Er liebt mich...er liebt mich nicht...

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Kapitel 51:

*>Lea´s Sicht<*
Das mussten ja jetzt wohl die vier Jungs sein. Anna und ich sahen uns grinsend an und gingen zur Tür. Kaum war sie offen hing Bill mir auch schon am Hals. „Hey, Maus. Boah hab ich dich vermisst“, sagte er und löste sich langsam wieder aus unserer Umarmung, um mich zu küssen. „Ich dich auch, Schatz.“ Ich erwiderte den Kuss. Danach ließ Bill mich wieder los und schon kam Tom auf mich zu, um mich zu Umarmen. Anna hatte er wahrscheinlich schon begrüßt, weil die auch schon bei Bill war. „Hey, kleine. Wie geht es dir?“, fragte Tom mich und ließ mich wieder los. „Hm, geht schon, nä? Und bei dir?“  „Ja, auch.“, gab er mir als antwort und ich ging weiter zu Gustav und Georg. „Hey, Gustav.“, umarmte ich ihn und danach gleich Georg, der auch neben ihm stand. „Hey, du. Alles klar.?“; fragte er dann auch gleich. „Ja, wie man es nimmt. Und bei euch? Alle Termine gut überstanden?“, stellte ich die Gegenfrage. „Ja, passt schon.“, gab er mir als Antwort. Ich nickte nur und schon kam Anna zu den beiden gelaufen und umarmte sie auch noch kurz. Dann gingen wir zurück zu meinen Eltern, die mittlerweile schon im Wohnzimmer auf dem Sofa saßen und auf uns warteten. Die Jungs gaben ihn noch freundlich die Hand und Gustav und Georg stellten sich noch knapp mit ihrem Namen vor, auch wenn meine Eltern natürlich wussten wer die beiden waren. Es gehörte sich einfach so. Als wir uns hinsetzen wollten, fehlte uns wieder der Platz und Anna und ich mussten wieder jeweils bei unserem Freund auf den Schoß. Okay, wirklich stören tat es Anna und mich sowieso nicht und unser Gewicht war glaube ich auch aushaltbar. Trotz der sehr dünnen Figur der Twins, waren sie noch stark genug. Wir fingen uns langsam an zu Unterhalten. Wie die Fahrt war und das halt so. Ich hielt mich aber ziemlich zurück, da ich eh müde und schlapp war also lehnte ich mich mit meinem Kopf gegen Bills Schulter. „Wie seid ihr eigentlich hierher gekommen, ich meine so ohne Fahrer?“, fragte Anna dann irgendwann. Das interessierte mich aber auch mal. Plötzlich meldete sich Georg und Anna und ich sahen ihn skeptisch an. „Du?“, fragte ich dann doch entgeistert. Er fing an zu grinsen. „Ja, denkst du wir nehmen extra Saki oder so mit, nur, dass der uns irgendwie nach Freiburg fährt? Ich meine, wenn ich schon den Lappen in der Tasche habe, nutzen wir das auch aus.“ Bill, Tom und Gustav prusteten los und Georgs Miene verdunkelte sich deutlich. „Was lacht ihr jetzt so dumm?“, fragte er darauf. „Bitte, du hast deinen Führerschein im Lotto gewonnen und fährst wie eine besenkte Sau über die Autobahn. Da betet man ja immer noch, bevor man in das Auto einsteigt, wo du mitfährst.“, brachte Tom dann raus. Okay, wenn Tom das schon sagt, der ja eigentlich immer für den Spruch „Es gibt nur ein Gas, Vollgas“ ist, muss es echt schon heftig sein. „Wenigstens setz ich das Auto nicht vor einen Baum wa’ Tom?!“, konterte er wieder. Bah, konnten die nicht einmal aufhören sich zu streiten? Ich verdrehte meine Augen. Tom streckte Georg nur die Zunge raus. „Aber ich bringe Anna und  Lea schon heile in Freiburg an und setze sie auch heile hier wieder ab.“, versicherte er dann noch schnell meinen Eltern. „Das will ich mal hoffen.“, lachte meine Mutter. Auch wir anderen mussten ein wenig lachen. Danach unterhielten wir uns weiter, da wo wir aufgehört hatten. Meine Kopfschmerzen wurden aber immer noch nicht besser, sondern eher schlechter und auch das Schwindelgefühl blieb mal wieder nicht aus. Ich rieb mir schon die ganze Zeit an meinen Schläfen, aber auch das brachte, wie erwartet, nicht viel. Die Twins und auch Anna sahen mich die ganze Zeit über skeptisch an, weil sie ja eigentlich die einzigen waren, die irgendwie mehr wussten, als alle anderen hier im Raum. Sagen, taten sie jedoch nichts. Nach einer Weile hielt ich es aber langsam nicht mehr aus und flüchtete in die Küche, um mir eine Tablette einzuwerfen. „Ich komme gleich wieder.“, sagte ich noch schnell zu Bill und verschwand. Als ich dann in der Küche war, nahm ich mir schnell ein Wasserglas und eine Aspirin. Wie viel ich davon diese Woche wohl schon genommen habe?! In der Zeit, als sich die Tablette in dem Wasserglas auflöste, setzte ich mich  an den Küchentisch und stützte meinen Kopf in meine Hände. Es vergingen wohl so circa fünf Minuten und so bekam ich anscheinend auch nicht mit, dass Tom in die Küche gekommen ist und sich neben mich auf einen freien Stuhl mit an den Tisch gesetzt hatte. „Hey. Alles klar?“, fragte er mich etwas leiser. Ich hob meinen Kopf, sodass ich ihn ansehen konnte. „Hm, ja passt schon.“  Ich versuchte ein lächeln auf meine Lippen zu quetschen. „Das ist dir aber nicht gelungen.“, sagte Tom dann auch schon und schaute mich leicht durchdringlich an. „Hm.“, brachte ich nur raus und zuckte mit meinen Schultern. Dann saßen wir noch eine Weile einfach nur so schweigend da und ich merkte wie Tom mich die ganze Zeit von der Seite beobachtete. Konnte denn jetzt nicht irgendwer zufällig in die Küche kommen und das Schweigen brechen? Gott sei Dank tat Tom es nach weiteren zwei Minuten selber. „Lea? Ich will jetzt nicht in irgendeiner Art und Weise auf dich einreden, aber bitte, bitte tu’ uns allen den gefallen...“ Ich wusste was jetzt kam und es nervte mich jetzt schon wieder dieser flehende Ton und dieser Satz, diese Aufforderung. „...und am meisten natürlich dir selber, und geh zu einem Arzt.“ Er sagte das alles schon in einem flehenden Ton. Ich seufzte einmal tief, verdrehte die Augen und drehte mich ruckartig zu Tom. „Tom, du redest aber auf irgendeine Art und Weise auf mich ein. Und du weißt genau, dass es meine Entscheidung ist und ich habe keine Lust mehr drüber zu reden, wir hatten das alles schon, ja?“ Ich trank schnell mein Glas Wasser mit der Tablette aus, stellte es in die Spüle und ging, so gut es ging, zurück ins Wohnzimmer. Tom ließ ich einfach in der Küche sitzen. Es nervte so, wenn alle auf einen einreden.


Kapitel 52:


*>Lea´s Sicht<*
Als ich wieder im Wohnzimmer war, setzte ich mich zurück zu Bill auf seinen Schoß. „Na, alles klar?“, flüsterte er mir dann auch gleich in mein Ohr. Ich nickte aber nur und versuchte mich wieder an dem Gespräch von den anderen zu beteiligen. Klappen tat es aber nicht, weil ich immer diesen Blick von Bill in meinem Nacken spürte. Darum versuchte ich das Gespräch zu unterbrechen. „Wann wollen wir eigentlich los? Ich meine es ist schon spät.“, fragte ich und die anderen unterbrachen echt ihre Unterhaltung und sahen zu mir. „Hm, sie hat Recht. Wir sollten echt mal aufbrechen.“, stimmte Georg mir zu und sah nebenbei auf seine Handyuhr. „Okay, ich bekomme langsam echt Angst, mit dir mit zu fahren.“, lachte Anna dann. „Ja, ich würde noch schnell dein Testament schreiben.“, stimmte Bill mit ein. „Naja, so viel gibt es da bei mir noch nicht zu vererben.“  „Könnt ihr jetzt mal eure Klappe halten, man. Fahrt doch selber.“, mischte Georg sich dann ein. Verstand der heute denn gar keinen Spaß? „Ruhig Blut, alles wird gut.“, gab Bill dann wieder eines von seinen „tollen“ Kommentaren ab. „Eh Schluss, lasst uns losfahren. Aber halt wo ist denn eigentlich Tom?“, meldete sich Gustav zu Wort. „Der wollte doch nur kurz auf Toilette.“, sagte Anna und schon kam noch ein „Ja, und jetzt bin ich fertig und aufbruchbereit.“, aus der nähe von der Tür, in der Tom nun auch stand. Als er wieder Richtung Anna ging, warf er mir noch einen seltsamen Blick zu. Ich konnte ihn selber nicht wirklich einordnen, ob er jetzt was Schlechtes oder was Gutes zu sagen hatte, was Sorgloses oder was auch immer. Zum Glück bekamen die anderen es nicht mit, weil die schon dabei waren, in den Flur zu gehen und sich Annas und meinen Koffer ansahen. „Wie brauch man nur so viel, für ein Wochenende.“, staunte Georg, als er meinen Koffer sah. „Tja, lieber zu viel als zu wenig.“, grinste ich daraufhin nur. Das erste Mal an diesem Tag. Anna verabschiedete sich schon in der zwischen Zeit von meinen Eltern. Auch die beiden Twins machten es ihr nach, gefolgt von Gustav und Georg. „Okay, Mum bis Sonntag, nä?!“, sagte ich und drückte sie noch einmal. „Ja, mach’s gut Schatz und pass auf dich auf.“  „Ja, Mama, mach ich.“, sagte ich noch und zwinkerte ihr zu. Danach ging ich zu meinem Dad. „Tschau, tschau.“, grinste ich. „Tschüss mein Engel und viel Spaß.“, sagte er. Er nannte mich immer Engel. Schon von klein auf, war ich sein kleiner Engel. Aber trotzdem grinste er bei diesem „und viel Spaß“ so komisch. Ich schlug ihm dafür leicht mit meiner Faust gegen seine Schulter. Er lachte nur, sagte ein „Aua“ und ich streckte ihm nur die Zunge raus. Dann drehte ich mich um zu den Anderen. „So, wir können.“, sagte ich dann und nahm meinen Koffer. „Den nehme ich.“, und schon wurde er mir wieder von Bill entwendet. Ich sah ihn daraufhin nur Kopfschüttelnd an. Wir gingen raus und Anna und Bill verstauten den Koffer, den sie in der Hand hatten im Kofferraum von dem Großen Van. Mal gut, dass da so viel Platz war. Schon allein die Sachen von den Jungs hätten den Kofferraum von einem normalen Auto schon gefüllt. Dann stiegen wir alle nacheinander ein. Zuerst Bill und ich, da wir nach ganz hinten wollten, was wir nach einer langen Diskussion auch geschafft hatten. Danach Anna und Tom, die in der Mitte saßen und davor, ganz vorne halt, Gustav und Georg, der ja eh fahren musste und woanders dann ja logischerweise nicht sitzen konnte. Als wir alle saßen, startete Georg endlich den Motor und wir machten uns auf den Weg nach Magdeburg, um Andi und Janna abzuholen. Nach Loitsche wollten wir am Sonntag fahren, dann lernten Anna und ich auch den anderen Teil der Familie kennen, nämlich Siemone und Gordon. Die Fahrt wurde schon nach einer viertel Stunde langweilig und wir mussten schon nach Magdeburg allein zwei Stunden fahren und dann noch mal drei nach Freiburg. Wie ich Autofahren hasste und dann auch noch auf der Autobahn. Naja, konnte man nichts machen. Ich hatte meinen Kopf auf Bills Beine gelegt, meine angewinkelt und hörte Musik. Es lief gerade „Some say“ von Sum 41. Ich sang leise mit...
“Think before you make up your mind
  You don’t seem to realise
  I can do this on my own
  And if i fall i’ll take it all
  It’s so easy after all... “
Nach der Strophe sah ich hoch und bemerkte erstmal, dass Bill mir die ganze Zeit zugehört und mich beobachtet hatte. Er lächelte, worauf hin ich nur verlegen zurück lächelte. Danach trat erstmal wieder Stille ein und Bill und ich warfen uns immer wieder Blicke zu. „Na, kannst du nicht einschlafen?“, fragte er dann auf einmal. Ich schüttelte mit dem Kopf. „Nein, so wie der fährt.“ Bill lachte, aber Georg fuhr echt furchtbar. „Okay, das stimmt, da kann man echt nicht einschlafen.“  „Sag mal Bill hast du vielleicht was zu trinken mit?“, fragte ich ihn dann, als er aufgehört hat zu lachen. „Nee warum?“  „Ach für ´ne Tablette. Können wir dann mal an der nächsten Tanke oder Raststätte halten?“, fragte ich dann noch, weil meine Kopfschmerzen echt noch schlechter geworden sind. „So schlimm?“, fragte Bill besorgt und streichelte mir mit seinem Handrücken leicht über meine Wange. Ich nickte nur. „Okay,... öhm Georg? Halt mal an der nächsten Tanke, oder Raststätte mal an, bitte!“, rief er auch gleich nach vorne. Dann kam noch ein „Okay, wird gemacht.“ und fünf Minuten später standen wir schon auf einem Rastplatz. Gott sei dank war hier nicht so viel los, das kam uns natürlich auch sehr gelegen. „Ich gehe mir mal was zu trinken kaufen, kommt wer mit von euch?“, fragte ich, als wir alle ausgestiegen waren und in einem Kreis standen. Da sich keiner meldete, ging ich alleine los. Bill küsste ich nicht und Händchen halten taten wir auch nicht, falls uns doch wer sah. Auch wenn die Jungs alle eine Mütze und darüber noch einen Kapuzenpullover plus Jacke anhatten. Für Anna sollte ich auch noch eine Flasche Wasser mitbringen, aber als ich drinnen war, beschloss ich erstmal aufs Klo zu gehen. Ich merkte schon wieder, wie mir immer schlechter wurde und das Gefühl bekam, mich übergeben zu müssen. Als ich dann auf der Toilette ankam, bestätigte sich dann auch noch mein Gefühl und ich musste mich übergeben. Wie ich es hasste. Besser ging es mir danach aber trotzdem nicht, ganz im Gegenteil. Schwindelig wurde mir nun auch schon. Ich beschloss mir erstmal kaltes Wasser ins Gesicht zu spritzen, vielleicht wurde es ja irgendwie besser, wahrscheinlich vergebens. Also lehnte ich mich über das Waschbecken und spritzte mir kaltes Wasser ins Gesicht. Als ich fertig war und meine Augen wieder öffnete, sah ich alles nur noch verschwommen. Ich musste mich am Waschbecken festhalten, um nicht das Gleichgewicht  zu verlieren. Ich versuchte mich langsam zur Tür zu tasten, um an die frische Luft zu kommen, doch zu spät. Mir wurde immer wärmer und schlechter. Wenn ich irgendwelche Geräusche hörte, nahm ich sie nur noch von weit entfernt wahr. Wie ein Echo hörte es sich an. Doch dann konnte ich mich nicht halten und viel nach hinten. Ich merkte nur noch, wie mein Kopf auf den Boden aufprallte und schon wurde mir schwarz vor Augen.




Kapitel 53:



*>Bill´s Sicht<*
Es waren nun schon Zwanzig Minuten vergangen, als Lea rein gegangen ist und sich was zu trinken kaufen wollte. Langsam fing ich an, mir Sorgen zu machen und auch Anna sah so aus, denn sie guckte auch schon die ganze Zeit nervös zur Tür der Raststätte, wo Lea rein gegangen ist. Kurz darauf kam sie auch zu mir rüber. „Sag mal, weißt du, was Lea so lange machen wollte?“, fragte sie mich dann auch schon etwas besorgt. Ich schüttelte den Kopf. „Nein, aber langsam mache ich mir nun echt auch etwas Sorgen.“ Ich sah über Annas Schulter hinweg zu der Raststätte, die hinter ihr lag. „Ja, ich mir ja auch und ich glaube Tom auch.“ Anna stoppte und wir sahen beide gleichzeitig zu Tom rüber. Sie hatte Recht, er sah echt so aus, als ob er sich Sorgen machte. „Ich gehe mal nach ihr gucken, ja?“, fuhr sie dann fort. „Ja, okay, beeil dich.“, nickte ich und schon lief Anna los, Richtung Raststätte. ‚Hoffentlich ist ihr nichts passiert.’, war noch mein Gedanke. Aber da irrte ich mich ja... .

