Er liebt mich...er liebt mich nicht...

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Kapitel 141:


*>Lea´s Sicht<*
„Naja, dann kommt dann gehen wir erstmal runter, hm?“, fragte ich Bill, nachdem wir beschlossen hatten nun frühstücken zu gehen, dennoch aber noch nicht aufgestanden waren, weil wir einfach zu faul waren. Und außerdem war es grade einfach nur zu schön hier. Hier in seinem Bett. Mit ihm an meiner Seite. Mit seinen Küssen, die er mir auf die Stirn oder Wange hauchte. Und seinen Streicheleinheiten, mit denen er mich verwöhnte.
„Na gut, wenn es unbedingt sein muss.“, stöhnte er und streckte sich, um die Müdigkeit wenigstens etwas aus den Gliedern zu rütteln.  Ich stand vom Bett auf und strich meine Klamotten, welche etwas zerknautscht waren, mit meiner Handfläche etwas glatter.
„Tom und Anna auch schon wach?“, fragte Bill mich, als er sich sein T-Shirt und eine Hose überzog. Ich beobachtete ihn dabei.
„Hallo?“, wedelte er mir mit seinen Händen vor den Augen rum.
„Sorry, ähm nein, sind sie nicht. Also eben zumindest nicht.“, teilte ich meinem Freund mit, welcher mich nur skeptisch ansah.
„Aber weißt du was?“, fragte ich ihn. „Ohne Hose siehst du viel geiler aus.“, grinste ich und ging auf ihn zu. Packte ihn an seinem T-Shirt und zog ihn an mich ran. Unsere Lippen berührten sich und wir verfielen in einen langen wunderschönen Kuss.
„Die ziehe ich aber jetzt nicht mehr aus.“, als er das sagte lösten sich unsere Lippen einen Millimeter voneinander. Sofort fing er unwillkürlich an zu grinsen. Das merkte ich, da sich unsere Lippen noch ein wenig berührten.
„Na, gut.“, hauchte ich in den Kuss und griff nach seinen Händen. „Dann komm.“, ich zog ihn zur Tür hinter mir her und so gingen wir runter in die Küche.
„Ach, nee.“, grinste ich, als ich Janna am Küchentisch sitzen sah.
„Hm?“, brummte sie und drehte sich zu mir um.
„Du siehst ja voll fertig aus.“, lachte Bill. Bekam aber auch sofort einen bösen Blick zurückgeworfen. Man gut, das ich mir mein lachen noch verkneifen konnte
„Kannst du deinem Freund mal bitte sagen, dass er seine Fresse halten soll und ich weiß, dass ich scheiße aussehe!?“, bat Janna mich. Da hatte aber wer schlechte Laune.
„Bill, du hast es sicher mitbekommen.“, sagte ich nur an meinen Freund gewandt und ging zum Küchenschrank, um mir ein Glas rauszuholen, welches ich danach gleich mit Orangensaft füllte.
„Och Jannalein.“, sagte Bill nur und ging auf sie zu. Da sie mit dem Rücken zur Tür saß, fing er an, ihr die Schultern zu massieren.
„Geht doch.“, schmunzelte diese nur. Ich setzte mich ihr gegenüber,
„Wo ist eigentlich Andi?“, fragte ich sie.
„Schläft noch auf dem Sofa, aber ich hatte zu wenig Platz und da dachte ich mir, gehe ich doch in die Küche und setze mich auf einen Stuhl, lege meinen Kopf auf die Tischplatte und versuche da zu schlafen.“, sie verdrehte die Augen. Daher wehte also der Wind. Deswegen war sie auch so fertig. Weil so wie ich sie kannte, war sie nie so fertig, auch wenn sie am letzten Abend viel zu viel intus hatte. Zumindest nicht so fertig, wie jetzt.
„Na, war ja mal wieder klar. Das sind eben die Jungs.“, stellte ich mich gegen die Männerwelt und auch automatisch gegen meinen Freund.
„Was soll das denn jetzt heißen?“, fragte er mich.
„Es soll heißen, dass es klar ist, dass Andi wieder Schuld war, dass Janna hier pennen musste. Weil die Männer immer Schuld sind, mein Schatz.“, streckte ich ihm die Zunge raus.
„Andiii?“, rief Bill dann. ohne irgendwas auf meine Aussage zu äußern. Wollte sich wahrscheinlich Verstärkung holen.
„Alta, was?“, kam der gerufene auch schon in die Küche getapst. Schlaf aus den Augen reibend. Haare noch etwas durcheinander. Frisch aufgestanden also.
„Ich brauche Unterstützung. Die meinen doch echt was gegen die Männerwelt sagen zu müssen.“, beschwerte er sich und stemmte seine Hand in die Hüfte. Seltsam sah es aus und Janna und ich warfen uns auch nur komische Blicke deswegen zu.
„Ach weißt du Bill, die sind doch nur neidisch, weil sie keine Jungs sind.“, sagte Andi worauf Janna und ich erst einmal anfangen mussten loszuprusten. Es kam aus seinem Mund, als sei es selbstverständlich. Dass jedes Mädchen neidisch war.
„Eigentlich nicht.“, gab ich nur hervor und Janna nickte energisch zur Zustimmung.
„Siehst du und dann kommt das, dass sie ja so froh sind Mädchen zu sein. Weil die es ja in vielen Situationen leichter haben. Beim...“, Andi kam gar nicht zu Ende, da fiel Janna ihm schon ins Wort.
„Andi ist gut. Wir wissen wobei es die Mädchen einfacher haben. Schließlich sind wir welche und können es nur gut nachvollziehen.“, Janna grinste mich dreckig an. „Nä, Lea?!“
„Ja.“, sagte ich und schon mussten wir anfangen zu lachen. Wobei Mädchen es leichter haben, wissen wir ja alle, oder nicht?!


Kapitel 142:

*>Lea´s Sicht<*
Wir saßen noch eine Weile unten in der Küche verteilt am Küchentisch und unterhielten uns, bis Anna und Tom dazu kamen.
„Guten Morgen“, stöhnte Anna, welche noch im Schlafanzug war, und rieb sich den restlichen Schlaf aus den Augen. Dies machten heute morgen wohl alle hier in meiner Umgebung.
„Morgen.“, gaben wir im Chor zurück. Als Anna noch zum Küchenschrank tapste, kam Tom zu uns an den Tisch.
„Na, gut geschlafen, Tomilein?“, fragte Janna ihn schmunzelnd, weil sie wusste, dass sie ihn mit diesem Namen necken konnte. Dieser verdrehte auch gleich die Augen.
„Nenn mich nicht so!“, stieß er hervor. „Aber, ja, geht wohl.“, antwortete er noch lieb auf ihre Frage und grinste sie lieb gespielt an.
„Boah...“, nachdem Anna  sich ein Glas Wasser genommen hatte, ließ sie sich stöhnend auf einen freien Platz neben mich fallen. Ich haute ihr leicht auf ihren Oberschenkel.
„Na, was hast du denn?“, fragte ich sie und ließ ein leichtes lächeln über meine Lippen huschen.
„Ich bin kaputt. Mit ist übel und schwindelig.“, erzählte sie mir ihre leiden. „Und hunger habe ich auch!“, na wenn es weiter nichts ist.
„Na, bist ja wohl nicht schwanger.“, witzelte Bill.
„So eine Angelegenheit kann schnell zu einem Ernstfall kommen, als man gucken kann.“, erwiderte Andi darauf. Tom sah Anna nur panisch an, worauf sie nur lachen musste. „Von was soll ich bitte schwanger sein, Leute?“, fragte sie entsetzt. „Ich mache so was nicht.“, lachte sie. Auch wir anderen stimmten schließlich mit ein. Toms Blick aber verwandelte sich auf die schnelle zu einem dreckigen grinsen, welches er Anna rüber warf.
„Stimmt ja. Du machst so was ja nicht! Aber man kann auch vom Küssen schwanger werden.“, witzelte Janna. Dass das nicht stimmte, wussten wir ja alle. Schließlich haben wir in unseren jüngeren Jahren immer mal wieder auf diesen Interassanten Bravo-Seiten gelesen, oder nicht?
„Nein, geht nicht.“, platzte es sofort aus Bill heraus. Tom schien sich aus dem ganzen Gespräch raus zuhalten, da man von ihm kein Wort entnehmen konnte. Schien wohl eher seinen Spaß beim Zuhören und bei einem Aufsetzen des dreckigen grinsen zu haben
„Hast du etwa diesen komischen Brief zu Doktor Sommer geschrieben und gefragt, ob man vom Küssen schwanger werden kann, nur weil du schiss hattest, dass deine damalige Freundin mit 13 schwanger wird, hm?“, schielte ich lachend zu ihm rüber.
„Na, gut. Dann gebe ich es eben zu...!“, nun war es um uns geschehen und wir verfielen allesamt, wie wir um den eckigen Tisch saßen, in einen Lachanfall. Diese Art, wie Bill es sagte, war einfach nur zu geil!  Nachdem wir uns alle wieder ein wenig gefangen hatten, stieß ich ur ein: „Oh man, ey!“, hervor und lehnte meinen Kopf auf Bills Schulter.
„Ich habe hunger“, sagte Andi und schon stand er auf und tapste rüber zum Kühlschrank des Hauses. Selbstbedienung schien es hier wohl zu sein. Aber okay, er wohnte hier ja eh fast, da war diese Art Selbstbedienung ja kein Problem.
„Noch wer irgendwas?“, fragte er in die Runde, bevor er den Kühlschrank schließen wollte.
„Ja, ich mag einen Joghurt haben.“, gab ich meine Bestellung auf. Also nahm Andi denjenigen heraus und stellte ihn mir, mitsamt eines Löffels, vor die Nase.
„Danke.“, sagte ich lächelnd und fing an ihn zu leeren.
Die anderen fingen auch nach und nach an, sich ihre Sachen, auf die sie hunger hatten, aus dem Kühlschrank und den anderen Kücheschränken zu angeln. Eine Art Catchwork-Früchstück. Wenn man das überhaupt noch Frühstück nennen konnte, denn die Küchenuhr ließ es gleich schon zwei Uhr schlagen!
Und bis der letzte dann auch seinen letzten bissen verschlangen hatte, dauerte es nun auch eine knappe Stunde. da wir ja alle unterschiedlich angefangen haben zu essen. Aber wir hatten nichts dagegen, schließlich hatten wir einen freien Tag und was Großes war eh nicht geplant. Eher gesagt war noch gar nichts für diesen Tag geplant.
Und als gäbe es so eine Art Gedankenübertragung hier an diesem Tisch, stellte Tom auch schon die entschiedene Frage: „Was machen wir heute?“
Wie oft die nicht schon gefallen war, wenn wir immer zusammen saßen?!
„Naja, keine Ahnung, aber...“, mein Freund wollte gerade etwas vorschlagen, dachte ich zumindest, da wurde er aber vom Klingeln der Tür unterbrochen.
„...aber vielleicht solltest du erst noch kurz gucken, wer da an der Tür ist.“, grinste Bill Tom an. Also blieb diesem nichts anderes übrig, als sich von seinem Platz zu erheben und zu schauen, wer jetzt gerade hier klingelte. Eventuell ein Fan, welcher den Jungs mal wieder keine Privatsphäre lassen wollte? Aber als ich die Begrüßung des jemand, der vor der Tür stand, hörte, wusste ich, dass es nicht irgendein Fan war. Sondern er. Genau, ich war mir ziemlich sicher, dass er es war. Und als dieser dann auch an Toms Seite in dem Rahmen der Küchentür erschien, bestätigte es sich, dass ich Recht hatte!

Kapitel 143:

*>Lea´s Sicht<*
„Was will der den hier?“, zischte ich leise zu meinem Freund rüber. „Ich  habe keine Ahnung.“, bekam ich auch sofort in der gleichen Lautstärkenfrequenz zurück. Keiner begrüßte ihn. Wir Sahen nur an, wie er vor Tom fast schüchtern in die Küche kam. Sogar mit gesenktem Kopf. Es wunderte mich nicht wirklich, schließlich sollte es ihm Leid tun, was er gestern abgezogen hatte. Aber das ihn keiner begrüßte, hatte er sich selber zuzuschreiben. Es war nicht höflich, das war klar. Aber verdient hatte er es sicher nicht!
„Ähm... hi.“, stotterte er unbeholfen rum, als er da so in der Küche stand. Alle Augen auf ihn gerichtet.
„Gibt es irgendwas?“, fragte Bill auch direkt und in einem nicht ziemlich freundlichen Ton. Aaron lies es aber nicht wirklich zurückschrecken. Das einzige was er tat, war, dass er seinen Kopf hob.
„Ja. Ich...ich wollte mich entschuldigen.“, teilte er sein kommen mit. Was sollte ihn auch sonst hierher führen?!
„Aber ich glaube, dass solltest du dann mal bei Tom machen. Und eventuell auch noch Anna oder meinst du nicht?“, schloss Andi sich ein. Aaron nickte und bevor er irgendwas sagen konnte, fiel Tom ihm auch schon vorweg.
„Dann komm mit. Schatz? Kommst du auch mit?“, sein Blick ging an Aaron vorbei und zu Anna, die neben mir saß. Ich drückte noch einmal ihre Hand, nachdem sie genickt hatte. Sie stand auf und lief hinter Aaron und Tom aus der Küche. Dem poltern nach zu Urteilen, sind sie nach oben gegangen. Wahrscheinlich in Toms Zimmer.
„Was habe ich dir gesagt?“, flüsterte ich Bill entgegen. „Ja, du hattest schon wieder Recht.“, flüsterte er zurück.
„Also ich hätte von ihm nichts anderes erwartete. Ehrlich gesagt.“, stieß Janna hervor, nachdem unsere Runde eine Weile geschwiegen hatte und wir nur so um den Tisch saßen.
„Ja, ich auch.“, sagte Andi und Bill nickte als Zustimmung seinerseits.
„Ich hoffe nur, dass der sich auch richtig Entschuldigt.“, kam es dann noch von ihm. „Das ging Tom ziemlich an die Nieren. Das hat man gestern Abend noch gemerkt!“, lies ich auch noch einen Kommentar dazu ab.
„Ja, das hoffe ich auch für ihn.“; sagte Bill und schaute fast verträumt zur Tür. Seine Hand hatte ich in meiner und nachdem er das sagte und ich seinen Blick sah, streichelte ich mit meinem Daumen automatisch über seine Handfläche. Bei der ganzen Sache ging es ihm auch alles andere als gut, das merkte man. Aber irgendwie zog er sich bei dem Thema ziemlich zurück. Es ist zwar auch sein Freund, aber hauptsächlich ging es hier um seinen Zwillingsbruder. Und um den machte er sich dabei noch mehr Gedanken, als um sich selbst. Man konnte es ihm nicht verübeln. Wer würde sich nicht mehr Gedanken um seinen Zwilling machen, anstatt um sich selbst?!
Es verging eine halbe Stunde und es tat sich nichts.
„Die brauchen irgendwie lange.“, seufzte Janna.
„Wenn man sich richtig ausspricht braucht man mehr Zeit, Janna.“, sagte Bill und erhob sich von seinem Stuhl. Er nahm sich ein Glas Wasser und ging in der Küche auf und ab. Es machte mich nervös!
„Kannst du dich bitte hinsetzen, oder stehen bleiben Bill?“, fuhr ich ihn an. Im Nachhinein, war der Ton viel zu scharf gewählt und es tat mir auch leid. Er aber blieb stehen, sah mich nur erschrocken an und setzte sich auf die Arbeitsplatte der Küchenzeile.
„Sorry...“, murmelte ich nur, aber trotzdem setzte er sich nicht wieder neben mich, sondern blieb dort sitzen, wo er sich niedergelassen hatte und gab nicht einen Kommentar mehr ab. Na super!
„Ja, okay. Dann bis später. man sieht sich, denke ich mal.“, hörte man auf einmal Tom sagen. Das hieß, sie waren fertig und verabschiedeten gerade Aaron. Und nachdem man die Tür ins Schloss fallen lies, standen Anna und Tom auch schon im Türrahmen der Küchentür. Mit einem zufriedenen Gesichtsausdruck.
„Und? Was ist?“, fragte Andi gleich drauf los.
Tom und Anna lächelten sich an. „Es ist alles wieder in Ordnung. Er hat sich Entschuldigt und alles. Und nicht nur bei mir, sondern auch bei Anna!“, erklärte Tom uns. Man sah Bill richtig an, dass er erleichtert war.


Kapitel 144:

*>Lea´s Sicht<*
„Okay wenigstens ist er zur Vernunft gekommen!“, nuschelte Janna.
„Ja, das ist er wirklich nach dem was er oben gesagt hat, bin ich mir da sogar ziemlich sicher.“, sagte Tom noch.
„Ja, aber wollen wir nicht irgendwie über was anderes reden, oder irgendwas machen? Wir müssen doch bestimmt noch aufräumen, oder?“, fragte Janna. Versuchte somit das Thema zu wechseln, was ihr natürlich auch sofort gelang. Aufräumen mussten wir echt noch.
„Ja, ich will gar nicht in das Wohnzimmer gucken.“, stöhnte Bill und hievte sich von der Arbeitsplatte.
„Wollt ihr euch erst fertig machen, oder wollt ihr so mithelfen?“, fragte er total motiviert. Also was mit ihm los war, wusste ich auch nicht. Eher gesagt konnte ich es mir nicht erklären. So motiviert und das schon so „früh am Morgen“.
„Also auf Toilette würde ich gerne noch gehen, aber dann kann es weiter gehen.“, sagte Janna mit einem lachenden Unterton und stand auf, um auf die besagte zu gehen.
„Moment, ich komme mit.“, rief Andi ihr noch hinterher und schon sprang er auf.
„Lea? Kommst du auch mit?“, fragte Bill mich. In einem ziemlich Sachlichen Ton. Zu Sachlich für unsere Verhältnisse. Dieser fiel wohl auch Anna auf, die mich nur verblüfft ansah.
„Ehm, ja klar.“, stotterte ich total aus der Fassung und stand auf, um ihm, meinem Freund, hinter zu tapsen. Als wir das Wohnzimmer betraten, traf mich erst einmal der Schlag.
„Oh mein Gott.“, murmelte Anna, welche hinter mir stand.
„Das kannst du laut sagen.“, seufzte ich. Überall lagen leere Flaschen auf dem Boden verteilt. Von den Chipstüten ganz abgesehen. Geschweige denn den Haufen von Bechern. Ganz kurz gesagt: Es sah schrecklich aus.
„Okay, dafür brauchen wir wohl etwas länger! Ich hole mal Säcke, wo wir den ganzen scheiß reinschmeißen können!“, meldete Tom sich zum Dienst und huschte aus dem Zimmer.
„So hier.“, meldete er sich nach 5 Minuten wieder zurück. Er gab uns immer zu zweit einen Sack. Bill und mir, Andi und Janna, welche auch wieder bei uns waren, und Anna und sich. Nach und nach fingen wir an den Müll vom Boden zu klauben und als eine Stunde rum war, waren wir damit auch fertig.
„Ich will nicht mehr!“, seufzte Janna und ließ sich in den Sessel fallen, der gerade neben ihr stand.
„Ich auch nicht mehr.“, ließ ich mich stöhnend neben sie fallen. „Aber was muss, dass muss, Mädels.“, sagte Bill und kam auf mich zu. Ich hatte ein kribbeln im Bauch. War mir nicht sicher was er jetzt von mir wollte, schließlich hatte ich ihn eben in einem nicht gerade freundlichen Ton angefahren.
„Komm, steh auf.“, lächelte er und streckte mir seine Hände entgegen. Mit einem erleichterten lächeln nahm ich seine Hände an und ließ mich von ihm hochziehen. Da er aber zu viel von seiner Kraft, die er in seinen Armen hatte, anwendete, stolperte ich nach vorne in seine Arme.
„Huch.“, schrie ich auf.
„Nana.“, lachte Bill und nahm mich fest in die Arme, in die ich gefallen war.
„Sorry...“, murmelte ich nur leise und schaute fast schon beschämt zu Boden. Warum ich das machte, wusste ich selber nicht genau. Eventuell die Unsicherheit, die trotzdem noch in mir war. Wegen der Sache von vorhin. Aber so wie ich Bill kannte, war er nicht sehr nachtragend. Zumindest nicht in der Hinsicht, wenn er von seiner Freundin angezickt wurde.
„Ist doch nicht schlimm.“, grinste er und hob meinen Kopf mit seinen Händen und küsste mich.
Wieder dieses mega kribbeln in meiner Magengegend. Und Erleichterung machte sich in mir breit.
„naja, kommt lasst uns weiter machen.“, sagte Bill wieder in seinem motivierenden Ton. Verdattert schüttelte ich nur den Kopf. Hatte aber auch ein Lächeln auf meinen Lippen.
„Erstmal wieder die Möbel so hinrücken, wie sie standen.“, sprang Tom für Bill ein.
„Und wie standen die?“, fragte Andi. Als ob er das nicht wüsste.
„Der war gut, Andi. Du hockst hier jeden Tag rum.“, kam es wieder von Tom, aber dieses Mal ausdruckslos.
„Naja, nicht jeden, nä. Ihr seid ja fast nie zu Hause und so.“, konterte dieser wieder. Bitte nicht eine von diesen Nie endenden Diskussion. Das konnten die Zwillinge und Andi ja fabelhaft. Aber genauso fabelhaft nervten sie auch. Anna und ich sahen uns schon an und verdrehten die Augen.
„Ja, aber...“, wollte Bill gerade zum Reden ansetzen, da hielt ich ihm noch rechtzeitig den Mund zu.
„Nichts aber mein Schatz, wir wollten weiter machen.“, er nahm meine Hand von seinem Mund und hielt sie fest.
„Stimmt.“, lächelte er und küsste mich.
Und somit fingen wir an, die ganzen Möbel wieder an den richtigen fleck zu rücken. Es war schon eine schweißauftreibende Arbeit, aber was sein musste, musste eben sein. Wie Bill es vorhin so schön gesagt hatte. Aber Bock hatte natürlich keiner. Zumal wir noch alle ziemlich müde waren. Janna nörgelte immer wieder, dass das ja viel zu schwer für sie war und somit konnte sie sich drücken. Sie wusste wohl, wie das ging, mit dem Drücken.


