Er liebt mich...er liebt mich nicht...

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Kapitel 151:

*>Lea´s Sicht<*
Am nächsten Morgen wachte ich als erste von uns auf. Ich sah auf die Uhr, die mir mit ihren grün-gelben Zahlen zeigte, dass es gerade erst 11 Uhr war! Trotzdem konnte ich nicht mehr schlafen, so sehr ich es auch wollte. Was eigentlich auch ziemlich ungewöhnlich für mich war. Also stand ich leise aus dem Bett auf, klaubte mir meine Sachen zusammen, die ich zum Duschen brauchte, mitsamt den Klamotten, die ich heute anziehen wollte, und machte mich auf den Weg ins Badezimmer. Es war noch still im Haus. Siemone und Gordon waren ja eh noch im Urlaub und als ich an Toms Zimmer vorbei kam, hörte man auch keinen Mucks, was mich wissen ließ, dass die beiden, Anna und er, wohl auch noch schliefen. Gähnend ging ich ins Badezimmer, wo ich mich erstmal duschte. Danach machte ich mir noch die Haare, wusch und schminkte mich. Nachdem ich damit fertig war und mit meinem Spiegelbild zufrieden war, trat ich wieder aus dem Badezimmer und ging leise zurück in Bills Zimmer. Als ich leise zum Bett tapste und mich über ihn drüber lehnte, um in sein Gesicht schauen zu können, konnte ich noch feststellen, dass er noch schlief. Bei seinem Anblick musste ich lächeln und gab ihm einen kleinen Kuss auf seine Wange. Ich beschloss mich dazu, ihn noch ein wenig weiterschlafen zu lassen. Ich schnappte mir nur noch mein Handy, welches ich den gestrigen Abend auf den Nachttisch gelegt hatte und tapste wieder leise zurück zur Tür, durch die ich dann auch ging, leise hinter mir schloss und hinunter in die Küche ging.
Ich trank schnell was und ging ins Wohnzimmer, wo ich mich auf der Couch niederließ.
Ich sah ein bisschen durch die ganzen Ordner meines Handys. Inklusive Telefonnummern, wo ich auf Lauras Nummer stieß. Wir simsten zwar jeden Tag, aber telefoniert hatten wir schon lange nicht mehr. Ich drückte auf den grünen Hörer, in der Hoffnung, dass sie schon wach war.
„Ja?“, hörte ich dann ihre Stimme. Ziemlich verschlafen, um ehrlich zu sein.
„Hey, ich bin´s Lea. Hab ich dich jetzt geweckt?!“, fragte ich vorsichtig nach.
„Hey. Oh man, schön, dass du mal anrufst. Ja, aber ist schon in Ordnung. Mein Wecker hätte eh gleich geklingelt. Wie geht’s dir denn?“, fragte sie sofort mit hellwacher Stimme. Ihre müde Stimme war wie weggeblasen. Ich musste lächeln.
„Achso, okay, dann habe ich eben mal Wecker gespielt. Hast du auch nicht so oft.“, lachte ich auf. „Aber mir geht’s ganz gut und dir?“
„Genau.“, lachte sie leicht. „Mir auch. Noch ein wenig müde, aber das geht auch gleich weg. Was macht ihr denn so?“
„Ach, ich bin gerade unter der Dusche hergekommen. Bill, Anna und Tom schlafen noch. Ich wollte sie dann doch nicht wecken. Was hast du denn heute noch so vor, dass du dir sogar deinen Wecker stellst?!“
„Ich wollte gleich noch mal mit meiner Mum in die Stadt. `N bisschen shoppen oder so. Mal gucken. Es kommt ja sonst keiner mit mir mit...hm, wer eigentlich auch!?“, sie wurde von Wort zu Wort leiser. „...aber dafür freue ich mich umso mehr, wenn ihr wieder hier seid!“, grinste sie in das Telefon. Dennoch merkte man, dass es ihr ziemlich an die Nieren ging, dass sie keinen anderen mehr hatte, außer mir. Auch wenn man genau bei so einer Situation sah, wer wahre Freunde waren und wer nicht. Und da hatten Laura und ich wohl mitten ins Schwarze getroffen. Und genau das machte sie, und auch mich, so traurig! Aber sie stand auf meiner Seite. Auf der Seite ihrer besten Freundin. Gegen all’ die anderen. Und das, was da auf sie zukam, beziehungsweise schon zugekommen ist, nahm sie auf sich. Für mich. Und dafür war ich ihr unendlich dankbar. Sie war eben eine wahre Freundin!
„Achso. Dann grüß mal deine Eltern ganz lieb von mir. Die habe ich ja nun auch schon etwas länger nicht mehr gesehen. Und du kannst dir gar nicht vorstellen, wie ich mich freue, Schnuffi!“, strahlte ich.
„Klar, kann ich machen. Aber du grüßt den Rest der Sippe auch mal ganz lieb. Und ich mich erst. Ach ja, ich wollte euch, wenn ihr wieder hier seid, mal zu mir einladen. Bisschen was trinken und so. Das wollte ich dann auch noch mit meiner Mum besprechen. Aber dagegen hat sie ja eh nichts, so wie wir sie kennen. Aber, du, Maus, tut mir echt leid, aber ich muss jetzt auflegen. Sonst muss meine Mum wieder so lange warten, weil ich nicht fertig werde! Wir texten aber wieder, okay?“, fragte sie mich.
„Das wäre ja cool, wenn wir mal einen bei dir sind. Und es ist okay. Dann mach dich mal schick und so. Viel Spaß euch beiden. Ich lieb’ dich!“, verabschiedete ich mich. Bevor wir aber ganz auflegten, sagte Laura noch ein: „Okay. Danke, euch auch. Ich lieb’ dich auch, Bye!“.


Kapitel 152:

