Er liebt mich...er liebt mich nicht...

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Kapitel 11:


*>Lea´s Sicht<*
Als ich wieder bei den Anderen angekommen bin, starrten die mich nahezu ungläubig an. „Was guckt ihr denn so? Ihr seht allesamt aus, als hättet ihr gerade eine Begegnung mit Außerirdischen hattet.“, lachte ich. Ich war nach dieser Aktion eben richtig gut drauf. „Öhm... ich muss jetzt aber keine Angst vor dir haben, oder?“, fragte mich Andi. Sie sahen alle fünf so geil aus. Ihre Blicke. „Nein Andi, keine Sorge. Du bist doch ’nen lieber.“, lächelte ich ihm zu. „Aber ich musste ihn so erziehen, er ist eigentlich ganz anders, als du denkst.“, sagte Janna. Wir mussten alle lachen, nur Andi zog eine Grimasse zu Janna. „Na wer jetzt wohl hier vor wem Angst haben muss.“, lachte Tom. als wir uns ausführlich darüber unterhielten, wer jetzt vor wem Angst haben muss, wollten wir gehen. „Öhm, seit ihr nicht auch dafür, nach Hause zu gehen? Es ist gleich eins und außerdem guckt der dahinten so dumm.“, sagte ich und redete von Marvin so, als ob ich ihn gar nicht kannte. „Ja klar, können wir machen!“, sagten Anna und Bill und gleichzeitig. ‚Der Abend war doch noch ganz geil.’, dachte ich, weil wir schon wieder lachen mussten. Wir gingen raus und ich winkte noch einmal Marvin zu, der mich nur mit einem wütenden Blick anguckte. Als wir eine weile gingen, sprach Tom ein wichtiges Thema an. Die Betten- und Zimmerverteilung. „Wie pennen wir heute eigentlich?“, fragte er. „Na wir können ja Mädchen- und Jungenzimmer machen.“, schlug Janna vor. „Och nee, ich will bei Anna schlafen.“, kam es von einem meckerigen Tom. „Ja und ich bei dir Schatz.“, flehte Andi. „Ui Janna wir sind gefragt.“, lachte sie. Na toll, dann war das ja auch geklärt, aber was war mit Bill und mir. „Öhm ja, dann gehen Janna und Andi in’s Gästezimmer, Anna und Tom in’s Wohnzimmer und du Bill, wenn du willst, bei meinem Bruder?“, schlug ich vor. Ich bekam von allen ein zustimmendes nicken, auch wenn Bill’s nur ganz leicht war.  „Okay, gut. Dann ist das ja geklärt. Und zufrieden ihr zwei Nölsäcke?“, sagte ich in Tom’s und Andi’s Richtung. Die beiden nickten und setzten ihr dümmstes grinsen auf.  Nach circa 15 Minuten, waren wir endlich wieder zu Hause angekommen und gingen, wie üblich, hoch in mein Zimmer. „Ich bin müde.“, kam es von Anna, die bei Tom im Arm lag. „Ich auch. Wollen wir schlafen gehen Schatz?“, fragte Tom und küsste sie von hinten auf die Wange. Anna brachte nur ein brummendes „Ja“ raus und schon waren die beiden verschwunden.  „Wollen wir dann auch mal, Janna?“, kam es dann nun auch von Andi. „Jap, könn’ wa’ machen.“ ‚Na super lasst mich mit Bill alleine hier. Kein Ding.’, dachte ich nur. Ich erklärte Andi und Janna noch schnell wo sie alles finden und auch die beiden waren dann weg. „Und was machen wir beiden jetzt?“, fragte Bill „Mh... keine Ahnung, kommt drauf an ob du schon schlafen willst.“, sagte ich und lächelte ein wenig. „Weiß nicht, willst du denn?“ Wir waren total zurückhaltend.  „Also müde bin ich schon etwas.“, gähnte ich. „Ja ich auch und ich glaube ich gehe dann auch mal.“ „Ja, okay. Decke und so, das liegt alles schon drüben auf’m Bett.“  „Danke, schlaf gut und träum was süßes.“, sagte er und lächelte er mir zu. „Ja du auch, danke!“ Ich beugte mich nach vorne und gab ihm noch ein Kuss auf seine Wange. Er schaute schon fast verschüchtert auf den Boden und ging.
Als Bill in seinem Zimmer war, zog ich mich um und legte mich in mein Bett. Ich konnte nicht schlafen und wälzte mich in meinem Bett hin und her. Nach circa einer Stunde schlief ich ein, wachte allerdings nach anderthalb Stunden wieder auf. Ich hatte durst. Da wir gestern Abend alles ausgetrunken hatten, musste ich nach unten in die Küche gehen. Als ich unten war, hörte ich Geklapper. Ich fragte mich, von wo es kam. Also ging ich in die Küche und machte das Licht an. Und da saß er wieder. Bill. „Hey, was machst du denn hier?“, fragte ich in einem verschlafenden Ton. „Ach ich konnte nicht schlafen und hatte durst. Und du?“, fragte er mich zurück. „Ja, genau das gleiche.“ Er lächelte. Ich schenkte ihm ein lächeln zurück und nahm mir was zu trinken. Als ich am Tisch saß, musste ich gähnen. „Na doch müde?“, fragte er mit einem ruhigen Ton. „Ja, aber ich kann trotzdem nicht schlafen. „Ja, kenn ich.“, sagte er. Wir saßen eine Weile einfach nur so da am Küchentisch, bis Bill die Stille unterbrach. „Nun gehe ich aber und versuche noch ein wenig zu schlafen.“ „Okay, wünsch dir ‚ne gute Nacht, schlaf gut.“, verabschiedete ich mich. „Ja, du auch.“  Er stellte sein Glas in die Spüle und wollte gerade gehen, als ich ihn am Arm festhielt.  „Du Bill?“, fragte ich ihn. „Ja?“, kam es zurück. Ich überlegte. „Ach nichts...“, sagte ich dann doch und guckte auf den Boden. Ich wollte es ihm doch eigentlich sagen, aber jetzt, ja jetzt traute ich mich nicht. „Hm... okay, bye.“, sagte er noch schnell und verschwand. Als er verschwunden war, legte ich meinen Kopf in meine Hände, die auf dem Tisch abgestützt waren. Man wie soll das denn weiter gehen. Ich weiß einfach nicht, wie ich ihm das sagen soll. Auf einmal hörte ich ein gähnen und im Türrahmen stand ein leicht bekleideter Tom. „Was machst‚n du um diese Uhrzeit hier unten?“, fragte er. „Hatte durst...“, sagte ich total nachdenklich. Tom kam zu mir und setzte sich neben mich. „Was‚n los?“, fragte er. „Mir ging’s im Moment richtig scheiße, ja und heute, da ging’s mir mal seit langem wieder richtig gut. Ich habe auch gemerkt, dass ich für Bill einfach doch mehr als nur Freundschaft empfinde und so, aber ich weiß nicht wie ich es ihm sagen soll.“, sagte ich. Tom hörte mir zu. Immer in den letzten und ersten Tagen in denen wir uns kannten, war er für mich da. „Hey komm, das ist schön, dass es dir wieder besser geht und den kleinen Schritt, den packst du auch noch. Wenn Bill eben erst hier war, dann pennt der jetzt noch nicht, also geh hoch und sag ihm alles. Trau dich! Du weißt, er fühlt so wie du, da kann nichts schief gehen.“, sagte er total lieb. „Okay, irgendwann muss ich ja.“, sagte ich. „Danke Tom, schlaf gut, ich gehe dann mal mein Glück versuchen.“ Ich drückte ihn als Dank noch einmal, stand auf und ging hoch.  Als ich oben war, stand ich vor der Tür. Ich zögerte mit dem Anklopfen. Mein inneres sagte „Ja du musst“, aber mein äußeres traute sich nicht. Ich überwand mich und klopfte. Ich hörte ein leises „Ja“ und ging rein. Bill sah mich erstaunt an und guckte wieder von seinem Platz auf der Fensterbank in den Himmel. Er summte „Heilig“ vor sich hin. Dieses Lied hatte er mir schon mal vorgesummt. Es war wunderschön. Dann fing er an zu singen.
„Du wirst für mich immer Heilig sein...
  Ich sterb für unsre Unsterblichkeit...
  Meine Hand von Anfang an...
  über dir...
  Ich glaub an dich...
  Du wirst für mich immer Heilig sein...“
Als er den Refrain gesungen hatte stoppte er und sah mich an. „Bill?“, fragte ich. „Du wirst für mich auch immer Heilig sein!“, sagte ich und  ging zu ihm hin. Er sah mir ganz tief in die Augen. Mein Inneres sagte „Los Lea, tu es!“ Ich hörte drauf und küsste ihn. Er erwiderte den Kuss. Er war einfach nur wunderschön. So innig. So vorsichtig, aber doch schön. Und lang. Ich sah ihn an. „Bill, ich liebe dich.“, sagte ich. „Ich dich auch!“, sagte er zurück. Ihm lief eine Träne über die Wange. Ich wischte sie ihm weg und küsste ihn noch einmal ganz innig. 



Kapitel 12:

*>Lea´s Sicht<*
„Ich konnte wegen dir nicht schlafen.“, sagte er. „Ich auch nicht wegen dir, ich musste immer an dich denken. Und unten... ich wollte es dir eigentlich da schon sagen, aber ich habe mich nicht getraut.“  „Och, wie niedlich.“ Er lächelte. Ich wurde leicht rot, aber das mir egal. „Wollen wir denn jetzt schlafen?“, fragte ich Bill nach einer Weile schweigen. „Ja können wir machen. Komm.“, sagte er und deutete auf‚s Bett. „Ich hier?“, sagte ich und musste schmunzeln. „Ja, du hier.“, lachte er, nahm meine Hand und zog mich auf‚s Bett.
Nun lag ich da. Er kam und legte sich neben mich. Ich sah ihm in die Augen und schon küsste er mich wieder. „Komm lass uns jetzt mal schlafen.“, sagte ich noch einmal, weil Bill gar nicht mehr dran gedacht hat. „Na gut.“ Wir lagen uns hin. Ich lag in Bill´s Armen. Er küsste mich noch einmal und wünschte mir eine gute Nacht. Genauso tat ich es auch. Dann schlief ich endlich ein.