*>Anna´s Sicht<*
Nachdem Bill mir noch zugestimmt und zugenickt hatte, lief ich los Richtung Raststätte, um nach Lea zu gucken. Als ich die Tür öffnete, stand ich in dem großen Raum, wo das Buffet stand, der kleine Kiosk war, wo man sich Süßigkeiten und andere Sachen kaufen konnte, und ein paar Tische rum standen, wo vereinzelt ein wenig Leute saßen und aßen. Allerdings war hier Weit und Breit keine Spur von Lea. In mir machte sich ein ungutes Gefühl breit. Ob da was passiert ist? Ich meine, heute ging es ihr irgendwie noch schlechter. Gesagt hatte sie zwar nichts, aber man merkte es als Freundin einfach. Wo konnte sie denn jetzt noch sein? Hier gab es doch nichts mehr... obwohl, halt, die Toiletten. Die letzte Hoffnung. Ohne zu zögern, ging ich schnurstracks Richtung Damentoiletten. Als ich vor der Tür stand, öffnete ich die Tür und schreckte zurück. ‚Oh mein Gott’, dachte ich nur, als ich Lea da auf dem Boden lagen sah. Erschrocken und geschockt kniete ich mich dann sofort runter zu ihr auf den Boden. „Hey! Lea? Hörst du mich?“ Ich tätschelte die ganze Zeit über die Wange und versuchte auf sie einzureden, in der Hoffnung, dass sie aufwachte, doch vergeblich. Ich wusste nicht, was ich machen sollte. Ich konnte sie doch hier nicht einfach liegen lassen, wenn ich zu den anderen raus ging, sie könnte ja aufwachen. Aber alleine bekam ich sie nicht wach. Also musste ich sie hier wohl oder übel kurz alleine lassen und den anderen bescheid sagen und sie hohlen. Ich strich ihr noch einmal über die Stirn. Ich hatte solche Angst um sie. Schließlich war sie meine beste Freundin und wenn jetzt irgendetwas mit ihr ist, würde ich mir das nie verzeihen können. Ich war die, die von Anfang an bescheid wusste. Schnell machte ich mich auf den Weg nach draußen. Als ich aus der Raststätte gerannt kam, sahen mich alle mit geschockten und fragenden Gesichtern an. Bill kam gleich zu mir gelaufen. „Anna, was ist los? Wo ist Lea?“, sprudelte es auch schon aus ihm raus. Er nahm seine Hände und packte an meine Schultern und hielt sie fest. Die ganze Zeit sah er mich fragend und durchdringlich an. Man sah, wie er sich Sorgen um Lea machte. Langsam fingen an, mir die Tränen die Wangen hinunter zu laufen. Zwar leise, aber sie waren da, was ich aber nicht wollte. Ich wollte stark sein. Nachher sprudelte noch alles aus mir raus, dass was wirklich passiert ist. „Anna, sag mir sofort was los ist.“, holte Bill mich aus meinen Gedanken zurück. „Auf dem Damenklo, sie ist Bewusstlos.“, sagte ich und schon nahm Bill seine Hände von meinen Schultern und lief los in die Raststätte. Auch die anderen kamen angelaufen, um zu hören, was los ist. Tom nahm mich gleich in den Arm und ich fing an, ihm und den anderen zu erklären, was passiert ist. Als ich fertig war mit erzählen, was sehr knapp ausfiel, gingen Georg und Gustav in die Raststätte und auch Tom zog mich hinterher. Als wir dann bei dem Damenklo ankamen, sahen wir schon, wie Bill neben Lea auf dem Boden hockte und, genauso wie ich vorhin, ihr Gesicht betätschelte. „Oh Gott.“, kam es nur aus Toms Mund und ich hockte mich auch wieder auf den Boden zu Lea. Ich ging zu ihren Füßen und hielt sie etwas hoch, damit ihr Kreislauf wieder etwas in Gang kam und sie endlich wieder aufwachen konnte. Wer weiß nur, wie lange das noch dauerte. Gustav und Georg, standen nur geschockt daneben und beobachteten die ganze Situation hilflos, weil sie nicht wussten, was sie machen sollten. Tom hatte sich auch noch neben Lea auf den Boden gekniet und redete auf sie ein, vielleicht hörte sie ihn ja... .

*>Lea´s Sicht<*
Langsam nahm ich wieder etwas wahr. Behielt meine Augen aber geschlossen, da ich noch zu benommen war. Mein Kopf tat weh. Und ich hörte jemanden „Oh Gott“ sagen. Es hörte sich nach Tom an. Aber was war nur passiert?! „Hey, Lea?“, hörte ich dann auch noch Bill sagen, was schon wieder etwas deutlicher klang. Er tätschelte die ganze Zeit in meinem Gesicht rum. Langsam versuchte ich meine Augen zu öffnen und schaffte es auch. Ich blinzelte ein paar Mal und sah Bills Gesicht über meinem. „Hey Schatz.“, sagte er ganz leise, aber laut genug, damit ich es höre konnte. Ich gab ein brummeln von mir, als Zeichen, dass ich ihn verstand. Ich öffnete ganz meine Augen. Ich blickte in die Runde. Alle standen um mich rum. Rechts saß Bill und hielt meine Hand, Anna saß hinten bei meinen Füßen und hielt sie hoch, wegen meinem Kreislauf. Tom saß rechts neben mir und lächelte mich an und Gustav und Georg standen neben ihm. Auch sie lächelten leicht. Anscheinend waren alle froh darüber, dass ich wieder wach war.




Kapitel 54:


*>Lea´s Sicht<*
Wieder sah ich zu Bill, der mir darauf hin auch gleich einen sanften Kuss auf meine Stirn gab. „Bin ich froh, dass du wieder wach bist.“, sagte er dann noch leise. Er flüsterte fast.  „Was ist eigentlich passiert?“, fragte ich die anderen und hielt mir meinen Kopf. „Du bist zusammen gebrochen. Also du warst ganz schön lange weg, weil du dir ja eigentlich nur was zu trinken hohlen wolltest und Ja es waren Zwanzig Minuten oder so. Naja, ich habe mir halt Sorgen gemacht und bin dich suchen gegangen. Hab dich dann auch halt hier gefunden, auf dem Boden und Bewusstlos.“, erklärte Anna mir. „Oh man und mein Kopf tut mega weh, ich glaube ich bin voll drauf geknallt.“, sagte ich, hielt ihn mir und wollte aufstehen, doch Bill stoppte mich. Ich verdrehte die Augen. „Ich kann schon aufstehen, Bill. Mir geht es, außer das mein Kopf weh tut, schon wieder besser.“ Er sah mich skeptisch an. „Echt!“, fügte ich noch hinzu. „Trotzdem helfe ich dir.“, sagte er stur und half mir auch schon hoch. „Danke.“, sagte ich dann nur kurz und knapp. Ich sah kurz zu den anderen. Mein Blick stoppte bei Tom, der mir einen skeptischen Blick zuwarf. Ich ging nicht weiter drauf ein, sondern ging wieder Richtung Waschbecken und spritzte mir erneut ein wenig Wasser in mein immer noch blasses Gesicht.
Gut, dass ich mich heute Morgen nicht zu dolle geschminkt hatte, so konnte nämlich nicht all zu viel verwischen. „Willst du noch was trinken?“, fragte Georg mich dann, als ich mich in dem großen Spiegel über dem Waschbecken anguckte. Ich nickte und sah durch den Spiegel hinter mich, zu ihm. „Ja, gerne.“, gab ich ihm dann als Antwort und lächelte leicht.  „Okay, kommst du mit Gustav, was kaufen?“, fragte er dann und sah zu Gustav. „Japp, komm.“  Und schon gingen die beiden aus der Damentoilette. Waren wohl auch froh drüber, endlich draußen zu sein. „Okay, dann gehen wir auch schon mal vor.“, sagte Tom und ich sah wieder nur noch durch den Spiegel, wie er Bill zunickte und nun auch mit Anna das Klo verließ. Allerdings nicht Hand in Hand. Wir hatten abgemacht, es zu verdrängen (*g*).  Als die beiden die Tür hinter sich geschlossen hatten, kam Bill von hinten auf mich zu, da ich immer noch am Waschenbecken stand und auch keine Anstalten machte, mich irgendwie umzudrehen. ‚Was kommt jetzt?’, dachte ich nur und ehe ich mich versah, legte Bill schon eine Hand auf meine Schulter. Sie waren so dünn, so knöchrig. „Lea?“, fragte er dann  und ich drehte meinen Kopf so, dass ich Bills Hand sehen konnte. „Ja?“, fragte ich leise und sah gebannt auf seine Hand. So als ob ich beobachten wollte, was sie tat. Dann drehte er mich leicht mit ihr rum, dass ich ihn angucken konnte. Erst sah er mich nur an, doch dann umarmte er mich auf einmal. „Ich hatte solche Angst um dich. Auch Tom, dass habe ich ihm angesehen und die anderen auch.“ Er drückte mich noch fester an sich. Ich erwiderte seine Umarmung und legte meine Arme um ihn. Mir wurde gerade so einiges klar, als Bill hier so in meinen Armen lag. Das die Sache, die Bill gleich sagen würde, vielleicht doch besser für mich wäre. Sie hatten alle Recht, nur ich hatte Angst. Angst vor dem, was rauskommen würde. „Lea, bitte.“, sagte Bill dann. Es hörte sich, genau wie bei Tom, schon nach einem flehen an. Ich wusste, was er meinte, was er wollte. „Bitte, tu es für mich, für Tom, für Anna, für die beiden anderen Jungs und für keine Ahnung, einfach für alle und in erster Linie für dich.“ Er seufzte einmal tief, löste sich aus der Umarmung und sah mich an. „Tom hat mir erzählt, was eben in der Küche los war, bei dir zu Hause. Und er macht sich auch Sorgen Lea. Ja, sogar Tom. Hey, du bist für ihn wie eine kleine Schwester geworden und das in der kurzen Zeit, in der wir uns kennen, Lea.“ Ich richtete meinen Blick gen Boden. Ja, sogar Tom. Das wusste ich aber und ich wusste auch, dass Bill sich Sorgen macht und was er sich immer für Sorgen gemacht hat, in der letzten Woche, als er nicht bei mir war. Wenn er schon nicht erfahren durfte, was wirklich geschehen ist, dann musste ich ihm wenigstens den Gefallen tun, und zu einem Arzt gehen. Plötzlich spürte ich Bills knöchrige, aber trotzdem weiche und warme Hände, an meinem Kinn, welche meinen Kopf wieder so richteten, dass ich ihn wieder ansah. Er sah mir tief in die Augen, die so viel wärme ausstrahlten, und wartete auf eine Antwort. Okay, die Antwort stand nun endgültig fest. Ich tat es für ihn, für die anderen. Trotzdem hatte ich ganz tief in meinem Inneren immer noch diese Angst, die Ungewissheit, was ich hatte  und was mit mir los war. Ich wollte sie nicht mehr, die Ungewissheit. Die anderen auch nicht. Ich nickte zaghaft und schon fiel Bill mir ein zweites Mal um den Hals. „Danke.“, flüsterte er leise durch meine Haare, die vor meinem Ohr lagen. Wieder drückte er mich ganz fest an sich. Es tat gut, dass er da war. Gerade jetzt. Ich hatte ihn so sehr vermisst. Die Woche, die paar Tage. Wir standen eine Weile einfach nur so da. Das kein anderer Kunde von der Raststätte auf das Klo musste, war Glück. Nach der kurzen Zeit, löste Bill sich wieder aus unserer Umarmung, die so gut tat und gab mir einen saften Kuss auf meine Stirn. „Komm, wir gehen raus, ja?“ „Ja, okay Ich muss mich da glaube ich eh noch bei jemandem Entschuldigen.“, sagte ich und wir beide machten uns langsam auf den Weg nach draußen. Ich hatte Bill damit glücklich gemacht. Man sah es ihm irgendwie an, aber jetzt musste ich noch zu Tom. Ich hoffte, dass er nicht all zu sauer war, wegen vorhin und ich alles wieder einrenken konnte. Schließlich war er wie ein großer Bruder für mich.



Kapitel 55:


*>Lea´s Sicht<*
„Und geht’s?“, fragte Bill mich, als wir wieder auf dem Weg zum Van waren. „Ja.“, antwortete ich ihm darauf nur knapp.  Nach kurzem gehen, waren wir auch schon am Van angekommen, der in der hintersten Ecke des Parkplatzes stand. Gustav, Georg, Tom und Anna standen dahinter, so, dass man sie nicht erkennen konnte. Klappen tat dies ja eigentlich relativ gut, denn bist jetzt stand noch kein Fan da und wollte ein Autogramm von den Jungs. Okay, es waren auch eigentlich nur ältere Leute auf der Autobahn unterwegs. Ein Vorteil. Als die anderen vier uns dann entdeckt hatten, kam Anna auch gleich zu mir gelaufen und umarmte mich noch einmal. „Geht’s dir wieder gut, Schatz?“, fragte sie auch gleich. Ich nickte nur und sie hielt mir die Wasserflasche entgegen. „Danke.“, sagte ich, nahm sie und trank einen Schluck davon. Als die Flasche wieder zugedreht war und Anna sie wieder in der Hand hatte, sagte ich kurz ein „Entschuldigt bitte.“, und ging Richtung Tom. Er stand die ganze Zeit im Hintergrund, gelehnt an den Van, und beobachtete mich. Als er dann bemerkte, dass ich zu ihm kam, senkte er seinen Blick gen Boden und schoss einen Stein, der vor ihm lag, weg. „Tom?“, fragte ich etwas zögernd und schon sah Tom hoch in mein Gesicht. „Was?“ Seine Stimme klang komisch, ich konnte sie nicht zuordnen. Genauso wie ich seine Blicke immer nicht zuordnen konnte, die er mir immer wieder zuwarf. „Ich, öhm... wollte mich entschuldigen und ja, es tut mir leid, dass ich dich in letzter Zeit immer öfter angemacht habe und...“, er stoppte mich. „Lea? Es ist okay. Auch wenn ich mir Sorgen mache und Angst um dich habe, kann ich dich nicht zwingen.“ Mir kullerte eine Träne die Wange hinunter. „Hey, nicht weinen.“, sagte Tom und wischte mir, wenn auch zögerlich, die Träne mit seinem Daumen weg und nahm mich in den Arm. Er war echt wie ein großer Bruder für mich. Den ich mein ganzes Leben lang schon gebraucht habe und jetzt ist er da.  „Tom, ich mache es.“, sagte ich dann, als wir uns in den Armen lagen. „Was machst du?“ Er löste sich aus unserer Umarmung und sah mich fragend an. „Naja, ich gehe zum Arzt.“ Ein breites lächeln machte sich auf seinem Gesicht breit. „Endlich, das freut mich.“, sagte er und umarmte mich noch einmal ganz kurz. Ich lächelte ihn an und sagte noch ein leises „Danke, für alles.“ Tom winkte aber nur ab. „Hey, schon okay, ja?!“ Dann nahm er, rein Freundschaftlich, meine Hand und zog mich leicht in die Richtung, wo die anderen standen. Sie lächelten mich alle an, wahrscheinlich hatte Bill es ihnen schon gesagt, dass ich nun endlich zum Arzt gehe. „Geht´s dir noch gut soweit?“, fragte Georg mich auch gleich, als Tom und ich neben Bill beziehungsweise Anna standen. Ich nickte. „Ja, mir geht´s wieder besser.“ Ich sah zu Bill, der neben mir stand, und sah, dass er ein leichtes lächeln auf den Lippen hatte. Er zwinkerte mir zu. „Also, können wir schnell in Magdeburg dann die beiden anderen Herrschaften holen und dann gleich weiter nach Freiburg, nä? Weil zu euren wolltet ihr ja auch nicht, oder?“, fragte Georg dann gleich weiter. Wieder nickte ich nur und Bill und Tom und Gustav stimmten mit einem knappen „Ja.“, zu. „Okay, ich nämlich auch nicht. Machen wir alles auf´m Rückweg, sonst wird die Zeit wieder zu knapp und außerdem haben wir sie ja eh erst alle gesehen, also alle einsteigen bitte.“, grinste Georg breit und freute sich, im Gegensatz zu uns anderen, wahrscheinlich schon mega auf die Fahrt. Ab Magdeburg würde dann ja eh Andi, fahren, so hatten sie es ausgemacht. Er hatte ja nun auch schon seinen Führerschein. ‚Hoffentlich konnte der besser fahren als Georg.’, dachte ich nur, wurde aber schon wieder von Bill, der an meinem Jackenärmel zog, aus meinen Gedanken gerissen. „Kommst du?“, fragte er. „Ja, klar.“ Nun stiegen wir wieder alle so ein, wie vorhin. Bill und ich ganz hinten, davor Anna und Tom und vorne halt Georg und Gustav. Alle waren eigentlich damit zufrieden, außer Tom, der mal wieder ganz hinten sitzen wollte. „Ach Tom sei leise. Wenn wir zu Terminen fahren, sitzt du immer hinten mit Bill, also Ruhe.“, meckerte Gustav vorn vorne. „Genau.“, gab Bill dann noch ab. Tom setzte sich dann Widerwillig in die Mitte und schmollte erstmal eine Runde. Ich sah Bill nur an, der mit den Augen rollte, worauf ich nur etwas schmunzeln musste. Dann legte ich mich wieder mit meinem Kopf auf Bills Beine und winkelte meine an, sodass ich ganz auf die Rückbank passte. Ich nahm mir meinen I-Pod aus der Tasche und fing an, Musik zu hören. Es lief gerade Avril Lavigne. „Don’t Tell me“....
 “You held my hand and walked me home I know   
   While you gave me that kiss it was something like this it made me go ooh ohh
   You wiped my tears, got rid of all my fears, why did you have to go?
   Guess it wasn’t enough to take up some of my love
   Guys are so hard to trust
   Did I not tell you that I’m not like that girl?
   The one who gives it all away…
Ich lauschte dem Lied und Bill fing an meinen Kopf zu streicheln. Ich schloss meine Augen und genoss es einfach nur noch. „Wie lange noch?“, hörte ich Tom dann fragen. „halbe Stunde.“, kam es dann von vorne und das war auch das letzte was ich hörte, bevor ich einschlief.