Als ich mein Handy wieder vom Ohr nahm und auf den roten Hörer drückte, seufzte ich erst einmal ganz tief und dachte über das Gespräch nach. Und desto mehr ich darüber nachdachte, hatte ich immer mehr das Gefühl, dass es meiner besten Freundin gar nicht so gut ging, wie sie es mir gegenüber zeigte. Sie wollte stark mir gegenüber sein und sich nichts anmerken lassen. Sondern nur für mich da sein. Aber es ging ihr schlecht und das wollte ich weiß-Gott nicht. Zumal es wegen mir war. Wenn auch nur indirekt. Aber das war ein Grund genug, um sich Vorwürfe zu machen. Und ja, die machte ich mir auch gerade. Wären wir nicht befreundet, hätte sie jetzt nicht so ein scheiß Leben. Dann hätte sie ihre Freunde noch. Und würde nicht nur mit mir dastehen. Verzweifelt, weil ich nicht wusste, wie ich meiner Freundin helfen könnte, warf ich mein Handy neben mir auf die Couch und stützte meinen Kopf in meine Hände.
„Mist man!“, fluchte ich leise vor mich hin. Ich war sauer auf mich selbst.
Ich saß einen Moment in dieser Stille, bis ich merkte, wie sich jemand neben mich setzte und einen Arm um mich legte.
„Hey...“, hörte ich die Stimme des Bruders meines Freundes.
„Hi.“, brummte ich nur leise.
„Was ist los?“, fragte er gleich drauf los. Musste wohl meinen Fluch und meine Verzweiflung in der Stimme gehört haben.
Ich hob meinen Kopf aus meinen Händen und lächelte Tom an.
„Ach, schon in Ordnung.“, ich schlug leicht mit meiner flachen Hand auf seinen Oberschenkel. Wieso ich ihm jetzt in irgendeiner Weise auswich und ihm nicht davon erzählte, wusste ich selber nicht. Eventuell wollte ich ihm nicht auch noch zur last fallen. Und sofort bekam ich einen skeptischen Blick meines besten Freundes zugeworfen.
„Wirklich!“, versicherte ich ihm noch einmal.
„Okay.“, gab er sich zufrieden, aber wirklich abnehmen tat er es mir nicht, dass merkte ich. Schon allein von seinem Blick her.
„Was bist du eigentlich schon fertig angezogen?“, lenkte ich grinsend mit einer Frage zu einem anderen Thema ab.
„Ach, ich konnte nicht mehr pennen. Aber selber, nä?!“, er zupfte an meinem Oberteil rum. Ich grinste ihm nur entgegen.
„Ja, mir ging es eben genauso.“, stellte ich klar.
„Achso. Lass uns einen Club gründen.“, lachte er.
„Nein, Tom. Du spinnst, alter.“, lachte ich mit ihm mit. Versuchte ich eher gesagt. Weil zu lachen zumute war mir gerade echt nicht. Nicht nach dem Gespräch mit Laura, bei dem mir vieles klar wurde. Auch die Miene meines Freundes verdunkelte sich.
„Lea...was ist los?“, hackte er noch mal nach. Wieso wusste ich es nur, dass er sowieso wieder nachhacken würde?!
„Tom, nichts. Okay? Mir geht’s gut. Lass uns mal lieber die anderen wecken gehen!“, verheimlichte ich ihm immer noch mein Problem.
„Man, Lea...aber ja ist in Ordnung.“, er stand auf, was ich ihm nach tat, und stürmte fast nahezu zur Treppe. Ich sah ihm nur verdutzt hinterher und als ich gerade die letzte Stufe der Treppe erreichte, sah ich, wie seine Zimmertür geschlossen wurde. Das hieß, er ging zu Anna, um sie zu wecken. Also machte ich mich auf den Weg in Bills Zimmer, wo es tatsächlich noch leise war. Man hörte nur seinen leisen Atem und auch die Rollos waren noch unten. Ich schlich mich zum und kuschelte mich mit unter seine Decke. Er lag mit dem Kopf zur Wand. Somit lehnte ich mich etwas über ihn.
„Hey, mein Schatz.“, flüsterte ich ihm leise ins Ohr. Doch er regte sich nicht.
„Hey...aufstehen!“, versuchte ich es in einem normalen Ton. Und diesmal tat sich auch was. Murrend drehte er sich etwas, woraufhin ich sofort etwas von ihm wegrutschte, da er sich umdrehte. Aber falsch gedacht. Er drehte sich zwar um, doch er machte nicht den Anschein, die Augen zu öffnen, geschweige denn aufzustehen.
„Ey, Bill!“, rüttelte ich etwas an seiner Schulter.
„Mhm?“, murmelte er und öffnete blinzelnd seine Augen. Sofort fiel mir ein lächeln über meine Lippen. Er sah einfach zu süß aus.
„Guten Morgen.“; lächelte ich ihm entgegen.
„Morgen.“, bekam ich nur müde zurück. Und schon schlossen sich seine braunen Kulleraugen wieder. Das konnte doch echt nicht wahr sein. Wie konnte man nur um halb 1 Mittags noch müde sein?! Okay, ich durfte eigentlich nicht meckern, da ich ja eigentlich genau so war.


Kapitel 153:

*>Lea´s Sicht<*
„Nein, Bill. Nicht weiter pennen!“, maulte ich. Und da er die Augen nicht öffnete, ging ich näher an sein Ohr. „Komm schon!“, flüsterte ich. Er lächelte murrend, woraufhin ich ihm einen Kuss in seiner Halsgegend gab. Eventuell half das ja.
„Mhm.“, brummte er zufrieden, legte sich auf den Rücken, zog mich nach und legte die Decke über uns.
„Nein Bill Ich will das du jetzt auf-.“, ich war noch nicht ganz mit meinem Satz zu Ende, den ich, mit meinen Armen wehrend und den Beinen zappelnd, da mein Freund mich von oben auf sich drückte, sagte, da schmeckte ich schon wieder seine Lippen auf den meinen.
„Mhm.“, brummte ich in den Kuss und löste meine Lippen von denen meines Freundes.
„Man, lass mich von dir runter und komm.“, maulte ich schon sichtlich genervt. Klar war es schön, seine nähe spüren zu können. Mit den Fingerspitzen über seinen nackten Oberkörper streicheln zu können und ihn dabei zu küssen, aber gerade hatte ich da keine Lust zu. Zumal mir der Gedanke an meine Freundin immer noch nicht aus dem Kopf blieb.
„Was hast du denn?“, er ließ mich los, sodass ich von ihm runter klettern konnte und ich mich auf den Boden stellen konnte. Richtete meine Sachen und sagte dabei:
„Nichts, was soll schon sein?“, was ziemlich kühl rüber kam, meiner Meinung nach. Aber das sah ich auch an Bills Gesichtsausdruck. Er setzte sich auf. stützte sich auf seinen Ellbogen ab und sah mich an.
„Du bist total anders als sonst. Ich merk doch, dass etwas nicht stimmt!“, stellte er fest. ich konnte wohl nicht sehr gut Schauspielern, beziehungsweise so tun, als ob nichts wäre.
„Es ist alles in Ordnung! Sorry, aber ich habe nur ziemlich scheiße geschlafen!“, das war die dümmste Ausrede, die mir jemals in den Sinn gekommen ist. Bill runzelte nur die Stirn.
„Ahja. Naja, ich werde mal duschen gehen.“, er stand auf und nahm seine Sachen aus dem Schrank, die er wohl nach dem Duschen anziehen wollte. Er murmelte etwas, wie von wegen: „Und das nennt man Freundin...die einem nicht einmal vertraut!“ vor sich hin. Ich beobachtete die ganze Aktion immer noch von demselben Standort aus, wo ich mich vorhin hingestellt hatte, nachdem ich aus dem Bett gesprungen bin. Bill wollte gerade das Zimmer verlassen, da stürmte ich schon fast auf ihn zu und hielt ihn am Arm fest. Nun glich sein Blick einer irritierten Miene.
„Was ist?“, fragte er kühl. Es tat weh, dass er das in so einem Ton sagte. Ich senkte meinen Kopf. Obwohl ich selber Schuld war.
„Bill...es, es tut mir Leid. Ich wollte das nicht.“, langsam ließ ich meine Hand von seinem Arm gleiten. Ich merkte, wie er mich anguckte. Er gab aber nur ein brummendes „Ja...“ von sich und trat dann aus der Tür. Als ich hörte wie er diese hinter sich schloss, lehnte ich mich gegen sie und ließ mich an ihr hinunter gleiten. Das konnte doch jetzt echt nicht wahr sein! Entweder stritt ich mich mit jedem, oder ich machte ihnen nur Probleme. Und ich hatte mich nur mit meinem Freund gestritten, weil ich ihm eben diese Probleme nicht bereiten wollte. Ich stützte meinen Kopf wieder in meine Hände und krallte mich in meine Haare. Was verursachte ich hier eigentlich alles. Nur Probleme machte ich den Leuten um mich herum. Ich stand vom Boden auf, schnappte mir meine Tasche aus der ich mir meinen i-Pod raussuchte und legte mich mit dem Rücken nach unten auf Bills Bett. Ich schaltete ihn an und stieß auf „Dreamer“ von Ozzy Osbourne.
„Gazing through the window at the world outside
Wondering will mother earth survive
Hoping that mankind will stop abusing her sometime

