Er liebt mich...er liebt mich nicht...

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Kapitel 101:

*>Lea´s Sicht<*
Also ging ich ins Badezimmer und wusch mein Gesicht, putzte Zähne und kämmte noch mal die Haare. Danach kehrte ich zurück in mein Zimmer und schaute noch ein wenig TV, weil schlafen konnte ich jetzt eh noch nicht. Dann, um elf halb zwölf, fielen mir aber doch schon immer meine Augen auf und zu, also beschloss ich doch schon mal ins Bett zu gehen und zu schlafen. Das tat ich nach 5 Minuten, nachdem ich im Bett lag, auch schon.
„Aufstehen.“, hörte ich es auf einmal. Ich sah zur Seite um einen Blick auf meinen Wecker zu werfen, Zehn vor sechs. Dann sah ich zur Tür, wo schon lächelnd meine Mum stand. „Okay.“, murrte ich und stand auf. Ich ging zu meinem Kleiderschrank und entschied mich für meine Dunkelblaue Jeans, ein schwarzes T-Shirt mit Emily the Strange drauf und eine schwarze Kapuzenjacke. Dazu nahm ich meine ganz schwarzen Chucks in die Hand und marschierte schlaftrunken ins Badezimmer, wo ich mich duschte, Haare föhnte und glättete und schminkte. Die ganze Tortur eben.
Dann packte ich meine Tasche, welche ich aus meinem Zimmer holte, über meine Schulter und ging damit die Treppe runter zu meiner Mutter in die Küche, die schon am Küchentisch saß und in ihr Toastbrot biss.
„Morgen.“, brummte ich immer noch total verschlafen und müde.
„Beeil dich sonst kommst du noch zu spät zum Bus.“, erinnerte mich meine Mum an die Zeit als ich mit Augen zu mein Toast aß. Um die Augen offen zu behalten, waren diese zu schwer. „Mhm.“, sagte ich nur, packte meine Flasche in meine Tasche und sagte ein „Tschüss“, bevor ich aus der Haustür verschwand und mit den Händen in den Hosentaschen, wie jeden Morgen, zur Bushaltestelle takelte. Dort stieg ich in den Bus ein, der schon nach fünf Minuten in der Kälte wartend kam. Im Bus starrten mich wieder alle so dämlich an, aber ich achtete einfach nicht drauf. Versuchte es zumindest. Ich nahm mir meinen i-Pod aus meiner Tasche und fing an Musik zu hören. Bloß nichts Langweiliges. sonst wäre ich womöglich noch eingeschlafen.
Als der Bus dann aber vor meiner Schule hielt, stieg ich aus und ging zu dem abgemachten Platz, wo ich Laura treffen sollte. Sofort war ich etwas wacher und rannte schon fast zu der Raucherecke neben der Turnhalle. Dort stand sie auch schon.
„Hey.“, begrüßte ich sie und gab ihr einen Kuss rechts.
„Morgen. Na, wie geht´s?“, erwiderte sie mir. „Ja, geht. Und dir?“ Sie nickte. „Auch.“ Dann unterhielten wir uns noch und verschwanden. als die Schulglocke erläutete in der Schule, wo wir unseren Klassenraum aufsuchten. Es lief eigentlich nicht wirklich anders ab, als letzte Woche. Dumme Blicke hier, fiese Sprüche dort. Aber Laura und ich umgingen sie schon gekonnt und trafen nun auf unsere Klasse. Aber auch da nur: Dumme Blicke und fiese Sprüche anhören angesagt. Ich hatte jetzt schon kein Bock mehr auf diesen Tag und dann auch noch 9 Stunden Unterricht. Erst Latein, dann Biologie, Mathe, Religion, Erdkunde, Deutsch, dann kam die große Mittagspause, dann eine Stunde Erdkunde und zwei Stunden Englisch. Horror pur! „Guten Morgen.“, mit diesem Satz kam auch schon unsere Lateinlehrerin Frau Bastian-Bach, welche ich auf den Tod nicht ausstehen konnte, ins Klassenzimmer, Schmiss ihre Bücher auf das Lehrerpult und setzte sich daran. Dann wieder das all morgendliche Ritual: Vokabeln abfragen. Ich hasste es, und genau so wie ich es hasste kam ich bei meinem Glück und bei meiner Beliebtheit bei meiner netten Lehrerin natürlich auch jedes Mal aufs Neue dran. Doch dieses Mal konnte sie mich nicht in die Pfanne hauen, denn ich konnte alle Vokabeln, wenn ich auch schlecht in dem Fach war.
Es war gerade Mittagspause und Laura und ich hatten uns vom Schulhof geschlichen, was eigentlich strengstens untersagt ist, um ein bisschen in die Stadt zu gehen.
„Und hat Bill schon was gesagt, wegen dem Streit mit David?“, fragte Laura mich, als wir gerade durch die Stadt schlenderten. Den Namen „Bill“ sagte sie aber besonders leise. Musste ja nicht jeder wissen, worüber wir sprachen. „Ja, also naja, nicht direkt. Er meinte nur, dass David ihn die ganze Fahrt über nur angemotzt hat und jetzt herrscht also gerade irgendwie Streit zwischen den beiden. Bill will nicht mehr mit David reden und David nicht mehr mit Bill. Männer eben. Aber die sind schnell reizbar, das legt sich bestimmt bald wieder. Hoffe ich zumindest mal. ich habe nämlich kein Bock, dass die sich wegen so was und dann auch noch wegen mir, am Arsch haben.“, erklärte ich Laura. „Ja, stimmt, dass ist scheiße. Aber die beiden bekommen das bestimmt wieder hin.“, sagte sie und streichelte mir über die Schulter. Ich schenkte ihr ein lächeln.
„Lass noch schnell zum Bäcker und dann müssen wir auch schon wieder zurück in die Schule, sonst kommen wir noch zu spät.“ Also machten wir uns auf dem Weg zum Bäcker, kauften uns jeder ein Käsebrötchen und betraten 5 Minuten später wieder das Gelände der Schule.


Kapitel 102:

*>Lea´s Sicht<*

„Interpretiert mir diese drei Seiten bitte und lernt noch die dazugehörigen Vokabeln bis zur nächsten Stunde.“, verabschiedete sich unser Englischlehrer von uns und schon als die Schulglocke erläutete schmissen alle ihre Hefte und Bücher in ihre Tasche und rannten aus dem Klassenzimmer.
„Den ganzen Text übersetzen und dann noch die Vokabeln dafür lernen. Als ob wir nichts Besseres zu tun hätten.“, fluchte Laura, als wir mit schnellem Schritt, da unser Bus gleich fuhr, aus dem Klassenraum gingen. „Richtig. Und wir hatten auch keine anderen Fächer heute, außer Englisch.“, brummte ich. Danach gingen wir schweigend zur Bushaltestelle. Dort verabschiedeten wir uns voneinander, als der erste Bus kam, da wir beide mit einem verschiedenen Bus fuhren.
Als dann nach einer weiteren halben Stunde endlich zu Hause ankam, ging ich ins Wohnzimmer und ließ mich seufzend auf das Sofa neben meine Mutter plumpsen. 
„Na? Wie war die Schule?“  Jeden Tag die gleiche Frage. Langsam konnte sie echt nerven,
„Wie immer ziemlich öde und blöde Sprüche hier, dumme Blicke dort.“, brummte ich schlecht gelaunt. Ist man eben nun mal, wenn man nach hause kommt und gleich wieder ausgefragt wird.
„Ach, das wird schon.“, sagte meine Mutter mir Mut zu und haute mir leicht auf meinen Oberschenkel.  „Hier, ich wollte dir noch sagen, dass dein Vater schon Anfang Juni nach Magdeburg vor muss. Und auch ich muss in den Osterferien rüber fahren, weil wir schon anfangen wollen mit dem Renovieren und all den sahen die noch vor liegen.“, teilte mir meine Mutter. Einen Monat meinen Vater nicht sehen. Oh Gott.
„Ja, okay.“, sagte ich teils etwas geschockt, weil ein Monat ja doch etwas länger war.
„Ich gehe hoch Hausaufgaben machen und noch ein bisschen hier und da rumtelefonieren.“, sagte ich, nahm meine Tasche und ging die Treppe hoch in mein Zimmer.
„Hast du keinen Hunger?“, rief mir meine Mutter noch hinterher.
„Nee, heute nicht.“, schrie ich noch schnell zurück, bevor ich die Tür von meinem Zimmer hinter mir zuschmiss.
Dann setzte ich mich an meinen Schreibtisch, packte meine Schulbücher aus meiner Tasche und fing an Hausaufgaben zu machen.
Geschlagene anderthalb Stunden später, konnte ich endlich mein letztes Heft mit Buch zuklappen und in meinen Ranzen verstauen. Gott sei Dank fertig! Also Telefon her und bei Bill anrufen. Also holte ich mein Telefon von meinem Nachttisch und tippte schnell Bills Handynummer ein.
„Ja?“, hörte ich dann auf einmal seine Stimme am Telefon.
„Ja, hier ich bin’s.“, meldete ich mich gleich zu Wort.
„Heey, alles klar?“ Man hörte in seiner Stimme schon die reinste Freude.
„Ja und bei dir?“   „Auch, nur alles mega stressig hier mit dem neuen Album einsingen und die neuen Termine für die Tour planen. Und nebenbei aber auch noch die Interwievs für die ganzen Zeitschriften und so.“, seufzte Bill.  „Och mein armer kleiner Bill.“, sagte ich und musste kichern, „Haha.“, sagte er gespielt beleidigt. „Nein, aber mal Spaß bei Seite. Ich habe feine Neuigkeiten.“, legte er auch gleich weiter los.
„Und die wären?“, fragte ich doch etwas neugieriger.
„Wir spielen ein Konzert in Hannover. Am 5.5. Und du und Anna seid eingeladen. Andi und Janna kommen auch und von den anderen beiden, also Tammy und der Alex, auch.“, teilte Bill mir die Neuigkeit mit.
„Echt? Und das steht sicher fest?“, fragte ich ungläubig.
„Jap. Und es ist auch ein Wochenende, das passt.“  Man merkte wie er ins Telefon grinste.
„Boah wie geil.“, freute ich mich. „Danke.“
„Kein Problem.“, sagte er ganz lieb. „Aber sag mal, wann sehen wir uns?“ Traurigkeit machte sich breit.  Mhm, wenn ich das nur wüsste.
„Keine Ahnung. Ich hoffe ja mal bald. Also ich nehme mir die Zeit, aber o ihr das so einfach könnt...?!“
Bill seufzte ins Telefon. „Ja, Termine hier, Termine da und bla, bla, bla...“ Er hörte sich genervt an. „Aber bald sehen wir uns. Und außerdem macht es dir doch Spaß. Es war immer schon dein Traum.“
„Ja, trotzdem ist es scheiße. Aber naja, egal jetzt. In einem Monat hast du doch wieder Ferien, oder?“
Stimmt, dass hatte ich ja.
Bill und ich sprachen noch ab, wann wir uns eventuell und hoffentlich bald wieder sehen konnten. Danach sprach ich noch einmal mit Georg. Keine Ahnung warum gerade mit ihm, aber ich freute mich, ihn auch wieder zu hören.
Nach einer halben Stunde, in denen ich dann auch mit ihm geredet habe, legte ich auf, weil es sonst echt etwas teurer wurde, was es ohne hin schon war. Seufzend legte ich mein Telefon auf meinen Schreibtisch, stützte meinen Kopf in meine Hände und seufzte einmal tief durch.
Ich hoffte so sehr, dass ich sie bald wieder sehen würde. Es war gerade mal ein Tag, wo ich ohne die Jungs hier bei mir zu Hause war und trotzdem vermisste man sie schon. Es war so ruhig. Keine Diskussionen unter den Zwillingen. Einfach nichts. Aber bald würde sich das ändern. Ganz bald.


Kapitel 103:

*Lea´s Sicht<*
Nach einer geschlagenen Stunde, die ich einfach nur so da saß, Musik hörte und aus dem Fenster starrte, ging ich mit einem Kopf voller verschiedener Gedanken aus meinem Zimmer und ab ins Badezimmer. Es war wieder etwas später geworden und so beschloss ich mich dazu, mich schon mal fertig zu machen. Als ich dieses beendet hatte, ging ich noch mal runter zu meinen Eltern, wünschte diesen eine gute Nacht und verschwand wieder hoch, In mein Zimmer. Ich packte meine Sachen; die ich morgen anziehen wollte, aus meinem Schrank und ging dann auch gleich schlafen. Ich war hundemüde. Warum das so war, wusste ich selber nicht, weil ich ehrlich gesagt echt früh im Bett war gestern. Im Gegensatz zu den anderen malen, im letzten Jahr.
Kaum lag ich im Bett und hatte meine Augen zu, klingelte schon wieder mein Wecker. So kam es mir zumindest vor. Ich schlug die Decke zur Seite, setzte mich im Bett auf und rieb mir erstmal meinen Schlaf aus den Augen. Ich blinzelte und schlug meine Augen ganz auf, damit ich auch ohne einen jeglichen Unfall im Badezimmer, zum duschen, ankam. 
Der Schultag verlief wie gewöhnlich wieder jeder andere Schultag auch. Es war wie immer mega langweilig, die Zeit verging nicht und die Lehrer nervten einen nur mit den Ermahnungen, dass man endlich mal seinen Mund halten sollte und aufpassen sollte. Die blöden Sprüche von den Schülern, so kam es mir vor, hörten wohl nie auf. Deswegen verließen Laura und ich eigentlich so gut wie nie den Klassenraum, abgesehen davon, überhaupt das Schulgebäude. Nur halt dann, wenn wir zum Bus mussten. Aber auch da warteten wir, bis erst die Mehrheit der Schüler, den Schulhof verlassen hatten, was einige Minuten mehr dauern konnte.
An diesem Dienstagnachmittag trafen Laura und ich uns in der Stadt, um shoppen zu gehen. Es war, eigentlich wie immer, mega lustig. Zwar bekamen wir manchmal Getuschel mit, was uns gelten sollte und auch sämtliche Blicke, aber davon ließen wir uns nicht stören und schon gar nicht den Spaß verderben. Wir liefen ganze Drei Stunden durch die Stadt und durchwühlten jeden Laden, den wir kannten und auch mochten. Beide, mit zwei Tüten bepackt, kamen bei Laura zu Hause an, Sie wohnte nicht so weit entfernt von der Stadt, wie ich, deshalb hatten wir abgemacht, dass ich heute bei ihr übernachten würde. Dass ging alles klar. Am Abend telefonierten wir dann noch mit Anna und Bill. Aber auch Georg kam ans Telefon, wo Laura auf einmal total leise wurde und fast gar nichts mehr sagte, Ich konnte mir es nicht erklären, obwohl vielleicht doch! Ich kannte sie ja schließlich schon gut genug und das lag bestimmt nicht daran, dass Georg der Bassist der Band Tokio Hotel war, schließlich war sie zu den anderen auch ganz locker drauf und ganz normal. Sie waren ja auch nur Menschen.
                                                                                             