Kapitel 145:

*>Lea´s Sicht<*
Aber da wir ja alle wussten, wie es war, mit einem Kater den morgen nach einer Party alles wieder aufzuräumen, ließen wir sie und wir erlaubten ihr gütiger Weise, so wie wir halt waren, dass sie sich an die Seite auf einen Stuhl setzen durfte. Wir brauchten dann zu fünft aber auch nicht mehr lange und so waren die restlichen Kartons, in denen wir die zerbrechbaren Sachen aus den Schränken gelagert hatten, auch schon innerhalb von einer Stunde wieder restlos in den Vitrinen, auf den Kommoden, beziehungsweise in den Schränken verstaut.
„So und nun?“, fragte Anna und sah sich in dem aufgeräumten Wohnzimmer um.
„Jetzt werde ich mir erstmal meine Freundin schnappen und zu mir gehen, weil die scheint etwas fertig zu sein.“, sagte Andi und ließ seinen Blick zu seiner Freundin wandern, die halb schlafend auf einem Stuhl etwas abseits von uns saß.
„Okay.“, sagte Tom mit einem lachenden Unterton.
„Janna?“, rüttelte Andi an ihr rum.
„Mhm?“, brummte sie nur.
„Komm’, wir gehen zu mir.“, sie sah ihren Freund an, als sei er ein Außerirdischer. Dieser streckte ihr die Hand entgegen, welche sie dann aber doch noch lächelnd annahm. Der müde drein blickende Gesichtsausdruck blieb aber in ihrem Gesicht.  
„Wir sehen uns.“, sagte Andi noch und Janna winkte noch einmal, bevor sie den Raum und das Haus verließen.
„und was machen wir jetzt?“, fragte Tom, als man die Haustür ins Schloss fallen hörte.
„keine Ahnung. Aber ich mag mit Lea alleine hoch.“, grinste Bill und zog mich in seine Arme. Versetzte meinen mund mit kleinen und kurzen Küssen.
„Okay, dann lasst euch mal nicht stören. Viel Spaß!“, lachte Tom nur Kopfschüttelnd und ging mit seiner Anna und die Küche.
„Na dann komm.“, grinste ich meinen Freund an, doch ehe ich mir seine hand schnappen konnte und ihn nach oben ziehen konnte, tat er es schon. Als Bill und ich oben ankamen, zog er mich sofort in sein Zimmer. Eilig hatte der Junge es heute aber wieder auch. Ich musste grinsen. Als Bill die Tür öffnete und als erster von uns beiden das Zimmer betrat, blieb er, nachdem er einen Schritt in sein Zimmer gemacht hatte, stehen und wartete, bis ich die von ihm geöffnete Tür, wieder hinter mir ins Schloss fallen ließ. Als dies geschehen war, kam er weiter auf mich zu Nahm meine Hände in die seine und ging einen Schritt Vorwärts, sodass ich mich von ihm leiten lassen musste, da ich ja Rückwärts lief. Zwei Schritte führte er mich so, bis ich leicht an die von mir geschlossene Tür andockte. Bill drückte mich sanft gegen diese und begutachtete meine Lippen. Also wusste ich schon, was er gleich mit mir vorhatte. Und keine zwei Sekunden später bestätigte es sich auch schon, Sanft berührten seine Lippen die meine Wieder schmeckte ich ihn. Meinen Bill. meinen Freund. Den, den ich über alles auf der Welt liebte. Und dieses Gefühl der Liebe bestätigte sich mal wieder, da mein ganzer Körper anfing zu kribbeln. Er löste mit einem kleinen Kuss ein riesen Desaster in mir aus. Natürlich im Positiven Sinne gesehen. Als sich unsere Lippen wieder voneinander lösten, grinste Bill mich an und packte hinter meinen Rücken. Ich wunderte mich, was er da wollte, aber als ich hörte, wie sich ein Schlüssel im Schloss umdrehte, wusste ich genau, was er eben gemacht hat. Die Tür abgeschlossen. Er hatte nicht das eine vor, da war ich mir sicher. Er wollte nicht mit mir schlafen. Ich wusste nicht, warum ich mir da so sicher war, aber eventuell war es einfach nur die weibliche Intuition?!
Zufrieden lächelte ich meinen Freund, wessen hand wieder auf meiner Hüfte lag, an. „Dieses Mal kann uns keiner mehr stören.“, grinste ich und gab Bill einen Kuss. Während wir und küssten übernahm ich das Kommando und schob Bill Rückwärts Richtung Couch. Ich merkte, wie er in den Kuss hineingrinste, Als wir kurz vor dieser standen, gab ich meinem Freund einen leichten Stoß und schon saß er. ich ging mit ihm runter und setzte mich Vorwärts, dass ich auch angucken konnte, auf seinen Schoß. Meine Hände streichelte sanft seinen Brustkorb und überdeckten seine Lippen mit kuren aber auch langen, wunderschönen Küssen. Er genoss es und da er auch wusste, wie er mich verwöhnen konnte, wanderten seine Lippen von meinen, hin zum Mundwinkel und endeten letztendlich an meinem hals. Ich schloss meine Augen und legte meinen Kopf schief. Wollte diesen Moment mit ihm einfach nur genießen. Der Moment, in dem es nur ihn und mich gab. keinen anderen. Und gerade da war ich auch froh, dass Bill vorhin auf die Idee kam, die Tür abzuschließen. Sonst wurden wir ja immer in den schönsten Momenten von irgendjemand gestört.