After all there's only just the two of us
And here we are still fighting for our lives
Watching all of history repeat itself
Time after time

I'm just a dreamer
I dream my life away
I'm just a dreamer
Who dreams of better days

I watch the sun go down like everyone of us
I'm hoping that the dawn will bring a sign
A better place for those who will come after us ...
This time

I'm just a dreamer
I dream my life away oh yeah
I'm just a dreamer
Who dreams of better days

Your higher power may be God or Jesus Christ
It doesn't really matter much to me
Without each others help there ain't no hope for us
I'm living in a dream of fantasy
Oh yeah, yeah, yeah

If only we could all just find serenity
It would be nice if we could live as one
When will all this anger, hate and bigotry ...
Be gone?

I'm just a dreamer
I dream my life away
Today
I'm just a dreamer
Who dreams of better days
Okay
I'm just a dreamer
Who's searching for the way
Today
I'm just a dreamer
Dreaming my life away
Oh yeah, yeah, yeah”,
Dröhnte es aus den Kopfhörern meines i-Pod’s. Ich liebte dieses Lied. Und als ich das hörte, bahnte sich eine Träne den Weg an meiner Wange hinunter. Als ich das Lied mindestens 5 Mal in Dauerschleife gehört hatte, merkte ich, wie Bill ins Zimmer kam und sich auf seinen Schreibstuhl setzte. Sofort stöpselte ich meinen i-Pod aus und setzte mich auf dem Bett auf. Bill beobachtete mich die ganze Zeit mit einem verträumten Blick. Sollte ich was zu ihm sagen, oder sollte ich es doch lieber lassen?!

Kapitel 154:

*>Lea´s Sicht<*
Ich ließ es, stand einfach nur auf und verließ das Zimmer. Es war wohl die Feigheit, die mich einfach so gehen ließ. Als ich draußen auf dem Flur stand und überlegte, ob ich zu Anna und Tom ins Zimmer gehen sollte, nahm Anna mir meine Entscheidung auch schon ab, da sie gerade aus dem Badezimmer kam.
„Hey.“, sagte sie, kam auf mich zu und gab mir einen Kuss auf meine Wange.
„Hi...“, sagte ich leise zurück und wischte mir meine Träne von der Wange.
„Was ist denn mit dir los?“, fragte meine Freundin mich sofort, als sie ihren Blick in mein Gesicht wandern ließ.
„Ach, Anna...“, schniefte ich.
„Okay, weißt du was. Wir beide gehen mal ein bisschen raus. ich muss eh noch einmal mit dir reden. Warte einen Moment!“, sagte meine Freundin noch schnell und huschte kurz in Toms Zimmer. Wahrscheinlich wollte sie ihm noch kurz bescheid sagen.
Nach knappen zwei Minuten kam sie auch schon, mit Jacke und Schuhen an den Füßen, wieder aus dem Zimmer.
„Na, komm.“; lächelte sie mir zu und ging an mir vorbei, die Treppe runter. Dort blieb sie stehen, da ich mir ja eh noch erst meine Jacke überziehen und meine Chucks anziehen musste, was ja wie allbekannt, ein wenig dauerte.
„Okay, fertig.“, teilte ich ihr mit, als ich die Schleife meines zweiten Schuhs zumachte.
Vorsichtig öffnete Anna die Haustür und lugte um die Ecke, um zu schauen, ob nicht irgendwelche Fans vor dem Gartenzaun standen. Doch zu unserem Glück, war dies nicht der Fall und so konnten wir zusammen ungestört durch das Gartentor gehen. Als wir auf dem Bürgersteig standen, schweifte mein Blick noch einmal zu Bills Zimmerfenster. Und wenn ich mich nicht all zu doll täuschte, konnte ich ihn erkenne, wie er am Fenster stand und hinunter sah. Seufzend ließ ich meinen Kopf hängen und folgte Anna, die schon etwas weiter vorne war.
Ich steckte meine Hände in meine Hosentaschen und tapste schlürfend neben Anna den Bürgersteig entlang. Die ganze Zeit hatte ich den Kopf zu Boden gesenkt und sah den Steinen nach, die ich mit meinen Füßen vor mir hin schoss. Immer wieder der Gedanke an den Streit mit meinem Freund und den Gedanken an meine beste Freundin, die circa 300 Kilometer weit weg von mir zu Hause saß. Alleine! Ohne irgendjemand anderen.  Bis wir zu einem Feld kamen, vor dem eine große Bank stand, auf die wir uns drauf setzten. Zuerst saßen wir schweigend nebeneinander, bis Anna die Stille unterbrach.
„Na ja. Warum ich eigentlich mit dir alleine raus wollte.“, fing sie an. Ich konnte mir schon denken, was gleich kam. „Tom hat mir da was erzählt.“, und schon bestätigte sich mein Gedanke.
„Und was?“, tat ich so, als ob ich nicht wüsste, auf was sie hinaus wollte.
„Das weißt du ganz genau, Lea. Aber nun gut. Er meinte, dass du heute Morgen im Wohnzimmer saßest. Okay, nichts außergewöhnliches, aber du sollst wohl ziemlich fertig gewesen sein. Er hat sich Sorgen gemacht. Und die macht er sich immer noch. Und vorhin, kurz nachdem Tom mir das erzählt hatte, kam Bill rein. Er war total fertig. Und als wir ihn gefragt haben, was mit ihm denn auf einmal los sei, hat er uns auch erzählt, dass du total komisch und anders bist. Weißt du, ihm geht es scheiße dabei, wenn seine eigene Freundin ihm nicht vertraut. Das hat er auch zu uns gesagt. Er will, dass du weißt, dass du immer zu ihm kommen kannst, egal was ist. Und das hat ihn eben so sehr verletzt. Dass du ihm nicht gesagt hast, was mit dir los ist.“, ich richtete meinen Blick, welcher eben noch ihr Gesicht musterte, in die Ferne und seufzte einmal ganz tief.
„Ich...ich will euch einfach nicht mehr zur Last fallen, weißt du...?“, sagte ich verzweifelt. Den Tränen mal wieder nahe.
„Wieso? Womit denn, Lea?“, hakte meine Freundin, welche mich von der Seite her anschaute, nach.
„Mit allem...“, gab ich nur kurz zurück. Sie seufzte und umfasste meinen Arm mit ihrer relativ kleinen Hand. Drehte mich somit wieder in ihre Richtung.
„Lea, nun sag schon was mit dir los ist?“, flehte sie mich schon fast an. Sollte ich es ihr erzählen? Sie war schließlich meine Freundin. Und ich wusste, dass sie eh nicht nachlassen würde. Äußerlich war ich bereit, ihr es zu sagen, doch innerlich prägte mich immer noch dieses Gefühl. Dieses Gefühl, allen zur Last zu fallen. Und so war ich nun mal. Ich fraß all meine Probleme in mich hinein, um ja keinem irgendwelche Probleme zu machen. Werkelte meine lieber mit mir selber aus. Ich wusste, dass das auf die Dauer nicht gut war und ich wusste auch, dass ich mit meinen Freunden, die mir bis jetzt noch geblieben waren, darüber reden konnte...


