Er liebt mich...er liebt mich nicht...

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Kapitel 71:

*Lea´s Sicht<*
Als wir uns von dem Krankenhaus immer weiter entfernten, legte ich mich wieder mit meinem Kopf auf Bills Schoß. So wie immer. Und wir saßen auch so wie immer. Gustav und Georg vorne, dahinter Tom, Andi und Janna Sie unterhielten sich die ganze Zeit mit Georg und Gustav oder untereinander. Aber Tom starrte eigentlich die meiste Zeit nachdenklich aus dem Fenster. Er dachte wohl an Anna, wie so oft. Und Bill und ich saßen hinten und hörten Musik oder unterhielten uns. Im Moment aber hörten wir beide Musik. Ich hatte die Augen zu und Bill sah aus dem Fenster. So verlief eigentlich die ganze Fahrt über und nach einigen Stunden kamen wir auch endlich bei mir zu Hause an. Wir stellten den Van bei uns in der Einfahrt ab und gingen rein. Es war keiner zu Hause, außer meinem Bruder. „Hey.“, sagte ich und bekam nur ein mattes „Hallo“, zurück. Und das war es dann auch schon, weil er dann wieder aus der Tür verschwand und wahrscheinlich wieder zu seiner Freundin fuhr. So wie ich es mitbekommen habe, wird er auch nicht mit nach Magdeburg ziehen, sondern auch zu ihr. Naja, so hart es sich anhörte, aber ich würde es nicht gerade schlimm finden. Ich hatte im Moment eh nicht viel mit ihm zu tun. Früher war das anders, da hatte er mich wenigstens beachtete, zwar nicht so, wie jede Schwester es sich wünscht, aber auch nicht so, wie jetzt. „Wollt ihr was essen?“, fragte ich dann die 6. „Ja, aber nur wenn du kochst. „Haha, ich kann nicht kochen.“ Und das stimmte. Ich konnte es wirklich nicht. „Na, komm lass uns beiden kochen und die anderen, also die Jungs können irgendwas anderes machen. Wir bekommen schon irgendwas hin.“, lachte Janna. Auch ich musste etwas lachen. „Okay, machen wir, also raus aus der Küche Jungs.“, grinste ich. Bill gab mir noch kurz einen Kuss und schon verschwanden sie alle. Wo sie hingingen, wussten wir nicht, war uns aber auch egal. „Okay, was wollen wir kochen?“, fragte ich Janna dann. „Keine Ahnung. Lass einfach Spagetti machen. Geht am Einfachsten und schnellsten.“, grinste sie. „Okay, hast Recht. Dann mal los.“ Also holten wir Töpfe aus dem Schrank und alles was wir sonst noch zum Kochen brauchen.
Wenig später war es dann auch schon fertig. Ich deckte noch schnell den Tisch und Janna ging die Jungs suchen. „Halli Hallo Hallöle.“, kamen sie dann auch sofort wieder ins Zimmer spaziert. „Naa, was habt ihr so gemacht?“, fragte ich neugierig. „Ach waren oben in deinem Zimmer und haben gelabert und Musik gehört. Also dein PC ist an, nä“, grinste Tom. Ich verdrehte nur die Augen und grinste ein wenig. „Okay. Jetzt lasst aber erstmal essen. Wir wissen aber nicht, ob das schmeckt, weil irgendwie hat die Soße nicht so recht geklappt wie es eigentlich klappen sollte und haben irgendwas mit reingekippt. Also alles durcheinander. Also guten Hunger.“, lachte ich und auch Janna musste lachen. Die Jungs sahen uns nur komisch an, schlugen dann aber zu und so wie es aussah, schmeckte die Soße doch ganz gut. Okay, es stimmte auch, sie war echt lecker. „Unsere eigene Kreation, Lea.“, lachte Janna. „Ja, stimmt und sie schmeckt sogar.“, stimmte ich mit ein.
Die Jungs schlugen noch richtig rein, bis alles alle war. Keine einzige Nudel war mehr da und auch keine Soße. „Boah bin ich satt.“, stöhnte Bill und ließ sich nach hinten an die Stuhllehne fallen. „Ich auch.“, gab ich noch zu. „Du hast gar nichts gegessen, oder eher gesagt nur einen Teller und zum Frühstück auch noch nichts, wie kann man da satt sein?“, fragte Tom mich total perplex. „Ja ich bin satt, aber bei euch geht so was nicht.“, grinste ich und streckte ihm die Zunge raus. „Haha.“ Er streckte mir auch die Zunge raus, worüber wir nur noch lachen mussten. „Naja, komm Janna hilfst du mir beim Abräumen? Ich denke die Jungs werden eh keinen Finger rühren.“, sagte ich dann, stand auf und bekam erstmal von Bill eine auf den Arsch. Ich drehte mich um und sah ihn empört an. „Was war das?“, fragte ich und musste lachen. „Keine Ahnung.“, grinste er und küsste mich. „Ja, klar kann ich dir helfen.“; mischte Janna sich ein und unterbrach Bill und mich beim Küssen. „Okay, und wir gehen hoch.“, sagte Andi und ging mit Bill und Tom nach oben. Janna und ich fingen an den Tisch abzuräumen. „Du bist glücklich, oder?“, fragte sie dann auf einmal. Ich sah sie skeptisch an. Warum fragte sie das auf einmal. Hm... .  „Ja, bin ich sogar sehr. Warum?“, antwortete ich ihr und stellte den letzten Teller in die Spüle. „Ach nur so.“  „Du wirst es auch bald wieder sein, Janna. Sehr bald.“, zwinkerte ich ihr zu. Sie nickte. „Werden wir das mal hoffen. Aber jetzt lass nach oben gehen. Wir sind ja fertig.“ „Okay.“ Und so gingen wir nach oben, um zu gucken, was die Jungs machen.
Kapitel 72:

