Er liebt mich...er liebt mich nicht...

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Kapitel31:

*>Lea´sSicht<*
„Wollen wir wieder nach Hause gehen?“, fragte ich Janna, als wir noch ein bisschen durch den Park gingen. „Ja, lass mal umdrehen. Mir wird auch schon voll kalt irgendwie.“, sagte sie. „Ja mir auch.“ Also drehten wir um und gingen wieder in einem langsamen Tempo zurück zum Haus von Jörg. Als wir wenige Minuten später ankamen, klingelten wir wie immer. Wieder kam dieses nervige Summgeräusch mit dem wir rein gelassen wurden. In der Wohnung herrschte Stress. Dabei hatten wir noch eine halbe Stunde. „Maaan wo ist mein Kajal hin.“, hörte man Bill aus dem Badezimmer schimpfen. Aus Toms Zimmer kam ein Geschrei, dass seine neue Cap weg ist. Janna und ich guckten uns nur an. „Ich will hier wieder weg.“, sagte sie und lachte. Auch ich musste lachen. „Ja und ich dachte, dass ist nur bei uns Mädels so.“  „Alta man Janna hattest du meinen Kajal nicht nach dem Duschen?“, sagte Bill aufgebracht, als er die Treppe runterkam. Wenn es um seinen Kajal ging, war er nicht mehr zu stoppen. Ich musste in mich rein grinsen,  als ich Bill in das untere Gästebadezimmer hetzen sah. „Ja hatte ich auch. Ich bin aber nicht alt, aber egal komm ich zeig es dir und beruhig dich du Diva.“, sagte Janna und zerrte Bill die Treppe hoch. Ich stand immer noch da und beobachtete die ganze Situation aus dem Türrahmen aus. Ich schrie Bill noch ein „Nicht mal richtig begrüßt wird man hier.“ hinterher „Ja sorry aber dieses Psychokind hier.“, hörte man von oben. Ich schüttelte nur lachend den Kopf und ging zu Andi ins Wohnzimmer, von dem man eben noch gar nichts gehört hatte. Okay wie auch. Er saß auf der Couch, seine Füße auf den Tisch gelegt und hörte gerade irgendein Lied von Theory Of A Deadman. Ich liebte diese Band. Als er mich aber bemerkte, nahm er seine Ohrenstöpsel aus seinem Ohr und klopfte neben sich auf die Couch. „Na kleene.“, grinste er. „Na großer.“, grinste ich zurück. „Na schön Musik gehört?“, fragte ich ihn. „Ja, anders war es hier kaum auszuhalten. Jörg ist auch schon zu seiner Freundin geflüchtet, weil die Twins, und vor allem Bill, wie solche Hammerkranken durchs Haus rennen und immer irgendwelche Sachen suchen. Dabei schreien die sich immer an, boah. Seit froh, das ihr nicht hier wart.“   Ich musste lachen. „Oh man, du tust mir Leid.“ „Ja, das hoffe ich auch.“, sagte er. „Was hoffst du?“, fragte Bill, der auf einmal mit Janna im Türrahmen stand. „Ach ich habe ihr grade erzählt, was hier so abging, als sie nicht da war. Und da meinte sie, dass sie mitleid mit mir hat. Und dann meinte ich daraufhin, dass ich das auch stark hoffe.“, erklärte Andi. „Achso.“, sagte er nur kurz und kam zu mir zum Sofa und küsste mich. „Na darauf habe ich gewartet.“, grinste ich und sah Bill an, der immer noch zu mir runter gebückt da stand. Er küsste mich noch mal kurz und ging dann in den Flur um sich seine Schuhe anzuziehen. „Seid ihr alle fertig? Wir haben es gleich Zehn. Wir kommen voll zu spät.“ Mit dem Satz meldet Tom sich und rückte sein Cap noch schnell zurecht. „Ja, ich schon.“  „Also ich auch.“, hörte ich auf einmal eine mir allzu bekannte Stimme. Ich dachte ich hör nicht richtig. Ich guckte die anderen um mich rum nur geschockt an und sprang dann auf. Ich ging in einem schnellen Tempo Richtung Tom und schubste ihn beiseite. „Nee nä.“, sagte ich total überrascht. „Doch nä.“, sagte Anna mir zurück. „Alda was machst du hier?“, fragte ich und viel ihr um den Hals. „Na ich wollte euch dich nicht alleine in’s Exit gehen lassen. Und da mein Vater nach Bielefeld musste, wegen einer Geschäftsreise, und ja da hab ich ihm gesagt bring mich mal nach Hannover und schwups, jetzt bin ich hier.“  „Bah, geiles kann es nicht mehr werden. Aber hier Tom du willst sie sicher auch noch begrüßen. Hihi sorry.“, sagte ich und ging zur Seite. „Brachste nicht. Ich habe sie gerade abgeholt und sie schon begrüßt. Nur die anderen müssen ihr noch hallo sagen. Ach und wir wussten alle bescheid, außer du.“, grinste Tom mich an. „Na ihr seit ja nett.“, sagte ich noch und ging zurück zu Bill. Anna begrüßte die anderen noch schnell und ging dann auch wieder zu ihrem Tom. Er legte einen Arm um ihre Hüften und gab ihr einen sanften Kuss auf die Stirn. „Bin froh, dass du wieder da bist.“, hörte man ihn noch flüstern. „So jetzt lasst aber mal loslatschen.“, unterbrach Andi dann die Stille und packte seinen I-Pod wieder in seine Umhängetasche, die neben dem Sofa stand. Wir zogen uns alle an und machten uns auf den Weg. Bill hatte mich nicht an der Hand, genauso wenig Tom seine Anna, die er schrecklich vermisste. Den beiden viel es wohl besonders schwer, aber bei mir ging es eigentlich noch. Die beiden waren kaum verkleidet. Tom hatte lediglich eine weiter Jacke an und die Kapuze aufgesetzt. Bill hatte gar nichts auf dem Kopf. Er hat rumgemeckert und meinte, dass dann ja seine Frisur kaputt gehen konnte. Wie eitel er doch war. „Oh man eh, wo ist denn dieses Exit? Ich wollte eigentlich keine Weltreise hier machen.“, meckerte Anna, aber auch mir taten schon die Füße weh. Wo die wohl mit uns hin wollten. „Ja, sind gleich da.“, kam es von Bill und Tom gleichzeitig. Nach fünf Minuten, kamen wir dann echt endlich mal an. Die Kneipe oder Disco, wie auch immer man es nannte, sah von außen schon so edel aus. Vor dem Eingang stand gerade keiner und die Twins gingen vor. „Hay Roger, na alles Roger?“, fragte Tom, den Türsteher, der ihn ein bisschen grimmig, aber doch irgendwie freundlich anguckte.  „Na sicher, kleiner.“, grinste er zurück. Okay sie wussten anscheinend wie man sich gegenseitig ärgern konnte, weil Toms Gesichtsausdruck einem schon geriet, dass er es nicht toll fand, kleiner genannt zu werden.  „Ach hey Andi, hey Janna.“, sagte er noch. „Hey Roger.“, erwiderten die beiden. Okay die beiden waren wohl echt schon öfter hier, sonst hätte Roger die beiden ja bestimmt nicht mit dem Vornamen begrüßt.  „Oh und die zwei hübschen Damen hier auch noch zu euch?“, fragte der Türsteher freundlich. „Ja meine.“, flüsterte Bill und riss mich an der Hand rein. Tom tat es mit Anna auch, wobei Roger nur lachen musste. „Bill lass mich los, was ist wenn uns hier wer sieht. Und außerdem hast du gerade Roger gesagt, dass wir zusammen sind.“, flüsterte ich ihm zu. „Mensch beruhig dich. Wir kennen Roger schon von früher. Mein Vater ist voll gut mit dem befreundet. Der hält dich keine Angst, okay?“, sagte er leise zurück. Ich seufzte erleichtert, genauso wie Anna, die wohl genau das gleiche dachte wie ich. Dann gingen wir zu der V.I.P- Ecke.


Kapitel 32:

*>Lea´s Sicht<*
Als wir uns hingesetzt haben, kam auch gleich ein Kellner, der uns fragte, was wir zu trinken haben wollen. Die Jungs bestellten, wie nicht anders erwartet, ein Bier und wir Mädels ein Wodka-Red-Bull.
Kurze Zeit später wurden uns auch schon die Getränke vor die Nase gestellt. Ich wunderte mich ziemlich, weil das in anderen Kneipen nicht so schnell ging. Naja lag vielleicht an der V.I.P- Ecke.
Es verging eine ganze Stunde, in der wir uns nur unterhalten haben, bis Tom auf eine Idee kam. „Wer hat Lust Wettsaufen zu machen?“  Ich überlegte, aber gegen Tom, das kann ich mir ja nicht entgehen lassen. „Ich mach mit!“, grinste ich und ill sah mich nur schief von der Seite an. „Na da guckst du was Bill. Die ist nämlich gar nicht so eine liebe und brave.“, lachte Tom und ich grinste Bill nur an. „So wer macht noch mit?“, fragte er dann wieder. „Ich mach auch mit.“, kam es von Janna und von Anna kam auch ein „Ich auch“ und ein grinsen. „Okay, dann mal los. Kellner?“, rief Tom. Der Kellner kam sofort und Tom bestellte gleich Xuxu für uns. Gut, dass er Xuxu genommen hatte. Das brannte wenigstens nicht so wie anderes Zeug in der Kehle. Kurz darauf kam der Kellner mit einer Flasche Xuxu und acht Schnapsgläsern wieder. Wir machten uns die beiden Gläser voll und fingen an. Wenn das eine wieder leer war, füllten Andi oder Bill uns das Glas wieder voll, sodass wir immer was hatten. Ich hatte schon aufgehört zu zählen und trank einfach nur noch. Anna ergab sich dann und Janna, Tom und ich machten weiter. Nach mehreren Gläsern wurde es schon eklig, aber ich gab nicht nach. Wir tranken und tranken, bis Janna auf einmal lachen musste und zu husten anfing, weil sie sich verschluckt hat. Ich hab sie nur angeguckt und musste auch lachen, was dann natürlich auch zu einem husten kam. Wenn man bei dem Zeug einmal anfing zu husten, ging gar nichts mehr, weil das so komisch Schleimig war. Also ergaben wir uns auch und Tom trank noch sein anderes Glas leer und freute sich einen Keks, dass er gewonnen hatte. „Ha, können die kleinen hier nicht mehr, oder was?“, fragte Tom. Wir waren alle, also die die mitgemacht hatten, von dem nicht betrunken. Nicht mal angetrunken, weil der ja nicht so viel Prozent hatte. „Man weißt du wie eklig das ist, wenn du einmal anfängst zu husten?“, fragte ich ihn. „Na du musst ja nicht husten.“ „Haha, wenn die hier neben mir lachen muss. Aber ist ja egal jetzt, wie viel haben wir geschafft?“  „Also ich hab neun, du und Janna habt zwölf und Tom dreizehn.“, antwortet Anna uns und Tom grinste immer noch mit seinem Siegergrinsen durch die Runde. Andi und Bill saßen nur stumm neben uns und beobachteten uns. Dann bestellten wir uns aber alle was anderes zum Trinken. Die beiden Jungs, also Andi und ill hielten sich irgendwie komischerweise total zurück und auch Anna trank nicht mehr viel. Dafür bestellten Janna, Tom und ich uns erstmal Jägermeister Cola und Tom drehte uns dann irgendwelche Gemische mit Wodka an. Das ging eigentlich den ganzen restlichen Abend so, bis wir drei total besoffen waren und nur noch scheiße laberten und über total unlustige Sachen lachten. Die anderen waren nur angetrunken und auch glaube ich etwas genervt von uns, was uns aber eigentlich nicht wirklich interessierte. Wir laberten die ganze Zeit, bis mir auffiel, dass Janna gar nicht mehr da ist. „Ey Leute Janna ist gar nicht mehr da. Ich guck ma wo die ist.“, lallte ich vor mir hin und stand auf. Das laufen ging auch schon nicht mehr und so torkelte ich nur durch die Kneipe. Ich ging über die Tanzfläche, aber nirgends konnte ich Janna sehen. Nachdem ich dann schon auf dem Klo war und sie da auch nicht war, ging ich nach draußen. Es standen mehrer Personen draußen und da es auch schon dunkel war, erkannte man diese nicht so gut. Ich ging etwas die Straße lang, aber nirgends war sie. Ich beschloss wieder zurückzugehen und mal in die andere Richtung zu gehen, wo auch wieder ein Park war. Als ich da ankam, sah ich zwei Umrisse auf einer Bank sitzen. Als ich näher dran ging, sah ich, dass die heftigst miteinander rum machten und da erkannte ich auch, wer es war. Ja, es waren Andi und Janna. Sie bemerkten mich gar nicht und das war vielleicht auch gut so. Also machte ich mich mit einem grinsen auf den Weg zurück zur Disco. Als ich drinnen angekommen bin, guckten mich alle fragend an. „Und wo ist die kleine Miss Decker?“, fragte Bill mich gleich, als ich wieder da war. „Auf einer Bank im Park und ist beschäftigt.“, grinste ich immer noch und versuchte mich zwischen Tisch und den Beinen von Bill nach hinten auf meinen Platz zu kämpfen, aber ich viel voll auf ihn drauf. „Ahhh Lea man. Ich glaube du solltest den Alk weglassen. Und der andere Herr neben Janna auf der Bank ist nicht zufällig Andi?“, fragte Bill mich mit einem gequälten Gesichtsausdruck, weil ich auch noch voll auf seinen Fuß gelatscht bin. „Röchtöööög.“, lallte ich. „Und Tom, wollen wir noch was zusammen trinken?“  Tom hing auch nur noch in der Ecke, nickte dann aber. „Nein, ihr wollt beide nichts mehr trinken.“, mischte Bill sich aber wieder ein. „Ey Billylein sei doch kein Spielverderber.“, sagte ich und wollte ihn gerade küssen, als er mich von sich wegschubste. „Ey Ich glaube es ist besser, wenn wir jetzt gehen.“, sagte er jetzt schon genervt. „Anna nimmst du Lea? Ich übernehme die Leiche dahinten.“  „Okay mach ich. Komm Lea.“ Auch Anna war irgendwie sauer und angepisst. Nur weil man mal was getrunken hat. Okay es war zwar etwas mehr, aber es war immerhin der letzte Tag, wo wir alle zusammen saßen.
Als wir nach draußen gingen, bezahlte Bill noch die ganzen Getränke, wo ich froh drüber war, weil doch ziemlich viel zusammen kam. „So, wo sind die anderen beiden? Weil die müssten wir ja auch irgendwie einsammeln.“, fragte Anna als wir auf der Straße vor der Disco/Kneipe standen. „Da lang.“, sagte ich und torkelte voraus. „Jannaaaa, Andiii. Auseinander.“, schrie Tom, als wir neben den beiden an der Bank standen. Janna stand gleich auf und kam zu mir. „Na SchneQschen.“, lallte auch sie und hielt sich an mir fest, sodass wir beide fast umgekippt wären. Aber wir fanden es trotzdem lustig und lachten uns einen ab. Andi konnte zum Glück alleine gehen und nahm Janna, die es, wie man eben gemerkt hatte, auch nicht mehr konnte. Als wir wieder in die Richtung zurückgingen, wo wir herkamen, merkten wir auf einmal wie es geblitzt hatte. Ich sah die Anderen geschockt an. „Oh fuck Anna, Andi, denkt ihr genau das gleiche was ich auch denke?“, fragte Bill genauso geschockt die anderen beiden, weil die das ja alles noch mitbekamen, im Gegensatz zu uns anderen dreien.


Kapitel 33:

*>Lea´s Sicht<*
„Ich glaube schon, dass wir alle das gleich denken. Also wenn ihr auch denkt, dass es ein Paparazzi war.“, sagte Anna.  „Ja genau das habe ich auch gedacht. Ey kommt lasst hier ganz schnell verschwinden.“, sagte Andi nun auch ganz aufgeregt. „Ja, okay schnell weg hier.“, stimmte Bill zu und Anna zog mich hinter sich her. Als wir zu Hause waren, war ich total aus der Puste, weil wir den ganzen Weg nur gelaufen sind. Okay Tom, Janna und ich haben es zumindest versucht. Wir setzten uns ins Wohnzimmer aufs Sofa. „Scheiße Leute was machen wir jetzt?“, fragte Anna total verzweifelt. „Ich habe keine Ahnung, aber ich bin dafür, dass wir alle erstmal ins Bett gehen. Die müssen sich erstmal ausnüchtern und ich bin auch ganz schön müde. Wir können eh nichts machen, okay?“, sagte Bill und strich Anna sanft über den Rücken. „Ja, okay. Dann lasst die hoch bringen.“  „Ja, ich und Janna bleiben hier, oder?“, fragte Andi. „Ja, aber willst du zusammen mit ihr auf dem Sofa liegen? Also du kannst auch ins Gästezimmer.“, sagte Bill zu Andi und sah ihn erstaunt an. Andi guckte zu Janna und dann wieder zu Bill. „Ich glaube du hast Recht. Ich gehe lieber ins Gästezimmer.  „Okay, dann leg sie mal richtig hin die ist ja schon halb am schlafen.“, sagte Anna nun und Andi legte Janna richtig auf die Couch. „Und ihr kommt jetzt mit.“, sagte Bill in Toms und meine Richtung. Ohne irgendetwas zu sagen, gingen wir mit Anna und Bill mit, weil wir beide selber Hundemüde waren und glaube ich nur noch ins Bett wollten.  Zuerst brachten wir Tom in sein Bett. „So kommst du jetzt klar mit dem?“, fragte Bill sie noch. „Ja klar. Er ist ja schon halb am Pennen.“  „Na dann viel Spaß mit der Schnapsleiche.“, lachte Bill.  „Gute Nacht, Annaschatzii. Schön das du noch gekommen bist.“, lallte ich wieder und viel ihr um den Hals. Mit dem Laufen und so das ging eigentlich wieder, weil ich ja eben den Weg die ganze Zeit latschen musste und an der frischen Luft war. „Ja, gute Nacht Lea. Und ja ich habe mich auch gefreut, euch zu sehen. Jetzt geh zu deinem Bill.“, sagte sie und drückte mich von sich weg. „Ich glaube mein Bill ist sauer auf mich.“, flüsterte ich zu Anna ins Ohr, sodass Bill selber es nicht mitbekam. „Nein ist er sicher nicht.“, zwinkerte Anna mir zu und ich ging zur Tür. „Tschau Tommy.“, rief ich noch ins Zimmer und war dann auf dem Weg in Bills Zimmer. Als ich ins Zimmer kam, saß er auf seinem Bett. Ich setzte mich neben ihn. keiner sagte was, bis Bill die Stille brach: „Ich bin nicht sauer auf dich.“ Er guckte mich nicht an, sondern guckte weiter auf den Boden. „Du sorry wegen eben, ja?“, ich sah ihn von der Seite an und wartete, bis er mich endlich anguckt. „Bill? Was ist los?“, fragte ich dann nach einer Weile. „Ja es ist in Ordnung, Schatz. Aber wir wurden fotografiert. Und so wie ich die Paparazzis kenne, werden die gleich behaupten, dass wir mit euch zusammen sind. Okay es stimmt ja auch, aber du weißt, wie die Fans ticken. Wenn die das erfahren, habt ihr keine ruhige Minute mehr. Du sowie Anna auch. Und David wird auch nicht davon begeistert sein. Er selber weiß es ja noch nicht mal.“ Erseufzte und sah mich endlich an. Hey komm, das wird bestimmt nicht so schlimm sein. Lass uns erstmal schlafen gehen. Morgen sehen wir weiter und zerbrech dir da jetzt nicht den Kopf drüber, okay?“  Er nickte. „Okay mach ich. Ich geh ich mal abschminken.“, sagte er noch und ging ins Badezimmer und ich zog mich um. Ich nahm mir einfach irgendeine Boxershorts und ein T-Shirt von Bill. Als dieser wieder kam, tauschten wir die Rollen und ich ging mich abschminken. Ich stand vor dem Spiegel und hätte einschlafen können, also beeilte ich mich und ging zurück in Bills Zimmer. Er lag schon im Bett und es sah erst so aus, als ob er schon schlief. Ich legte mich dazu und sah ihn an. „Beobachte mich nicht.“, sagte er auf einmal und machte seine Augen wieder auf. „Dich muss man aber beobachten.“, grinste ich. „Ha, ha, ha.“, grinste er zurück. Ich küsste ihn. „Bill?“, fragte ich ihn. „Ja?“  „Weißt du was?“  „Nein, aber du wirst es mir bestimmt gleich verraten.“, er richtete sich auf und sah mich an. „Ich liebe dich.“, sagte ich dann. Er fing an zu lächeln. „Ich dich auch, mein Schatz.“ Dann beugte er sich zu mir runter und küsste mich lange. Seine weichen Lippen. Es war einfach wunderschön. Ich machte meine Augen zu und genoss diesen Moment einfach nur noch. Als seine Lippen sich von meinen lösten, machte ich meine Augen wieder auf. „Lass jetzt schlafen, okay?“, fragte Bill mich dann und legte sich wieder neben mich hin. „Ja, bin ich auch für. Gute Nacht, Schatzi.“, sagte ich und kuschelte mich an ihn. „Gute Nacht.“, antwortete Bill mir und gab mir noch einen kurzen Kuss auf meine Schläfe. Dann schlief ich ein.
Ich schlief diese Nacht ziemlich unruhig und wachte immer wieder auf. Genauso wie jetzt eben. Als ich auf meine Handyuhr guckte, zeigte diese gerade mal halb sechs Uhr morgens an. Ich hatte mega durst. Ja, der Nachdurst von heute Nacht. Ich guckte einmal nach links und sah, dass Bill noch Seelenruhig schlief. Also beschloss ich aufzustehen und nach unten zu gehen, um was zu trinken. Als ich unten in der Küche ankam, sah ich, dass Janna auch am Küchentisch saß und Wasser trank. „Na haben wir etwa Nachdurst.“, fragte ich sie. Wir mussten lachen. „Ohja und einen Schädel habe ich eh.“, beschwerte sie sich. „Boah ich auch das gibt’s gar nicht eh.“  Ich nahm mir kurz was zu trinken und saß mich zu Janna an den Tisch. „Sag mal, weißt du noch, was gestern los war?“, fragte Janna mich dann. „Ja, also es hat ja so komisch geblitzt und ja das war glaube ich ein Paparazzi.“, erklärte ich ihr. „Oh mein Gott. Die verbreiten doch jetzt sicherlich, dass ihr beiden, also du und Anna mit einem der Jungs zusammen seid.“, sagte sie erschrocken. „Ja, genau das ist das Problem. Aber sag mal, du hast gestern ja anscheinend gar nichts mehr mitbekommen, oder?“  „Naja, also was soll ich denn noch nicht mitbekommen habe. Das halt mit den Paparazzi, aber da wusste ich, dass da irgendwas war. Aber sonst war ja nichts, oder etwa doch?“ Ich schluckte. Okay sie wusste wirklich rein gar nichts mehr. „Öhm, naja, da war schon noch was...“, ich wurde von Janna unterbrochen. „Wie, da war schon noch was? Was denn?“  „Naja,. also du warst auf einmal weg und dann bin ich dich suchen gegangen und...“ Sie sah mich fragend an. „...und dann habe ich dich im Park gesehen. Mit Andi. Ihr habt übelst rumgeleckt.“  Sie sah mich erschrocken an. „Was habe ich?“, sagte sie nun etwas lauter. „Nicht so laut. Du hast mit Andi rum gemacht.“, sagte ich noch einmal.