Kapitel 155:

*>Lea´s Sicht<*
„Weil du ja eh nicht nachlässt...“, murmelte ich vor mich hin. Meine Stimme wurde wieder normaltonig und ich redete weiter: „...ich habe mit Laura telefoniert. Heute morgen. Man, verdammt. Ihr geht es verdammt scheiße. Klar, sie erzählt es mir nicht, aber ich merke das doch. Ich weiß, dass sie mir nicht zur Last fallen will, sondern nur stark sein will. Für mich. Weißt du, sie hat echt jeden verloren. Jeden einzelnen, den sie vor der ganzen Sache, als das bekannt wurde, dass ich was mit den Jungs zu tun habe, noch hatte. Und dann kam das raus und sie stand auf meiner Seite. Von Anfang an, Anna. Sie hat mich nie alleine gelassen. Und immer, wenn ich mal wieder dumme Sprüche abbekommen habe, ob es von ihren „Freunden“ war, sie hat zu mir gehalten. Ich bin ihr so verdammt dankbar dafür, aber weißt du, ich will einfach nicht, dass es ihr wegen mir schlecht geht. Sie hat wegen mir all’ ihre Freunde verloren. Und was mache ich? Ich ziehe auch noch von ihr weg und lasse sie alleine! Das ist doch nicht fair!“, Tränen bahnten sich über meine Wange.
„Hey, Lea...! Ich verstehe dich ja. Aber wenn die ganzen Leute, die auf einmal alle gegen euch, beziehungsweise Laura sind, eigentlich eure Freunde waren. Man kann so was einfach nicht Freunde nennen. Ich glaube, Janna und Andi und auch Tammy und Alex und die ganze Sippe, und auch ich, haben das alle schon zu spüren bekommen. Wenn die alle gegen Laura sind, das waren sie dann eben nicht wert. Und ich glaube auch, und da bin ich mir auch ziemlich sicher, dass sie weiß, dass du sie nie alleine lässt. Das du immer für sie da bist! Sie jeder Zeit zu dir kommen kann. Auch wenn du nicht mehr in Hameln wohnst. Und wer weiß, aber vielleicht kommt sie ja nach, hm?!“, lächelte sie und streichelte mir über meinen Rücke. Als ich daran denken musste, dass das eventuell mal Realität werden konnte, huschte sogar mir ein lächeln über meine Lippen. Aber auch die Tränen blieben nicht zurück.
„Vielleicht hast du Recht, Anna. Aber man, es ist doch alles so ungerecht.“, schniefte ich weiter.
„Ich weiß, aber mach deinen Kopf hoch. Wir sind alle für dich da. Und auch für Laura. Die gehört auch dazu und das weiß sie! Und wenn wir erstmal alle am Montag zu ihr fahren...hey, das wird doch eine tolle Zeit. Und dann bleibst du doch auch erstmal eine Weile!“, munterte sie mich weiter auf und wischte mit ihren Fingern meine Tränen mit der Verlaufenen Schminke unter meinen Augen weg.
„Ja, ich sollte die Zeit, die ich noch mit ihr habe, ausnutzen. Danke Anna!“, lächelte ich und fiel ihr um den Hals. Ich drückte sie ganz fest an mich. Ich war einfach froh, dass sie für mich da war.
„Kein Problem. Du weißt, dass ich immer für dich da bin. Und...was ist jetzt mit Bill?“, sprach sie mich auf meinen Freund an. Sofort senkte ich wieder meinen Kopf und starrte auf meine Schuhspitze. Zuckte leicht, fast übersehbar, mit meinen Schultern. „Ich weiß es nicht. Ich habe mal wieder Mist gebaut.“, schluchzte ich. Fast wie von alleine, legte Annas Hand sich auf meine Schulter.
„Um ehrlich zu sein, glaube ich es auch. Und du weißt selber, dass du das wieder gerade biegen musst.“, sagte sie mir die Realität hart ins Gesicht. Es klingt zwar hart, aber ich wusste selber, dass ich das musste und dass ich ganz allein Schuld an der ganzen Sache war. Ich hätte es ihm ja erzählen können, schließlich ist er mein Freund. Er hätte sich mein Problem angehört.
„Ja, Anna, ich weiß das. Und ich glaube, dass sollte ich lieber so schnell wie möglich machen!“, sprach ich wieder mit halbwegs fester Stimme.
„Das heißt, du willst zurück?“, fragte sie mich, woraufhin ich nur still nickte.
„Okay, dann komm.“, sagte sie und stand auf. Ich tat es ihr nach und schon tapsten wir schweigend den Weg zurück zum Kaulitz’ Haus entlang.
Als wir das Haus aus der Ferne erblicken konnten, sahen wir, dass dort wieder einmal nicht geringere, als Fans von unseren Freunden, das Haus beschatteten. 
„Boah, es nervt!“, fluchte ich beinahe schon schlecht gelaunt, was man mir in so einer Situation, wo ich eine Versöhnung mit Bill vor mir hatte, wohl nicht verübeln konnte. Also bogen wir wieder den kleinen Feldweg etwas weiter entfernt hinein, rauf auf den Acker und von hinten in den Hintergarten des kleinen Hauses. Als wir dort angekommen waren und einen Blick durch die Terrassentür schweifen ließen, war weit und breit keiner zu sehen.
„Na super, jetzt können wir nur noch hoffen, dass die Jungs uns auch hören!“, stöhnte Anna und klopfte einmal etwas stärker gegen die Glasscheibe. Nun hieß es wohl: Warten und hoffen!


