Er liebt mich...er liebt mich nicht...

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Kapitel 21:

*>Tom´s Sicht<*
Als ich oben angekommen bin ging ich wieder zurück in Lea’s Zimmer, wo sie mit den anderen saß. Sie schreckten alle hoch, als sie merkten, dass die Tür aufging und sahen mich fragend an. Fragend, weil sie alle wissen wollten, was mit Janna los war. Ich kam immer noch nicht wirklich drauf klar, was sie mir vorhin ins Gesicht geschrieen hatte. Es hörte sich so an, als ob ich gar nicht hinter ihr stehen würde und sie mir scheiß egal wäre. Gut ich fand es irgendwie ein bisschen übertrieben und ich weiß auch nicht, wie so was ist, was sie gerade durchmacht und außerdem war sie mir bestimmt nicht scheiß egal. Sie ist und bleibt für immer meine beste Freundin. Und das ist schon seit vielen Jahren so. Sie ist eine echte Freundin. Doch jetzt zweifelt sie daran, dass ich es auch wirklich so meine, wie ich es sagte. Als ich nachdachte, setzte ich mich zu den anderen auf den Boden. Sie sahen mich anscheinend immer noch fragend an, weil Bill mich erst wieder aus meinen Gedanken riss. „Und? Was hast du raus gefunden? Was ist mit ihr los?“, fing er gleich an wie ein Wasserfall los zufragen. Ich holte tief Luft und erklärte ihnen alles. Ich beobachtete immer wieder Bill und Lea dabei, aber ich war mir sicher, dass Bill es nicht so aufnahm wie Janna. Sicher war ich mir wiederum auch nicht.  „Naja und dann hat sie mir halt zum Schluss ins Gesicht geschrieen, dass sie nichts dagegen machen kann, wenn sie eben eifersüchtig ist, im Gegensatz zu Bill. Und sie dankt mir, dass ich hinter ihr stehe und sie es dadurch sieht, wie viel sie mir ja angeblich bedeute. Naja dann ist sie halt weggerannt. Mit ihrer Tasche. Ich glaube zum Bahnhof und ich glaube auch, dass da dringend mal wer hinterher muss, sonst ist die gleich weg.“, brachte ich es zu Ende. Andi sah mich geschockt an. „Ich muss da hinterher.“, sagte er und packte sich seine Jacke. Er wollte gerade aufstehen, da kam Lea ihm dazwischen. „Hey Andi, das wird wieder, glaub mir. Ich glaube aber, dass wir beide da bestimmt nicht hinterher können und naja Tom wäre auch nicht gerade gut nach dem unten.“,  sagte Lea zu Andi und versuchte ihn aufzubauen. „Aber ich will sie doch nicht verlieren. Ich leibe sie doch!“ Er klang irgendwie hilflos. So kannte ich ihn nicht. Nur in einer Sache. Und zwar dann, wenn es um Janna ging. Seine erste große Liebe. Ich überlegte und kam dann zu dem Vorschlag, dass Anna vielleicht mal hinterher gehen sollte. Bei ihr bestand kein Risiko, dass sie jemand erkannte, aber sie kannte sich hier wiederum auch schon aus. „Okay, Anna gehst du dann?“, fragte ich nach einer Diskussion. „Ja, dann gib mir mal bitte meine Jacke ich renn’ gleich los.“, sagte sie und Bill gab ihr ihre Jacke. Ich drückte ihr noch einen Kuss auf ihren Mund und schaute sie mit einem Überzeugten Blick an. Sie nickte nur noch und schon war sie weg.  Wir anderen saßen dann einfach nur noch so da. Ich guckte zu Bill und Lea. Die beiden flüsterten irgendetwas und Lea schaute auf den Boden. Ich hoffte, dass das jetzt nicht auch noch in die Brüche ging. Aber dann küssten sie sich. Ich war richtig erleichtert und kurzzeitig huschte mir ein lächeln über meine Lippen. Wusste ich es doch. Bill war nicht sauer auf Lea. Und auch nicht auf Andi, weil Bill ihm gleich zuzwinkerte. hHeyey

*>Anna´s Sicht<*
Als ich auf dem Weg nach draußen war begegnete ich Lea´s Mutter unten im Flur. „Sagt mal, was ist eigentlich heute mit euch los? Tom saß eben hinten im Gästezimmer schon total fertig, nachdem Janna mit ihrer Tasche weinend nach draußen gerannt ist.  Und du rennst jetzt auch noch fertig angezogen raus.“, fragte sie mich verwirrend. „Wir erklären euch das nachher, okay? Es gibt Streit zwischen Lea, Andi und Janna. Mehr Details später.“, rief ich in der Zeit, wo ich meine Chucks anzog, was eh immer länger dauerte. Ich hörte im Rausgehen „Okay dann mal schnell. Bis dann.“, und machte die Tür hinter mir zu. Ich rannte geradewegs Richtung Bahnhof. Ich hoffte, dass Janna noch da war. Als ich am Bahnhof ankam, suchte ich ab Gleis 1 ab. Sie war nirgends. Als ich mich danach erschöpft auf eine Bank fallen ließ, hörte ich ganz leise meinen Namen. Ich schaute mich und wusste auch gleich woher er kam. Von Janna. Sie stand auf der anderen Seite von Gleis 5. Ich sah sie an, lächelte und rannte die Treppen runter und die anderen Treppen zu Gleis 4. Als sie mich sah, ließ sie ihre Tasche auf dem Bahnsteig stehen und kam zu mir. Ich rannte ihr entgegen und schon viel sie mir in die Arme. Ich war einige Zentimeter kleiner als sie, aber irgendwie bekamen wir das hin, dass sie sich an meiner Schulter ausweinen konnte. Als sie nur noch schluchzte nahm ich ihr Arme und zog sie ein Stück zurück und sah sie an. „Janna, komm her alles wird wieder gut, okay?“ Ich versuchte sie wieder aufzubauen, aber ich bekam es nicht wirklich hin. „Nichts wird wieder gut. Ich will wieder nach Hause ohne Andi und den Rest meines Lebens ohne Andi verbringen. Es war schon öfter so, dass wir uns wegen Kleinigkeiten gestritten haben und langsam will ich nicht mehr. Und ich glaube auch, dass es besser ist, wenn wir nicht mehr zusammen sind.“, sagte sie. Ich dachte mich trifft der Schlag. Janna will sich von Andi, mit dem sie nun schon seit über einem halben Jahr zusammen  ist? Das konnte ich nicht glauben. „Janna das ist nicht dein ernst, oder?“, fragte ich sie geschockt. Sie guckte auf den Boden und sagte: „Doch! ich glaube wir brauchen eine Auszeit.“  Na super, das Andi beizubringen wird schwer. „Hm okay, du musst wissen was das richtige für euch beide ist, aber man kann dir nur immer wieder sagen, dass Lea dir Andi nicht wegnehmen will! Sie will nur Bill! Und genauso ist das mit Andi auch. Janna der liebt dich über alles auf dieser Welt und will dich nie, wirklich NIE verlieren. Aber ordne mal deine Gefühle. Ich stehe hinter dir und du kannst immer mit mir reden.“, sagte ich ihr. Sie lächelte. Ich lächelte ihr zurück und nahm sie noch einmal in den Arm.  „Kommst du denn noch mit? Bitte.“, flehte ich sie fragend an. Sie überlegte und zögerte erst, aber entschied sich dann doch dazu, dass sie mitkommt und erst am Montag fährt. „Danke, freut mich.“, sagte ich ihr lächelnd. Wir holten noch schnell ihre Tasche zurück und machten uns dann auf den Weg nach Hause. Wie froh ich war, dass ich Janna noch überreden konnte mitzukommen. Ich hoffte, dass das alles wieder wird. Mit Andi und ihr und das sie sich wieder mit Lea verträgt. Doch erst musste sie Andi beibringen, dass sie eine Auszeit braucht.


Kapitel 22:


*>Anna´s Sicht<*
Auf dem Weg zu Lea nach Hause, gingen Janna und ich schweigend nebeneinander den Bürgersteig entlang. Es dauert circa 15 Minuten, dann waren wir auch schon zu Hause. Diesmal begegnete ich Lea´s Eltern nicht, weil sie wahrscheinlich gerade unterwegs waren.
Als wir dann im Gästezimmer angekommen waren, stellte Janna ihre Tasche dort ab und wir gingen wieder hoch zu Lea´s Zimmer. Vor der Tür aber stoppte sie und flüsterte: „Anna, ich kann das nicht... ich habe Angst.“ Ich konnte sie verstehen, dass sie jetzt Angst hatte mit Andi Schluss zu machen, aber sie wollte es so, also muss sie da jetzt auch durch. „Doch Janna, du kannst das, und du schaffst das auch. Jetzt lass uns erstmal rein gehen.“, sagte ich und machte die Tür auf. Sie saßen alle immer noch genau so da wie vorhin, bevor ich weggegangen bin um Janna zu suchen. Bill bemerkte uns zu erst und lächelte Janna sofort an, weil sie wieder zurückgekommen ist. Sie versuchte zu lächeln, gelang ihr aber sichtlich nicht und ging weiter zu den anderen hin. Ich setzte mich zu Tom, der mich anlächelte. „Gut, dass sie noch mal zurückgekommen ist. Bin stolz auf dich.“, grinste er mich an und gab mir einen Kuss auf meine Wange. Andi saß immer noch auf Lea´s Bett. Er hatte seine Beine an seinen Körper gezogen und seine Arme hielten sie fest. Er sah auf, als er merkte, dass Janna vor ihm stand und sah sie ohne irgendeine Miene zu verziehen an. „Andi, kann ich mal bitte mit dir reden. Alleine, Unter vier Augen. Bitte.“, fragte sie ihn. Er nickte nur und folgte Janna aus der Tür raus. Ich wusste nicht, wo sie hingingen, aber bestimmt dahin, wo sie ungestört waren...