Kapitel 34:

*>Lea´s Sicht<*
Janna sah mich geschockt an. „Oh mein Gott, das kann doch nicht sein.“, sagte sie und stützte ihren Kopf in ihre Hände. „Doch, ist es.“; sagte ich daraufhin. „Ey, er denkt jetzt bestimmt, es ist alles wie früher.“  „Nein Janna, das glaube ich nicht. Ich glaube, er hat gestern echt gemerkt, dass das ein riesen Fehler war, das zu machen. Sonst hätte er ja wohl auch bei dir geschlafen.“ Sie sah mich wieder an. „Aber, oh mein Gott, wie soll ich denn jetzt mit ihm umgehen.“ Sie klang irgendwie verzweifelt. Okay, ich wäre es auch und wüsste auch nicht weiter. „Hm, entweder du Sprichst ihn drauf an und sagst, dass du besoffen warst, oder du hältst ganz einfach dicht und tust wirklich so, als ob du nichts wüsstest.“   „Das sagst du so leicht. Oh man scheiße. Ich trinke nie wieder Alkohol, Lea.“   „Na, das hält doch eh nicht lange.“, lachte ich. „Okay, dass stimmt.“ Sei stimmte mit ein, wurde dann aber wieder ernst. „Oh fuhuuuck.“, sie überlegte stark. „Hey, jetzt lass uns noch mal ins Bett gehen, okay? Und zermater dir da jetzt nicht den Kopf drüber. Mach einfach so, wie du es für richtig hältst, okay? Und so wie es gerade kommt.“, sagte ich und legte eine Hand von mir auf ihre Schulter.  „Okay, mach ich.“, sagte sie und stand auf. „Naja, ich werde dann mal wieder auf dieses super gemütliche Sofa gehen und versuchen zu pennen. Gute Nacht. Bis nachher, nä?“, sagte sie mit Ironie in der Stimme, weil das Sofa bestimmt mega unbequem war. „Okay gute Nacht.“  Sie verschwand aus der Küche und ich hörte, wie sie Richtung Wohnzimmer ging. Ich stand auf und nahm mir eine Aspirin, die da gerade noch rum lag und löste sie in Wasser auf. Scheußlich schmeckt dieses Zeug, aber wenigstens hilft es. Ich machte mich wieder auf den Weg nach oben in Bills Zimmer.
Als ich oben angekommen bin, lag Bill wach in seinem Bett. „Na du.“, sagte er und lächelte mich an. „Na, Schatz.“, sagte ich und legte mich wieder zu ihm ins Bett.  „Wo warst du?“, fragte er mich und sah mich an. „Ich hatte Durst und war was trinken und ja, dann habe ich unten noch Janna getroffen. Die weiß das mit Andi gar nicht mehr, die war wohl richtig breit.“ Bill sah mich geschockt an. „Okay sie war wirklich richtig breit. Ihr seid beide auch einmal zusammen umgefallen, weil sie gegen dich gerannt ist. Aber sonst wusste die immer was den letzten Abend passiert ist.“  „Ja, sie weiß jetzt nicht was sie machen soll.“  „Hm, okay das wüsste ich aber ehrlich gesagt auch nicht.“, sagte Bill. Ich stimmte ihm nur mit einem nicken und einem überlegendem Blick zu. „Na, komm. Wollen wir nicht noch ein bisschen schlafen? Es ist erst kurz vor sechs und ich bin noch müde.“ „Ja, okay können wir machen und müde bin ich auch noch.“, stimmte ich Bill wieder zu und kuschelte mich an ihn. Kurz darauf war ich auch schon eingeschlafen.
„Hey Lea, aufwachen.“ Ich öffnete langsam meine Augen und sah, dass Bill auf der Bettkante saß und mich ansah. „Was?“, fragte ich. „Du musst aufstehen, es ist gleich zwei Uhr Mittags, oder willst du den ganzen tag verschlafen?“, sagte er noch einmal leise. Ich hatte mega Kopfschmerzen, gut, dass er so leise sprach. „Haha, musst du grade sagen. Aber naja dann geh ich jetzt mal duschen.“ Ich wollte mich gerade aufrichten und aus dem Bett gehen, da hielt Bill mich zurück. Ich sah ihn erstaunt an. „Guten morgen erstmal.“ Ich lächelte. „Ja, guten Morgen.“, sagte ich und gab ihm einen Kuss auf den Mund. Dann stand ich auf und ging ins Badezimmer, um mich zu duschen. Man gut, dass ich gestern noch Sachen für heute mitgenommen habe. Also schlüpfte ich, nachdem ich fertig geduscht und mich abgetrocknet habe in mein Top, meine dünne schwarze Jacke und meine neue Jeans mit den Löchern. Bevor ich aus dem Badezimmer verschwand, um wieder zu Bill in sein Zimmer zurück zu gehen, föhne ich mir noch meine Haare und schminkte mich schwarz. Jeden morgen die eigentlich   die gleiche Leier. Als ich mich dann endlich auf den Weg machte, begegnete ich auf dem Flur Anna. Sie war schon fertig angezogen. „Guten morgen.“, sagte sie fröhlich. „Boah Anna, nicht so laut, man.“, meckerte ich sie an und hielt mir meine Hand vor schmerz vor meinen Kopf. „Tja, selber Schuld. Und ach das war gar nicht laut.“, lachte sie, drehte sich um und ging wieder die Treppe runter. Man konnte von unten auch schon die anderen hören. Allerdings nur ein leises sprechen von Tom und Janna. Anscheinend hatten die beiden das gleiche Problem wie ich. Als ich die Zimmertür von Bills Zimmertür öffnete, war Bill nirgends mehr zu sehen. ,Hm´, dachte ich nur und ging wie Anna die Treppe runter zu den anderen. Die Stimmen kamen aus der Küche und diesmal lauter. Man hörte nun auch schon Bill und Anna heftig zu diskutieren, über was konnte man allerdings nicht verstehen.  „Leiser Leute.“ Mit diesem Satz stellte ich mich in den Türrahmen der Küche, aber irgendwie schienen Bill und Anna mich nicht zu bemerken. „Ey Lea, vergiss es, die sagen, dass wir Pech gehabt haben und diskutieren weiter. Keine Chance.“, sagte Tom, der genauso zerknautscht aus der Wäsche guckte wie ich und Janna die auch mit am Tisch saß und ihren Kopf in ihre Hände gestützt hat. Ich ließ mich neben Tom auf den Stuhl fallen. Aber halt, da viel doch wer. Ich guckte mich in der Küche um. „Wo ist Andi denn?“, fragte ich einfach mal so in den Raum. „Der ist noch duschen. Aber sag mal, weißt du was mit dem los ist? Der ist richtig komisch irgendwie.“, fragte Tom mich. Ich sah Janna an, die mir mit ihrem Blick sagen wollte, dass ich ruhig sein sollte. „Hm, öhm...nee eigentlich nicht.“, stotterte ich so vor mich hin. Tom sah mich etwas skeptisch an, fragte aber nicht weiter nach, worüber ich auch froh war. Wir unterhielten uns noch ein bisschen, bis Andi plötzlich in der Tür stand. „Morgen.“, sagte er und sah auch wesentlich fitter aus, als Tom, Janna und ich. „Morgen.“, antworteten wir ihm. Er blieb im Türrahmen stehen und ich konnte beobachten, dass sich seine und Jannas Blicke immer wieder trafen. „Sagt mal was machen wir heute eigentlich?“, fragte Bill nachdem er seine Diskussion mit Anna beendet hatte. „Hm, ich muss noch Sachen packen, der Zug fährt morgen früh ja schon um halb neun. Dann will ich das nicht mehr machen.“, sagte Janna und auch Andi stimmte ihr zu, sah sie aber nicht an. Ich sah die beiden nur verzweifelt an. „Ja, okay Lea, dann kommen wir bis morgen noch mit zu dir, okay? Ich geh mal mein Dad anrufen.“, sagte Bill an mich gewandt. „Ja, klar könnt ihr machen.“, sagte ich zu ihm. Als wir darauf warteten, bis Bill endlich mit dem Telefonieren fertig war, klingelte plötzlich Toms Handy. Er sah auf sein Display. „Scheiße das ist David. Oh man fuck wegen gestern.“, sagte er total hibbelig und ging schnell dran. „Ja, hey David.“, sagte er und es breitete sich eine unangenehme Stille im Raum aus.  „Ja, oh scheiße... aber bitte dann von Lea, ja? ... Okay ich schick dir die Adresse per Mail... Ja, lass das morgen alles klären.... Jo, bis dann.“, sagte er und legte auf. Er sah uns geschockt an. „Tom was ist los?“, fragte Janna.  „Wir... wir sind in der BILD- Zeitung. Alle zusammen. Es war also doch ein Paparazzi. Und David holt uns morgen von dir aus ab, Lea.“, erklärte Tom uns. Ich sah ihn genauso geschockt an, wie die anderen drei auch.  „WAS?“, schrie ich schon fast und meine Kopfschmerzen waren mir egal, nur die anderen zuckten einmal zusammen. „Ey, wir können gar nicht mehr in die Schule gehen, wenn die das alle erfahren, scheiße was machen wir jetzt?“, fragte ich dann total aus dem Häuschen. „Hey komm. David redet morgen mal mit deinen Eltern deswegen. Vielleicht bekommst du ja noch eine Woche Schulfrei, bis wir das geklärt haben, weil wir haben nächste Woche jeden Tag jeweils zwei Termine.“, sagte Tom. „Was haben wir?“, sagte Bill und kam wieder zurück in die Küche. Tom erklärte ihm alles noch mal. „Oh mein Gott.“, sagte Bill und schlug sich seine Hand vor den Mund.  „Papa kommt gleich, wir müssen uns beeilen mit packen. Und Anna wie lange bleibst du noch dabei, weil David mit deinem Vater sicherlich auch noch mal sprechen will.“, fragte er.  „Ja bis Dienstag. Hab extra noch Schulfrei bekommen. Er wollte mich dann gegen Abend bei Lea abholen.“, sagte Anna. „Okay, das passt doch gut. Los Tom Koffer packen und ihr zieht euch an.“, sagte Bill und hetzte auch schon die Treppe hoch. Tom hinter ihm her. Wir Mädels bleiben mit Andi geschockt in der Küche sitzen. ,Wie soll das denn jetzt weiter gehen?’, dachte ich nur.