*>Lea´s Sicht<*
Wir gingen in mein Zimmer und da hockten sie auch. Bill und Andi saßen auf meinem Bett und Tom in meinem Sessel. „Na, seid ihr fertig?“, fragte Tom dann auch gleich. „Jap.“, sagte ich nur und ging zu Bill und Andi aufs Bett. Janna setzte sich auf meinen Schreibtischstuhl. „Was wollen wir denn jetzt noch machen? Ich meine es ist ja gerade mal drei Uhr?“; stellte Andi dann die Frage. „Gute Frage nächste Frage. Ich wäre für DVD gucken oder einfach nur chillen.“, grinste Tom. „ja, wäre ich auch für.“, gab ich zu. „Wofür? Fürs chillen oder DVD gucken?“, lachte Bill. Auch die anderen mussten lachen und ich saß da und kam mir sichtlich etwas verarscht vor, lachte dann aber doch auch mit. „Ja, keine Ahnung.“ „Dann lass Musik hören, aber ich gehe mal woanders hin, damit ich Anna anrufen kann.“, sagte Tom und schnappte sich mein Telefon, welches ich auf meinem Zimmer hatte. „War klar. Und es war genauso klar, dass er sich jetzt mein Telefon nimmt.“, verdrehte ich nur meine Augen. „Ja, du Bonze. Ist nun mal so.“ Und schon war er mit einem Grinsen auf dem Gesicht aus dem Zimmer verschwunden. „Ja, bitte ich leihe dir gerne mein Telefon. Und selber Bonze. Wer hier wohl das Geld hat, hä?“, rief ich noch hinterher und tat auf eingeschnappt. „oh, ist sie jetzt eingeschnappt. Lass ihn doch, du bist bestimmt nicht anders, wenn du unbedingt mit mir telefonieren willst, oder?“, grinste Bill total selbstsicher. „Stimmt.“, lachte ich nur und gab ihm einen langen Kuss. „Höhöm.“, hustete Janna. “Wenn ihr das bitte verschieben könntet, weil ich glaube Andi und mir wird nach einer Weile langweilig, wenn wir euch die ganze Zeit beim Rumlecken zugucken müssen.“ „Oh ja, klar“, sagte ich und mir war es etwas peinlich, weil ich genau wusste, dass Janna dass nicht nur deswegen sagt. Sondern auch aus einem anderen bestimmten Grund. Auch Bill schaute etwas peinlich berührt drein, aber sagte dann auch schnell „Dann lasst uns mal eine DVD aussuchen, Leute.“ Gott sei Dank, dachte ich nur und so machten wir uns auf zu meinem DVD Regal. Nach einer Weile, wo wir eine Diskussion führten entschieden wir uns dann für „The Ring“. Eigentlich kannte den schon jeder von uns, aber wir fanden ich n trotzdem noch witzig. Ja, eigentlich sollte er gruselig sein, aber wenn man ihn schon öfter gesehen hatte, wurde es witzig, wenn sich andere erschrecken, wenn auf einmal dieses hässliche Mädel irgendwo hockt. Ja, und diesmal waren es dann doch Janna und ich die uns dauernd erschreckten, oder die Jungs erschreckten uns, sodass wir schreien mussten. Sie lachten sich dann krank, aber Janna und ich sahen uns nur an und lachten sofort mit. Als der Film dann zu Ende war, war auch schon wieder zwei Stunden vergangen und Tom war immer noch nicht mit meinem Telefon wieder da. „Sagt mal wo bleibt eigentlich Tom mit meinem Telefon?“, sagte ich schon mürrisch. „Keine Ahnung, geh doch gucken.“, sagte Bill. „Mach ich jetzt auch.“ Und schon stand ich auf und ging ihn suchen. Aber schon als ich aus der Tür war, hörte ich aus dem Zimmer von meinem Bruder, der ja wieder mal bei seiner Freundin war, Toms Stimme. Ich klopfte und ging ohne abzuwarten rein. „Alta, Tom. Gibst du mir vielleicht auch mal mein Telefon wieder? Ich muss Laura noch anrufen. „Nö.“, grinste dieser nur und laberte munter weiter mit Anna. „Toooom.“, sagte ich nun schon lauter, aber interessieren tat es Tom auch nicht wirklich und ließ sich nicht stören. „Hallo:“, schrie ich dann aber und ging auf ihn zu. „Gib es mir.“ Ich hielt ihm meine Hand entgegen. Er schlug aber nur ein. Halo, hatte er sie noch alle, aber okay, er wollte es so. Ich grinste und ging auf ihn los und schnappte ihm mit einem mal das Telefon aus der Hand. „Ey Lea gib es wieder her.“, fing er auf einmal wie ein kleines Kind an zu betteln und zu bitten. „nein, man. Ihr telefoniert schon über zwei Stunden, man kann es auch übertreiben. Und ja, hey Anna ich bin es Lea. Hier ich muss auflegen, weil ich Laura noch wegen morgen anrufen muss, sorry.... Ja, okay ich dich auch, bye.“ und schon hatte ich aufgelegt. „Nee nä.“, kam es dann auch gleich sauer von Tom. „Ey Zick nicht rum. Du kannst dir auch dein eigenes Handy nehmen und damit telefonieren. Und ich soll dir sagen, dass Anna dich mega liebt und dich vermisst.“ „Toll ich sie auch, aber das hätte ich ihr auch gerne selber gesagt.“, sagte er und stand da wie ein kleines Kind, welches die Arme vor der Brust verschränkt hatte. „Nimm dein Handy, ruf sie an und sag es ihr.“, sagt6e ich und ging wieder. „Lea, du bist unfair.“, hörte ich Tom aber schon wieder hinter mir meckern. Ich ging ihn ohne zu beachten weiter in mein Zimmer, wo die anderen auch schon warteten. „Lea, man.“, meckerte Tom weiter und ich machte mir einen Spaß daraus, ihn nicht zu beachten und er regte sich immer weiter auf. „Na Schatz.“, sagte ich, als ich mich wieder zu Bill aufs Bett setzte und ihn küsste. Ich machte es extra und Tom stellte sich vor das Bett und verschränkte wieder seine Arme vor seiner Brust. „Du bist doof!“, sagte er dann und ich musste auf einmal total anfangen zu lachen. Auch die anderen stimmten mit ein. Es sah einfach zu genial aus, wie Tom da stand und schmollte und dazu noch seine Aussage eben.

Kapitel 73:

*>Lea´s Sicht<*
„Och du Pups, jetzt schmoll mal nicht rum.“, lachte ich immer och, aber beruhigte mich wieder ein bisschen. Die anderen lachten noch munter weiter, aber ich wollte ja jetzt nicht mal so sein. „Tom unsere kleine Männliche Zicke.“, brachte Andi unter seinem Lachen hervor. Jetzt musste ich aber auch wieder mitlachen. Tom schaute nur einmal ganz böse zu Andi und ließ sich dann wieder in meinen Sessel fallen. „Okay, wir wollen ja nicht, dass unsere kleine männliche Zicke nachher noch weint, also hört auf zu lachen.“, sagte Bill und musste sich echt sein lachen verkneifen. „Ach haltet doch eure klappe.“, sagte Tom, stand auf und man hörte, wie er wieder in das Zimmer von meinem Bruder ging. „Was hat der denn jetzt?“, fragte Janna verwundert. „Sonst macht der doch immer solche Sachen mit.“  „Na, wenn es um seine Freundin geht, versteht der liebe keinen Spaß mehr. Er ist verliebt Leute, und zwar mal so richtig.“, sagte Bill. „Stimmt, sonst war er nie so, aber naja, was hat er früher auch schon unter einer Beziehung verstanden. Er wusste nicht mal, dass er überhaupt verliebt sein kann.“, stimmte Andi dann noch zu. Wir nickten alle. „Aber meint ihr nicht, dass mal wer hinterher gehen sollte und mal gucken sollte.“, fragte ich, weil der ganze Mist ja von mir kam und ich wollte ja nicht, dass er echt eingeschnappt war. „Der telefoniert mit Anna, und zwar mit seinem Handy. Da ist alles in Ordnung, glaub mir.“, versicherte Bill mir. „Hoffe ich mal. Aber ich muss auch mal eben telefonieren, ich bin gleich wieder da.“, lächelte ich, stand auf und ging runter und nahm mir das Telefon. Dann ging ich ins Wohnzimmer, pflanzte mich auf die Couch und tippte Lauras Nummer. Erst ging ihre Mutter dran, aber sie gab gleich weiter an ihre Tochter. „Hey Schatz.“, begrüßte sie mich. „Na, alles klar?“, fragte ich dann. „Ja bei mir schon und bei dir? Du hast dich ja schon lange3 nicht mehr gemeldet, hm?!“  „Ja, bei mir passt es schon. Ja, sorry, aber es ist im Moment echt viel passiert, hast du vielleicht mitbekommen.“ „Ja, du musst mir morgen in der Schule alles erzählen. Aber sag mal wo warst du heute? Letzte Woche wegen der Zeitung nicht, oder?“ Stimmt, alles erklären musste ich ihr wirklich und auch das, das ich bald wegziehen würde. „Ja genau. Meine Eltern haben mich von der Schule für eine Woche freigestellt, ich habe ja schon Angst vor morgen was da passiert. Und naja, ich hatte...“, sollte ich ihr die Wahrheit sagen, oder sollte ich ihr auch alles vorlügen, von wegen Skateboardunfall?! Sie war meine eigentlich beste Freundin, hier in Hameln. Also beschloss ich mich dazu, ihr alles zu erklären.  „..also ich wurde zusammengeschlagen und lag im Krankenhaus.“, brachte ich den Satz zu Ende. „Was bitte?“, fragte Laura schockiert ins Telefon. „Naja, also Anna und ich waren letzte Woche Montag Skaten und dann kamen irgendwelche komischen Fans von Tokio Hotel und haben uns gedroht. Die eine hat ich derbe beleidigt und naja, ich hab sie mitten auf der Nase getroffen, aber genau den Schlag habe ich von der anderen dann auch gleich wieder zurückbekommen. Naja, ich habe das dann eine Woche mit mir rum getragen und als wir am Freitag mit den Jungs nach Freiburg sind, bin ich auf dem Klo zusammen gebrochen und dann haben die mich ins Krankenhaus geschleppt, wo sich rausgestellt hat, dass ich eine schwere Gehirnerschütterung habe. Na und heute haben die Jungs mich dann wieder nach hause gebracht, und bleiben bis morgen.“, erklärte ich ihr. „Aber dir geht’s wieder gut?“, fragte sie leicht panisch. Irgendwie fand ich es ja schon süß, wie sie sich Sorgen um mich macht. „Ja, ist alles wieder in Ordnung, echt.“ „Okay, das ist doch fein. Aber sag mal Lea. Bist du jetzt mit einem zusammen?“, fragte sie ganz vorsichtig. Sollte ich, oder sollte ich nicht?! „Am besten du kommst vorbei. Kannst ja bei mir pennen, gehen wir morgen halt zusammen in die Schule und dann erklären wir die alles, so mit den Vieren zusammen, ja?“, schlug ich vor. „Ja, klar. Ich frage mal gerade meine Mutter, Moment.“ Ich hörte, wie sei ein Stück mit dem Telefon irgendwohin ging und mit ihrer Mutter sprach, die auch sofort zustimmte. Wenn es darum ging, dass Laura bei mir schlief oder sonst was, waren ihre Eltern eigentlich ganz locker, weil sie mich ja nun auch schon länger kannten. „Okay, sie meinte, dass ich kommen kann und wir gleich losfahren. Also bis gleich, Hab dich lieb.“ „Ja, bis gleich, ich dich auch Schatz.“ Und schon legten wir auf. Ich atmete einmal tief durch. Jetzt musste ich noch mit den anderen reden. Georg und Gustav müssten eigentlich auch gleich wieder da sein, weil sie ja noch Hannover in so einem Schlagzeugladen waren, weil Gustav auch ein neues Schlagzeug für die neue Tour haben wollte. Also legte ich das Telefon wieder in die Ladestation und ging zurück zu den anderen, in mein Zimmer.


