Er liebt mich...er liebt mich nicht...

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Kapitel 41:

*>Lea´s Sicht<*
Ich ging zur Tür und schloss sie leise auf. Als wir dann in den Flur gingen, hörten wir schon aus dem Wohnzimmer eine Männerstimme. Es war wahrscheinlich David. „Geht ihr beide vor?“, fragte ich an Bill und Tom gewandt. Die beiden nickten. Sie gingen vor ins Wohnzimmer. Als wir rein kamen und uns David bemerkte, verstummte er. „Hey David.“, sagte Bill und auch Tom tat es ihm nach.  „Hey Jungs.“ Er stand auf, um mit den beiden einzuschlagen. Irgendwie war er locker drauf, aber trotzdem hatte ich warnsinnigen Respekt vor ihm. Anna und ich hielten uns im Hintergrund und standen verschüchtert hinter Bill und Tom im Türrahmen. „Und ihr müsst also Lea und Anna sein?“, fragte David uns auf einmal. „Ja... öhm... hi ich bin Lea.“, stotterte ich mir zusammen und streckte ihm die Hand entgegen. Er nahm sie lächelnd an. „Ich bin David und bitte duzen, sonst komm ich mir so alt vor.“, grinste er. Ich nickte. Anna stellte sich auch noch freundlich vor und hielt, genau wie ich, auch ihre Hand hin. Auch die nahm er mit einem freundlichen lächeln an. Als David sich wieder umdrehte um sich hin zu setzen, lächelte ich Bill erleichtert an. Er zwinkerte mir zu und zog mich an meiner Hand zum Sofa. Anna ging noch zu ihrem Vater und umarmte ihn kurz. Auch ich stand noch einmal schnell auf und begrüßte ihn. Die Twins gaben noch ein „Hallo“ in die Runde und schon fing David an, eine Diskussion auf zu bauen. „Also Jungs. Was habt ihr eigentlich gemacht.“, fragte er und sah die beiden an. Eigentlich müsste er das doch wissen. Auch Bill und Tom sahen sich komisch an. „Naja, es war halt der letzte Abend mit Janna, Andi, Anna und Lea. Das wollten wir feiern. Also so den Abschied. Naja, wir waren ziemlich besoffen, zumindest Janna, Lea und Tom.“, Tom und ich grinsten uns verlegen an.  „Ja, und die konnten auch nicht mehr alleine laufen. Dann war Janna auf einmal weg und Andi auch. Die saßen halt im Park auf der Bank. Was sie gemacht haben, kann sich ja bestimmt jeder hier vorstellen. Und ja, wir wollten gerade losgehen, da haben wir gemerkt, dass irgendetwas so komisch geblitzt hat und dann wussten wir, dass es nur ein Paparazzi gewesen sein kann.“, erklärte Bill David. Auch Annas Vater hörte gespannt zu, weil er ja auch noch nicht alles wusste. „Und was machen wir jetzt?“, fragte er dann. „Ich meine, meine Tochter und Lea können doch nicht mehr normal zur Schule gehen, ohne das sie gleich von jedem doof angemacht werden oder sonst was.“ David überlegte kurz. „Ja, also die Presse hat ganz oft bei mir angerufen, nach dem Vorfall da. Und ja, die Jungs haben nächste Woche sehr viele Termine. Da müsste ich sie noch mal entführen, sorry Jörg.“, sagte David und sah Jörg fragend an, der darauf widerwillig nickte. „Das waren so die ganzen TV- Sender und Zeitungen. Sie werden sagen, dass es nicht mehr als nur Freundinnen von den beiden sind und keiner irgendeine Freundin von einem der beiden ist. Und ich glaube, dass es besser ist, wenn die beiden Mädels diese Woche erstmal noch zu Hause bleiben, bis wir das halt alles geklärt haben.“ Unsere Eltern sahen sich skeptisch an. „Ja, okay, waas anderes wird uns ja wohl nicht übrig bleiben.“, sagte mein Vater dann aber doch. „Und wie es danach aussieht, werden wir weiter sehen, okay?“, fragte David noch mal. „Und macht euch beiden da keine großen Sorgen mehr drüber. Das ist jetzt einmal ein großes Gerücht und in einer Woche hat sich die Sache wieder erledigt.“ „Ja, dass werden wir hoffen.“, sagte Anna. „Ach bestimmt.“, grinste Tom sie an, was aber eher nach gezwungen aussah und küsste sie kurz. Ich war mega froh, dass David so locker drauf war, was die Sache „Freundinnen haben“ betrifft. Weil eigentlich durften die Jungs laut Vertrag keine haben. Aber er kam mir ganz sympathisch vor.  „Okay und wir wollten dann auch langsam mal los, okay?“, fragte David dann an die beiden Jungs gerichtet. Bill sah mich traurig an und Tom Anna. „Mhm, leider.“, murmelte Bill. Auch Tom nickte. „Okay, dann packt mal langsam eure Sachen zusammen. In einer Stunde? Passt das?“  Bill und Tom sahen sich an und nickten sich gegenseitig zu. „Joar, passt.“, sagte Tom. „Kommst du noch mit hoch, Anna?“, fragte er dann. „Japp, klar.“, grinste sie und schon zog Tom sie an ihrem Ärmel die Treppe hoch in das Zimmer von meinem Bruder. der ließ sich wohl auch nicht mehr Blicken. Naja, egal.  „Und wir beide? Gehen wir auch noch mal hoch?“, fragte ich Bill dann. „Gerne.“ Er grinste mich breit an und stupste mit meiner Nase gegen meine. Meine Mutter, mein Vater und Jörg grinsten uns nur an. David telefonierte und bekam nichts mit. „Na, dann komm her.“ Bill stand auf und hielt mir seine Hand hin. Ich nahm sie lächelnd an und ließ mich von ihm mit hochziehen. Als wir oben angekommen sind, legten wir uns auf mein Bett. Ich kuschelte mich eng an Bill. „Oh man die Zeit soll bitte gar nicht vergehen. Also die Stunde hier.“, murmelte ich vor mich hin. „Ja, du hast Recht, aber wenn wir dann weg sind, die soll schnell vergehen.“ Bill grinste sich schon den ganzen Tag ein vor sich hin. Dann küsste er mich und wir verfielen in einen langen und zärtlichen Kuss. Naja, okay es waren mehrere.
„Biiiiill? Leaaaa? Toooom? Annaaaaa?“, hörten wir jemanden von unten rufen. Es war mein Vater. „Kommt ihr bitte runter?“  Ich und Bill lösten uns voneinander, sahen uns nur an und verdrehten die Augen. „Grr.“, sagte ich gespielt böse. „Oh man, der falsche Zeitpunkt.“, sagte Bill nun auch schon genervt.  „Naja, komm lass uns runter gehen, ja?“, fragte ich ihn und stand schon mal auf. „Okay, wenn es sein muss.“, sagte er und wir gingen runter. ‚Oh man, jetzt kommt der schlimmste Teil, vor dem ich, seit ich mit Bill zusammen bin, Angst habe. Auch wenn sie nur 5 Tage weg waren.’



Kapitel 42:


*>Lea´s Sicht<*
Als wir unten waren, sahen wir schon, wie Anna und Tom auf dem Sofa saßen. Daneben saßen noch meine Eltern, der Vater von Anna und David. Also alle irgendwie. „Na, konntet ihr euch endlich voneinander losreißen?“, fragte Tom mit einem fetten grinsen im Gesicht. „Ja, konnten wir. Aber nur schwer.“, grinste Bill zurück und küsste mich wieder auf die Wange. Meine Eltern, Annas Vater und David mussten erstmal lachen. „So schlimm waren wir aber nicht.“, meinte dann mein Vater immer noch lachend. Wir unterhielten uns noch ein wenig, bis eine halbe Stunde wieder vergangen war. „So, Jungs Mädels, verabschiedet euch, wir müssen los. Nach Köln. Sonst muss das Hotel noch warten, bis wir einchecken.“, sagte David. „Och man, muss das sein?“, fragte Tom mit einem gequälten Gesichtsausdruck. „Ja, muss es. Aber kommt, ihr seht euch doch am Freitag wieder und unter dem ganzen Terminstress geht das eh alles viel schneller rum.“ Tom erhob sich wieder mit diesem gequälten Gesichtsausdruck. Erst verabschiedeten sich die Jungs bei meinen Eltern mit einem „Danke“ und einem „Tschüss“. Sie gaben ihnen noch die Hand. Dann kam Annas Vater dran und dann nur noch Anna und ich. Ich ging zu Tom und umarmte ihn länger. „Pass mir gut auf Bill auf.“, flüsterte ich ihm mit einem grinsen in sein Ohr. „Na, klar, mach ich kleine.“ In der Zwischenzeit war Anna bei Bill und hatte sich auch verabschiedet. Jetzt kam wohl oder übel Bill dran. Ich ging zu ihm und seufzte. „Also Schatz, wir sehen uns Freitag, ja?“, sagte ich zu ihm, als er meine Hände nahm und sie fest hielt. „Ja, ich freu mich jetzt schon. Und ich melde mich jeden Abend bei dir, okay?“  Ich sah ihm tief in die Augen. „Okay, ich freue mich auch!“ Jetzt küsste er mich. Es war ein wunderschöner, langer und zärtlicher Kuss. Ich hoffte, dass er nie endete, doch da löste Bill seine Lippen schon von meinen. „Pass auf dich auf, ja? Und wenn was ist ruf an, ich komme dann vorbei, oder irgendwas anderes, ja?“, sagte Bill total niedlich und besorgt. Mir fiel ein leichtes lächeln über meine Lippen. „Ja, mach ich. Aber mach du dir keine Sorgen. Mir wird schon nichts passieren. Und pass du auch auf dich auf.“, konterte ich. „Klar, mach ich, Spatz.“ Er küsste mich noch einmal und zog mich dann an meiner Hand hinter sich her bis zur Tür. David stand dort schon und verabschiedete sich freundlich von meinen Eltern und Annas Vater. „So, ich pack schon mal eure Koffer in den Van. Kommt ihr dann?“, fragte David.  Die Jungs nickten David zu. „Also tschau. Ich melde mich.“ Mit diesem Satz und einem langen Kuss auf Annas Mund, verabschiedete sich Tom. Ich sah zu den beiden rüber. Annas und Toms Hände ließen sich langsam los, desto weiter Tom nach draußen ging. „Hm, jetzt ist es wirklich so weit. Ich melde mich auch und, ich liebe dich, Schatz!“, sagte Bill und sah mir dabei wieder so tief in die Augen, dass ich jeden Moment dachte, in ihnen zu versinken. Ich nickte nur traurig und richtete meinen Blick gen Boden. „Hey, komm. Du schaffst das. Auch ohne mich.“ Er küsste mich noch einmal lange und ich fiel ihm um den Hals. „Bill ich liebe dich auch.“  Wir lösten uns aus unserer Umarmung und mit einem lächeln auf den Lippen drehte Bill sich um und ging zu Van. Er machte die Tür auf und drehte ich noch ein letztes Mal um. „Bye.“, winkte er mir zu und schon war er im van verschwunden. Ich hätte nie gedacht, dass es mir so schwer viel. Eigentlich fand ich Abschiede immer nicht so schlimm. Schon gar nicht, wenn es eh nur fünf Tage waren. Aber auf einmal war alles anders. Okay, mein ganzes Leben hatte sich eh schon verändert. Ich hatte Tokio Hotel als Freunde und einen von den Jungs lieben gelernt. Ich lernte die Positiven aber auch die Negativen Seiten davon kennen, aber genoss es trotzdem. Und das schon, nach so kurzer Zeit.
Anna und ich standen noch da und sahen dem wegfahrenden Van hinterher, bis wir ihn nicht mehr sehen konnten. „Jetzt sind sie weg.“, seufzte sie. „Ja und ich hätte nie gedacht, dass es mir so schwer fallen wird.“, sagte ich Gedanken verloren mit meinem Blick nach draußen. „Ich auch nicht, aber komm, wir lassen uns nicht hängen, wir schaffen das.“  „Das hat Bill mir auch gesagt.“ Irgendwie musste ich immer noch gerade aus gucken und an ihn denken.  „Also, dann hat das schon was zu bedeuten. Ach, und Moment ich muss noch mal ins Auto. Gleich wieder da“, sagte Anna. „Okay, ich geh hoch in mein Zimmer.“ Bevor Anna raus ging, ging sie noch zu ihrem Vater, um den Autoschlüssel zu holen. Was sie jetzt wohl noch im Auto wollte. Sie wollten doch eh gleich fahren. Hm, naja, meine geheimnisvolle Freundin, die ich so lieb hatte. Ich ging zu meinem PC, der komischerweise an war und machte Musik an. Ich machte Avril Lavigne an. When you’re gone.  Ich liebte dieses Lied. Ich saß eine Weile einfach nur so da und sah vor mich hin, bis sich jemand neben mich aufs Bett schmiss. Ich sah zur Seite. Anna. „Na.“, sagte sie. „Was haste gemacht im Auto?“, fragte ich sie gleich. Neugierde halt (*gg*). „Hm, hab ne Tasche geholt.“  Ich sah sie fragend an. „Wofür eine Tasche?“  „Na, ich dachte, ich... ich bleib noch bis Freitag und wir fahren gemeinsam nach Freiburg zu mir, am Freitag mit den Jungs. Ich meine wir gehen diese Woche eh nicht mehr zur Schule.“  Bah dieses Mädel. „Ahhhhh, wie geil, Annaa.“, schrie ich und fiel ihr um den Hals. „Wann hast du das geplant?“, fragte ich sie, als ich sie wieder los ließ. „Kurz bevor ich gekommen bin.“, zwinkerte sie mir zu. Besser konnte es nicht mehr kommen. Eigentlich hatte ich mich schon auf fünf langweilige und gammlige Tage drauf eingestellt, aber die werde ich wohl nicht haben, mit Anna. Es war einfach zu genial. „Bah, du Sau. Wie geil ist das, bitte? Ai, du überrascht mich ja nur.“, grinste ich sie fett an und fiel ihr sofort wieder um den Hals. „Jaha, kannst du mal sehen.“, grinste sie mir nun auch schon mit einem fetten grinsen im Gesicht zurück. Ich vergaß irgendwie gerade alles Schlechte um mich rum. Die ganze scheiße mit der BILD- Zeitung und Presse halt wegen den Bildern. Und das warum ich eben noch so traurig war. Weil Bill weg war. Auch ihr ging es schlecht, wegen Tom, aber so konnten wir uns gegenseitig ablenken. Okay, wir mussten drauf achten, dass uns draußen keiner sah, aber das bekamen wir noch hin. Und wenn wir nicht raus gingen, hauptsache sie war hier.



Kapitel 43:


*>Lea´s Sicht<*
„Okay, und wann fährt dein Vater?“, fragte ich Anna, als ich mich abreagiert hatte. „Ja, der wollte gleich los. Wollen wir runter gehen und gucken, wann er so weit ist? Also, das ich ihn auch verabschieden kann?“, fragte sie. „Ja klar, komm.“, ich stand auf und ging zur Tür. Anna folgte mir, bis wir im Wohnzimmer angekommen sind. „Halli, Hallo, Hallöle.“, grinste ich wieder mit meiner mega Laune, die ich hatte, seit ich wusste, dass Anna hier blieb. Auch Anna grinste. Sogar mein Vater und meine Mutter und Annas Vater. Wir saßen da und grinsten komplett alle. Die waren also alle eingeweiht. „Wusstet ihr davon, Mum, Dad?“, ich sah meine Eltern abwechselnd an. Das Annas Vater es wusste, war ja klar. Meine Eltern grinsten sich nur an. Also war es ja klar, dass sie bescheid wussten. „Papa, wann willst du denn los?“, fragte Anna dann ihren Vater, um das Gegrinse zu unterbrechen, was sogar klappte, denn alle hörten auf damit und zogen eine normal Miene. Okay, alle außer ich. Ich kam mir echt dumm vor, mit so einem grinsen da zu sitzen, aber es war mir egal. Ich freute mich einfach riesig. „Ja, ich wollte eigentlich jetzt los. Also Sachen schnell von oben holen und dann los. Dauert ja auch seine Zeit, bis ich in Freiburg angekommen bin. Ist ja nicht der kürzeste Weg. Also ich bin mal ganz kurz oben.“, sagte Annas Vater und erhob sich vom Sofa und ging die Treppen nach oben. Wir anderen laberten über dies und das und so lange dauerte es ja gar nicht, bis Annas Vater mit seinem Laptop, den er zum Arbeiten mithatte, und seiner kleinen Reisetasche, wieder die Treppen runter kam.  „So, ich wäre so weit. Ich glaube ich fahre dann auch mal.“, sagte er und zog sich seine Jacke an. „Okay, dann gute Heimfahrt und wir sehen uns bestimmt noch mal wieder.“, sagte meine Mutter und verabschiedete sich von ihm. Auch mein Vater tat es meiner Mutter nach. „Okay, tschau Papa. Grüß mir Mum und Chris von mir, ja?“, sagte Anna und umarmte ihren Vater lange. „Ja, mach ich und passt auf euch auf, ihr beiden.“, sagte er. Ich ging zu ihm und umarmte ihn auch noch kurz. „Machen wir.“, zwinkerte ich ihm dann noch zu und wir gingen zusammen zur Tür. „Also, ciao Bella.“, grinste er. Auch Anna und ich grinsten uns an. Man merkte einfach, dass Anna eine Halbitalienerin und ihr Vater ein Italiener war. Schon vom Charakter her. Aber ich fand es schon immer cool. Anna sagte auch noch ein „Ciao Bella“ zurück und schon fuhr der Wagen samt Annas Vater aus unserer Einfahrt und die Straße entlang.
„So und was macht ihr zwei jetzt?“, fragte mein Vater, als er die Tür wieder zu machte und wir auf dem Weg ins Wohnzimmer waren. „Hm, keine Ahnung. Was meinst du Anna?“, sagte ich. „Ich weiß es auch nicht. Aber wie wäre es damit, wenn wir einfach hoch gehen und wir Fernsehen gucken und ja.“, antwortete sie mir.  „Ja, das ist gut.“, lächelte ich. Also gingen wir in die Küche, nahmen uns was zum Trinken und eine Tüte Chips und gingen in mein Zimmer. „So welchen Film wollen wir gucken?“, fragte ich Anna dann, als ich vor meiner DVD Sammlung hockte. „Hm, was hast du denn so?“  Sie stand vom Bett auf und kam zu mir und hockte sich neben mich. „Also ich habe, Mr. & Mrs. Smith, The Ring, Scary Movie, Step up, Titanic, Ghost Ship, Freaky Friday, Das Schwiegermonster und Wir Kinder vom Bahnhof Zoo.“, zählte ich meine DVD’s auf.  „Okay, dann lass öhm... Step up gucken, ja?“, schlug Anna vor. „Okay, machen wir. Mit dem geilen Tänzer, ai, ai, ai.“, wir mussten lachen.  Der Film ging so um die zwei Stunden und als er zu Ede war, waren wir leicht traurig nichts mehr von dem tollen Tänzer sehen zu können und die Chipstüte war auch leer. Okay, bis auf ein paar Krümel. „Hm und was machen wir jetzt?“, fragte ich sie dann. „Keine Ahnung, wollen wir vielleicht mal bei den Jungs anrufen?“, lächelte ich. „Ja, gute Idee. Vom Handy oder Haustelefon?“  „Lass vom Handy machen. Ich mach das Taktisch, Moment.“, grinste ich. Ich wählte Bills Nummer. Tuuut... Tuuut.... „Ja?“, meldete Bill sich. „Hey du, ich bin es“, sagte ich. „Wer ist ich?“  „Haha Bill witzig. Ahhh, scheiße Moment mal meine Mutter ruft zum Essen, ruf mal bitte in zehn Minuten wieder an, danke.“ Ohne, dass Bill irgendetwas sagen konnte, legte ich auf. „Was war das denn jetzt?“, fragte Anna mich lachend. „Ja, ich habe keine Lust, dass meine Handyrechnung wieder über 100€ im Monat ist.“, lachte ich. „Achsoo, so eine ganz schlaue bist du also.“, lachte nun auch sie. Wir warteten zehn Minuten und schon klingelte mein Handy. „Ja?“, meldete ich mich. „Hey ich bin´s, was war das eben?“, fragte Bill gleich. „Mussten essen. Sorry.“, sagte ich mit einer entschuldigenden Stimme. „Achja um die Zeit? Es ist 10 Uhr. Normale Leute essen da kein Abendbrot mehr, Lea.“  „Ja, sind die beiden denn normal?“, kam es von einer zweiten Stimme. Es war Tom, also hatten die beiden auf Lautsprecher. Ich schaltete auch gleich auf Lautsprecher, sodass Anna auch mithören konnte. „Okay, Tom, danke für deinen Kommentar. Aber ehrlich gesagt, nein wir sind nicht normal.“, lachte ich. Auch die anderen stimmten mit ein. „Ich wusste es schon immer.“, sagte Tom dann. „Naja, und wie ist es so in eurem Luxushotel in Köln?“, fragte Anna dann die Jungs. „Achja ganz geil so. Voll tolle Zimmer. Also aushaltbar, nur es fehlen hier noch die richtigen Begleitpersonen.“, sagte Bill traurig. „Ohhh, Schatzi. Nur noch fast 5 Tage.“, sagte ich ins Telefon.  „Hast Recht.“  „Aber ich will auch in so ein tolles Hotel, wo man bedient wird.“, nörgelte Anna. „Hey komm, meine Mum bekocht uns auch, ja.“, grinste ich. „Ja, schon, aber wir müssen das Bett selber machen und so.“, konterte Anna. „Na, irgendwann kommt ihr mit, versprochen.“, mischte Tom sich ein. Wir unterhielten uns noch ein wenig, bis Anna und ich das Gespräch beenden wollten.  „Naja, ihr beiden faule Säcke, wir wollen raus skaten.“, sagte ich. „jetzt? es ist mitten in der Nacht.“, sagte Bill empört. „Eh sonst erkennen uns die anderen, also am Tag. Es bleibt uns nichts anderes übrig.“  „Hm okay, ich muss eh noch mal zu David. Tschau Anna, ich liebe dich und Bye Lea.“, sagte Tom. „Ja, bye.“, sagte ich schnell und Anna rief noch ein „Ich dich auch“, bevor man die Tür zuknallen hörte. „Okay, dann macht´s mal gut und packt euch nicht lang, so wie Tom am Bahnhof.“, lachte Bill. „Nein machen wir nicht. Ich liebe dich, Schatzi.“, lachte auch ich. Anna verabschiedete sich auch noch schnell und schon legten wir auf.

Kapitel 44:

*>Lea´s Sicht<*
„Wollen wir los?“, fragte Anna mich, nachdem ich den Stecker von meinem Aufladegerät in mein Handy gesteckt hatte. „Ja, klar können wir machen. Ich zieh mir nur gerade noch nen dicken Pullover an und ne andere Hose.“, gab ich ihr als Antwort zurück und holte mir eine dunkle Jeans und einen schwarzen dicken Pullover aus dem Schrank. „Bin schnell im Badezimmer.“ Schon flitzte ich aus meinem Zimmer Richtung Badezimmer um mich umzuziehen. Als ich fertig war, band ich mir meine Haare zu einem Zopf und schminkte mich noch einmal schnell nach. Fertig. Ich flitzte zurück in mein Zimmer. „So, jetzt brauch ich noch eine Jacke.“, grinste ich zu Anna. Ich holte mir meine Jacke aus dem Schrank und packte mein Board unter meinen Arm. „So jetzt kann es losgehen. Oder wolltest du dich auch noch schnell umziehen?“, fragte ich Anna. „Hab ich eben gemacht, also nur den anderen Pullover und halt die Jacke schon drüber gezogen.“, lächelte sie. Ich gab ihr noch schnell mein altes Board, weil sie ihres zu hause vergessen hatte und dann gingen wir gemeinsam die Treppe runter ins Wohnzimmer, wo meine Eltern saßen und sich über das neue Haus in Magdeburg unterhielten. „Öhm hey, hey. Anna und ich gehen ein bisschen raus skaten, ja?“, unterbrach ich die beiden. Sie sahen uns an. „Jetzt?“, fragte meine Mutter erstaunt. „Ja, jetzt. Eben haben Bill und Tom uns aufgehalten und ja, wenn wir zu früh gehen, kann uns im hellen jemand erkennen und das ist ja eigentlich nicht so gut, oder?“, gab ich zurück. „Ja, okay dann Abmarsch.“, grinste mein Vater. „Okay, bye, bye.“, sagte ich und Anna rief auch noch ein „Tschüss“. Wir zogen uns im Flur unsere Schuhe an und gingen raus. Es war Arschkalt, aber Anna und ich hatten ja unsere dicken Jacken an. „Lala, es ist irgendwie Arschkalt.“, lachte Anna.  „Ja, du hast Recht, aber scheiß drauf.“, lachte ich zurück. „Okay, wollen wir mal?“, fragte Anna dann. „Gerne.“, bejahte ich ihre Frage und fuhr auch schon los. Sie fuhr mir hinterher. Genauso wie mit Janna den einen Abend, fuhren wir schweigend nebeneinander lang. Wieder genoss ich nur den Wind, auch wenn er kalt war. Ich fing an, nachzudenken. Was Bill wohl machte... Oder ob das wohl alles wieder wird, dass mit der Presse und wir auch wieder am tag wie ganz normale Teenager irgendwas machen können... Man muss sehen, was die Zeit bringt. Aber ich hoffte es so sehr. Gut, so wie früher, also ohne die Jungs, wird es wohl nie wieder, aber das nahm ich alles in kauf und ohne wollte ich auch auf keinen Fall nicht mehr! Schließlich liebte ich Bill und war nicht nur irgendein Fan, die ihn ausnutzen wollte. Und die anderen Jungs, waren schon richtig gute Freund. Auch Gustav und Georg, auch wenn wir kaum irgendwas miteinander unternommen haben. Aber das kann man ja ändern. Vielleicht wollten sie ja mit nach Freiburg. Ich dachte weiter an irgendwelche Sachen, bis Anna mich aus meinen Gedanken holte. „Noch da?“, fragte sie mich und hielt an. Auch ich bremste. „Ja, habe grade nur nachgedacht.“, lächelte ich leicht. „Achso, hier sag mal, wollen wir vielleicht Georg und Gustav fragen, ob die beiden auch mit nach Freiburg kommen wollen am Wochenende? Weil irgendwie haben wir mit den beiden noch voll nicht viel gemacht.“; fragte Anna mich dann. Ich musste anfangen zu lachen.  Anna sah mich fragend an. „Hä, was hat du denn jetzt?“  Ich beruhigte mich wieder und sagte: „Ich habe eben genau das gleiche gedacht. Also ob die Jungs nicht vielleicht auch mit nach Freiburg kommen könnten, weil wir erst voll wenig mit ihnen gemacht haben.“, grinste ich dann nur noch. „Achso.“, lachte Anna. „Aber wenn ich das nächste mal mit Tom telefoniere, sage ich ihm, er soll die zwei mal fragen.“, fügte sie noch hinzu.  „Ja, also ich würde es toll finden.“  Wollen wir in den Park gehen?“, fragte ich Anna dann. „Ja, können wir machen.“, stimmte sie zu. Also machten wir uns auf den Weg in unseren kleinen Park, der gleich um die Ecke war. „Komm lass dahinten hinsetzen.“, sagte ich zu Anna und ging vor zu einer Bank, die ganz abgelegen und in der dunkelsten Ecke lag. Als wir auf der Bank saßen, schwiegen wir, wie so oft. „Hm, hast du Zigaretten? Nee, oder?“, fragte ich Anna dann. „Nein, rauche doch nicht.“, antwortete sie mir. „Hmm, okay ich komme gleich wieder, ja. Ich gehe nur schnell zum Automaten, okay?“, fragte ich sie. „Ja, okay, aber beeil dich. das ist mir hier nicht alles so geheuer.“, sagte sie und guckte sich etwas ängstlich um. „Ach hier wurde nur mal wer umgebracht, sonst nichts, also keine Angst.“, lachte ich und rannte los, da ich mich echt beeilen wollte. Als ich meine Zigaretten dann hatte, zündete ich mir eine an und ging zurück zu der Bank. Ich schoss ein paar Steine, die man in der Dunkelheit noch gerade so erkennen konnte, vor mich hin. Plötzlich hörte ich Stimmen, machte mir aber nicht weiter was draus. Es waren eh nur irgendwelche Freunde von meinem Bruder, weil die hier eigentlich jeden Abend saßen und Alkohol tranken und laberten. Also ging ich entspannt weiter zu Anna. „Da bin ich wieder.“, grinste ich und setzte mich neben sie. „Sag mal hast du eine Tasche mit?“  „Nee, wieso?“, fragte Anna. „Ich weiß nicht wo ich die Schachtel hintun soll, ohne, dass meine Eltern es bemerken.“, sagte ich und guckte an meiner Jacke nach einer großen Tasche. Irgendwie fand ich dann doch eine und stopfte die Schachtel rein. Als ich eine Tasche suchte, bekam ich wohl nicht das mit, was Anna mitbekam. „Sag mal, hast du das eben auch gehört?“, fragte sie mich und guckte schon leicht panisch um sich. „Ach, wenn du irgendein Gerede meinst oder so, dass sind bestimmt nur Kumpels von meinem Bruder.“, antwortete ich locker. „Nein, hör doch mal, das Geräusch kommt irgendwie immer näher.“  Auch ich hörte es jetzt. „Stimmt, was ist das?“, fragte ich Anna. „Frag mich was leichteres, aber findest du nicht auch, dass wir hier lieber ganz schnell...“ Anna stoppte und sah gebannt geradeaus. Auch ich guckte auf die gleiche Stelle und wusste, dass das eben auf dem Weg vom Automaten zurück zur Bank, nicht nur irgendwelche Freunde von meinem Bruder waren, ganz im Gegenteil... .