Kapitel 35:

*>Lea´s Sicht<*
Wir saßen noch eine viertel Stunde lang einfach nur so schweigend in der Küche, bis wir die Jungs endlich von oben runter poltern hörten. Sie stellten ihren großen Koffer und ihre Tasche beziehungsweise Rucksack im Flur ab und kamen wieder zu uns in die Küche.  „So wir sind fertig.“, sagte Bill stöhnend und ließ sich auf den letzten freien Stuhl neben Janna fallen. „Jetzt müssen wir nur noch auf Dad warten.“  Mit diesem Satz stand dieser auch schon in dem Türrahmen. „So hier bin ich Jungs und Mädels.“, begrüßte er uns mit einem lächeln. „Hay Dad, ähm wir müssen sofort los, zu Lea. Du bringst uns doch, oder?“, fragte Tom mit seinem Hundeblick. Jörg musste lachen. „Ja, los ab mit euch ins Auto. Wir nehmen das große, sonst bekommen wir euch nicht alle mit. Aber ich will dann endlich mal wissen, was überhaupt los ist.“, sagte er und ging wieder in den Flur um erneut seine Jacke anzuziehen. Die Twins schnappen sich beide jeweils ihren Koffer und ihren Rucksack und wir anderen uns unseren Rucksack. Wir saßen im Auto und Jörg starte gerade erst den Motor, da fragte Jörg auch schon: „Jetzt schießt mal lost und erzählt, was jetzt bei euch los ist?!“ Wir sahen uns alle an und schließlich ergriff Bill das Wort. „Ja, also, das ist so.“, er wusste wohl nicht richtig wie er es sagen sollte, weil er ziemlich um den heißen Brei rumredete. „Wir waren doch gestern feiern und naja halt auch total besoffen, also zumindest drei von uns.“, er guckte Tom, Janna und mich an. „Und ja wir waren dann halt im Park, wo ein Paparazzi war und uns fotografiert hat.“, er stöhnte erleichtert aus. Jetzt war es raus. „Ja, er muss uns irgendwie schon den ganzen Abend gefolgt sein und im Park war wohl die beste Gelegenheit, ein Foto von uns zu machen. Wir sind danach natürlich auch gleich nach Hause, aber ein Foto hat er mindestens.“, erklärte Tom seinem Vater noch weiter. „Okay, dass hier drei von euch Sturzbesoffen waren, das sieht man euch echt an, Janna, Lea und Tom.“ Jörg drehte sich zu Janna, Tom und mir um. Janna und ich, die in der letzten und dritten Reihe von dem großen Auto saßen, sahen uns nur verlegen und peinlich berührt an. „Aber es ist doch normal, dass man in eurem Alter auch mal feiern geht und auch mal etwas zu viel trinkt. Ich denke das kennen alle von uns und haben es auch schon mal miterlebt. Ihr seit im Alter von 16-18 Jahren, da kann David von euch auch nicht verlangen, dass ihr nur zu Hause rum sitzt und gar nicht mehr aus dem Haus geht. Aber diese scheiß Paparazzi, ey. Können die euch nicht wenigstens einen Abend mal ein normales Teenagerleben leben lassen? Mit euren Freunden, wenn ihr sie schon so selten seht? Ihr habt vielleicht auch mal Privatleben und seit nicht mit der Band „Tokio Hotel“ unterwegs. Sie bringen Andi, Janna, Anna und Lea damit doch nur in Schwierigkeiten. Das muss doch nicht sein, man. Und euch auch noch dazu.“ Jörg regte sich richtig über die Sache auf. Gut, er wollte auch nur das Beste für seine Twins und ihre Freunde. Ich konnte ihn sehr gut verstehen. Aber ich glaubte auch, dass ihm das ganze mit „Tokio Hotel“ langsam sichtlich auf die Nerven ging. Das seine Söhne immer so viel unterwegs waren und, da er sie ja eh nur so selten sah, jetzt fast gar nicht mehr sehen konnte. Aber es war nun mal der große Traum von den zwei Jungs. Er starte die ganze Zeit nur auf die Fahrbahn, hatte aber eine Wut in sich drin. Das sah man an seinem Gesichtsausdruck und der Röte.  „Dad, du weißt wie die Paparazzis sind. Hauptsache sie schießen gute Fotos, wo man die Stars mal wieder mit in die Presse bringen kann und Gerüchte entstehen können, sodass wieder voll viel Trubel um sie ist. Du weißt wie das ist, wenn es heißt Tokio Hotel Jungs haben eine Freundin. Du weißt wie die Weiber da abdrehen und die Presse bekommt dadurch ihre ganze Kohle an land. Da können wir eben nichts gegen machen. Und du weißt auch, dass wir das alles in Kauf nehmen, es war unser größter Wunsch. Wir werden das diese Woche doch auch aufklären, wenn David uns morgen abholt, haben wir schon das erste Interview bei der BRAVO.“, versuchte Bill seinen Vater zu beruhigen. Der nickte aber nur stumm und sah weiter auf die Fahrbahn. Es breitete sich eine unangenehme Stille aus, die auch die restliche halbe Stunde bis zu mir nach Hause anhielt. Zwischendurch erklärte ich Jörg kurz den Weg und rief bei meiner Mutter an, um zu sagen, dass wir gleich da sein werden. Mehr sagten wir jedoch nicht. Es rüttelte alles ziemlich an unseren Nerven. Auch wenn wir es nicht so zeigten.
Als wir dann endlich bei mir zu Hause angekommen sind, wurden wir schon sehnsüchtig (^^) von meinen Eltern erwartet. „Hey Mum, hey Dad.“, begrüßte ich die beiden niedergeschlagen, wegen dem Foto, und umarmte sie zur Begrüßung. Anna tat es mir nach und die anderen gaben meinen Eltern freundlich die Hand. Sie setzten aber alle eine eher fröhliche Miene auf.  „hallo, ich bin Jörg. Der Vater der Twins“, stellte Jörg sich vor und hielt meinen Eltern seine Hand hin. „Hallo, freut uns. Andreas und das ist meine Frau Anette.“, stellte mein Vater sie vor und gab, genau so wie meine Mutter, Jörg freundlich die Hand. Auch er lächelte. „na kommt erstmal alle rein hier.“, sagte meine Mutter und machte eine Geste zum reinkommen. Wir gingen rein, stellten im Flur erstmal unsere Sachen ab und gingen dann in die Küche. Wir setzten uns alle an den Tisch. Anna und ich setzten uns  jeweils bei unserem Freund auf den Schoß, sonst hätte das mit den Plätzen nicht so geklappt, wie es eigentlich müsste.  „Okay, also habt ihr denn schon die Zeitung, welche das auch immer ist, in der ihr drin seit, mit dem Foto von gestern, beziehungsweise heute Nacht?“, fragte meine Mutter uns und sah uns alle sechs durch die Runde fragend an. „Naja, das ist ja nicht irgendeine. Das ist ehrlich gesagt die... BILD- Zeitung.“, brachte ich raus. Meine Eltern und auch Jörg, der ja auch nicht wusste, welche Zeitung es überhaupt war, sahen uns geschockt an. „Was bitte?“, fragte mein Vater noch mal nach. „Wisst ihr eigentlich was für ein scheiß die BILD sich immer zusammen dichtet? da stimmt doch nichts was da drin steht. Und ihr sollt mit dem Foto drin sein. Oh mein Gott, wer weiß was da wieder für ein Rummel drüber gemacht wird?“  Wir sahen uns alle an. „Ja, David wollte deswegen noch mal mit euch allen dreien reden.“, sagte Tom. Wir anderen fünf nickten nur zustimmend und schwiegen.  
Diese Diskussion darüber, was wir noch gegen die BILD und dieses Foto machen könnten, zog sich ewig lange hin, obwohl wir alle wussten, dass es doch nichts brachte. Ich saß gelangweilt auf Bills Schoß, der seine Arme von hinten um mich gelegt, und seinen Kopf auf meine Schulter gestützt hatte. „kommst du mit nach oben, meinen Koffer wegbringen?“, flüsterte er mich fragend von hinten in mein Ohr, sodass er ja nicht die Erwachsenen beim Diskutieren störte. „Ja, ist glaube ich auch besser, wenn wir jetzt mal hoch gehen und unsere Eltern mal alleine über die Sache reden. Dein Dad bleibt eh über Nacht hier, oder?“, fragte ich leise zurück und drehte meinen Kopf etwas zur Seite.  Bill nickte nur. „Okay, kommt ihr alle mit hoch, die Sachen wegbringen?“, fragte Bill dann. Sie nickten und wir gingen alle zusammen mit unseren Sachen hoch.