*>Anna´s Sicht<*

Als Tom von der Toilette wiederkam, fragte ich ihn erstmal wieso das so lange gedauert hat. „Ich hab Bill erst noch gesehen, wie er ganz schnell nach oben ist und dann noch Lea in der Küche und ja, sie wirkte irgendwie komisch, also bin ich hingegangen und habe gefragt was los ist. Sie hat gesagt, dass sie heute richtig gemerkt hat, dass sie mehr als nur Freundschaft für Bill empfindet, aber nicht weiß wie sie es ihm sagen soll. Naja ich meinte dann, dass sie nach oben gehen soll und es ihm sagen soll, weil ja eigentlich nichts schief gehen kann. Er fühlt ja schließlich genauso wie sie. Und ja sie versucht grade ihr Glück. Entweder sie sind noch zusammen, oder ja.“, grinste Tom. Ich konnte es nicht glauben. „Waas? Och nee wie niedlich. Hoffentlich hat es geklappt.“, sagte ich. „Na ich glaube schon. Guck dir doch mal Bill an, wie verliebt er in sie ist, das merkt ja jeder blinder.“
„Ja stimmt du hast recht. Hachja das freut mich voll für sie.“   „Na noch wissen wir ja nicht, ob sie nun zusammen sind. Aber es sieht gut für beide aus. Gehst du morgen hoch zu Lea und fragst“, fragte er mich. „Ja klar, kann ich machen.“, lächelte ich ihm entgegen. „Nun lass uns aber wieder schlafen. Ich liebe dich mein Schatz.“, sagte ich und küsste ihn noch einmal. „Ich dich auch, Maus.“ Ich kuschelte mich ganz nah an meinen Tom. Ich liebte ihn so sehr und war richtig glücklich mit ihm. Das hätte ich mir vor einer Woche noch gar nicht ausgemalt, dass das alles einmal wahr wird.
Am nächsten morgen wachte ich vor Tom auf, also ging ich mich erstmal fertig machen. Als ich soweit war, ging ich wieder zurück zu Tom. Ich setzte mich auf die Sofakante und guckte ihn mir an. „Hey Schatz, aufstehen.“, flüsterte ich. „Ja ich steh gleich auf.“, sagte er verschlafen. „Okay, ich gehe mal hoch und guck mal was jetzt nun mit Lea und Bill los ist.“ Ich bekam nur ein zustimmendes Gebrummel zurück und ging. Als ich oben war klopfte ich bei Lea an. Ich bekam kein „Herein“ oder so, also ging ich einfach. Da lag aber keine Lea im Bett. Ich musste schmunzeln. ‚Also doch.’, dachte ich mir und mir huschte ein lächeln über die Lippen. Ich überlegte, ob ich bei Bill reingehen sollte und ihn oder die beiden wecken sollte. Ich entschied mich dafür und klopfte. Diesmal bekam ich ein „Ja?“ zurück und ging rein. Als ich sah, wie die beiden total niedlich in ihrem Bett lagen, bekam ich einen dauersmile. „Hey, guten morgen.“, sagte ich total glücklich. „Wollte euch nur wecken.“  Lea guckte mich an und musste lachen. „Jaja von wegen Anna. Tom hat dir von heute Morgen oder Nacht alles erzählt und du wolltest jetzt gucken, was mit Bill und mir ist.“, lachte sie immer noch. „Na ist doch egal. Jedenfalls kannst du meinem geliebten Bruder sagen, dass wir jetzt beide glücklich sind.“, sagte Bill und gab Lea einen Kuss. „Okay mach ich.“, lachte ich und ging wieder runter. Als ich unten war, kam Tom gerade aus dem Badezimmer. Er guckte mich erwartungsvoll an.  „Mensch jetzt sag doch schon.“, drängelte er. „Hmm... was gibt es da schon groß zu sagen.“, sagte ich traurig. Ich hoffte, dass es echt rüber kam. „Nee nä. Sag nicht, dass irgendeiner nicht wollte.“   „Na dein Bruder, also... ja er lässt grüßen und ich soll sagen, dass er glücklich ist.“, schon wieder kam mein Dauersmile. Ich musste lachen. „Echt jetzt? Wuha, das ist hamma. Ey endlich. Ich meine es hat ja lange genug gedauert.“, sagte er und er freute sich riesig, dass merkte man. „Ohja, also bei uns ging´s dann doch ’nen bisschen schneller.“, lachte ich und gab Tom noch einen Kurzen Kuss. Ich schaute ihn an, bis jemand hinter mir ein hustendes Geräusch machte. Ich drehte mich um und es war Andi mit Janna an der Hand. „Hey guten Morgen ihr beiden“, sagte ich. „Morgen.“, bekam ich zurück. „Was freut ihr euch denn hier so einen ab?“, fragte Janna uns verwundert. „Ihr glaubt nicht, wer oben zusammen im Bett liegt.“, sagte Tom. „Öhm...“ Andi überlegte und auf einmal huschte ein lächeln über seine Lippen und er und Janna guckten sich an. „Nee oder? Lea und Bill sind zusammen?“, sagte er dann. „Richtig sie sind seit heute Nacht zusammen“  „Ey endlich, das ham’ se jetzt aber auch verdient.“, sagte Janna und freute sich auch für sie. Irgendwie freuten wir uns alle für die beiden. Nach den ganzen Hindernissen, Höhen und Tiefen, die sie überwinden mussten.
*>Lea´s Sicht<*
Als Anna wieder weg war, guckte ich Bill an. Ich musste grinsen, er auch. „Morgen erstmal mein Schatz.“, sagte er. „Ja, guten Morgen.“ Ich küsste ihn.  „Wollen wir aufstehen?“, fragte er mich dann. „Hm... müssen wir ja, sonst verschlafen wir ja den ganzen Tag.“, sagte ich und setzte mich auf. „Na dann gehe ich schon mal runter mich duschen, okay?“  „Okay, aber ich komme schon mit runter. Ich gucke mal was mein Lieblingsbruder so treibt.“, grinste er mich an. Ich stand auf, nahm seine hand und zerrte ihn aus dem Bett. Ich ging schon mal zur Tür. „Ich gehe mal kurz meine Sachen von drüben holen.“ Also ging ich rüber und packte meine Sachen die ich brauchte über meinen Arm und ging zurück zu Bill. Der saß im anderen Zimmer auf dem Sofa und hatte die Augen zu. Ich ging zu ihm hin und setzte mich auf seinen Schoß. „Du Billy, zieh dir mal was an und lass dann runter gehen, ja?“ Er machte die Augen auf und guckte mich böse an. „Lea!“, sagte er. „Oh sorry ich nenn dich nicht mehr so.“ Er lachte, wo ich mit einstimmen musste und stand auf. Bill ging zu seiner Hose, die vor dem Bett lag und zog sie an. „Bah Bill mach noch ´nen bisschen langsamer am Besten.“, sagte ich sichtlich genervt, weil der junge Mann sich etwas langsam seine Hose anzog. „Ich bin ja schon fertig keine Angst, Mensch.“, bekam ich zurück.
Er kam auf mich zu packte meine Hand wieder und endlich machten wir uns auf den Weg nach unten. Ich war gespannt, ob Andi und Janna auch schon bescheid wussten und wie sie reagieren würden.



Kapitel 13:



*>Lea´s Sicht<*
Als wir unten waren, hörten wir nur Stimmen aus der Küche. „Du kannst ja schon mal vorgehen, ich gehe duschen und komme dann nach.“, sagte ich zu Bill und bevor er überhaupt antworten konnte, war ich schon im Badezimmer verschwunden.
Ich duschte mich heute in einem sehr schnellen Tempo. Nachdem ich aus der Dusche kam, zog ich mich an, schminkte mich und machte meine Haare. Heute hatte ich eine lange schwarze Hose an, meine Vans, ein schwarzes Oberteil und dazu meine heißgeliebten Armstulpen. Ich ließ meine Haare lang offen über meine Schulter fallen und glättete sie mir, schminkte mich etwas was doller, also so wie eigentlich immer. Ich guckte in den Spiegel. „Perfekt“, dachte ich. Ich ging aus dem Badezimmer und ab in die Küche wo sie allesamt fertig geduscht, außer natürlich Bill, saßen. „Morgen.“, sagte ich und hatte ein grinsen im Gesicht. „Guten Morgen.“, sagten sie alle wie im Chor. Ich ging zu Bill und setzte mich auf seinen Schoß, da kein Stuhl mehr frei war. Sie grinsten mich alle nur so schweigend an. Ich fand diese Stimmung irgendwie komisch. Ich weiß nicht wie ich sie beschrieben sollte, aber sie war einfach nur komisch. Bill streichelte mir die ganze Zeit den Rücken rauf und runter. Es war ein angenehmes Gefühl. „Wollen wir nicht mal was essen?“, fragte ich in die Runde. „Nichts da, erst wollen wir wissen, wer den ersten schritt gemacht hat.“, sagte Andi und grinste mich an. Janna haute ihm mit ihrer Faust an sein Bein. „Aua, man ihr wolltet das doch auch alle wissen und ich war der Doofkopp der fragen sollte, also hau mich nicht.“, spielte er beleidigt. „Hey nicht das die beiden jetzt zusammen sind und ihr in den nächsten drei Minuten nicht mehr.“, lachte Tom.  „Nein, keine Angst. Mich und meinen Schatz bekommt keiner auseinander.“, grinste Janna und gab Andi einen Kuss. „Na, um auf eure Frage zurückzukommen... Lea war’s!“, sagte Bill irgendwie schüchtern. Wie süß er guckte. Einfach knuffig. „Na, was hab ich euch gesagt? Ich habe von Anfang an gesagt, dass Lea es macht, weil Bill sich nicht traut.“, jubelte Anna. Wir lachten. „Ja du hast Recht. Wir haben zu dir gehalten Lea. Nur die zwei hier meinten, dass Bill es macht. Aber die Frauen halten ja zusammen.“, sagte Janna und streckte Tom und Andi die Zunge raus. Ich musste grinsen. Endlich waren wir alle glücklich. Alle hatten einen Freund. „Genau Frauenpower. Ich bin stolz auf euch Mädels.“, lachte ich. Bill guckte mich nur schief an. „Okay Schatz, du warst der, der mir seine Liebe gestanden hat. Auf dich bin ich ja am Meisten stolz. Mein ganz spezieller Held.“, flüsterte ich ihm ins Ohr. ich sah ihn mit meinem Hundeblick an und bekam dafür ein Kuss. Erst danach merkte ich, wie sie uns alle beobachteten. „Was guckt ihr denn so?“, fragte ich. „Ach wir finden das nur süß.“, sagte Anna. Ich streichelte ihr über ihre Wange, weil sie neben mir saß. „Ich habe Hunger. Wer hilft mir mit dem Frühstück?“, fragte ich in die Runde. „Ich, kam es gleich von Janna. „Okay gut, wenigstens eine die nicht so faul ist wie ihr.“, sagte ich. „Ich gehe duschen.“, schrie Bill, weil er schon auf dem Weg nach oben war. Ich schüttelte nur den kopf und ging zu Janna, die schon hinten in der Küche war und was aus dem Kühlschrank holte. „Ich freu mich voll für euch.“, sagte sie. „Ja ich bin auch richtig froh, dass ich jetzt mit ihm zusammen bin. War ja ein ganz schönes hin und her.“  „Ohja das stimmt. Und so glücklich habe ich Bill noch nie mit einem Mädchen erlebt. Er liebt dich wirklich richtig doll. Glaub mir ich merke das, ich meine so als beste Freundin.“ Ich lächelte sie zufrieden an. „Aber was ist mit Anna?! Die muss bald nach Hause. Und sie und Tom sehen sich dann kaum.“  „Ja, aber wenn Die Jungs wieder im Studio sind, dann siehst du deinen Bill auch nicht mehr oft, weil das Studio in Hamburg ist und wenn die auf Tour sind doch auch. Aber das dauert ja noch. Mach dir da glaube erstmal keine Gedanken rum. Ich schaff´s ja auch, wenn Andi bei den Jungs mit ist und ich zu Hause hocken muss.“, zwinkerte sie mir zu. „Ja, stimmt. Mache ich mir auch erstmal nicht, ich meine ich nutze erstmal die Zeit jetzt auch, wo ich ihn noch für mich habe.“, sagte ich, nahm die Sachen die wir schon aus dem Kühlschrank genommen haben und packte sie auf den Tisch.
„So hier, Janna bringt den Rest.“, sagte ich und pflanzte mich wieder auf Bill´s Schoß, weil er auch wieder vom Duschen da war. „Ja und hier bin ich.“, sagte sie schon und stellte nun auch die restlichen Sachen auf den Tisch. Die Jungs hauten gleich rein. Wir Mädels sahen uns nur verwundert an. „Öhm, euch geht es aber soweit ganz gut?“, fragte Anna dann. „Ja.“, grinsten alle drei gleichzeitig und aßen weiter. „Na dann geht’s ja.“
Als wir fertig gegessen haben, räumten wir alles weg und setzten uns wieder um den Tisch. „Sag mal, wann kommen eigentlich deine Eltern wieder?“, fragte Andi mich. „Oh da habe ich ja gar nicht mehr dran gedacht. Ich ruf die mal eben an, Moment.“ Ich ging ins Wohnzimmer, wo unser Telefon stand und tippte die Nummer ein. „Tuuut....Tuuut....“
Hmm... irgendwie ging da keiner ran. Ich ging in die Küche wo sie mich alle erwartet anguckten.  Ich verdrehte ihnen als Zeichen die Augen und legte auf. „Keiner da?“, fragte mich Tom. „Nee, na vielleicht rufen sie ja zurück. Aber Anna eine Frage, wie lange bleibst du noch hier? Musst du morgen nicht schon wieder nach Hause?“, fragte ich traurig. „Ja, du hast Recht und wenn ich dann zu Hause bin, ja dann langweile ich mich noch eine Woche weiter, bis dann meine Ferien zu Ende sind. Na da freu ich mich ja auch schon riesig.“, sagte sie leicht bedeppert. „Oh nee nä? Echt jetzt?“, fragte Tom auf einmal total geschockt. „Ich dachte du bleibst diese Woche noch?“   „Ja, war eigentlich auch so geplant, aber...?“, weiter kam sie nicht denn Tom unterbrach sie wieder. „Aber?“    „Ich spreche noch mal mit meiner Mutter, okay?“, fragte sie Tom. „Okay, aber du kannst doch jetzt noch nicht zurück.“, sagte er und gab ihr einen Kuss. Wir waren grade am diskutieren, bis das Telefon auf einmal klingelte. Ich ging ran. „Ja?“, fragte ich.  Hey mein schatz, ich bin´s Mama. Du hattest angerufen?“, sagte sie. „Ja, ich wollte fragen wann ihr wieder nach Hause kommt. Und Anna bleibt die Woche vielleicht noch hier, okay? Weil Tom will sie noch nicht gehen lassen.“, lachte ich. „Ja, das kann sie machen, weil wir kommen diese Woche nicht mehr nach Hause, es gibt hier ziemlich stress und ja, dein Vater hat ja eh noch Urlaub. Mal gucken, denke so nächstes Wochenende sind wir dann wieder zu Hause.“    „Okay. Ist es denn auch okay für euch, wenn wir volles Haus haben, also Janna und Andi, die Twins, vielleicht Georg und Gustav und Anna halt?“, fragte ich meine Mutter ganz lieb, aber ich wusste, dass sie ja sagt, weil sie vertrauen zu mir hatte in solchen Sachen. „Ja klar, macht euch eine schöne Woche. Hoffe ihr habt Spaß.“, sagte sie. Ich freute mich riesig. „Okay und ihr, ihr lasst euch nicht so stressen. Ich will euch heile zurück. Und grüß mir Dad und gib ihm ein Küsschen von mir. Tschau Mum... Hab dich Lieb!“, sagte ich sie antwortet mir noch und dann legten wir auf.

 

Kapitel 14:


*>Lea´s Sicht<*
„Okay, also meine Eltern kommen diese Woche nicht mehr nach Hause. Es gibt da wohl irgendwie ziemlich Stress mit dem Haus und blubb, also sind sie erst am Wochenende wieder. Ich habe auch gefragt wegen Anna und so, sie hat nichts dagegen, wenn wir full house haben.“, grinste ich sie alle an. „Geil, also diese Woche sind wir beide ja auch noch hier bei den Twins.“, grinste Andi zurück. „Genau erstmal schön Party.“, sagte Tom und setzte sein checkergrinsen auf. „Lea, kann ich mal eben euer Telefon haben? Ich ruf dann mal meine Mum an und frage mal, ob ich noch bleiben darf, okay?“, fragte Anna mich nach einer Weile.  „Ja klar, hier. Hoffentlich klappt es auch!“, sagte ich und gab ihr das Telefon. sie nahm es, stand auf und ging damit ins Wohnzimmer, damit sie auch in ruhe telefonieren konnte. In der Zeit, als Anna im Wohnzimmer war, saß ich auf ihrem Platz, also zwischen Andi und Tom. Ich verstand mich inzwischen auch schon super gut mit Andi. Mit ihm konnte man immer scheiße machen. Aber auch mit Janna war es immer witzig. Sie war jetzt schon eine gute Freundin. Wir unterhielten uns alle eine Weile, bis Anna wiederkam. Tom fragte sie gleich total aufgedreht und mit einem hoffenden Ton: „Und? Was hat deine Mum gesagt? Darfst du noch hier bleiben? Und wann musst du dann nach Hause?“  „Ui alles wird gut Tom.“, lachte Janna, wo wir alle mit einstimmten, weil Tom es in einem rasenden Tempo gesagt hatte. „Ja, also meine Mum meinte, wenn deine Eltern wirklich nichts dagegen haben und Tom noch wirklich noch nicht gehen lässt, soll ich halt noch bei euch bleiben.“, freute sie sich. Ich freute mich riesig und sprang ihr um den Hals. „Geil, ich freu mich.“, sagte ich. Auch Tom freute sich riesig. „Ich bin froh, dass du noch bleibst, mein Schatz.“, flüsterte er ihr ins Ohr und küsste sie einmal ganz innig. „Fertig geknutscht ihr beiden?“, fragte Bill und guckte Anna und Tom an, wie sie sich gerade in die Augen schauten. Tom fiel es schwer seinen Blick von Anna´s braunen Kulleraugen zu nehmen, aber er schaffte es und sagte nur „Ja, sind wir Bruderherz.“
„Okay, dann bin ich ja beruhigt. Was wollen wir denn heute so machen? Ich meine es ist ja inzwischen schon  drei Uhr.“, sagte Bill nun. „Wollen wir heute nicht zu Hause bleiben?“, fragte Andi. „Ja bin ich auch für.“, kam es von uns anderen.
Also blieben wir für den Rest des Tages zu Hause. Am Abend, okay so gegen halb 6, kam mein Bruder kurz nach Hause, als wir alle zusammen in meinem Zimmer saßen. Anna bei Tom, Janna bei Andi und ich bei Bill im Arm. Mein Bruder klopfte kurz und kam rein. Er sah, wie Anna und ich bei den Jungs lagen. Er guckte uns geschockt an und wir mussten auf der Stelle anfangen zu grinsen.
„Oh, oh, oh, hoher Besuch. Was machen die denn hier?“, fragte er gleich. Ich guckte in grimmig an, weil er es irgendwie scheiße sagte. Ich wusste, dass er Tokio Hotel und am Meisten Tom und Bill (die er gerne als Schwuchtel bezeichnete), nicht mochte, aber deswegen brauchte er das nicht so sagen, als ob sie ein Stück scheiße wären. „Geht’s noch freundlicher, ey.“, sagte ich böse und Bill flüsterte mir nur „Es ist okay, Schatz. Reg dich nicht drüber auf.“ ins Ohr. „Man, man, man. Immer diese kleinen Kinder. Naja ich bin Johannes, der Bruder von der kleinen da.“, sagte er und gab Bill, Tom, Andi und Janna schwerfällig die Hand. Mich wunderte es, dass er es überhaupt machte, aber ich glaube, er hat es eingesehen, dass das eben ein bisschen zu unfreundlich war. Er musterte die Twins ganz deutlich, aber Tom hatte schon Wut in seinem Gesicht, Ich glaube, er blockte das, was mein Bruder gesagt hatte, nicht so gut ab, wie Bill. Genauso hatte Andi es auch. Diese Wut, weil seine besten Freunde so dumm angemacht wurden. Ich hoffte jetzt, dass nicht irgendwas passierte, aber tat es auch nicht. „Wann kommen Mum und Dad wieder?“, fragte mein Bruder nun. „Nächstes Wochenende. Bist du bei Linda dann die Woche? Weil, Anna und die anderen bleiben noch und ich glaube es ist besser wenn du nicht da bist.“, sagte ich nun auch in einem abwertenden Ton. „Ja, oder denkste ich bringe Linda mit, wenn bei uns ne Kinderparty steigt und schwule Kinder sind?“ Okay ich habe mich geirrt. Erstens ihm tat es doch nicht leid, was er sagte und Zweitens Es passierte doch was. Tom stand auf und ging zu meinem Bruder. „Was willst du, hä? Haben wir dir irgendetwas getan?“, fragte er und haute ihm gegen die Schulter. Ich stand auf und stellte mich zwischen die beiden. Man, dass der sich nicht mal zusammen reißen kann. Immer muss ich seine „Coolheit“ zu spüren bekommen und immer ich stehe dann als dumme da. „Hey ist gut. Und du Johannes.... VERPISS DICH!“, schrie ich. Er lachte nur und ging. Seufzend ging ich zu meinem Bett und setzte mich darauf. Ich wollte mich jetzt nicht zu Bill setzen. Es war mir mega peinlich, was mein Bruder da eben abgezogen hatte. Da kam Bill aber auch schon und setzte sich zu mir. „Hey, was los?“, fragte er. „Das ist mega peinlich was der eben abgezogen hat und außerdem hat der kein Recht so über euch zu reden. Er kennt euch doch gar nicht. Und dann hätte er sich auch noch beinahe mit Tom gekloppt.“ Das bekam Tom mit und guckte mich an. „Tut mir Leid kleine. Wollte ich nicht, aber ich kann es nicht ab, wenn der so über uns redet und keinen Plan davon hat, wie wir wirklich sind.“, sagte er entschuldigend. „Ist schon okay. kannst du ja nichts für. Hat er selber Schuld. Du Bill wollen wir mal ein bisschen raus gehen?“  „Ja klar können wir machen.“, sagte er. Aber was war mit den anderen?  „Ist es denn für euch auch okay, wenn wir mal gehen? Also wir gehen nur spazieren, dauert nicht so lange!?“, fragte ich. „Na geht schon, wir kommen schon klar.“, zwinkerte mir Andi zu und auch von Anna und Janna, die sich eben noch unterhalten haben, bekam ich ein zustimmendes nicken. „Okay danke.“, sagte ich, als ich an Andi vorbei ging. Er streichelte mir über meinen Arm und guckte mich total niedlich an. Bill nahm meine Hand und wir gingen nach unten. Er zog sich noch einen Kapuzenpullover an, setzte eine Cap auf und zog die Kapuze von dem  Pullover auch noch drüber, sodass man ihn gar nicht mehr erkennen konnte. Als wir draußen waren, gingen wir ein Stück ohne etwas zu sagen. Wir gingen und gingen, bis ich auf einmal abrupt stehen blieb. Bill drehte sich um und guckte mich verwundert an. „Du Bill, wegen vorhin, nä, das mit meinem Bruder. Es tut mir leid, dass er so abgegangen ist.“ Ich musste mich einfach für ihn entschuldigen, auch wenn ich keine Schuld hatte. Er lächelte und sagte: „Ach ist schon okay. Du weißt, ich bin das gewohnt.“  „Ja, aber Tom...“, ich konnte nicht zu Ende reden, weil Bill mir ins Wort fiel. „Ja, der steckt das zwar nicht so gut weg, aber er muss damit klar kommen. Er hat bei allen so eine Wut, die so was sagen, aber ich bewundere ihn dafür. Also das er trotzdem sein Ding durchzieht, weißte?“, sagte er total niedlich. „Ja ich weiß...“, sagte ich. Ich wusste aber auch, dass es nicht so einfach an ihm vorbei ging, dass jemand Schwuchtel zu ihm sagt, er versuchte es nur so gut es ging wegzustecken. Ich gab ihm einen kurzen Kuss und schon hörte man auch die anderen hinter uns. ‚Was machen die denn hier?’, dachte ich total verwundert.