>Andi’s Sicht<
Als ich Janna vor mir stehen sah und sie ansah, verzog ich keine Miene, weil ich nicht wusste wie ich ihren Gesichtsausdruck deuten sollte und was jetzt auf mich zukam. „Andi, kann ich mal bitte mit dir reden. Alleine, Unter vier Augen. Bitte.“, fragte sie mich plötzlich und schon aus ihrer Stimme raus hörte ich, dass es nichts gutes zu bedeuten hatte. Ich nickte ihr nur, stand auf und folgte ihr aus dem Zimmer. Tom nickte mir nur noch beruhigend zu. Als wir die Treppe runter gingen, setzten wir uns in die Küche, weil Lea´s Eltern ja eh nicht zu Hause waren. Hier waren wir ungestört, zumindest für die Zeit, wo Janna mir das wichtigste sagen muss oder will. Wir saßen uns an den Küchentisch und saßen die ganze Zeit über schweigend nur so da. Beide mit gesenktem Kopf. Nach einiger Zeit wurde mir das rum schweigen und diese Stille zu blöd und unterbrach sie. „Janna? Du wolltest mit mir reden?“, fragte ich sie leise und immer noch mit gesenktem Blick.  Sie sah mich an. Ihre Augen waren immer noch total rot und verquollen vom Weinen. Sie sah fertig aus. Aber was sollte ich daraus schließen? „Ja wollte ich...“, sie stoppte und sah weiterhin auf den Boden, damit sie mir ja keinen Blich schenken musste. „Ich weiß ja nicht, was jetzt mit Bill und Lea los ist, aber eben, naja, da sahen sie ja sehr glücklich aus. Anscheinend werden die nicht solche Probleme haben wie wir beide.“  Wie wir beide? Ich war nicht eifersüchtig auf den anderen. Das war sie ja wohl eher. „Aber ich sehe das anders, als Bill. Schon wegen der Sache von früher. Mit dem Mädchen und dir. Ich bin dadurch eben eifersüchtig geworden. Und du weißt das, dann musst du das ja wohl nicht noch ausnutzen, oder? Aber dagegen kann ich nichts machen und, naja, deswegen denke ich, dass es besser für uns ist, wenn wir getrennte Wege gehen und uns trennen. Zumindest in der Zeit, in der ich wieder Vertrauen zu dir aufbaue. Wenn das noch geht. Aber es kam halt alles wieder hoch, dass mit dem in der Disco, was du mir damals angetan hast.“, sagte sie und fing an zu weinen.  Es musste früher oder später ja so kommen. Es musste ja so kommen, dass sie Schluss macht. Nur weil ich so dumm bin und erst mit irgendeiner Tussi in der Disco rummache und jetzt, ja jetzt mache ich sie eifersüchtig mit Lea. Dabei  ist das doch nur Freundschaft. Darf ich jetzt nicht mal mehr Weibliche Freundinnen haben? Nun rollten mir auch schon die Tränen die Wange hinunter Zwar leise, aber sie waren da. Aber  was wurde eigentlich aus Lea und ihr? So konnte das doch auch nicht weiter gehen. „Janna? Wenn du schon mit mir Schluss machst, dann tu mir einen Gefallen und sprich dich mit Lea aus. Bitte, sie kann da nichts für. Ich hätte ihre Hand einfach nicht nehmen dürfen und auch nicht so zu ihr sein dürfen, wie ich war.“ Ich stoppte kurz und sagte noch: Ich liebe dich! Und zwar nur dich! Ich will dich nicht verlieren, aber so wie es aussieht, habe ich das ja gerade.“ Sie sah mich wieder unter Tränen an. „Andi, mach es mir nicht so schwer. Ich habe schon noch Gefühle für dich, aber ich kann dir nicht mehr so vertrauen, wie ich es noch am Anfang tun konnte.“ Sie stand auf  und ging mit gesenktem Kopf zur Tür. Sie legte ihre Hand auf den Türrahmen und drehte sich noch einmal um. Sie weinte immer noch und brachte unter ihren tränen ein „Sorry!“ raus. Ich sah sie noch einmal an. Ebenso unter Tränen. Was habe ich bloß gemacht? WAS? Ich könnte mich dafür umbringen, dafür was ich gemacht habe. Ich verlor sie gerade, das spürte ich. Dann drehte sie sich um und ging aus der Tür. Ich sah ihr nach, obwohl sie gar nicht mehr zu sehen war. Wie in Trance starrte ich vor mich hin und hoffte, dass sie wieder zurückkam. Aber das kam sie sicherlich nicht. Immer noch weinte ich. Und immer noch lautlos.  Ich stützte meine Arme auf den Tisch und vergrub dort meinen Kopf drin. Ich saß die ganze Zeit einfach nur so da. Sehr lange sogar. Sie hat gesagt, dass sie mir wieder vertrauen können muss. Aber ich frage mich immer noch, wie sie das machen will. Weil so wie ich sie kenne, und so wie es beim letzten Mal auch war, hält sie abstand von mir und versucht so wenig  wie möglich mit mir zu tun haben, Also nur dann, wenn die Twins uns beide dabei haben wollten. Und das mit Lea... ich hoffe das rängt sich alles ein, bis sie nach Magdeburg zieht. Sonst wird das was, wenn ich mich öfter mit Lea treffe. Sie sollten sich wieder vertragen Lea konnte da doch nichts zu. Ich war Schuld. Ich ganz allein. Und da musste Lea nicht drunter leiden. Ich habe schließlich ihre Hand genommen und alles Jetzt hat sie Stress mit Janna. Und das nur wegen mir... .



Kapitel 23:


*>Andi’s Sicht< *
Ich saß sehr lange mit meinem Kopf in meine Hände gestützt am Küchentisch. Ich hatte mich schon wieder etwas beruhigt und schluchzte nur noch vor mich hin. Mein Blick starr an die Wand gerichtet. Auf einmal hörte ich eine Tür leise zu fallen und kurz darauf spürte ich eine Hand auf meiner Schulter. Ich hoffte erst, dass es Janna war, aber das war nicht ihre Hand, das erkannte ich. Es war eine Jungenhand. Ich löste meinen starren Blick, der immer noch an der Wand war, von ihr und drehte meinen Kopf zur Seite, sodass ich die Hand erkannte. Es war Bill. „Hey...!“, sagte er und sah mich geschockt an, weil meine Augen bestimmt total rot und verquollen vom Weinen waren und auch dementsprechend aussahen. Sie brannten auch richtig. Aber das war mir in diesem Moment so was von egal. „Was ist passiert?“, fragte Bill auf einmal und saß sich neben mich auf den freien Stuhl. Erst konnte ich nicht antworten. Wir saßen eine Weile also einfach nur so da. Mein Blick wieder starr auf die Wand gerichtet. Bill beobachtete mich von der Seite, dass merkte ich. Er wartet bestimmt auf eine Antwort  und er ist mein bester Freund. Ihm konnte ich alles erzählen, also. „Janna,... sie...“, ich stoppte und mir kullerte eine Träne die Wange runter. Bill konnte sich bestimmt schon denken, was passiert war, aber er sah mich immer noch fragend an. Er hetzte nicht. Ich konnte mir Zeit mit meiner Antwort lassen. Eben Bill. Er hetzte nie. Er nahm sich immer die Zeit, die er brauchte. „..sie hat Schluss gemacht.“, beendete ich nun meinen Satz. Bill sah mich entsetzt an. „Was? Nur wegen der Sache mit Lea und der Hand?“, fragte er ruhig.  „Ja, genau. Genau deswegen. Sie hat kein Vertrauen mehr zu mir. Auch schon wegen der Sache mit dem Mädel in der Disco, damals. Sie meinte, dass hat sie an alles wieder erinnert. Und sie hat wahrscheinlich Angst, dass ich sie wieder so mit Lea verletzte, wie damals mit dem unbekannten Mädel. Sie will mir erst wieder Vertrauen können, hat sie gesagt.“ Ich seufzte kurz und wischte mir eine Träne weg. Es brachte aber nichts, weil gleich darauf die nächsten ihren Weg nach unten suchten. „Bill ich mache alles kaputt, einfach alles! Warum nur? WARUM?“, fragte ich ihn verzweifelt und unter Tränen. Aber er konnte mir auch keine Antwort geben. Das konnte keiner. „Sie hat Angst, dass sie dich verliert, Andi...“, sagte Bill und versuchte mich zu beruhigen. Er nahm mich in seine Arme. Schon so lange lag ich nicht mehr bei meinem besten Freund in den Armen. Sie waren zu oft weg. Aber es war eben ihr Job. Nein ihr Hobby, was sie zum Job machten. Es war ihr größter Traum und das akzeptierte ich auch so. Es gab auch Zeiten, wo sie lange frei hatten und sie zu Hause waren. Zeiten wie jetzt. Ich genoss sie immer, wenn ich die zwei verrückten Twins um mich hatte und immer Aktion war. Im Moment war es das zwar nicht, aber wenigstens waren sie da.