Kapitel 36:


*>Lea´s Sicht<*
Als wir dann oben waren, gingen wir alle in mein Zimmer. Es standen die Koffer der Jungs nun in meinem Zimmer rum und später wahrscheinlich auch noch die, von Janna und Andi. Ein Zimmer voller Koffer.  Wir schwiegen die ganze Zeit vor uns hin. Ich saß bei Bill zwischen den Beinen und er streichelte mir die ganze Zeit über meinen Bauch. Ich konnte es zwar nicht ab, aber was lässt man seinen Freund nicht alles machen. Ich war total müde und mir vielen auch immer wieder die Augen zu, genauso wie Tom und Janna. Ich hatte eine Weile meine Augen wieder geschlossen, bis jemand die Stille unterbrach. „Boah Leute sorry, aber ich bin müde. Ich leg mich mal ein bisschen hin, sonst geh ich hier gleich noch tot.“ Tom. „Lea, kann ich wieder in das Zimmer von deinem Bruder, oder ist der da?“, fragte er. „Öhm nee der ist noch bei seiner Freundin, auch über Nacht. Also kannst ruhig hingehen. Weißt ja wo es lang geht, oder?“, fragte ich hin zurück. „ja, klar, danke. Gute Nacht, Leute und Anna kommst du mit?“ Er gähnte herzhaft. Anna schüttelte nur den Kopf. „Nein, nachher vielleicht, okay?“   „Na, gut.“, sagte Tom mit einem enttäuschten Blick und küsste Anna kurz. Schon war er aus der Tür verschwunden. Ich seufzte und in dem Moment erhob Janna sich. „Ich gehe mal runter meinen Koffer packen, nä?!“, sagte sie und streckte sich auch erstmal, weil sie wohl auch noch, genauso wie ich, einen ziemlichen Kater hatte. „Okay, viel Spaß.“, grinste ich. Sie lächelte zurück und verschwand nun auch aus der Tür. Wieder schwiegen wir. Was war heute eigentlich mit uns los? Wir schwiegen uns nur an.

*>Janna´s Sicht<*
Ich ging runter ins Gästezimmer, wo ich immer geschlafen hatte, als ich hier bei Lea war und wo auch alle meine Klamotten rum lagen. Ich sah mir das Chaos, welches hier ausgebrochen ist, an. Okay, ich hatte wieder alles aus meinem Koffer gerissen, egal ob ich es brauchte, oder nicht. Man muss sich morgens ja mehrere Varianten anziehen und dann erst entscheiden, welche am Besten aussieht. Ich sammelte zu erst alle Sachen zusammen und schmiss sie auf das Bett. Als ich damit fertig war, packte ich meinen Koffer aus und packte die restlichen Sachen auch noch auf das Bett. Dann legte ich sie alle nacheinander zusammen. Mir kreisten die ganze Zeit über diese ganzen Sachen in meinem Kopf herum. Erst das mit den Paparazzis. Okay, alle wussten, dass ich die beste Freundin der Twins bin, das bekam ich in der Schule ja schon genug zu spüren. Aber trotzdem, ich bin bestimmt nicht gerne in einem besoffenen Zustand in der Bild-Zeitung, die eh nur scheiße schreibt und dann auch noch mit den Jungs. Ich seufzte einmal laut. Und dann auch noch die Sache im Park. Das mit Andi. wieso machte ich das? Ich tat ihm damit doch eigentlich nur noch mehr weh. Ich meine, wenn er sich jetzt da Hoffnungen macht und alles. Oh man. Ich dachte die ganze Zeit über nur noch so nah. Ich war noch nicht ganz fertig geworden, da klopfte es plötzlich an der Tür. Es klang ganz sachte, deswegen dachte ich erst, dass es eine von den Mädels sein musste. Anna oder Lea. Aber da irrte ich mich wohl. „Ja?“, fragte ich und bittete den vor der Tür somit rein. Die Tür ging auf und da stand Andi. Was macht der denn hier? Verwundert sah ich ihn an. Okay, jetzt mussten wir es klären. Wegen was anderem kam er bestimmt nicht, oder etwa doch?  „Ähm, hey.“, sagte er. Ich brachte ein gezwungenes lächeln auf meine Lippen. „Hey.“, sagte ich dann. „Stört es dich, wenn ich meinen  Koffer auch packe?“ Er hatte seine Sachen immer hier in dem Zimmer, doch geschlafen hat er entweder oben bei einem von den Twins, oder im Wohnzimmer. Kam immer ganz drauf an. „Nein, kannst auch ruhig packen.“, antworte ich kurz und knapp. Auch er suchte kurz darauf alle seine Sachen zusammen. Es war ein schweigen im Raum verteilt. Ein schreckliches Schweigen. Gerade jetzt in dieser Situation. Ich ergriff die Stille. „Du Andi. Kann das sein, dass du mit mir reden willst?“, fragte ich ihn einfach ganz direkt. Mit einem Mal hörte er auf seine Sachen in seine Tasche zu packen. Er sah auf den Boden. „Ja..., ja wollte ich. Wegen gestern.“, antwortete er mir. „Du weißt, ich war besoffen.“, fing ich an ihm zu erklären. „Und ehrlich gesagt, ich wusste es heute Morgen nicht mehr.“ Ich sah beschämt auf den Boden. Er tat mir jetzt schon wieder leid. „Ja, es hat mir auch nichts bedeutet. ich will dir jetzt nicht wehtun. Aber ich glaube, es tut dir weh und man, es tut mir verdammt leid.“  Er nickte nur und packte weiter seine Sachen in seinen Koffer. Ich sah ihn perplex an. Das war alles was er dazu sagt geschweige denn seine Reaktion auf darauf? „Man Andi, jetzt sag doch mal was dazu.“ Immer noch schwieg er und er machte auch keine Anstalten dazu irgendetwas zu sagen. „Bitte!“, flehte ich nun schon. „Mensch Janna, was soll ich dazu sagen? Klar es tut mir verdammt weh da drin. Aber dir bedeutet es nichts. Gestern, es war dir egal. Du wolltest Spaß. Toll ich muss hinhalten. Aber ich hätte auch von alleine drauf kommen können, dass es dir nichts bedeutet. Schließlich hast du mir davor schon klar gemacht, dass du erst Vertrauen haben musst. Und so schnell geht das ja nicht. Und naja, es ist halt so und damit muss ich mich abfinden.“ Ich merkte wie schwer es ihm viel, zu sagen, dass er sich damit abfinden muss. Er brachte es richtig gequält rüber. Aber das kann ich mir vorstellen und ich könnte mich auch schon wieder dafür Ohrfeigen, was ich für eine scheiße gemacht habe! „Bitte Andi. Wir sind in letzter Zeit eigentlich wieder ganz gut miteinander umgegangen. Ich will nicht, dass das wieder alles kaputt geht.“ Ich sah ihn an. Er hatte seinen Blick gen Boden gerichtet, doch jetzt guckte er hoch. Mir in die Augen. Ich sah wie seine glitzerten. Ich wollte nicht, dass er jetzt auch noch weinte. Wegen mir. Ich ging zu ihm hin und nahm ihn in den Arm. Ich meine, was hatte ich noch zu verlieren? Er ließ es sich auch gefallen und schlang seine Arme um mich. Wir standen eine Weile noch so da. Dann brachte ich noch ein „Sorry.“ raus. „Schon, okay.“  Es war nicht okay für ihn, aber er liebte mich. Das haben mir die Twins oft genug klar gemacht.


Kapitel 37:


*>Janna´s Sicht<*
„Hm, naja ich pack mal meine Sachen weiter ein.“, sagte ich und lächelte leicht. „Ja, ich auch.“ Er lächelte leicht zurück. In der Zeit, als wir unsere Taschen weiter packten, schwiegen wir uns die ganze Zeit an. Als ich dann endlich fertig war, sagte ich zu Andi: „Ich gehe mal hoch. Bis gleich.“  „Ja, ich komme auch gleich nach.“, erwiderte er mir und ich ging an ihm vorbei aus dem Gästezimmer und die Treppe hoch zu Lea ins Zimmer.