Kapitel 146:

*>Lea´s Sicht<*
Als er wieder von meinem Hals abließ und mich ansah, hauchte er mir ein: „Ich liebe dich so sehr, Lea.“, entgegen. Ich sah ihn einfach nur an. Ein kribbeln durchfuhr meinen Körper.
„Ich dich auch Bill, ich dich auch.“, ich wurde von Wort zu Wort leiser. Nahm meine Hand und legte sie in den Nacken meines Freundes, auf dessen Schoß ich immer noch saß.
Als sich unsere nasenspitzen schon wieder fast berührten legte ich meinen Kopf schief. Und schon berührten sich nicht mehr unsere Nasenspitzen, sondern unsere Lippen. Wieder war es da. Dieses wunderschöne Gefühl. Wollte, dass es nie endete. Nie. Und so schnell tat es das auch nicht. Bill’s und meine Zungen verfielen in ein langes und wunderschönes Zungenspiel.
Nach einer Weile saß ich nicht mehr auf seinem Schoß, sondern er ließ sich zur Seite fallen und nun lag ich auf ihm. Immer noch küssend. Und unsere Lippen lösten sich für keine einzige Bewegung die wir taten. Waren immer versiegelt. Nicht einmal das klopfen an der Tür hörten wir. Wir überhörten es einfach. Wir wollten es überhören! Schließlich gehörten diese Momente nur uns. Ihm und mir, ganz allein. Und keinem anderen.
Als wir nach einer ziemlich langen Weilen voneinander abließen, sahen wir uns an und uns beiden huschte ein lächeln über die Lippen. Immer noch lag ich auf meinem Freund drauf. Stützte mich mit meinen Armen sanft auf seiner Brust ab, sodass ich ihn besser angucken konnte. Er nahm seine Hand und strich mir meinen schief geschnittenen Pony aus dem Gesicht.
„Du bist so wunderschön.“, hauchte er mir dann entgegen. Ich wusste nichts darauf zu sagen und dachte mir, dass wenn ich es zurückgeben würde, würde es doof kommen. Also gab ich ihm einen kurzen Kuss auf den Mund und legte meinen Kopf neben seinen auf die Schulter. So lagen wir da. Lange. Ich wusste gar nicht wie lange. Aber ich wusste, dass es einfach nur schön war. Ich genoss diese Zweisamkeit.
„Ich habe Durst.“, kam es plötzlich von meinem Freund. War ja klar, dass so was von ihm kommen musste. Es passt mal so gar nicht hier hin. Aber so war er. Ich musste darüber grinsen und hievte mich hoch. Stützte meine Hände links und rechts neben ihm auf der Couch ab.
„Dann komm lass uns runter gehen.“, ich drückte ihm noch einen Kuss auf und stand dann letztendlich ganz auf.
„Na gut.“, er streckte seine Hand nach mir aus, welche ich lächelnd annahm, und tat es mir nach. Zusammen tapsten wir runter in die Küche. Auf dem Flur war nichts von Anna und Tom zu hören. Schliefen sie etwa? Konnte sein, da sie ja in der Nacht nicht so wirklich viel schlaf bekommen hatten. Naja, ich zuckte mit den Schultern und ging hinter meinem Freund die Treppe hinunter.
„Magst du auch was?“, fragte dieser mich, als er gerade dabei war, sich ein glas aus dem Eckschrank zu holen.
Ich überlegte.
„Ja, warum nicht.“, grinste ich ihm entgegen. Also nahm er noch ein zweites Glas und die Flasche Wasser die da auf der Küchenzeile stand und goss in die beiden Gläser etwas davon ein.
„Hier, bitte.“, er stellte mir das Glas vor meine Nase, wofür ich ihm einen kurzen Kuss gab, genug konnten wir vom jeweils anderen auch nicht bekommen. Ich musste grinsen.
„Was grinst du so?“. wurde ich dann auch schon gefragt. Bill saß  mir gegenüber und nahm meine Hände, die auf dem Tisch lagen, in seine.
„Keine Ahnung.“, gab ich nur zurück und nahm meine eine Hand aus der seiner, um einen Schluck aus meinem Glas zu nehmen. 
„Achsoo.“, sagte er nur und beobachtete mich dabei, wie ich trank. Nun saßen wir einfach nur schweigend am Küchentisch und sahen uns an. Irgendwie fand ich es schön, dass keiner etwas sagte. Wieder diese Zweisamkeit. Aber hier unten durfte man sich nicht beschweren, wenn wer in der Tür stand und uns störte. War ja schließlich die Küche, in welcher wir uns befanden. Und so kam es auch.
„Mhm, hi.“, brummte plötzlich jemand hinter uns. Ich drehte mich und sah noch, wie Bill einem Lachen nahe stand. Da stand. In Boxershorts, ohne Käppi. Seine Haare waren einfach nur mit einem großen Zopfgummi zusammen gebunden.
„Na, gut geschlafen?“, fragte ich ihn grinsend.
„Ja.“, mit kleinen Augen tapste er zur Küchenzeile und anstatt sich ein Glas zu nehmen, um etwas zu trinken, nahm er sich nur die Flasche und fing an, daraus zu trinken.
„Schläft Anna noch?“, wollte Bill wissen.
„Ja, die war irgendwie voll fertig.“, seufzte Tom und ließ sich neben seinen Bruder an den Tisch fallen.
„Wollen wir sie nicht mal wachen?“, ich sah zur Uhr. „Schließlich hat sie lange genug geschlafen.“, es war gerade 5 Uhr. Das war echt lange genug.
„Nee, lasst die Mal noch. Ich glaube die hat den Schlaf echt nötig.“, sagte Tom aber nur. Ich zuckte mit den Schultern. „Na gut. Dann nicht.“
Dabei habe ich mich so auf ein rumgehüpfe auf Anna und Toms Bett gefreut.