Kapitel 56:

*Lea´s Sicht<*
“Hey Leute.“, hörte ich auf einmal eine Stimme, die sich verdächtig nach Andi anhörte. Das hieß wir waren schon in Magdeburg angekommen. Kurz darauf merkte ich, wie er mit Bill einschlug, Janna ihn umarmte und ein leises „Hi du.“  sagte. Ich ließ meine Augen die ganze Zeit geschlossen. Ich war einfach zu faul und zu müde, um sie aufzumachen, so sehr ich mich auch freute, die beiden, wieder  zu sehen. Andi und Janna begrüßten noch die anderen und stiegen auch ein. Einer anscheinend noch nach ganz vorne, weil dort drei Sitze waren und einer zu Tom und Anna. Sie fingen alle wieder an durcheinander zu quatschen, aber leise. Alle eigentlich außer Bill. Er saß ganz ruhig bei mir hinten. Er hatte eine Hand von mir in seiner und streichelte mit seinem Daumen sanft meine Handoberfläche. Schon schlief ich wieder ein.
„Hey, Schatz. Aufstehen.“, wurde ich leise von Bills Stimme geweckt. Langsam öffnete ich meine Augen und sah in Bills Lächelndes Gesicht. „Wo sind die anderen?“, fragte ich ihn, als ich mich aufgesetzt hatte und bemerkte, dass gar keiner mehr, außer wir, im Van waren. „Die sind schon drin, haben die Sachen schon rein gebracht. Und wie geht es dir? Ausgeschlafen?“  „Achso. Öhm, ja schon besser. Nur Kopfschmerzen halt noch ein bisschen, aber ich hoffe, dass wird sich heute noch alles aufklären.“, gab ich ihm als Antwort und Bill küsste mich einmal kurz, aber trotzdem sanft. „Wollen wir?“, fragte Bill nun. Ich nickte und stand auf, um aus dem Van zu gehen. Als ich dann draußen war, streckte ich mich erstmal. So bequem es auch auf der Rückbank und auf Bills Beinen war, Rückenschmerzen hatte ich trotzdem. „Na, komm.“, sagte Bill, der von hinten kam, einen Arm um meinen Rücken legte und wir so Richtung Tür gingen. Sie war nur angelehnt und als wir vor standen, wollte ich sie gerade ganz aufmachen, da wurde sie wie von Geisterhand geöffnet und mir eine grinsende Janna um den Hals fiel. „Heeey“, sagte sie und nun musste auch ich grinsen. „Hey, alles klar?“, fragte ich sie. Sie nickte. „Aber sag mal, was machst du eigentlich für Sachen, mh? Du konntest doch sonst immer so gut skaten?!“, fragte sie mich gleich darauf total besorgt. ‚Hm, skaten, wenn ihr wüsstet.’, dachte ich nur. „Hallo?“, holte Janna mich aus meinen Gedanke. Ich war in letzter Zeit so oft in Gedanken, aber auch nur bei der einen Sache. „Öhm, ja ich weiß auch nicht. Eigentlich müsste Skateboard fahren verboten werden.“, antworte ich und versuchte es ein wenig ins lächerliche zu ziehen. „Trotzdem, gehst du denn heute zum Arzt?“ „Ja, mache ich. Aber sag mal, was ist eigentlich mit dir und Andi?“ Ich sah sie gespannt und durchdringlich an, weil sie erst nichts sagte.  „hm, joar, also wir gehen normal miteinander um. So wie ich mit deinem Herrn Gemahlen. Aber sonst mehr ist nicht, leider.“ Sie sagte das „leider“ nur noch ganz leise, aber so, dass ich es noch hören konnte und Bill wahrscheinlich auch, denn er streichelte ihr einmal kurz über ihren Arm. „Ach komm, das wird wieder, glaub mir. Und außerdem, wenn ihr schon normal miteinander umgeht, dann bessert sich das doch schon und es fehlt nur noch ein kleiner Schritt, der auch bald passieren wird.“, zwinkerte ich ihr zu. „Hm. vielleicht.“, sagte sie noch und schon stand Andi auch schon hinter ihr. „Hey kleine.“, sagte er, umarmte mich und ging wieder zu Janna, die mir Gegenüber stand. „Na, großer.“, grinste ich. „Geht´s besser?“ Immer wieder die gleiche Frage. „ja, geht besser.“, zwinkerte ich ihm zu. „Du gehst aber trotzdem zum Arzt.“, mischte Bill sich wieder ein. Ich verdrehte die Augen. „Ja, ich rede dann mit Anna´s Mum, aber lass bitte erstmal rein gehen. Es ist Arschkalt und naja uns muss hier ja nicht jeder sehen, oder?“ Alle stimmte mit einem nicken zu und so gingen wir in das Wohnzimmer im Hause der Marschall‚s, wo auch die anderen saßen und sich fleißig unterhielten. Bill und ich gingen erstmal, noch in die Küche, wo Anna uns den Weg hin beschrieben hatte, und begrüßten Anna´s Eltern. Danach setzten wir uns zu den anderen ins Zu den anderen und unterhielte uns weiter. Beziehungsweise taten die anderen das, denn Anna hatte was anderes mit mir vor. „Lea, kommst du mal mit?“, fragte Anna mich in einem Flüsterton, um die anderen nicht bei ihren Diskussionen zu stören. „Jap.“, sagte ich nur, gab Bill einen kurzen Kuss auf die Wange und ging hinter Anna her. Sie führte mich wieder in die Küche, wo auch ihre Mutter saß und Zeitung las. Wir setzten uns dazu. „Mama, Lea wollte ja heute noch zum Arzt, hab ich ja am Telefon schon erzählt gehabt und hast du denn noch einen Termin bekommen?“, fragte Anna ihre Mutter, die auch gleich aufgehört hatte, ihre Zeitung zu lesen. „Ja, er meinte wir sollen einfach dann kommen, wenn wir wollen. Also Annas Arzt hat eine Praxis sozusagen im Krankenhaus, also müssen wir ins Krankenhaus, weil da hat er auch mehrere Möglichkeiten dich zu Untersuchen, ja?“, sagte sie dann an mich gewandt. „Ja, okay. Dankeschön.“, gab ich ihr nickend als Antwort. „Na, ist doch kein Problem. Hast du denn schon mit deinen Eltern gesprochen, wegen der Sache?“  Scheiße stimmt ja, den musste ich das ja auch noch sagen. „Öhm, ich wollte erst auf das Ergebnis abwarten und ihnen dann bescheid geben.“, stammelte ich mir zu recht. Annas Mutter sah mich skeptisch an. „Hm, okay, wie du willst. Aber wollen wir dann gleich los?“, fragte sie noch. Ich nickte. „Okay, ich gehe mich schnell fertig machen.“ Und schon war sie aus der Küche verschwunden. ‚Wenn das nur gut ging, mit dem Arztbesuch. Hoffentlich kommt auch nichts raus.’, dachte ich nur.
Kapitel 57:

*>Lea´s Sicht<*
Wir gingen wieder zurück ins Wohnzimmer, um unsere Jacken zu holen, die auf der Couch lagen. Als Bill sah, wie wir unsere Jacken anzogen, fragte er auch gleich, wo wir hinwollen. „Ins Krankenhaus, der Arzt von Anna hat da eine Praxis, wo er mehr Möglichkeiten hat, mich zu untersuchen, also müssen wir dahin.“, sagte ich und zog mich fertig an. Bill nahm meine Hand. „Das wird schon.“, sprach er mir Mut zu. Ich seufzte einmal tief. „Ich hoffe es.“  Anna verabschiedete sich gerade mit einem Kuss bei Tom und sagte zu den anderen ein „Bye.“  „Okay, Bill ich muss los, ja?“ „Okay.“ Ich lächelte leicht und er gab mir einen Kuss. „Viel Glück.“, hauchte er in den Kuss hinein. „Danke. Und tschau ihr, bis nachher.“, winkte ich den anderen dann noch zu. „Ja, bye und komm uns heil wieder.“, rief Georg noch, bevor ich ganz im Flur verschwunden war und meine Schuhe anzog. Als Anna und ich unsere Schuhe anhatten, kam auch schon ihre Mum fertig angezogen die Treppe runter. „So, seid ihr soweit?“, fragte sie. „Jap, wir können.“, sagte Anna und ich nickte, als Zustimmung, nur mit meinem Kopf. Wir gingen aus der Haustür und in das Auto. Als wir alle saßen, startete Anna´s Mutter den Motor und es ging los. Ich wurde von Minute zu Minute nervöser und aufgeregter. Angst bekam ich auch noch und zwar richtig, trotzdem ließ ich mir nichts anmerken. „So, da sind wir.“, sagte Anna und schnallte sich ab. Ich sah aus dem Fenster und sah ein riesen Gebäude. An sich war es eigentlich ganz schön gebaut und neu sah es auch noch aus, aber trotzdem waren Krankenhäuser einfach nur schrecklich. Ich schnallte mich auch ab und stieg aus dem Wagen und machte die Tür hinter mir zu. Anna´s Mutter war inzwischen auch schon ausgestiegen und so gingen wir zum Eingang, des Krankenhauses. Dann standen wir in einer großen Halle. Es war alles weiß, wie es halt in einem Krankenhaus üblich war. „Na komm Lea, wir müssen nur noch den Gang ganz runter.“, sagte Cornelia, Anna´s Mutter. „Okay.“, nickte ich. Anna hatte mir auf der Fahrt hier hin noch erzählt, dass der Arzt super lieb war und es bei ihm auch nicht wehtat, sogar Spritzen nicht. Aber das konnte ja jeder sagen, der mir meine Angst nehmen wollte. Ich vertraute ihr jedoch trotzdem. Als wir am Ende des Ganges ankamen, gingen wir durch eine Tür, wo noch eine kleine Anmeldung stand. „Guten Tag, Marschall. Ich hatte vor zwei Stunden schon einmal angerufen.“, begrüßte Cornelia die Sprechstundenhilfe, die auch gleich was in ihren Computer eintippte. „Hallo, ja sie wollten zum Herrn Doktor, Moment bitte.“ Somit stand sie auf und ging in ein Zimmer, welches gleich nebenan lag. „Sie können zu ihm, er hat gerade keinen Patienten drin.“, lächelte die Sprechstundenhilfe uns freundlich zu. „Okay, danke.“, sagte Cornelia. „Anna gehst du mit ihr rein. ich soll sicher nicht mit, oder?“, fragte sie dann noch. „Richtig, ich gehe mit ihr.“, sagte Anna und zog mich am Arm hinterher in das Behandlungszimmer, von ihrem Arzt. Dieser saß gerade hinter seinem Schreibtisch und als Anna ein „Hallo.“, aussprach, sah er von seinen Dokumenten ab und sah uns an. „Oh, hallo die Damen. Hallo Anna. Und du bist?“, fragte er freundlich und stand auf um uns die Hand zu geben. Ich musste zugeben, er war mir recht sympathisch aber naja, dass konnte sich ja noch ändern. „Lea.“, lächelte ich genau so freundlich zurück. „Okay, und ich bin Doktor Lochbühler. Setzt euch bitte.“, er deutete auf die beiden Stühle, die vor seinem Schreibtisch standen. Anna und ich setzten uns, wie er gesagt hatte. „Also, was führt euch zu mir?“, fragte er dann. Anna begann zu erzählen. „Naja, also Lea und ich waren Skateboard fahren und sie ist halt beim Fahren gefallen. Und zwar schlimm. Naja, sie war danach Bewusstlos, Kopfschmerzen und Übelkeit noch dazu. Übergeben sie sich auch und ja, heute ist sie zusammen gebrochen.“ Der Arzt hörte Anna genau zu. „Wie lange ist das her?“, fragte er in meine Richtung. „Das ist am Montag passiert.“, antworte ich ihm. „Und dann wartest du so lange?“ Er sah mich streng an. Ich zuckte nur mit meinen Schultern. „Naja, okay. Wir werden jetzt ein paar Untersuchungen machen. Kommst du mit auf die Liege bitte?“ Er stand auf und ich ging Richtung Liege, wo ich mich auch gleich drauf legte. „Okay, dann guck mal bitte immer meine Fingerspitze an.“, gab er mir als Anweisung. Er ging immer mit seinem Zeigefinger vor meinen Augen hin und her. Ich verfolgte seine Fingerspitze so gut es ging. Er gab nur ein „Mhm.“ von sich und holte eine Leuchte aus seiner Tasche, die er an seinem weißen Kittel hatte. „Achtung es wird einmal ganz hell.“, sagte er noch und leuchtete mit seiner Lampe in meine Augen. Okay, hell war es wirklich. „Okay, öhm wir müssen Röntgen. Kommst du mal bitte mit.“, sagte er zu mir. Ich nickte, ging von der Liege runter und sah Anna hilflos an. So nach dem Motto, was will der mit mir machen, bitte hilf mir. „Anna du musst hier bleiben, wir sind gleich wieder da, Zehn Minuten höchstens.“ Und schon ging Herr Lochbühler vor zur Tür und hielt sie mir auf. Mit seiner Hand deutete er mir den Weg. Wir mussten wieder den gang entlang gehen, wo wir herkamen, aber Anna´s Mum war nirgends zu sehen. Irgendwann kamen wir dann vor einer Tür an, die neben dem Rahmen ein Schild mit der Aufschrift „Röntgen“, hatte. Wieder hielt der Arzt mir die Tür auf. „Okay, du müsstest dann mal deine Kette abmachen und deine Ohrringe rausnehmen“, sagte die Arzthelferin, die schon in dem Röntgenraum saß. Ich folgte auch ihren Anweisungen. Noch bevor ich mich versehen konnte, lag ich auch schon in der Röhre, wo man geröntgt wurde. Irgendwie machte mir das alles etwas Angst, aber naja, Augen zu und durch...! 



Kapitel 58:

*>Lea´s Sicht<*
Langsam wurde ich wieder aus der Röhre gefahren und ich konnte wieder aufstehen. „Okay, dann können wir wieder zurück ins Behandlungszimmer, zu Anna.“, lächelte er mich an und nahm das Röntgenbild, was eben von meinem Kopf gemacht wurde. „Okay.“, sagte ich und diesmal ging ich vor, weil ich den Weg ja jetzt wusste. „So, da sind wir wieder.“, sagte Herr Lochbühler, als wir ins Behandlungszimmer kamen, wo Anna saß und ein lächeln auf ihren Lippen hatte. „gut, gut.“, sagte sie und ich setzte mich neben sie. Auch der Arzt setzte sie wieder an den Schreibtisch. „Also, das Röntgenbild von Lea zeigt, dass sie eine Gehirnerschütterung hat.“ Ich sah Anna entsetzt an, die genau so entsetzt zu mir zurück sah. „Und ja, es wäre besser, wenn du diese Nacht hier im Krankenhaus bleiben würdest, weil ich muss mir dein Bild noch einmal genauer angucken, ja?“, fragte er dann. Okay, wenn ich nein sagen würde, müsste ich es sowie so machen. Ich nickte. „Muss ich gleich hier bleibe, oder kann ich mir noch meine Sachen von zu Hause holen?“, fragte ich den Arzt noch. „Also mir wäre es lieber, wenn du gleich hier bleibst. Anna oder deine freunde können dir ja die Sachen vorbei bringen.“  „Ja, klar mach ich. Wir lange muss sie denn bleiben?“, fragte Anna dann auch schon. „Dieses Wochenende auf jeden Fall.“  „Hm, können sie dann bitte dafür Sorgen, dass sie ein Einzel Zimmer bekommt und das bitte ungestört in irgendeinem Gang ganz hinten liegt?“, bittete Anna den Arzt. Er fing an zu grinsen. „Ja ich habe euch schon in der Zeitung gesehen. Klar kann ich machen. Geht ihr bitte noch in die Cafeteria und wartet da? Ich schicke euch dann eine Schwester, die euch abholen und aufs Zimmer bringen wird.“ Herr Lochbühler stand von seinem Schreibtisch auf. „Klar machen wir und Dankeschön.“, sagte Anna und gab ihm die Hand. Auch ich bedankte mich und ging hinter Anna her aus dem Behandlungszimmer raus und in die Cafeteria. Dort trafen wir auch auf Anna´s Mutter. „Hey und was sagt der Arzt?“, fragte sie gleich, als sie uns kommen sah. „Sie hat eine Gehirnerschütterung, eine schwere. Wir werden gleich von einer Schwester hier abgeholt und sie darf nicht mal ihre Sachen von zu hause abholen. Kannst du bitte de anderen zu Hause bescheid sagen?“, antwortet Anna für mich. „Und Bill soll bitte kommen.“, fügte ich noch hinzu. „Oh Gott, aber ja klar mache ich sofort ich geh raus telefoniere.“ Schon stand Anna´s Mutter auf und verließ das Krankenhaus. „Ich rufe meine Eltern an.“ Ich stand auf und ging ebenfalls aus dem Krankenhaus und in den park, der gleich daneben lag. Als ich ein Stück gegangen war, setzte ich mich dort auf eine Bank und wählte die Handynummer von meiner Mutter. „Ja?“, hörte ich schon ihre Stimme ach kurzem Tuten. „Hey Mum ich bin´s.“ „Hey, na wie geht´s dir?“, fragte sie und freute sich wohl riesig, dass ich sie angerufen hatte. „Deswegen ruf ich an.“  „Wieso, was ist passiert?“, schon wurde ihre Stimmer besorgter. „Du weißt doch am Montag bin ich beim Skateboard fahren hingefallen. Naja, ich habe dir was verheimlicht und zwar war ich an dem tag noch bewusstlos und naja habe mich noch übergehen, hatte durchgehende Kopfschmerzen und heute, da am Rastplatz, ich bin zusammen gebrochen und Anna, Bill und Tom  und die anderen halt, haben mich zum Arzt geschleift. Er hat festgestellt, dass ich eine schwere Gehirnerschütterung habe. Ich muss das Wochenende im Krankenhaus bleiben.“, erklärte ich meiner Mutter alles. „Oh mein Gott, Lea. Wir, öhm wir kommen sofort vorbei. Welches Krankenhaus?“, fragte sie total hektisch und aufgebracht, aber doch mit sehr besorgter Stimme. ich drehte mich um und sah auf das Schild, welches vor dem Krankenhaus stand.  „Kreiskrankenhaus Freiburg.“, antwortete ich ihr. „Okay, wir sind bald da, wir machen uns fertig und fahren sofort los, Lea. Ich habe dich lieb und pass auf dich auf mein Schatz.“ „Ja mach ich hab euch auch lieb. Bis später. mach dir keine Sorgen Bill kommt gleich.“ Wir verabschiedeten uns noch ganz, damit wir auflegen konnten. Als ich auf den Roten Hörer Gedrückt habe, seufzte ich einmal ganz tief und ließ meinen Kopf in den Nacken fallen. Ich schloss meine Augen. Ich war so müde und schlapp... .
„Lea?“, hörte ich plötzlich eine Stimme. Ich schreckte hoch. War wahrscheinlich gerade beinahe eingeschlafen. „Ja?“, sagte ich. Anna stand vor mir. „Komm die Ärztin ist da, die uns abholen wollte und uns aufs Zimmer bringen wollte.“, sagte sie und hielt mir ihre Hand zur Hilfe hin. Ich lächelte. „Okay, dann mal los. Meine Eltern fahren jetzt auch los. Boah meine Mutter macht sich jetzt mega Sorgen, dabei kann mir doch jetzt gar nichts mehr passieren.“, verdrehte ich die Augen. „Mütter eben.“, zwinkerte Anna mir zu und als wir in der Eingangshalle neben der Cafeteria ankamen, stand dort schon Anna´s Mutter mit einer Krankenschwester. „Hey, ich bin Schwester Caro.“, sie gab mir lächelnd die Hand. „Hay, ich bin Lea.“, entgegnete ich ihr genau so freundlich. „Okay, ich weiß, aber das ist ja egal.“, sie grinste. Auch sie war mir auf Anhieb sympathisch. Sie hatte lange blonde Haare, die sie zu einem Zopf zusammen gebunden hatte. Vorne hatte sie ein paar Strähnen raushängen und einen Pony der ihr zur Seite über die Stirn viel. Sie war mega hübsch und vielleicht gerade mal Anfang Zwanzig. „Dann lass uns mal hoch gehen, in dein Zimmer.“, sagte sie noch und ging vor. Wir anderen folgten ihr bis in den dritten Stock. Wir mussten echt in den letzten Gang rein, wo dann auch das letzte Zimmer meins war. So, wie wir es gewünscht hatten.



Kapitel 59:


*>Lea´s Sicht<*
Als wir vor der Tür standen, öffnete Schwester Caro sie uns. „So, da wären wir.“, lächelte sie freundlich und wir gingen hinein. Ich sah mich ein wenig um. Ich musste sagen, dass Zimmer war echt schön eingerichtete. Alles noch neu und so. Und sogar mit Fernseher. „So, wenn was ist, vorne den Gang entlang, da ist das Schwesternzimmer, habt ihr ja schon gesehen eben. Ich muss wieder. Die anderen Patienten warten, aber ich werde heute noch mal reinschauen.“, sagte Caro und verschwand aus dem Zimmer. „Okay, Danke.“, sagten wir noch und ich ließ mich aufs Bett fallen. „Na, das wird ja ein tolles Wochenende. Aber hey, Anna hier steht noch ein bett drin, ihr könnt heute hier pennen.“, lachte ich. Auch Anna und ihre Mutter fingen an zu lachen. „Da sprechen wir später noch mal drüber.“, sagte Cornelia. Anna sah ihre Mum böse an, doch sie schien das gar nicht mitzubekommen. Stille breitete sich schnell aus, doch so schnell sie auch da war, verging sie wieder, denn ich brach sie. „Wann und wie kommen die anderen eigentlich hierher?“  „Also die wollten mit dem Van kommen. Alle, und ja, keine Ahnung, sind vielleicht in einer viertel Stunde da, oder eventuell auch früher.“, gab mir Anna´s Mutter als Antwort. „Sie bringen dir deine Tasche auch gleich mit.“, fügte sie noch hinzu. Ich nickte. „Okay.“ Dann breitete sich die Stille aber wieder aus und so blieb es eigentlich auch die ganze Zeit. Ich hockte auf dem Krankenhausbett, welches sehr unbequem war, Anna neben mir und ihre Mum saß an dem Tisch, der noch mit im Zimmer stand.
Ich spielte die ganze Zeit an meinem Handy rum, auch wenn Handys im Krankenhaus verboten waren, aber dann beschloss ich mich doch dazu, es lieber auszumachen. „Da muss es sein.“, hörte ich auf einmal eine Stimme und schon wurde an die Tür geklopft. Derjenige, der vor stand, wartete aber nicht auf ein „Ja?“ oder ein „Herein“, nein, er kam gleich ins Zimmer geplatzt. Und wer hätte es anderes sein können, außer Bill.
Als ich ihn sah, musste ich lächeln. „Hey.“, sagte ich. „Hey Schatz.“, er kam gleich auf mich zu, küsste mich und umarmte mich.  „Anna´s Mutter hat uns schon erzählt, was der Arzt gesagt hat.“, flüsterte er dann in mein Ohr. „Hm.“, gab ich nur von mir, bis Tom sich auch schon mit einem Husten bemerkbar machte. „Darf ich vielleicht auch noch mal?“, fragte er gleich, nachdem er sich seinen Kuss von Anna geholt hatte. „Ja darfst du.“, sagte Bill und ging zu Anna, um sie zu begrüßen. „Hey Kleine.“, sagte Tom und drückte mich ganz fest. „Tom.“, ermahnte ich ihn, weil ich es nicht leiden konnte, wenn er mich „Kleine“ nannte. Er wusste auch wohl sofort bescheid, was ich meinte und sagte nur ein „Sorry.“. Danach begrüßte ich noch die anderen. Damit war das Zimmer dann auch langsam voll. „Ey Bill, du kannst sogar bei ihr pennen.“, sagte Tom mit einem Lachen in der Stimme und schmiss sich neben Anna, die auch schon mit Janna auf dem Anderen Bett saß. „Ja, mal gucken, nä“, grinste dieser nur dreckig, worauf ich nur meine Augen verdrehte. „Kommt wer mit runter?“, fragte ich dann noch und meinte damit Janna, Anna oder Andi, weil die Jungs sich ja nirgends blicken lassen konnten. Okay, wir eigentlich auch nicht, aber die, die ich heute schon so im Krankenhaus rumlaufen sehen habe, werden uns bestimmt nicht erkennen. „Ja, ich komme mit.“, meldete sich Janna auch gleich. „Ich auch.“, sagte auch Anna. „Man, du sollst hier bleiben, Schatz.“, sagte Tom und schob schmollend seine Unterlippe vor. Wir mussten lachen. „Okay, ich muss hier bleiben.“ Tom fing mit seinem Siegergrinsen an zu grinsen und gab Anna noch einen kurzen Kuss auf den Mund. „Andi du?“, fragte ich dann noch Andi. „Nene, ich bleibe bei den Jungs.“, zwinkerte er mir zu. Ich zuckte mit den Schultern. „Dann gehen wir eben alleine.“, grinste ich Janna an. „Genau.“, grinste sie zurück. „Pass aber auf sie auf.“, sagte Bill dann schon wieder in dem Besorgten Ton. „Jaha, mach ich.“, entgegnete Janna ihm. Ich gab ihm auch noch einen kurzen Kuss und ging zur Tür. „Halt, wartet ich komme mit. Ich muss nach Hause, weil Lea´s Eltern ja heute noch kommen. Hier ich sag denen bescheid, dass sie erstmal zu uns kommen sollen, ja?“, fragte Cornelia mich dann. „Ja, okay. Ist glaube ich auch einfacher.“  Cornelia verabschiedete sich noch schnell bei den anderen mit einem „Tschau, bis nachher.“ und schon gingen wir den Flur entlang, die Treppe runter und in die große Eingangshalle. „Okay, dann pass auf dich auf, ja?“, sagte sie und umarmte mich ganz kurz. „Ja mach ich und Janna ist ja da.“, lächelte ich sie ein wenig an. „Bis später dann.“ „Ja, bis dann.“  Sie winkte Janna noch einmal kurz zu und schon war sie aus dem Krankenhaus verschwunden.  „Sollen wir in die Cafeteria gehen?“, fragte Janna mich dann, als Cornelia ganz verschwunden war. „Ja, aber lass uns kurz noch eine Tablette aus irgendeinem Schwesternzimmer holen, bitte.“  „Ja, okay.“ Und somit machten wir uns auf die Suche nach einem Zimmer, was wir auch gleich fanden. Ich fragte eine Schwester nach einer Kopfschmerztablette und bekam sie auch ohne bedenken.  „Danke.“, sagte ich noch und schon gingen wir Richtung Cafeteria.