*>Lea´s Sicht<*
Jetzt waren alle weg. Anna ist nun doch zu Tom rüber gegangen, Janna und Andi waren unten um ihren Koffer zu packen. Okay, Andi wollte noch einmal mit Janna reden, zog aber das Argument vor, dass er die Tasche packen wollte. Naja, so ist er.  Bill und ich lagen gerade bei mir auf dem Bett und küssten uns, als wir ein räuspern hinter uns hörten. Wir lösten uns voneinander und guckten auf. Janna. „Ich wollte ja nicht stören oder so...“, grinste sie und setzte sich auf meinen Schreibtischstuhl.
„Hast du aber.“, sagte Bill gespielt böse. „Ich kann auch wieder gehen.“, gab Janna zurück. „Nein, du bleibst und wir holen das später nach.“, zwinkerte ich Bill zu. Er fing nur an zu grinsen. „Gerne doch.“, sagte er dann noch und küsste mich noch einmal. „Bill sie hat später gesagt.“, mischte Janna sich wieder lachend ein.  Bill sah Janna wieder funkelnd an. „Ich kann eben nicht meine Finger von ihr lassen, sorry.“  Ich verdrehte nur die Augen woraufhin Janna und ich wieder lachen mussten. „Naja, was machen wir denn heute noch so?“, fragte ich dann, nachdem Janna und ich uns wieder beruhigt hatten. „Hm, bevor du den Spaß mit deinem Freund hast, könn wir beide ja noch mal raus gehen. Vielleicht mit Anna, wenn sie nicht auch so mit Tom beschäftigt ist.“, sagte Anna. „Ja, nur wir Mädels, ohne die Kerle. Ich gehe mal schnell gucken, ob Anna wach ist oder beschäftigt ist.“ Ich sprang vom Bett und ging zu meinem Bruder in das Zimmer, wo Tom und Anna ja übernachten würden. Ich klopfte. Keine Antwort. Also klopfte ich noch mal diesmal etwas lauter.  „Man, was?“, kam es genervt von Tom. Ich machte die Tür auf und sah, dass die beiden auch beschäftigt waren (Nein, sie machten nicht das was ihr jetzt denkt^^). Genauso wie Bill und ich eben. Ich grinste. „Huch, sorry also ihr wollt euch bestimmt nicht voneinander lösen, weil ich wollte fragen, ob Anna mit raus kommt, aaaaaber sie ist beschäftigt.“  „Richtig.“, sagte Tom. „Sorry, Lea.“, sagte Anna noch entschuldigend. Ich ging zu ihr hin und drückte ihr einen Kuss auf Wange. Sie lächelte mich. „Tschaui, Tom.“, sagte ich noch. „Und Tschüs.“, rief er mir noch hinter her, als ich aus dem Zimmer hüpfte. Ich hatte mega Laune, trotz dem ganzen Scheiß in der BILD- Zeitung. Ich konnte es mir selber nicht erklären, aber ich danke, weil ich alle meine Lieblinge bei mir hatte. Ich hüpfte immer noch grinsend in mein Zimmer. „Sie sind beschäftigt.“, sagte ich und setzte mich wieder neben Bill. Beide sahen mich auf einmal total entgeistert an. Die Blicke waren zu geil. Ich musste lachen. „Nein, nicht das, was ihr beide jetzt denkt. „Achso, ich dachte schon.“, lachte nun auch Bill. Also gehen wir alleine, du Pups?“, fragte ich Janna. „Was mit dir denn los? Warum hast du so gute Laune?“, fragte sie mich. „Ach, keine Ahnung, einfach so.“, grinste ich. „Aber ja, dann gehen wir alleine.“, sagte sie.  „Okay, nehmen wir unser Board mit?“, fragte ich sie, als ich mir meine Chucks zuband. „Klaro, können wir auch machen.“, sagte sie und zog sich auch nebenbei ihre Vans an. „Toll, und was mache ich dann?“, sagte Bill dann schmollend. „Andi kommt doch auch gleich und dann könnt ihr euch irgendwie anders vergnügen.“, sagte ich. Ich sah schon wieder die Blicke von Bill und Janna. „Also zum Beispiel eine DVD gucken, meinte ich.“ Da ging die Tür auf und Andi kam rein. „Hay, Hay.“, sagte er. „Andi? Wir müssen uns gleich die Zeit miteinander vertreiben.“, sagte Bill. „na das kann ja was werden. Geht ihr skaten oder was?“, fragte Andi an mich und Janna gewandt. „Genau, das tuten wir. Aber NUR wir, ohne dich.“ Ich nahm meinen Zeigefinger und drückte ihn gegen seinen Bauch, als ich das sagte. „Also macht euch einen schönen Abend, keine Ahnung wann wir wieder da sind.“ Ich ging schnell zu Bill, küsste ihn kurz, nahm mir mein Board und verschwand mit Janna draußen.  „Endlich mal wieder ohne Jungs.“, stöhnte ich. „Ohja, du hast Recht.“, stimmte Janna mir zu. „Dann mal los“, grinste ich sie und fuhr los. Sie kam mir hinter her.  „Was war eigentlich jetzt unten mit Andi und dir?“, fragte ich sie neugierig, als wir nebeneinander die Straße entlang fuhren. „Hm, ja ich habe ihm halt gesagt, dass es mir nichts bedeutet hat und das es mir leid tut ihn schon wieder zu verletzte. Daraufhin meinte er aber, dass es mir nicht leid tun muss, weil er ja selber weiß, dass es dir nichts bedeutet hat und es okay für ihn ist beziehungsweise, dass er es akzeptieren muss.“ Als sie das sagte, klang sie so Gedankenverloren. So, als ob sie scharf nachdachte. „Klar, er liebt dich, da sagt er es, auch wenn es ihm schrecklich weh tut.“, sagte ich und hielt an. „Komm, lass uns da in die Bushaltestelle setzen.“ Ich ging in die Richtung und setzte mich auf Bank. Überall lagen Zigarettestummel rum. Als wir saßen, holte Janna aus ihrer Jackentasche ein Packung Zigaretten. „Seid wann rauchst du?“, fragte ich sie. „Hm, keine Ahnung. Seit einem Jahr so richtig, also mindestens eine am Tag. Früher habe ich nur auf Partys geraucht. Willst du auch?“, fragte sie mich.  „keine ganze, Ich rauche sonst wenn auch nur auf Partys. Und nicht das ich nachher noch von Bill Ärger bekomm.“  „Ach quatsch. Der Raucht doch selber.  „Sie zündete sich eine an und gab mir das restliche Stück. Wir saßen noch eine ganze Weile einfach so da. Manchmal schwiegen wir, aber manchmal redeten wir ununterbrochen über irgendwelche Sachen.  Als wir gerade wieder schwiegen, hörte ich Stimmen näher kommen. Da es schon dunkel war, sah man nur die Umrisse. Es waren aber Jungs. Als sie näher kamen, wusste ich aber schon wer es war. „Oi, da sind die Freunde von meinem Bruder. Mit denen bin ich immer unterwegs Komm lass mal hin Hallo sagen.“, sagte ich zu Janna. Wir standen auf und gingen zu ihnen hin. „Hey Jungs.“, sagte ich und wollte sie gerade alle vier umarmen, aber sie wichen aus. „Was willst du denn, ey? Wer mit solchen Schwuchteln zusammen hängt. mit den wollen wir nichts mehr zu tun haben.“, warfen sie mir vor den kopf. „Wir haben dich mit den Tokio Hotel Kindern in der Zeitung gesehen.“  Was waren das bitte für „Freunde“? Ich sah Janna ganz erstaunt an. Die Vier gingen an mir vorbei und rempelten mich noch fast um. Ich sah ihnen hinterher und dann wieder zu Janna. „Was ist denn bitte mit den los?“, sagte ich entsetzt.



Kapitel 38:


*>Lea´s Sicht<*
„Ich kenne das, Lea. Sie wollen bei mir nichts mehr mit mir zu tun haben, nur weil ich mit dem Besten Freund der Twins zusammen bin, eher gesagt im Moment war und weil ich die beste Freundin von den beiden bin. Du musst dadurch. Aber hey, du bist bald bei uns, nimm es nicht so schwer.“, sagte Janna. Sie nahm mich in den Arm. „Hm, aber trotzdem. Das sind doch keine Freunde. Nur weil ich mit euch in der Zeitung war.“, regte ich mich auf. Ich verstand einfach nicht, wie „Freunde“ so sein können. Und nur weil man mit Tokio Hotel befreundet war, nichts mehr mit einem zu tun haben wollen. Ich meine, sie haben ihnen doch nichts getan. Wir gingen wieder zurück ins Bushäuschen. Wir unterhielten uns noch etwas über dies und das. „Willst du auch?“, fragte Janna und hielt mir die Zigarettenschachtel hin. Erst zögerte ich, doch ich brauchte es jetzt gerade. „Ja, danke.“ Ich nahm mir eine. Als wir fertig geraucht hatten, fragte Janna mich: „Wollen wir noch einmal durchs Dorf fahren und dann nach Hause?“  Ich sah auf meine Uhr. Es war schon eine ganz schöne Zeit vergangen.  „Ja, lass mal machen, die fragen sich bestimmt auch schon alle, wo wir sind.“, gab ich ihr als antwort und stand auf. Janna machte es mir nach und wir nahmen uns gleich unsere Bretter und fuhren los. Wir redeten kein Wort, sondern schwiegen uns die ganze Zeit über an. Man hörte nur das leise klappern der Rollen beim fahren und das rauschen des Windes. Es war ziemlich kalt, aber das störte mich nicht, weil ich ja eine dicke Jacke anhatte. Nach circa zwanzig Minuten kamen wir zu Hause an. Ich zog unten im Flur meine Schuhe aus und schmiss mein Board in die Ecke. Janna zog ebenso ihre Schuhe aus, doch ihr Board behielt sie in der Hand. Wir gingen ins Wohnzimmer, wo wir immer noch die Erwachsenen reden hörten.  „Hey.“, sagten wir und setzten uns auf einen freien Platz. Da Bill und Andi auch gerade unten waren, ging ich zu Bill und küsste ihn kurz. „Na Schatz, wie war es?“, fragte er mich. „Ja ganz gut.“, sagte ich und guckte nachdenklich weg. Das mit den Jungs ging mir einfach nicht aus den Kopf. Auch Bill schien es zu bemerken. „Hey, was ist los?“, fragte er mich also. Ich schreckte auf und sah ihn an. „Nichts, nichts, alles bestens.“ Ich zwang ein lächeln auf meine Lippen. Er sah mich aber immer noch skeptisch an. Die anderen erzählten munter weiter. Aber diesmal nicht über das Foto, sondern über andere Sachen. Ich hörte nicht genau zu. War viel zu tief in meinen Gedanken. „Kommst du mit hoch?“, fragte Bill mich plötzlich. „ja, klar, komm.“, gab ich ihm als antwort, stand auf und streckte ihm meine Hand entgegen. Erst jetzt, als ich in die Runde blickte, sah ich, dass Janna gar nicht mehr da war. Hm, muss wahrscheinlich schon schlafen gegangen sein. „Wir gehen, dann auch mal hoch, pennen.“, reif Bill in die Runde und unterbrach somit das Gespräch. „Wartet ich komme mit.“, warf Andi ein und stand auch auf. „Okay, dann gute Nacht. Schlaft gut.“, sagte meine Mum. Auch die anderen verabschiedeten sich von uns und wünschten uns eine gute Nacht. „Janna schon ins bett gegangen?“, fragte ich die beiden, als wir gerade die Treppe hoch in mein Zimmer gingen. „Ja die war voll müde.“, sagte Andi gleich. Ich nickte nur. „Okay, Leute gute Nacht.“, sagte Andi und verschwand auch schon in unserem Anderen Gästezimmer. „Ja gute Nacht.“, sagten Bill und ich noch gleichzeitig, woraufhin wir uns angrinsten. Dann gingen wir in mein Zimmer und setzten uns aufs Bett. „Sag mal Lea, was ist mit dir eigentlich los?“, fragte Bill mich. „Wieso?“, stellte ich ihm die Gegenfrage. Ich wusste natürlich auf was er hinauswollte, doch tat so, als wüsste ich nicht, was er meinte. „Seitdem du und Janna wiedergekommen seid, bist du die ganze Zeit so in Gedanken, hast noch nicht einmal mitbekommen, dass Janna schlafen gegangen ist. Habt ihr euch gestritten?“, fragte er ernst. Ich musste es ihm sagen. „Nein, wir haben uns nicht gestritten. Aber als wir draußen waren, kamen uns vier Freunde von mir entgegen. ich wollte ihnen gleich Hallo sagen gehen, so wie man es halt macht. Dann haben die gesagt, wer mit den Schwuchteln von Tokio Hotel rumhängt, brauch bei uns gar nicht mehr ankommen. Weißt du, ihr habt denen doch gar nichts getan, wieso reden sie so über euch? Es waren mal meine besten freunde, Ich habe jeden Tag was mit denen gemacht. Und jetzt? Jetzt rempeln die mich gleich um, wenn sie an mir vorbei gehen. Ich versteh das nicht.“, erklärte ich ihm und sah ich an. Ich hatte Tränen in den Augen, doch ich wollte nicht weinen. Es tat zwar weh, wie die mit einem umgingen, nur wegen Tom und Bill, aber trotzdem. „Hey Schatz, es tut mir leid.“, sagte er und nahm mich in den Arm. „Es ist meine Schuld.“, flüsterte er. „Nein Bill, wieso soll es deine Schuld sein?“ Ich löste mich aus unserer Umarmung und sah ihn an. „Weil ich berühmt bin. Weil die scheiß Paparazzis es auf Tom und mich abgesehen haben und wir euch damit reinziehen. Du bekommst dadurch nur scheiß viele Probleme.“, sagte er. „Ey Bill, bald bin ich hier weg und bin in Magdeburg. Da ist Janna und da ist Andi. Die haben das auch geschafft und dann werde ich das mit denen zusammen auch schaffen. Und sag nicht noch einmal, dass du Schuld bist, ja?“  Ich sah ihn ernst an. „Ja, okay. Ich liebe dich.“, sagte er und küsste mich. „Ich dich auch und das wird sich auch nicht ändern, Bill. Auch wenn ich dadurch freunde verliere und Probleme ohne Ende bekomme.“, sagte ich zwischen unseren Küssen. „Was wollen wir jetzt noch machen?“, fragte Bill mich dann. „Hm, wollen wir mal rüber zu Tom und Anna gehen?“, sagte ich. „Ja lass mal machen.“ Wir standen auf und gingen aus dem Zimmer. Als wir dann vor der Zimmertür standen, klopften wir. Kaum eine Weile später hörten wir auch schon ein „Ja?“ und wir gingen rein. „Na ihr. Was macht ihr?“, fragte ich und setzte mich auf den Schreibtischstuhl. „Ach, wir langweilen uns und ihr?“, fragte Tom zurück.  „Joar wir auch.“  „Hm, seit uns nicht böse, aber wir wollten gerade schlafen gehen.“, sagte Anna nun.  „Nein sind wir nicht, dann gehen wir mal, gute Nacht.“, ich ging zu Anna und gab ihr wieder ein Küsschen auf die Wange. „Und ich?“, fragte Tom. Ich musste lachen. „Och komm her.“, sagte ich und gab ihm auch eins. „Lea, wir müssen noch was nachholen.“, meinte Bill dann auf einmal. Anna sah mich nur fragend an worauf ich ihr noch zuzwinkerte. Dann gingen wir aus dem Zimmer und ich ging noch schell ins Badezimmer um mich abzuschminken. Bill hatte es alles schon erledigt.


Kapitel 39:

>Lea´s Sicht<
Als ich dann fertig war und meine Zimmertür auf machte, war es ganz dunkel in meinem Zimmer. Nur das Licht von dem hell scheinenden Mond erhellte den Platz vor dem Fenster. Ich sah, dass Bill dort stand und rausguckte. Ich stand noch eine Weile im Türrahmen und beobachtete ihn. An was er wohl dachte?! Ich entschied mich zu ihm zu gehen. Ich ging hin und legte meine Arme von hinten um seinen Bauch. Er schien mich nicht zu bemerkt haben, denn er zuckte leicht zusammen, drehte sich aber nicht um, sondern legte seine Hände auf meine, die immer noch auf seinem Bauch lagen. Wir standen eine Weile einfach nur so da und guckten beide raus. „An was denkst du?“, fragte ich Bill dann in die Stille. Ich flüsterte sogar schon, weil ich die Stille dann doch nicht ganz brechen wollte. „An nichts Bestimmtes. Mir tut es nur leid, dass du so viele Probleme nur wegen mir hast.“  Er drehte sich immer noch nicht um, sondern starrte weiter aus dem Fenster. Ich seufzte einmal. „Bill...“, ich nahm meine Hände wieder zu mir und drehte in leicht um. Er sah mich an, auch wenn man nicht wirklich viel erkenne konnte. Es war egal. „...es ist nicht deine Schuld, okay? Du hast mir versprochen, dass du nicht noch einmal sagst, dass es deine Schuld ist.“, sagte ich. Er nahm mich in den Arm und drückte mich ganz fest an sich. „Lea, ich will dich nie wieder verlieren.“, flüsterte er.  „Ich dich auch nicht, Bill!“ Ich löste mich aus unserer Umarmung und küsste ihn. Der Kuss schien mir so, als ob er nie Enden würde.  Als sich unsere Lippen voneinander lösten, grinste Bill mich breit an.  Ich sah ihn fragend an. Als er mir nach längerem angucken immer noch keine Antwort gab, sondern immer noch grinste, fragte ich ihn: „Was grinst du so?“  Ich piekste ihm dabei leicht in den Bauch. „Wir wollten noch was nachholen.“ Das dieser Junge auch immer so süß gucken musste. „Du hast Recht.“  Er fing schon an mich zu küssen. Und so ging das die ganze Zeit weiter. Es war einfach nur wunderschön. Bills Liebkosungen und die kleinen Küsse an meinem Hals. Er wusste genau, dass ich es liebte, wenn er mich am Hals küsst, auch wenn wir noch nicht lange zusammen waren. Es war schon ziemlich spät geworden und Bill und ich lagen aneinander gekuschelt in meinem Bett. Bill streichelte mir immer sanft über meinen Kopf und meine Wange. Keiner sagte etwas. Da fiel mir dieses Lied ein. Ich wusste nicht, wer es singt, aber der Text passte gerade einfach nur gut. Ich fing an leise vor mich hin zu summen.
„Womit hab ich dich verdient?
  Bin ich dich wirklich wert?
  Wer bin ich,
   Dass gerade ich in deinem Herz bin – warum?
  SongtextWer bin ich?
  Dass gerade ich die eine bin die du liebst – warum?
  LyricsDarf ich hier neben dir sein
  Warum willst du mich...“
Ich fing wohl auch noch an zu singen, aber leise.
Bill sah mich lächelnd an. „Weil du nicht nur irgendein Mädchen bist. Du bist etwas ganz besonderes. Und, weil ich dich liebe!“ Ich lächelte ihn auch an und küsste ihn wieder. „Danke, Bill. Das hast du schön gesagt.“ Ich fing an zu grinsen. „Oh man, wir sehen uns ab morgen nicht mehr. Bis Freitag.“, sagte er traurig. „Ja, du hast Recht, aber es sind immerhin nur vier tage, dann holt ihr mich auch schon wieder ab. Ich hoffe, nur, dass ich diese Woche noch zu Hause bleiben darf. Ich habe echt schiss, auch wenn es nicht so viele Fans an unsere Schule gibt, die anderen Mobben einen eh nur. Aber Laura ist ja noch da.“, sagte ich genau so traurig. „Du schaffst das und das hast du selber gesagt! Und Laura wird dir helfen, da bin ich mir sicher. Die lässt dich nicht hängen.“ Er lächelte mich wieder mit diesem Zuckersüßen lächeln an. Ich nickte. „Ja, ich hoffe mal. Aber ich werde eh noch mal mit ihr telefonieren. Mal schauen, was dabei raus kommt. Aber sie ist eine richtige Freundin, egal was passiert. Aber wollen wir jetzt schlafen?“ „Ja, komm lass mal machen. Schließlich kommt der Zug von Andi und Janna schon um halb neun. Und David kommt dann auch danach bald.“  „Gute Nacht, Schatz.“, sagte ich noch und drückte ihm einen Kuss auf die Wange. „Gute Nacht, Maus.“  Wir legten uns wieder eng aneinander gekuschelt hin. Bill legte wieder von hinten seinen Arm um meine Hüften und streichelte meinen Bauch. ‚So lässt es sich gefallen.’, dachte ich und musste in mich reingrinsen. Kurz darauf war ich auch schon eingeschlafen.
Ich wachte morgens von einem poltern auf. Langsam machte ich meine Augen auf. Es war noch angenehm dunkel in meinem Zimmer, sodass meine Augen sich nicht vor der Helligkeit erschrecken konnten. Ich sah auf meinen Wecker. 7:00 Uhr. Ich ließ mich wieder müde in mein Kissen fallen. Bill neben mir schlief noch tief und fest. So wie immer eigentlich. Schon wieder war da dieses gepolter. Langsam erhob ich mich aus meinem warmen Bett und ging zu meiner Zimmertür um sie zu öffnen. Als ich sie aufgemacht hatte  und auf den Flur blickte, sah ich auch schon den, der für diesen Lärm am frühen morgen Schuld war. Andi. Er stand da und sah mich entschuldigend an. „Was machst du denn hier?“, fragte ich ihn. „Ich wollte meine Sachen runter bringen, aber es war wohl etwas zu viel auf einmal. War aber zu faul noch mal zu gehen und so ist mir gerade eben alles runter gefallen. T´schuldigung“ Dieses T´schuldigung sagte er wie ein kleines Kind und senkte dabei seinen Kopf. Ich musste lachen. Vor ihm lag seine Reisetasche, wo ein paar seiner Sachen raus gefallen waren, sein Board, was wahrscheinlich so einen Krach veranstaltet hat und sein Rucksack. „Na ist ja nicht schlimm. Soll ich dir helfen, oder geht es, weil dann würde ich jetzt schnell duschen gehen.“, fragte ich ihn und sah ihn skeptisch an. „Nene geht schon, geh du dich mal fertig machen. Sonst verpassen wir  noch unseren Zug, weil du nicht fertig geworden bist.“, grinste er mich an. „Haha Andi. Wir haben noch anderthalb Stunden. Das werden wir wohl schaffen.“ Mit diesem Satz verschwand ich wieder in meinem Zimmer und stand mal wieder vor der schwierigsten Entscheidung am Morgen. Richtig. Was soll ich anziehen. „Zieh deinen Karierten Mini an mit deinen schwarzen Chucks und einem schwarzen Oberteil.“, hörte ich es plötzlich. Ich musste grinsen und drehte mich um. „Na auch wach?“, fragte ich Bill, der noch total verschlafen aussah. „ja, bei dem Lärm kann man ja nicht mehr schlafen.“, sagt er muffelig. „Stimmt, naja.“ Ich suchte mir die Klamotten zusammen, die Bill gesagt hatte packte noch meine Strumpfhose und meine Stulpen dazu und ging zu ihm. „Morgen erstmal.“ Ich küsste ihn. „Morgen. Aber jetzt geh schon, sonst kommen wir echt zu spät.“, grinste er mich an. „Jaja, bin ja schon weg.“, sagte ich und rannte aus dem Zimmer ins Bad.