Kapitel 15:


*>Lea´s Sicht<*
Ich guckte alle vier verwundert an. „Was macht ihr denn hier?“, fragte ich dann. „Ach, wir haben Gustav und Georg angerufen und ja wir wollen uns jetzt in Hannover mit den beiden treffen und wir wollten fragen, ob ihr mitkommt?!“, sagte Tom. Ich guckte Bill an, der mir nur zunickte. „Ja, machen wir. Wollen wir gleich los, oder müsst ihr noch mal nach Hause?“, fragte ich. „Nee eigentlich wollten wir gleich los, wenn das in Ordnung ist?“, fragte er noch mal und guckte mich und Bill an. „Ja, also wenn einer von den Mädels Schminke mit hat können wir das machen.“ Ich guckte Janna und Anna erwartungsvoll an. Anna sagte nur „Sorry, aber ich hab die Schminke zu Hause gelassen.“   Janna aber zuckte aus ihrer schwarzen Tasche, mit pinken Sternchen, einen Kajal und Mascara. „Na, ich hab was dabei.“, sagte sie.  „Oh okay, danke.“, lächelte ich und nahm ihr den Kajal ab. Sie hatte mir noch einen Spiegel gegeben und so schminkte ich mich einfach mal so auf der Straße. Hatte ja nichts Besseres zu tun. Als ich grade Wimperntusche drauf machte, sagte Bill. „Ja , also ´nen Kajal hätte ich auch noch gehabt und hielt einen hoch. Wir guckten ihn nur alle bedeppert und Kopf schüttelnd an. „Was denn? Wenn man sich schminkt braucht man das eben. Was ist wenn die Schminke mal verwischt?!“, sagte er und guckte uns total erstaunt an. „Bill? Du bist bald noch mehr eitel als deine Freundin.“, lachte Andi. Ich guckte ihn nur an und er lächelte. „Ha, ha, ha... der war gut ANDREAS!“, sagte Bill und betonte den Namen „Andreas“ besonders, weil er wusste, dass Andi seinen Namen hasste. Er guckte ihn auch nur böse an. „Okay ich bin fertig, wir können.“, sagte ich und gab Janna ihre Sachen wieder. „Ja, wir müssen uns langsam auch mal beeilen, weil der Zug in einer Viertel Stunde fährt.“ Es war Anna, die auch mal wieder was sagte. Sie hatte sich in letzter Zeit ziemlich zurückgehalten, dass viel mir auf. Ich beschloss gleich mal mit ihr zu reden. „Oh, okay dann mal Zack Zack meine Damen und Herren.“, lachte ich und ging zu Anna und Tom. „Tom? Dürfte ich dir mal deine geliebte Freundin entreißen?“, fragte ich ihn ganz lieb. „Hm...“, er überlegte. „Eigentlich ungern, aber weil du es bist, kleine.“, zwinkerte er mir zu. „TOM! Bitte nenn mich nicht kleine.“ Ich konnte dieses Wort nicht ausstehen.  „Okay, große.“, lachte er. Ich nahm mir Anna´s Hand und zog sie mit weiter nach vorne. Tom ging mit seinem Bruder, Janna und Andi hinter uns. „Boah Bill, Geier Lea doch nicht immer so auf den Arsch.“, hörte ich Tom schreien.  „Es ist meine Freundin, da darf ich geiern so viel ich will.“, hörte ich es etwas leiser von Bill zurück. Ich verdrehte nur meine Augen und wendete mich Anna zu. „Na, alles klar mit dir?“, fragte ich sie. „ja schon und bei dir?“ Sie versuchte irgendetwas zu unterdrücken. „Anna, das glaub ich dir nicht. Was ist los? Komm schon, ich bin deine beste Freundin, du kannst mir alles erzählen, egal was ist, okay?“, sagte ich ihr. „Ja ich weiß. Und ich hab dir doch von Angelique und Sandra erzählt. Meine ehemaligen besten Freundinnen. Na, sie wollten doch von einem auf den anderen Tag nichts mehr mit mir zu tun haben. Und jetzt, ja du weißt, sie ärgern mich nur noch, wegen meinem Rücken, wegen der Krankheit. Ich will da einfach nicht mehr hin, Lea. Ich halte das nicht aus. Wenn ich daran denk, dass ich am Samstag schon wieder mit dem Zug heimfahre, dann könnt ich heulen. Ich war diese Woche schon so glücklich. Dich zu sehen und dann ist das mit Tom, und den Jungs überhaupt alles hier, passiert. Ich werde euch so lange nicht sehen und ja. Ich will das nicht mehr. Ich will bei euch, oder bei dir bleiben.“ Wir bleiben stehen. Die anderen sahen uns geschockt an, weil Anna anfing zu weinen. Tom kam sofort angerannt und fragte was los ist. „Tom ist in Ordnung, geh bitte mit den anderen schon mal vor und fahrt zu Georg und Gustav. Ich gucke ob wir das schaffen, also den Zug und wenn nicht, dann kommen wir einen später. Aber das hier ist gerade wichtiger.“ Ich streichelte ihm über den Arm. Er sah Anna so hilflos an, wie sie ihren kopf in ihre Hände vergraben hatte. Er wollte hier bleiben. Das sah man ihm in seinem Sorglichen Gesicht an. „geh Tom, los. Mach dir keine Sorgen. Das wird mit ihr wieder.“ Ich nahm ihn in den Arm, aber er stand wie versteinert da. Bill kam nun auch dazu. „Bill nimm ihn bitte mit. Das wird wieder los. Aber ich glaube, ich muss mal mit ihr alleine reden. und sag Tom es hat nichts mit ihm zu tun., bitte!“, flüsterte ich ihm ins Ohr. Eigentlich hatte es schon was mit Tom zu tun, aber nicht im negativen Sinne, so wie Tom gerade in diesem Moment wahrscheinlich dachte. „Ja, okay. Ich lieb dich, bis gleich.“, sagte er, gab mir einen Kuss, den ich erwiderte und zerrte Tom, der nicht mitwollte, am Arm hinter sich her. Als sie weg waren, nahm ich Anna erstmal ganz fest in den Arm. „Hey Schatz, beruhig dich. Bitte! Ich kann nicht sehen wie du weinst. Das tut mir weh! Wir werden schon eine Lösung finden, dass du Tom und die anderen alle ganz oft sehen kannst. Und wenn du irgendwelche Probleme hast, du kannst mich jederzeit anrufen, ich bin immer für dich da, ich hoffe das weißt du. Und genauso sind die anderen auch für dich da, okay?“, ich versuchte sie zu beruhigen und das tat sie auch. Sie weinte nun nicht mehr. „Okay danke Lea. Danke für alles. Ich hab dich ganz doll lieb.“, sagte sie und schluchzte nur noch. „Kein Problem. Ich hab dich auch ganz doll lieb. Wollen wir jetzt schon fahren, oder wollen wir einen Zug später nehmen?“, fragte ich sie. „Komm lass uns beeilen, ich will zu Tom. Er dachte glaube ich, es geht um ihn. Aber das will ich klar stellen. Und außerdem will ich nicht den ganzen Verkehr von dem Plan für heute aufhalten.“ Sie lächelte mich an. „Okay, aber auch nur wenn es wirklich okay ist.“ Ich musste einfach noch einmal nachfragen. Aber sie nickte. Ich nahm ihre hand und wir rannten los zum Bahnhof. Als wir dort angekommen sind, stand der Zug schon auf dem Gleis. Keiner stand mehr draußen nur noch Tom. Das war mir klar, dass er ohne seine Anna nicht fährt und ich glaube sogar Bill konnte ihn dazu nicht überreden. Er machte sich tierische Gedanken darüber, was mit Anna los ist. Er guckte sich die ganze Zeit hektisch und suchend um. Als er Anna dann sah, huschte ihm ein lächeln über die Lippen und er rannte auf sie zu. Ich ließ ihre Hand los und sagte noch schnell; „Los Anna lauf zu ihm und sag ihm, dass es nichts mit ihm zu tun hatte. Guck ihn dir an wie er leidet.“ Sie guckte mich an. Ich lächelte ihr zu und schon lief sie los.  Tom kam ihr entgegen und auf der hälfte des Weges viel sich beide in die Arme. ich hörte nur wie Tom sagte: „Anna bitte tu mir das nicht noch einmal an. Ich dachte es wäre was mit uns und unserer Beziehung. Ich hatte Angst.“ Ich sah bei Tom eine Träne in seinen Augen blitzen. Er sah mich an und löste sich aus Annas Umarmung. er küsste sie einmal ganz lange und ganz innig. Er hatte dabei die Augen geschlossen. Danach Kam er zu mir. „Danke, danke, danke. Danke, dass du immer für sie da bist. Ich weiß zwar immer noch nicht, was mit ihr los war, aber trotzdem.“ er umarmte mich. „Tom es hat nichts mit eurer Beziehung zu tun. Bitte glaub es ihr. Sie will über das Thema nicht sprechen und akzeptier es bitte. Vielleicht tut sie es einmal von ganz alleine, aber es ist noch zu frisch.“, flüsterte ich ihm ins Ohr. Er nickte nur. dann hörten wir ein rufen aus der Tür das Zuges. „Ey kommt schnell rein, der Zug fährt jeden Moment. Wir rannten los und stiegen in den Zug.