*>Lea’s Sicht<*
Ich saß die ganze Zeit nur so da. Auf dem Boden und starrte so vor mich hin. Ich war total in meinen Gedanken versunken. Auf einmal klopfte es an meiner Tür. Janna stand im Türrahmen. Ihre Schminke war total von Tränen verwischt. Ich sah sie geschockt an. Ich wusste was passiert war. Sie hatte mit ihm Schluss gemacht. Sonst hätte sie nicht geweint und Andi wäre auch hier. Sie kam zu uns und setzte sich auf den Platz, auf dem Andi eben, bevor die beiden nach unten gegangen waren, saß. Ich sah sie an, aber sie würdigte mir keinen Blick. Tom stand auf und ging zu ihr. Sie schluchzte weiter und viel ihm um den Hals. Man hörte ihn ein „Sorry, Janna!“, flüstern. Dann saßen sie einfach nur noch so da. Nach einer Weile sagte Bill. „Ich gehe mal runter zu Andi. Dem scheint es jetzt bestimmt nicht gut zu gehen.“, sagte er. Er gab mir einen Kuss auf meine Stirn und ging dann nach unten. Anna bemerkte wohl, dass ich Janna traurig ansah. Ich wünschte mir zu sehr, dass alles wieder in Ordnung kam, aber das wird jetzt bestimmt erstmal nicht der Fall sein. Es kam auf Janna drauf an. Anna kam zu mir rübergerutscht und legte einen Arm um meine Schulter. „Hey kleine. Das wird wieder.“, flüsterte sie mir ins Ohr. „Ich versuchte mir ein lächeln auf meine Lippen zu quetschen, was mir aber nicht gelang. „Versuch nicht zu lächeln. Das gespielte eben ist dir nicht gelungen.“, sie wusste immer wenn was nicht stimmte. Das bewies unsere Freundschaft. Trotz der weiten Entfernung. Wir verstanden uns blind. „Geh einfach zu ihr hin...“, flüsterte Anna weiter. „Meinst du nicht, dass sie dann ausflippen würde? Ich meine sie hat gerade mit Andi Schluss gemacht. Wegen mir. Und dann gehe ich einfach zu ihr hin!?“, fragte ich sie leise. „Versuch es, Lea. Du kannst nichts verlieren.“ Okay, dass stimmte sogar. Was sollte ich schon noch verlieren. Tom kam gerade wieder zu uns runter auf den Boden, weil Anna ihm eine Geste gemacht hat, dass er bitte mal zu ihr kommen sollte. Janna bekam davon nichts mit. weil sie ihren kopf in ihren Händen vergraben hatte. Ich Atmete einmal tief durch. Tom strich mir noch einmal über meine Schulter und ich stand auf und ging zu Janna.  Ich hatte Angst. Angst vor dem was jetzt vielleicht gleich passieren wird. Aber da musste ich jetzt durch. Ich legte eine Hand auf meine Schulter. Sie rührte sich nicht. „Janna?“, flüsterte ich. Sie nahm ihre Hände von ihrem Kopf und guckte mich an. Immer noch weinte sie. „Es tut mir so schrecklich leid, Janna“, fing ich an. „Aber ich wusste ja nicht, dass du darauf so reagierst Und...“, sie unterbrach mich. „Lea.. ich glaube ich muss mich bei dir entschuldigen. Du weißt ja nicht, was damals passiert ist. Ich wurde schon mal so verletzt von Andi. Aber richtig. Und deswegen, ich hatte Angst, dass er es mit dir auch durchzieht...“ Sie guckte auf den Boden und wischte ihre Tränen weg. Auch mir kamen die Tränen. „Aber ich will  ihn nicht, Janna! Und er will mich auch nicht. Bitte, geh zu ihm und Verzeih ihm.“, flehte ich sie an. „Nein Lea. Das geht nicht, Ich habe kein Vertrauen zu ihm. Ich muss es erst alles wieder aufbauen. Verstehst du?“, fragte sie mich. Ich nickte. Sie wischte mir die Träne, die sich gerade ihren Weg nach unten suchte, weg. Ich lächelte sie ganz leicht an. „Aber gib dir mühe! Er liebt dich wirklich.“, sagte ich noch. Sie viel mir um den Hals. „Ja, Lea. Das werde ich.“



Kapitel 24:


*>Lea’s Sicht<*
Als wir uns dann wieder aus unserer Umarmung lösten, wischte ich Janna ihre letzten Tränen weg.  „Danke.“, sagte sie. Ich zwinkerte ihr nur zu und sah Tom und Anna an. Die beiden saßen immer noch unten auf dem Boden und sahen mich und Janna erleichtert an. Gut, dass Anna gesagt hat, dass ich mal zur Janna gehen soll. Sonst hätten wir uns noch nicht wieder vertragen. Ich lächelte die beiden an. Aber auf einmal ging meine Zimmertür auf und Andi und Bill kamen ins Zimmer. Andi immer noch mit dem Gesicht gen Boden, aber man sah trotzdem ein bisschen sein Gesicht, welches total fertig aussah. Er setzte sich etwas Abseits hinter Tom und Anna. Bill kam zu mir und Janna auf das Bett. Dann fragte Bill mich leise: „Alles wieder in Ordnung zwischen euch beiden hier?“  Ich nickte und lächelte ihn dabei an. „Ja, alles wieder in Ordnung, denke ich mal.“, sagte ich und sah Janna an, die mich und Bill auch ansah. Bill nahm einmal kurz Jannas Hand und streichelte über sie rüber. „Und bei euch? Was ist mit Andi und vielmehr was hat er gesagt?“, fragte ich Bill dann. „Dem geht’s einfach nur scheiße. Naja, wenn er seine große Liebe verloren hat. Aber er wollte unbedingt, dass ihr euch wieder vertragt. Es liegt ihm wohl viel daran, weil er gesagt hat, dass du für den ganzen scheiß nichts kannst. Er hat ja schließlich deine Hand genommen und das alles. Er muss glaube ich erstmal ein bisschen nachdenken und seine Gefühle und Gedanken zu Recht rücken. Und das braucht eben seine Zeit, die er braucht!“, sagte Bill und sah zu Andi rüber, der wieder einfach so vor sich hinstarrte und Tom redete irgendetwas auf ihn ein. Er hatte noch seine Hand auf seine Schulter gelegt. Er konnte sich aber nicht wirklich auf das Gespräch konzentrieren. Das merkte man, weil Tom nachfragte, aber Andi schreckte nur aus seinen Gedanken hoch und gab ein verwirrendes „Ja“ von sich. Als wir dann da so dasaßen, also Janna und Bill unterhielten sich leise, genau so wie Tom, Anna und Andi, viel mir wieder ein, dass Anna ja in einer knappen dreiviertel Stunde am Bahnhof sein musste, weil ihr Zug nach Freiburg dort abfuhr. „Öhm, wenn ich mal stören darf?“, sagte ich und räusperte mich kurz. „Anna´s Zug fährt in einer knappen dreiviertel Stunde und ich glaube, dass sie langsam mal ihre Sache zusammen packen muss, weil sie den ja nicht verpassen kann. Das wird etwas knapp mit der Schule am Montag.“, sagte ich lauter und trauriger in den Raum hinein. Anna sah mich an. „Ja, du hast Recht. Mein Zug kommt bald und ich muss noch alle Sachen in meinen Koffer quetschen. Ich werde mal mein Glück versuchen und mal anfangen.“, meinte sie. Es kam ein vereintes nicken von uns allen fünfen und ein ganz trauriges Gesicht von ihrem Freund. Die beiden werden sich jetzt einige Wochen nicht sehen. Die Jungs fahren nach Hamburg ins Studio um ihre neue CD aufzunehmen und kommen wenn nur an den Wochenenden nach Hause. Dann werden sie ihre neue Tour beginnen. Das haben sie uns schon von ihrer Planung erzählt. Sie haben auch gesagt, dass wir bei jedem Konzert dabei sein können, wenn wir wollen und die Möglichkeit haben. Wegen Schule und so. Aber wir brauchten unsere Karten nicht zu kaufen  (*LOL*). Anna erhob sich und hetzte durch mein Zimmer um ihre ganzen Klamotten, die überall verstreut rum lagen, einzusammeln. Es sah sehr chaotisch hier aus und man musste sich Regelrecht einen Weg zu meinem Bett freilatschen. Alle schwiegen und man hörte nur die Geräusche die Anna beim packen und zusammensuchen ihrer Sachen machte, sowie die Musik, die ich eben angemacht habe. Da die Musik auf meinen Computer lief, war er dann ja auch logischerweise an. Wenn er also schon mal an war, ging ich ins Internet um meine Mails zu checken. Ich Meldete mich an und sah nach. Hmm... Nichts. Nur irgendwelche dumme Werbung und drei Anfragen von einer Modelagentur. Ich wunderte mich ziemlich, weil wo sollen die mich schon „entdeckt“ haben? Ich musste grinsen. „Na Modelanfragen bekommt die Dame also auch schon. Na nicht schlecht Herr Specht.“, sagte Bill auf einmal mit einem leisen Lachen, da er wohl mit beobachtet hatte, was ich gerade so an meinem PC gemacht habe.  „Tja kannste mal sehen, so was bekommst du nicht, was?“, grinste ich ihn weiter an. „Nee, so was brauche ich auch nicht.“, grinste er zurück. „Ich fliege da eh wieder raus, wenn die mich sehen, guck mich an.“, sagte ich und sah an mir runter. Ich war nicht dick und hatte auch noch Untergewicht. Viel Untergewicht sogar, aber ich fand mich schon immer zu dick. Und gerade jetzt, wo man so einen dünnen Freund wie Bill hat. „Spinnst du? Magersüchtige.“, sagte Bill ironisch. „Das sagt der richtige, mein Freundchen.“, sagte ich empört und sah wieder auf meinen Computerbildschirm. Da ich bei GMX nichts mehr zu erledigen hatte, klickte ich auf „Logout“ und machte mein Internet aus. Nur meine Musik ließ ich an. Erst wollte ich noch bei ICQ on gehen, aber ich entschied mich letztendlich dagegen. Ich setzte mich wieder zu mir. Es lief gerade mein Lieblingslied. „Nur zu Besuch“ von den Toten Hosen. Es war zwar kein tolles Thema über was Campino da singt, aber die Melodie war einfach nur toll. Ich legte meinen Kopf an Bill´s Schulter und kuschelte mich gegen ihn. Ich beobachtete Janna eine Zeit lang, wie sie immer wieder Andi ansah und wenn er guckte schnell weg sah. Andi starrte nur Löcher in die Luft und schielte manchmal zu Janna rüber. ein ekliges schweigen machte sich breit, was ich gar nicht haben konnte. Gott sei dank wurde Anna fertig mit Koffer packen. „So, also ich wäre so weit und ich glaube es wird nun langsam wohl oder übel Zeit sich von deinen Eltern zu verabschieden und sich auf den Weg zu machen.“, sagte sie und ließ sich noch kurz in den Sitzsack, der neben Tom stand, fallen. Tom zog eine Schnute und fing erstmal an zu Schmollen. „Och Schatz, ich würde auch gerne hier bleiben, aber ich muss nach Hause wir sehen uns doch alle bald wieder. Spätesten an eurer Tour.“, sagte Anna und lächelte ihn an. „Das hoffe ich mal!“ Jetzt grinste er sich einen zu Recht. Ich stand auf. „Na wenn ihr das auch geklärt habt, können wir ja unbeschwert zum Bahnhof, oder?“, fragte ich. „Ja, können wir machen. Wer kommt denn alles mit?“, fragte Anna in die Runde. Alle meldeten sich. Sogar Janna und Andi. Mir huschte ein lächeln über meine Lippen. Auch Anna lächelte und wollte gerade ihren Koffer in die Hand nehmen, als Tom ihr den wieder entriss. „Na, lass mal. Ich mach das schon.“, zwinkerte er ihr zu und servierte dafür erstmal ein Küsschen für. „Hachja, was für ein Gentleman der kleine Tom ja ist.“, sagte ich und meine Stimmte hörte sich so an, als ob ich für ihn schwärmte. Wir mussten alle lachen. „Ja, also so welche gibt’s nicht oft hier.“, sagte Anna grinsend. Bill nahm meine Hand und wir gingen hinter Anna, Tom, Andi und Janna die Treppe runter.     