So verliefen eigentlich die ganzen drei Wochen. Die Jungs hatten zum Ende hin immer weniger Zeit, weil schon die ganzen Vorbereitungen für die Tour anfingen, Proben. proben, proben. Bald mussten sie ja auch noch für drei Wochen durch das Ausland touren. Wieder drei ganze Wochen, wo ich sie nicht sehen konnte.
Aber jetzt war erst einmal der 12. März und morgen würden die Jungs kommen. Ich freute mich jetzt schon riesig, sie endlich wieder zu sehen. Schließlich hatte ich heute ja auch meinen letzten Schultag und erstmal für zweieinhalb Wochen Ferien. Osterferien. Anna würde ich auch endlich wieder sehen, genau wie Andi und Janna. Einfach alle.

„Lea? Hast du deine Tasche schon fertig gepackt?“, schrie meine Mutter von unten die Treppe hoch. Ich war gerade dabei für morgen die Tasche zu packen, weil ich mit zu den Twins nach Magdeburg fahren würde. Ich würde auch Ostern da bleiben und die letzten Vier Tage wären die Jungs bei mir.
„Jaha, habe ich.“, rief ich zurück und machte das restliche Stück des Reisverschlusses, welcher an der Tasche war, zu.
„Okay, David hatte vorhin angerufen. Sie sind so um circa neun Uhr hier.“, teilte sie mir noch mit. Ich rief noch ein „Okay!“ zurück und lies mich erschöpft auf mein Bett plumpsen.
Noch einen tag. Wenn ich dran dachte, Bill morgen wieder in meinen Armen halten zu können, fingen in meinem bauch an, Schmetterlinge rum zu fliegen. Ich hatte ihn so vermisst. Ganze vier Wochen hatte ich ihn nicht gesehen.
Nachdenklich lies ich meinen Blick auf meinen Wecker schweife, der anzeigte, dass es inzwischen elf  Uhr war. Wenn ich morgen also noch pünktlich aus den Federn wollte, sollte ich jetzt schlafen gehen. Also ging ich ins Bad und machte mich fertig. Duschen wollte ich morgen. Danach kehrte ich zurück in mein Zimmer, legte mich in meinem Bett und schlief voller Aufregung auf morgen und mit einem lächeln auf meinen Lippen, ein.


Kapitel 104:

*>Lea´s Sicht<*
Ich wurde von dem Klingelton „For you only“ von Trading Yesterday geweckt. Ich wollte erst mein Handy nehmen und das Lied ausschalten, damit ich wieder in Ruhe weiter schlafen konnte, aber dann fiel mir wieder der Grund ein, warum dieses Handy eigentlich schon so früh klingelte. Und das in den Ferien. Also schlug ich meine Decke zur Seite und sprang aus dem Bett. Ich nahm mir meine raus gelegten Sachen und mein Handy. Damit verschwand ich im Badezimmer. Ich hatte so früh am morgen, es war gerade mal acht Uhr, schon richtig gute Laune und ging nicht, sondern hüpfte singend zu dem Lied, was mein Handy gerade abspielte, ins Bad. Dort machte ich mich fertig und ging nach einer Stunde runter in die Küche.
„Morgen.“, sagte ich.
„Guten Morgen.“, kam es von meiner Mutter zurück. „Na, da freut sich aber schon wer, was?“
„Ja, merkt man das?“  „Fast gar nicht, nur das du ein mega grinsen im Gesicht hast und durchs Haus hüpfst. Und das ganze am frühen morgen, das ist sonst ja nicht so dein fall.“ Sie lachte etwas und ich grinste nur noch viel breiter. Ich ging nicht weiter auf ihre Aussage weiter drauf ein, sondern nahm mir ein Toast, schmierte dort Nutella drauf und aß es.
Als ich mit dem Frühstück fertig war, war es gerade mal halb neun und ich wusste nicht, was ich mit der Zeit machen sollte. Also ging ich hoch in mein Zimmer, machte mir Musik an und setzte mich auf meine Fensterbank um raus zu schauen. Ich hoffte, dass so die Zeit schneller umging, aber da hatte ich mich wohl etwas geirrt. Sie ging irgendwie noch langsamer um. Also stand ich wieder auf, nahm schon mal meine Tasche und schleppte alles was ich mitnehmen wollte runter in den Flur. Dort zog ich mir dann auch schon meine Chucks an. Alles extra langsam. Als ich dann das nächste Mal auf die Uhr sah, war es aber trotzdem erst zwanzig vor neun.
„Alta Mama, mach was. Die Zeit vergeht nicht.“, nörgelte ich, als ich die Küche betrat, wo meine Mutter gerade das Geschirr vom frühstück in die Spülmaschine räumte.
„Soll ich den Zeiger auf der Uhr vorstellen, aber dann kommen die Jungs zu spät.“, sagte sie. Scheiß Vorschlag.
„Nein, der Vorschlag ist doof. ich bleibe jetzt hier sitzen und du unterhältst mich und ich hoffe, dass sie eventuell schon früher kommen.“, teilte ich ihr meinen Vorschlag mit.
Also, fingen wir an, uns zu unterhalten. So über dies und das.
„Was schenkst du eigentlich Bill?“, fragte meine Mutter mich.
„Naja, also eigentlich hatten wir ja abgemacht, dass wir uns nichts schenken, aber ich habe letztens, als ich mit Laura in der Stadt war, beim Jubilier so eine Kette gekauft, das ist ein Herz, was man auseinander brechen kann. Wenn das noch zusammen ist steht da drauf: „Du wirst für mich immer Heilig sein“, und wenn das dann gebrochen ist, ist der Spruch halt geteilt.“, erzählte ich meiner Mutter.
„Das finde ich ja niedlich.“, lächelte sie. „Und für die anderen?“
„Da haben wir das gleich abgemacht, also Gustav schenke ich das neue Album von Metallica, Geoarg steht ja im Moment voll auf Fall out Boy, also habe ich ihm das Album von denen gekauft, Tom habe ich eine Collage von uns beiden gemacht, so als bester Freund und Anna eine Tasse mit einem Foto von uns beiden und einem Spruch noch drauf.“, erklärte ich ihr alle meine Geschenke.
„Na, ist doch schön.“, sagte meine Mutter. Wir unterhielten uns noch ein bisschen und inzwischen war es sogar schon fünf vor neun.
„Wo ist denn Papa?“, fragte ich meine Mum, als ich aufstand und meine Jacke anziehen wollte.
„Oben, musst ihn mal rufen.“, antwortete mir meine Mutter.
„Okay.“ Ich ging zur Treppe und rief nach meinem Vater, welcher dann auch schon gleich oben an der Treppe stand.
„Was gibt’s?“, fragte er.
„Komm mal runter, muss dir ja noch Tschüss sagen, schließlich kommen die Jungs in fünf...“ Ehe ich den Satz aussprechen konnte, klingelte es an der Tür und mir fiel ein riesen grinsen ins Gesicht. „Oder auch früher.“, rief ich, drahte mich um und ging schnellen Schrittes zur Haustür. Ich riss sie sofort auf und es waren sie tatsächlich.
„Endlich sagte ich.“, sagte ich und schon hatte ich Tom in meinen Armen.
„Na, hat uns da etwa schon jemand vermisst?“, fragte er mich. „Und wie.“, sagte ich nur und bekam noch einen Kuss von Tom auf meine Wange, bevor die anderen dran kamen. Danach noch Gustav, Georg und David.
„Hey.“, sagte ich leise zu David. Ich wusste nicht, ob er jetzt noch sauer war, wegen der Sache von dem einen Wochenende. Er nahm mich trotzdem kurz in den Arm.
„Sorry, wegen der einen Sache.“, entschuldigte er sich. Ich musste lächeln. „Schon okay.“, sagte ich nur und nun war der letzte der Truppe dran, dachte zumindest ich. Da fiel mir zwar wer in die Arme, aber nicht Bill.