Kapitel 45:


*>Lea’s Sicht<*
Ich sah sie immer weiter an. Es waren zwei große vermummte Gestalten. Ich konnte nicht erkennen wer es war, aber wahrscheinlich kannte ich sie noch nicht einmal. „Komm Anna.“, flüsterte ich ganz leise zu Anna. Die beiden Personen vor uns regten sich nicht. Ich packte an Annas Hand und stand auf. Auch sie tat es mir nach und wir wollten gerade an den beide vorbei gehen, da packte die größere mich und drehte mich mit dem Rücken zu sich. Auch Anna wurde festgehalten, aber von der anderen. Sie war etwas kleiner und schmaler. Auf einmal merkte ich wie etwas Kaltes an meinen Hals gehalten wurde. Ich traute mich nicht meinen Kopf ganz zu sinken, geschweige denn mich von dieser komischen Person los zu reißen. Ich versuchte mit meinen Augen an meinen Hals zu gucken. Es war schwer aber ich erkannte, dass das, was an meinem hals war, scharf war und eine klinge hatte. Mir kam nur eins in den Sinn. Ein Messer. Ich wurde langsam richtig Panisch, versuchte aber ruhig zu bleiben. Auch Anna schien es nicht anders zu ergehen, denn sie versuchte wieder nach meiner Hand zu greifen, was ihr aber nicht gelang. Ich schluckte. „Was... was... wollt ihr von uns.“, fragte ich dann und richtete meine Augen die ganze Zeit auf das Messer, welches immer noch an meiner Kehle war. „Was wir von euch wollen?“, lachte die große, die mich fest hielt ironisch. „Wir wollen, dass ihr endlich eure Finger von den Twins nehmt. Beziehungsweise von Tokio Hotel.“, setzte die andere nun fort. „Aber, da...da läuft doch nichts. Nur Freundschaftlich.“, mischte Anna sich ein. Es kam gerade ein Auto am Park vorbei und die beiden Mädels zogen uns weiter ins Gebüsch. Das Messer drückte sich immer weiter in meine Kehle. Es tat nicht weh oder so, es war aber schrecklich. Von dem Scheinwerferlicht, was durch das Gebüsch drang, sah ich, dass Anna etliche Tränen die Wange runter liefen.  „Und jetzt lasst uns endlich los, verstanden?“, sagte ich nun wieder. „Nein, dass werden wir nicht. Mit euch sind wir noch lange nicht fertig. Ich wusste nicht, wie wir es anstellen konnten, dass die beiden einen Moment unaufmerksam waren, bis ich eine Idee hatte. Die beiden Mädels redeten irgendetwas auf einer anderen Sprache. Russisch war es glaube ich. Aber sie waren trotzdem aufmerksam genug, sodass ich ihnen nicht das Messer aus der Hand reißen konnte. Vor mir lag ein Stock. Mir blieb nichts anderes übrig. Also schoss ich den Stock in das Gebüsch, was vor mir lag. Kurz darauf entstand ein lautes knacken. Die beiden Mädchen schreckten aus ihrem Gespräch hoch und drehten sich um, um zu gucken, was das war. Das Messer blieb trotzdem an meinem Hals. Ich nahm meine Rechte Hand und packte das handgelenk von dem Mädchen, in dessen Hand das Messer war und zog es von meinem Hals weg. Ich drehte mich um. Beide sahen mich böse und hysterisch an. „Komm sofort her, du Miststück.“, sagte das größere Mädchen, da die  kleine ja noch hinter Anna stand und sie festhielt. „Nein, komme ich nicht und jetzt lass du endlich in Ruhe.“, schrie ich die andere an. „Wo denkst du hin. Lass du lieber Bill ihn Ruhe und popp dich nicht nur als kleines billiges Stück durch seine Familie.“, schrie sie zurück. Was redete sie da? Nun liefen auch mir Tränen die Wange runter und plötzlich konnte mich nichts mehr halten. Nicht einmal die Angst, Anna dabei zu verletzen, was ich jetzt tat. Ich stürmte wie wild auf die kleine zu und riss Anna von ihr los. „Du hast doch keine Ahnung. Wer hier wohl das billige Stück ist und nur mit einem der Jungs ins Bett will.“, sagte ich Wut entbrannt. „Du.“, sagte sie und spuckte mir vor die Füße. Das musste ich mir nicht gefallen lassen. Ich holte aus und traf sie direkt auf der Nase. Sie schrie auf und hielt sich sofort ihre Hand davor, doch das hätte ich eben lieber nicht tun sollen. Die größere kam von hinten, packte an meine Schulter und riss mich rum. Anna stand nur neben mir und weinte. Zwar war sie älter, aber ich wusste auch nicht, warum ich Anna auf einmal so beschützte, als ob sie ein kleines Kind wäre. Okay, vielleicht würde ich es mir nie verzeihen, wenn ihr irgendetwas passierte, wenn ich es hätte verhindern können. Ich sagte noch schnell zu Anna ein „Los Anna lauf.“, doch da sah ich schon schwarz und sackte auf dem Boden zusammen. Ich hörte noch wie die beiden Mädchen sagte: „Schnell weg hier und ihr werdet noch von uns hören.“, doch dann war ich auch schon Ohnmächtig.  „Lea? Hey, aufwachen.“, hörte ich eine Stimmen neben mir und spürte wie eine Hand meine Wange leicht betätschelte. „Hm?“ Ich machte langsam meine Augen auf. Ich merkte schon am Boden, dass wir noch draußen im Park waren und auch als ich die Augen aufhatte, sah ich nur Dunkelheit. Ich konnte gerade noch so Annas Gesicht erkennen. „Was, was ist los?“, fragte ich total benommen. „Du bist von dem Schlag ins Gesicht Ohnmächtig geworden.“, antworte Anna mir und half mir, dass ich mich auf eine Bank setzen konnte. „Oh man, mein Kopf.“, ich packte mir ins Gesicht. Als ich meine Hand wegnahm, merkte ich, dass ich etwas Blut an der Hand hatte. „Anna wischt du mir bitte das Blut weg?“, fragte ich und holte ein Taschentuch aus meiner Tasche. „Und wir sagen nicht meiner Mutter, ja? Und auch nicht den Jungs, Anna das bleibt unter uns. Die sollen sich keine Vorwürfe oder Sorgen machen, ja?“, sagte ich, als Anna mir mein Gesicht sauber putzte. „Aber du hast ein blaues Auge und du eine Schürfwunde am Wangenknochen, Wie sollen wir das am Freitag vor den Jungs verstecken? Und vor deiner Mum und deinem Dad?“, fragte Anna mich. „Dann bin ich eben bei Skateboard fahren hingefallen bin, bitte!“ Ich fing an zu weinen. „Hey, komm, okay machen wir.“ Auch Anna wischte sich ein paar Tränen aus dem Gesicht. Ich stand auf. „Komm, lass uns gehen.“, sagte ich und guckte mich vorsichtshalber noch einmal um. Mir war mega schwindelig und ich taumelte ein paar Mal hin und her. „Geht’s?“, fragte Anna gleich und hielt mich fest. „Jaja, geht schon.“ Ich hielt mir den Kopf und wir machten uns auf den Weg nach Hause.