Kapitel 16:


*>Lea´s Sicht<*
Als wir im Zug waren, suchten wir uns erstmal einen Platz. Es waren noch viele Plätze frei und so war es nicht schwer einen Platz zu finden. Wir setzten uns in zwei Vierer, da dass sonst alles nicht so passte. Tom und Anna saßen sich alleine hin, weil wir glaubten, dass sie die Ruhe jetzt erstmal brauchten. Wir anderen Vier saßen uns in einen anderen Vierer. Zuerst saßen wir einfach da und schwiegen. Janna und ich hatten beide unseren Kopf auf die Schulter von unserem Freund gelegt. Ich machte meine Augen zu und beinahe schlief ich ein, bis Janna das schweigen brach. „Ist jetzt wirklich wieder alles okay mit der Anna?“, fragte sie. Irgendwie haben wir glaube ich alle gerade an das gleich gedacht. Nämlich an das, was eben mit Anna los war. „Ja, ich denke schon.“, sagte ich daraufhin. Den Rest der fahrt schwiegen wir. Ich machte meine Augen zu und ich hörte von meinem i-Pod Musik.

*>Tom´s Sicht<*
Ich wusste nicht, was mit Anna los war. Ich war überglücklich als ich sie wieder in meine Arme schließen konnte, Sie tat mir so leid. Ich wollte unbedingt wissen, was mit ihr los war, aber Lea meinte ich sollte ihr Zeit lassen und das ließ ich ihr auch. Ich will ja, dass es ihr gut geht. Als wir im Zug saßen, kuschelte Anna sich an mich. Es tat gut ihre nähe zu spüren. Sie wieder bei mir zu haben. „Schatz?“, fragte ich. „Ja?“, fragte sie mich zurück. „Ich liebe dich. Und ich will, dass du weißt, das ich immer für dich da bin, egal was passiert, okay? Du kannst mit mir über alles reden, ja?“, sagte ich und sah ihr dabei ganz fest in die Augen. „Ja, dass weiß ich und ich liebe dich auch. Mehr alles andere auf dieser Welt. Aber die Sache, wegen der das vorhin war, ich kann dir das noch nicht erzählen. Irgendwann bestimmt, aber noch nicht jetzt, okay? Sei mir deswegen jetzt bitte nicht böse, das will ich nicht. Aber ich will, dass du das verstehst.“  „Ja, ich verstehe dich, Anna.“, sagte ich und küsste sie ganz zärtlich. Sie erwiderte den Kuss. Danach legte sie ihren Kopf auf meine Beine und machte die Augen zu.

*>Lea´s Sicht<*
„Hey, Schatz. Aufwachen. Wir sind da. Komm schon.“, weckte Bill mich und gab mir einen Kuss. Ich musste wohl eingeschlafen sein. „Was? Ja, ich komme.“, sagte ich total verschlafen und packte meinen i-Pod in meine Jackentasche. Bill nahm meine Hand und auch die anderen Jungs nahmen ihre Freundin bei der Hand. Wir liefen aus dem Hauptbahnhof raus und zu dem haus von Bill und Tom´s Vater. Dort standen auch schon Georg und Gustav total vermummt vor der Tür. „Na endlich. Wir wären hier beinahe festgefroren.“, meckerte Georg. „Wir können wohl nichts dafür, wenn der Zug nicht innerhalb von einer viertel Stunde hier ist. Und außerdem bist du ja auch immer so pünktlich, nä.“, meckerte Bill zurück. „Ha, ha, ha. Wer braucht denn immer so lange mit seinen Haaren, hä?“ Die beiden fanden irgendwie immer ein Argument gegen den anderen. ‚Schlimm’, dachte ich nur. Naja so sind sie aber eben. „Na, ist doch egal. Hauptsache wir sind jetzt hier.“, sagte Andi. „genau.“, stimmte ich ihm zu. „Was wollen wir denn jetzt machen?“, fragte Janna. „Ich bin für shoppen.“, freute Bill sich. Alle stimmten mit ein, außer Andi, Tom und ich. Ich war erst und hatte auch nicht wo wirklich keine Lust auf weites latschen, weil ich noch ziemlich K.O war. Andi hatte auch keine Lust und Tom ja sowieso nicht. „Was denn mit dir los, Lea. Du gehst doch sonst immer so gerne shoppen?“, fragte Anna mich verwundert. „Ach weiß auch nicht. Bin irgendwie voll K.O. Geht mal alleine. Andi, Tom und ich bleiben hier.“, sagte ich und zwinkerte ihr zu. „Na gut.“, sagte sie enttäuscht. Bill gab mir noch schnell einen kurzen Kuss und schon gingen sie los.  „Und wo gehen wir jetzt hin?“, fragte Andi. „Öhm weiß nicht, aber Lea weißt du wo hier Mecces ist? Ich hab Hunger.“, fragte Tom.  Ich überlegte. „Öhm ja, aber da müssen wir einmal quer durch die Stadt latschen. Aber Hunger hätte ich auch.“, sagte ich. „Ja los kommt schon, sonst sterbe ich noch.“, lachte Tom und rannte in die falsche Richtung.  „Tooom, das ist die falsche Richtung.“, schrie ich ihm hinterher. Andi sah mich geschockt an. „Was denn los?“, fragte ich ihn. „Bist du verrückt seinen Namen hier so laut rum zuschreien?“  Ich sah ich geschockt an. Oh scheiße, das hatte ich ja total vergessen.  Da kam Tom auch schon wieder angerannt. „Alta bist du verrückt?“, sagte er nun auch. „Mensch ja. sorry, aber ich muss sonst nie aufpassen irgendeinen Namen zu laut durch die Gegend zu schreien.“, entschuldigte ich mich. „Ja ist okay. Aber achte nächstes Mal drauf.“, sagte er und lächelte auch wieder. „Dann lass jetzt aber los und Tom bleib jetzt hier.“, lachte Andi und nahm, auf einmal meine Hand. Ich war leicht geschockt, warum er jetzt meine Hand nahm, aber dachte mir nichts weiter bei. Als wir dann ach einer guten viertel Stunde bei Mecces ankamen, gingen wir zu Kasse und bestellten uns was zum Essen. Tom nahm einen Mc chicken, eine mittlere Pommes und eine mittlere Cola. Genauso wie Andi und ich nahm einen 6-er Chicken, eine kleine Pommes und eine normale Cola. Wir suchten uns einen Tisch. Es war ganz schön voll, aber als wir nach oben gingen, fanden wir noch den letzten freien Tisch. Wir setzten uns hin und aßen unsere Sachen. Als wir fertig waren mit essen, nahmen wir unsere Getränke und gingen nach draußen. Wir setzten uns auf den gleichen Brunnen, wo wir uns kennen gelernt hatten. Ich musste grinsen und sah Tom an „Denkst du auch das gleich was ich auch denke?“, fragte er mich. „Ja, ich glaube schon.“ Wir mussten lachen und erzählten Andi, der erst gar nicht wusste worum es ging, die ganze Geschichte. Er lachte auch. „Ich habe diesen Kerl da so gehasst. Ich war klitschnass. Aber ich war da schon von seinen Augen fasziniert und wusste von Anfang an, dass ich ihn irgendwoher kannte. Und ja tat ich ja auch und jetzt, ja jetzt bin ich mit ihm zusammen.“, schwärmte ich. Es waren in der Zeit jetzt schon 2 Stunden rumgegangen und auf einmal standen die anderen 6 wieder vor uns. Andi hatte immer noch meine Hand und als ich sah, wie böse Janna mich anguckte, riss ich schnell meine Hand aus Andi’s. Auch er bekam mit, dass Janna das gesehen hatte und hatte ein schlechtes Gewissen. Das sah man ihm an. Bill bekam es aber nicht mit und kam gleich zu mir gelaufen. „Hey Schatzi. Boah ich hab so viele neue Sachen. Und ist da noch was zu trinken drin?“, fragte er und zeigte auf meine Cola von Mecces. Ich nickte und gab sie ihm. „Hier, bitte, Trink ruhig aus. Und deine neuen Sachen musste mir dann alle mal schön zeigen.“, zwinkerte ich ihm zu. Ich sah immer noch die bösen Blicke von Janna. Auch Gustav und Georg waren mit Tüten bepackt, genauso wie Anna und Janna. Sie erzählten uns allen erstmal, was sie sich gekauft haben und dann ignorierte Janna mich ganz. Ich meine was war so schlimm daran, dass ich mit Andi Händchen hielt? Okay, wenn sie es mit Bill tun würde. würde ich es auch nicht toll finden. „Wir müssen dann mal los.“, sagte Gustav. „Ja unser Zug kommt um 9 und wir müssen noch Sachen packen.“, fügte Georg noch zu. Stimmt ja, die beiden mussten heute Abend ja noch nach Hause. Ich war traurig darüber, weil sie echt zwei mega nette waren, auch wenn ich sie nicht so gut kannte wie die anderen. Wir verabschiedeten uns mit einer Umarmung, beziehungsweise einem Handschlag von den beiden und schon waren sie mit ihren Tüten verschwunden.