Kapitel 105:

*>Lea´s Sicht<*
„Anna?“, sagte ich und hob die Person, die mir in den Armen lag, von mir weg. Sie war es tatsächlich.
„Oh mein Gott, was machst du hier? Ich dachte du kommst erst den Tag vor Ostern.“ Sie stand grinsend vor mir und ich musste sie noch einmal in den Arm nehmen und sie ganz fest drücken. „Nein, wir haben unsere Pläne geändert.“, grinste sie weiter. „Aber da wartet noch jemand auf seine Begrüßung.“
Sie ging einen Schritt zur Seite und da stand Bill am Türrahmen gelehnt und lächelte mich an.  Ich musste zurück lächeln.
„Hey.“, sagte er und kam langsam auf mich zu.
„Hey.“, sagte auch ich und schon nahm er mich in seine Arme. Ganz fest. Ich fühlte mich wieder so geborgen. Endlich konnte ich ihn wieder spüren, ihn riechen. Er löste sich aus unserer Umarmung und sah mich an. Lange.
„Ich habe dich vermisst.“, sagte er. Ich lächelte und wollte gerade zum Reden ansetzen, da versiegelten sich unsere Lippen schon miteinander. Es war so ein langer, zärtlicher und einfach wunderschöner Kuss. Langsam lösten sich unsere Lippen wieder voneinander und wir sahen uns wieder nur an.
„Endlich.“, grinste ich dann. Auch Bill fing an zu grinsen und küsste mich wieder.
„Also ich stör euch ja wirklich ungern bei eurer, hm wie soll man es nennen, Lieblingsbeschäftigung, aber sollten wir nicht mal die Tür zu machen? Nicht das euch noch wer sieht und so.“, rümpfte mein Vater sich hinter uns. Wir hörten auf uns zu küssen und ich sah Bill mit einem genervten Blick an.
„Klar darfst du uns stören.“, sagte ich in einem gespielt lieben Ton und drehte mich zu ihm um. Mein Vater und Bill mussten lachen.
„Komm, lass uns zu den anderen gehen.“ Bill zog mich an meiner Hand hinter sich her ins Wohnzimmer, wo die anderen schon alle saßen.  Wir setzten uns dazu und hörten den anderen zu. Sie unterhielten sich gerade darüber, wie stressig diese vier Wochen für sie waren. Die ganzen Termine, Fotoshootings und hauptsächlich die Gerüchte wegen Anna und mir aus der Welt zu schaffen.
„Wollen wir in mein Zimmer?“, flüsterte ich Bill fragend in sein Ohr. Er grinste. Versuchte dieses aber zu unterdrücken, dass sah man.
„Was machen?“, er sah zu mir. „Weiß nicht.“, zuckte ich mit den Schultern. „Wir wollen doch eh gleich fahren. Und außerdem haben wir noch ganz viel Zeit, wenn wir bei mir sind.“ Nun musste ich anfangen zu grinsen.
„Okay.“, sagte ich und bekam noch einen kurzen Kuss von Bill, bevor wir uns wieder dem Gespräch der anderen widmeten.
„So, wollen wir langsam wieder?“, fragte David dann nach einer halben Stunde. Wir nickten alle einstimmig und standen auf.
Als wir dann im Flur standen, verabschiedeten wir uns alle nacheinander von meinen Eltern.
„Tschau.“, sagte ich und drückte beide noch mal. Dann verschwanden wir auch schon aus dem Haus und stiegen, samt meinem Gepäck, in den Van in. Diesmal mussten Bill und ich in der Mitte sitzen, weil Tom und Anna schneller waren und sich schon nach hinten gesetzt hatten.
 Die Fahrt verlief eigentlich ganz ruhig. Anna und Tom hörte man ab und zu hinten tuscheln und lachen, Gustav und Georg unterhielten sich vorne mit David und Bill und ich gingen unserer „Lieblingsbeschäftigung“, wie mein Vater es so schön nannte, nach.
Somit ging die Fahrt auch ganz schön schnell rum, wo ich auch ehrlich gesagt froh drüber war. Wir fuhren erst zu Gustav und Georg, um die nach hause zu bringen. Danach fuhren wir zu den Kaulitz`.
„So, ich wünsche euch jetzt schon mal schöne Ferien und ich melde mich noch mal bevor es wieder losgeht.“, sagte David, bevor er in der Einfahrt der Kaulitz` parkte. Die Jungs schlugen noch schnell vorne bei David ein und wollten gerade aus dem Van springen, als Anna sie zurück hielt. Bill und Tom sahen sie  fragend an.
„Was ist mit den Fans die da mal wieder stehen? Wir können doch nicht einfach hier aussteigen und mit euch da rein gehen. Da denken die doch gleich, dass wir eure Freundinnen sind.“, erklärte sie ihre Sorge.
„Wir gehen vorne zum Zaun und geben Autogramme. Dann sind die abgelenkt und bekommen gar nicht mit, dass ihr hier aussteigt.“, sagte Tom und schon sprangen die beide aus dem Van. Anna und ich sahen uns nur Hilfe suchend an.
„Nun, ab mit euch. Wird schon schief gehen.“, sagte David zu uns und nun verließen auch wir den Van. Als wir die Tür hinter uns zuschlugen, wussten wir zuerst nicht wohin, aber da entdeckten wir schon Gordon, welcher mit unseren Taschen zur Tür des Hauses vorging. Wir gingen ihm nach. „Hallo ihr beiden.“, begrüßte Siemone uns. Anna kannte Siemone und Gordon ja noch gar nicht, also stellte sie sich kurz vor. Auch ich begrüßte die beiden. Als wir unsere Jacken und Schuhe ausgezogen hatten, gingen wir ins Wohnzimmer.


