Er liebt mich...er liebt mich nicht...

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Kapitel 161:

*>Lea´s Sicht<*
„Na ja, wenn wir das dann auch geklärt hätten, können wir ja gleich weiter machen und zum eigentlichen Thema kommen.“, fing Andi an. Er hörte sich an wie der Chef einer Firma, der gerade mit seinen Mitarbeitern einige Punkte in einer Sitzung abklären musste.
„Man Andi, was hast du denn bitte für eine Sprache drauf.“, sah Bill seinen besten Freund etwas perplex an. Wir andere fingen an zu lachen. Andi aber grinste nur.
„Tja, so gehört sich das eben, als ältester in der Runde. Der muss eben den Ton angeben.“
„Jaja, erzähl nichts. Du bist aber auch nur vom Alter her der älteste, vom Kopf der jüngste. Da bin ich es nämlich.“, neckte Tom ihn.
„Alter.“, stieß Andi hervor, griff nach dem Kissen, welches neben ihm auf dem Sofa lag und warf es Richtung Tom. Treffen konnte er, das musste man ihm lassen.
„Ey, du Assi.“, meckerte Tom und wollte gerade das Kissen zurückschmeißen, wovon ich ihn aber abhielt.
„Jungs, ihr seid beide im Kopf wie solche kleinen Kinder, ja. Und jetzt Ruhe!“, stellte Janna die ganze Situation klar, worauf Bill, Anna und ich erstmal mächtig anfingen mussten zu lachen. Die perplexen Gesichtsausdrücke der beiden „Kinder“ unter uns waren einfach zu genial! So verschränkten auch die beiden ihre Arme vor ihrer Brust und ließen sich zurück ins Sofa fallen. Süß!
„Na ja, hier soll also morgen eine Party steigen?“, fragte Bill, als Andi und sein Bruder endlich Ruhe gegeben hatten. Andi nickte nur und wich dem Blick seiner Freundin, die diesen erhaschen wollte, aus.
„Boah Andi. Zick nicht rum. Das ähnelt wirklich einem Kind.“, brachte sie heraus und piekste ihm in die Seite, was ihn zusammen zucken ließ. Er setzte sich automatisch mit einem Quieken auf und streckte ihr die Zunge raus.
„Ja, meine Eltern sind ja weg, wie ihr vielleicht schon bemerkt habt, und da ihr ja danach wieder weg seid, wegen den Tourvorbereitungen und die beiden Mädels wieder zu Hause sind, habe ich mir gedacht, schmeiße ich doch noch mal schnell eine. Passt ja alles perfekt zusammen und so.“, teilte er uns mit.
„Finde ich gut. Was musst du denn noch besorgen?!“, fragte Anna interessiert nach.
„Eigentlich noch alles, oder?!“, antwortete Janna etwas fragend in die Richtung ihres Freundes, welcher eine Hand auf ihren Oberschenkel gelegt hatte und ihn leicht streichelte. 
„Ja.“, nickte dieser.
„Okay, dann würde ich mal vorschlagen, dass wir uns jetzt auf die Socken machen und nach Magdeburg in den Supermarkt fahren und daneben ist ja gleich die Getränkequelle.“, nahm Tom, welcher sich wieder abreagiert hatte, das Zepter in die Hand.
„Ja, aber ich bin dafür, dass ihr beide...“, Andi deutete auf die Twins. „...hier bleibt. Weil wie wir ja alle wissen, könnt ihr ungeschert nicht mehr raus. Wer will denn mit?“
„Ich!“, rief ich mit gehobenem Zeigefinger.
„Ich auch.“, kam Janna noch dazu. 
„Okay, Anna du auch?! Oder willst du den beiden hier Gesellschaft leisten?“, fragte Andi sachlich.
„Ich bleibe hier. Ich glaube, ihr schafft das zu dritt.“, grinste sie.
„Okay, hätten wir das auch. Wollen wir los?“
„Klar.“, ich beugte mich kurz zu Bill rüber und verpasste ihm einen kurzen Kuss. „Bis nachher.“, lächelte ihm noch entgegen.
„Ja, bis dann.“, sagte er. „Ich liebe dich!“, lächelte er mir flüsternd entgegen.
Ich formte meine Lippen noch zu einem „Ich dich auch“ und ging hinter Janna und Andi hinterher.
„Tschau.“, rief ich noch einmal ins Wohnzimmer, bevor ich in den Flur ging, um mir meine Chucks anzuziehen.
*>Anna´s Sicht<*
Als wir hörten, wie Janna, Lea und Andi die Haustür hinter sich zugemacht hatten, seufzten wir alle drei gleichzeitig auf.
„Man, ich wollte als erstes seufzten!“, lachte Tom.  Sofort stimmten Bill und ich ein.
Das konnte ja ein Spaß werden, mit meinen beiden Jungs.
Als wir uns wieder einigermaßen beruhigt hatten, was auch nicht so lange dauerte, fragte Bill: „Was wollen wir jetzt machen?“
„Ich glaube, wir sollten das hier alles Mal ein bisschen zur Seite schieben. So wie bei uns. Weil sonst ist ja voll kein Platz hier.“, sagte Tom und ließ seinen Blick durch das Wohnzimmer schweifen.
„Stimmt, du hast Recht! Also auf, auf.“, grinste ich und erhob mich von dem äußerst gemütlichen Sofa.
Ich war voll motiviert, warum wusste ich auch nicht, da ich aufräumen oder so etwas in der Art eigentlich verabscheute. Die beiden Jungs erhoben sich auch langsam mal von der Couch. Nur mit einem seltsamen grinsen. Hatte ich etwas verpasst?!
Ich machte mir nichts weiter draus und fing an, die Fernsehzeitung mitsamt den Fernbedienungen, in den Fernsehschrank zu packen. Das war immer noch die leichteste Aufgabe. Derweil fingen die Jungs an die Sessel ein wenig an die Seite zu schieben.
Ich war gerade dabei, die ganzen Porzellan Sachen von dem großen Regal zu nehmen, damit morgen auf der Party auch ja nichts kaputt gehen konnte, als ich von den Jungs ein lachen und so etwas wie ein: „Los, komm’“, hörte.
Ich drehte mich mit einem skeptischen Blick um und schon spürte ich etwas Weiches in meiner Brustgegend.