Kapitel 46:

*>Lea´s Sicht<*
Als wir auf dem Weg nach hause waren, ging es mir richtig scheiße. Mir war total schwindelig und Kopf schmerzen hatte ich auch. Anna bemerkte es wohl auch, dass ich die ganze Zeit nur so vor mich hin torkelte. „Lea, ist wirklich alles in Ordnung mit dir?“, fragte sie mich total besorgt. „Ja, mit mir ist alles in Ordnung. Die hatte nur einen ganz schön harten Schlag drauf.“, lachte ich ein wenig, um diese drückende Stimmung irgendwie zu brechen. Was mir natürlich nicht gelang. Ich hing meinen Gedanken nach... Was bewegte diese beiden Mädels dazu, uns ein Messer an die Kehle zu setzen? Wir habe nichts gemacht. Schön und gut, es sind ihre Idole, ihre Vorbilder aber trotzdem haben sie kein Recht so etwas zu machen.
Manchmal ging das Fansein echt zu weit. Die Jungs hatten ja kein bisschen Privatleben mehr... „Lea, schließt du auf?“; fragte Anna mich auf einmal. Ich schreckte hoch und sah, dass wir schon vor meiner Haustür standen. „Ja, klar.“, ich schloss die Tür auf und Anna schloss sie hinter sich wieder nachdem sie ins Haus getreten ist. Ich zog meine Schuhe aus und Pfefferte meine Jacke in die Ecke. Man hört im Wohnzimmer noch den Fernseher laufen, also waren meine Eltern auch noch wach.  „Wir sind wieder da und auch gleich wieder oben. Gute Nacht.“; rief ich und Anna und ich gingen sofort die Treppe hoch. Als wir oben waren setzten wir uns auf mein Bett. Ich winkelte meine Beine an und schlang meine Arme darum. „Warum machen die so etwas?“; fragte ich Anna total Gedankenverloren.  „Ich habe keine Ahnung Lea. Aber wir beide wissen, wie manche Fans sein können.“, antwortete sie mir genauso nachdenklich. Wir schwiegen wieder eine weile. „Anna ich hab Angst.“, sagte ich dann wieder und sah sie an. „Lea ich auch. Aber wir schaffen das!“ Anna nahm mich in den Arm. Mir lief eine Träne die Wange hinunter. „Ich gehe mich mal schnell waschen.“, sagte ich und stand auf. Gerade als ich die Tür aufmachen sollte, stoppte Anna mich. „Lea?“, fragte sie auf einmal. Ich drehte mich wieder um. „Ja?“ Ich schaute sie fragend an. „Danke, dass du das eben gemacht hast, ja?“  Ich lächelte leicht. „Hey, es ist okay. Ich hätte es mir nie verzeihen können, wenn dir irgendetwas passiert wäre.“, antwortete ich ihr. Ich musste mich die ganze Zeit an der Türklinke festhalten, weil ich nicht stehen konnte. Mir war immer noch total schwindelig. Anna stand auf und kam zu mir und nahm mich noch einmal in de Arm. „Wir bekommend as hin. Und hab keine Angst.“, flüsterte ich. Leichter gesagt. Ich hatte ja selber Angst, dass diese Mädels wiederkommen würden und noch was Schlimmeres mit uns machen würden. Ich meine sie hatten gedroht, dass wir noch einmal von ihnen hören würden. Ich hoffte, es war nur eine leere Drohung. Als Anna und ich uns aus unserer Umarmung lösten, ging ich ins Badezimmer. Als ich in den Spiegel sah, sah ich erstmal wie schlimm ich aussah. Meine Schminke war total auf meinen Wangen verlaufen. Rechts war mein Auge total blau und dick und auf dem Wangenknochen hatte ich eine Schürfwunde. Okay, dass wird schwer den Jungs zu erklären, dass ich da nur mit dem Skateboard hingefallen sind. Ich nahm mir Abschminktücher aus dem Schrank, und schminkte meine Linke Wange plus Auge ab. Rechts ging es ja schlecht. Da nahm ich mir einen feuchten Lappen und tupfte alles so gut es ging etwas ab. Es tat Höllisch weh. Es brannte. Als ich dann in den Spiegel sah, sah es immer noch schrecklich aus, aber ändern konnte ich es nun mal nicht mehr. Ich ging noch schnell aufs Klo und dann wieder zu Anna in mein Zimmer zurück. „Anna, ich sehe schrecklich aus.“, seufzte ich und ließ mich auf mein Bett fallen. „Hey, komm, dass geht wieder weg.“, versuchte sie mir gut einzureden.  „Trotzdem.“ „Geht’s dir denn sonst gut soweit?“, fragte sie. Sollte ich lügen, oder ihr sagen, dass mir mega schwindelig war und ich Kopfschmerzen hatte.  Ich beschloss zu lügen. „Nee, sonst geht’s mir Prima.“, antwortete ich und ging zu meinem Schrank. „Lea? Du sagst mir jetzt auch grade die Wahrheit, nä?“, fragte sie noch einmal nach. „Jaha Anna, sage ich. Mach dir keine Sorgen.“, sagte ich schon leicht genervt. Damit gab sie sich wohl nun zufrieden. „Ich geh mich abschminken.“, damit ging sie aus der Tür ins Badezimmer. Ich zog mir meine Schlafsachen an und setzte mich auf meine Fensterbank. Das Licht war aus und von draußen kam nur ein ganz bisschen Licht rein. Ich sah in die Dunkelheit. Dachte an Bill, Tom, Gustav, Georg und an das eben. Es ging einfach nicht aus meinem Kopf raus, so doll ich es auch verdrängen wollte. Keiner, wirklich keiner, darf etwas davon erfahren. Nachher heißt es noch, dass ich mit Bill Schluss machen muss, weil es sonst zu gefährlich wird und wir den Kontakt abbrechen müssen. Bei dem Gedanken, kullerte mir wieder eine Träne die Wange hinunter. Anna brauchte heute aber auch etwas länger und so saß ich da immer noch nach fünf Minuten alleine. Ich nahm mir mein Handy und sah, dass ich eine SMS bekommen hatte. Ich öffnete sie. Bill.
Hey, Schatz.
Oh man, ich vermisse dich und das schon nach einem Tag. Ich mach mir Sorgen, alles in Ordnung bei euch? Melde dich mal bitte.
Liebe dich, Bill!
Wie kommt er darauf, dass bei uns nicht alles in Ordnung ist? Ich meine, wir haben doch erst   telefoniert. Ich guckte, wann die SMS gekommen ist. Eben gerade erst. Hm...Ich schrieb ihm zurück.
Hey Bill.
Ich vermisse dich auch. Aber wieso machst du dir Sorgen? Wir haben doch vorhin erst telefoniert. Also, bei uns ist alles in Ordnung. Und bei euch? Was machen die Termine?
Ich liebe dich auch, Lea!
Ich schickte sie ab. Als ich wieder aus dem Fenster sah und auf die Antwort von Bill wartete, kam Anna auch schon ins Zimmer. Sie kam zu mir ans Fenster. „Na..“, sagte sie. „Hey!“ Ich sah sie an. Ihr Gesicht war von dem hellen Licht vom Mond leicht beleuchtet. Sie sah aus, als ob sie geweint hätte. „Was ist los?“, fragte ich sie auch gleich. „Nichts, wieso?“ Sie dachte wohl, dass ich es nicht sehen würde, dass sie geweint hat. „Anna, du hast geweint.“, sagte ich und wartete auf eine Antwort. „Nein, habe ich nicht. Aber ich lege mich jetzt hin. Gute Nacht.“ Sie gab mir einen Kuss auf meine Wange und legte sich mit dem Rücken zu mir ins Bett.
Was ist bloß los mit ihr? Wieso will sie es nicht zugeben, dass sie geweint hatte?
Sie hatte Angst, dass wusste ich, aber trotzdem kann sie doch zugeben, dass sie geweint hatte....