Kapitel 106:

*>Lea´s Sicht<*
„Na, wie geht es euch?“, fragte Siemone uns, als sie mit zwei gefüllten Wassergläsern aus der Küche wieder kam.
„Gut.“, antworteten wir beide gleichzeitig. Wir mussten grinsen. 
Wir saßen eine Weile auf der Couch und vertrieben uns die Zeit mit ein bisschen unterhalten.
„Dauert das eigentlich immer so lange?“, fragte Anna schon genervt. Wir waren es alle. Ja, wir waren genervt davon, dass die Jungs da jetzt schon eine halbe Stunde draußen am Zaun standen und Autogramme und Fotos gaben.
„Ja, dauert es. Und das ist jedes Mal so, wenn sie mit dem van ankommen oder auf irgendeine andere Art und Weise durch das Tor gehen oder fahren. Es nervt, aber was soll man machen. Fans sind nun auch wichtig.“, erklärte Gordon uns.
Wir nickten. „Aber wenn  die dauernd, Tag und Nacht, da vor eurem Zaun sitzen und warten bis die Zwillinge nach Hause kommen, ich glaube, ich würde durchdrehen.“  Siemone nickte.
„Ja, aber was sollen wir machen?“
Ich wollte gerade noch was darauf sagen, als die Tür aufging und man ein seufzen von zwei jungen Männern hören konnte.
„Boah, die beruhigen sich ja nie.“, lachte Tom, als er mit seinem Bruder zusammen das Wohnzimmer betrat.
„Hey Mum.“, begrüßten sie ihre Mutter mit einer Umarmung. „Na, bekommen wir euch auch mal zu Gesicht.“, man merkte, wie angenervt Siemone davon war, dass sie immer erst fast eine Stunde auf die Twins warten musste, bevor die Fans endlich zu frieden waren.
„Ja, sorry, aber...“, sie wollten sich entschuldigen, doch ihre Mutter winkte nur mit einer Handbewegung ab.
Sie schlugen noch kurz mit Gordon ein und kamen dann, endlich, zu uns auf das Sofa. Wir bekamen noch kurz einen Kuss.
„Sorry.“, flüsterte Bill mir entschuldigend ins Ohr. Ich nickte nur. Wenn das nicht jeden Tag so war, sondern nur heute und wenn wir wieder fahren würden, wäre es ja okay, aber nicht, wenn es jeden tag so wäre.
Die Jungs erzählten noch von ihren Termine. Genau das gleiche, wie schon bei mir zu Hause, wo sie alles erzählt hatten. Nach einer Stunde waren sie aber auch schon fertig.
„Achso, wir wollten euch da noch was sagen.“, sagte Gordon und sah seine Frau an.
„Und das wäre?“, fragte Tom mit einem fragenden Blick.  „Ihr habt Sturmfrei. Ab morgen bis nächste Freitag.“, teilte Siemone uns ihre Pläne weiter mit.
Wir vier sahen uns an und fingen an zu grinsen.
„Aber keine Parties, Freunde! Geht ins Alex oder sonst wo hin, aber so, wie es hier letztes Mal aussah.“, fügte sie in einem drohenden Ton hinzu. Woher wusste sie, was wir vorhatten.
„Jaja, Mama.“, grinste Tom. „Kommt ihr mit hoch?“
Wir nickten, standen auf und gingen hoch.
„Kommt ihr noch mit zu mir?“, fragte Bill, als wir an seiner Zimmertür ankamen. Tom und Anna stimmten mit ein und somit versammelten wir uns alle bei Bill im Zimmer. Ich war das erste Mal hier drin. Es war auch recht Jugendlich eingerichtet. Ein Bett, ein Schreibtisch, ein Schrank. So, wie es halt in vielen Zimmern aussah. An den Wänden hing ein gekauftes Green Day Poster. Seine Lieblingsband eben. Aber alles in allem fand ich es aber recht gemütlich, auch wenn der Herr nichts von Ordnung verstand. Aber naja, ich war wohl die, die da am wenigsten was sagen durfte. War ja nicht besser.
„Schaut euch bloß nicht um, aber ich hatte keine Zeit zum Aufräumen.“, entschuldigte Bill sich noch und klaubte noch ein paar Klamotten vom Boden auf und schmiss sie auf sein Sofa.
„Schon okay, bei uns sieht es nicht anders aus.“, grinste Anna.
Bill und ich setzten uns auf sein Bett. Anna und Tom machten sich die Couch noch frei, indem sie die Sachen, die Bill eben darauf gelegt hatte, wieder runter warfen.
„Alter.“, beschwerte Bill sich. „Jetzt tu nicht so, ist dir doch eh egal.“, warf Tom zurück.
„Stimmt.“, lachte Bill, worauf wir anderen auch mit einstimmen mussten.
„Was wollen wir heute noch machen? Ich meine, es ist ja gerade mal halb eins.“, fragte ich dann.
„Essen.“, kam es von Tom und Bill. Ich sah sie verstört an. „Ihr habt doch erst was auf der Fahrt gegessen.“ 
„Ja, aber das ist ja schon länger her und wir arbeiten ja viel und so, da braucht man eben seine tägliche Nahrung.“, konterte Bill.
„Ihr spinnt.“, ich schüttelte den Kopf.
„Ich bin dafür, wir machen heute gar nichts, nur heute Abend vielleicht.“, schlug Anna vor und kam wieder auf das eigentliche Thema zurück.
„Find ich gut.“, sagte Tom und küsste sie.
„Hmm.“, räusperte sich Bill. „Wenn ihr das bitte unterbrechen könntet und dafür rüber gehen könntet?!“ Sie lösten sich voneinander. Tom stand auf, hielt Anna die Hand hin, welche sie lächelnd annahm und schon gingen sie rüber.
„Wow, das ging jetzt aber schnell.“, lachte ich, als die beiden die Tür hinter sich geschlossen hatten.
„Ja, und was machen wir zwei hübschen jetzt?“, fragte Bill mich. Er strich mir eine Haarsträhne aus dem Gesicht und musterte mein ganzes Gesicht.
„Hm, keine Ahnung.“, grinste ich.


Kapitel 107:

*>Lea´s Sicht<*
Bill fing auch an zu grinsen und drückte mich langsam hinten runter in das Kissen von seinem Bett. Er beugte sich über mich und fing an mich an meinem Hals zu küssen.
„Ich habe dich vermisst.“, flüsterte er.
„Ich dich auch.“ Er küsste mich weiter. Seine Zunge gewehrte Einlass, also öffnete ich leicht meinen Mund und genoss einfach nur diesen Kuss. Wie sehr ich das doch vermisst hatte. In den letzten Vier Wochen. Aber jetzt, ja, ich habe ihn wieder bei mir. Es kribbelte in meinem ganzen Körper, als Bill wieder anfing mich an meinem Hals zu Küssen. Ich schloss meine Augen. Es war so wunderschön. Und er wusste ganz genau, dass ich es liebte, wenn er mich am Hals liebkoste. Mit der einen Hand stützte er sich auf dem Bett ab und mit der anderen Hand ging er mir unter meinen Pullover und streichelte teils Rücken und Bauch. Ich zuckte erst leicht zusammen, weil seine Hand eisig kalt war, wie immer bei ihm. Aber dann genoss ich auch dieses nur noch. Wir lagen eine ganze Weile einfach nur so da und küssten uns. Ich genoss es und Bill auch. Das merkte man.
Er streichelte mich immer weiter an Rücken und Bauch. Aber auch ich ging mit meiner Hand unter sein T-Shirt und streichelte ihn an seinem Rücken. Dann ließ Bill von mir los und seine Hand wanderte zu meinem Hosenbund und von da aus zu dem Knopf und dem Reißverschluss. Er wollte gerade den Knopf öffnen, als ich seine Hand fest hielt. Er sah mich an und sein lächeln, was gerade eben noch seine Lippen versetzte, wurde zu einem fragenden Blick. „Öhm... Bill...“  Wollte ich das alles schon? Klar, ich wusste, dass er mich nicht nur einfach ausnutzte in dieser Sache, aber ob ich schon dafür bereit war...!?
„Hm?“, er gab ein fragendes brummen von sich. Eigentlich könnte er sich das doch schon denken.
„Ich,.. ich will das noch nicht. Sei mir jetzt nicht böse. Es liegt nicht an dir und so, aber...“ Ich wurde in meiner Erklärung unterbrochen.
„Hey, schon okay. Und ich bin dir auch nicht sauer.“, sagte er, aber wirklich überzeugend kam das auch nicht rüber. Er nahm seine Hände wieder zu sich und setzte sich auf die Bettkante.
„Sorry...“, sagte ich noch einmal.
„Ist schon in Ordnung, echt. Ich gehe mal was essen. Kommst du mit?“ Er stand auf und sah mich an. Ein komischer Blick verzierte sein Gesicht. Irgendwas stimmte doch jetzt nicht mit ihm
„Nee, kein hunger. Ich bleibe hier.“  Er zuckte mit der Schulter und verschwand aus der Tür. Man hörte wie er die Treppe runter polterte.
Was war nur auf einmal los mit ihm? Es herrschte eine seltsame Stimmung zwischen uns beiden. Eben, bevor er runter gegangen war. Super, jetzt plagte mich auch noch das schlechte Gewissen. Aber ich kann doch nicht mit ihm schlafen, wenn ich einfach noch nicht bereit dazu war. Und das musste er eben auch akzeptieren, ob er es wollte oder nicht. Er musste.
Ich saß auf dem Bett, mit dem Rücken an der Wand gelehnt. Es ging mir einfach nicht mehr aus dem Kopf. Das von eben. Ich versuchte diese Gedanken zu übergehen und nahm mir meinen i-Pod aus meiner Umhängetasche, welche vor dem bett lag. Ich stöpselte mir die Ohrenstöpsel in die Ohren und fing an, Musik zu hören. „Just Tonight“ von Jimmy Eat World. Die Band war einfach nur genial. Es war kein langsames Lied, was für meine Stimmung vielleicht auch besser war. Ich saß auf dem bett und inzwischen spielte mein i-Pod schon das fünfte Lied ab und Bill war immer noch nicht zurück. Langsam wurde es langweilig, trotz Musik. Ich überlegte ob ich mal zu Anna und Tom gehen sollte. Aber was ist, wenn die beiden beschäftigt waren?
Egal, dann war ich mal eben so und störte die beiden dabei. Eigentlich konnte ich es mir ja schon denken, dass sie gerade höchst beschäftigt waren, aber mir war nun mal langweilig.
Als schaltete ich meinen i-Pod wieder aus, legte ihn neben mich aufs Bett und ging aus dem Zimmer. Eine Tür weiter. Man hörte schon Hip-Hop aus dem Zimmer, also war es sicher, dass das Toms Zimmer war. Ich hasste Hip-Hop, aber naja musste man wohl mit leben, dass Tom das hörte. Und es veränderte ja auch nichts an seiner Person.
Ich wollte gerade an die Tür klopfe, da wurde diese aber schon aufgerissen. Meine, zum klopfen geballte Hand, erstarrte in der Luft und vor mir stand Anna.
„Huch sorry, wollte gerade anklopfen.“, sagte ich und nahm meine hand wieder runter. Anna kam einen Schritt vor und schloss die Tür.
Sie hatte ein grinsen drauf, wie noch nie. Okay, meine Vermutung war richtig. Sie hatten es getan.
„Und wie war’s?“, fragte ich fast trocken.
„Seeehr gut.“, grinste sie und zog das Wort verdächtig in die Länge. „Was wolltest du denn?“, fragte sie mich noch, als sie mich zu Bill ins Zimmer zog. „Oh Bill gar nicht da?“, sie fragte einfach drauf los und ich trottete hinter ihr her. Sie war völligst aufgedreht.
„Nein er ist nicht da. Er kommt irgendwie nicht wieder und naja, wollte mal gucken, was ihr so macht, weil mir langweilig war.“ Meine Stimme klang so, als ob ich gleich beim reden einschlafen würde.
„Na, sei froh, dass du nicht früher rüber gekommen bist.“, lachte sie.
Ich zwang mir ein lächeln auf die Lippen.
„Und wie war’s bei euch?“ Jetzt hatte sie den Nagel auf dem Kopf getroffen.


Kapitel 108:

*>Lea´s Sicht<*
Sie sah mich mit einem breiten grinsen an. Sie war so fröhlich. Aber anderseits auch total aufgedreht. Merkte nicht einmal, dass mit mir etwas nicht stimmte.
„Hm, nicht gut.“, seufzte ich.
„Oha, an wem liegt das denn?!“ Sie musste etwas kichern. „Man Anna an keinem.“ Ich wurde lauter. „Hey, alles wird gut, man. Was hast du?“, sie hielt schützend ihre Hände vor sich ausgestreckt.
„Nichts...“, ich ließ meinen Kopf gen Boden sinken.
„Glaube ich dir nicht.“, konterte Anna aber und versuchte meinen Blick zu erhaschen.  
„Raus mit der Sprache.“, harkte sie nach, als ich ihr nach einer Weile immer noch keine Antwort gab.
„Er,... er wollte ja. Aber ich nicht und naja, er ist jetzt so komisch zu mir. Aber ich kann doch nicht einfach irgendwas machen, was ich gar nicht will, Anna. Er kam mir eben, bevor er runter gegangen ist, so kalt mir gegenüber vor.“, erklärte ich ihr den Vorfall.
„Ach quatsch. Das glaube ich nicht, dass er dir da jetzt sauer ist. Schließlich kannst du das selber entscheiden, ob du schon mit ihm schlafen möchtest oder nicht. Er hat dafür bestimmt Verständnis. Und es ist deine Entscheidung und ich finde es gut, dass du dich da nicht verdrehen lässt.“, sie streichelte mir über meinen Rücken. Gott sei Dank kam sie jetzt etwas runter. Es kam mir so vor, als ob sie die ganze Situation mit Tom vergessen hatte.
„Ja, okay. Ich gehe gleich mal zu ihm runter.“
„Mach es lieber gleich.“, zwinkerte sie mir zu.  „Okay, mach ich.“, ich gab Anna noch einen Kuss auf ihre Wange und stand auf, um aus dem Zimmer zu gehen. Bevor ich die Tür hinter mir schloss, drehte ich mich noch ein letztes Mal um und sagte noch ein „Danke.“. Dann verschwand ich endgültig und machte mich auf den Weg nach unten, um zu schauen, wo Bill abgeblieben ist.
Als ich unten war, ging ich zuerst in die Küche, um zu gucken, ob er da ist. Aber da war nur Siemone. 
„Na, suchst du Bill?“, fragte sie mich, als sie sich umdrehte.
„Ja, weißt du wo er ist?“, in der Hoffnung, dass ich nicht durch das ganze Haus irren musste, um meinen Freund zu finden, fragte ich einfach.
„Sitzt im Wohnzimmer und isst gerade. Was war denn bei euch los?“
„Nichts.“, winkte ich ab und ging in den besagten Raum, wo Bill sein sollte. Dort fand ich ihn auch gleich vor. Er aß gerade seine letzte Gabel, mit irgendwas Essbarem drauf. Ich konnte nicht erkennen, was es war. interessierte mich aber auch nicht wirklich. Dann stellte er den Teller auf den Couchtisch vor sich und starrte auf den Fernseher. Gordon saß auch noch in einem Sessel und bemerkte mich eben so nicht, wie sein Stiefsohn. Stille erfüllte den ganzen Raum.
Ich räusperte mich und schon drehten sich beide Köpfe zu mir.
„Öhm Bill, kann ich mal mit dir reden?“, fragte ich und schon stand er auf und kam zu mir.
„Hoch?“, fragte er. Doch anstatt zu antworten, nickte ich nur wortlos und ging in den Flur, dann die Treppe hinauf und in sein Zimmer. Ich setzte mich auf sein Bett. Bill schloss noch schnell die Tür und setzte sich dann auf die gegenüberliegende Couch. Wieso nicht neben mich. Hier auf das Bett?
Irgendwie tat es mir weh.
„Bill... es tut mir leid. Wegen vorhin, aber ich... ich war eben noch nicht bereit dazu. Es liegt auch keinesfalls an dir oder so, aber... versteh mich doch bitte.“, sagte ich in einem, ja schon fast flehenden Ton und sah ihn durchdringlich an.
„Komm, es ist in Ordnung. Meinte ich doch vorhin schon.“, zwinkerte er mir zu.  „Naja, es klang aber nicht wirklich überzeugend. Aber vielleicht bilde ich mir das nur ein, aber ich habe das Gefühl, du gehst mir aus dem weg oder so...“
Bill stand auf und kam zu mir rüber zum Bett.
„Hey,... nein. `Tschuldige, dass wollte ich nicht.“, er strich mir beruhigend eine Haarsträhne aus dem Gesicht und folgte seiner Bewegung mit seinem Blick.
„Ja, tut mir auch leid.“, entschuldigte ich mich jetzt sicher schon zum fünften Mal. Bill fing an zu lächeln.
„Es ist okay, wirkliiich!“, er zog das Wort in die Länge. Es sollte mir klar machen, dass es wirklich okay war.
Dann nahm er seine Hand, legte diese in meinen Nacken und zog mich immer näher an ihn heran, bis sich unsere Lippen wieder berührten. Ein kribbeln durchfuhr mein Körper wie ein Blitz.
Wir saßen beziehungsweise lagen noch lange auf seinem Bett und küssten auch, aber mehr nicht, Und dabei blieb ich erstmal. Und ich war froh darüber, dass Bill es wirklich verstand und mir nicht böse war. Auch, wenn ich sein verhalten von eben immer noch nicht wirklich nachvollziehen konnte. Klar, vielleicht wollte er unbedingt mit mir schlafen, aber trotzdem. Man wird sehen, was die Zeit eben gab.


Kapitel 109:

*>Lea´s Sicht<*
Als wir dalagen, uns ansahen, redeten und uns ab und zu mit kleinen Küssen liebkosten, klopfte es plötzlich an der Tür. Wir blieben liegen und Bill sagte ein „Ja!?“.
Schon wurde die Tür aufgerissen und Tom stand mit Anna an der Hand im Türrahmen.
Er fing an zu grinsen. „Oh, stören wir etwa?“  Ich verdrehte nur genervt meine Augen. Anna schien dies zu bemerken und boxte ihrem Freund leicht mit ihrem Ellenbogen in die Seite. Schließlich wusste sie ja, was vorhin los war.
„Öhm, naja eigentlich wollten wir fragen, was wir heute Abend machen wollen? Also eher hier so zu Hause mit Janna und Andi was oder wollen wir in’s Alex fahren?“, stotterte er sich schnell weiter aus der Situation raus und Anna setzte sich schnell ein leichtes lächeln auf ihre Lippen.
Bill sah mich an. So, als ob ich heute entscheiden durfte. Zuckte aber nur mit den Schultern.
„Weiß nicht. Was wollt ihr lieber?“, gab er die Frage zurück zu seinem Zwilling und dessen Freundin.
„Naja, vielleicht heute in’s Alex und dann, wenn Mum und Gordon nicht da sind, da kann man ja vielleicht mal ein paar Leute hierher einladen. Sie müssen ja nichts davon mitbekommen.“, grinste er. „Ich habe das gehört, mein Freund.“, hörte man Siemone sagen, die gerade an der nicht geschlossenen Tür vorbei ging.
„Was? Du hörst auch immer Sachen, die ich gar nicht sage. Ich glaube du hast Halluzinationen.“, rief Tom in einem gespielt entsetzten Ton seiner Mum noch hinter her. Frech wie er war. Aber Siemone wusste ja mit den Späßen und Sprüchen ihres Sohnes umzugehen. Und sie waren ja keinesfalls böse gemeint, dass wusste sie auch.
„Ja, ich finde die Idee aber auch gut. Besser, als wenn wir heute irgendwas machen, wenn Gordon und eure Mum noch da sind.“, brachte ich meine Meinung noch mit ein und überspielte eine weitere Diskussion zwischen Tom und seiner Mutter. Weil so wie man Tom kannte, konnte er diese dann in die Länge ziehen. Naja, sein zweites Hobby neben seiner Band war ja auch diskutieren.
„Also um Zehn im Alex?“, fragte er dann noch einmal nach. Wir nickten. Es war gerade mal fünf Uhr, also hatten wir auch noch ein wenig Zeit.
„Okay, wir gehen dann mal wieder.“, sagte Anna und zog ihren Freund, der mal wieder mega neugierig war, was sein kleiner Bruder mit dessen Freundin anstellte, am Ärmel aus dem Zimmer. Nur gut so. Die beiden hatten bestimmt auch noch jede Menge „zu tun“.
„Und jetzt?“, fragte ich, als die beiden die Tür hinter sich geschlossen hatten.
„Keine Ahnung. Aber ich glaube, Andi und Janna kommen schon um Acht. Also kommen sie sonst eigentlich immer, wenn wir um Zehn zusammen in’s Alex fahren wollen. Also müssten wir uns vielleicht bald fertig machen, was? Sind ja nur noch drei Stunden.“ Typisch Bill. Naja, er brauchte aber nun auch mal seine Zeit im Bad.
„Ja, aber was soll ich denn heute anziehen?“, fragte ich seufzend. „Du musst mir das heute raussuchen.“, grinste ich ihn an.
„Ich habe aber gerade gar keine Lust, aufzustehen.“, grinste er zurück und stupste mit seinem Zeigefinger an meine Nasenspitze. Ich fand die Geste gerade mal wieder etwas richtig Süßes von ihm, meinem Freund. Konnte ja nur von Bill sein. So war er nun mal. Ich kicherte ein wenig und gab ihm einen kurzen Kuss auf den Mund. Was ihm gleich ein lächeln auf die Lippen versetzte.   
„Pass auf, du holst deine Tasche ans Bett und ich suche dir Sachen raus, aber bleibe dabei liegen, ja?“, der Kerl hatte aber auch immer Ideen.
„Und ich darf aufstehen, oder was?“, meine Stimme ließ ich so klingen, dass es sich ein wenig entsetzt anhörte. Mein Herr Freund nickte aber nur. „Hm, na gut.“, gab ich schließlich auf. Sonst wären wir nie vorangekommen. Also setzte ich mich auf und kletterte über ihn rüber. Als ich gerade so auf seinem Buch saß, hielt er mich am Arm zurück.
„Hm?“, fragte ich mit einem brummen. Er zog mich zu sich runter.
„Sorry, wegen vorhin und... ich liebe dich Lea.“, wieder strich er mir meinen ins Gesichtfallenden Pony aus dem Weg. 
„Es ist okay. Und ich liebe dich auch Bill!“, brachte ich noch hervor und schon trafen unsere Lippen wieder aufeinander. Es kribbelte. Und das, weil ich ihn so liebte. Ja meinen Bill. Es war komisch, das von eben war wie weggeblasen. Es herrschte wieder so eine wärme zwischen uns.