Kapitel 25:


*>Lea´s Sicht<*
Als wir unten waren, stellte Tom Anna´s Koffer noch mal im Flur ab und wir gingen in die Küche, wo meine Eltern gerade saßen und irgendetwas diskutierten. „Hey ihr.“, sagte ich um auf uns Aufmerksam zu machen. „Oh, hi ihr.“, sagte meine Mutter auch schon und packte irgendwelche Unterlagen zusammen, die auf dem Tisch lagen. „Na ihr was gibt’s?“, fragte nun auch mein Vater. „Na mein Zug fährt gleich und ich wollte mich noch bei euch verabschieden und bedanken, dass ich kommen durfte.“, gab Anna ihm als Antwort. „Oh stimmt ja. Na komm her lass dich drücken.“ Meine Mutter ging zu ihr und nahm sie in den Arm. Auch mein Vater drückte sie kurz und lächelte. „Also ich hoffe, es hat dir gefallen und wir sehen uns irgendwann mal wieder.“, zwinkerte meine Mutter ihr zu. „Klar, das denke ich mal.“ Anna grinste mich an, worauf ich auch zurückgrinste. „Naja wir sind dann mal, sonst verpasst Anna noch ihren Zug.“, mischte ich mich ein. „Ja, okay und ihr anderen kommt aber alle noch mal mit?“, fragte mein Vater. „Ja, also wenn wir dürfen, gerne.“, sagte Bill und legte seine Hände um meine Hüften. Ich drehte meinen Kopf etwas zur Seite und küsste ihn. „Na klar dürft ihr.“, grinste mein Vater. Auch meine Mutter fing an zu grinsen. Die Jungs und Janna bedankten sich noch schnell mit einem kurzen „Danke“ bei meinen Eltern und schon gingen wir aus der Haustür raus Richtung Bahnhof. Als wir am Bahnhof angekommen sind, standen wir noch rum, weil der Zug erst in einer viertel Stunde kommen würde. Die ganze Hektik also umsonst. Als wir die viertel Stunde da noch standen, wurde der Zug schon angesagt. „Oh man, nein Anna du sollst nicht fahren.“, sagte ich traurig. „Ich will au nicht, aber wir müssen uns verabschieden.“  Sie ging zu erst zu Andi und nahm ihn in den Arm. „Hey komm Kopf hoch das wird.“, sagte sie noch und er nickte nur. Dann Janna. Auch ihr sagte Anna noch was, was ich aber nicht verstand. Dann nahm sie Bill noch schnell in den Arm und kam dann gleich zu mir. „Oh man Schatz, wer weiß wie lange wir uns nicht mehr sehen.“, sagte Anna und schloss mich in ihre Arme. „Wir sehen uns bald wieder. Ganz bestimmt. Und wenn’s nur für ein Wochenende oder so ist!“, sagte ich und legte meinen Kopf auf ihre Schulter. Wir standen eine Weile einfach nur so da, bis wir den Zug von weitem hörten. „Also ich lieb dich, okay? Und ruf mich mal an, wenn du noch im Zug bist.“, sagte ich, nahm ihren Kopf in meine Hände und sah ihr ganz tief in die Augen „Ja, ich dich auch. Und ich ruf dich an.“ Man sah in ihren Augen eine Träne funkeln. „Nicht weinen.“, sagte ich. Ihr lief aber doch eine Träne die Wange runter. „Ah Anna man, jetzt muss ich auch.“, sagte ich mit einem leichten lachen. Auch sie lachte. Ich nahm meine Hände wieder zurück und ging einen Schritt weiter zu Bill, weil Anna jetzt wohl oder übel Tom Tschüss sagen musste. Sie ging zu ihm und sah ihn einfach nur an. Auch er guckte nur zurück, bis sie sich in die Arme vielen. „Ich werde dich vermissen, Schatz.“, sagte Tom. „Ich dich auch und ich liebe.“, sagte sie. „Ich dich auch, Schatz. Ich dich auch.“, sagte Tom und nahm sie ganz fest in den Arm. Als der Zug dann neben Anna und Tom hielt, küssten die beiden sich noch einmal ganz lang. Dann sah Anna mich an und sagte noch ein „Bis bald“, nahm ihren Koffer und stieg ein.
Als Anna im Zug war, ging sie Richtung erste Klasse. Erste Klasse fahren ist zwar sehr teuer, gerade wenn man noch ICE fahren muss (Jaja, ich kenn’ mich aus, erste Klasse-Fahrer xDDDD), aber ihre Eltern haben es ihr zu Weihnachten geschenkt, von daher ging das ja. Wir gingen das kleine Stück von draußen mit. Anna kam im Ersten Abteil an und setzte sich auf unsere Seite, wo wir standen. Als sie aus dem Fenster guckte, legte Tom seine Hand von draußen an die Fensterscheibe. Anna drückte ihre von innen an die Scheibe und sah ihn an.

*>Anna´s Sicht<*
Als ich im Zug saß, setzte ich mich auf einen freien Platz, der auf der Seite lag, wo sie alle standen. Janna, Andi, Bill, Lea und Tom. Als der Zug langsam anfuhr, kam Tom langsam auf mich von außen zu und legte seine Hand von außen gegen die Fensterscheibe. Meine Hand legte sich wie von automatisch gegen seine, nur die Scheibe trennte unsere Handflächen. Dann aber wurde der Zug immer schneller und Tom versuchte noch mitzulaufen, was er aber nicht lange schaffte, weil es dann doch zu schnell war. Langsam blieb er stehen und unsere Hände „trennten“ sich. Ich legte meinen Kopf gegen die Fensterscheibe und hörte Musik. Gerade kam ‚Hilf mir fliegen’. Mir kamen die Tränen. Ich wischte sie weg. Aber bald sehe ich sie bestimmt wieder. Alle zusammen. Andi, Janna, Bill, Lea und Tom. Langsam schlief ich ein.

*>Lea´s Sicht<*
Als der Zug nicht mehr zu sehen war, drehte Tom sich zu uns um und kam auf uns zu. „Gehen wir nach hause? Kein bock, dass uns hier wer erkennt.“, fragte Tom traurig. „Ja, bin ich auch für.“, sagte Andi. Wir anderen nickten nur und machten uns auf den Weg nach Hause. Man sah Tom an, dass er Anna jetzt schon vermisste. Aber ich war immer noch der festen Überzeugung, dass wir alle Anna bald wieder sehen werden. Als wir zu Hause ankamen, waren meine Eltern immer noch in der Küche am diskutieren. „Wieder da!“, rief ich. „Gut. Was wollt ihr zum Abendbrot?“, fragte meine Mutter.
„Hmm, egal. Mach am Besten Pizza.“, gab ich ihr als Antwort. Ich hasste Pizza zwar, aber die anderen mochten sie und mir viel gerade nichts Besseres ein. Wir gingen wie immer wieder hoch in mein Zimmer und laberten. Plötzlich klingelte mein Handy. Ich bekam ein breites grinsen, da ich ja eh schon wusste wer es war und ich mich riesig über den Anruf freute. „Ai, ai, ai, die Annaa.“, grinste ich. „Ja, die bin ich. Na was macht ihr gerade?“, fragte sie. „Ach wir sitzen hier und labern ein bisschen. Und du? Wie ist die Fahrt?“  „Ach die Fahrt ist wie immer langweilig. Aber schon lustig hier, mit den ganzen Anzugleuten rum zu sitzen.“, grinste sie ins Telefon. „Kann ich mir vorstellen. Duu, ich glaube hier vermisst dich wer schrecklich und will dich mal ganz schnell sprechen.“, lachte ich, da Tom schon total ungeduldig neben mir hockte.  „Okay, hab dich lieb und grüß mir die Anderen ganz lieb von mir. Dann gib mir mal meinen kleinen Gentlemen ans Telefon.“, lachte sie. „Ja hab dich auch lieb und hier ist dein kleiner Gentlemen.“, lachte ich zurück und gab Tom das Telefon. Er nahm es und marschierte raus. „Ich will das heute aber noch mal wieder haben bitte.“, schrie ich ihm noch hinterher. Ob er das noch mitbekam, da war ich mir nicht so sicher, weil er schon total in das Gespräch mit Anna vertieft war.