Kapitel 47:


*>Lea´s Sicht<*
Ich saß noch eine halbe Stunde auf der Fensterbank und sah raus. Der Himmel war so schön. Man konnte die Sterne klar und deutlich sehen, genauso wie den Mond. Ich wollte gerade ins Bett gehen, da vibrierte plötzlich mein Handy. Bill hatte zurück geschrieben.
Hm, ich mach mir Sorgen, wegen der Sache mit der Bild halt. Das dir und Anna irgendetwas passiert. Aber wenn du sagst, dass mit euch alles in Ordnung ist, dann werde ich dir das mal glauben. Ich hoffe es! Bei uns ist es ziemlich stressig. Wegen den Terminen haben wir vorhin ja gar nicht geredet, also morgen ist die BRAVO und die YAM dran. Hoffe es klärt sich alles auf.
Ich hoffe, wir telefonieren morgen! Liebe dich und schlaf gut mein Schatz!
Ich las mir die SMS durch. Wenn die morgen das Interview mir der BRAVO haben, dann steht schon am Mittwoch was von der Sache in der Zeitung. Oh man. Ich bekam noch mehr Angst, unterdrückte sie aber und schrieb Bill wieder zurück.
Ja, wirklich, alles ist in Ordnung. Und ihr schafft das schon mit den Interwievs. Nur Bill bitte sagt unsere Namen nicht. Wir wollen das nicht!
Ich freu mich auf morgen, Schatz!
Ich liebe dich auch. Und schlaf du auch fein und träum süß (:
Ich schickte sie ab und sah noch einmal raus und ging dann auch endlich schlafen, weil es echt schon relativ spät war. Ich legte mich hin. Wieder geisterten mir die Szenen von vorhin durch meinen Kopf, der noch höllisch wehtat. Also schlief ich mit Kopfschmerzen und den Gedanken an den Vorfall von vorhin ein.
Ich wachte mitten in der Nacht auf. Mein Kopf brummte immer noch. Anna neben mir schlief noch Seelenruhig. Also beschloss ich runter zu gehen und mir eine Tablette zu nehmen. Als ich aufstand drehte sich wieder alles in meinem Kopf. Was war das nur? Also eigentlich müsste das doch langsam mal weg sein. Ich packte mir an den Kopf und ging Kopfschüttelnd runter in die Küche. Es war noch dunkel. Ich sah auf die Uhr und die verriet mir auch, dass wir es erst kurz vor halb fünf hatten. Ich nahm mir ein Wasserglas aus dem Schrank und ließ mir Leitungswasser in das Glas laufen. Als es voll war nahm ich mir eine Tablette und machte sie in das Wasser, damit sie sich auflösen konnte. Ich beschloss mit dem Glas hoch zu gehen, weil gleich mein Vater aufstand, wegen der Arbeit und er mich nicht so sehen brauchte. Ich müsste sonst alles erklären und das wollte ich nicht.
Als ich oben war, setzte ich mich auf mein Bett und trank das Wasser mit der Tablette aus. Es war widerlich, aber vielleicht half es ja, hoffte ich. Als ich ausgetrunken hatte, legte ich mich wieder neben Anna und schleif auch ganz schnell wieder ein.
„Lea?“, hörte ich Annas Stimme. „Hey, aufwachen.“, sagte sie noch einmal und rüttelte ein wenig an mir rum. „Ja, wie spät ist es denn?“, fragte ich sie noch total verschlafen und öffnete langsam meine Augen. „Gleich halb zwölf.“  „Boah das ist noch mega früh.“, stöhnte ich und drehte mich um. Anna lachte. „Gar nicht und jetzt raus aus den Federn. „Jaja, ich gehe ja schon duschen. Aber ist meine Mutter da?“, fragte ich sie und setzte mich auf. Mein Kopf tat immer noch weh. Die Tablette hatte wohl nicht geholfen.  „Nein, die ist weg. Wollte sich mit einer Freundin in der Stadt treffen. Und heute Abend wiederkommen, also keine Angst. Geht’s dir denn besser?“, fragte sie mich. „Geht schon und bei dir alles in Ordnung?“ Sie sollte sich keine Sorgen machen, also log ich sie weiter an. Sie war eine meiner besten Freundinnen und ich tat es. Ich könnte mich dafür Ohrfeigen. „Ja, mir geht’s soweit auch ganz gut, aber ich bin heute so früh aufgewacht. Konnte nicht schlafen, wegen gestern.“, sagte sie. „Anna, und jetzt sag mir die Wahrheit, ja? Hast du gestern geweint?“, ich sah durch dringlich an. 

*>Anna´s Sicht<*
„Anna, und jetzt sag mir die Wahrheit, ja? Hast du gestern geweint?“, sie sah mich durch dringlich an. Sollte ich es ihr sagen? „Nein, habe ich nicht, Lea.“ Ich log, weil sie sich keine Sorgen um mich machen sollte. Ich weiß wie das ist, wenn sich jemand Sorgen macht. Ich tat es mir ja bei Lea auch. Sie war seit gestern so komisch. Die ganze Zeit blass und hatte Kopfschmerzen. Über Nacht hat  sie sich auch eine Tablette genommen. Stehen konnte sie alleine auch nicht lange, weil sie sich immer fest hielt, ich bekam alles mit, nur sie dachte ich weiß es nicht.
„Und jetzt geh duschen.“, sagte ich um nicht mehr drüber reden zu müssen. Lea nickte nur und sah mich skeptisch an. Ich lächelte ihr zu. Sie stand auf und holte sich ihre Sachen aus ihrem Schrank und verschwand auch schon. Ich ging zum Fenster und setzte mich auf die Fensterbank. Lea saß dort auch oft und ich musste sagen, man konnte hier gut nachdenken und aus dem Fenster gucken. Mir ging das alles mit der Sache von gestern Abend ziemlich an die Nieren. Ich wusste nicht, wie das alles weiter gehen soll. Sie haben gedroht, wieder zu kommen. Tom soll hier sein. Aber er meinte wir schaffen das und das er an uns glaubt. Ich hoffte es, dass alles glatt ging, aber vor dem Ersten Tag in der Schule hatte ich jetzt schon Angst. Okay, ich hatte sowieso Angst, auf die Straße zu gehen, aber in der Schule war es wohl am Schlimmsten. Ich musste an Tom denken, was er wohl machte. Okay, wahrscheinlich sitzt er gerade irgendwo und muss sich irgendwelche fragen von den Reportern anhören lassen. Gemeldet hatte er sich auch noch nicht, Naja, macht er aber bestimmt noch... Ich saß bestimmt noch eine Dreiviertel Stunde lang auf der Fensterbank und sah raus. Bis Lea wieder ins Zimmer kam.

*>Lea´s Sicht<*
Ich war mit duschen fertig und zog mir meine Jogginghose und einen weiten warmen Pullover an. Ich hatte heute eh kein Bock auf raus gehen, okay vielleicht auch viel zu viel Angst. Und gut ging´s mir auch nicht. Mein Kopf dröhnte immer noch total und dieses Schwindelgefühl ging auch nicht weg. Ganz im Gegenteil. Mir wurde auch schon Übel dazu. Ich machte mir gerade selber Sorgen über mich selber und das sollte schon was heißen. Was ich wohl haben könnte. Gehirnerschütterung? Oder irgendwas anderes? Ich wollte diese Gedanken verdrängen. Versuchte es auch aber gelingen ist was anderes. Ich ließ das schminken heute mal aus und band mir meine Haare zu einem Zopf zusammen.


Kapitel 48:

*>Lea´s Sicht<*
Als ich fertig war ging ich wieder zurück in mein Zimmer. Anna saß auf meiner Fensterbank und sah raus. So wie ich es ganz oft tat. Es war mein Lieblingsplatz. „So, ich bin fertig.“, sagte ich, um Aufmerksamkeit zu erregen. Anna drehte auch gleich ihren Kopf zu mir. „Okay, das ist gut. Wollen wir runter gehen was essen?“, fragte sie mich auch gleich und stand von der Fensterbank auf. „Ja, klar können wir machen. Ich nahm noch schnell mein Handy und Anna ihres und schon gingen wir runter. Als wir unten waren, ließ ich mich erstmal auf einen Stuhl in der Küche fallen und rieb mich am Kopf. Als Anna zu mir guckte, hörte ich sofort auf. „Möchtest du was essen?“, fragte ich sie. „Ja, bitte. Mein Magen knurrt schon den ganzen Morgen.“, sagte sie und ließ sich gegenüber von mir auf den Stuhl fallen. Ich stand auf. „’N Toast?“  „Ja, aber eins reicht.“, antwortete sie mir und ich steckte gleich ein Toast in den Toaster. „Willst du nichts essen?“, fragte Anna mich erstaunt. „Nee, hab keinen hunger.“  Als das Toast fertig war, aß Anna es schnell und wir gingen ins Wohnzimmer. Ich wollte gerade den Fernseher einschalten, da klingelte Annas Handy, also ließ ich ihn aus. Als sie auf ihren Display guckte, breitete sich ein fettes grinsen auf ihrem Gesicht aus. „Ja?“, ging sie ran. „Hey, warte mal ich stell mal auf laut, Lea ist ja auch noch da.“, sagte sie kurz und stellte auf laut. „Hey, Tom.“, sagte ich leise. „Ist Bill auch da?“  „Ja, der kommt gleich.“, gab er mir als Antwort. Ich gab nur ein brummeln von mir. Ich hatte gerade keine Lust zum reden und schloss meine Augen. Meine ganze komplette Gesichtshälfte tat noch verdammt weh. Ich packte mir gegen mein Auge und brachte ein „Aua“, raus. Es tat noch schrecklicher weh, wenn man gegen packte. „Was war das?“, hörte ich Tom nur fragen. „Ach.. öhm... nichts, nichts.“, stotterte Anna nur und sah mich prüfend an. „Alles, in Ordnung?“, fragte sie mich flüsternd. „Es tut verdammt weh, Anna.“, flüsterte ich genau so leise zurück. Sie strich mir mit ihrer Hand über den Kopf. „Anna was ist los?“, fragte Tom noch einmal nach. Er gab sich wohl nicht damit zu frieden. „Man, nichts.“, fauchte ich ihn an. „Wieso machst du mich jetzt hier so an? Dann können wir auch auflegen.“, kam es dann zurück. „Nein, ich bin gestern beim Skaten einfach nur hingefallen und hab mir am Wangenknochen was aufgeschürft.“ „Hmm.“, kam es nur von Tom zurück. „Anna ich geh hoch, damit du mit Tom telefonieren kannst.“, ich stand auf und fiel auch gleich wieder zurück, weil ich mich nicht halten konnte. Alles drehte sich. Ich probierte es aber wieder und schaffte es auch und machte mich auf den Weg in mein Zimmer. Ich legte mich aufs Bett. Ich lag da bestimmt eine viertel Stunde, bis mir auf einmal total übel wurde. Ich stand, so gut und so schnell es ging vom Bett auf und ging mit schnellen Schritten ins Badezimmer. Mir war kotzübel. Im wahrsten Sinne des Wortes. Ich setzte mich vors Klo und schon kam mir alles hoch. Ich beugte mich drüber und kotzte mir die Seele aus dem Hals. Als ich fertig war, lehnte ich mich an die Wand von der Badewanne. Ich war erschöpft und mir war so mega schlecht. Ich stand nach einer Weile langsam auf und ging zum Waschbecken, wo ich mich erstmal festhielt. Das konnte doch nicht sein. Was war los mit mir, nach dem Schlag? Ich verstand die Welt nicht mehr. Ich sah in den Spiegel. Furchtbar sah ich aus. Ich wusch es mir und ging runter, weil ich was zu trinken brauchte. Ich ging wieder langsam die Treppe runter und in die Küche um mir ein Glas Wasser zu nehmen. Mit dem Glas ging ich ins Wohnzimmer wo Anna und Tom immer noch telefonierten. Es war aber eine neue Stimme dazugekommen. Bill. Es war die Stimme von Bill. Ich stellte mein Glas Wasser auf dem Couchtisch ab und ließ mich aufs Sofa fallen. „Anna mir ist so schlecht und bah, man.“, mir lief eine Träne die Wange hinunter. Diese Ungewissheit und Angst, ließ mich nicht zufrieden. „Was ist los. Du bist ja ganz blass, Maus.“, fragte Anna mich und fühlte mit ihrer hand meine Stirn. „Mir geht’s scheiße.“, sagte ich und schon wieder lief mir eine Träne die Wange hinunter. „Lea?“, kam es aus dem Telefon. Es war Bill. „Hey“, brachte ich nur raus. „Was ist los, Schatz?“, fragte Bill total besorgt. „Nichts, alles in Ordnung.“, log ich nun auch ihn an. „Das glaube ich nicht, Lea, du weinst da ist nicht alles in Ordnung.“, konterte er. Konnte er sich nicht einmal mit einer Antwort von mir zufrieden geben? „Doch!“, diesmal hörte man wirklich, dass ich weinte. „Öhm Jungs, ich muss auflegen. Tom ich leibe dich und Tschau Bill.“, sagte Anna und legte ihr Handy schon auf den Tisch. Sie hatte einfach aufgelegt, ohne, dass die Jungs irgendetwas sagen konnten. „Hey, komm her.“, sagte sie nun und nahm ich in den Arm. „Jetzt sag was mit dir los ist, Lea. Ich mache mir Sorgen, verdammt.“, sagte Anna nun schon etwas strenger. „Mir ist seit gestern, die ganze Zeit ununterbrochen Schwindelig. Ich habe Kopfschmerzen ohne Ende. Und eben habe ich mich übergeben, Anna das ist doch nicht mehr normal. Ich habe Angst was ist mit mir los?“, fragte ich und weinte richtig, Anna nahm mich in den Arm. „Hey, hey, es ist bestimmt nichts schlimmes, aber wieso hast du mir nichts gesagt? Und ich glaube wir sollten mit dir echt mal zum Arzt gehen.“, sagte sie. Arzt? Nie im Leben. „Ich wollte nicht, dass du dir Sorgen um mich machst. Ich meine du hast schon genug damit zu knabbern, was gestern passiert ist und wenn das mit mir dazu kommt. Ich wollte es nicht und nein, ich gehe nicht zum Arzt.“

Kapitel 49:


*>Anna´s Sicht<*
Warum wollte sie verdammt noch mal nicht zum Arzt. „Ich find es ja lieb von dir, aber Lea, du musst mir so was sagen. Guck doch wie schlecht es dir geht, Mensch. Auch wenn ich mir Sorgen mache. Und du gehst zum Arzt.“, sagte ich streng zu ihr. „Nein Anna ich geh da nicht hin. Ich hasse Ärzte, bitte und sei leise vor meiner Mutter. Ich habe da keinen Bock drauf.“, sagte sie. Mir viele es schwer, aber wenn sie es so wollte, dann durfte ich sie ja auch nicht zwingen, auch wenn es vielleicht besser für sie wäre. „Okay, ich kann dich nicht zwingen. Und ja, vor deiner Mum bin ich ruhig, versprochen. Aber wenn es nicht besser wird, dann...“, sie unterbrach mich. „... ja, dann gehe ich hin.“ Sie rollte dabei mit den Augen. Ein leichtes lächeln huschte mir über die Lippen. Sie wusste wohl doch, was ich sagen wollte. „Okay und jetzt ab ins Bett ja?“, sagte ich und stand auf und hielt ihr meine Hand hin. „Ja, okay.“, sie nahm meine Hand und ich half ihr hoch. Als wir oben waren. legte sie sich ins Bett und ich deckte sie zu. „Danke Anna und tut mir leid, dass ich jetzt so fertig bin und wir gar nichts machen können, wenn du schon mal hier bist.“, sagte ich entschuldigend. „Hey, nicht schlimm. Aber ich gehe mal zu deinem Bruder ins Zimmer und telefoniere mit Tom weiter, ja? Schlaf du dich erstmal aus und wenn du aufwachst, sieht die Welt schon ganz anders aus.“, zwinkerte ich ihr zu und strich ihr über ihre Stirn. Sie lächelte mich an. Das erste Mal, seit gestern Abend. Ich ging aus der Tür raus und in das Zimmer von Lea Bruder. Ich wählte Toms Nummer. Es tutete gerade ein Mal, da ging er auch schon ran. „Hey, Anna, was war eben los. Wir machen uns voll die Sorgen?!“, sprach er auch schon ganz aufgebracht ins Telefon. „Ach nichts.“, sagte ich nur kurz. Es tat mir weh ihn anlügen zu müssen. „Anna sag man, Bill geht tot vor Sorge. Es ist seine Freundin, man.“  „Tom ich darf es euch nicht sagen.“ „Sagt wer?“; fragte er gleich nach. Er klang irgendwie sauer und besorgt zugleich. „Lea...“  „Man Anna bitte.“ Er flehte mich schon regelrecht an. „Okay, aber Tom bitte macht euch keine Sorgen, ja?“, fragte ich ihn vorher. „Jetzt sag schon.“, drängelte er, gab mir aber keine Antwort. „Lea, sie ist doch gestern mit ihrem Skateboard hingefallen.“ Ich musste ihm verheimlichen, was gestern passiert ist, das war ich Lea schuldig. „Naja und sie ist halt etwas stärker aufgekommen und war halt Ohnmächtig.“ ich stoppte kurz. Tom gab kein Kommentar zurück also erzählte ich weiter. „Und naja, ihr war danach total schwindelig und Kopfschmerzen hatte sie auch. Wir sind dann aber gleich nach hause gegangen und sie hat auch ein blaues Auge und eine Schürfwunde am Wangenknochen. Eben wurde ihr total schlecht und gegessen hat sie heute Morgen auch nichts. Dann ist sie hochgegangen und kam halt Kreidebleich wieder zurück ins Wohnzimmer. Dann hab ich aufgelegt und sie hat mir erzählt, dass sie sich auch noch übergeben hat. Sie hat schreckliche Angst, dass irgendetwas mit ihr ist, Tom. Und ich mache mir Sorgen um sie. Was ist, wenn es was Schlimmes ist? Aber sie will ja nicht zum Arzt. Sie hat die ganze Zeit geweint. Tom sag mir was ich machen soll.“, sagte ich schon regelrecht verzweifelt. Ich fing an zu weinen. „Oh mein Gott. Scheiße Tom ich muss zu ihr.“, hörte ich auf einmal Bills Stimme. Er muss wohl mitgehört haben, was ich gerade erzählt hatte. „Nein Bill, bitte. Lass sie, sie schläft.“, sagte ich und schluchzte. „Man es ist meine Freundin. Wer weiß was sie hat.“, fing er an lauter zu werden. „Ey Bill, komm runter. Anna kümmert sich um sie und außerdem bist du am Freitag wieder bei ihr und da geht’s ihr bestimmt wieder besser.“, sagte nun Tom, der bis jetzt noch nichts dazu gesagt hatte. „Ihr versteht das alles nicht.“, rief Bill noch und ich hörte nur noch ein Türknallen.
„Oh man fuck.“, sagte Tom. „Hey, aber Anna pass einfach auf sie auf, es wird nichts Schlimmes sein, glaub mir und sei mir nicht sauer, aber ich muss hinter Bill her, ja?“, sagte er. „Okay, mache ich. Ich liebe dich und sag Bill, dass es mir Leid tut.“, sagte ich und wischte mir meine Tränen weg. „Ja, ich liebe dich auch. Anna hör bitte auf zu weinen, das wird schon wieder. Und sei stark. Für Lea und für uns alle. Und warum soll ich Bill sagen, dass es dir Leid tut?“, fragte Tom mich noch. „Tu es einfach, es wäre nett, ja?“ „Okay, ich melde mich heute Abend wieder nach dem Interview.“, und schon hatte er aufgelegt. Ich legte mein Handy zur Seite und fing an zu weinen. Ich ließ meinen Kopf in meine Hände fallen und weinte vor mich hin. Ich hatte so Angst um sie. Das alles machte mich im Moment so fertig. Von gestern und das mit Lea. Aber ich sollte stark sein, dass hatte Tom gesagt. Und ich nahm mir vor, dass ich es bin, Stark!