Kapitel 156:

*>Lea´s Sicht<*
Und mal gut, dass das Schicksal es gut mit uns meinte. Nach kurzer Zeit kam Tom gerade die Treppe hinunter und bog in die Tür des Wohnzimmers ein. Als er uns vor der Scheibe stehen sah, kam er sofort zur Tür gehechtet und öffnete sie.
„Danke.“, sagten wir. Anna gab ihm einen kurzen Kuss. Gerade als ich ihn fragen wollte, wo denn sein Bruder sei, erblickte ich diesen im Türrahmen der Tür. Etwas zurückhaltend. Die Hände in seiner dunkelblauen, etwas eng anliegenden Jeans, versteckt. Ich stand einfach nur da und sah ihn an. Anfangs war sein Blick gen Boden gerichtet, aber als er schon eine Weile dort stand, hob er seinen Kopf und sah mich an. Ich bewegte mich keinen Schritt weiter auf ihn zu, bis Anna mir einen Stoß von hinten gab und ich etwas nach vorn stolperte.
„Ähm...hi.“, sagte ich schüchtern zu Bill und sah auf den Boden. Fast schon zu schüchtern, da er ja mein Freund war, auch wenn wir gerade etwas Streit hatten.
„Hey...“, sagte er ganz leise und sah mich an.
„Ich...also wegen eben...“, meine Stimme füllte sich mit Tränen. „Ich, ich wollte das nicht!“, und jetzt war nicht nur meine Stimme mit Tränen bedeckt, sondern auch meine Wangen. Sie kullerten und ich ließ meinen Kopf in meine Hände fallen.
„Hey...Schatz!“, sagte Bill mir mit weicher Stimme entgegen und ich merkte, wie er auf mich zukam. Und mein Sinnesorgan täuschte sich auch nicht, denn kurze Zeit später merkte ich, wie er mich in seine Arme schloss.
„Es tut mir so leid!“, schniefte ich weiter und spürte immer wieder, wie Bills Hand über meinen Hinterkopf strich. Beruhigend wirkte das ganze auf mich und somit wurde mein schluchzen schon wieder langsamer und regelmäßiger.
„Es ist okay. Aber ich möchte trotzdem wissen, wenn was mit meiner Freundin nicht stimmt, okay?! Ich möchte, dass du mit mir darüber redest und mir nicht aus dem Weg gehst, beziehungsweise mich patzig anmachst, ja?!“, sagte er mir seine Bitte und Vorraussetzung direkt ins Gesicht, hielt dabei aber meinen Kopf in seinen Händen und richtete somit meinen Blick in sein eigenes Gesicht. Ich nickte leicht. Fast übersehbar, deswegen fügte ich noch ein: „Ja...!“, hinzu und senkte meinen Kopf wieder. Trotz Bills Händen an meinen Wangenknochen.
„Gut. Ich liebe dich doch!“, gestand mir Bill mal wieder. Wie so oft und das fand ich extrem niedlich von ihm.
„Ich dich auch!“, hauchte ich zurück, hob meinen Kopf, legte meine Hand in seinen Nacken, zog seinen Kopf näher an meinen und legte meine Lippen mit geschlossenen Augen auf seine.
„Hach...“, hörte man von Anna, die wohl noch hinter uns stand. Sofort fingen Bill und ich an in unseren Kuss reinzugrinsen. Und so lösten wir unsere Lippen wieder voneinander und ich stellte mich eng an ihn gekuschelt etwas seitlicher, sodass ich Anna und Tom sehen konnte.
„Sehr schön!“, grinste Tom. Ich drehte meinen Kopf zu Bill und grinste diesen zufrieden an.
„Finde ich auch!“, grinste er mich verträumt zurück an und küsste mich wieder.
„Wollen wir hoch gehen. Ich meine...du,...du musst mir doch noch was erzählen?!“, fragte mein Freund mich vorsichtig und flüsternd, als sich unsere Lippen einige Millimeter voneinander entfernten.
„Ja...lieber jetzt als später.“, nickte ich und griff nach seiner Hand, die ich schon wenige Sekunden später in meiner liegen hatte.
„Wir gehen dann mal hoch. Noch mal was klären...!“, sagte Bill mit einer Handbewegung Richtung Treppe zu Anna und seinem Zwilling.
„Okay, ist in Ordnung. Wir rufen noch mal bei Andi an, der meinte, wir sollten zurück rufen. Kommt dann wieder runter, wenn ihr fertig seid, weil wir glaube ich noch mal vorbei kommen sollten.“, teilte uns Tom mit. „Aber lasst euch zeit.“, schob Anna noch schnell ein und schenkte uns beiden ein lächeln.
Wir nickten. „Okay.“, fügten wir noch knapp hinzu, drehten uns um und verschwanden im Flur des
kleinen Hauses. Wir tapsten die Treppe hoch in Bills Zimmer. Dort setzten wir uns auf sein Bett, aber dennoch mit mäßigem Abstand zu dem jeweils anderen. Warum? Ich wusste es selber nicht!  Erwartungsvoll sah Bill mich an. Nervös fummelte ich an meinem Nietenarmband am rechten Handgelenk rum. Wusste nicht wirklich, wie ich anfangen sollte. Aber den Blick von meinem Freund, der wissen wollte, was ich ihm zu sagen hatte, spürte ich dennoch.
„Also...?“, fragte er mich. Ich seufzte noch einmal und fing an, ihm die ganze Geschichte, die ich Anna schon einmal auf der Bank draußen am Waldrand erzählt hatte, zu erzählen. Es dauerte eine Weile, bis ich fertig war, weil ich wirklich jedes einzelne Detail erzählte, da ich sonst wieder das Gefühl hatte, irgendwas vergessen zu haben und dieses Gefühl wollte ich wahrlich nicht haben. Als ich das alles erzählte, kullerten mir vereinzelt Tränen aus meinen Strahlend blauen Augen, die mit schwarzer Schminke, welche von dem Gespräch mit Anna schon sichtlich verwischt war, umrandet waren. Aber sie kullerten mir schweigend über meine Wangen und lange nicht so schlimm wie bei dem Gespräch mit meiner Freundin. Die ganze Zeit über hatte ich meinen Blick gesenkt, doch als ich meinen Kopf wieder hob, schaute ich direkt in Bill´s Gesicht, welches mich mit diesem warmen und liebevollen  Blick ansah.