Kapitel 74:

*>Lea´s Sicht<*
Als ich oben war, war Tom immer noch am telefonieren, dass hörte ich, als ich an der Zimmertür von meinem Bruder vorbeikam. Ich klopfte und ging rein. „Tom, kannst du mal kurz aufhören, wir müssen was besprechen. Oder nee, leg nicht auf, nimm Anna am Besten mit, weil sie hat damit auch was zu tun.“ Tom sah mich nur verdattert an, erklärte Anna dann schnell alles, was ich ihm gerade gesagt habe und trottete dann hinter mir her in mein Zimmer. „Hey, wir müssen was besprechen.“ Mit dem Satz platzte ich auch gleich in mein Zimmer. Die anderen sahen mich erstaunt an. „Wieso?“, fragte Janna dann auch gleich. „Weil ich habe ja mit Laura telefoniert und naja, sie hat mich gefragt, ob ich jetzt mit’m Bill zusammen bin. Und ich wollte euch alle fragen, ob wir es ihr sagen sollen, oder es lieber lassen sollen?“ Sie sahen sich untereinander an. „Auch das mit Tom und mir?“, fragte Anna dann aus dem Telefon, welches Tom wohl schon auf Freisprecher gestellt hatte. Janna, Bill und Andi sahen das Telefon verdattert an, fingen sich aber auch gleich wieder. „ja, das ist auch noch die Frage und dann noch eine Frage, wann wollten die anderen beiden wieder da sein? Weil Laura gleich vorbeikommt, dann sollten wir ihr wohl alles erklären.“ „Ja, die wollten eigentlich...“, Bill wurde von dem Klingeln der Haustür unterbrochen. „Okay, dass sind sie jetzt wohl schon, weil Laura braucht noch ein bisschen. Gleich wieder da.“, schon sprang ich auf und lief zur Tür. Ich öffnete sie und da standen wirklich die beiden anderen von der Partie. „hey.“, umarmte ich beide. „Und ein Schlagzeug gefunden, Juschtel?“, fragte ich ihn. „Jap ist schon bestellt und wird nach Hamburg geliefert.“, grinste dieser und war sichtlich fröhlich über seine beute, die er an diesem tag gemacht hatte. „Fein, fein. Geht hoch in mein Zimmer, wir müssen was besprechen.“, erklärte ich den beiden und schon gingen sie nach oben. „Hallo.“, begrüßten sie auch die ganzen anderen, plus Anna am Telefon, mit einem Handschlag beziehungsweise einer Umarmung. „So, was gibt es zu besprechen?“, fragte Georg und zog sich seine Jacke aus. „Sollen wir Laura, die gleich kommt und ihr ja wisst, wer das ist, sagen, dass ich mit Bill, und Tom mit Anna, zusammen bin?“, fragte ich sie auch direkt. Die beiden sahen mich skeptisch an. „Uff, öhm keine Ahnung. Ich glaube, dass ist eher eure Entscheidung, ob ihr das wollt. Und wie weit du Laura das anvertrauen kannst.“, gab Gustav seine Meinung preis. „Ja, denke ich auch, aber sie wird das sicher für sich behalten. Sie ist schließlich deine beste Freundin.“, sagte Georg dann noch. „Hm ja, Lea du bist die, die Laura am Besten kennt. Was meinst du?“, fragte Anna aus dem Telefon. „Also ich denke nicht, dass sie irgendwas sagen wird. Zumal, wie eben schon gesagt, ist sie meine beste Freundin hier.“ „Ja, dann wäre ich dafür, wir sagen es ihr. Wann kommt sie denn?“, sagte Bill dann. „Okay, wenn ihr damit alle einverstanden seid?“ Alle nickten. „Und sie müsste eigentlich gleich kommen.“, lächelte ich. Ich freute mich schon richtig, sie wieder zu sehen. So nach drei Wochen ist das schon eine lange Zeit. Wir unterhielten uns noch, und verabschiedeten uns von Anna, da sie auch noch Hausaufgaben machen musste, die sie über die Ferien aufbekommen hatte.  „Also langsam könnte Laura eigentlich mal kommen.“, sagte ich mit einem Blick auf meine Uhr. Plötzlich klingelte es. „Okay, da ist sie ich gehe auf machen.“, grinste Georg. „Du?“, fragte ich ihn perplex. „ja, ist doch mal ein feiner Empfang.“, lachte er und machte sich auf den Weg.


*>Lauras Sicht<*
Als ich mit Lea am Telefon Schluss gemacht hatte, sprang ich noch schnell unter die Dusche, stylte mich, schminkte mich und zog mir meine Schwarze Röhrenjeans, mein schwarzes Emily the strange T-Shirt und meine Chucks an. Irgendwie lagen meine Haare nicht und ich regte mich mega drüber auf. Nach drei versuchen sie zu glätten, lagen sie dann doch und ich konnte doch noch zufrieden in den Spiegel schauen. Als ich fertig war, packte ich noch fix meine Schulsachen in meine Tasche und die anderen Sachen die ich noch zum Schlafen und fertig machen brauchte. Dann durfte ich warten, weil meine Mutter mal wieder trödelte und wir auch zehn Minuten später, als ich eigentlich da sein wollte, bei Lea ankamen. Ich freute mich schon so dolle, sie nach drei Endloslangen Wochen endlich wieder zu sehen. Also sagte ich noch schnell ein „Tschau Mum, bis morgen.“, zu meiner Mum, sprang aus dem Auto und rannte zur Haustür um zu klingeln. Es dauerte eine Weile, bis endlich wer kam, aber als die Tür aufging, schaute ich nicht erst, wer da eigentlich stand, sondern sprang der Person direkte in die Arme. Ich hätte wohl lieber erst hingucken sollen und dann losspringen sollen. Weil als ich sah, wer da stand, wäre ich am liebsten im Erdboden versunken.