Kapitel 60:

*>Lea´s Sicht<*
„Ist es wieder schlimmer geworden?“, fragte Janna mich auf dem Weg dorthin. „Na, so wie vorhin auch.“, sagte ich. Sie warf mir einen Besorgten Blick zu. „Oh man, willst du dann nicht lieber hoch gehen?“  „Nein, geht schon. Ich will mir nur eine Flasche Wasser kaufen und dann gleich an die frische Luft, wenn du magst und das okay ist.“  Sie nickte. „Klar, dann mal los.“  Also gingen wir zum Kiosk, der in der Cafeteria war und ich kaufte mir eine Flasche Wasser. Wir setzten uns noch kurz an einen Tisch, damit ich meine Tablette noch nehmen konnte und machten uns dann langsam auf den Weg in den Park. „Und jetzt erzähl du mal lieber, was mit Andi und dir ist. Also was habt ihr denn die Woche so zusammen gemacht?“, fragte ich ganz neugierig. Janna bekam ein lächeln auf die Lippen, also schien es wohl gar nicht so schlecht gelaufen zu sein. „Ja, also wir waren halt in der Schule, wurden dumm angemacht, weil uns jeder in der Zeitung gesehen hat, aber naja, das kennen wir ja schon. Wir waren halt ganz normal so wie Freunde halt. In der Schule und auch zu Hause. Haben uns dann noch mit den anderen und so getroffen. Ja, hatten immer Spaß, aber halt nur als Freunde, mehr nicht. Leider. Ich wünschte es wäre alles wieder wie früher. Es wäre so schön. Wieder mit Andi zusammen zu sein und ach man.“ Sie seufzte einmal laut. „Ach komm. Du weißt genau, dass Andi dich über alles liebt, Janna. Und das wird sich nicht so schnell ändern. Mach ihm einfach klar, dass du wieder willst. das du ihn wieder willst. Er wird es merken und es zulassen. Es liegt alles in deiner Hand.“ Ich versuchte ihr Mut zu machen. Sie musste es ja wohl hinbekommen. Janna war eine starke Person und sie bekam eigentlich alles wieder hin. „Ja, vielleicht hast du Recht. Ich werde abwarten, bis der richtige Zeitpunkt ist.“, lächelte sie, doch dann verdunkelte sich ihre Miene auf einmal Schlagartig. ‚Was war denn jetzt auf einmal los?’, fragte ich mich nur. „Hier Lea...“, sie stoppte kurz und ich schluckte einmal dolle. „Wegen deinem Unfall. Ehrlich gesagt ich,... ich glaube dir nicht.“ Ich sah sie entsetzt an. „Was,...was glaubst du nicht?“, stotterte ich mir dann einen zu Recht. Hatte Anna ihr irgendetwas gesagt, oder was war jetzt los. „Na, das du das alles wegen dem einen Skateboardunfall hast. Ich meine, wie bist du denn bitte gefallen, dass du unter deinem Auge eine Schürfwunde am Wangenknochen hast?! Du fährst jetzt schon lang genug Skateboard und eigentlich weißt du auch, wie man richtig fällt, da passiert einem so etwas nicht.“  Scheiße was jetzt?!  „Janna, jedem Profi passiert das mal.“, konterte ich aber nun doch. „Lea, sag was ist los? Du kannst mich nicht belügen, los.“, sie stocherte mich mit ihrem Blick. Ich wich ihm aber aus. Es kam alles wieder hoch. Alles was passiert war, wie scheiße es mir danach ging und auch wie Anna darunter gelitten hatte. Es tat so weh, tief im inneren. „Es war nichts, wirklich Es war nur dieser Unfall da. Und jetzt lass wieder rein.“, sagte ich schnell und stand auf, um wieder ins Krankenhaus zu gehen. Doch Janna hielt mich am Arm fest. „Lea!“, sagte sie dann schon etwas lauter und zog mich zurück. Sie selber blieb sitzen und so setzte ich mich wieder neben sie. Irgendwem musste ich es sagen.  „Der Abend. Am Montag. Anna und ich wollten nur Skateboard fahren gehen und sind noch in den Park, da bei uns. Da um die Ecke ist ja auch noch ein Kippenautomat und ich bin nur kurz welche holen gegangen und dann als ich zurück war, da waren diese Mädchen... .“, ich stoppte kurz und schluckte. Es ging mir immer noch heftig an die Nieren. „Sie hatten ein Messer dabei und haben es uns an die Kehle gehalten und uns gedroht, wenn wir noch einmal was mit den Jungs machen, werden wir sehen, was wir davon haben und außerdem haben sie gesagt, dass wir uns wieder sehen. Janna ich habe solche Angst. Die eine hat mir vor die Füße gespuckt und das habe ich mit nicht bieten lassen, naja ich habe ihr halt eine rein gehauen, aber die faust auch gleich von der größeren zurückbekommen und danach war ich Bewusstlos.“, beendete ich meine Erklärung, über das, was wirklich passiert war. Und jetzt war es auch raus. Endlich. Irgendwie tat es auch gut, dass noch einmal zu erzählen. „Oh mein Gott.“, sagte Janna nur und nahm mich in den Arm. Eine Träne bahnte sich einen Weg über meine Wange. „Hey, komm alles wird wieder gut.“ „Janna, sagst du bitte nichts den Jungs?“, fragte ich sie, denn sie durften es auf keinen Fall wissen. Sie sah mich an. „Meinst du nicht, dass die das erfahren müssen? Schließlich sind es ihre Fans, die das gemacht haben. Okay, wenn man es Fans nennen kann.“  „Deswegen ja, es sind ihre Fans. Das ist ja die scheiße. Und außerdem machen sie sich dann viel zu viele Sorgen, bitte Janna.“  Sie seufzte. „Okay.“ 



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