeräumt war, begannen die Großeltern uns auszufragen – so kam es mir zumindest vor. Sie wollten echt alles wissen. Okay, es war verständlich, da wir die Freundinnen ihrer Jungs waren.
„Boah, endlich. Ich dachte die gehen gar nicht mehr.“, stöhnte Tom, als die Großeltern sich von uns allen verabschiedet haben und aus der Tür verschwunden waren.
„Tom!“, ermahnte die Mutter des Hauses ihren großen Sohn.
„Ist doch so.“, murrte dieser.
„Aber sich über das Geld freuen, was ihr jedes Mal bekommt.“, schüttelte Siemone den Kopf. Ihr Sohn verdrehte nur die Augen.
„Ähm, mal was anderes. Ist es draußen kalt?“, schaltete Bill sich ein. Wir alle sahen ihn skeptisch an.
Tom fing an zu lachen. „Als ob dich das interessieren würde.“
„Sonst hätte ich ja nicht gefragt, Bruderherz. Also Mama, Gordon?“, mein Freund sah seine Erziehungsberechtigten an.
„Nein. Also es geht wohl, warum?“, beantwortet Gordon seine Frage und zog eine Augenbraue hoch.
„Nur so. Gleich wieder da.“, und damit verschwand er auch schon aus dem Wohnzimmer und man hörte, wie er die Treppe hoch rannte.
„Na Lea. Dann sei mal gespannt, was der mit dir vorhat.“, lachte Anna.
„Wieso mit mir?“, ich tippte mit dem Zeigefinger auf meine Brust.
„Denkst du, der hat das jetzt nur so gefragt oder was?“, grinste Tom.
„Ihr seid bescheuert.“, ich verschränkte meine Arme vor der Brust.
„Aber so wie ich meinen Sohn kenne, ist es was tolles.“, zwinkerte Siemone mir noch einmal zu, bevor sie die restlichen Gläser, die auf dem Tisch standen in die Küche brachte. ihr Lebensgefährte tat es ihr nach.
„Boah, wo blei-.“, ich stoppte, denn da stand Bill schon im Türrahmen.
„So, ich bin fertig. Kommst du?“, Bill sah mich an. Wie von selbst drehte mein Kopf sich zur Seite und sah um sich. Die anderen lachten auf.
„Nein, mein Schatz, du bist gemeint.“, mein Freund kam auf mich zu und streckte mir seine Hand entgegen.
„Ähm, wohin?“, fragte ich total perplex und nahm irritiert seine Hand. Er zog mich mit einem Schwung hoch, dass ich einen Schritt nach vorne in seine Arme polterte.
„Das wirst du dann sehen.“, hauchte er, als unsere Köpfe sich nur noch um einige Millimeter trennten.
„Okay.“, grinste ich und küsste ihn.
„Komm’!“, sagte er noch mal leise und zog mich hinter sich her.
„Tschau. Und sorry, aber ich habe auch noch was für euch. Ich gebe euch das morgen, okay?!“, ich drehte meinen kopf noch einmal nach hinten zu Tom und Anna und lächelte verlegen.
„Jaja, nun geh mit ihm mit, los.“, grinste Anna breit und machte eine winkende Handbewegung Richtung Tür.
„Ey Bill, vergiss die Kondome nicht!“, rief Tom uns hinter her. Doch Bill hob nur seine Hand und zeigte seinem geliebten Bruder den Mittelfinger.
„Zieh dir am besten deine dicke Jacke an.“, riet Bill mir, als er sich seine Jacke überwarf. Ich tat was er sagte und band mir noch schnell meine Chucks zu.
„Wir sind weg. Bis dann!“, so wie es aussah, waren irgendwie alle in Bills plan eingeweiht – außer ich.


Kapitel 179:

*>Lea´s Sicht<*
Als Bill und ich das Haus verließen, war das Glück mal auf unserer Seite und am Osterabend standen keine Fans vor der Pforte. Wir tapsten zusammen – nicht Hand in Hand – den Bürgersteig entlang Richtung Wald. Zu groß war noch die Chance gesehen zu werden.
„Biill, wo wollen wir denn hin?“, sein Schritt wurde immer schneller.
„Nicht so laut.“, er hielt sich seinen Zeigefinger vor den Mund. „In den Wald und genaueres wirst du gleich sehen.“, als wir den Wald betraten schnappte er sich meine Hand.
„Meinst du nicht, uns könnte wer sehen?!“, fragte ich vorsichtig nach.
„Wir sind inzwischen mitten im Wald, es ist Ostern und neun Uhr Abends. Glaubst du echt, dass jetzt noch wer unterwegs ist?“, er blieb kurz stehen und sah mich mit hochgezogener Augenbraue an.
„Wir sind doch aber auch unterwegs.“, grinste ich. Er verdrehte nur die Augen sagte ein: „Wir sind ja auch unnormal!“ und zog mich weiter hinter sich her. Ich musste lachen. „Du spinnst Bill.“
„Danke, du auch, mein Schatz! Und jetzt sind wir gleich da.“, der Wald schien wohl nie zu Enden, da wir nun schon geschätzte 15 Minuten hinein gelaufen waren.
„Da.“, er zeigte auf eine Hütte etwas weiter entfernt.  „Warte kurz hier, ich bin gleich wieder da.“, er ließ meine Hand los und lief Richtung Hütte, in welche er auch kurz danach verschwand. Und nun stand ich hier – alleine im Wald. Tolle Überraschung, dachte ich nur, doch da wusste ich noch rein gar nichts von dem Kommenden.
Ich stand nicht lange alleine hier, denn kurze Zeit später kam mein Freund auch schon wieder grinsend aus der Hütte gelaufen. „So, jetzt aber.“, er nahm mich wieder bei der Hand und wir gingen zur Hütte. Bevor er jedoch die Tür aufmachte, hielt er mir meine Augen zu. Als er seine Hand wieder von diesen wegnahm stand er hinter mir und legte seine Hände auf meine Hüften. Und was ich da sah brachte mich dazu meine Hand vor meinen Mund zu schlagen. In der Hütte stand eine Sitzecke mit einem Tisch und verschiedene Schränke. Die Sitzecke wurde ein wenig zur Seite gerückt und vor dem großen Sofa war aus roten Kerzen ein großes Herz gelegt. Sie waren angezündet und in der Mitte lag ein kleines Päckchen. Es sah wunderschön aus.
„Bill!“, hauchte ich leise und nahm langsam meine Hand von meinem Mund. Ich drehte mich um und sah in das strahlende Gesicht meines Freundes.
„Du bist so verdammt süß“, quiekten ich und fiel ihm um den Hals.
„Schön, dass es dir gefällt.“, freute mein Freund sich. Ich löste mich aus der Umarmung.
„Es ist wunderschön, Bill...“, brachte ich noch hervor, bevor wir in einen wunderschönen, langen Zungenkuss verfielen. Als sich unsere Lippen wieder trennten, strich mir mein Freund eine Haarsträhne aus dem Gesicht und folgt seinen eigenen Bewegungen mit seinen Kullerbraunen Augen.
„Magst du nicht gucken gehen, was in der kleinen Schachtel ist?“, fragte er mich dann. Ich lächelte nur, und ging auf das Kerzenherz zu, um das kleine Päckchen in meine Hand zu nehmen. Als ich es von dem Geschenkpapier befreit hatte, öffnete ich die kleine Schatulle. Drin lag eine Kette mit einem Herzanhänger.
„Du kannst ihn noch aufmachen.“, riet Bill mir und ich tat was er sagte. Das Herz öffnete sich mit einem klicken. In der einen Hälfte befand sich ein Foto von mir und in der anderen Hälfte eins von meinem Freund.
„Wow.“, brachte ich hervor und sah ihn überglücklich an.
„Ich dachte, du freust dich drüber und so sind wir immer vereint um deinem Hals, mmh?“, fragte er nach und setzte sich auf das Sofa, vor welchem ich auf dem Boden hockte und die kleine Schatulle in meinen Händen hielt.
„Und wie ich mich freue. Machst du sie mir um?“, strahlte ich ihn an, stand von dem Holzboden auf und setzte mich neben ihn auf die alte Couch.
„Danke...“, flüsterte ich und küsste ihn.
„Bitte, Maus.“, lächelte er und machte mir die Kette um. „Und ich hab noch eine Kleinigkeit.“, lächelte er warm und zog hinter seinem Rücken eine rote Rose hervor.
„Weil ich dich so sehr liebe! Und in diesen zwei Monaten wurde es immer mehr, mein Engel!“, wie er das sagte, trieb mir Feuchtigkeit in meine Augen.