Kapitel 75:

*>Lauras Sicht<*
„Öhm, `Tschuldigung... aber ich dachte, öhm...“, stotterte ich vor mich hin. Ich bin doch gerade tatsächlich Georg in die Arme gesprungen, anstatt Lea. Wie peinlich, aber wer kann denn damit rechnen, dass einem einer von den Jungs die Tür aufmacht. „Ist schon in Ordnung. Ist doch auch mal eine nette Begrüßung.“, lachte er nur und zog mich in den Flur. Ich lächelte nur verlegen. „Wieso hast du denn aufgemacht?“, fragte ich ihn dann ganz normal. Naja, er war ja auch nur ein Mensch und das, was da gerade passiert war, wäre mir irgendwie bei jedem anderen Menschen auch peinlich gewesen. „Ach ich dachte mir, lass ich Lea oben, weil so ein bisschen schonen muss die sich da ja doch noch.“, grinste er. „Ja, stimmt. Dann lass mal hochgehen, oder wollen wir hier im Flur stehen bleiben?“, lachte ich. „Nene, lass mal hoch gehen.“, stimmte er mit ein und somit ging ich vor, bis in Leas Zimmer.

*>Lea´s Sicht<*
„Boah was machen die beiden denn unten so lange?“, fragte ich so in den Raum rein, weil schon einige Zeit vergangen war, als Georg runter gegangen ist, um die Tür aufzumachen. Aber bevor irgendjemand ein Kommentar geben konnte, ging die Tür auch schon auf. Ich sprang gleich von meinem bett und schaute um die Ecke. Da war Laura. Sofort bekam ich ein fettes grinsen in mein Gesicht, genau so wie sie. Sie kam gleich auf mich zu und wir gaben uns ein Küsschen rechts (Nein, links geben wir uns keins xDD) und nahmen uns erstmal ganz lange in den Arm. Als wir uns lösten meinten wir beide gleichzeitig im Chor „Boah, habe ich dich vermisst.“, woraufhin wir erstmal lachen mussten. „Dürfen wir uns auch mal vorstellen.“, grinste Bill dann. „Aber klar.“, sah ich ihn grinsend an und ging etwas zur Seite. „Hey, ich bin Bill.“, sagte Bill und gab Laura seine Hand. Sie grinste. „Ich weiß“ „Stimmt, wer weiß das nicht.“, lachte Bill ein wenig. Janna und Andi stellten sich als beste Freunde vor und Gustav und Tom halt als Gustav und Tom. Sie wusste natürlich auch, wer die beiden waren. „Und wie geht es euch allen so?“, fragte Laura dann, als sie sich auf mein Bett gesetzt hatte. „Gut.“, alle nickten. „Und dir?“, fragte Tom. „Ja, ach keinen Bock auf Schule und naja, so als beste Freundin von Lea wird man doch schon oft dumm angemacht, wegen euch. Aber naja, mich stört es nicht. Sollen die doch alle labern.“, sagte sie ganz locker. „Oh man, naja, manche können es eben nicht ganz lassen.“, sagte Janna und sah mich dabei ganz genau an. Ich wusste wen sie mit den anderen meinte und was sie nicht lassen können. Mein „Skateboardunfall“. „Naja und du hast ja eben gefragt, naja, ob ich mit Bill...“, ich wusste nicht wie ich es sagen sollte, aber zum Glück kam sie selber drauf. „Ihr seid zusammen, oder?“, grinste sie. Ich nickte und schon grinste Laura noch breiter. „Das ist schön, freut mich echt für euch.“ Sie drückte mir einen Kuss auf meine Wange und danach bekam ich gleich einen dicken schmatzer von Bill auf meinen Mund. Laura sah uns nur träumend an. Ich wusste, dass sie schon lange endlich wieder einen Freund haben wollte, aber sie war echt richtig hübsch und eine ganz, ganz nette Person, da würde sich auch noch wer finden lassen. Da war ich mir sicher. „Mann, heute werde ich aber geküsst, Mensch, Mensch, Mensch.“, lachte ich. Auch die anderen mussten lachen. Aber ich verstummte auch gleich wieder.  „Hier und Tom, der... du kennst doch noch Anna, oder?“, fragte ich sie dann gleich weiter. „Ja, klar kenn ich die. Und lass mich raten: Tom und Anna sind auch zusammen, stimmt es?“, lachte sie. „Genau.“, stimmte ich mit ein. „Aber Laura, kein Wort. Zu keinem.“ Das Wort keinem betonte ich besonders, aber ich war mir ziemlich sicher, dass sie es für sich behalten würde und es nicht gleich jedem unter die Nase binden würde. Ja, das würde sie nicht tun. „Weißt doch, dass ich meinen Mund halte, wenn ich das soll. Und bei dieser Sache hier, ist das doch selbstverständlich.“, zwinkerte sie mir zu. „Danke.“, sagte ich dann noch. „Wann fahrt ihr denn?“, stellte sie dann die Frage gewandt an die anderen, die noch mit in der Runde saßen. „Morgen. Wir haben uns überlegt, wir bringen euch noch in die Schule und fahren gleich weiter durch nach Magdeburg die zwei hier wegbringen und dann kurz unseren Familien hallo sagen und danach wieder nach Hamburg.“, erklärte Georg und grinste Was der wohl hatte, weswegen wer grinsen musste?!
„Haben wir noch Hausaufgaben auf?“, fragte ich Laura dann. „Nee, also doch ja schon, aber ich glaube für dich gilt das ja eh nicht. Und ach hier, pass bloß auf vor Jennifer.“, sagte sie in einem Warnenden Ton. Ich sah sie bedeppert an. „Wieso Jennifer? Was will die denn noch?“ Das wunderte mich jetzt ziemlich, warum ich vor Jennifer aufpassen sollte. „Na, sie erzählt in der ganzen Schule rum, was in der Zeitung stand. Grob gesagt: Sie macht dich nur noch schlecht. Also Juri und so die gucken mich auch nicht mehr mit dem Arsch an und sagen, wenn ich vorbei gehe an den: Bah guck mal da kommt Laura, mal sehen wann die Lea wieder mitbringt.“ Ich sah sie perplex an. „Bitte was??“, sagte ich empört. Sie nickte nur. „Scheiße, aber naja, bald bin ich nicht mehr da.“ Scheiße, was hatte ich da gesagt? „Wie, bald bist du nicht mehr da?“ „Hahab ich das gerade gesagt? Ich meinte bald ist SIE ja nicht mehr da, weil guck sie an, sie ist grottig wegen ihren Zensuren, die geht doch eh auf das Fachgymnasium.“, versuchte ich ihr unter die Nase zu schieben. „Achso, ja ich glaube es auch.“, grinste sie. Es sah so aus, als ob sie mir glaubte Glück gehabt, weil heute war nicht der richtige Zeitpunkt ihr zu sagen, dass ich wegziehen würde.