Kapitel 17:


*>Lea´s Sicht<*
Als die beiden um die Ecke verschwunden waren, machten wir uns auch alle auf den Weg zum Bahnhof. Ich beobachtete Andi, wie er Jannas Hand nehmen wollte, aber Janna zog ihre weg und ging weiter nach vorne zu Anna und Tom. Andi blieb abrupt stehen und guckte Janna nur so hinterher.  Auch Bill bekam es mit und ging zu Andi. „Hey was war das denn?“, fragte er seinen besten Freund. Er zuckte aber nur mit den Schultern, steckte seine Hände in seine Hosentaschen und ging mit dem Blick nach unten weiter. ‚Das gibt ärger und nur wegen mir.’, dachte ich mir und ließ nun auch den Kopf sinken.

*>Andi’s Sicht<*
Ich wollte gerade Jannas Hand nehmen, aber sie zog sie mit einem wütenden Gesichtsausdruck weg und ging zu Anna und Tom die vor mir gingen. Ich blieb abrupt stehen. ‚Scheiße, warum hatte ich eben nur Leas Hand genommen. Es war doch nur Freundschaftlich. Ich liebe doch nur Janna. Nur sie!’, dachte ich, bis auf einmal Bill und Lea neben mir standen. Bill fragte gleich, was mit Janna eben los war, doch ich zuckte nur mit den Schultern, steckte meine Hände in die Hosentaschen, guckte auf den Boden und ging weiter. Ich schoss aus Wut auf mich selbst, dass ich Leas Hand genommen habe, einen Stein vor mir hin und dachte immer nur ‚Scheiße, scheiße, scheiße’.

*>Janna´s Sicht<*
Nachdem Andi versucht hatte meine Hand zu nehmen, zog ich meine sofort weg und ging  mit einem wütendem Gesichtsausdruck zu Anna und Tom. Erst unterhielten sich die beiden über irgendwelche Sachen, bis Anna mich etwas skeptisch ansah. „Ist alles in Ordnung?“, fragte sie mich. „Nein. Was soll denn bitte schon in Ordnung sein?“, fauchte ich zurück. Ich war einfach sauer und eifersüchtig, dass Andi sich so gut mit Lea verstand. Bill hatte das eben wohl alles nicht mitbekommen, aber vielleicht war er einfach nicht so eifersüchtig auf seinen besten Freund, wie ich auf Lea.  „Oh, okay also nicht alles in Ordnung. Was ist denn los?“, harkte sie weiter nach. „Ist egal...“, versuchte ich somit das Thema zu beenden. Anna schien sich wohl damit zufrieden zu geben und nickte nur. So schwieg ich den Rest des Weges nur noch vor mich hin, was mir auch irgendwie recht war.

*>Lea´s Sicht<*
Als wir endlich am Bahnhof ankamen, gingen wir zu einer der großen Schalttafeln, wo drauf stand wann irgendwelche Züge wo fuhren. Nachdem wir länger suchen mussten um unseren Zug auf der Tafel zu finden, stellten wir fest, dass der nächste schon in knapp 3 Minuten fahren würde und zwar auf dem aller letzten Gleis auf dem Riesen Bahnhof. ‚na toll.’, dachte ich nur. Da war ja mal wieder rennen angesagt. Wir liefen alle los und Tom hatte wohl mächtige Probleme mit seiner Baggyhose zu rennen. Er stolperte etliche Male und regte sich tierisch darüber auf, dass wir ja den ersten Zug, anstatt den in einer halben Stunde, nehmen mussten. Aber die Mehrheit hatte sich eben für den ersten Zug gemeldet und somit war die Sache ja klar. Ich musste bei dem Anblick, wie Tom durch den Hannoveraner Hauptbahnhof stolperte, schmunzeln. Es sah echt komisch aus, aber als wir dann endlich bei dem richtigen Gleis angekommen waren, stand der Zug von uns auch schon da und die Türen wollten sich grade schließen. Wir schafften es aber noch gerade so zwischen den Türen in den Zug zu springen. Als wir dann drinnen standen und uns an den Stangen festhielten, holten wir alle erstmal tief Luft, da wir sehr aus der Puste waren. „Bah man, schon das zweite Mal heute, dass wir beinahe den Zug verpassen.“, stöhnte Tom. „Und dann hätte ich mich auch noch die ganze Zeit beinahe auf die Fresse gepackt.“, meckerte er weiter.  „Tja Bruderherz, ich würde sagen: Da helfen engere Hosen. Ich hatte keine Probleme mit dem laufen und hätte mich nicht beinahe auf die Fresse gepackt.“, grinste Bill.  „Haha, das sind Eierkneifer. Guck doch mal wo deine Hose hängt so voll im Schritt und über den Knien. Voll Bäh.“, sagte er mit einem abwehrenden Ton. „Tom.“, sagte Anna laut und alle guckten sie wieder an, weil sie, so wie ich, Tom´s Namen laut gesagt hatte, was wir ja nicht durften, weil die Gefahr zu groß war, dass die Jungs erkannt werden. „Oh, scheiße sorry.“, flüsterte sie und guckte sich im Zug um, ob jemand guckt. Sie entdeckte keinen und wand sich wieder beruhigt uns zu. Auf jeden Fall ging die Diskussion über Bill´s und Tom´s Hosen mächtig und ja etwas lauter weiter. Aber nur zwischen den beiden Jungs. Was ich so raushörte... naja, aber Bill nahm es ihm nicht übel, er wusste ja, was sein Twin ernst meinte und was nicht. Und das ganz sicher nicht. Trotzdem konnte er es nicht lassen und man musste erst wieder was sagen. „Hey, jetzt hört doch mal mit dieser sinnlosen Diskussion  auf, was bringt die euch?“, mischte ich mich ein, in der Hoffnung, dass die beiden aufhören würden. „Es bringt uns soviel, dass einer gewinnt und der dann auch Recht hat, verstehst du?“, fragte Tom mich total überzeugt, so als ob er eh gewinnen wird. Ich nickte nur so von wegen, dass er ja Recht hat, aber die weitere Diskussion blieb aus, worüber ich auch mächtig froh war, weil das beiden echt nervig werden konnte. Ich sah bei uns so in die Runde und mir viel auf, dass Jana und Andi immer noch weit voneinander entfernt standen und Andi Janna bedröbelt ansah, sie seinem Blick aber wich. Oh man, er tat mir so leid. Nur wegen mir. Mir und meiner scheiß Hand. Ich sah mich aber noch weiter in unserem Zug um und entdeckte zwei Mädchen. Die beiden waren höchstens 14, wenn nicht sogar erst 13 Jahre. Man sah es den beiden irgendwie nicht richtig an, weil sie ziemlich aufgestylt waren, aber doch irgendwas Kindliches an sich hatten. Die beiden kamen mir sehr seltsam vor, weil sie auch immer wieder ihre Köpfe zusammen steckte. Okay, das ist ja nicht schlimm, aber sie schauten immer rüber und einmal zeigten sie auch auf irgendeinen von den Twins. Ich bekam Angst, dass man die beiden erkennen könnte und flüsterte den beiden schnell zu: „Ey, Jungs. Die Mädels da, ich weiß nicht, aber irgendwie kommen die mir sehr seltsam vor. Die stecken die ganze Zeit ihre Köpfe zusammen und eben haben sie auch auf einen von euch gezeigt und wieder getuschelt. Meint ihr nicht, wir sollten lieber in die 1.- Klasse gehen? Da sind keine Teenies nur solche komischen Geschäftsleute und die werden euch ja nicht gleich angeiern, euch überfallen und heulend zusammen brechen.“, lachte ich leise. Die anderen mussten auch lachen. Alle außer Janna. Ich wusste nicht, was ich tun könnte, damit sie mir das nicht mehr übel nahm, dass ich dir Freund von ihrem Freund, den sie nun seit fast einem Jahr zusammen waren. Das war eine echt lange Zeit und deswegen wollte ich alles dafür tun, dass sie wegen mir, die einfach so in ihr Leben geplatzt kam, sich nicht trennen. Ich überlegte wohl die ganze Zeit und war total abwesend, bis Bill mich aus meinen Gedanken riss.


Kapitel 18:


*>Lea´s Sicht<*
„Okay? Kommst du also auch mit dann dahin? Ich meine, du hast es ja vorgeschlagen?“, grinste er. Ich guckte ihn nur verwirrt an und sah, wie die anderen Jungs und Mädels schon in den 1.- Klasse Abteil vorgingen. „Ja. Ja na klar komm ich mit.“, grinste ich genauso gespielt zurück zu ihm. Wir gingen nun auch und als wir im Abteil ankamen, waren noch fast alle Sitzplätze frei, außer ein paar mit irgendwelchen Geschäftsleuten, die tippend an ihrem Laptop saßen oder telefonierten. Das störte uns aber herzlichst wenig und so saßen wir uns einfach in irgendwelche Plätze. Zwei mussten sich wieder abseits hinsetzen, weil der Vierer ja nicht reichte. Es waren Bill und ich. Er setzte sich ans Fenster und legte seine Füße auf die gegenüberliegenden Plätze. Ich lag mich mit seinem Kopf auf seine Beine und winkelte meine Beine wiederum an. Es war nicht gerade bequem, aber auszuhalten. Ich hasste Zug fahren. Okay die Strecke von Hess. Oldendorf nach Hannover und zurück ging eigentlich noch, aber wenn es längere Strecken waren, bekam ich meine Aggressionen (*gg*) und konnte nicht still sitzen bleiben, sondern musste die ganze Zeit durch den Zug latschen. Ich machte meine Augen mal wieder zu, aber hörte leise Musik und summte leise vor mich hin.  „Was hörst du?“, fragte mich Bill.  Ich nahm mir einen Stöpsel aus dem Ohr um ihm zu antworten. „Ach Kelly Clarkson – Because of you.“, sagte ich leise. „Wieso so traurig?“  „Ach, egal“, ich wollte es ihm nicht sagen. Ich meine: Weiß ich, wie er da drauf reagiert? „Hm, warum nicht? Bist du nicht glücklich mit mir?“, spielte er eingeschnappt. Ich musste lachen. „Doch Schatz bin ich. Glaub mir das mal.“, sagte ich, lächelte ihn an und ging nach oben um ihn zu küssen. „Gut und ich dachte schon.“, grinste er. „Nene du, keine Angst.“, zwinkerte ich ihm zurück. Dann schwiegen wir wieder eine Weile, aber Bill wollte einfach nicht locker lassen. „Warum willst du es mir nicht sagen?“, löcherte er mich weiter und sah dabei aber total abwesend aus dem Fenster. Ob er es auch gemerkt hatte und gucken wollte, ob ich es ihm von alleine erzähle? Ich wusste gerade gar nicht was ich denken sollte, aber erzählen werde ich es ihm nicht, nicht jetzt wo ich glücklich war und außerdem... was war schlimm dran? „Hm, weiß nicht. Ich glaube, dass ist eher so eine Sache zwischen mir und Janna.“, sagte ich und starrte an die Zugdecke.  „Zwischen dir und Janna? Versteht ihr euch nicht so gut? Ich dachte immer, dass ihr euch von Anfang an super verstanden habt?“, fragte er erstaunt.  „Bill? Lass es gut sein, okay? Ich will das erstmal regeln und dann erzähl ich es dir, ja? Aber sei nicht böse.“ Er guckte mich enttäuscht an, was ich gar nicht abkonnte. „Bah jetzt komm nicht mit diesem Blick, du weißt genau, dass ich den so was von nicht abkann und nachlasse. Aber nein mein Schatz, du schaffst es nicht.“ Ich küsste ihn dafür. Er wollte gar nicht mehr seine Lippen von meinen nehmen und so wurde daraus ein langer und inniger Kuss. „Mhm.“, hörte ich hinter mir. Ich drehte mich mit meinem Kopf um und die Anderen standen alle schon im Gang und warteten wohl auf mich und Bill. „Müssen wir raus?“, fragte Bill. „Ja genau das müssen wir.“, sagte Anna. Bill und ich standen auf, er packte mich wieder bei der Hand und ab ging es aus dem Zug.