Kapitel 26:



*>Lea´s Sicht<*
Ungefähr eine dreiviertel Stunde später, wurden wir von einem grinsende Tom aus dem Gespräch geholt und ich bekam ich endlich mein Handy wieder. „Was grinst du denn so komisch?“, fragte Andi gleich seinen besten Freund, als er sich neben ihn setzte. „Najaa, also Anna geht ja auf so eine komische Schule, Waldorfschule heißt die glaube ich. Und ja, die haben ja anders Ferien, als die anderen alle. Und sie hat in drei Wochen wieder Ferien und sie hat gefragt, ob wir nicht vorbei kommen könnten.“, freute er sich. „Geil, na das machen wir doch, oder Leutiiis?“, fragte Bill und man merkte, dass er sich jetzt schon freute. Auch ich freute mich tierisch sie wieder zusehen... aber halt, ich habe keine Ferien mit ihr zusammen, zumindest nicht dann, also in drei Wochen. Meine Miene verdunkelte sich wohl etwas zu einem traurigen Blick. „Hey was los?“, fragte Janna mich. „Freust du dich nicht?“  „Doch, klar, aber ich habe keine Ferien mit ihr zusammen und ihr doch auch nicht und die Jungs fahren dann runter, freut mich voll für Tom und so, aber ich wäre schon gerne dabei.“, sagte ich. „Oh scheiße stimmt ja. Aber, dann komme ich zu dir, okay? Dann bist du nicht so alleine.“, fragte Bill mich. Mir huschte ein lächeln über die Lippen. „Na gerne.“, grinste ich ihn dann an und er gab mir einen Kuss. „Aber was ist, wenn ihr einfach nur für ein Wochenende mitkommt? Gustav und Georg fahren bestimmt wieder zu ihren Familien und ihm Van ist genug Platz.“, mischte Tom sich nun wieder ein und guckte uns erwartungsvoll an. „Ja, also mich muss man ja sowieso nicht fragen. Ich komme eh mit, aber was ist mit euch beiden?“, fragte ich an Andi und Janna gewandt. „Ja, also ich auch, wenn es den Eltern von Anna nichts ausmacht, dass so viel kommen und so.“, sagte Janna und auch Andi stimmte zu. „Aber sagt ihr nichts, dass wir mitkommen. Sagt nur, dass ihr beide kommt.“, grinste ich. „Okay machen wir. Ach ich freu mich. Und nur noch drei Wochen.“, grinste Tom mal wieder in der Weltgeschichte rum. Der bekam seinen Dauersmile wohl nicht mehr so schnell aus dem Gesicht.
Danach unterhielten wir uns noch ein wenig und planten jetzt schon (!!) das Wochenende. Da ich Schule hatte und man ungefähr 6-7 Stunden nach Freiburg braucht, musste ich schließlich noch meine  Eltern davon überzeugen, den Tag die Schule zu schwänzen. Ich beschloss es zu machen, wenn wir alle unten Saßen und zu Abend aßen. Eine halbe Stunde später wurden wir auch schon zum Essen gerufen. „Lea? Kommt ihr bitte essen? Die Pizza ist fertig.“, rief mein Vater von unten die Treppe hoch. „Ja! Kommen schon.“,  rief ich zurück und die Jungs sprangen schon wie die verrückten auf, weil sie alle einen Mords Kohldampf hatten. Als wir unten waren, setzten sie sich alle an den Tisch und hauten rein. Ich war gerade mit nicht mal der halben Pizza fertig, da waren die Jungs schon fast ganz fertig. Ich sah meine Mum an, die sofort lachen musste. Auch Janna, die das alles auch schon beobachtet hatte, mein Vater und ich stimmten in das lachen mit ein. „Was denn?“, fragten Andi und Tom gleichzeitig mit vollem Mund. „Ach nichts schon gut. Wollt ihr meine Pizza vielleicht auch noch haben? Ich hab keinen Hunger mehr.“, fragte ich und schob den beiden meinen Teller zwischen sich. Wie auch auf die erste stürzten sie sich direkt drauf und auch sie war nach kurzer Zeit leer. „Boah Jungs, wann habt ihr bitte das letzte Mal was gegessen? Das ist ja schon eklig so wie ihr die Pizza esst.“, fragte Janna. „Öhm eben gerade oben diese leckeren Chips.“, grinste Bill, der nicht besser war als Andi und sein Zwilling. „Eh, bäh. Und ihr werdet nie fetter das ist gemein.“, schmollte ich mit einem angewiderten Gesichtsausdruck. „Ohh, eine Runde Mitleid.“, lachten sie dann. Nur weil die nicht an Gewicht zunahmen, konnten die essen ohne Ende.
„Na, hat es euch denn geschmeckt?“, fragte meine Mutter, als sie die Teller abräumte. „Ja, danke.“, antworteten alle drei gleichzeitig. Wie die das immer hinbekamen. „Na dann ist ja gut. Aber man hat es ja auch gesehen.“  „Du Mum, Dad?“, fragte ich dann als es leiser wurde. „Ja? Was denn?“, fragte mein Vater. „Lass mich raten. Du willst irgendwo hin, stimmt’s  oder hab ich Recht?“  Ich grinste. „Ja, es stimmt und du hast Recht.“ „Wusste ich es doch. Wo geht es denn hin?“  „Na, zu Anna. Zu wem sonst.“ Auch Tom bekam ein fettes grinsen in sein Gesicht. „Ja, klar. Du darfst, oder Andreas?“, fragte meine Mutter meinen Vater. Andi sah sich ganz schön komisch um, weil er erst dachte er ist gemeint. „Andi, keine Angst du warst nicht gemeint.“, lachte ich. Die anderen mussten auch lachen. „Okay, aber da gibt es noch was. Also dürfte ich dann vielleicht Schule schwänzen an dem Freitag?“, fragte ich vorsichtig. Meine Eltern sahen sich an. Sie waren streng in Sachen Schule, weil mein Halbjahreszeugnis grauenvoll war. Zwei fünfen mit Stempel drin wo stand „Die Versetzung ist gefährdet“. „Hmm, wenn du uns versprichst richtig Gas zu geben danach, schon. Du weißt, was auf dem Spiel steht.“, sagte mein Vater nachgebend. „Ja, danke, danke, dankeee.“, rief ich und viel ihm um den Hals. „Na passt mir gut auf sie auf.“, zwinkerte mein Vater wieder den Jungs zu. Typisch mein Dad. Das sagte er zu allen meinen Kumpeln. „Na klar, auf die kleine hier muss man aber echt schon noch aufpassen.“, grinste Tom mich an. Er kassierte gleich zwei Schläge von mir. Einmal wegen „Kleine“, wie ich dieses Wort hasste. Und einmal deswegen, weil er sagte, dass man auf mich aufpassen muss. „Man Tom du bist scheiße.“, sagte ich. „Na, ich weiß.“, grinste er mich an. Als wir uns dann noch ein wenig mit meinen Eltern unterhalten hatten, gingen wir wieder nach oben in mein Zimmer. Inzwischen war es schon kurz vor acht. „Und was machen wir jetzt hier so?“, fragte Bill. „Hm ich hab keine Ahnung.“, sagte ich. „Aber ich wäre gerne mal wieder mit dir allein.“, flüsterte ich noch leise in sein Ohr, sodass es keiner mitbekam. „Ich auch.“, sagte er leise zurück. „Ich glaube ich gehe mal in „mein“ Zimmer, kommt ihr mit?“, fragte Tom an Janna und Andi gewandt. „Ja, okay. Dann mal los. Gute Nacht ihr beiden, wenn wir uns nicht mehr sehen.“, grinste Andi uns an. „Ja, gute Nacht ihr drei.“, sagten wir zurück und schon verließen sie das Zimmer. Man, man, man als ob Tom meine Gedanken lesen konnte.



Kapitel 27:

*>Lea´s Sicht<*
Als Tom als letzter die Tür hinter sich zu machte, atmete ich erleichtert auf. „Endlich mal wieder alleine.“, sagte ich. „Ja, hast Recht.“, stimmte Bill mir zu. Ich sah ihn an. In seine tollen braunen Augen. Sie waren so wunderschön. „Ich liebe dich, Bill.“, sagte ich dann nach einer Weile des Schweigens. „Ich dich auch, Lea.“ Dann küsste er mich. „Was meinst du, wie es jetzt mit Andi und Janna weiter geht?“, fragte Bill dann. „Hm, ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung. Aber sie meinte ja schon, dass sie ihn noch liebt und alles. Nur das Vertrauen halt. Und naja wie es mit Andi aussieht, das musst du doch eigentlich besser wissen. Ich meine du hast doch mit ihm geredet.“ „Ja, habe ich und naja was hat er gesagt. Er meinte nur, dass er sie liebt. Und das ihm der ganze schieß total leid tut. Auch das von früher, aber es ist ja nun mal passiert. Und es wäre mit der Trennung auch gar nicht so weit gekommen, aber wegen früher wegen der Sache.“, sagte er. „Wieso was ist denn früher eigentlich passiert?“, fragte ich neugierig. „Naja, also wir waren halt wieder zu viert in einer Disco in Magdeburg. Janna und Andi noch als Paar und ja Tom und ich halt. Und dann waren wir alle irgendwie voll breit. So wie immer eigentlich wenn wir zusammen unterwegs waren. Und ja irgendwann ist Andi auf einmal verschwunden, was Janna erst gar nicht mitbekommen hat. Nur ich. Ich habe mich schon voll gewundert, wo der denn hin wollte und bin ihn suchen gegangen und habe ihn draußen gesehen. Mit einer anderen. Sie haben halt wild miteinander rum gemacht. Ich stand dann da und Janna musste mir wohl gefolgt sein und hat das dann ja auch gesehen. Sie ist voll ausgerastet und, seit dem Tag war lange Zeit nichts mehr zwischen den beiden. Sie haben sich auch nur gesehen, als Tom und ich was mit beiden unternehmen wollte, weil sie ja schließlich unsere besten Freunde sind. Und wir konnten uns das auch nicht mehr mit angucken und haben sie eingeschlossen, bei Tom im Zimmer. Und wir haben sie erst wieder raus gelassen, als sie sich wieder vertragen haben.“, erzählte Bill mir und ich hörte gespannt zu. „Das klingt nicht gut. Da kann man natürlich verstehen, dass Janna da jetzt anders drauf reagiert.“, sagte ich. „Ja, du hast Recht, aber wir können nur das Beste hoffen. Ich meine guck die beiden an. Die passen einfach nur perfekt und nen anderen Kerl an Jannas Seite kann ich mir gar nicht vorstellen.“ „Ja, ich kann das nicht so einschätzen, aber du hast bestimmt Recht.“, grinste ich Bill an. „Ich habe immer Recht, dass weißt du doch.“  „Ha, ha, ha, der war gut, Herr Kaulitz.“, sagte ich ironisch.  „Na, guck dir an ich bin talentiert. Zum Lachen bring ich dich auch noch.“ „Man, du bist doof. Was dir verdammt gut steht. Also diese Doofheit.“; sagte ich und streckte ihm die Zunge raus. „Ja, ich weiß doch. Aber weißt du was?“, fragte er. „Nee, aber vielleicht magst du es mir ja erzählen?“ Ich sah ihn verwundert an. „Du bist auch verdammt sexy, mein Schatz.“, grinste er und küsste mich. Ich erwiderte den Kuss und setzte mich dann zwischen seine Beine. Nach einiger Zeit, in der wir noch gequatscht haben, gähnte ich. „Na, ist hier wer müde?“, fragte Bill und küsste mich von hinten auf meine Wange. „Ja, aber voll.“, sagte ich zurück und legte mich inzwischen so komisch zwischen seine Beine. „Na, hauptsache du liegst da gut, was?“, sagte er mit einem gequälten Blick. „Oh, sorry, wollte ich nicht, lass uns mal richtig hinlegen, okay?“, sagte ich mit einer entschuldigenden Miene. „Ja, okay. Ich gehe mich noch mal abschminken und so.“  Bill stand auf, küsste mich noch mal und ging dann runter. In der zwischen Zeit, als Bill unten war, zog ich mich um. Als er oben war, wechselte sich das und ich ging runter. Als ich wieder hochkam, lag Bill schon im Bett und wartete auf mich. „Na endlich.“, sagte er. „Ja, sorry. Hab noch ein bisschen mit meinen Eltern geredet. Wegen Anna und so.“, sagte ich und legte mich neben Bill unter die Decke. „Gute Nacht, Schatzi.“, sagte ich und grinste ihn an. „Gute Nacht, schlaf gut und träum süß.“, zwinkerte er mir zu und küsste mich. Bill legte sich seitlich zu mir und ich legte meinen Kopf gegen seine Brust. Ich hörte das regelmäßige Schlagen seines Herzens, was mich irgendwie  zur Ruhe brachte. Nah einer Weile schlief ich dann auch schon ein.
Am nächsten morgen, wurde ich von einem sanften Kuss aus meinem Schlaf gerissen. Langsam machte ich meine Augen auf und das ganze Licht strahlte mir ins Gesicht. Sofort machte ich meine Augen wieder zu.  „Guten morgen.“, hörte ich Bill sagen.  „Morgen.“, sagte ich nun auch und machte meine Augen wieder auf. „Boah wie spät ist es?“, fragte ich ihn. „Öhm, es ist gleich...genau...ein Uhr.“, antwortete er mir. „Oh Gott schon?“ „Ja, aber ich dachte ich lass dich noch ein bisschen schlafen“, grinste er. „Ach wie gütig.“ Erst jetzt sah ich, dass Bill schon fertig angezogen und gestylt war. „Ich gehe mich dann mal fertig machen.“, sagte ich und stand auf. Als ich vor meinem Kleiderschrank stand, verzweifelte ich wie jeden morgen, weil ich nicht wusste, was ich anziehen sollte. „Bill hilf mir mal. Ich weiß nicht was ich anziehen soll.“, sagte ich zu ihm, der auch schon gleich hinter mir stand. „Hm, zieh die schwarze Hose da an und dazu das schwarze Top, den karierten Gürtel und ja darüber vielleicht noch die schwarze Jacke hier.“, sagte er und holte die Sachen aus meinem Schrank. „Okay, mach ich.“, sagte ich und ging runter. Es war mal wieder keiner zu Hause, also ging ich ins Badezimmer und duschte mich. Als ich fertig war, föhnte ich meine Haare wie immer glatt und schminkte mich ein wenig schwarz. So wie jeden morgen. Als ich in den Spiegel sah, war ich einigermaßen zufrieden und ging wieder nach oben zu Bill. Der saß oben und telefonierte. Mit meinem Handy. Ich wunderte mich, weil mit wem soll der denn bitte telefonieren und das von meinem Handy aus. Ich sah ihn fragend an. „Anna ist am Handy.“, sagte er. „Ah, gib mal her.“, sagte ich drängelnd und Bill gab mir das Handy. „Hey Schatzi. Na wie schaut es bei dir in Freiburg da unten so aus?“, fragte ich sie. „Hay Maus. Ja eigentlich ganz gut nur ich vermisse euch so schrecklich. Und bei dir? Ich hoffe Tom benimmt sich.“, grinste sie ins Telefon. „Ja, also hier ist es genauso wie bei dir. Tom,. joar der benimmt sich eigentlich ganz gut.“, lachte ich. „Soll ich mal drüben gucken, ob der schon wach ist?“, fragte ich sie. Sie lachte. „Ja mach mal bitte. Okay Moment. Bill ich bin grade mal drüben.“ Er nickte nur und ich verschwand aus meinem Zimmer und ging zu meinem Bruder ins Zimmer, wo Tom noch im Bett lag und schlief. Ich rannte und schmiss mich auf ihn drauf. „Ahhh man Lea spinnst du?“, schrie Tom. „Sorry, aber Anna will dich mal sprechen.“, sagte ich lachend. Auch Anna hörte ich am Telefon lachen. „Man ja gib her.“, sagte er sauer. „Boah nö, wenn du mich so anmachst bestimmt nicht, dass ist immer noch mein Handy.“, sagte ich eingeschnappt und stand wieder auf. „Lea, bitte.“, hörte ich Tom weiter meckern. Ich grinste. „Du bist voll auf Entzug Junge.“, lachte ich und gab ihm das Handy. Als ich gerade aus der Tür gehen wollte, sah ich wie Janna auf dem Sofa lag und noch tief und fest schlief. Ich ging zu ihr hin. „Hey Janna aufwachen.“  Sie brummelte etwas und machte ihre Augen auf. „Morgen.“, lächelte sie leicht. „Schnell das adezimmer ist gerade frei, beeil dich, sonst ist es gleich wieder besetzt.“, grinste ich ihr zu. „Okay, danke ich werde dann mal duschen gehen.“, sagte sie noch total verschlafen, nach ihre Sachen und ging nach unten. Ich ging wieder in mein Zimmer zu Bill, wo Andi inzwischen auch schon saß.


Kapitel 28:


*>Lea´s Sicht<*
„Na du.“, sagte ich zu ihm. „Hey.“, sagte er total verschlafen zurück. Ich setzte mich neben Andi aufs Bett. „Sagt mal, was machen wir heute eigentlich noch?“, fragte ich die beiden. „Hm weiß nicht, aber ich glaube, dass wir uns mal wieder in Hannover bei meinem Dad melden müssten. Ich meine da waren wir jetzt schon ziemlich lange nicht mehr. Und ja, ihr könnt ja mal wieder shoppen gehen, hm?“, sagte Bill. „Ja können wir machen. Kommst du dann auch mit, Andi?“, fragte ich.  „Ja kann ich machen, nehmen wir unser Board mit? Dann können wir skaten.“, grinste er. „Na klar können wir machen.“, grinste ich zurück. „Hat Janna ihr Board auch mit?“  „Ja, hat sie.“ „Okay.“, lächelte ich und schon ging die Tür auf. „Na wenn man vom Teufel.“, lachte Bill und auch wir anderen beiden mussten grinsen. „Wieso, was habt ihr denn über mich geredet?“, fragte Janna. „Ich habe Andi gerade gefragt, ob wir nicht unser Board mit nach Hannover mitnehmen wollen und ja ob du deins auch mit hast.“, erklärte ich ihr. „Ai, ja lass mal skaten gehen, haben wir schon lange nicht mehr gemacht.“ Das letzte Mal waren Janna, Andi und ich einmal kurz unter der Woche draußen. Aber nicht wirklich lange.  „Okay, ist Tom noch am telefonieren?“, fragte Bill. „Nein, er hat eben aufgehört und ist sich jetzt fertig machen.“, sagte Janna. „Achso, na dann können wir ja gleich los.“                  
Nach ungefähr einer halben Stunde kam Tom fertig gestylt und angezogen zurück. Da Andi auch schon im Bad war, konnten wir direkt frühstücken und los.  „Ah, man wo ist mein Board?“, rief ich nach dem Frühstück durch das halbe Haus. „Lea, das war oben in deinem Zimmer.“, rief Janna mir zurück. „Ach stimmt ich hab’s auch schon.“ Ich schnappte mir mein Board, zog mir meine Vans an und lief nach unten zu den anderen.  Als wir draußen waren, gingen wir Richtung Bahnhof. „Na, los Lea, wer schneller ist.“, lachten Andi und Janna die schon ein wenig vorgefahren waren. „Na passt mal auf.“, lachte ich mit. Ich lief an und ließ mein Board auf den Boden fallen und stellte mich drauf.  „Na da guckt ihr was?“, fragte ich, als ich nach kurzer Zeit neben Andi und Janna auftauchte. „Ha, ha, ha.“, lachte Andi und fuhr schneller. Ich fuhr ihm hinterher und neben mir Janna. Als wir am Bahnhof ankamen, stand Andi da schon rum. „Bah man da seit ihr ja endlich.“, grinste er triumphierend.  „Ha, ha, ha wir haben uns eben ein bisschen zeit gelassen.“, lachte Janna. Uns war klar, das wir Andi nie aufholen könnten, wenn es ums skaten ging. Der Kerl hatte es einfach drauf.
„Jaja, schon klar.“ Wir verdrehten nur die Augen. „Ich fahre noch mal zurück zu den Anderen.“, sagte ich und drehte mich wieder um, um loszufahren.  „Pass auf, dass du dich nicht lang packst.“, rief Andi mir noch hinterher. Ich dreht mich nur etwas um und zeigte ihm nur den Mittelfinger. Nach kurzer Zeit war ich auch schon wieder bei den Twins angekommen. Ich hielt an und nahm mein Board in die Hand. „Na haste das rennen gegen Andi geschafft?“, fragte Bill mich lächelnd. „Nein, habe ich nicht. Aber gegen ihn schafft das doch eh kaum jemand.“, sagte ich und küsste Bill kurz. Er war wieder vermummt, genauso wie sein Zwilling, obwohl es hier eigentlich ging. Es waren nicht wirklich viele unterwegs und schon gar nicht in unserem Alter. „Na, gib mal bitte dein Board.“, grinste Tom. Ich guckte ihn entgeistert an und gab ihm mein Board. Ich dachte ich guck nicht richtig, als er sich drauf stellte und losfuhr. „Sag mal, seit wann kann der Junge skaten?“, fragte ich Bill.  „Ach, der war früher mit Andi fast jeden Tag entweder mit dem Board oder mit seinem BMX unterwegs.“, antwortet Bill. „Und du bist dir sicher, dass der das auch noch kann und sich nicht gleich beim nächsten Huckel lang packt?“ Ich musste lachen. „Öhm nee also sicher bin ich mir bei dem nicht so wirklich. Letztens hat er sich auch erst mit seinem alten BMX langgelegt, als er mit Andi und mir auf’er Halfpipe waren. Also geil sah es schon aus und witzig war es auch.“, lachte er. „Oh man. Naja warten wir mal ab.“, grinste ich ihn an. Er nahm meine Hand und wir gingen Richtung Bahnhof. Als wir angekommen sind, machte Andi gerade ein paar Sprünge. Tom stand daneben, als Andi fuhr und auf eine Bank drauf sprang. „Mal los. Mal gucken ob du den auch noch kannst.“, hörte man Andi von weitem hören. „Natürlich. Der ist ja wohl mal der einfachste.“, sagte Tom und stellte sich auf das Brett und fuhr los. Er kam der Bank immer näher und sprang ab. Er landete zwar auf der Bank aber viel sofort auf der andere Seite wieder runter. Andi, Janna, Bill und ich mussten uns total schlapp lachen, als Tom da unten neben meinem Board lag und rumfluchte und sich selber auslachte. „Ahhh Tom ich glaube das müssen wir noch mal üben.“, sagte ich unter meiner Lachattacke. „Ach sei ruhig. Mach du mir das erstmal nach.“, lachte auch Tom. ‚Das muss man gesehen haben’, dachte ich nur und musste weiter lachen. „Oh komm her, soll ich dir hoch helfen?“, fragte Janna und hielt Tom ihre Hand hin. „Aua, ja danke.“ Er zerrte sich an ihrer Hand hoch, richtete seine Klamotten und seine Cap und nahm mein Board hoch. Dann ging er zu Andi und setzte sich neben ihn auf die Mauer. „Na gut gemacht, Tom“, lachte dieser. „Ach man, halt’s Maul. Ich bin schon voll lange nicht mehr gefahren, also.“, wehrte er sich. „Jaja, jetzt seit ruhig unser Zug kommt. „Als wir eingestiegen waren, waren nicht ganz so viele Leute hier, aber wir setzten uns trotzdem vorsichtshalber wieder in die Erste Klasse. „Man Leute mir tut mein Knie voll weh.“, sagte Tom und betrachtete sein Knie. „Und ein Loch ist auch drin, super eh die war erst neu.“  „Man beschwer dich nicht, sondern kauf dir einfach eine neue.“, sagte Bill und verdreht die Augen. „Oder du hättest einfach nicht springen dürfen.“, lachte ich. Auch die anderen stimmten mit ein, aber Tom sagte darauf gar nichts.