Kapitel 76:


*>Lea´s Sicht<*
„Müssen wir noch was an Hausaufgaben oder so machen?“, fragte ich sie dann. „Nee, also ich habe meine schon fertig, wenn du willst kannst du die ja abschreiben, aber ich glaube nicht, dass du die so unbedingt brauchst. Warst ja jetzt nicht da und so.“, sagte Laura und kramte in ihrer Tasche rum. „Ja, gib mal her. Kennst doch mein Zeugnis, nicht?! Da will ich doch lieber mal loslegen.“, sagte ich und verzog mein Gesicht.  „Okay, hier ist es auch schon.“ Sie gab mir einen Zettel, der wirklich bis in die letzte Zeile von dem Zettel voll geschrieben war. „Das soll ich alles abschreiben?“, sagte ich und sah den Zettel mit großen Augen an. „Ja.“, sagte Laura nur knapp und schmiss ihre Tasche wieder in die Ecke, was nur einen lauten rums gab, da ja die ganzen Bücher drin waren. Naja, in der Zehnten braucht man eben schon so viele Bücher. „Okay, dann fang ich mal an.“ Ich holte mir meinen Füller aus meiner Tasche und einen Zettel und fing an, dass abzuschreiben, was auf Lauras Zettel stand. Durchgelesen habe ich mir das logischerweise nicht, hauptsache ich hatte es. Deswegen verstand ich auch kein Wort von dem, was ich schrieb. Ich konnte nur nach einzelnen Begriffen nach zu Urteilen raus finden, dass es sich um Geschichte handelte. Ich hatte zwar eine drei, welche eine gute Zensur auf meinem Zeugnis war, doch hassen tat ich das Fach derbe. Die anderen unterhielten sich weiter, was mich natürlich ablenkte, weil sie mich immer wieder was zwischendurch fragten oder ich einfach meine Meinung zu irgendeiner Sinnlosen Diskussion beitragen wollte. Nach einer halben Stunde war ich dann aber auch schon fertig. Dann schmiss ich noch schnell ein paar Hefte und Bücher samt Block und die abgeschriebenen Geschichtshausaufgaben in meine Tasche, welche dann auch neben Lauras in der Ecke landete. „So, fertig, wieder ganz für euch da.“, sagte ich, stand von meinem Schreibtischstuhl, den Janna mir eben freigemacht hatte, auf und ließ mich wieder neben Bill aufs Bett fallen. „Na.“, grinste ich und gab ihm einen Kuss. „Naa.“, grinste er zurück. Wir mussten lachen. „Was sollen wir machen?“, fragte Janna dann. „Keine Ahnung, aber ich gehe pennen, ja?“, sagte Tom. „Ja, ich penne ja eh bei dir, also komme ich mit.“, stimmte Andi Toms Vorschlag zu. „Okay, dann gute Nacht ihr.“, zwinkerte ich den beiden zu. Auch die anderen wünschten den beiden eine gute Nacht und schon waren sie aus dem Zimmer, rüber in Johannes Zimmer verschwunden. „Wir gehen auch.“, sagten Georg und Gustav dann auch noch. Auch den wünschten wir eine gute Nacht und sie verließen das Zimmer, um runter ins Wohnzimmer zu gehen, wo sie die Nacht verbringen würden. „Wo penn ich heute eigentlich? Weil du und Bill, ihr wollt doch sicher alleine sein, so in der letzten Nacht, oder?“, grinste sie. „Na, ich bleibe ja noch übrig. Kommst mit ins Gästezimmer.“, zwinkerte Janna ihr zu. „Wollen wir dann auch gleich gehen?“, fügte sie noch hinzu. „Ja, okay gerne. Dann gute Nacht ihr beiden.“, grinste Laura. Sie hatte echt das gleich dreckige grinsen wie Tom drauf. „Haha, ja gute Nacht ihr beiden. Ich weck dich morgen, nä?“, sagte ich und bekam von Laura ein Küsschen auf meine Wange. „Japp, bis morgen, Nacht Bill.“ Auch Janna sagte noch eine Gute Nacht und auch waren die zwei verschwunden und somit war das Zimmer auch, bis auf Bill und mir, leer. Ich sah hin lächelnd an. Es verging eine Zeit, wo wir uns einfach nur so in die Augen guckten und eigentlich nichts sagten. Dann nahm er seine rechte Hand und nahm damit meine linke Gesichtshälfte. Er sah mich weiter an und küsste mich. „Wollen wir schlafen?“, fragte er dann. „Schließlich müssen wir morgen alle früh raus und du musst in die Schule.“ „Ja, ist glaube ich besser so. Ich gehe mich noch mal fertig machen.“, sagte ich und stand auf. „Okay, ich bin bei Andi und Tom drüben, komm dann und sag bescheid.“, zwinkerte er mir zu und ich ging runter, um mich abzuschminken, Zähne zu putzen und allem drum und dran. Als ich fertig war, ging ich hoch zu dem Zimmer von meinem Bruder. Irgendwie war es leise, aber wenn man genau hinhörte, hörte man, wie sich die drei, also Andi, Tom und Bill leise unterhielten. „Hey, Bill ich bin fertig.“, teilte ich mit. „Okay, ich komme. Gute Nacht Leute.“, sagte Bill und schlug ganz kurz mit den beiden ein. „Gute Nacht.“, sagte auch ich. „Na, bekommen wir nichts?“, fragte Tom dann erstaunt. Also ging ich hin und schlug ein, doch er zog die Hand weg. Achso, so lief das hier also. Ich musste grinsen und gab beiden ein kleines Küsschen auf die Wange und ging dann an Bill vorbei an der Tür raus, der mich nur ganz eingeschnappt ansah. „Du bekommst auch noch deine Sachen, die du willst.“, grinste ich. „Okay, ich gehe mich auch schnell fertig machen.“ Es dauerte nicht lange, da kam er aber auch schon wieder. „Na, extra beeilt, was?“, fragte ich ihn lachend. „Na, klar.“, sagte er und kam zu mir ins Bett. Er küsste mich und daraus wurde eine wilde Knutscherei. Ich genoss es. Endlich hatte ich ihn wieder für ein paar tage bei mir gehabt. Und nächstes Wochenende wieder. Da freute ich mich jetzt schon drauf. Nach einiger Zeit und vielen Küssen mehr, gingen wir dann aber echt schlafen und ehe ich anfangen konnte zu träumen, wurde ich auch schon von „Write you a Song“ von „Plain White T’s“ aus dem Schlaf gerissen. Naja, wenigstens von richtiger Musik. Aber trotzdem störte mich das nicht und ich drehte mich wieder auf die andere Seite und wollte weiter schlafen, doch davon hielt mich wer ab.

 

Kapitel 77:

*>Lea´s Sicht<*
„Morgeeeeeeeen.“, hörte ich jemanden schreien, der sich dann auch gleich auf mich schmiss. Janna. Mit einem Mal schlug ich meine Augen auf. „Jannaa, man. Spinnst du.“, schrie ich zurück und setzte mich in meinem Bett auf. Sie saß da nur und fing an zu lachen. Auch Bill, der gerade vor meinem Spiegel stand und nachschaute, ob sein T-Shirt so perfekt saß, fing an zu lachen. „Ihr seid bescheuert.“, musste ich dann auch ein wenig mitlachen. Dann stand ich aus meinem Bett auf, ging zu meinem Kleiderschrank und stoppte wieder bei dem allseits bekannten Problem: Was ziehe ich an? „Janna, herkommen.“, sagte ich und starrte in meinen Kleiderschrank. Sie stand neben mir, warf auch einen Blick rein und holte dann meine graue Röhrenjeans und einen schwarz-weiß karierten Pullover raus. „Hier.“, lächelte sie und legte es mir in meinen Schoß, den ich bei meinem Schneidersitz machte. „Danke.“, sagte ich und ging erstmal zu Bill, um ihm guten Morgen zu sagen, als das fertig war, ging ich runter und ins Badezimmer. Auf dem Weg dahin traf ich Laura. „Morgen.“, sagte ich und ging gleich weiter. Morgenmuffel, beide. Ich duschte mich und wurde erstmal so richtig wach. Dann zog ich mich an, bürstete meine Haare, glättete sie, schminkte mich und putzte mir die Zähne. Fertig. Also ging ich in die Küche, um den Tisch zu decken, wo ich auch schon Gustav begrüßen konnte. „Morgen. Wo sind die anderen denn noch?“, fragte ich ihn. „Morgen Lea. Öhm, also Georg ist seine Tasche zusammen packen, Andi und Tom oben, also die sind schon fertig, Bill und Janna auch schon fertig und oben bei dir und Laura im Gästezimmer auch schon fertig.“, erklärte er mir und als er fertig war holte er erstmal tief Luft. „Okay, ich gehe mal wieder hoch und hole meine Tasche. Bis gleich.“, sagte ich, als ich den Tisch fertig gedeckt habe. Ich stapfte die Treppe wieder hoch in mein Zimmer. „Na fertig.“, wurde ich von Janna empfangen. „Jop, brauche meine Tasche.“, sagte ich und ging gleich zu meiner Tasche, die in der Ecke lag. Dann holte ich noch ein Buch raus und schmiss es zu den anderen in die Tasche und hängte sie mir um. „Let’s go.“, grinste ich. „Okay, aber lass erst noch rüber zu den Jungs gehen. Bill ist da auch noch.“  Ich nickte zustimmend und brachte ein „Okay“ raus. So machten wir uns auf den Weg ins „Jungenzimmer“. „Morgen.“, sagten Janna und ich zu Andi und Tom, die wir noch nicht begrüßt hatten. „Morgen.“, kam es von den anderen zurück. „Kommt ihr frühstücken, bitte? Gustav wartet schon.“, fragte ich. „Ja, okay.“, sagte Tom und stand auf, nahm seine Tasche und ging zur Tür. Auch Andi tat es ihm nach und so gingen wir allesamt die Treppe runter, und ab in die Küche.  „Morgen.“, sagten alle auf einmal, als wir in die Küche kamen und die anderen sahen. Es hörte sich an wie ein Chor, worauf wir alle etwas lachen mussten. Laura und Georg kämpften gerade um das Nutella. Georg hielt es hoch. Er war zwar nicht gerade groß, aber so groß, um das Nutellaglas so hoch zu halten, dass Laura, die dann noch kleiner war, nicht ran kam. Irgendwie sah es ja schon süß aus und als Laura es nach ein paar mehr versuchen es immer noch nicht geschafft hatte, Georg das Glas wegzunehmen, setzte sie sich mit verschränkten Armen an den Küchentisch und tat, als ob sie eingeschnappt sei. Georg sah sie nur an, überlegte und gab ihr das Glas. Die wusste wohl, wie man das hinbekam. Sie fing an zu grinsen und sagte nur noch „Danke, Georg.“ Dieser streckte nur die Zunge raus und setzte sich zu uns an den Tisch. Na dann konnten wir ja anfangen zu frühstücken. Ich sah die ganze Zeit nebenher auf die Uhr. Jede einzelne Minute verging so schnell, dass mir die ganze Zeit nur halb so lang vorkam. Und von Minute zu Minute bekam ich auch immer mehr Angst und wurde immer trauriger. Trauriger, weil Bill und die ganzen anderen gleich weg sein würde, auch wenn ich sie nächstes Wochenende wieder sehen würde, es ist schrecklich. Und Angst. Ja, Angst vor den Schülern. Ihre Reaktion, wenn sie mich sehen würden. Ich wollte gar nicht mehr hin. Aber ich musste. Leider. Okay, es war nur noch ein halbes Jahr, noch nicht mal. Und Bill hat gesagt, dass ich das schaffen werde. Und das würde ich auch. Ich würde mich nicht von irgendwelchen Leuten unterkriegen lassen, geschweige denn fertig machen lassen. Und mit dieser Einstellung hatte ich vor in die Schule zu gehen. Wir aßen noch fertig und räumten den Tisch ab. „Dann mal los.“, grinste Georg, als wir alle im Van saßen und losfahren wollten. Die Taschen hatten wir hinten im Kofferraum verstaut, außer die von mir und Laura, weil das ja alles gleich an der Schule schnell gehen musste. Okay, wahrscheinlich würden sie uns eh an einer Straßenecke entfernt raus lassen, aber trotzdem.

 

Kapitel 78:

*>Lea´s Sicht<*
Wir kamen der Schule immer näher und so näher wirt ihr kamen, desto aufgeregter wurde ich. Auch Laura schien das zu bemerken. „Hey, musst nicht so aufgeregt sein.“, zwinkerte sie mir zu und streichelte mir einmal mit ihrer über meine Hand. Das sagst du so leicht.“, sagte ich und schaute aus dem Fenster. „Wir sind gleich da, könnt euch schon mal verabschieden.“, teilte Georg uns dann von vorne mit. Wir nickten nur. Ich kletterte zuerst von ganz hinten in die erste Reihe und saß auf einmal ganz vorne zwischen Gustav und Georg. „Okay, dann mal tschau Jungs.“, sagte ich und umarmte Gustav, nachdem ich Georg schnell einen Kuss auf die Wange gedrückt hatte, da er mich ja schlecht umarmen konnte, da er ja den Van fuhr. Und auf ging es wieder eine Reihe zurück zu Andi, Janna, und Tom. Ich schob meine Lippe nach vorne und sah die drei traurig an. Zuerst kam Andi dran. „Tschau du Blondes Kind.“, grinste ich und umarmte ihn. „Tschau du selber „Blondes Kind““, grinste er zurück und drückte mich einmal ganz fest. „Bye Janna’schen.“, sagte ich und drückte auch sie. „Tschüssi kleine.“, grinste sie mich an, worauf ich sie nur empört ansah, aber auch lachen musste. Dann ging es zu Tom. „So, dann mal tschau, ne?“, sagte ich und umarmte auch ihn. „Okay und lass dich nicht unterkriegen. Du schaffst das da drin, mach sie platt.“, grinste er. „Bye, kleine.“ Dann ließ er mich wieder los und Laura sagte den anderen allen noch schnell vorbei. Ich sah, wie Georg traurig guckte, worauf ich erstmal grinsen musste. „So Schatz, wir sehen uns am Freitag, oder?“, fragte ich Bill, als ich wieder neben ihm auf der Rückbank saß. Jap, ich freue mich jetzt schon.“; grinst er und küsste mich. „ich mich auch und ich liebe dich.“, flüsterte ich und gab ihm noch einen langen und zärtlichen Kuss. „Und du schaffst das. Ich liebe dich auch.“ Dann hieß es auch schon aussteigen. „Scheiße, Laura beeil dich, wir kommen zu spät. Es ist schon zehn nach Acht.“, sagte ich, als wir aus dem Van sprangen. Da unser Unterricht schon um zehn vor Acht anfing und um fünf vor halb neun wieder zu Ende war, waren wir echt relativ spät ran und so rannten wir durch die Straße und direkt auf unseren Schulhof zu. Ich wurde noch aufgeregter und als ich sah, wer dann da auf der Bank auf dem Schulhof saß, wäre ich am Liebsten wieder zurückgegangen. Jennifer. Ich seufzte.  „Schau mal da. Was macht die hier? Wir haben doch Unterricht!?“, sagte ich zu Laura und zeigte auf sie. „Ja, habe ich schon gesehen, ist aber egal, soll die hier bleiben und vergammeln. Aber jetzt komm in den Seiteneingang rein, sie hat uns noch nicht gesehen.“, sagte Laura und schon wurde ich am Jackenärmel hinter ihr her zum Seiteneingang gezogen. „Puh, hier ist keiner, komm schnell hoch in den Klassenraum.“, sagte ich und zog nun Laura hinter mir her. Wir rannten den langen verlassenen Gang entlang und zur Treppe, wo wir auch gleich auf einen unserer Lehrer trafen. Wir riefen schnell ein „Guten morgen Herr Richter.“ und schon rannten wir weiter die Treppe hoch. Als wir oben ankamen, blieben wir erstmal erschöpft stehen und atmeten einmal tief ein uns aus. „Okay, jetzt geht’s los, dir war schlecht und wir waren noch im Sani-Raum, ja?“, sprachen wir unseren plan ab. „Okay.“, nickte ich. Dann gingen wir den Gang weiter lang und zu unserem Klassenzimmer, wo wir erstmal anklopften, bevor wir die Tür aufmachten. Als wir die Tür dann aufgemacht hatten und in der klasse standen, fingen alle an leise zu tuscheln. „Entschuldigung, aber öhm... mir war schlecht und wir waren noch im Sani-Raum...“, stotterte ich vor mich hin. „Ach, hallo Lea. Du auch mal wieder hier und dann auch gleich zu spät. Setzt euch! Ihr kommt nach der Stunde mal zu mir.“, sagte Herr Schulze, unser Englischlehrer streng zu uns. Wir gingen auf unsere Plätze und holten unsere Englischsachen raus. Es verlief genau so ab, wie ich es mir vorgestellt habe. Herr Schulze nahm mich und Laura dauernd dran, ohne das wir uns meldeten, weil wir die ganze Zeit an was anderes denken mussten und unsere Mitschüler tuschelten die ganze Zeit über uns. Wenn sie es schon machten, dann sollten sie wenigstens so schlau sein und das so machen, dass wir es nicht mitbekamen. Aber man gut, dass Laura und ich gar nicht so schlecht in Englisch waren und immer auf die Fragen unseres Lehrers antworten konnten. Aber auch die Stunde ging rum und zwar ziemlich schnell, aber naja, wir haben ja auch die hälfte davon verpasst. Jetzt hieß es „Lehrergespräch“. Super, dachte ich nur und Laura und ich gingen nach vorne. „Sie wollten mit uns reden?“, fragte Laura Herrn Schulze. „Ja, denkst du eigentlich, Lea, nur weil du in der Zeitung stehst mit Tokio Hotel, dass du dann gleich mal eine hälfte deiner Schulstunde versäumen kannst? Und das gleich am Ersten Tag, was bildest du dir eigentlich ein. Ich habe euch beide doch unten rumlaufen gesehen, ihr ward sicher nicht im Sanitätsraum, verarschen kann ich mich doch selber und außerdem war es mit der Schulleitung abgemacht, dass du gestern schon kommen solltest.“, schrie er mich an. Geschockt sah ich ihn an. Er wusste doch gar nicht, was gestern los war. „Sie haben doch gar keine Blassen Schimmer, warum ich gestern nicht da war, man. Ich lag im Krankenhaus, falls es sie in irgendeiner Weise interessiert. Und ja, ich weiß, dass ich bestimmt nicht anders behandelt werde, nur weil ich mit Tokio Hotel in der Zeitung war. Ich bin nicht gekommen, weil ich verdammt noch mal schiss habe, wie ich hier wohl behandelt werde.“, schrie ich zurück.  Das ließ ich mir nicht gefallen. „Das wird noch Konsequenzen haben, für beide.“, sagte Herr Schulze noch und widmete sich wieder dem Klassenbuch.