Kapitel 157:

*>Lea´s Sicht<*
Ich wusste nicht, was ich sagen sollte, also sah ich ihn einfach nur weiter an. Wenn auch mit einem schüchternen Blick. Dennoch ähnelte meine Miene einer wortlosen Entschuldigung. Es tat mir einfach nur Leid.  
„Komm mal her...“, flüsterte mir mein gegenüber dann plötzlich leise zu. Automatisch rückte ich auf dem Bett näher an ihn heran, sodass er mich in seine Arme schließen konnte. Und das tat er dann auch. Sofort fühlte ich mich nicht mehr allein, sondern geborgen in den starken Armen meines Freundes. Auch wenn die Stärke in seinen Armen nicht sonderlich vorhanden war, fühlte es sich trotzdem so an.
„Hey...meine Maus. Das wird schon wieder alles. Klar, am Anfang ist es scheiße für Laura und ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass das alles wieder viel besser wird. Aber es wird sich sicher was ändern. Irgendwann bekommt sie keine dummen Sprüche mehr zu hören. Das sieht man auch bei Andi, Janna, Tammy und Alex. Und wir sind alle für sie da und du ganz besonders, dass weiß ich. Auch wenn du nicht mehr bei ihr wohnst, sondern hier in Magdeburg. Ich weiß, dass du ihr immer beistehst. Dass du sofort in Hameln bist, wenn sie nicht mehr kann und deine Hilfe braucht. Und ich finde es richtig toll von Laura, dass sie zu dir hält. Und das schätze ich ihr auch an. Dass sie sich lieber für ihre beste Freundin, als für ihre anderen Freunde entscheidet! Das muss was heißen.“, als er das so alles sagte, erinnerte mich seine kleine Rede an das, was Anna mir vorhin gesagt hatte. „Und du kannst mit uns darüber sprechen, mein Schatz!“
„Ja, aber weißt du. Ihr habt wegen mir schon haufenweise Probleme. Einmal mit der Presse, wegen der Schlagzeile mit den angeblichen Freundinnen. Ihr habt haufenweise Termine bekommen, auch wenn ihr jetzt in sämtlichen Zeitschriften damit erstmal durch seid. Dann kam das mit den Mädels, die mich und Anna so übel zugerichtet haben. Damals habe ich es euch auch nicht sofort erzählt, weil ihr dann nur wieder in Schwierigkeiten geraten wärt, beziehungsweise ihr hättet euch Sorgen gemacht. Und ich will das einfach nicht. Ihr habt in eurem Job schon genug Stress, da braucht ihr nicht noch die, von mir. Und so war es dieses Mal eben auch!“, erklärte ich.
„Lea...ich liebe dich! Und genau darum, will ich von deinen Problemen wissen und dir helfen. Da ist es mir vollkommen egal, was da für ein Stress auf mich zukommt. Mir ist es egal, wenn ich Termine mittendrin abbrechen muss...!“
„Aber David nicht und irgendwann würde es der Presse auch komisch vorkommen!“, redete ich dazwischen.
„David versteht das. Ich hatte mit ihm auch schon ein Gespräch deswegen und er meinte, wenn so was mit seiner Freundin wäre, würde er es auch machen! Und jetzt nimm es bitte so hin, dass ich immer alles wissen will, egal wie viel Stress ich dadurch bekomme. Ich bin zwar ein Teenie-Star, aber das ist mir in dem Moment egal. Ich bin dein Freund und ich liebe dich über alles. Und das weißt du!“, als er das sagte, kribbelte es in meinem ganzen Körper und diese Wörter hörten sich in meinen Ohren wie ein wunderschönes Lied an. Und genau in diesem Moment wurde mir wieder so einiges klar. Wie froh ich doch war, dass er da war und dass ich von ihm geliebt wurde. Es war ein wunderschönes, nahezu unbeschreibliches, tolles Gefühl. Eine Horde wilder Schmetterlinge machte sich in meinem Bauch breit. Lächelnd sah ich ihn an, nachdem ich mich aus seiner Umarmung langsam befreit hatte.
„Okay. Danke, Bill...! Ich liebe dich auch und ich will dich nie mehr verlieren!“, langsam näherten sich unsere Lippen wieder und berührten sich letztendlich. Leicht stupste ich mit meiner Zunge gegen Bills Lippen, die sich sofort, keine zwei Sekunden später, öffneten. Ich schob meine Zunge in seinen Mund und sofort verfielen wir in ein wildes, aber dennoch wunderschönes und leidenschaftliches Zungenspiel. Als wir uns küssten, lehnte Bill sich immer weiter über mich und ich ließ mich langsam nach hinten auf das Bett sinken. Als ich mit meinem Oberkörper auf dem Bett lag und meine Füße immer noch auf dem Boden standen, legte Bill sich leicht auf mich drauf, strich mir sämtliche Strähnen von Haaren aus dem Gesicht und küsste mich weiter. Mit der einen Hand stützte er sich rechts neben meinem Körper ab und mit der anderen streichelte er mir mit seinen Fingerspitzen unter meinem Oberteil auf dem Bauch. Mein ganzer Körper bedeckte sich, durch dieses schöne Gefühl, mit einer Gänsehaut. Ich ließ meine Augen einfach nur geschlossen und ließ mich streicheln und küssen. Ich genoss es einfach nur!


Kapitel 158:

Als wir aufhörten uns zu küssen, sahen wir uns einen Moment schweigend an. Musterten das Gesicht des anderen. Oder sahen uns in die Augen. Als wir uns schweigend ansahen, gab Bill mir noch mal einen kurzen Kuss auf meine Nasenspitze und rollte sich dann von mir runter, sodass er neben mir lag. Ich kuschelte mich in seinen Arm, welchen er sofort um mich schlang und mich leicht am Oberarm streichelte.  
„Was meinte Tom eigentlich vorhin zu dir?!“, fragte ich meinen Freund und brach somit die Stille.
„Irgendwas mit Andi und das wir runter kommen sollen, wenn wir fertig sind. Aber du standest doch daneben!“, lachte er leicht.
„Achso, okay. Ja, aber ich habe das nicht mehr so ganz mitbekommen.“, beschämt sah ich ein wenig weg.
„Okay.“; lachte Bill auf und gab mir einen kurzen Kuss auf meine Stirn.
„Mhm, sollen wir dann mal runter gehen?!“, schlug ich vor. Eigentlich schade, dass wir dann die Zweisamkeit unterbrechen mussten, aber ich wollte schon wissen, was Tom wollte und wenn wir runter kommen sollten, schien es ja auch irgendwas Wichtiges zu sein.
„Ja, na gut.“, seufzte Bill, nahm seinen Arm hinter mir weg und richtete sich langsam auf. Ich tat es ihm nach und streichelte ihm einmal sanft über den Rücken, bevor er sich von seiner Bettkante erhob.
„Na dann mal los.“, grinste ich und tapste hinter Bill aus dem Zimmer.
Als wir unten waren, schauten wir zuerst in der Küche nach dem anderen Paar, was aber erfolglos blieb.
„Dann sind sie wohl im Wohnzimmer.“, murmelte ich und steuerte dieses auch gleich an, dicht gefolgt von Bill. Und das war dann Erfolgreich. Okay, es musste so sein, denn wo sollten Anna und Tom sonst gewesen sein, weil oben waren sie sicher nicht, das hätten wir mitbekommen.
„Hey...“, sagten Bill und ich wie aus einem Mund. Eigentlich war dies ja immer der Part von Anna und mir oder von Tom und Bill. So etwas hatten wir auch noch nicht. Wir lachten alle vier etwas auf.
„Hi!“, begrüßten uns dann die anderen beiden noch, welche zusammen auf der großen Couch lagen. Also quetschten Bill und ich uns auf die etwas kleinere.
„So, warum sollten wir runter kommen?“, sprach Bill auch gleich unseren Grund des Kommens an.
„Also...“, fing Tom an. Ich musste leicht lachen, wusste selber aber nicht genau warum und bekam deswegen auch gleich verwunderte Blicke zugeworfen. Doch stören ließ sich Tom nicht weiter von mir und erzählte weiter.
„...Andi hat vorhin angerufen. Er wollte morgen `ne Party schmeißen. Bei sich zu Hause. Seine Eltern sind irgendwie bei Bekanten und deswegen passt das auch gut. Auch weil wir jetzt noch da sind und Lea und Anna auch. Und uns vier....“, stolz zeigte Tom auf uns. „...wollte er eben dabei haben.“
„Okay, und das heißt, wir sollen morgen vorbei kommen?!“, fragte ich noch mal nach.
„Ja, nein...also ja, aber heute auch.“; grinste Tom. „Wegen Vorbereitungen und so. Er hat gefragt, ob wir ihm und Janna ein bisschen helfen würden. Und wir haben halt zugesagt.“
Wir nickten.
„Ja, okay. Wann sollen wir da sein?“, schaltete sich Bill wieder ein.
„Na, er meinte, wenn ihr fertig seid. Also könnt euch langsam fertig machen. Tom und ich sind es schon.“, antworte Anna.
„Okay. Bin mal im Bad.“, sagte ich auch schon und hopste vom Sofa.
„Warte, ich komme mit!“, rief Bill mir hinterher. Jetzt hieß es rennen, weil wenn er das bad zuerst hat, kann ich Stunden warten!
„Erster!“, schrie ich lachend, als ich ins Badezimmer stürmte und Bill hechelnd hinterher gerannt kam.
„Du bist fies.“, lachte er und kam auf mich zu.
„Gar nicht.“, ich wedelte mit meinen Händen vor mir herum, sodass er mir ja nicht zu nahe kam, doch die hielt er fest und verschränkte sie hinter meinem Rücken.
„Oh, doch.“, als er das sagte, wurde er von Wort zu Wort leiser und unsere Lippen näherten sich wieder Millimeter um Millimeter. Bis sie sich berührten.
„Beeilt euch aber ein bisschen!“, hörten wir auf einmal Tom aus dem Flur schreien. Wir lösten uns voneinander, Bill ließ meine Hände wieder los und verdrehte seine Augen.
„Manchmal könnte ich diesen Jungen...“, fluchte Bill, doch ich musste nur lachen.
„Ist gut Bill. Aber dafür haben wir ihn ja lieb. Das er immer in der falschen Zeit am falschen Ort ist oder uns stört.“, lächelte ich dann, küsste ich noch einmal auf seine Wange und widmete mich dann meinem Spiegelbild. Ich zog noch einmal die ganze Umrandung meines Auges mit meinem schwarzen Kajal nach, da ja alles verlaufen war und puderte mich. Glättete noch mal meine Haare, ja ich war extrem eitel in Sachen Haare, und kämmte sie. Bill neben mir benutzte das Glätteisen auch gleich noch mal und glättete die abstehenden Haare runter, sodass sie glatt hinunter hingen.
„Fertig?“, fragte ich ihn, als er seinen letzten Kajalstrich zog.
„Ja.“, lächelte er mir entgegen.
„Okay, siehst auch perfekt genug aus.“, grinste ich ihm entgegen und ging an ihm vorbei.
„Haha.“, äffte er und gab mir einen Klaps auf mein Hinterteil.
„Aua!“, lachte ich nur und so gingen wir zusammen die Treppe hinunter zu Anna und Tom die schon Sehnsüchtig auf uns warteten.

Kapitel 159:

*>Lea´s Sicht<*
Bill und ich zogen uns noch schnell unsere Schuhe an. Da ich aber meine heiß geliebten Chucks anziehen wollte, wie so oft, standen alle um mich herum, als ich immer noch auf dem Boden kniete und meine Schuhe zuband.
„Boah, zieh das nächste Mal andere Schuhe an!“, maulte Tom rum, als ich wieder hoch kam und meine Klamotten glatt strich.
„Nein. Du hättest ja schon mal vorgehen können.“, maulte ich zurück und streckte ihm die Zunge raus.
„Ähm, Leute, wenn ich das ganze hier mal unterbrechen dürfte. Wie wollen wir hier raus kommen? Als Lea und ich vorhin zurückkamen, standen dort wieder Fans vor der Pforte!“, schaltete sich Anna mit gehobenen Finger ein.
„Och nee.“, verzog Bill sein Gesicht und auch sein Zwillingsbruder schien nicht wirklich froh darüber zu sein.
„Aber, hey. Ein Kaulitz wäre kein Kaulitz, wenn er nicht eine Idee hätte. Passt auf...“, fing Tom an und strahlte über das ganze Gesicht. „...ich gehe vorne raus und renne die Straße weiter hoch. Sie werden mir alle folgen und ein Autogramm oder Foto haben wollen. Dann rennst du, Bill, mit Lea und Anna die Straße in die andere Richtung zu Andi runter und verschwindest bei ihm im Haus. Wenn ich fertig bin, komme ich einfach nach und keiner wird euch bemerkt haben, mmh?“
„Das kannst du nicht machen, Tom. Die werden dich auseinander reißen.“, sagte Anna und sah ihren Freund baff an.
„Ach, das wird schon. Glaub mir mal.“, doch anstatt irgendwas zu sagen, sah Bill ihn nur Kopf schüttelnd an und ich tickte mit meinem Zeigefinger auf meine Stirn.
„Das wirst du sicher nicht machen!“, lachte ich auf, blieb aber jedoch immer noch ernst, sowie die Sache nun mal war. Wir wussten ja schließlich alle, wie die Fans ticken, wenn sie einen der vier Jungs von Tokio Hotel sehen.
„Doch...bis nachher!“, sagte Tom, küsste Anna noch kurz und rannte an mir vorbei. Ich wollte ihn gerade noch am Arm festhalten, doch da war er schon durch einen kleinen Spalt der Haustür ins äußere der Welt gehuscht. Sofort hörte man die ganzen weiblichen Fans vor dem Zaun wie am Spieß los schreien. Schrill und laut, wie es nun mal üblich war. Ob das gut gehen würde?!
„Sagt mal, das ist nicht mein Bruder! Der tickt doch nicht mehr ganz richtig.“, sagte Bill total verwirrt und deutete genauso verwirrt mit einer Bewegung zur Tür hinter sich.
„Doch das ist er!“, seufzte ich nur und ging in die Küche, um aus dem Fenster zu sehen.
„Leute, sie sind alle weg. Und Tom ist auch nirgends zu sehen. Ich glaube wir sollten dann mal schnell los, bevor die wieder kommen, oder?!“, rief ich den anderen beiden, die immer noch total baff im Flur standen, entgegen.
„Ja, okay. Wenn er es schon riskiert, sollten wir ihm wenigstens keinen Strich durch seinen überaus grandiosen Plan ziehen!“, meinte Anna ironisch und warf sich ihre Tasche über die Schulter. Auch ich kam wieder aus der Küche, schnappte mir meine Tasche und lugte nach meinem Freund aus der Haustür.
„Kommt, schnell.“, hauchte Bill in die kühle Luft. Ich schnappte mir noch schnell Annas Hand und rannte mit ihr hinter Bill den kleinen Weg bis runter zum Tor, auf den Bürgersteig und die Stra0ße entlang hinter her. Als wir den Bürgersteig betraten, sahen wir uns noch einmal um und man konnte in der Ferne eine Traube wilder Mädels sehen, die um eine einzige Person rum standen. Na viel Spaß, Tom!
„Kommt, wir sind gleich da.“, hechelte Bill, als er seinen Kopf etwas nach hinten drehte, um nach mir und Anna zu schauen. Wir liefen so schnell wir konnten, weil wir immer wieder dieses Gefühl hatten, gleich würde ein Fan hinter uns auftauchen. Aber zum Glück war es nicht so.
„Boah, ich kann nicht mehr, Bill. Warte!“, jappste ich nach Luft, als wir gerade vor Andis Haus standen und durch die Zauntür rannten.
„Komm.“, zog Anna mich nun schon hinter sich her, obwohl ich eigentlich die war, die Anfangs noch vor Anna rannte. Ich ließ mich hinter ihr herziehen und als wir vor der Tür ankamen, hatte Bill auch schon den Klingelknopf betätigt. Schon wenig später wurde die Tür von einer lachenden Janna aufgerissen.
 „Hi.“, sagten wir alle und stürmten in den Flur. Erschrocken wich Janna zurück.
„Wow, nicht so stürmisch. Aber hier fehlt doch noch einer.“, stellte sie fest und sah noch einmal aus der Tür und in den Vorgarten des Hauses ihres Freundes.  Anna, Bill und ich sahen uns an.
„Ähm..., ja, der hatte einen grandiosen Plan, aber erstmal hi.“, sagte Bill und ging auf Janna zu, um sie erstmal in den Arm zu nehmen und sie somit richtig zu begrüßen. Anna und ich taten es ihr nach.
„Kommt, Andi ist im Wohnzimmer.“, lud Janna uns mit einer einladenden Geste in das Wohnzimmer der Familie Rother. „Aber sagt mal, wo ist Tom und von welchem Plan habt ihr geredet?!“, fragte Janna neugierig, als wir das Zimmer betraten, wo Andi gerade auf der Couch lag und Fernseh schaute.