Kapitel 147:

*>Lea´s Sicht<*
„Kommt wer mit ins Wohnzimmer?!“, fragte ich die Jungs dann, weil ich hier jetzt sicherlich nicht in der Küche sitzen wollte. Und Anna würde eh noch nicht aufstehen, da war ich mir sicher.
„Ja, können ja eine DVD oder so gucken?!“, schlug Tom vor. „Weil Anna steht noch nicht auf, da können wir noch lange warten.“; grinste er. Na also, war ich wohl nicht die einzige, die das dachte.
„Ja, dann kommt.“, sagte Bill, stand auf und nahm noch eine Flasche Cola mit, bevor er vorweg ins Wohnzimmer ging. Tom und ich erhoben uns auch langsam von unseren Stuhl und tapsten Bill hinterher.
„Ich will auf die große Couch.“, meckerte Tom, als er sah, dass dort schon Bill lag.
„Ey, du bist alleine und ich und Lea sind zu zweit.“, argumentierte Bill.
„Na und? Kann ja sein,  dass Anna gleich noch kommt.“
„Es kann aber auch sein, dass sie nicht gleich kommt. Und solange sie noch nicht da ist, und das ist sie noch nicht, da kannst du auch alleine auf der Zweier-Couch liegen.“, ratterte Bill in einem ziemlich schnellen Ton, so wie es bei ihm eigentlich schon üblich war, seine Rede runter. Wollte seinen Bruder wohl überzeugen.
„Boah, na gut.“, schmollte Tom und gab letztendlich nach. Also andere Leute überzeugen, dass wusste Bill zu können.
„Danke.“, lächelte ich ihm nur zu und bekam ein mehr oder weniger zufriedenes lächeln zurück.
„Was wollen wir denn gucken?“, lenkte der ältere der beiden Jungs vom Thema ab.
„Ich wäre für Pearl Harbor.“, schlug ich vor.
„Aber nur wenn du nicht weinst.“, platzte es aus Bill raus. Sein Finger hob mein Kinn ein wenig hoch, sodass ich ihn ansah.
„ich weine da nie bei.“, schmollte ich. „nein, fast gar nicht, Lea!“, lachte Tom. Beide wussten natürlich, dass ich diesen Film einfach nur liebte und jedes Mal wenn ich ihn sah, weinen musste. Wir hatten ihn schon mal zusammen mit Anna und Laura geschaut, und da liefen natürlich auch die Tränen. Aber nicht nur bei mir. Auch bei den anderen beiden Mädels. Nur, dass die gerade nicht da waren.
„Okay, ich weine zwar, aber heute versuche ich, es nicht zu machen. Nur für euch.“, ich setzte meinen Hundeblick auf.
„Hör auf so zu gucken.“, sagte Tom und sprang von der Couch und ging zum Fernseher.
„Aber, okay.“, sagte Bill dann noch und gab mir einen kurzen Kuss.
Also legte Tom die DVD rein, die ich extra von zu Hause mitgebracht hatte.
„Jetzt komm hier her.“, rief ich Bill zu, der immer noch neben dem Sofa stand und nicht den Anschein machte, sich zu mir zu setzen.
„Okay.“, nun ließ er sich neben mich fallen. Wir legten uns hin. Ich nach innen und er sich nach außen. Er legte einen Arm im mich und ich legte meinen Kopf auf seine Brust. Tom legte sich mit einer Decke auf das andere Sofa und schon fing der Film an. Er war, wie immer, einfach nur schön. Ich versuchte zwar, meine Tränen zurückzuhalten, doch mir gelang es natürlich nicht. Eigentlich war ich nicht so eine, die schnell anfing zu weinen und schon gar nicht bei Filmen, aber bei Pearl Harbor schon. Ich schaute ihn dieses Mal nicht das erste Mal. einmal in der Woche lief dieser Film bei mir immer. Wenn nicht sogar öfter!
„Du solltest nicht weinen.“, schmunzelte Bill und strich mir über meine Wange.
„Ich weiß.“, sagte ich nur und wischte mir meine Tränen weg die sich letztendlich auf meinen Wangen verteilt hatten.
„Weiber.“, sagte Tom nur und verdrehte seine Augen.
„Alta.“, stieß ich aus, schnappte mir das Sofakissen, hinter Bills Rücken weg und schmiss es Richtung Tom. Und getroffen hatte ich ihn auch noch! Strike. Ich musste lachen.
„Aua, man.“, lachte dieser und sofort bekam ich eins zurück. Aber es traf nicht mich, sondern seinen Zwilling, der immer noch neben mir auf der Couch lag.
„Alter Tom.“, sagte dieser und sprang vom Sofa auf. „So, jetzt bitte.“, er zeigte auf mich. Ich sah ihn nur hilfesuchend an.  Und das soll mein Freund sein?! Sehr nett von ihm.
„Bill du bist so’n Arsch.“, lachte ich und hielt schützend meine Hände vor mein Gesicht, da das zweite Kissen in meine Richtung geflogen kam. Aber das ließ ich mir natürlich nicht gefallen. Und das wusste Tom auch, nur jetzt war es eh schon zu spät für ihn. Ich schnappte mir das letzte Kissen, welches noch neben mir auf dem großen Sofa lag, hievte mich von diesem hoch und rannte um den Tisch rum, zu dem Sofa, auf welchem Tom lag. Das gab Rache!


Kapitel 148:

*>Lea´s Sicht<*
Und die ließ auch nicht lange auf sich warten. Ich grinste, schnappte mir das Kissen und rannte auf die andere Seite zu Tom. Er zog seine Beine schon an seinen Oberkörper und hielt schützend seine Hände vor sich, doch das brachte nichts. Ich riss ihm die Hände weg und schlug mit dem Kissen auf ihn ein.
„Aua, Leaaaa.“, quiekte er auch schon rum.
„Hättest du mich nicht abgeworfen, müsstest du das jetzt nicht durchmachen!“, rief ich unter dem Gelache und dem Gebrülle von den beiden Twins hervor.
Doch ich dachte, ich hätte Tom besiegt. Also ließ ich ihn in Frieden und drehte mich um, um wieder zurück zu dem großen Sofa zu gehen, damit ich mich wieder setzen konnte, doch weit kam ich nicht. Ich dachte nämlich nur, ich hatte ihn besiegt. Und schneller als es mein Denkvermögen zuließ, merkte ich schon zwei Hände, jeweils rechts und links, in meiner Seite.
Und was machten die? Richtig. Sie fingen an mich zu kitzeln.
„Ah, To-om.“, brachte ich unter lachen hervor. Der Junge wusste nur zu gut, wo ich kitzelig war. Ich lief vor zum Sofa und ließ mich drauf fallen.
„Bill, mach was.“, rief ich Hilfe suchend zu meinem Freund, der nur daneben stand und meinte mich auslachen zu müssen.
„Nö, nachher bekomme ich auch noch was ab!“, lachte er.  
„Ihr seid so bescheuert.“, sagte ich noch zu den beiden. Tom hörte natürlich gar nicht auf mich zu Kitzeln. Und ich glaube, da hätte ich auch noch lange warten können. Obwohl...
„Annaaaaa!“, schrie ich auf einmal, sodass die beiden Jungs, die sich noch mit mir im Raum befanden, zusammen zucken mussten. Hoffentlich hörte sie das auch und konnte mich von Tom befreien, der immer noch keine Anstalten machte, mich loszulassen. Und zu meinem Glück tat sie das auch.
„Boah, was ist denn hier los. Ey, man kann euch oben schreien hören.“, kam sie total verschlafen ins Wohnzimmer getapst. Sie hatte noch ihre Sachen an, mit denen sie anscheinend schlafen gegangen ist. Hotpan und ein viel zu großes T-Shirt. Anscheinend von Tom.  
„Ja, Anna. Tut mir ja lei-eid. Aber Tooom lässt mich nicht zu...zufiriede-en.“, stotterte ich, da ich fast keine Luft mehr bekam, weil  mir diese vor lachen sogar schon wegblieb.
„Tom, lass sie.“, sagte Anna ruhig und ließ sich auf das gegenüberliegende Sofa fallen. Ich sah Tom schockiert an, da mir hier ja anscheinend keiner helfen wollte, worauf er nur noch mehr anfangen musste zu lachen.   
„Anna!“, rief ich ihren Namen noch einmal, fast schon drohend, aus. Sie gähnte noch einmal und stand endlich wieder auf. Und ich glaubte es fast gar nicht. Sie kam in meine Richtung und umschlang ihren Freund, der immer noch nicht von mir losgelassen hatte, von hinten mit beiden Armen. Erleichtert seufzte ich auf und versuchte immer noch Toms Hände festzuhalten.
„Schatz.“, hauchte sie von hinten in sein Ohr. Sofort ließ er von mir los, legte seine Hände auf die von Anna und drehte sich zu seiner Freundin um. Das war meine Chance von hier wegzukommen. Und das tat ich dann auch. Mit einem Hüpfer vom Sofa lief ich an den beiden, die schon wieder dabei waren, sich zu küssen, vorbei und stellte mich neben meinen Freund, der immer noch neben dem Sofa stand. Und nun standen wir da. Schwiegen uns an und sahen zu Anna und Tom rüber. Ich hatte meine Arme protestierend vor der Brust verschränkt.
„Weißt du eigentlich, dass du total gemein bist?“, fragte ich Bill dann in die Stille hinein, da die beiden anderen immer noch nicht von sich lassen konnten.
„Wieso?“, fragte er total entsetzt und drehte sich zu mir um. Hatte immer noch meine Arme so, wie vorhin und einen schmollenden Blick im Gesicht.                                                              
„Wieso!?“, fragte ich empört zurück. „Nicht einmal helfen tust du deiner Freundin!“, beendete ich die Feststellung und wendete meinen Blick nun auch endlich zu meinem Freund.
„Sorry.“, er verdrehte die Augen. „Und wie kann ich das wieder gut machen?“, er legte seine Hände auf meine Hüfte und drehte mich nun ganz zu sich. Zog mich an sich heran. Und bevor ich noch eine Antwort geben konnte, versiegelten sich schon unsere Lippen. Seine Zungenspitze stupste gegen meine Lippen, die ich bereitwillig öffnete. Und so verfielen unsere Zungen in ein wunderschönes Zungenspiel.
„Ähm, wir gehen dann mal wieder hoch.“, schaltete sich Tom hinter uns ein. Bill machte nur eine Handbewegung, wie ich merkte, da ich die Augen noch geschlossen hatte, küsste mich aber weiter. Und es war wunderschön! Als wir hörten, dass Tom und Anna die Treppe hinauf stolperten, dirigierte Bill mich rückwärts zum Sofa. Als ich mit meinen Kniekehlen gegen das Sofa stieß, ließ ich mich fallen. Bill kam mir gleich hinterher, stützte sich aber ab. Legte sich so nur sachte auf mich drauf. Und immer und immer wieder verfielen wir in einem wunderschönen Zungenkuss.

 
Kapitel 149: 

*>Lea´s Sicht<*                                                                                                                                                                                                                               
Und so ging das eine ganze Weile weiter. So wie vorhin. Nur das wir dieses mal unten im Wohnzimmer waren. Aber stören taten Anna und Tom uns nicht. Wir lagen gerade aneinander gekuschelt auf dem Sofa. Ich hatte mal wieder meinen Kopf auf seiner Brust liegen und seine Hand streichelte sanft über meinen Kopf. Keiner sagte ein Wort. Wieder diese Stille. Aber in diesen Momenten liebte ich Stille. Auch wenn ich es in vielen Situation hasste, wenn sich Leute anschwiegen, weil ich eigentlich ein Mensch war, bei dem der Mund nie still halten konnte. Aber jetzt schon.
„Gleich wieder da.“, flüsterte Bill mir plötzlich in mein Ohr. Also hob ich meinen Kopf von seiner Brust und ließ ihn, zwar ungern, aufstehen. Ich wartete eine Weile. Zum Glück dauerte es nicht lange und so kam er nach kurzer Zeit auch schon wieder. 
„Wo warst du?“, fragte ich auch schon aus reiner Neugierde, wie ich halt war, nach. 
„Auf Klo.“, sagte er mit einem breiten grinsen im Gesicht und gesellte sich auch wieder zu mir auf das Sofa. Unter die Decke, welche immer noch auf mir und dem Platz von Bill lag. 
„Wie spät?“, stellte ich auch schon die nächste Frage, ohne irgendetwas auf die Antwort, der von mir zuerst gestellten Frage, zu sagen.
„Gleich neun Uhr. Schau mal, draußen ist es schon voll dunkel.“, er deutete auf den garten, welchen man durch die Terrassentür sehen konnte. Er unterlag dem dunklen, dämmernden schein des Mondes. Der dunkle Himmel war mit wunderschönen, hell leuchtenden Sternen beschmückt.   
„Ja, das hat es nun mal an sich, wenn es später wird.“, grinste ich meinen Freund an, der immer noch irgendwie nachdenklich, raus in den Himmel schaute. Ich beobachtete ihn dabei, wie er mit seinem Blick in die Sterne schaute. Ich dachte dabei an das, was er vorhin gesagt hatte und musste schmunzeln. Irgendwie hörte es sich an, wie ein kleines Kind. 
„Wieso schmunzelst du so vor dich hin?“, fragte er mich dann auf einmal plötzlich. 
Ich zuckte mit meinen Schultern. „Weiß nicht. Du bist nur so süß!“, grinste ich ihn an.
„Und du erst.“, grinste er zurück und stupste mit seinem Zeigefinger auf meine Nasenspitze. Ich musste lachen.
„Was machen wir denn jetzt?“, fragte er dann wieder. Bill konnte nicht eine Minute ruhig liegen bleiben. Ich überlegte also schnell, was ich mit ihm anstellen konnte und da kam mir auch so eine Idee.
„Ich habe eine Idee. Aber dazu müssten wir raus.“, ob er das überhaupt wollte, denn man hörte nur ein seufzen von ihm. War wohl nicht davon begeistert.
„Also, nur hinten in den Garten, nirgends anders hin. Keine Angst.“; grinste ich.
„Achso, ja okay. Dann mal los. Aber lass mich erst was anziehen.“, grinste er zurück. Schnell drückte er mir einen kurzen Kuss auf meinen Mund auf, hüpfte vom Sofa und verschwand nach oben. Von dort kam er genau 5 Minuten später aber auch schon wieder zurück.   
„Fertig.“, grinste er mich an. Er hatte sich einen Pullover und eine Hose angezogen.
„Okay, dann komm.“, ich stand auf und streckte ihm meine Hand entgegen, die er lächelnd annahm. Man gut, dass ich schon angezogen war. Die Jacke lag auf der Sessellehne, also konnte ich diese auch schnell überziehen.
„Was hast du denn vor?“, fragte Bill mich, als ich wieder seine Hand nahm und mit ihm zusammen zur Terrassentür ging. Ich gab ihm keine Antwort, sondern machte erst die Tür auf, zog ihn mit hinaus und setzte mich mit ihm auf die Treppenstufen. 
„Sterne gucken!“, hauchte ich ihm entgegen und gab ihm einen Kuss auf seine Wange. Er lächelte mich aber nur an. Sagte nix, gab mir dafür aber einen wunderschönen langen Kuss. Danach sahen wir uns eine Weile einfach nur in die Augen und als Bill seinen Blick gen Himmel richtete, legte ich meinen Kopf auf seine Schulter und tat es ihm einfach nur nach. 
„Guck mal, siehst du den großen Wagen da oben?“, fragte ich meinen Freund und deutete genau über uns.
„Nee, ich kenne mich damit aber eh nicht so aus.“, gestand er, drehte aber seinen Kopf in die Position, sodass er der Deutung meines Fingers folgen konnte.
„Ist ja nicht schlimm...“, sagte ich noch, bevor wir dann einfach nur noch so dasaßen und in die Sterne guckten. Sie waren an diesem Abend so wunderschön und deutlich zu sehen. Es war schon fast faszinierend. Ich hatte meinen Kopf immer noch auf der Schulter meines Freundes. Plötzlich nahm er meine Hand, worauf hin ich meinen Blick von diesem wunderschönen Sternenhimmel wenden musste. Zwar hätte ich lieber weiter in den Himmel geschaut, aber was tat man nicht alles?!
„Lea...?“, fragte er mich dann und sah mir, so gut es die Dunkelheit zuließ, in die Augen. Seine Augen strahlten wieder diese Wärme aus.
„Ja...?“, fragte ich gleich zurück und legte meinen Kopf etwas schief, wartend auf die Antwort.