Kapitel 162:

*>Anna´s Sicht<*
Als ich überhaupt realisierte, was das gerade war– es handelte sich um ein Kissen, was sonst? – sah ich auf und in die Gesichter der Zwillinge. Sie standen nebeneinander, was ein Bild ablieferte, was rüber kam, als seien sie zwei kleine 5-jährige Kinder.  Bei dem Anblick musste ich sofort anfangen zu grinsen. Nichtsdestotrotz bekamen sie das zurück. Ich stolperte über das Kissen, was mittlerweile den Weg auf den Boden gefunden hatte, zum Sofa und schnappte mir die anderen beiden, die dort noch drauf lagen.
„Na wartet!“, lachte ich und knallte erst eins und dann das andere Kissen Richtung Bill und Tom. Beide schrieen auf, als das Kissen sie in der Bauchgegend traf.
„Alter, Tom. Das gibt Rache!“, lachte Bill laut und kam auf mich zu gerannt.
„Nein!“, quiekte ich vor Angst und rannte hinter einen der zwei Sessel, um mich zu schütze. Aber nur scheiße, dass die beiden zu zweit waren. So konnte einer von rechts und der andere von links kommen.
„Jungs, nein! Aus! Pfui!“, stieß ich aus und lachte dabei. Auch die beiden stimmten mit ein.
„Wir sind keine Hunde, Anna. Das kannst du mit Scotty machen!“, jappste Bill nach Luft und fand die ganze Situation in der ich steckte wohl mega lustig. Aber trotzdem musste ich hier hinter diesem Sessel weg und dazu musste ich beide ablenken. Nur wie?! Ich überlegte, und plötzlich kam mir eine brillante Idee.
„Ey, guck mal. Da...da steht ein Fan im Garten!“, spielte ich entsetzt und deutete mit meiner Zeigefingerspitze aus der Terrassentür. Musste mir mein lachen stark verkneifen.
„Was?“, fragte Bill geschockt und drehte sich, zeitgleich mit seinem Zwilling, zum Fenster um.
„Haha, wohl vergessen, dass wir hier bei Andi sind und nicht bei euch zu Hause, wa?!“, lachte ich lauthals und lief hinter dem Sessel weg, Richtung Flur, wo ich erstmal stehen blieb und auf die Reaktion der Jungs wartete.  Die natürlich nicht lange auf sich warten ließ. Ich lachte weiter und die beiden fluchten nur so vor sich hin, wie sie auf so eine schlechte Verarsche, wie sie es nannten, hätten drauf reinfallen können. Als die beiden sich aber noch schnell einen Blick zuwarfen und dann schnellen Schrittes in meine Richtung gestolpert kamen, bekam ich doch Panik und stürmte in die Küche. Man konnte vom Flur aus in die Küche und von dieser aus in das Wohnzimmer. Sozusagen konnte man immer im Kreis laufen. Was natürlich nicht zu meinem Vorteil war, aber zum Glück hatte ich die beiden Jungs hier und nicht irgendwelche anderen, die etwas schlauer denken würden, als letztere. Also kamen die Jungs nicht von beiden Seiten, sondern nur durch den Flur Richtung Küche.
„Was wollt ihr. Geht weg!“, lachte ich. Auch die beiden lachten nur. Und schon wieder lief ich los. Diesmal blieb Tom aber in der Küche stehen, ohne, dass ich es bemerkt hatte. Und so lief ich in mein Unglück.
„Boah, Bill. Geh weg!“, lachte ich, drehte meinen Kopf etwas nach hinten, sodass ich ihn sehen konnte und drehte eine extra Runde im Wohnzimmer um die ganze Couchgarnitur. Als ich wieder hinter dem verflixten Sessel stand, musste ich ein wenig tricksen, bekam das gegen Bill aber auch gut hin und lief somit wieder in Küche. Wie gesagt- mal wieder in mein Unglück. Denn dort stand Tom mir plötzlich grinsend gegenüber.
„Na, so eine schlaue Taktik hättest du jetzt doch nicht von uns gedacht, was mein Schatz?!“, fragte er mich und wir beide mussten lachen. Ich hörte noch, wie Bill von hinten kam und die beiden sich über meiner Schulter Blicke austauschten. Ich sah meinen Freund nur stirnrunzelnd an. Noch kurz ließ ich einen Blick über meine Schulter zu Bill schweifen, der sich im Rahmen der Küchentür befand, und schon hörte ich ein: „Los, Bill!“, von Tom. Ruckartig riss ich meinen Kopf herum, sodass ich wieder nach vorne sah. Meine Augen weit aufgerissen, sah ich meinen gegenüber an, schlug die Hände über dem Kopf zusammen und ließ mich automatisch auf den Boden an die Wand fallen. Trotzdem mit einem lachen im Gesicht.
„Was war das?!“, lachte Bill nur und stürmte mit seinem Bruder auf mich zu. ich zog meine Beine an meinen Oberkörper, winkelte sie somit an. Die Hände blieben über meinem Kopf. Fast zusammen gerollt saß ich da unten auf dem Küchenboden. Ich wusste was sie vorhatten- kitzeln. Schon früher habe ich mich immer so zusammengekauert auf den Fußboden geschmissen, beziehungsweise gesetzt, als mein 2 Jahre älterer Bruder so eine Aktion mit mir vorhatte. Wozu die Vorkenntnisse aus der frühsten Kindheit nicht noch gut waren.


Kapitel 163:

*>Anna´s Sicht<*
Schneller als mein Gehirn es aber zuließ zu denken, merkte ich auch schon, wie Bill anfing mir die ganze Zeit in die Seite zu pieksen. Leider hatte ich keine Hand mehr frei, um mich dort auch noch zu wehren, auch wenn ich theoretisch die von meinem Kopf nehmen konnte. Die wollte ich dort aber dennoch lassen. Warum?! Keine Ahnung!
Er fing mich immer heftiger an zu kitzeln. Mein Bauch tat vor lachen schon höllisch weh, da ich an der Seite, wo Bill es bevorzugte mich zu kitzeln, am meisten kitzelig war. Man sollte den Jungs nicht alles verraten- zumindest nicht das Geheimnis, wo sich die empfindlichsten Stellen beim Kitzeln befanden.
Ich jappste die ganze Zeit nach Luft. Die Folgen des Kitzelns waren nicht nur bei mir, sondern auch bei Tom, welcher übrigens nur die ganze Zeit an der Seite stand und
zusah,  und bei Bill eine riesen Lachattacke. Mein Bauch fing an zu schmerzen, so doll musste ich lachen.
„Biii-hiill. Hö-ör bitteee au-...au...auf.“, brachte ich hervor. Inzwischen hatte ich meine Hände doch schon von meinem Kopf genommen und hielt mir meinen Bauch. Ich lag nun sogar schon auf der Seite auf dem harten und kalten Fliesenboden der Küche und lachte. Das ganze Haus wurde von meinem Lachen ertönt. Aber nicht nur von meinem, auch von den beiden Jungs.
„Biiiiiiiill!“, quiekte ich immer wieder. Aber nichts brachte. Bis, nach geschlagenen 10 Minuten in denen ich gequält wurde, endlich meine Rettung kam.
„Janna, Lea, Andi!“, schrie ich weiter. Bill machte dennoch keine Anstalten endlich aufzuhören und auch mein Freund stand nur an der Küchenzeile gelehnt und sah mit munterem Lachen dem Getöse auf dem Fußboden zu.
„Hilfe.“, keuchte ich, als ich sah, wie Janna ihren Kopf an Bill vorbei zu mir nach unten auf den Boden streckte.
„Bill, lass sie los.“, hörte ich dann auf einmal meine beste Freundin hinter ihrem Freund.
„Nein.“, lachte dieser nur und machte einfach weiter.
„Leute!“, fing Andi dann plötzlich an rum zuschreien. Sofort erstarrten Bills Bewegungen und alle in dem Raum hörten auf zu Lachen. Das war deutlich.
„Man, ihr habt einen scheiß gemacht und wir sind die ganze Zeit in den zweieinhalb Stunden durch Magdeburg gefahren und haben eingekauft. Ich dachte ich hätte mich auf euch verlassen können. Ihr konntet euch das nämlich auch auf mich!“, sagte er genervt, nahezu wütend. Als letzterer sich an die Arbeitsplatte stellte, um seine Tüten, die er in der Hand hatte, darauf zu stellen, zeigte Lea uns ihren Daumen, welcher nach oben zeigte. Dass das ironisch gemeint war, wussten wir alle. Sofort stand Bill vom Boden auf, was ich ihm nachtat, und wollte gerade nach draußen zum Auto gehen, um seinem besten Freund beim Tütentragen behilflich sein zu können, als er wiederum aufgehalten wurde.
„Bleib’ drinnen.“, sagte Lea zu ihm und gab ihm einen kurzen Kuss.
*>Lea´s Sicht<*
Man merkte an Andis Ton, indem er gerade mächtig Ruhe in die Küche gebracht hatte, dass ihn das ziemlich aufregte. Okay, wen würde es nicht aufregen?! Keiner sagte mehr etwas, zu hart war Andis Ton. Aber dennoch wussten wir alle, dass er in fünf Minuten wieder gute Laune haben würde. Wer konnte es den dreien schon übel nehmen, wenn sie mal ihren Spaß hatten?! Als ich Bill einen kurzen Kuss gegeben hatte und gesagt hatte, dass er drinnen bleiben sollte, zum Schutz vor irgendwelchen Fans, tapste ich hinaus zum Auto und holte eine Kiste Bier, welche wir im Getränkemarkt von Magdeburg gekauft hatten, aus dem Kofferraum. Zurück, kam Anna mir entgegen, welche auch nicht einen sonderlich fröhlichen Eindruck machte.
„Mach dir nichts draus.“, hauchte ich ihr schnell zu, als sie an mir vorbei ging. Sie verzog ihren neutralen Ausdruck zu einem leichten Lächeln und somit ging ich weiter, um die schwere Kiste abzustellen.
„Wohin mit der Bierkiste, Andi?!“, rief ich fragend in die Küche.
„Ach stell an die Kellertür. Es lohnt sich eh nicht mehr, sie nach unten zu bringen.“, bekam ich als antwort zurück und tat, was mir gesagt wurde. Wir räumten noch alle zusammen, außer den Twins, das Auto aus und verstauten die eingekauften Sachen an ihren Plätzen. Auch die Möbel rückten wir noch zurecht, dort wo Anna, Bill und Tom vorhin aufgehört hatten, und schon konnten wir uns nach knappen anderthalb Stunden zufrieden im Raum umblicken. Auch Andis Stimmung war wieder auf dem Höhepunkt. Er machte wieder Witze, machte mit den Jungs quatsch und war, wie er immer war. Keinesfalls nachtragend eben.


Kapitel 164:

*>Lea´s Sicht<*
Als wir fertig waren, setzten wir uns alle auf den Boden in einen Kreis, da die Couch und die Sessel ja nun an die Seite geschoben wurden.
„Und jetzt?!“, fragte Janna erwartungsvoll in die Runde.
„Ach, wartet. Ich habe noch was mitgebracht.“, grinste Andi plötzlich und erhob sich, um in die Küche zu gehen.
„Ah, stimmt ja.“, fügte Janna noch hinzu. Bill, Anna und Tom sahen sich nur verwirrt an. Ich wusste, was jetzt kommen würde, wenn ich mit meiner Vermutung richtig lag. Schließlich fing der Abend erst jetzt, um 19:00 Uhr, so richtig an. Und als Andi aus der Küche kam, bestätigte sich mein Gefühl auch schon.
„Was hast du da?!“, fragte Tom sofort. Er war eben neugierig. Aber das die anderen es nicht waren, konnte man nicht verspotten, denn auch die beiden starrten Andi nur fragend an.
„Zwei Flaschen Wodka, drei Flaschen Sekt und eine Flasche Jägermeister!“, grinste er und sah auf die Flaschen, die er in einem Korb und in seiner freien Hand mit sich rum trug. Das musste für sechs Personen erst einmal reichen. Besaufen wollten wir uns ja sicher nicht.
„Und...jetzt?“, stellte Bill sich blöd.
„Trinken?!“, stellte ich die Gegenfrage und musste etwas lachen. Sofort sah man die strahlenden Augen von Bill und Tom.
„Jungs, heute findet aber kein Besäufnis statt. Das geht erst morgen los, ja?!“, stellte Andi gleich von Anfang an klar.
„Schon klar. Hatten wir ja auch nicht vor.“, versicherte Bill ihm und zog sich gleich die eine von den zwei Flaschen Wodka unter den Nagel.
„Man merkt es, Jungs!“, sagte Anna, nachdem Tom es ihm nachtat. Doch darauf sagten sie dann nichts mehr, sondern machten sich daran, die Flasche zu öffnen und noch einmal schnell in die Küche zu flitzen, um Gläser zu holen.
„Mädels, wollen wir eine Flasche Sekt aufmachen?“, schaute ich die beiden anderen Damen fragend an.
„Gerne.“, lächelte Anna und kam vor mich und Janna gerückt.
„Machst du auf?“, fragte ich Janna und hielt ihr die Flasche entgegen.
„Sag nicht, du kannst das nicht?!“, lachte sie.
„Ähm, na ja, ausprobiert habe ich es schon, aber das ging in die Hose. Deswegen mach du es lieber!“
Sie nahm die Flasche und werkelte ein wenig an ihr herum, bis sie sich mit einem „plopp“ öffnete und der Dampf, wegen der vorhandenen Kohlensäure, aus der Flasche stieg.
„So, hier!“, sagte Janna und ich hielt ihr sofort drei Gläser, die die Jungs uns Gütigerweise aus der Küche mitgebracht hatten, unter die Nase. Sofort goss sie diese voll und gab sie uns mit einem „Hier, Bitte!“, zurück.
Als wir alle unsere Gläser in der hatten sagte Tom mit einem grinsen:
„Prost Mädels!“, hielt sein Glas in die Höhe und gab seiner Freundin, die neben ihm auf dem Boden platz gefunden hatte einen Kuss. Sie waren schon niedlich.
Auch Janna rutschte etwas näher an Andi heran und lehnte sich gegen seinen Oberarm. Nur Bill und ich blieben weiter von einander sitzen und schenkten uns einfach nur liebe Blicke oder grinsten uns ab und an mal an. Ich fand, dass es nicht immer sein musste, dass die Pärchen aufeinander hockten. Schließlich gab es auch noch so was wie Freunde und nicht nur den Partner. Es war nichts gegen die beiden gerichtet, aber ich hatte in der Vergangenheit das Spiel mit meiner ehemals besten Freundin durchgemacht. Jennifer...
Der Abend ging eigentlich relativ schnell um und so wunderte ich mich auch, als ich auf mein Handy schaute, da ich eine SMS von Laura bekommen hatte, und sah, dass es schon kurz vor eins war. Dabei wollten wir doch gar nicht so lange bleiben. Ich schrieb Laura noch schnell zurück. packte mein Handy zurück in meine schwarz-weiß karierte Umhängetasche die ich neben mir liegen hatte und wandte mich dann wieder den anderen zu.
„Ähm, ich will euch ja nicht stören und so.“, fügte ich mich ein, als gerade eine Diskussionspause herrschte. „Wollen wir nicht langsam mal gehen? Es ist gleich ein Uhr und wir wollten doch eigentlich gar nicht so lange bleiben. Schließlich soll hier heute Abend noch `ne Party steigen. und zwar mit ausgeschlafenen Twins und Anna’s und Lea’s.“, Anna sah mich geschockt an und ließ einen Blick auf ihre Armbanduhr an ihrem linken Handgelenk schweifen.
„Oh Gott. Wie die zeit vergeht. Lasst uns echt mal gehen!“, stimmte sie mir zu und sprang schon nahezu von ihrem Platz am Boden auf.
Und so kam es dann auch, dass wir fünf Minuten später allesamt im Flur von Andis Haus standen und uns von Janna und ihm verabschiedeten. Besonders glücklich waren die beiden nicht, dass wir ‚schon’ gehen wollten, aber sie sahen es schlussendlich doch ein.