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Die restliche Woche ging schnell um. Nun war es Freitag. Ein Tag noch, dann würden Andi, Janna und Anna wieder fahren und meine Eltern sollten auch eigentlich wieder nach Hause kommen. Die Situation zwischen Janna und mir und genauso wie zwischen Andi und Janna hatte sich nicht sonderlich gebessert. Ich und Andi gingen ganz normal miteinander um, weil die Jungs ja nichts davon mitbekommen sollten. Aber trotzdem hielt Andi sich fern von mir wegen Janna. Freitagmittag...

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Wir saßen alle am Küchentisch und aßen was, bis es an der Haustür klingelte. Ich sah erstaunt in die Runde und stand auf um die Tür zu öffnen. Als ich die Tür geöffnet habe, standen meine Altern vor mir. Ich sah sie erstaunt an und sagte nur: „Ich dachte, ihr wolltet morgen erst nach Hause kommen?“  Meine Mum und mein Dad lachten und meine Mum sagte: „Na, das ich ja mal eine tolle Begrüßung. Da kommt man schon mal früher nach Hause und man wird so toll empfangen.“  „Ach nein, ich freu mich, dass ihr wieder da seit. War ja auch lange genug. Das ganze essen musste ich selber kochen und alles.“, sagte ich ironisch und viel erst meiner Mum und dann meinem Dad um den Hals. Als sie drinnen waren, begrüßten sie auch noch die anderen. Andi und Janna stellten sich erstmal vor, weil meine Eltern sie ja noch nicht kannten. Danach unterhielten wir uns noch eine Weile und ich fragte, wie es in Berlin war.  „Du Lea ich glaube wir müssen dir was sagen.“, sagte mein Dad. Ich guckte in fragend an. „Na und was? Ihr könnt das ruhig hier sagen, die dürfen das alle wissen. Erfahren werden die es eh.“, lachte ich und dachte an gar nichts schlimmes, aber ob es etwas Schlimmes war, wusste ich selber nicht, es konnte ja auch was sehr Positives sein, wo ich mich riesig drüber freuen würde.  „Naja, also... Wir waren nicht in Berlin, sondern wir haben uns...



Kapitel 19:

*>Lea´s Sicht<*
...Häuser angeguckt.“, sagte sie. Ich konnte es nicht glauben. „Wieso habt ihr euch denn bitte Häuser angeguckt? Und warum habt ihr mir nichts davon gesagt? Ich meine ich bin eure Tochter und wenn wir wegziehen müssen, dann bin ich ja wohl daran beteiligt!“, fragte ich meine Eltern immer noch total perplex. „Wir wollten es dir halt noch nicht sagen, weil wir dachten, dass du etwas dagegen hast. Okay, du hättest eh nichts dagegen tun können und irgendwann hätten wir dir eh was davon erzählen müssen, spätestens wenn es soweit gewesen wäre, aber trotzdem. Und ja, warum wir uns die Häuser angeguckt haben... ja du weißt ja, dass deine Mutter und ich ja schon mal überlegt haben ein Restaurant auf zu machen und ja, wir haben in Magdeburg halt ein Restaurant gekauft. Es hat 5 Sterne und ich habe mich in den letzten zwei Jahren dahin gearbeitet und meins hier in Hameln für das in Magdeburg zu gemacht, weil ich in Magdeburg bessere Chancen habe, als Geschäftsleiter. Und ja deswegen ziehen wir dorthin. Es steht auch schon viel länger fest. Alles wurde schon gekauft, nur noch mit dem Haus, was wir ja halt diese Woche gemacht haben, stand noch nicht alles fest, jetzt aber schon. Und ja...“, sagte mein Vater mir. Ich traute meinen Ohren nicht. Ein 5 Sterne Restaurant in Magdeburg. Bei meinem Freund und meinen anderen Freunden. Ich freute mich riesig.  „Bah, nicht euer ernst?“, fragte ich sie und sah sie mit strahlenden Augen an. „Doch ist echt unser ernst, mein Schatz.“, sagte meine Mutter und man sah ihr an, dass sie erleichtert war, dass ich es freudig aufnahm mit dem Umziehen. Ich guckte Bill an, der immer noch, genau so wie ich, freudig aber auch fassungslos drein blickte. „Das gibt es nicht.“, wiederholte ich es noch einmal und umarmte ihn. Auch die anderen schienen sich für mich und für sich selber zu freuen, weil wir uns dann öfter sahen. Außer Anna und Janna. Okay, Anna freute sich für mich, aber sie war traurig, dass sie nicht auch bald in Magdeburg wohnte. Und Janna, ja Janna halt. Wir hatten Stress also konnte man auch nichts anderes erwarten. ‚Na hoffentlich wird das wieder, jetzt wo ich auch bald bei ihnen in der Nähe wohnte.’, dachte ich nur und war wieder einmal für ein paar Sekunden irgendwie abwesend und traurig. „Wann ziehen wir denn dann nach Magdeburg?“, fragte ich dann aber gleich wieder. „Also du machst dein Schuljahr hier noch zu Ende und ziehen dann halt in den Sommerferien um. So, dass du dann ab dem elften Schuljahr da in einem der Gymnasien anfängst. Du kannst dir aussuchen welches. Das bleibt allein dir überlassen, okay?“, fragte meine Mutter. „Ja und ich ziehe aber vielleicht schon früher hin. Wir müssen nur gucken, wann wir das Restaurant eröffnen. Also Neueröffnung.“, fügte mein Vater noch hinzu. Ich lächelte. Ich wusste auch schon auf welches Gymnasium ich gehen würde. Genau, auf das, wo Andi und Janna, und die Twins, sind, beziehungsweise waren. „Okay, das ist Perfekt. Ich freu mich. Endlich nur noch ein Halbjahr auf dieser beschissenen Schule.“, seufzte ich. Aber nicht im negativen Sinne! Als wir noch eine Weile über das Thema Umziehen und Magdeburg und alles geredet haben, gingen wir wieder hoch in mein Zimmer. Mir viel auf, dass Janna und Andi die ganze Zeit über nur schwiegen. Ich wusste nicht, ob es irgendwann wieder was wird, aber do eine „Kleinigkeit“ kann eine schon so lange bestehende Beziehung doch nicht zerstören. Hoffte ich innerlich. Ob es nun wirklich so war, dass wusste ich nicht. das wusste keiner von uns. Nur die beiden. Die beiden ganz allein.  „Oh man Anna, du musst heute wieder nach Hause.“, sagte Bill sichtlich traurig in die Stille hinein, als wir wieder oben in meinem Zimmer waren. Auch wir anderen waren traurig darüber. Vor allem Tom. Keiner wusste wann wir uns wieder sehen würden. Aber ich dachte, dass dies nicht lange dauern würde.  „Ja stimmt, aber wir haben noch vier Stunden. Okay, diese vier Stunden vergehen eh schnell, aber trotzdem.“, sagte sie. Auch sie war traurig, aber sie versuchte es zu unterdrücken, weil sie merkte, dass Janna und Andi eh schon so scheiße drauf waren und auch ich war nicht gerade gut drauf. Meine beste Freundin fuhr jetzt gleich, in vier Stunden, wieder weg und eine, jetzt schon gute Freundin, ist richtig sauer auf mich, wegen Andi. Anna guckte auf die Uhr. „Wann fahrt ihr denn?“, wollte sie dann von Janna und Andi wissen. Janna zuckte nur mit ihren Achseln. Also antwortete Andi ihr. „Ja, also wir fahren ja am Montag erst, also haben wir noch ein bisschen Zeit mit den Twins und Lea. Noch Samstag und so. Na mal schauen.“  „Oh man eh, dann seit ihr alle weg. Anna in Freiburg, ihr vier in Magdeburg, beziehungsweise Hamburg oder sonst wo. Und ich, ich vergammle hier in diesem Kuhkaff.“, sagte ich. Das war echt deprimierend, sie alle bald nicht mehr um mich rum zu haben, auch wenn wir uns noch nicht lange kannten. Aber zwischen Bill und mir, dass war echt. Nichts mit fanliebe oder so. Das war liebe auf den ersten Blick. Früher habe ich Leute ausgelacht, die davon erzählt haben, aber mit Bill habe ich es kennen gelernt und erfahren, dass es das wirklich gibt. „Ach komm, du wirst es überleben, mein Schatz.“, sagte Bill und gab mir einen Kuss. „Genau und außerdem bist du ja in einem knappen halben Jahr eh bei uns in Magdeburg und glaub mir freu dich nicht zu früh. Du willst da schneller weg, als du gekommen bist.“, lachte Andi. „Ja, das stimmt.“, lachte Tom und auch wir anderen stimmten ein. „Ja und Anna kommt dann aber jedes Wochenende, darauf bestehe ich!“, sagte ich und Tom nickte nur eifrig mit seinem Kopf. Ich sah Janna und sah, dass sie das alles gar nicht so toll fand. Man sah ihr an, wie die Wut in ihr aufstieg. Ich hatte ein scheiß Gefühl. Vielleicht hätten wir uns nicht so freuen dürfe. Und gerade Andi. Ich meine, er freute sich auf mich. Und gegen mich hatte Janna im Moment was. Sie sprang auf einmal mit einem wütenden Gesichtsausdruck auf, guckte in die Runde und schrie dann nur noch: „Freut euch ruhig!“ Sie rannte zu meiner Zimmertür, machte sie auf, knallte sie mit voller Wucht zu und rannte die Treppe runter. Ich nahm an, dass sie ins Gästezimmer verschwand. Wir zuckten nach dem lauten Knall der Tür alle heftig zusammen und schauten uns nur fragend an. Keiner wusste, was mit Janna los war. Okay, ich hatte eine Vermutung und ich glaube, dass Andi die auch hatte. Bill war dann der Erste, der wieder was sagte. „Was war DAS denn jetzt bitte von ihr, ey? So ist die ja sonst nie drauf.“ Ich sah in Bills fragendes Gesicht. Dann in Andis, welches aber keine Miene verzog. Ich machte eine Miene, dass er etwas antworten sollte, weil Bill wohl auf eine Antwort wartete. „Ich habe auch keine Ahnung, was mit der auf einmal los ist. Zu mir ist sie ja auch so. So mit Abstand und nicht mal mehr reden oder ein Kuss.“, sagte Andi. Ihm viel es schwer, dass zu sagen. Er hatte ziemliche Angst, wenn es um Janna ging. Er wollte sie nicht verlieren, aber er wusste, dass er auch mit dran schuld war, dass sie so ist. Nur er wollte es Bill nicht sagen. Vielleicht aus Angst, seinen besten Freund auch noch zu verlieren. Ich wusste es nicht genau. Wir saßen noch eine Weile einfach nur so da. Wir schweigen alle man hörte nur ab und zu den Wind um die Hausecken wehen. Auf einmal unterbrach Tom sie Stille. „Ich glaube, ich gehe mal schauen, was mit Janna los ist. Das lässt mir keine Ruhe. Und ich glaube, die braucht auch wen zum Reden, auch wenn ich nicht weiß was los ist. Naja vielleicht erfahre ich es ja gleich.“ Wir nickten alle nur und sahen Tom dabei an. Er gab Anna noch einen Kuss auf ihre Wange und verschwand dann aus der Tür die Treppe runter.