Kapitel 79:

*>Lea´s Sicht<*
Ich sah meinen Lehrer nur böse an und schüttelte meinen Kopf. Dann ging ich zu meinem Platz, nahm mein Handy, auch wenn es eigentlich an der Schule verboten war, aus meiner Tasche und stürmte aus dem Klassenzimmer. Ich hörte nur, wie Laura zu meinem Lehrer sagte: „Haben sie eigentlich noch alle Tassen im Schrank?“, sagte und hinter mir her lief. „Hey, Lea warte doch mal.“, rief sie mir dann zu. Ich hörte nicht wirklich auf sie, sondern drängelte mich einfach durch das Gedrängel, welches auf den Fluren während der Pause herrschte. Die Schüler sahen mich alle an und ich hörte wie einige anfingen über mich zu tuscheln. Wie ich es hasste! Aber ich versuchte es zu überhören und ging auf den Schulhof. Als ich dort war, ging ich zur Raucherecke, in der Hoffnung, dass kein Schüler beziehungsweise Lehrer in der nähe war, wo ich Glück hatte und man keinen Entdecken konnte. Ich setzte mich auf die Bank die dort stand und machte mein Handy an. Da kam Laura auch schon auf mich zugelaufen. „Hey, kannst du vielleicht mal warten?“, sagte sie total außer Atem. „Zwischen den ganzen Leuten, die sich eh nur die Fresse über mich zerreißen, oder was?“, fuhr ich sie schon fast an, wofür ich mich gerade selber Schlagen konnte.  „Sorry...“, murmelte ich dann. „Nicht schlimm... aber komm, scheiß auf die da drin... Denk an das, was Bill und Tom dir gesagt haben, ja? Du schaffst das und scheiß auch auf das, was Herr Schulze gesagt hat, der hat doch keine Ahnung. Und ich werde dafür Sorgen, dass das kein Nachspiel haben wird.“, sprach sie mir Mut zu. „Hm, ja okay. Aber man scheiße. Weißt du wie scheiße man sich fühlt, wenn alle schlecht über einen denken, nur weil man mit den Jungs befreundet ist? Die kennen die doch alle gar nicht, dann sollen die sich doch auch nicht die Fresse über die zerreißen, verdammt.“, regte ich mich auf. „Ja, stimmt schon. Aber scheiß drauf. Und jetzt lass hoch gehen, wir haben noch eine Stunde Englisch bei Schulze.“, sagte Laura und stand schon wieder auf, weil schon wieder die Schulglocke ertönte. Ich seufzte. „Okay.“ Ich stand auf und als wir über den Schulhof hingen, stellte ich mein Handy noch auf Lautlos und auf Vibration und steckte es in meine Jackentasche. Oben angekommen, kamen wieder die gleichen Blicke, genau so wie auf den Gängen, aber mir gingen immer wieder Toms, Bills aber auch Lauras Wörter durch den Kopf. Als ich wieder neben Laura auf meinem Platz sah und mein Blick durch das Klassenzimmer schweifen ließ, sah ich auch schon wieder Jennifer, die mir nur einen hinterlisteigen Blick zuwarf. „Boah, guck dir die mal an.“, flüsterte ich zu Laura. „Beachte sie einfach nicht. Soll sie doch an ihrem grinsen verrecken, ey. Aber die ist es nicht wert, sich aufzuregen.“ Und bevor wir weiter darüber reden konnten, kam der Lehrer auch schon wieder und der Schultag ging weiter. Nach der Englischstunde, einer weiteren Deutsch-, Mathe- und den beiden letzten Biologiestunden endete auch schon dieser erste Schultag. Ab und zu bekam ich auf den Gängen noch irgendwelche Blicke von den Jungs aus der Oberstufe zugeworfen und auch Juri und die ganzen anderen Leute, die früher mal meine „Freunde“ waren, sah ich noch. Sie beachteten mich nicht weiter, sondern tuschelten nur und lachten. Was auch immer das zu bedeuten hatte. Naja, Jennifer stand neben ihnen, also nichts Gutes. „Kommst du mit zu mir?“, fragte ich Laura, als wir das Schulgebäude verließen und auf dem Weg zur Bushaltestelle waren, die zwei Straßen weiter entfernt lag. „Ja, klar ich schreib meiner Mutter nur schnell eine SMS. Wo sind denn deine Eltern eigentlich?“, fragte sie und kramte nebenher ihr Handy aus ihrer Tasche. „Öhm,... in Berlin. Es gibt Probleme mit dem haus.“, lächelte ich. Schon wieder log ich sie an. Naja, Notlüge, dachte ich und nahm auch mein Handy raus.  Laura nickte nur und tippte auf ihrem Handy rum. Als ich auf mein Display sah, sah ich, dass ich vor 5 Minuten eine SMS bekommen hatte.  Ich öffnete und las sie:
Hey, Lea!
Na, wie geht’s? Hoffe du hast den Schultag gut und ohne Probleme überstanden?!
Was machst du denn heute noch so?
Liebe dich, Bill.
Ich musste lächeln und schrieb auch gleich zurück.
„Hey du... Mir geht´s ganz gut und dir? Ja, also es ging eigentlich, aber trotzdem würde ich viel lieber gar nicht mehr hingehen... Aber naja, kann man nicht ändern... Ach, Laura kommt jetzt noch gleich mit zu mir, es stehen dann noch Hausaufgaben an und sonst nur gammeln und ihr? Habt ihr viele Interviews?
Liebe dich auch, Lea...
Inzwischen war Laura auch fertig mit ihrer SMS und so unterhielten wir uns noch ein Weilchen und warteten an der Bushaltestelle, wo wir dann irgendwann ankamen, auf unseren Bus. Dann, ungefähr eine Stunde später, stiegen wir aus diesem auch schon aus und gingen zu mir nach Hause. Dort schloss ich die Tür auf und wir gingen in die Küche, um zu überlegen was wir essen wollten, weil meine Eltern ja erst gegen Abend wieder kommen würden. Wir entschlossen uns für Pizza aus der Kühltruhe. Ich hasste Pizza zwar, aber egal. Mit Pilzen und Käse ging es noch. Wir schoben sie in de Ofen, setzten uns ins Wohnzimmer und schauten Fernsehen, um uns die Wartezeit zu vertreiben. Zwanzig Minuten später saßen wir immer noch dort, aber diesmal mit vollem Mund, weil die Pizza inzwischen fertig war.