Kapitel 165:

*>Lea´s Sicht<*
Als wir einen wirklich ruhigen Heimweg hatten, sogar ohne Gekreische irgendwelcher hysterischen Fans, standen wir etwas durchgefroren, auch wenn es nur fünf Minuten waren, im Flur des Kaulitzen Hauses. Na ja, bekanntlich gab es auch im März noch kalte Nächte – was man an diesem hier besonders gut erkennen konnte.
Als wir uns unsere Jacken und Schuhe ausgezogen hatten, verabschiedeten sich Anna und Tom schon hundemüde von uns und verließen gleich darauf den Flur, um die Treppe nach oben anzusteuern und sich dort in Toms Bett zu verkriechen.
„Wollen wir auch hoch gehen?!“, fragte ich Bill.
„Klar!“, grinste ich. Auch mein Freund fing an zu grinsen und zog mich an meiner Hand immer näher an sich heran. Gerade wollte er seine Lippen auf meine legen, da wich ich wieder etwas weiter von ihm zurück. Sofort setzter er einen schmollenden Blick auf und sah mich mit seinen braunen, kullerbärchen Augen an.
Ich musste leicht lachen.
„Man, Schatz! Du bist voll fies.“, lachte auch mein gegenüber mit mir mit. Na, so fies schien ich dann wohl doch nicht zu sein, dachte ich nur und musste schmunzeln.
„Aber ich liebe dich dafür, dass du so fies bist. Hoch jetzt mit dir!“, fügte er noch hinzu und schob mich leicht Richtung Treppe. Ich musste nur noch lachen und ging Kopf schüttelnd zugleich die Treppe hinauf.
Als wir in Bills Zimmer angelangt waren und dieser die Tür hinter sich schloss, ließ ich mich seufzend auf seinem bett nieder.
„Was machen wir jetzt?!“, fragte ich ihn und sah ihn erwartungsvoll an.
„Keine Ahnung.“, gab dieser nur zurück. ziemlich unkreativ musste ich zugegeben, aber ich war ja nicht besser!  „Aber es ist halb 2...wie wäre es mit pennen?“, schlug er dann doch noch vor.
„Stimmt, gar keine schlechte Idee!“, lachte ich, verfiel aber sogleich in ein herzhaftes gähnen. Bill sah mich nur schmunzelnd an.
„Was?!“, stieß ich aus dem gähnen hervor.
„Das sah gerade nur so süß aus.“, skeptisch sah ich ihn an und stand auf, um mich näher an ihn heran zu bewegen. Als ich bei ihm angelangt war, gab ich ihm einen kurzen Kuss auf seine Wange.
„Bin im Bad!“, richtete ich ihm noch schnell aus, und drehte mich um, damit ich mich auch schon auf den Weg dorthin machen konnte. Aber nicht allein – nämlich mit Bill im Schlepptau. Als ich ihn nur fragend ansah, grinste dieser mir nur entgegen und folgte mir weiter. Ich machte mir nichts draus und schmunzeln sowie Kopf schüttelnd weiter ins Badezimmer.
Kurze Zeit später waren wir aber auch schon wieder zurück – abgeschminkt und alles drum und dran versteht sich – in seinem Zimmer, wo wir uns noch schnell umzogen und danach sofort unter die Decke schlüpften, um zu schlafen und die vorhandene Kälte, die mir schon die ganze Zeit zu schaffen machte, endlich aus unserem Körper zu bekommen.
„Weißt du was?!“, fragte Bill mich plötzlich, als wir das Licht gelöscht hatten und ich in seinen Armen lag.
„Mmh?“, brummte ich nur, um mich bemerkbar zu machen, weil ich eindeutig zu Mundfaul war. Weiß der Geier warum.
„Ich freue mich voll auf die Party morgen!“, ich merkte wie seine Mundwinkel sich erhoben und aus seinem eher neutralen – so denke ich – Gesichtszug ein grinsen wurde.
„Ich mich auch!“, stimmte ich ihm zu. „Weißt du, wer alles kommt?!“
„Na ja, ich glaube eigentlich alle, die auch hier auf der Party waren. Wir haben mit Andi ja relativ den gleichen kleinen Freundeskreis!“, ich nickte und fügte zur Bestätigung, da er dieses im dunkeln ja nicht sehen konnte, noch ein „okay...“, hinzu.
„Mmh, und jetzt pennen?! Oder bist du nicht müde?!“, er streichelte mir mit seinen Fingerspitzen leicht über meinen freien Oberarm.
„Ja, ich bin hundemüde. Gute Nacht.“, ich setzte mich ein wenig auf und befreite mich so aus seinen Armen, um ihm einen Kuss aufzudrücken.
„Ich liebe dich!“, flüsterte ich noch einmal leise, fast überhörbar, aber dennoch laut genug, in sein Ohr.
„Ich dich auch.“, hauchte er zurück, küsste mich auch noch einmal und schon ließ ich mich seufzend und überaus glücklich – nach diesem nicht wirklich Sorgenfreien Tag – in seine Arme fallen. Es dauerte keine fünf Minuten, da schlief ich auch schon unter Bills zärtlichen Streicheleinheiten ein.