Kapitel 29:


*>Lea´s Sicht<*
Als wir dann nach einer knappen dreiviertel Stunde fahrt am Hauptbahnhof von Hannover einfuhren, war ich irgendwie total aufgeregt. „Wasn mit dir los? Wieso bist du so hibbelig?“, fragte Bill mich gleich. „Ich weiß nicht, ich hab irgendwie voll schiss, dass euch jemand erkennt.“, antwortet ich ihm. „Ach komm, sonst hat uns auch niemand erkannt. Und außerdem guck mich mal an. Total ungeschminkt, ne viel zu weiter Jacke an mit Kapuze und nen Zopf der unter der Kapuze steckt. Das klappt schon.“, zwinkerte er mir zu. „Leute kommt ihr?“, hörten wir Tom rufen der gerade aus der Zugtür ging. „Ja klar.“, rief ich ihm zurück und dachte nur noch daran schnell vom Bahnhof wegzukommen. Ich rannte wie eine Irre durch den Bahnhof, aber so wie Janna aussah gefiel ihr die ganze Sache auch irgendwie nicht. Als wir fast schon auf dem Platz vor dem Bahnhof standen, sah ich auf einmal wieder eine Gruppe von jungen Mädchen neben uns stehen und uns anstarren. „Oh man eh, guck mal wie die die Jungs angucken.“; flüsterte Janna mir zu, die neben mir mit ihrem Skateboard langsam lang rollte. „Ja ich merk das schon. Ich bin dafür wir gehen hier jetzt besser ganz schnell weg.“, flüsterte ich ihr zu und ging zu Tom und Bill. „Ey Jungs, Janna und ich sind dafür, dass wir hier jetzt ganz schnell verschwinden, okay?“, fragte ich sie leise. „Ja, die gucken alle schon so.“, bemerkte nun auch Tom. Bill und Andi nickten nur zustimmend. Janna, Andi und ich stellten uns auf unsere Bretter und fuhren so schnell es ging weg vom Bahnhof. Die Zwillinge rannten hinter uns her. Als wir dann endlich am Haus von Bill´s und Tom´s Vater angekommen sind, waren wir alle irgendwie aus der Puste. „Boah ich kann nicht mehr.“, stöhnte Tom auch gleich. „Ich auch nicht, lasst auch erstmal rein gehen, ja?“, fragte Bill uns. „Ja, lasst machen.“, stimmten wir zu. Also machten wir die Tür auf und gingen in die Wohnung. „Daaaad?“, rief Tom und knallte seine Jacke in irgendeine beliebige Ecke. „Ja, hier im Wohnzimmer.“, bekam er gleich als Antwort zurück geschrieen.  „Na, endlich meldet ihr euch auch mal wieder, außer am Telefon.“, begrüßte Jörg uns, als wir ins Wohnzimmer kamen und uns zu ihm auf die Couch setzten. „Ja, sorry, aber Anna ist gestern weggefahren und so.“, entschuldigte Bill sich. Jörg wusste schon über mich und Bill, beziehungsweise Tom mund Anna bescheid. Er hatte eigentlich ganz normal drauf reagiert und sich natürlich für seine Söhne gefreut. Und gut verstanden Anna und ich  uns auch mit ihm. auch wenn wir ihn erst einmal gesehen und ein paar Mal am Telefon gesprochen hatten, als die Jungs mit ihm Telefoniert haben.  „Und was habt ihr heute noch so vor ihr fünf?“, fragte Jörg uns. „Hm, also wir wollten Skaten gehen. Also Janna, Lea und ich. Weil ich glaube Tom lässt das nach seiner Aktion am Bahnhof erstmal sein.“, sagte Andi und wir mussten wieder lachen. Tom äffte uns nur nach und spielte einen auf beleidigte Leberwurst. Wieso was hat er denn gemacht?“; fragte Jörg uns neugierig. Wir erklärten im alles und auch er musste lachen.  „Oh man Tom, du bekommst es auch immer wieder hin.“  „Ha, ha, ha. Ich bin eben schon lange nicht mehr gefahren.“, sagte er darauf.  „Naja, Themenwechsel. Wollen wir los?“, mischte Andi sich ein und stand schon vom Sofa auf.  „Ja, lass mal machen.“, antwortet Janna und nahm ihr Board. „Ja, bin ich auch für.“, nickte ich zustimmend und ging mir meine Schuhe anziehen. Als ich wieder kam, hatten Janna und Andi sich auch schon wieder angezogen. „Also und wir gehen jetzt eine neue Gitarre kaufen, für die neue Tour, okay?“. fragte Jörg an Tom und Bill gewandt. „Ohja.“, freute Tom sich. „Na dann mal los.“  Auch Bill und Tom zogen sich wieder an und wir gingen alle gemeinsam runter. „Wo kann man denn hier skaten gehen?“, fragte Andi noch, bevor die Twins mit Jörg ins Auto stiegen. „Ach, öhm ihr wisst ja wo es zum Bahnhof geht, die zweite Straße auf dem Weg rechts rein. Dann seht ihr schon die Halfpipe.“, erklärte Tom uns den Weg.  „Okay, danke. Dann meldet euch mal, wenn ihr fertig seid. Wir haben unsre Handys ja dabei.“, sagte Andi und verabschiedete sich mit einem „Tschüss“ bei Jörg und einem Handschlag bei den Twins. Auch wir Mädels verabschiedeten uns so von Jörg und umarmten die Jungs. Nur Bill küsste ich beim Umarmen noch einmal ganz kurz auf die Wange, sodass es auch keiner sehen konnte. Als die Twins dann mit Jörg und dem Auto wegfuhren, machten wir uns auch auf den Weg zur Halfpipe, die Tom uns genannt hat. „Boah, hier sind ja aber nur die Profis.“, sagten Janna und ich auf einmal gleichzeitig und staunten nicht schlecht, als wir die ganzen Kerle die Halfpipe hoch und runter fahren sahen. Wir beiden Mädels setzten uns erstmal nur an die Seite, aber Andi fuhr gleich los. Er konnte schon fast mit den Kerlen mithalten, also es sah schon ziemlich professionell bei ihm aus (*Lach*). Wir saßen eine ganze Weile einfach nur schweigend nebeneinander und guckten den Jungs zu. „Hachja.“, seufzte Janna dann auf einmal. „Hm, was los?“, fragte ich sie daraufhin. „Ach nichts.“ Sie sah irgendwie nachdenklich aus. „Na, irgendwas ist doch.“, hakte ich weiter nach. „Hm... Andi.“  „Du liebst ihn, oder?“, fragte ich sie. „Ja, ja verdammt ich liebe ihn. Aber ich kann einfach nicht.“  „Das merkt man, dass du ihn liebst und genau das tut er auch. Aber er lässt dir Zeit. Er läuft schon nicht weg.“, munterte ich sie auf. Eigentlich dumm. Ich war doch schuld, dass sie sich getrennt haben und nun saß ich hier und munterte sie auf. „Das hoffe ich doch mal.“, lächelte sie ein wenig. „Ganz bestimmt.“, lächelte ich zurück und schon kam Andi zu uns. „Na, Mädels, alles fit bei euch?“ Er hatte mega Laune. Wahrscheinlich weil er mal wieder so richtig skaten konnte. „Joar schon. Und wie war es so zwischen den Profis.“, fragte Janna ihn. Andi sah mich daraufhin erstmal überrascht an, antwortet ihr dann aber. „War ganz geil, aber hey ich gehöre mit zu den Profis. Zu den Besten. Eigentlich müssten die sich geehrt fühlen, mit mir auf der Halfpipe zu fahren.“, grinste er. „Ha, ha, ha. Andi wenn die wüssten, von wem du der beste Freund bist, würden die dich nicht mehr mit dem Arsch angucken.“, sagte ich leise zu ihm. „Hm, naja wäre mir auch egal, dann hätte ich wenigstens alles hier für mich alleine. Und für euch natürlich. Aber jetzt kommt auch mal mit.“  Janna und ich guckten uns an. „Aber ich kann das nicht. Also nicht diese Sprünge alle, die die hier drauf haben.“, sagte ich etwas schüchtern. „Ach scheiß doch drauf. Dann lernst du es.“, konterte Andi. Er war genauso schlimm wie Twins. Mit dem konnte man einfach zu geil diskutieren, verlor dann aber doch.  „Na los, komm“, sagte Janna nun auch noch. „Zwei gegen einen.“, streckte Andi mir die Zunge raus. „Boah ihr beide seid Schuld, wenn ich mich mega blamiere.“, lachte ich. Auch die anderen mussten lachen.
Wir waren noch ungefähr anderthalb Stunden da, dann machten wir uns so langsam auf den Weg zu Bill und Tom, die schon sehnsüchtig angerufen hatten.
„Ey aber der eine Kerl da. Hui...“, sagte ich zu Janna auf dem Rückweg. „Ja der war geil, was? Ich habe doch gesagt: Scheiß auf Gentlemans, wir nehmen Skater.“, lachte sie.  „Ja hast Recht.“, grinste ich zurück. „Lea, Bill ist aber kein Skater.“, mischte Andi sich in unsere Frauengespräche ein. „Na und ein Gentleman aber auch nicht, von daher.“  „Ja stimmt, die Rolle mit dem Gentleman hat ja Tom schon bekommen.“, viel Janna wieder ein. Wir mussten lachen und das ging eigentlich noch den ganzen Weg zu Bill und Tom, so weiter.
                                                                                                               