Kapitel 110:

*>Lea´s Sicht<*
„Jetzt hol ich aber mal die Tasche.“, sagte ich fast abwesend. Seine Augen. Man konnte fast drin versinken. Nur schwer löste ich mich von seinem Blick und stieg aus dem Bett. Ging zur Tür und holte meine Tasche.
„Hier.“, sagte ich, als ich sie aufs Bett bugsierte. Leicht war die keineswegs. Bill stöhnte kurz auf und verzog sein Gesicht, weil ich die Tasche genau auf seinen Beinen gelandet war.
Er öffnete dann aber trotzdem meine Tasche und durchwühlte sie.
„Hier das.“, teilte er mir seine Auswahl mit und zeigte auf den Stapel der neben der Tasche auf dem Bett lag. Es war meine eine schwarze Röhre, dazu ein Rückenfreies rotes Top mit einem Totenkopf drauf und einen schwarzen Hoodie.
„Okay, danke.“, sagte ich und hob die Tasche wieder vom Bett.
„Und was bekomme ich dafür?“, fragte er grinsend. Klar wusste ich, auf was er hinaus wollte. Tat trotzdem unwissend.
„Keine Ahnung.“, ich musste mir ein grinsen verkneifen.
„Wie wäre es hier mit?“, schlug er vor. Noch ehe ich mich versah, zog er mich sanft an meinem Oberteil zu sich runter. Nun lag ich auf ihm drauf und er fing an, mich zu küssen.
„Da hätte ich ja gleich draufkommen können.“, schmunzelte ich in einen Kuss rein.
Bill grinste nur und küsste mich weiter. Aber es klopfte auch schon wieder an der Tür. War ja klar, dass man nicht mal fünf Minuten ungestört sein konnte.
Doch Bill ging einfach nicht drauf ein, sondern zog mich wieder zu sich runter, als ich mich gerade aufraffen wollte. Also ließ ich es einfach zu und genoss die Küsse von ihm.
Plötzlich ging die Tür auf.
„Bill?“, hörte man auch schon Toms Stimme. Bill achtete aber gar nicht darauf. Bekam es vielleicht gar nicht mit. War auf was anderes konzentriert.
„Bill!“, kam es wieder von seinem Bruder.
„Was?“, fragte dieser nur und sah mir in die Augen. Mit einem grinsen. Und ließ mich auch nicht los, sondern hielt mich die ganze Zeit an meinem Oberteil fest. Ich wäre wahrscheinlich sonst schon viel früher von ihm runter geklettert. Hätte mich richtig hingesetzt. Aber er wollte es verhindern.
„Andi und Janna kommen schon um, ähm... acht Uhr.“, man merkte, dass es ihm irgendwie unangenehm war, was man ja sonst nicht so von ihm kannte.
„Okay.“, sagte sein Zwilling nur und küsste mich wieder.
„Ich, öhm, bin dann mal weg.“, stotterte Tom nur und man hörte nur noch das zuschlagen der Tür.
„Ich glaube, wir sollten uns mal anfangen, fertig zu machen.“, sagte ich und stützte mich auf Bills Brustkorb ab.
„Hm...“, brummte er. „Noch nicht.“
„Doch, sonst werden wir ja nie fertig. Du oder ich als erstes?“  Er verzog sein Gesicht.
„Dann mach du.“, er verstellte seine Stimme in einen beleidigenden Ton um.
„Okay, ich beeile mich auch.“, bevor ich aufstand küsste ich ihn noch einmal zärtlich. Er wollte gar nicht von mir ablassen, denn er kam so weit mit nach oben, dass unsere Lippen sich erst dann trennten, wenn ich aufgestanden war.
„Bis gleich.“, zwinkerte ich ihm zu und nahm meine ganzen Sachen, die ich zum fertig machen brauchte, mit. Dann verschwand ich ihm Badezimmer.
nach circa einer halben Stunde kam ich angezogen und mit einem Handtuch auf dem Kopf, wieder aus dem Bad und ging gleich wieder in Bills Zimmer.
„Hallo.“, sagte ich als ich rein kam, schmiss meine Sachen auf das Bett und ging zu Bill, der vor seinem Laptop saß. Ich umarmte ihn von hinten und gab ihm einen Kuss auf seine Wange. Aus den kleinen Boxen, die an der Seite von dem Laptop angebracht waren, dröhnte gerade „Are we the Waiting.“ raus. Er checkte gerade seine Mails.
„Na, fertig?“, fragte er mich, klappte seinen Laptop zu und drehte sich zu mir um.
„Joar, nur noch schminken, Haare föhnen und glätten.“, lächelte ich.
„Schick siehst du aus.“, gab er mir ein Kompliment. Er sagte oft solche Sachen zu mir. Ich fand es zwar mega niedlich von ihm, aber irgendwo konnte ich es dann doch nicht leiden, dass er das immer sagte.
„Hm, naja.“, sagte ich in einem schlaffen Ton.
„Doch.“, widersprach er mir.  Ich zuckte nur mit meinen Schultern. Richtig zufrieden war ich mit mir nicht. Ich fand mich schon immer etwas zu dick. Dabei hatte ich normal Gewicht, wenn nicht sogar schon etwas darunter. Und trotzdem fand ich mich zu dick. Vielleicht war es auch nur Einbildung. Und jetzt auch noch so einen schlanken Freund zu haben, da fühlte man sich erst recht dick gegen.
„Naja, ist ja egal.“, sagte ich schnell. Hatte keine Lust auf eine Diskussion.
„Hm.“, gab Bill nur von sich und küsste mich an meinem Hals. Meinen Kopf legte ich automatisch in den Nacken.
„Bill, ich glaube du musst dich langsam echt mal fertig machen.“, sagte ich und stand auf. Ich wusste nicht, warum ich jetzt so reagiert hatte.
„Hm, na gut...“ Er ging zu seinem Schrank und holte sich seine Sachen raus.
„Bis gleich.“, sagte er mit einem lächeln auf den Lippen und ging aus dem Zimmer.

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