Kapitel 166:

*>Lea´s Sicht<*
Es war der nächste Morgen - okay, man konnte es schon Mittag nennen – und Bill und ich lagen noch eng aneinander gekuschelt im Bett. Waren bisher noch zu faul uns in irgendeiner Weise fertig zu machen, geschweige denn überhaupt einmal aufzustehen. Aber auch Anna und Tom ließen noch keinen Mucks von sich. Also war es noch okay.
„Sag mal, wie viele Flaschen habt ihr gestern eigentlich von dem Wodka und dem Jägermeister geleert?!“, fragte ich Bill und brach somit die Stille die sich gerade im Raum breit machte.
„Wodka nicht viel. Ich glaube eine Flasche, aber Andi hat so viel getrunken, was man zum Schluss ja wohl voll gemerkt hat, und Jägermeister trinken ja eh nur er und Tom. Und die Sektflaschen habt ihr ja geleert.“, erzählte er mir.
Ich nickte. „Ja, die waren alle. Aber Janna und Andi wollten sich gestern glaube ich voll abschießen. Die haben beide voll viel getrunken und zum Schluss schon mehr als angeschwippst.“, lachte ich auf.
„Ja, stimmt. Aber na ja, heute Abend sind sie wider fit und das ist das wichtigste.“, grinste Bill und gab mir einen kurzen Kuss auf die Wange.
Kaum trat wieder einmal Stille zwischen ihm und mir ein, da klopfte es an der Tür.
„Ja?!“, fragte Bill und schon öffnete sich die Tür. Anna stand im rahmen und strich sich ihre Haare gerade ein paar Haare aus dem Gesicht.
„Guten Morgen!“, sagte ich mit wacher Stimme, grinste sie gut gelaunt an und schenkte ihr ein lächeln. Auch Bill sagte ihr ein „Guten Morgen!“ entgegen und grinste. Das Abbild was sie ablieferte sah echt zu niedlich aus. Total Verschlafen und zerknautscht.
„Morgen.“, nuschelte sie nur und ließ sich auf Bills Couch nieder.
„Du siehst aber verschlafen aus.“, lachte ich. Anna zog ihre Beine an ihren Körper und stützte ihr Kinn auf diesen ab. Sah uns mit kleinen, verschlafenen Augen an.
„Ja, wurde gestern noch etwas später.“, sagte sie mit etwas deutlicherer Stimme als zuvor.
„Jaja.“, grinste ich sie dreckig an. „Wo ist denn dein werter Freund?!“
„Unten. Der wollte nur kurz was trinken und dann auch hier her kommen!“, antwortete mir meine Freundin.
„Achso.“, nickte ich und kuschelte mich wieder an Bills Brust.
Kurze Zeit später klopfte es auch schon wieder an der Tür. Wie am Bahnhof, dachte ich nur.
„Mhm?!“, brummte Bill und strich mir verträumt über die Haare.
„Morgen.“, sagte Tom, welcher geklopft hatte, trat in das Zimmer seines Zwillings und setzte sich neben Anna. Nahm sie in den Arm, sodass sie sich an ihn kuscheln konnte. So wie es aussah, hatte sie aber ihre Schwierigkeiten damit, wach zu bleiben. Bei dem Anblick musste ich wieder grinsen.
„Was grinst du so?“, fragte Tom mich dann auch gleich.
„Ach, es sieht gerade nur zu niedlich aus, wie sie da in deinen Armen liegt und ihre Probleme hat, wach zu bleiben.“, sofort fing Tom an zu grinsen und strahlte seine Anna, sein Ein und Alles, an. Wir verbrachten den restlichen Vormittag nur noch damit, dass wir uns unterhielten und nebenbei Fernsehen schauten. Eigentlich kam nur quatsch, so wie jeden Morgen, aber ändern konnten wir das auch nicht. Was anderes kam uns unkreativen Köpfen nämlich nicht mehr in den Sinn.
Es war gerade halb fünf und ich lag schlummernd in Bills Armen.
„Ähm, wann müssen wir bei Andi sein?!“, ertönte Bills Stimme in meinem Ohr.
„Gegen acht kommen die anderen. Aber ich denke, dass wir doch eh wieder früher hingehen, oder? So wie immer halt.“, Tom. Anna und ich beteiligten uns nicht an dem Gespräch zwischen den beiden. Ich ging davon aus, dass meine Freundin in den Armen ihres Freundes noch einmal eingeschlafen ist und ich war auch kurz davor, beziehungsweise zu faul und müde, die Augen zu öffnen.
„Ja, okay. Also so gegen sieben? Falls wir noch was helfen müssen?!“, redete Bill weiter.
„Genau, würde ich schon sagen. Schließlich war es gestern eh nicht so ganz korrekt von uns, was wir abgezogen haben.“, Toms Stimme hörte sich schuldig an.
„Mmh, stimmt. Aber ich glaube, ich gehe dann schon mal unter die Dusche. Bleibst du noch hier?!“, ich merkte, wie sich mein Freund reckte. Schließlich lag ich immer noch in seinen Armen.
„Ja, klar. Anna pennt ja eh.“
„Okay, ich gehe dann mal.“, nun hob Bill meinen Kopf sanft hoch und legte ihn in das Kissen. Deckte mich sachte zu und gab mir einen Kuss auf meine Stirn.
„Bis später!“, hörte ich noch von ihm und das leise klacken der Tür, die in das Schloss gezogen wurde. Danach schlummerte ich auch schon wieder ein.


Kapitel 167:

*>Lea´s Sicht<*
„Hee,...Lea!“, nahm ich auf einmal eine Stimme wahr. Sie hörte sich so gleich an, wie die meines Freundes. Doch dieser war es nicht.
„Hey, aufwachen.“, Tom. Er ruckelte leicht an meiner Schulter. Langsam öffnete ich meine Augen.
„Mmh?“, brummte ich und strich mir einmal durch mein Gesicht.
„Komm, es ist gleich viertel nach fünf. Du musst noch duschen und dich fertig machen!“, als ich die Uhrzeit hörte, schreckte ich hoch und saß Kerzengerade im Bett.
„Was?“, fragte ich perplex nach. „Wann müssen wir los?!“, leicht benebelt vom Schlaf, schüttelte ich leicht meinen Kopf, um wieder klaren Verstand zu fassen.
„So gegen sieben wollten wir los! Du hast also noch knappe zwei Stunden.“, beruhigte er mich.
„Oh man.“, seufzte ich einmal. „Okay, ist Bill noch im Badezimmer?“, fragte ich, als ich einen Blick durch den Raum schweifen ließ. Anna lag auch nicht mehr auf der Couch.
„Ja.“, sagte Tom knapp und erhob sich wieder von dem Bettrand. „Ich gehe jetzt auch runter zu Anna. Mich auch schon mal duschen.“
„Ja, okay.“, nickte ich und ließ mich wieder rücklings aufs Bett fallen.
Als Tom die Tür hinter sich geschlossen hatte, seufzte ich noch einmal und hievte mich dann aus dem Bett. Ich beschloss einmal gucken zu gehen, wie weit Bill im Badezimmer war.
„Bill?“, klopfte ich gegen die Badtür, als ich vor ihr stand.
„Ja, kannst reinkommen.“, weiß er mich ein. Ich zuckte mit den Schultern und trat in das Badezimmer ein.
„Na, auch mal wieder wach.“, grinste mir mein Freund entgegen. Er stand dort mit nacktem Oberkörper und ab der Hüfte abwärts verdeckte nur noch ein Handtuch seine nackte Haut.
„Ähm.“, grinste ich. „Ja, wie man sehen kann, ja...!“
Bill fing an zu lachen und legte seinen Mascara auf das Brettchen unter dem Spiegel.
„Na, bekomme ich gar keinen Kuss mehr?“, fragt er und schob leicht seine Unterlippe hervor.
„Doch. Ich wollte dir gerade einen geben.“, zwinkerte ich ihm zu.
„Jaja, sage ich dann auch immer.“, widersprach er mir. Unsere Lippen kamen sich immer näher. Seine rechte Hand hatte er in meinen Nacken gelegt und ich legte meine auf seine Hüfte. Konnte den Bund des Handtuches spüren. Konzentrierte mich aber nur auf diesen wunderschönen Kuss – und genoss ihn! Als wir uns küssten, stupste ich leicht mit meiner Zunge gegen seine Lippen und sofort öffnete er seinen Mund ein kleines bisschen. Wir standen lange so da und er zog mich immer näher an sich heran. Spürte das Handtuch, welches er um die Hüften trug, an einer freien Fläche meines Bauches, die er ein kleines Stück von meinem T-Shirt befreit hatte, da er mit seiner linken Hand unter meinem Oberteil strich.
Als wir uns voneinander lösten, sahen wir uns nur an. Bill strich mir eine Strähne aus dem Gesicht. Doch dann nahm er meinen Kopf noch einmal in seine Hände. Zog ihn somit näher an sich heran und küsste mich noch einmal kurz.
„Willst du jetzt duschen?!“, fragte er mich dann.
„Ja, aber dann kannst du dich gar nicht mehr schminken.“, ich deutete auf seine Schminke die sich auf dem Spiegelbrett befand.
„Na, dusch’ du erstmal. Ich kann mich danach immer noch schminken, mein Schatz.“, er streichelte mir über meine Wange.
„Okay, danke. Ich hole mir mal eben ein paar Sachen zum Anziehen.“, und schon stürmte ich in Bills Zimmer, werkelte an meinem Koffer herum und zog eine Hotpan und ein T-Shirt heraus. Was ich danach zu Andis Party anziehen würde, entschied ich hinterher.
„Viel Spaß.“, grinste Bill, als er das Bad verließ, ich wiederum eintrat.
„Danke.“, lachte ich und schloss die Tür hinter mir. Ich stellte mich vor den Spiegel und mir fiel erstmal auf, wie zerzaust ich eigentlich aussah. Meine Haare lagen total verwüstet auf meinem Kopf. Ich zuckte noch einmal gleichgültig mit meinen Schultern und grinste meinem Spiegelbild zu. Warum ich das tat wusste ich selber nicht.
Danach entledigte ich mich meinen Klamotten und stieg unter die Dusche. Ich dachte nach. Über vieles. Über Bill und mich. Über Anna und mich, aber auch über Laura. Und wie die Party heute Abend werden würde. Aber bei einem war ich mir ganz sicher – sie würde wieder ein riesen Erfolg sein. Und eins hatte ich noch im Gefühl. Und zwar, dass heute einer der schönsten Tage beziehungsweise Abende meines Lebens werden würde.


Kapitel 168:

*>Lea´s Sicht<*
Als ich mit dem Duschen fertig war, trat ich aus dieser heraus, trocknete ich mich ab, zog mich an und machte mich an meinen Haaren zu schaffen. Nach einer Weile waren auch die trocken und geglättet und so machte ich mich wieder auf den weg in das Zimmer meines Freundes.
„Da bist du ja endlich!“, lächelte dieser mir entgegen, als ich sein Zimmer betrat.
„Hey, ich hab gar nicht so lange gebraucht!“, grinste ich. „Sag mir mal lieber, was ich anziehen soll!“, fragte ich und lehnte mich über meinen Koffer. Bill kam von hinten, legte seine Arme um mich und schaute mit mir zusammen hinein.
„Ich weiß nicht...Ich muss meine Sachen selber erstmal raussuchen.“, schon ließ er mich wieder los und öffnete seinen Kleiderschrank.
„Okay, ich bin Anna holen.“, sagte ich noch schnell und rannte in Toms Zimmer – vorher klopfte ich natürlich erst an und wartete auf ein Zeichen, dass ich reinkommen durfte.
„Anna, du musst mir helfen.“, verzweifelt nahm ich ihre hand und zog sie aus dem Zimmer. Tom lachte nur auf und machte sich wieder an seinen Haaren zu schaffen.
„Hier, was soll ich anziehen?!“, deutete ich auf meinen Koffer, als wir wieder drüben in Bills Zimmer waren.
„Ähm, wie wär’s hier mit“, sie zog meinen schwarzen Mini-Rock mit den Falten heraus.
„Und hiermit!“, das zweite Teil war ein schwarzes Oberteil mit roten kleinen Totenköpfen drauf. Unten rechts an der Ecke befand sich ein Aufnäher, der mit Sicherheitsnadeln befestigt wurde.
„Okay, danke.“, sagte ich schnell. Ich suchte noch schnell meine schwarze Strumpfhose und zog danach das Outfit an. Auch Bill probierte in der zeit irgendwelche Klamottenkombinationen an, brauchte aber noch ein wenig länger als ich.
„Kann ich das anziehen, Lea?!“, fragte er mich, als ich auf dem bett saß und ihn beobachtete. Er hatte eine schwarze Hose an, dazu ein dunkles Oberteil mit Aufschrift.
„Klar, sieht schick aus.“, lächelte ich ihm entgegen.
„Okay.“, zufrieden betrachtete er sich im Spiegel.
„Haare toupieren oder so lassen?!“, fragte er mich dann noch.
„Ich find´s so toller.“, grinste ich ihm frech entgegen.
„Oki, doki. Dann lasse ich es eben so!“, grinste er auch schon zurück und setzte sich neben mich auf das Bett.
„Eigentlich könnten wir schon los.“, sagte er und sah verträumt auf seine Uhr, welche auf dem Nachttisch stand.
„Ja, wollen wir dann mal gucken, ob die anderen beiden auch so weit sind?!“
„Klar, komm’!“, er schnappte sich meine hand und zog mich vom Bett hoch. Zusammen tapsten wir die Treppe hinunter, wo die anderen beiden auch schon im Flur standen.
„Wollen wir los?!“, fragte Anna auch sofort ohne jegliche Begrüßung.
„Ja, wollten wir euch auch gerade fragen!“, gab ich nur zurück. Danach zogen wir uns schweigend an.
Diesmal standen keine Fans vor der Pforte und so konnten wir vier uns – auch Tom – ungehindert auf den Weg zu Andi machen. Auch wenn die Zwillinge sich etwas „verkleiden“ mussten, stören tat es uns nicht. Im Gegenteil – wir waren froh, als wir wieder im Flur von Andis Haus standen.
„Na!“, begrüßten wir uns alle. Schlugen ein oder umarmten uns kurz.
„Ihr seid aber früh. Es ist gerade Mal kurz nach sieben.“, wunderte sich der beste Freund der Zwillinge mit einem Blick auf seine Uhr.
„Wir halt.“, grinste Bill. Wir alle mussten ein wenig lachen, da wir ja alle wussten, dass Bill immer derjenige war, der zu spät kam.
Die Zeit bis die ersten kamen, vertrieben wir uns damit, dass wir noch ein paar Cocktails zu Ende mischten oder hier und da noch etwas vorbereiteten. Um halb neun war es dann auch schon so weit und das Wohnzimmer füllte sich. Es waren viele bekannte Gesichter da, die ich von der Party der Zwillinge kannte. Auch Aaron war da. Mit ihm verstand ich mich wieder einigermaßen gut, genau so wie die anderen, und es gab eine Zeit an dem Abend, da unterhielt ich mich echt lange und ernst über verschiedene Themen. Wenn man das richtige Thema gefunden hatte, konnte man mit ihm echt gut darüber reden. 
Aber auch dani war da. Mit ihr verbrachte ich so die meiste zeit des Abends. Wir saßen viel zusammen rum, tranken in maßen zusammen irgendwelche Cocktails und sie stellte mir unbekannte Gesichter vor.
Gerade stand ich mit meinem Freund alleine in einer Ecke und wir beobachteten das Geschehen. Schweigend. Hin und wieder küssten wir uns, mehr nicht. Bis...