Kapitel 160:

„Hee, du faule Sau.“, grinste ich ihn an und umarmte ihn, ohne irgendwas auf die Frage von seiner Freundin zu antworten. Auch die anderen erledigten das erstmal und so setzten wir uns auf die freie Couch, entledigten uns unserer Jacken und holten erstmal tief Luft.
„Wo ist Tom?“, fragte Andi auch schon nach. Wieder sahen wir drei uns untereinander an.
„Der hatte eine super Idee, sodass die Mädels ungeschert aus dem Haus kamen, ohne, dass sie von irgendwelchen Fans, die mal wieder dort vor stehen, fertig gemacht oder fotografiert werden.“, antwortete mein Freund.
„Okay. Und die wäre?“, hackte Janna nach.
„Na ja...“, machte ich weiter. „...er ist vor die Tür gerannt und in die andere Richtung die Straße hoch gerannt. Die ganzen Weiber natürlich hinter ihm her und so konnten wir schnell hierher rennen. Ich will gar nicht wissen, wie der ge-.“, ich konnte meine Erklärung gar nicht zu Ende führen, denn da klingelte es auch schon an der Haustür. Natürlich hofften wir alle den gleichen davor stehen.  Sofort sprang Andi auf und hechtete zur Tür. Das nächste was man hörte, war ein riesen Gelache von letzteren.
„Schnauze, Andi!“, hörten wir dann die Stimme unseres fehlenden im Bunde, welcher auch schon wenige Sekunden später in der Wohnzimmertür stand. Anna und Bill drehten sich sofort um, da sie mit dem Rücken zur Tür saßen.
„Oh mein Gott.“, sagte ich und presste meine Lippen aufeinander, um nicht loszulachen. Nachdem Bill und Anna einen Blick auf Tom geworfen hatten, drehte sie ihre Köpfe fast synchron wieder um, und schlugen ihre Hand vor den Mund. Trotzdem konnte man ihnen ein kichern entnehmen.
„Alter, nie wieder mache ich das!“, fing Tom plötzlich an rumzumaulen.
„Und hört auf, so dumm zu lachen, ich seh’ das wohl.“, er kam näher auf uns zu. Als Janna, Bill, Anna, Andi und ich Tom in voller Pracht sahen, konnten wir alle nicht mehr, außer einfach nur loszulachen. Seine Mütze hing total schief auf seinem Kopf und ein Dread hing an der Seite raus. Wie der dorthin gekommen war, war mir, und ich glaube den anderen auch, nicht wirklich klar. Seine Kapuzenjacke, die er sich, bevor er losgelaufen war, übergezogen hatte hing auf der einen Seite auch schon nicht mehr auf der Schulter, sondern im inneren der Beuge seines Ellbogens. 
„Was haben die mit dir gemacht?!“, fragte Anna ihren Freund, als dieser sich zwischen sie und Bill auf dem Sofa setzte. Anna strich ihm erstmal die Klamotten, so gut es ging, wieder glatt und brachte sie in die richtige Haltung. Die Haare richtete Tom sich danach alleine.
„Ich bin aus dem Tor gerannt und die standen gerade alle an der Bushaltestelle, ja. Und die sehen mich, kaum als ich einen Schritt auf den Bürgersteig gesetzt hatte und losgelaufen war. So gut es halt mit meiner Baggy ging. Und dann hörte ich nur immer so was wie „Tooom!“ oder „Ey, Mädels. Tom rennt dahinten. Schnell!“. Und schon waren sie alle hinter mir her. Als ich dann weit genug vom Haus entfernt stand und mir sicher war, dass alle Mädels hinter mir her waren, blieb ich stehen und drehte mich um, um ihnen Autogramme oder Fotos zu geben. Aber super. So einfach habe ich mir das dann doch nicht vorgestellt, weil die dann auf einmal alle an mir gezerrt haben und alle irgendwas anders wollten. Tz, ey. Ohne Saki gehe ich normal nicht mehr aus dem Haus. Na ja, als ich gesehen habe, dass ihr bei Andi eingebogen seid, bin ich dann einfach abgehauen und war zum Glück eher hier drin, als das die vor dem Haus standen.“, erzählte Tom uns aufgeregt.
„Ich habe von Anfang an gesagt, dass es eine scheiß Idee ist, Tom!“, belehrte ich ihn.
„Jaja, ich weiß. Aber ihr wärt anders da nicht raus gekommen. Auch wenn ihr hinten übers Feld gelatscht wärt, hättet ihr vorne auf der Straße vorbei gemusst und da hätten die euch eh erkannt. Also seid mir lieber dankbar.“, schmollte er.
„Ach Tom, wir sind so stolz auf dich.“, lachte Anna leicht und küsste ihn für seine „Heldentat“ einmal zärtlich. Das war eben unser Tom. Und nachdem die beiden sich voneinander trennten, grinste er, stolz auf sich selbst, durch den Raum.

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