Kapitel 20:


*>Tom´s Sicht<*
Als ich Anna einen kurzen Kuss auf die Stirn gegeben hatte, verschwand ich nach unten. Als ich die Treppe runter ging, überlegte ich, was mit Janna los ist. Es musste ja schließlich was mit Lea und Andi zu tun haben, weil zu den beiden war sie ja in letzter Zeit total Zickig. Mit Andi hielt sie kein Händchen mehr, sie küssten sich nicht mehr und sie schliefen nicht mehr im gleichen Zimmer. Mit Lea aber wechselte sie auch kaum ein Wort und wenn Lea sie was fragte, was nur noch ganz selten vorkam, meckerte Janna nur in irgendeiner Weise zurück oder sie antwortete erst gar nicht. Ich kannte sie so gar nicht. Das gab mir zu bedenken. Als ich dann vor der Tür von dem Gästezimmer unten stand, zögerte ich erst mit dem anklopfen. Dann aber klopfte ich einfach. Ich hörte nur ein leises schluchzen. Es war klar, dass das nur von Janna kommen könnte, weil ja sonst kein anderer hier war. Ich klopfte noch einmal mit der Hoffnung, dass sie endlich irgendetwas sagte. wieder kam nichts. Ich überlegte, ob ich nun einfach reingehen sollte. Ich beschloss mich dann dafür, dass ich einfach reingehe. Als ich drinnen war, sah ich Janna, wie sie mit dem Rücken zur Tür und mit ihrem Blick zum Bett gewandt, da stand. Ich wunderte mich, was sie da machte und ging näher zu ihr. „Hey was ist los mit dir?“, fragte ich sie vorsichtig und stellte mich drauf ein, dass ich gleich irgendetwas nicht gerade nettes zurück geschrieen bekomme.
Aber nichts war. Ich bekam gar nichts zurück. Man hörte wieder nur schweigen und ihr schluchzen. Ich legte meine Hand auf ihre Schulter und sie drehte sich automatisch um.
Sie sah total verheult aus und ihre ganze schwarze Schminke suchte sich verwischt mit Tränen den Weg die Wangen herunter. Sie versuchte sich die Tränen wegzuwischen, was ihr aber nicht wirklich gelang. Ich sah sie an und dann viel mein Blick über ihre Schulter auf das Bett. Da lag ihre Reisetasche. ‚Was will sie denn damit?’, fragte ich mich und setzte die frage gleich in die Realität um und fragte Janna, warum sie ihre ganzen Sachen wieder in ihre Reisetasche einpackte. Erwartungsvoll sah ich sie an. Erst sagte sie nichts. Doch dann sagte sie: „Ich fahre nach Hause und zwar nicht erst am Montag, nicht morgen, nein! Heute! Mit Anna´s Zug, der fährt über Magdeburg. Ich habe sie gefragt.“, antworte sie mir und wendete sich wieder ihrer Tasche zu. Ich war geschockt. „Janna, was soll das?“, fragte ich sie. „Was soll was?“ Sie tat so, als ob sie nicht wusste was ich meinte, dabei wusste sie es ganz genau. „Janna du weißt was ich meine.“  „Nein weiß ich nicht, Tom. Und jetzt lass mich bitte weiter packen. Mein Zug fährt in dreieinhalb Stunden und bis dahin will ich bitte fertig sein, wenn du mir erlaubst.“, sagte sie und schob mich am Arm etwas an die Seite, doch ich blieb stehen und regte mich nicht. Keinen einzigen Schritt. „Tom!“, schrie sie jetzt schon fast. „Was soll der scheiß? Lass mich doch jetzt einfach und geh an die Seite oder meinetwegen ganz raus.“  Ich traute meinen Ohren nicht. „Nein Janna ich werde dir hier nicht erlauben deine scheiß Tasche einzupacken und ich gehe hier auch nicht weg.“, schrie ich nun auch zurück. „Du wirst mir jetzt sagen, was mit dir los ist. Was soll der scheiß man. Du ignorierst oder meckerst Lea und Andi nur noch an und jetzt, ja jetzt willst du nach Hause fahren. OHNE Andi!“  Sie sah mich entsetzt an. „Ich werde dir nichts sagen, Tom.“ Sie fing wieder an zu weinen, aber sie ließ sich immer noch nicht vom Tasche packen abhalten. „JANNA!“, jetzt schrie ich richtig. „Verdammt noch mal. Du bist meine beste Freundin und ich will jetzt wissen, was mit dir los ist. Ich mache mir vielleicht auch Sorgen um meine beste Freundin, sorry aber es ist nun mal so.“, sagte ich in einem komischen (lol) Ton. „Und jetzt sag Janna.“  Sie sah mich total schockiert an. Ich glaubte sie hätte das jetzt nicht von mir gedacht, dass ich sie so anschrie.  „Na anscheinend muss ich es dir ja sagen.“, sagte sie ganz leise, aber laut genug, dass ich es verstand.  „Ja musst du.“, sagte ich fordernd. „Man es ist wegen Andi und Lea... bekommt das denn keiner mit, wie sich Lea an Andi ranmacht? Anscheinend nicht. In Hannover haben sie Händchen gehalten und keine Ahnung wie die sich immer angucken. Und Andi freut sich ja auch wohl schon riesig, wenn Lea bald nach Magdeburg zieht. Dann können die beiden ja jeden Tag was zusammen machen.“, sagte sie und guckte auf den Boden. „Meinst du nicht, dass du etwas übertreibst?“, fragte ich. „Übertreiben?“, schrie sie wieder fast. „Ja, du hast richtig gehört: ÜBERTREIBEN! Die beiden verstehen sich prima, wo ich auch riesig froh drüber bin. Und das heißt dann doch nicht gleich, dass die gleich was miteinander haben oder so. Bitte, Bill ist Andis bester Freund, denkst du wirklich, der würde dem Lea wegnehmen? Die beiden haben verdammt viel durchgemacht, bevor sie zusammen gekommen sind. Und außerdem: Hallo? Er liebt dich über alles Janna. Was denkst du eigentlich von ihm? Denkste der nimmt gleich die nächst beste und dann gleich auch noch die Freundin von seinem besten Freund? Janna der will NUR dich. Und Lea will NUR Bill. Versteh das und steck deine Eifersucht mal ne Runde weg, ey. Dafür kannste deine Sachen aber auspacken, mit hoch kommen und dich bei Lea und Andi für den ganzen scheiß entschuldigen.“ Ich musste erstmal puste hohlen. Das war ein langer Vortrag und ich hoffte, dass sie das alles in ihren Kopf bekommen hat. Aber so sah es nicht aus. Sie drehte sich wieder um, machte die Tasche zu, zog sich ihre Jacke über und sah mich an. „Du sagst also das ist übertrieben? Dann bitte, finde es so. Aber weißt du wie verdammt weh das tut, wenn du deinen Freund da so glücklich siehst, den du über alles liebst?! Na und, dann bin ich eben eifersüchtig, da kann ich aber nichts gegen tun. Und, ach danke Tom, dass du hinter mir stehst. Ich meine, du sagst es ja: ICH BIN DEINE BESTE FREUNDIN!“, schrie sie mich nun wieder unter Tränen an. Aber diesmal richtig. Nun nahm sie endgültig ihre Tasche und rannte aus dem Haus. Ich stand immer noch so da, wie eben. Dann setzte ich mich auf’s Bett und stützte meinen Kopf in meine Hände. Plötzlich spürte ich nach einer Weile eine Hand auf meiner Schulter. „Hey Tom, was ist denn mit euch los? Ist alles in Ordnung?“ Es war Lea´s Mutter.  „Naja in Ordnung ist im Moment nichts irgendwie. Aber ich glaube ich muss erstmal hoch und den anderen alles sagen, was gerade mit Janna los war.“, sagte ich nur und stand wieder auf. „Okay, aber das wird schon wieder.“, zwinkerte sie mir zu und streichelte mir über meine Schulter. Ich mochte Lea´s Mutter. Sie war so wie meine. Locker und total lieb. Aber jetzt musste ich erstmal nach oben gehen und den anderen alles sagen. Das mit Janna. Meiner besten Freundin...


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