Kapitel 169:
 
*>Leas Sicht<*
,,Was hältst du davon, wenn wir uns mal ganz getarnt verpissen?“, flüsterte Bill mir plötzlich von hinten ins Ohr. Ich musste grinsen. Bills Ausdrucksweise war einfach zu geil in diesem Moment. Dabei hatte er doch gar nicht so viel getrunken. Aber ich war einverstanden. Sofort griff Bill nach meiner Hand. Wir verabschiedeten uns noch schnell von unseren Freunden und Bill natürlich ganz besonders von allen, da er sie ja erst in ein paar Wochen wieder sehen würde. Danach verließen die Party, um nach Hause zu gehen.
Gemütlich schlenderten wir durch die Straßen in Richtung des Kaulitz’ Haus. Bills Arm lag um meine Schulter und seine Fingerkuppen streichelten sanft meinen Oberarm. Ich legte meinen Kopf an seine Schulter und seufzte leise. Ich genoss diese Ruhe mit Bill.
Zuhause angekommen, war alles still. Ein Glück waren Siemone und Gordon noch im Urlaub. Wenn sie hier wären, wäre das wohl eher unpraktisch. Schnell zogen Bill und ich unsere Schuhe und Jacken aus und gingen in die Küche, da wir noch was trinken wollten, bevor wir nach oben gehen würden. Bill schenkte uns jedem ein Glas Wasser ein und gab mir eins davon. Die ganze Zeit redeten wir komischerweise kein Wort, aber wir verstanden uns auch so. Nahezu gierig trank ich mein Glas aus. Bill kam zu mir und legte seine Hände von hinten um meinen Körper auf meinen Bauch.
,,Ich liebe dich, Lea.“, flüsterte er leise in mein Ohr, mit einem Klang in der Stimme, der mir einen Gänsehautschauer über den gesamten Körper jagte. Ich drehte mich langsam zu ihm und küsste ihn zärtlich.
,,Ich liebe dich auch, Bill.“, flüsterte ich ebenfalls und küsste ihn wieder. Bills Zunge strich über meine Lippen, die ich bereitwillig öffnete. Sofort spürte ich seine Zunge, wie sie sich vorsichtig in meinen Mund schob. Ich tat es ihm gleich und wir versanken in einem langen und wunderschönen Zungenkuss. Wie lange das dauerte, konnte keiner von uns sagen. Mit der Zeit wurde Bill immer fordernder. Nur zu gern ging ich darauf ein.
,,Wollen wir nicht lieber hoch gehen?“, hauchte Bill an meinen Hals und ich nickte nur. War nicht mehr fähig ein Wort auszusprechen. Bill nahm meine Hand und führte mich nach oben in sein Zimmer. Schnell schloss er die Tür ab, mit einem Grinsen auf dem Gesicht, welches seinem Bruder alle Ehre gemacht hätte. Schon spürte ich seine Lippen wieder auf meinen. Ich erwiderte diesen Kuss mit dem größten Vergnügen. Bills Hände begaben sich auf Erkundungsreise über meinen Körper. Ich tat es ihm gleich. Zielstrebig führte Bill seine Hände zu meinem Hinterteil. Ich grinste in den Kuss. So kannte ich ihn ja gar nicht. Aber es gefiel mir. Meine Hände fuhren ebenfalls zu seinem Allerwertesten, stoppten allerdings kurz davor und packten den Saum von seinem T-Shirt. Langsam streifte ich es über seinen Kopf, wofür wir uns von den Lippen des jeweils anderen lösen mussten, wenn auch nur murrend. Sobald das erste Stück Stoff seinen Weg auf den Boden gefunden hatte, hingen unsere Lippen wieder aneinander. Nun begann auch Bill, ermutigt durch meinen Anfang, mir die Klamotten von Körper zu entfernen. Als ich ihm nur noch in Hose und BH gegenüberstand schob er mich sanft zum Bett, auf das wir uns küssend drauf fallen ließen. Bill lag über mir, liebkoste mich an allen freigelegten Körperstellen. Von meinen Lippen wanderten seine Lippen zu meinem Hals, meiner Brust, meinem Bauch. Ich genoss es einfach nur. Als er an meiner Hose angekommen war, öffnete er geschickt den Knopf und streifte sie über meine Beine. Sie gesellte sich zu unseren anderen Kleidungsstücken auf den Boden. Nun lag ich nur noch in Unterwäsche vor ihm. Ich setzte mich auf und begann ebenfalls seinen Oberkörper zu verwöhnen. Bill seufzte glücklich. Sanft hauchte ich Küsse auf seine Brust, keinen Quadratmillimeter ließ ich unberührt. Als ich an seinem Hosenbund angekommen war, öffnete ich den Knopf und auch Bills Hose folgte dem Gesetz der Schwerkraft auf den Zimmerboden. Bill begann wieder mich zu küssen. Bills Hände wanderten zu meinem Rücken, zum Verschluss meines BHs. Schneller als mir lieb war, war ich ihn los. Aber war ich wirklich schon so weit? Wollte ich das, was jetzt gleich höchstwahrscheinlich passieren würde, überhaupt? Bill bemerkte, dass etwas nicht stimmte und sah mich an.
,,Alles okay, Schatz?“, fragte er fürsorglich. Was sollte ich denn jetzt sagen? War alles okay?
,,Ich weiß nicht.“, antwortete ich sehr leise aber wahrheitsgemäß.
,,Geht es dir zu schnell?“, wollte Bill wissen. Er klang traurig. Klar, ich konnte mir vorstellen, dass er sich gefreut hatte, mit mir zu schlafen. Aber war ich wirklich bereit dafür? Ich liebte Bill über alles, keine Frage, und irgendwie wollte ich es ja auch. Meine Augen huschten über Bills makellosen Körper. Er lächelte mich süß an. Ich sah ihm genau in die Augen und sah darin eine Mischung aus Begierde, Lust, Fürsorglichkeit und Liebe. Und auch Verständnis, wenn ich jetzt nein sagen würde. Aber wollte ich noch nein sagen?
Bill streichelte sanft meinen Oberkörper und sah mich an. In seinem Blick lag etwas Hitziges, Wollendes. Und auf einmal waren meine Ängste und Zweifel wie weggeblasen. Ich zog Bills Kopf zu mir und küsste ihn sanft. Er lächelte.
,,Ist das wirklich okay?“, fragte er vorsichtig. Ich nickte und lächelte ebenfalls. Sofort spürte ich seine Lippen wieder auf meinen und wir machten dort weiter, wo wir aufgehört hatten.