Kapitel 180:

*>Lea´s Sicht<*
„Bill, aber-.“, ich wollte mich gerade beschweren, dass er mir so viel Freude bereitete, da hielt er mir den Mund zu.
„Nichts aber!“, ermahnte er mich mit einem lächeln auf den Lippen. „Du hast so viel verdient. das es dich gibt, das ich mit dir zusammen sein darf und das du so viel Verständnis rüber bringst, wenn wir mal wieder weg müssen.“, er strich mir sanft über meine Wange.
„Bill, ich liebe dich, ich bin mit dir zusammen und ich wünsche mir keinen anderen mehr an meiner Seite. Nie mehr. Und gerade weil ich dich so liebe habe ich so viel Verständnis.“, ich küsste ihn.
Als wir uns wieder voneinander lösten, kuschelte ich mich an Bill. Beobachtete den Schein der vielen Kerzen, die immer noch in einer Herzform auf dem Boden standen.
„Was ist das eigentlich für eine Hütte hier.“, fragte ich und sah mich in dem dunklen, nur von den roten Teelichtern beleuchteten, großen Raum um.
„Das ist unser Treffpunkt von früher. Also von Alex, Tammy, Gustav, Georg, Andi, Dani, Max, Tom und mir. Wir haben im Sommer viele Nächte mit feiern hier verbracht. Es war schon immer lustig. Aber seid wir berühmt sind und immer unterwegs sind, ist das ganz schön liegen geblieben. So etwas zum Beispiel vermisst man schon wenn man abends nach einem gelungenen Konzert auf dem Bett im Hotelzimmer liegt und keiner da ist. Aber es ist mein Traum und den lebe ich gerade, da muss ich die Konsequenzen eben auf mich nehmen.“, lächelte Bill und gab mir einen Kuss auf meine Stirn.
„Achso. Aber warum macht ihr denn nicht irgendwie mal eine Party wenn ihr mal wieder hier seid?“, fragte ich ihn und drehte meinen Kopf in seine Richtung.
„Ich weiß es auch nicht. Irgendwie sind wir noch nie wirklich dazu gekommen und dieses mal war ja erst die Party bei uns und dann bei Andi.“, erklärte mir mein Freund.
Darauf sagte ich nichts mehr, wir saßen nur noch da. Und als ich so in die kleinen roten Flammen der Teelichter sah, kam mir eine Idee. „Bill, hast du einen Schlüssel mit?“, fragte ich meinen Freund und setzte mich auf dem Sofa auf.
„Wieso das denn? Willst du wieder nach Hause?“, skeptisch sah er mich an.
„Nein, aber hast du nun einen mit oder nicht?“, ich streckte meine hand Richtung Bill, welcher schon in seiner Hosentasche kramte. Kurz darauf zog er ein Schlüsselband samt Hausschlüssel heraus.
Als Bill ihn in meine Hand legte, ging ich einen Schritt zur Seite, wo ich eine freie Stelle Wand sah.
Da die Wand ja aus Holzbrettern bestand, konnte man unbeschwert – wenn auch mit ein wenig mühe – etwas hineinritzen. Ich machte mich an mein Werk. Bill beobachtete mich vom Sofa aus.
„So, ich bin fertig!“, lächelte ich und drehte mich wieder zu meinem Freund um. „Komm mal her.“, sofort hüpfte er vom Sofa und stellte sich neben mich. Er sah sich mein Kunstwerk an. Ein großes Herz mit den Anfangsbuchstaben unserer Namen. Er ging mit seinem Zeigefinger über die Umrandung des Herzen und den beiden Buchstaben, welche von einem ‚plus’ in der Mitte getrennt wurden.
Doch anstatt das er irgendetwas sagte, nahm er mir seinen Schlüssel aus der Hand und steckte ihn zurück in die Hosentasche. Als dieser sicher verstaut war, drehte er mich zu sich um, sodass ich ihn ansehen konnte. Er nahm meine Hände und führte mich Rückwärts, so dass ich irgendwann an der Wand gelehnt stand. Er hob seine Hände - mit meinen verhackt -  und kreuzte sie über meinem Kopf. Er kam mir immer näher, lehnte sich schon fast an mich heran und küsste mich. Wir standen lange da. Sehr lange sogar. Aber wir verbrachten nur mit küssen. Ununterbrochen. Sagten auch kein Wort, sondern genossen beide nur diese Stille. Ja, wir genossen es, dass wir alleine waren und uns keiner störte – vor allem kein störender oder dumm grinsender Tom. Dass wir die Zeit genießen konnten, die wir nun schon zusammen hatten, bevor sie auf Tour fuhren und ich ihn so lange nicht bei mir haben konnte. Zumal ich nach den Osterferien noch in Hameln zur schule ging und noch nicht in Magdeburg wohnte. Was die Sache ja nicht wirklich erleichterte. Denn da kam wieder der ganze Stress auf mich zu. Der Stress, den mir meine Mitschüler bereiteten. Aber daran wollte ich in diesem Moment nicht dran denken!

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