Kapitel 40:

*>Lea´s Sicht<*
Als ich mich fertig geduscht hatte, schminkte ich mich, machte meine Haare wieder glatt und alles.
Es war nur eine halbe Stunde vergangen, als ich aus dem Badezimmer gehüpft kam und weiter in mein Zimmer ging. Als ich die Tür auf machte, glaubte ich es nicht. Bill lag immer noch in meinem Bett und schlief! „Biiiiill! Aufstehen.“, rief ich. „Los, in einer dreiviertel Stunde müssen wir los und Andi und Janna zum Bahnhof bringen und außerdem kommt David dann auch noch.“ „Jaaaa, gleich.“, murmelte er zurück. „Nein, jetzt.“, sagte ich wieder und zog ihm meine Bettdecke weg. Er lag nur in Boxershorts auf dem Bauch im Bett. Das Kissen hatte er über seinen Kopf gemacht, sodass es ja nicht zu laut war für den Herrn.  „Leaaaa, du bist gemein.“, nörgelte er rum und setzte sich langsam auf. „Ich weiß, Schatz.“ Ich ging zu ihm und setzte mich auf die Bettkante. „Los, jetzt geh aber endlich duschen. Alle sind schon fertig. Ich habe die eben schon von unten gehört. Los, hop, hop.“ Als er aufstand gab ich ihm einen klapps auf sein Hinterteil. Er drehte sich zu mir um und sah mich an. Ich grinste ihn nur zurück an und er kam zu mir und küsste mich. „Unwiderstehlich bist du.“, grinste ich immer noch, als wir unseren Kuss kurz unterbrachen. „Du genau so.“, jetzt fing er an verschmitzt zu grinsen. „Aber du hast gesagt ich muss duschen, also, bis gleich.“ Und schon war er mit seinen zusammen gesuchten Sachen aus der Tür verschwunden.
Bei Bill dauerte das alles natürlich alles etwas länger. Naja etwas ist gut. Nach einer halben Stunde, es war inzwischen acht Uhr. Bill habe eigentlich nur ich heute Morgen schon gesehen, weil die anderen schon unten waren, als er ins Badezimmer ging. Ich ging zum Bad nachdem er immer noch nicht fertig war. „Biiiiill! Mach schneller wir wollen  gleich los man. In einer halben Stunde kommt der Zug.“ Ich stand vor der Tür und wartete auf eine Antwort. Vergeblich. Ich wollte gerade noch einmal mit voller Wucht gegen die Tür hämmern, da öffnete sie sich schon. Meine Hand, die zu einer Faust geformt war, blieb kurz vor Bills Nase stehen. „Huch das war knapp.“, grinste ich. „Ja, dass kannst du laut sagen.“, erwiderte er mir. „Nein, keine Zeit. Los schnapp dir deine Sachen und runter. Ich geh schon mal vor.“ Und schon war ich die Treppe runter gelaufen. „Morgen.“, rief ich, als ich die Küche betrat. „Morgen.“, kam es im Chor zurück. ‚Okay, sind alle nicht ausgeschlafen.’, dachte ich nur leise vor mich hin. „Los wir müssen langsam mal losgehen.“, sagte Tom und erhob sich vom Stuhl. „Jap.“, brummten wieder alle vor sich hin und gingen sich ihre Schuhe anziehen. Ich guckte den anderen nur verdattert hinterher und schüttelte mit dem Kopf.  Inzwischen kam Bill in die Küche. Er hatte seine Schuhe und seine Jacke schon an. „Na, die sind ja alle geil drauf.“, bemerkte nun auch er. Er kam zu mir und küsste mich wieder kurz. Ich grinste ihn an. „Man, man, man, du kannst es echt nicht lassen, was?“  „Nein, kann ich nicht.“, grinste er zurück. „Ich hab aber Hunger.“, der Kerl nörgelte auch nur rum. „Hier.“ Ich gab ihm einen Apfel, den er nur verdattert anguckte. „Zu gesund.“  Er legte ihn wieder weg. „Bill willst du mich noch auf die Palme bringen, oder was?“  „Hier ist doch gar keine.“ Irgendwie regte er mich gerade auf. Naja. Ich verdrehte nur meine Augen und ging dann in den Flur um meine Schuhe anzuziehen. Die anderen waren inzwischen alle fertig und warteten auf uns. „Na, lasst uns los.“, sagte ich als ich fertig war. „Okay.“, erwiderten mir die anderen diesmal wacher. Als wir nach draußen gingen, verkleideten sich Bill und Tom wieder. Diesmal etwas heftiger. Man konnte wirklich nicht erkennen, dass es die Twins waren. Nur wenn man genauer hinsah. Aber sie hatten die ganze Zeit ihre Blicke gesenkt. Wir stranden am Bahnhof und in fünf Minuten sollte der Zug von Anna und Andi kommen. Die Twins unterhielte sich gerade mit Andi und wir Mädels quatschten mit Janna. „Der ICE aus Bremen Richtung Freiburg trifft in wenigen Minuten auf Gleis 2 ein.“, hallte es durch die Lautsprecher. Wir sahen uns an. „Nun ist es Zeit abschied zu nehmen. Aber nicht lange. Wir sehen uns am Freitag Mädels. Und Ohren steif halten.“  Janna ging erst zu Anna und drückte sie lange. Dann kam sie zu mir. „Tschau kleine.“ Sie nahm mich in den Arm. „Bye und Kopf hoch, ja?“  „Ja.“, zwinkerte sie mir zu und ging zu Bill und Tom. Andi kam zu uns. „Sooo, ich werde dann mal.“ Er umarmte uns. „Okay, pass uns auf Janna auf, ja?“, sagte Anna.
„Klar.“, zwinkerte er ihr zu. Da kam auch schon der Zug eingefahren. Man sah bei Janna, dass sie Tränen  in den Augen hatte. Wir waren alle traurig und sie musste gleich zwei von ihren besten Freunden zurücklassen. Okay, wir sahen uns am Freitag ja schon alle wieder, aber trotzdem. Die Türen vom ICE öffneten sich und die Leute die Aussteigen mussten, taten das. Andi und Janna drehten sich noch einmal um und winkten. „Bye.“, riefen sie uns zu, dann waren sie im Zug verschwunden. Wir suchten die beiden in den hinteren Abteilen ab, aber anscheinend waren sie zu den ersten Wagons gegangen. „Hm, jetzt sind sie weg.“, sagte ich traurig, als der zeug endgültig aus dem Bahnhof fuhr. „Ja, aber wir sehen sie bald wieder. Schon am Freitag. Und lasst nach hause gehen, David wollte gleich kommen.“, sagte Tom. Also machten wir uns auf den Weg nach hause. Keiner sagte etwas. Waren wohl alle irgendwie in Gedanken.
Als wir dann da waren, sahen wir schon den großen schwarzen van vor unserer Haustür stehen. Das hieß David war schon da. Auch der Firmenwagen von Annas Vater war da. Oh man, jetzt konnten wir uns was von David anhören. Irgendwie hatte ich ja schon etwas Angst. Wer weiß was David alles von Bill und Tom verlangte. Vielleicht sollten sie mit uns Schluss machen, weil es sonst zu viele Probleme gab. Für uns, sowie für die Band. Ich wurde nervös, aber auch Anna wurde bei jedem weiteren Schritt Richtung Haustür aufgeregter.




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