Kapitel 170:

*>Lea´s Sicht<*
Seine Lippen wanderten immer weiter runter. Ich genoss nur seine Verwöhnungen, seine Berührungen. Er streichelte meine Beine entlang nach oben und jagte mir wieder eine riesige Gänsehaut über den Körper. Langsam streifte er mir meinen Tanga ab. Auch ich entledigte ihm seiner Boxershorts. Bill war schon recht erregt, was unschwer zu erkennen war. Ich grinste etwas und küsste ihn wieder und wieder. Bill löste kurz den Kuss und holte ein Kondom aus dem Nachttisch. Wo Jungs die immer aufbewahrten. Ich grinste wieder. Er riss die Verpackung vorsichtig auf und holte es heraus. Schnell streifte er es sich über und wir küssten uns wieder.
Bill begann mich am Hals zu küssen. Ich war inzwischen so erregt, dass ich aufstöhnen musste. Bill lächelte sanft. Immer weiter küsste er mich und noch während er mich küsste drang er schließlich in mich ein. Ich stöhnte auf. Dieses Gefühl war der helle Wahnsinn. Dieses Gefühl, Eins mit Bill zu sein. Noch einen kurzen Moment hielt er inne, um sicher zu gehen, dass es okay war. Ich nickte und Bill begann sich langsam zu bewegen. Wir stöhnten beide immer wieder auf. Bill bewegte sich erst langsam und bedächtig, dann beschleunigte er kontinuierlich sein Tempo. Zwischendrin beugte er sich immer wieder zu mir runter und küsste mich zärtlich. Plötzlich traf er einen Punkt in mir, wo ich musste laut aufstöhnen musste. Es war ein wunderschönes Gefühl. Bills Stöhnen wurde immer lauter und plötzlich hielt er inne und kam mit einem gepressten Stöhnen zum Höhepunkt.
Erschöpft und außer Atem legte Bill sich wieder neben mich. Ich kroch zu ihm und kuschelte mich eng an seinen Körper.
„Ich liebe dich, Bill!“, hauchte ich ihm entgegen und küsste ihn lange, sehr lange.
,,Ich liebe dich auch.“, flüsterte er nach dem Kuss. Noch einmal trafen sich unsere Lippen, bevor wir ins Land der Träume entschwanden.  

Es war der nächste Morgen. Ich merkte, wie mir die Sonnenstrahlen in mein Gesicht schienen. Und die waren letztendlich auch der Grund, warum ich aus meinem Schlaf erwachte.
Ich drehte mich auf die andere Seite, um zu schauen, ob Bill noch schlief. Doch als ich in sein Gesicht sah, sah ich, dass er die Augen offen hatte. Lächelte mich an.
„Guten Morgen, mein Schatz!“, hauchte er mir zu und gab mir einen Guten- Morgen Kuss.
„Morgen.“, wünschte ich ihm ebenfalls.
„Gute geschlafen?!“, er strich mir meine zerzausten Haare aus dem Gesicht.
„Ja, wunderfein.“, grinste ich. Er fing leicht an zu lachen, worauf ich ihn fragend ansah.
„Deine Formulierungen...“, wieder schenkte er mir ein wunderschönes, verträumtes lächeln.
„Bill...?!“, fragte ich fast unsicher, als wir eine Weile des Schweigens verbracht hatten und uns einfach ansahen – wie so oft. „Ja?“
„Wegen gestern, beziehungsweise heute...das...das war wunderschön...“, schüchtern senkte ich den Kopf etwas und hatte ein leichtes lächeln auf den Lippen. War glücklich wie noch nie zuvor. Das was gestern war...es hat mich Glücklich gemacht!
„Hey...“, er hob mit seinem Zeigefinger mein Kinn leicht an. „...das fand ich auch.“, wieder hatte er diese sanften Züge auf seinen Lippen, die dadurch zu diesem warmen lächeln geformt wurden. Wir lächelten uns eine Weile lang schweigend an, bis unsere Lippen sich immer näher kamen. Dann küssten wir uns.
„Weißt du was?!“, fragte Bill mich danach plötzlich. Ich gab nur ein Kopfschütteln von mir, sah ihn wiederum fragend an. An diesem Morgen schien es mir so, als ob Bill in Erinnerungen schwelgen oder noch in seinen Träumen sein würde.
„Ich liebe dich so sehr und ich bin so glücklich, dass wir uns damals getroffen haben. Schon beim ersten Anblick, da...da habe ich gemerkt, dass du etwas ganz besonderes bist!“, als er das sagte, bekam ich am ganzen Körper Gänsehaut. Konnte gar nichts mehr sagen. Ein unglaublich schönes Gefühl – das Gefühl der Liebe. Also ließ ich es sein und zog ihn an seinem Oberarm einfach weiter auf mich zu und fing an ihn zu küssen. Was er gesagt hatte, bedeutete mir wahnsinnig viel. Auch wenn es für manche klischeehaft klingen mag - für mich war es trotzdem was ganz besonderes, wenn mein Freund mir immer öfter seine Liebe gestand und mir sagte, dass er froh sei, dass es mich gibt! Es löste in mir ein unbeschreiblich tolles Gefühl aus.

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