Kapitel 30:

*>Lea´s Sicht<*
Als wir dann endlich ankamen, stand das Auto von Jörg auch schon vor der Tür. „Oh, haben wir so lange gebraucht?“, fragte ich die anderen. „Hm, weiß nicht, vielleicht sind die drei auch erst eben gekommen.“, entgegnete Andi mir. „Stimmt.“, sagte ich noch und klingelte auch schon. Kurz darauf ertönte ein kurzes Summgeräusch, wir öffneten die Tür und gingen hoch. Na, da seid ihr ja endlich.“  Mit diesem Satz wurden wir von Tom und Bill, gleichzeitig, empfangen. „Ja die Mädels haben ja auch getrödelt und über irgendwelche Kerle von der Halfpipe geschwärmt. Und, ach Bill, du musst übrigens ganz schnell Skater werden.“, sagte Andi in einem enormen Tempo, sodass man schon richtig hinhören musste, um überhaupt alles mitzubekommen.  „Jaja den Skatern geiern sie hinterher. Und warum muss ich einer werden?“, fragte Bill. Andi erklärte ihm alles. Ja, aber die Rolle für den Gentleman hab ich doch schon.“, grinste Tom sich nach der Erklärung von Andi einen weg. „Ja, dass hat Janna auch schon gesagt.“, lachte ich. Tom grinste immer noch und die anderen lachten immer noch mit. „Was hast du eigentlich für eine neue Gitarre Tom?“, fragte Andi nach einiger Zeit.  „Die ist schwarz und dann hat die noch so einen geilen Umriss. Moment ich hol sie mal.“ Er verschwand kurz nach oben und stand schon wenige Minuten später mit seinem Gitarrenkoffer wieder unten im Wohnzimmer und packte sie aus. „Hier, das ist sie.“, sagte er stolz. Sie sah richtig schick aus. „Die ist geil.“, staunte auch Andi. Janna nickte nur zustimmend. „Ja, mit der spiele ich die Shows auf der neuen Tour. Also das wird eine der Hauptgitarren sein.“  Er war mächtig stolz auf seine Gitarre, dass merkte man, aber das war er eigentlich immer und bei jeder. „Wollt ihr eigentlich noch hier bleiben die Nacht?“, fragte Jörg uns, als wir Tom beim Einpacken seiner Gitarre beobachteten. „Weiß nicht, also wir wollten heute auf jedenfall noch mal Party machen gehen, oder?“, fragte Bill uns. „Ja, das wollte ich auch vorschlagen, ich meine der letzte richtige Abend, dann sind wir auch wieder weg.“, sagte Janna. „Ja, also dann mal los. Wollt ihr in Hannover machen?“ „Ja, also wenn du nichts dagegen hast, dass wir wieder hier alle schlafen?!“, gab ich Jörg als antwort. „Ach quatsch. Ich gehe dann wieder zu Sabine. Das passt schon. Aber sag diesmal deiner Mutter bescheid. Und achja wann geht ihr denn?“ Ich staunte nicht schlecht. Er konnte genauso schnell reden, wie seine zwei Söhne. Ich nickte ihm nur zu. „Ja, ich denke mal, dass die hier alle noch duschen wollen. So vielleicht um Zehn. Früher geht man ja auch nicht in Discos.“, sagte Bill dann. Jörg nickte wieder nur stumm wo mir was einfiel. „Ey Jungs. Guckt mal heute am Bahnhof, wie skeptisch die Weiber euch alle angeglotzt haben. Wie soll das denn bitte in der Disco werden, ich meine da könnt ihr ja nicht total vermummt reingehen, oder?“  „Keine Angst.“, zwinkerte Tom mir zu. „Wir haben da so eine Kneipe, Exit heißt die. Die ist ganz geil und da gehen wir immer hin, wenn wir hier sind. Andi und Janna waren auch schon da. Und ja, da kann man sich so ne V.I.P Louge reservieren. Wo die berühmten oder Reichen immer sitzen.“ Jetzt grinste er sich richtig einen ab. Das war ja klar, dass das kam. „Die haben wir schon eben reserviert. Gegen Zehn können wir kommen.“  Janna und ich grinsten uns ebenfalls an. „Lea wir spielen heute mal berühmt und reich.“ „Ja, genau.“ Wir beide mussten lachen. „Naja, ich fange dann mal an mit dem Duschen und so. Bis gleich.“, sagte Bill und flitzte die Treppe hoch. Wir hatten jetzt noch genau 5 Stunden. Aber ob wir das wirklich schafften wussten wir nicht.
Als ich fertig war mit duschen, zog ich mir einen schwarzen Minirock an, den ich zum Glück noch hier vergessen hatte. Dazu ein graues Top mit kleinen schwarzen Sternen drauf und meine schwarzen Chucks. „Biiill?“, rief ich aus dem Badezimmer, als ich mich fertig angezogen hatte. „Jaaaa?“, kam es zurück. „guck mal geht das so?“   Er musterte mich von oben bis unten. „Das ist perfekt, Schatz. Das steht dir.“, zwinkerte er mir zu und kam näher zu mir. Er legte seine Hände um meine Hüften und küsste mich sanft. „Aber an deinen Haaren musst du noch was machen.“, sagte er dann und guckte sie sich an. „Ja, ich wollte sie wieder glatt machen und in einzelne Strähnen Locken drehen.“  „Ja, dass find ich gut und vergiss deine Augen nicht.“ Mit diesem Satz nahm er seine Hände wieder von meiner Hüfte und ging aus dem Badezimmer. Ich machte mich in einem Affen Tempo fertig, da auch noch andere duschen wollten. Eine halbe Stunde später stand ich auch schon im Türrahmen vom Wohnzimmer. „Na end...“, Tom stoppte mitten im Satz. „Holla die Waldfee.“, staunte er und musterte mich von oben bis unten. Wenn man nur einmal einen Minirock anhatte, drehten hier wohl alle durch. „Bill du musst glaube ich heute auf Lea aufpassen.“, lachte Janna. „Ich habe Anna, die ist noch geiler.“, grinste Tom. Wir anderen mussten lachen. Wie geil das eben kam. Aber Anna ist wirklich hübsch. Mit ihren langen dunkelbraunen Haaren und ihren perfekten braunen Augen konnte sie jeden um den Finger wickeln. „Na, aber auf dich müssen wir auch aufpasse, mein Fräulein.“, grinste Bill.  „Lea? Die drehen komplett durch eh. Kommst du noch ein bisschen mit raus?“, fragte Janna mich. „Ja klar, bis gleich Leute. Dauert ja eh noch wir sind in einer halben Stunde bis Stunde wieder da.“ Mit dem Satz und einem leichten lachen wegen Jannas Kommentar von eben, verließen wir das Wohnzimmer und danach die Wohnung.
Als wir draußen waren, gingen wir in den Park. In den Park, wo eigentlich alles irgendwie angefangen hatte. Das mit Bill und mir. Und das mit Anna und Tom. „An was denkst du?“, fragte Janna mich, als wir schweigend durch den Park schlenderten. „Ach an den Anfang. Hier hat eigentlich alles angefangen. Bill hat mir hier seine Liebe gestanden und Anna und Tom sind hier zusammen gekommen.“, antworte ich ihr und sah mich im Park um. „Achso. Du sag mal Lea. Was denkst du von Andi? Also in der Hinsicht, dass ich ihm wieder Vertrauen könnte?“ 
„Das ist schwer zu sagen. Ich habe ihn eigentlich so kennen gelernt, dass er ein total lieber und netter Mensch ist. Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass er diesen ganzen Scheiß noch einmal tun würde. Und das mit mir, das war ja auch nur Freundschaftlich gemeint, deswegen. also ich denke du kannst ihm schon Vertrauen.“  „Hm, naja mal gucken, ob er heute Abend ein neues Weib an seiner Seite hat.“, sagte Janna nachdenklich. „Aber Janna nur wenn er mit ihr redet oder tanzt,. Das heißt nichts.“  „Ja, ich weiß, aber trotzdem du weißt was ich für Angst habe.“ man merkte ihr das an, dass es ihr nicht leicht viel, getrennt von Andi zu leben. Allein schon weil sie ihn ja liebte. Und Andi leidet auch darunter. Eben hat er sich auch komplett raus gehalten, als die Twins gesagt haben, dass sie auf uns aufpassen müssen. Das Beste wäre, sie würden wieder zusammen kommen. Nur das ging nicht so leicht. Häflte der Pizza fertig, da ware
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