Kapitel 50:

*>Lea´s Sicht<*
Als Anna aus meinem Zimmer ging, bin ich auch gleich eingeschlafen.
Ich wachte auf. Von keinem Geräusch oder so, sondern einfach nur weil ich wahrscheinlich ausgeschlafen hatte.  Ich sah auf meinen Wecker, der mir verriet, dass es inzwischen schon vier Uhr war. Also beschloss ich auf zu stehen und nach Anna zu suchen. Meine Eltern waren ja eh noch nicht da, also ging das ja. Ich stand vorsichtig auf. Immer noch war mir schlecht und schwindelig. Aber ich riss mich zusammen und ging zu erst zu meinem Bruder ins Zimmer, wo sie telefonieren wollte. Als ich die Zimmertür aufmachte, sa0ß sie auf dem Sofa und sah Nachdenklich aus. „Hey.“; sagte ich und setzte mich neben sie. „Na, wach?“, lächelte sie. „Wie geht es dir?“, hing sie noch dran. „Hm, geht. Mir ist immer noch Schwindelig und Übel.“, gab ich ihr als Antwort. „Und dir?“  „Ja, ganz okay, muss ja, nä?“, seufzte sie. Ich nickte nur.  „Wollen wir rüber in mein Zimmer gehen und Fernsehen gucken?“, fragte ich sie dann nach einer Weile des Schweigens. „Ja, lass mal machen.“ Wir standen auf und gingen in mein Zimmer. Ich machte den Fernseher an und legte mich zu Anna auf mein Bett. Es kam gerade eigentlich nur scheiße, aber wir guckten es trotzdem. Bis mir einfiel, dass Anna ja mit den Jungs telefonieren wollte. „Sag mal Anna, was haben die Jungs eigentlich so gesagt?“, fragte ich sie gleich. „Hm, Lea sorry, aber ich musste es ihnen erzählen.“ ich sah sie perplex an. „Was erzählen?“ „Naja, dass es dir halt so scheiße geht. Also ich habe das mit dem Skaten erzählt. Aber ich habe ihnen gesagt, dass die dauern Schwindelig ist und dir Übel ist und du auch Kopfschmerzen hast die ganze Zweit über. Naja und Bill will nach Hause kommen, weil er zu dir will, wenn es dir so scheiße geht. Weil ja eigentlich alles mit dir sein könnte. Naja, er macht sich mega Sorgen. Tom und ich meinten er soll nicht kommen, und er hat dann nur geschrieen „Ihr versteht das alles nicht“ und ist raus gerannt. Und ja, Tom hinterher und er wollte sich heute Abend noch mal melden.“, erklärte sie mir. „Oh mein Gott.“, bekam ich ur raus. „Ich muss Bill anrufen. Er soll sich keine Sorgen machen. Ich schnappte mir mein Handy und rief bei ihm an. „Tuuut...Tuuut...Ja?“, kam es dann. Aber es war nicht Bills Stimme. „Öhm Tom?“, fragte ich erschrocken. „Ja, hey kleine. Wie geht es dir?“  „Hm...“, ich wusste nicht was ich ihm Antworten sollte. „Komm sag schon, dir geht es scheiße stimmt‚s?“  „Ja... Aber was ist mit Bill?“, fragte ich dann sofort nach. „Der schläft und Lea tust du mir einen gefallen?“  „Welchen?“  „Gehst du bitte zum Arzt?“  Ich hasste es. Mir ging es dreckig schön und gut aber das geht irgendwann auch wieder weg.  „Nein Tom, das geht schon von alleine weg. Wenn ihr Freitag kommt bin ich Kerngesund.“, sagte ich dann.  „Boah ey, ja okay. Ich muss jetzt auch auflegen. Bye.“ Und schon hat er aufgelegt. Was war das? „Man, nur weil ich nicht zum Arzt gehe, spielen hier wohl alle verrückt, ey.“, sagte ich sauer und schmiss mein Handy vor mich auf das Bett. „Lea, wir machen uns Sorgen, mehr nicht.“  „Aber wenn ich nicht will, dann will ich nicht.“, murmelte ich noch und widmete mich wieder dem Fernseher.


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Die Woche ging relativ schnell um. Lea erzählte ihren Eltern, von dem Skateboard Unfall, als sie nachfragten, woher sie das Blaue Auge hat. Sie glaubten es ihr. Lea ging es in den restlichen tagen der Woche immer noch so schlecht. Mit der Übelkeit, den Schwindelgefühlen und den Kopfschmerzen wurde es nicht besser. Anna und sie Telefonierten jeden Abend mit den Jungs, die sich, genauso wie Anna, immer noch Sorgen um Lea machten. Jetzt war es Freitag und die Jungs würden gleich kommen, um die beiden abzuholen.

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“Anna, weißt du wo mein Kajal ist?”, rief ich aus dem Badezimmer. In einer halben Stunde sollten die Twins und die anderen zwei Jungs hier sein und ich finde meinen Kajal nicht. „Der liegt da irgendwo im Badezimmer im Regal. Such doch einfach mal.“. bekam ich von Anna zurück, die wohl gerade noch in meinem Zimmer war. Ich sah in das besagte Regal und da lag er auch schon. „Ah, okay stimmt. Hab ihn.“ Ich schnappte mir den Kajal, steckte ihn in meine Kulturtasche und ging zurück in mein Zimmer. „Bist du fertig mit packen?“; fragte mich Anna auf einmal. Ich drehte mich um und machte noch schnell den Reißverschluss zu. „Jupp jetzt schon, aber ich hab die hälfte eh vergessen.“, antwortete ich. Da fiel mir ein, dass ich noch meine Tabletten, also Aspirin, einpacken musste, weil es mir heute noch schlechter ging, als die restlichen zwei Tage.
„Soll ich dir deinen Koffer runter tragen?“; fragte Anna mich dann, als ich wieder aus dem Badezimmer, samt Tabletten, wiederkam. Ich verdrehte die Augen. „Nein, Anna ich kann das noch alleine.“ Ich nahm mir meine Tasche und ging die Treppe runter. Wie es mich nervte. Als ich unten war, musste ich zugeben, war mir doch wieder schwindelig, aber trotzdem wollte ich meine Sachen noch alleine tragen, schließlich sollte kein anderer mitbekommen wie scheiße es mir wirklich ging. Ich ging in die Küche und ließ mich auf einen Stuhl fallen. „Na, freust du dich schon auf Bill und die anderen?“; fragte mein Vater gleich, der mit gegenüber am Küchentisch saß. „Ja, klar.“, grinste ich ihn an. Anna kam auch schon an den Küchentisch und wir unterhielten uns noch ein bisschen mit meinen Elter, bis es auf einmal an der Tür klingelte.
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