Kapitel 150:

*>Lea´s Sicht<*
„Hast du auch gerade die tote Taube da oben fliegen sehen?“, fragte er mich dann. Sofort richtete ich meinen Blick gen Himmel. Eigentlich hätte ich es checken müsse, dass das alles nur verarsche war, aber so ernst wie mein gegenüber es mich fragte, verstand ich den Sinn dahinter natürlich gar nicht, bis er in ein riesen Gelächter verfiel.
Da machte es dann auch endlich „klick“. Ich hatte ein „klick“, wie Bill es so schön nannte.
„Also, das du dazu sogar noch einen Blick zum Himmel richten musst...“, lachte er. „...das hat echt lange gedauert.“, jappste er nach Luft.
„Man, du bist voll gemein, ey.“, murmelte ich schmollend und schlug ihm leicht gegen seinen Oberarm. Ein lachen konnte ich aber trotz allem nicht verdrücken. Bill jedoch gab keinen Kommentar ab, sondern lachte munter weiter. Schüttelnd drehte ich meinen Kopf zur Seite und versuchte mich wieder auf das „Sterne gucken“ zu konzentrieren. Wirklich gelangen tat es mir aber nicht, denn...
„Wie soll ich das denn wieder gut machen, hm?!“, piekste mir mein Freund, nachdem er sich endlich wieder eingekriegt hatte, in die Seite. Ich zuckte kurz zusammen.
„Na ja...“, grinsend sah ich ihn an.
„Verstehe!“, sagte er. Zog das Wort außergewöhnlich lang hin. Der Ton glich dem eines Polizisten, welcher etwas von einem Zeugen erklärt bekam.
„Echt?“, fragte ich noch einmal nach.
„Ja, echt!“, grinste mein Freund von sich selbst überzeugt. Ich wollte gerade noch ein „Wirklich?!“, hinzufügen und unsere Diskussion, oder wie auch immer man es nennen mochte, in die Länge ziehen, doch da legte Bill seine Hand schon in meinen Nacken und zog meinen Kopf immer näher an den seinen. Und was daraus folgte kann man sich ja sicherlich denken. Nämlich die Wiedergutmachung!
Als wir dann aber nach längerer Zeit wieder voneinander lassen konnten, beschlossen wir rein zugehen, da es doch etwas frisch wurde.
„Oh Gott, es ist schon wieder kurz vor 12.“, stöhnte Bill und ließ sich auf die Sofalehne fallen.
„Ja, wollen wir pennen gehen?!“, ich streckte mich mit einem herzhaften gähnen.
„Klar, können ja noch ein bisschen TV nebenbei gucken.“, schlug er vor.
„Ja, aber ich muss erst noch was trinken.“, ich wollte mich gerade auf den Weg in die Küche machen, da hielt er mich am Arm fest.
„Warte, ich hol eben eine Flasche. Kannst ja schon mal hoch gehen.“, er gab mir einen Kuss auf die Wange und ging in die Küche. Ich zuckte nur noch einmal mit meinen Schultern und ging dann hoch. Doch bevor ich in Bills Zimmer ging, ging ich noch mal schnell ins Badezimmer um mich abzuschminken und meine Zähne zu putzen.
Als ich zurück ging, traf ich Bill auf dem Flur.
„Hier, nimm du schon mal die Flasche mit, bitte, ich muss auch noch mal kurz ins Bad.“, zwinkerte er mir mit einem lächeln zu. Also nahm ich die Flasche und betrat sein Zimmer, wo ich mich erstmal meinen Klamotten entledigte und meine Schlafsachen anzog.
Als ich dann im Bett lag und den Fernseher anschaltete, kam Bill auch schon wieder zurück.
Er zog sich auch noch schnell bis auf die Boxershorts aus und kroch dann zu mir unter die Decke.
„Was kommt denn?“, fragte er und legte einen Arm um mich.
„Ich habe mal Premiere angemacht. Big Brother!“, ich drehte meinen Kopf nach oben, da mein Freund etwas über mir lag und grinste ihn an. Ich wusste, dass er diese Sendung nicht sonderlich mochte.
„Ach, dieses 24 Stunden Live?!“, er zog eine Augenbraue hoch.
„Genau.“, sagte ich noch und dann schwiegen erstmal und widmeten uns den Bewohnern des Hauses. Teilweise war es echt zum Schlafen langweilig, da die Bewohner nicht mehr wirklich viel machten. Aber manchmal war es schon lustig, wenn einer wieder einen Witz abließ. 
Trotzdem holte mich die Müdigkeit ein.
„Ich bin müde.“, gähnte ich und kuschelte mich noch enger an meinen Freund.
„Dann mach die Augen zu und versuch zu schlafen. Ich mache dann später den Fernseher aus, hm?!“, schlug er vor und strich mir eine Haarsträhne aus dem Gesicht.
„Okay. Gute Nacht.“, lächelte ich, setzte mich noch einmal auf und lehnte mich über ihn, um ihm einen Kuss zu verpassen.
„Schlaf gut, meine Maus!“, sagte er und schloss mich wieder in seine Arme. Ich hörte noch ein bisschen dem Gerede, welches aus dem Fernseher kam, zu, schlief jedoch schon knappe zehn Minuten später ein.

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