Kapitel 80:
*>Lea´s Sicht<*
Eine Stunde später saßen wir auch schon wieder am Küchentisch und machten Hausaufgaben. Eigentlich laberten wir sogar dabei ununterbrochen, aber heute hing wohl jeder irgendwie seinen Gedanken nach.  „Kein bock mehr.“, stöhnte Laura. „Ich auch nicht, aber du hast doch Deutsch noch nicht, nä? Hier nimm mal und gib mir mal Mathe. Dann sind wir beide fertig.“ Wir tauschten die Hefte aus und schrieben den Text, beziehungsweise die Aufgaben, vom jeweils anderen ab. Es war beides relativ viel, aber wir schafften es doch noch. „Okay, jetzt aber. Was wollen wir noch machen?“, fragte ich dann und steckte meine Hefte, genauso wie Laura, in meine Tasche zurück. „Hm, keine Ahnung. Lass einfach nur gammeln.“ Ich stimmte ihr ein. „Meine Eltern kommen ja auch noch im Laufe des Nachmittags wieder nach Hause. Wann holt deine Mutter dich denn heute Abend ab?“ „Achso, hier ich wollte fragen, ob ich vielleicht noch eine Nacht bleiben darf, weil sie mich nicht abholen kann.“, fragte sie. „Ja, klar, kannst du gerne machen. Dann bin ich morgen wenigstens nicht so alleine im Bus.“, lächelte ich. „Na, komm lass uns hoch gehen.“ Also gingen wir mit unseren Taschen wieder nach oben in mein Zimmer, wo wir uns in mein Bett pflanzten und den Fernseher einschalteten. Viel von dem, was im Fernseher kam, bekam ich aber irgendwie nicht mit, weil ich wohl eingeschlafen sein muss. Auch Laura lag schon schlafend neben mir.
„Hey, aufstehen.“, hörte ich dann plötzlich meine Mutter neben mir. Ich schreckte hoch und sah, wie sie da stand und grinste. „Hallo.“, sagte ich dann verschlafen und stand auf, um sie zu umarmen. „Na, gut geschlafen? Guten Morgen Laura.“, begrüßte sie dann noch Laura, weil sie auch gerade wieder aufwachte. „Hallo.“, sagte auch diese. „Ja, haben wir. Wie spät ist es?“, fragte ich dann. „Gleich sieben.“, antwortete mir meine Mutter. „Wie lief Schule denn so ab?“, fragte sie dann aber auch gleich nach. „Naja, es ging. Muss gehen.“, sagte ich bedröppelt. „Wo ist Papa?“ „Der ist unten. jetzt kommt erstmal mit, was essen.“ Wir gingen mit meiner Mutter runter in die Küche, wo wir auch schon wieder von meinem Daddy begrüßt wurden. Als wir ihn auch begrüßt haben, setzten wir uns mit an den Tisch und fingen an zu essen. „Mama, Laura schläft heute noch mal hier, okay?“, fragte ich mit vollem Mund. „Klar, ist in Ordnung.“, lächelte sie uns an. „Hier, ich muss übrigens schon Ende Juni nach Magdeburg.“, sagte mein Vater dann. Mir blieb fast mein Brötchen im Hals stecken und ich verschluckte mich, worauf ich heftig anfangen musste zu husten. Laura sah mich fragend an. „Wieso nach Magdeburg?“, fragte sie dann und nun schien auch mein Vater zu checken, was hier abging. Und zwar, dass Laura noch nichts wusste. „Erklärt dir Lea später.“, zwinkerte er ihr hilflos zu. Na super, dachte ich, da darf ich das heute doch noch machen. Ich nickte und versuchte mir ein lächeln auf die Lippen zu quetschen.
Als wir fertig gegessen hatten, gingen Laura und ich wieder hoch. Ich hoffte die ganze Zeit über, dass sie nicht auf das zu sprechen kam, was mein Vater vorhin gesagt hatte, aber da viel die Frage auch schon: "Was meinte dein Vater eigentlich jetzt mit dem, dass er schon früher nach Magdeburg muss?" Ich sah sie an und wusste nicht wirklich, wie ich es ihr erklären sollte. "Öhm, naja...", fing ich an zu stottern. Sie sah mich weiter erwartend an. "Wir, wir ziehen nach Magdeburg." Nun war es raus und Laura klappte die Kinnlade runter. "Was bitte macht ihr??"  "Ja, wir ziehen nach Magdeburg.", sagte ich ganz leise, fast schon flüsternd. „Wieso... wieso das?“, fragte Laura mich geschockt. „Weil mein Vater dort Arbeit hat. Ein Restaurant. Er wird dort ein neues Restaurant eröffnen. 5 Sterne, naja, er ist wie in seinem alten hier in Hameln, Geschäftsleiter. Er wollte und konnte sich das einfach nicht entgehen lassen, aber Laura, du wirst jede Ferien und immer wenn du Zeit hast, zu mir kommen!“, sagte ich und wartete auf ihre Reaktion ab.  „Oh man ihr habt aber auch wirklich immer eine Überraschung offen, ey. Und ja, ich komme und freue mich natürlich für dich, dass du dann bei den ganzen anderen Leuten bist. Aber naja, ich werde dich schon vermissen. Aber ich hoffe das ändert nichts an unserer Freundschaft!?“  Ich lächelte erleichtert. „Quatsch! Du wirst mein kleines Laura-Schatzkind bleiben.“, grinste ich sie an und gab ihr einen kleinen Kuss auf ihre Wange. Sie grinste nur. Boah, war ich froh, dass sie so reagierte und mich nicht im Stich ließ. „Sag mal, was ist das denn eigentlich immer zwischen Georg und dir?“, grinste ich weiter. „Nichts, Freundschaft eben.“, lächelte sie leicht. „Jaja...“ Wir mussten anfangen zu lachen.  „Ist so, er ist zwar süß, aber ich kenne ihn doch gar nicht.“, zwinkerte sie mir zu. „Naja, bei Bill war es auch liebe auf den ersten Blick.“, sagte ich und tat einen auf eingebildet. Wir mussten wieder anfangen zu lachen. So ging eigentlich der ganze Abend rum. Mit lachen, scheiße labern und sogar einem Telefonat mit Anna und eins mit den Jungs. Um elf Uhr ließen wir uns dann erschöpft ins Bett fallen.
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